Digitalisierung und Standardisierung bei Lohn- und Gehaltsprozessen mit Tim Schütte (Episode #84)

00:00:00Alexander Petsch: Glückauf und herzlich willkommen zu den heutigen HRM Hacks. Mein Name ist Alexander Petsch, ich bin der Gründer des HRM Instituts, euer Gastgeber. In unserer heutigen HRM Hacks Folge spreche ich mit Tim Schütte zu Hacks bei der Digitalisierung und Standardisierung der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Tim Schütte ist Geschäftsführer bei Paychex Deuschland. Paychex […]

Arbeitsrecht bei Naturkatastrophen

Naturkatastrophen können Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Was müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in arbeitsrechtlicher Hinsicht beachten, wenn Überschwemmungen, Stürme oder Schnee-Chaos den Betrieb lahmlegen? Droht ihnen die Entgeltfortzahlung ohne Gegenleistung? Und welche Reaktionsmöglichkeiten haben sie?

Sachgrundbefristung bei vorübergehendem Bedarf an der Arbeitsleistung

§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 TzBfG
Die Übernahme eines zeitlich begrenzten Projekts, für dessen Erledigung das vorhandene Personal nicht ausreicht, kann einen vorübergehenden Beschäftigungsbedarf nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 TzBfG begründen. Voraussetzung ist, dass es sich bei den im Rahmen des Projekts wahrzunehmenden Aufgaben um auf vorübergehende Dauer angelegte und gegenüber den Daueraufgaben des Arbeitgebers abgrenzbare Zusatzaufgaben handelt.
(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 21.8.2019 – 7 AZR 572/17

Aktionstag „Mach’s gemeinsam“ am 31. März 2020: In bewegten Zeiten fokussiert bleiben mit einem Erfolgspartner

Homeoffice, Homeschooling, tägliche Versorgung sicherstellen, Arbeitsräume in der Wohnung geschickt verteilen und so viele Informationen. Da verliert man leicht den Fokus. Und doch gibt es Dinge, die jetzt konzentriert erledigt werden müssen: Anträge ausfüllen, Steuerstundung beantragen oder Liquiditätsplan aufstellen. Der Kundenkontakt muss gehalten werden, aber es gibt Hemmungen, zum Hörer zu greifen oder eine E-Mail zu senden. So vergeht Tag um Tag untätig. Gleichzeitig tun sich so viele neue Möglichkeiten auf. Aber welche Aufgabe soll man jetzt konkret anpacken und wie sie in dem Chaos zu Ende zu führen?

Warum Work-Life-Balance das Burnout-Risiko verschärft

Im Interview erklärt Stresscoach Markus Frey, wieso der „Work-Life-Balance“-Begriff eine negative Einstellung zur Arbeit hervorruft, weshalb viel Arbeit nicht gleichzeitig das Burnout-Risiko verstärkt und wie Arbeitgeber eine wirkungsvolle Burnout-Prävention betreiben.

Ein Appell, sich in die Digitalisierung einzumischen

Die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung sind inzwischen in jedem Lebensbereich spürbar. Die neuen Technologien und Möglichkeiten polarisieren. Viel zu oft schüren Berichte und Artikel Ängste, wenn der Weg der Gesellschaft in eine Dystopie beschrieben wird. Der Wandel in Richtung einer Gesellschaft, in der Roboter, Algorithmen und künstliche Intelligenz herrschen. Die Digitalisierung wird nach Ansicht von Skeptikern den Menschen die Arbeit nehmen und Maschinen werden unser Handeln beherrschen.

Emotionale Intelligenz: Weniger Stress und mehr Erfolg

Nie verbreiteten Nachrichten sich schneller als heute. Nie war es einfacher, sich Informationen aus dem Netz zu ziehen. Wir waren aber auch nie gehetzter und überforderter vom nicht enden wollenden Informationsfluss. Dass dieses ständige „On“-Sein nicht gesund ist und Stress erzeugt, haben zahlreiche Studien bereits gezeigt. Die digitale Nutzung hat aber auch einen großen Einfluss auf unsere emotionale Intelligenz.

Entscheidung impossible! Bitte warten? Warum gute Absichten noch lange keine Garantien für eine gute Zukunft sind

Werden in Unternehmen strategische Veränderungen trotz besseren Wissens nicht angegangen, hängt dies häufig mit der guten Absicht zusammen, eine Verschlechterung verhindern zu wollen. Ein Wechsel in Schlüsselpositionen führt beispielsweise immer wieder dazu, dass notwendige Entscheidungen in die Zukunft verschoben werden. Doch macht dieses Abwarten Sinn? Und unter welchen Voraussetzungen lassen sich derartige Zwickmühlen vielleicht sogar konstruktiv nutzen?

KI – Kooperative Intelligenz als zentraler Treiber: Warum es die Mensch-Mensch-Zusammenarbeit braucht

Den Begriff KI verbinden die meisten Menschen mit künstlicher Intelligenz, das heißt mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen. In unseren agilen und digitalen Zeiten verspricht die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit tatsächlich Arbeitserleichterung. Aber wie sieht es bei kreativen Prozessen aus? Braucht es nicht gerade da die Mensch-Mensch-Zusammenarbeit. Braucht es hier neben der künstlichen Intelligenz nicht vor allem eine kooperative Intelligenz? Und was verbirgt sich hinter dieser nur scheinbar neuen – weil immer schon vorhandenen – Form der Intelligenz?

Update Entsendung: Die Umsetzung der (revidierten) Richtlinie – wo stehen wir?

Die Arbeitnehmerentsenderichtlinie 96/71/EG (RL ) regelt u.a. Mindestbedingungen für Mitarbeiter, die zur Ausführung eines Auftrags für eine begrenzte Zeit in einen anderen Mitgliedstaat entsandt werden. Das greift bislang nicht flächendeckend, sondern betrifft bestimmte Branchen, schwerpunktmäßig insbesondere Bauunternehmer sowie die verarbeitende Industrie. Die dies umsetzenden gesetzlichen Normen in Deutschland finden sich im AE ntG. Nun sollen der Anwendungsbereich der Regelungen aufgrund der sog. revidierten Arbeitnehmerentsende-RL nicht unerheblich ausgeweitet sowie die inhaltlichen Regelungen verschärft werden.

Mitarbeitereinsatz in Indien: Die wichtigsten Fakten

Indien bleibt für deutsche Unternehmen auch 2020 ein wichtiger Zukunftsmarkt. Dafür sorgen 1,3 Milliarden Einwohner und deren wachsende Mittelschicht sowie ein recht konstantes Wirtschaftswachstum von sieben Prozent.

Zugang der Kündigung – Postleerungszeitpunkt

§ 130 Abs. 1 BGB
1. Der Einwurf einer Kündigung in einen Briefkasten bewirkt den Zugang, sobald nach der Verkehrsanschauung mit der nächsten Entnahme zu rechnen ist. Dies ist der Fall, sobald am jeweiligen Ort für gewöhnlich die Postzustellung beendet war.
2. Die Annahme einer generell üblichen Postzustellungszeit bis 17:00 Uhr ist unberechtigt, wenn entsprechende tatsächlicheFeststellungen nicht durch das Gericht erfolgt sind.
3. Die Darlegungs-/Beweislast für den ihm günstigen Umstand einer späteren Zustellungszeit trägt der Arbeitgeber.
(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 22.8.2019 – 2 AZR 111/19

Ausschlussfristenklausel

§§ 305 ff., 203 Satz 1 BGB
Der Einwand des Rechtsmissbrauchs gegenüber dem Ablauf einer Ausschlussfriststeht dem Verfall des Anspruchs nur so lange entgegen, wie der Arbeitnehmer aufgrund des rechtsmissbräuchlichen Verhaltens des Arbeitgebers von der Einhaltung der Ausschlussfrist abgehalten wird.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 17.4.2019 – 5 AZR 331/18

Arbeiten unterwegs: Für produktive Umsteigezeiten würden Geschäftsreisende zahlen

Jeder dritte Geschäftsreisende würde dafür zahlen, die unproduktiven Umsteigezeiten sinnvoll zu nutzen und am Bahnhof oder Flughafen ungestört arbeiten zu können. Denn Produktivität ist nicht nur im Büro wichtig, auch unterwegs wollen viele Dienstreisende wichtige Aufgaben erledigen. 40 Prozent der Reisezeit beispielsweise in der Bahn wird für berufliche Tätigkeiten verwendet. Die Wartezeit auf Flugzeug oder Bahn hingegen nicht. Das sind Ergebnisse der aktuellen Umfrage „Chefsache Business Travel 2019“, einer Initiative von Travel Management Companies im Deutschen Reiseverband (DRV).

Positiv führen: Wie Unternehmen eine glücksfördernde Arbeitsumgebung schaffen

Arbeitnehmer sind motiviert, leistungsbereit und glücklich, wenn sie ihre Tätigkeit als sinnvoll erleben, das Gefühl haben, selbstwirksam zu sein, und ihre Fähigkeiten und Stärken im Team optimal einsetzen können. Unternehmen und Vorgesetzte können eine Arbeitsumgebung schaffen, die genau diese positiven Emotionen und Erfahrungen fördert. Das trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern auch maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei.

Coachende Gesprächsführung: Wie man selbst auf die Lösung kommt

Es gibt nur wenige Menschen, die ihrem Gegenüber nicht gern Tipps und Ratschläge geben, wenn dieser von einem Problem berichtet. Das können Probleme in der Beziehung, im Job oder mit dem Auto sein. Auch von Coaches herrscht das gängige Bild vor: Ich stelle ihnen meine Frage und erzähle von meinen Schwierigkeiten, und sie geben mir einen Rat, den ich befolge. So funktioniert das schließlich auch beim Arzt. Im Coaching und in anderen beruflichen Situationen führt es aber oftmals nicht zum erhofften Ziel, wenn die Ratsuchenden die scheinbar passende Antwort fix und fertig serviert bekommen.

Nicht mehr Passagier: Die berufliche Zukunft in die Hand nehmen

In Ratgebern, die Führungskräfte adressieren, wird im Zusammenhang mit Change-Prozessen stets die Aufgabe betont, die Mitarbeiter einzubeziehen. Aktiv sollen sie die Veränderung innerhalb eines Unternehmens mitgestalten. Nicole Pathé wendet sich in ihrem Buch „Vom Mitarbeiter zum Mitgestalter“ direkt an die Betroffenen. Nach ihrer Überzeugung trifft jeder Arbeitnehmer eine (mehr oder weniger) bewusste Wahl, wie er mit der modernen Arbeitswelt und deren Wandel umgeht. Chronische Unzufriedenheit, die Angst vor dem Montag – das muss nicht sein. Ihr Leitbild sind die „Top-Arbeitnehmer“, die sich mit Klarheit und Courage dem Wandel ihres Unternehmens stellen.

Die 25-Stunden-Woche erreichen, Arbeit neu denken

Täglich nur noch 5 Stunden arbeiten, aber das Gehalt einer 40-Stunden-Woche erhalten? Unter den Arbeitnehmern eines Unternehmens, das einen solchen Vorschlag macht, dürfte die Zustimmungsquote wahrscheinlich bei 100 Prozent liegen. Nur welcher Unternehmer sollte das freiwillig tun? Schließlich verschärft er damit ja seinen Kostendruck, da die Menge der Arbeit ja nicht geringer wird. Lasse Rheingans hat die Einführung der 25-Stunden-Woche in seinem Unternehmen gewagt. Und in seinem Buch „Die 5 Stunden Revolution“ berichtet er von diesem Experiment.

Networking für Freelancer: Keine Einbahnstraße, sondern Geben und Nehmen

Eigentlich wissen es alle Freelancer und Selbstständige: Aufbau und Pflege eines Netzwerkes sind entscheidend für das eigene Vorankommen. Wenn da nur das Wörtchen „eigentlich“ nicht wäre. Denn oftmals fehlt es an Zeit, Geld und Elan. Wie sich das ändern lässt und welche Chancen effektives Networking bietet, verrät der Autor Dr. Robert Grünwald in diesem Artikel.

Der Lerntransfer ist die Gretchenfrage der Personalentwicklung!

Laut Transferforschung sind Trainingsdesign, Teilnehmeraktivierung und Organisationsentwicklung entscheidende Faktoren für den Erfolg von Personalentwicklung. Das Institut für Management-Entwicklung integriert alle drei Aspekte in einem individuellen, nachhaltigen und wirksamen Ansatz.

Arbeitszeiterfassung – Rückkehr ins Mittelalter?

Art. 31 Abs. 2 GRC; RL 2003/88/EG; RL 89/391/EWG
Arbeitgeber sind nach neuester EuGH-Rechtsprechung verpflichtet, ein System zur täglichen Arbeitszeiterfassung ihrer Arbeitnehmer einzuführen. Nur so kann nach Auffassung des EuGH die Einhaltung von Höchstarbeits- und Mindestruhezeiten gewährleistet werden.
(Leitsätze der Bearbeiter)
EuGH, Urteil vom 14.5.2019 – C-55/18

A1-Bescheinigung bei Dienstreisen und Entsendungen: Was sie wirklich bedeutet

Kaum ein Thema sorgt bei Personalern derzeit für so viel Kopfzerbrechen wie die A1-Bescheinigung – zumindest wenn es um Dienstreisen und Entsendungen ins Ausland geht. Dabei ist es nicht einmal besonders neu und bei weitem nicht der wichtigste Teil im Prozess des Mitarbeitereinsatzes im Ausland. Welche Missverständnisse und gar Mythen es in Sachen A1-Nachweis gibt, erläutert dieser Beitrag.

Der Weg ins Homeoffice und zurück: Worauf Arbeitgeber und Arbeitnehmer achten müssen

Im Zuge der Digitalisierung und der sich verändernden Arbeitswelt hat sich in vielen Unternehmen mittlerweile die Arbeit im Homeoffice etabliert. Nicht selten vereinbaren Arbeitnehmer und Vorgesetzter das gelegentliche Arbeiten von zu Hause durch kurze mündliche Rücksprache. Sie vergessen dabei aber oft, dass die Gewährung von Homeoffice mit einer ganzen Reihe rechtlicher Anforderungen verbunden ist.

Ratgeber Gehaltsextras

Von Birgit Ennemoser, 5. Auflage, Datev eG, Nürnberg 2019, 198 Seiten, Preis: 19,99 Euro

Neue Beitragsbemessungsgrenzen für 2020

Das Bundeskabinett hat die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2020 beschlossen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt, dass die Werte wie jedes Jahr auf Grundlage klarer gesetzlicher Bestimmungen mittels Verordnung festgelegt werden. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2018) turnusgemäß angepasst.

Bezahlter Jahresurlaub kann aufgrund von Elternurlaub gekürzt werden

Art. 7 RL 2003/88/EG
Art. 7 RL 2003/88/EG steht einer nationalen Vorschrift nicht entgegen, die den bezahlten Jahresurlaub von dem Zeitraum der tatsächlichen Arbeitsleistung abhängig macht und hierbei Elternurlaub nicht berücksichtigt.
(Leitsatz des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 4.10.2018 – C-12/17

Die Physik von Digitalisierung und Change 2020: Wie Menschen sich in der digitalen Welt behaupten

Die Digitalisierung begleitet uns schon seit geraumer Zeit und wird auch 2020 in allen Bereichen und Branchen eine wichtige Rolle spielen. Wenn es uns der eine oder anderen auch immer noch weismachen will – sie ist weder Allheilmittel noch Jobkiller. Der Wandel ist einfach da. Punkt! Und je eher wir ihn weder als Fluch noch als Segen betrachten, sondern als Tatsache, können wir es gemeinsam schaffen, die Herausforderung nicht nur auf technischer Ebene zu lösen, sondern vor allem uns als Menschen dabei nicht zu verlieren.

Niemand ist eine Insel: Trends in der Zusammenarbeit 2020

„Niemand ist eine Insel, in sich ganz; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Festlandes. …“ Was der englische Schriftsteller und Dichter John Donne bereits Anfang des 17. Jahrhunderts so bildhaft beschrieben hat, trifft auf das 21. Jahrhundert umso mehr zu: Niemand ist eine Insel! Kein Mensch, kein Unternehmen, keine Nation ist in sich ganz, sondern immer ein Teil von etwas Größerem.

Unausgereift: Risiken und Probleme beim Einsatz von KI in der Personalauswahl

Kaum ein Thema dürfte die Personalabteilungen in den nächsten Jahren mehr bewegen als der Einsatz künstlicher Intelligenz. Schon heute gehen verschiedene Serviceanbieter mit neuen Produkten an den Markt und versprechen allerlei wundersame Dinge. Was kann künstliche Intelligenz in der Personalauswahl jetzt schon leisten? Welche Risiken birgt sie und welche Einsatz-Szenarien sind realistisch?

Künstliche Intelligenz: Warum wir ethische Richtlinien brauchen

Warum brauchen wir ethische Richtlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz? Und welche Rolle sollte die Wissenschaft beim Einsatz von KI in der Personalpraxis spielen? Darüber haben wir mit Martin Kersting, Professor für Psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, gesprochen. Er ist Mitglied des deutschen Ethikbeirats HR-Tech, der Richtlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz im Personalbereich entwickelt hat.

Haltung als Basis für gute Führung

Es gibt Eigenschaften guter Führung, die nur begrenzt im Selbststudium erworben und trainiert werden können. Bereits bei der Analyse des Ist-Zustandes fehlt es hier an einem unmittelbaren Spiegel, der auf das eigene Verhalten reagiert.

Wie Unternehmen Geschlechterausgewogenheit erreichen

Schreiben erfahrene Unternehmensberater ein Sachbuch, haben sie leider oft einen großen Mangel. Aus Sorge darüber, das über die Jahre mühsam erworbene eigene Wissen und die sich daraus ergebende Methodik zu preiswert weiterzugeben, ergehen sich die Titel entweder seitenlang in Fallbeispielen. Die lassen sich dann aber kaum auf die Situation des Lesers übertragen, da Unternehmen doch zu unterschiedlich sind. Oder die Titel kratzen nur an der Oberfläche ihres Gegenstands. Der Leser erkennt zwar am Ende das Problem, ist aber in Hinsicht auf eine Lösung genauso hilflos wie zu Beginn der Lektüre. Unter diesem Gesichtspunkt bildet das Buch von Anke van Beekhuis eine wohltuende Ausnahme.

Ethikbeirat HR-Tech formuliert Richtlinien für KI in der Personalarbeit

Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Schlagzeile über die Möglichkeiten von Big Data, Künstlicher Intelligenz, Blockchain und Co. Unternehmen setzen zunehmend auf diese neuen Technologien. Auch im HR-Management scheinen die Chancen unbegrenzt. Doch die Grenzen zwischen persönlichem Mehrwert und potenziellen Missbrauch liegen in der Digitalisierung nah beieinander und gerade die Personalarbeit stellt in dieser Hinsicht ein hochsensibles Umfeld dar.

Künstliche Intelligenz: Der Mensch muss im Mittelpunkt unseres Handelns stehen

Vor welche Herausforderung stellt Künstliche Intelligenz die moderne HR-Arbeit? Dr. Elke Eller, HR-Vorstand und Arbeitsdirektorin der TUI AG und Mitgründerin des Ethikbeirat HR-Tech, schildert im Interview, wie es zur Gründung des Ethikbeirats kam und wie es zur Festlegung der Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Personalarbeit kam.

EU-Beantragung der A1-Bescheinigung nur noch elektronisch möglich

Seit dem 1. Juli 2019 sind Anträge auf Ausstellung einer A1-Bescheinigung ausschließlich per Online-Antrag möglich. Dem Arbeitgeber stehen für die Antragstellung zwei Wege zur Verfügung: das zertifizierte Abrechnungsprogramm oder die maschinelle Ausfüllhilfe.

Urlaubsanspruch bei Tod des Arbeitnehmers vererbbar

§ 7 Abs. 4 BUrlG; § 1922 Abs. 1 BGB; Art. 7 der RL 2003/88/EG
Endet das Arbeitsverhältnis durch den Tod des Arbeitnehmers, haben dessen Erben nach § 1922 Abs. 1 BGB i. V. m. § 7 Abs. 4 BUrlG Anspruch auf Abgeltung des von dem Erblasser nicht genommenen Urlaubs.
BAG, Urteil vom 22.1.2019 – 9 AZR 45/16

Neue Arbeit, neue Vergütungssysteme: mit bedürfnisorientierter Währung agil bezahlen

Flexible Arbeitszeiten, Mobiles Arbeiten, hier der Dienstwagen, dort die Mobilitycard, Massage am Arbeitsplatz, frisch gekochtes Bioessen im eigenen „Unternehmensrestaurant“… Als beratende Anwältin und als Leiterin Unternehmensentwicklung & HR erlebe ich fast täglich, wie sich Unternehmen hart anstrengen, neue Mitarbeiter zu gewinnen und diese möglichst lange zu binden. Dabei geht es nicht nur um irgendwelche Mitarbeiter – nein, es sollen die «besten» Mitarbeiter sein. Mitarbeiter, mit denen Unternehmen die Herausforderung einer globalen und digitalen Zukunft bewältigen. Sie sind also nicht «nur» Arbeitnehmer, sondern auch «Challenge-Partner».

Europäischer Wirrwarr: Dienstreisen auf Schein

Die Entsenderichtlinie der Europäischen Union (EU ) und deren Durchführungsverordnung gelten auch für kurzfristige Dienstreisen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (ER W) und in die Schweiz. Für Unternehmen, die Mitarbeiter zu Dienstreisen ins europäische Ausland entsenden, bedeutet dies hohe Anforderungen an das Entsendemanagement. Denn neben der A1-Bescheinigung ist eine Vielzahl weiterer Vorschriften zu beachten, um die Angestellten rechtssicher in Europa arbeiten zu lassen. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Sanktionen.

Erwartungen und Bedürfnisse der jungen Expat-Generation

Was erwarten junge Arbeitnehmer, wenn sie von ihrem Unternehmen ins Ausland geschickt werden? Klar ist, das Bedürfnis nach Individualität und Freiheit bei der Gestaltung des neuen Lebens fernab der Heimat hat sich im Vergleich zu früheren Generationen erhöht. Unternehmen und Dienstleistungsanbieter müssen sich an die neuen Erwartungen anpassen.

Keine Kürzung des Urlaubsentgelts durch Kurzarbeit

Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG; Art. 31 Charta der Grundrechte der Europäischen Union; §§ 3 Abs. 1, 11 Abs. 1, 13 Abs. 1 und 2 BurlG; § 8 Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV-Bau)
1. Im Rahmen seines unionsrechtlich garantierten Mindestjahresurlaubs hat ein Arbeitnehmer trotz Kurzarbeit Anspruch auf sein durchschnittliches regelmäßiges Arbeitsentgelt.
2. Die Dauer des Mindestjahresurlaubs hängt demgegenüber aber von der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung ab, so dass Kurzarbeiten die Dauer des Mindestjahresurlaubs verringern können.
(Leitsätze der Bearbeiter)
EuGH, Urteil vom 13.12.2018 – C 385/17

Unvermeidbarer wirtschaftlicher Paradigmenwechsel: Kooperieren – auch mit dem Wettbewerb – ist intelligent und macht stark

Was bringt Kooperation? Sind wir alleine nicht flexibler und unabhängiger? Möglicherweise. Aber eben auch kaum mehr in der Lage oder schnell genug, die komplexen Herausforderungen der modernen Wirtschaft zu lösen. Die Pluspunkte der Zusammenarbeit liegen auf der Hand: Gemeinsam können wir Synergien nutzen, Ressourcen schonen, Expertenwissen vernetzen und so weiterkommen als alleine. Gemeinsam sind wir schnell, intelligent und innovativ – also einfach stärker.

Agile Personalentwicklung – auch das noch?!?

Es wird agil gearbeitet, ggf. agil vergütet und das agile Mindset ist auch gefragt – muss denn jetzt auch agil gelernt werden? Aber ja! Unabhängig davon ob agiles Arbeiten ein Thema ist oder nicht.

Agiles Organisationsdesign – Auf der Suche nach dem Arbeitsfluss

„Aber ich brauche das Geld!“ Die Diskussion im Team hatte sich emotional und von der Lautstärke her ziemlich aufgeschaukelt. Inzwischen redeten alle auf ein Teammitglied ein, das immer defensiver wurde, offensichtlich in einem Dilemma steckte und sich der Mehrheitsmeinung nicht anschließen wollte. „Aber ich brauche das Geld!“ war der verzweifelte Versuch, mehr Verständnis für die eigene Position zu wecken.

Gemeinsam Veränderungsprozesse gestalten mit Co-Creation

In jeder Organisation stehen regelmäßig Veränderungsprozesse auf der Tagesordnung, nicht erst seit der vielbeschworenen Transformation und Digitalisierung. Und an Ratgebern für Changemanagement und Prozessoptimierungen herrscht kein Mangel. Doch zwischen dem Angebot an Hilfsmitteln und erfolgreich umgesetzten Veränderungsprozessen herrscht eine bemerkenswerte Diskrepanz.

Fail forward: Scheitern als Wachstumstreiber

Scheitern – unter den Wachstums- und Fortschrittstreibern ist dies der verkannteste, sagt Felix Maria Arnet. Der Unternehmensberater, Coach und Autor ist selbst mit seiner Marketingagentur in die Insolvenz gegangen. Ausgehend von dieser persönlichen Erfahrung entwickelte er eine Methode, die Menschen und Unternehmen helfen soll, Scheitern nicht nur zu überleben, sondern daran zu wachsen.

Einen hohen Krankenstand endlich in den Griff bekommen: Kommunikationstipps für eine wertschätzende Unternehmenskultur

Die Zahl der Krankmeldungen hat ein Rekordniveau erreicht. Wie kann das sein? Sind tatsächlich mehr Krankheitserreger als früher unterwegs? Oder lassen sich die Ursachen möglicherweise in den veränderten Arbeitsbedingungen finden? Fakt ist: Gesundheit und Krankenquote sind Top-Themen der nächsten Jahre. Sowohl psychisch – zum Beispiel durch die rasante Digitalisierung und ständige Veränderungen – als auch physisch – zum Beispiel durch das ständige Sitzen – sind wir im Job zunehmend belastet.

Neu: Ausbildung zum zertifizierten Orbit-Organisationsentwickler

Um wirklich fit für die Zukunft zu sein, kommt man um eine Transformation seines organisationalen Systems nicht herum. Dafür haben die Berater Anne M. Schüller und Alex T. Steffen das Orbit-Modell entwickelt. Es propagiert eine zirkuläre Organisationsstruktur und -kultur. Die 9 Aktionsfelder werden in “Die Orbit-Organisation” ausführlich beschrieben. Zur Vertiefung bietet sich eine Ausbildung zum zertifizierten Orbit-Organisationsentwickler an.

Nur Mut! Es geht um die Freiheit von Angst

Der deutschsprachige Raum ist, wir wissen es, Hoheitsgebiet des Perfektionismus. Lieber nichts machen, als etwas nicht ganz Fertiges auf den Markt bringen. Denn der Kunde verzeiht nicht. Was nicht 1000 Mal getestet wurde und absolut fehlerfrei funktioniert, wird nicht veröffentlicht. Auch nicht intern. Man stelle sich vor, irgendjemand fände einen Fehler.

Die 5 Stufen der Abwehr: Was tun, wenn der andere partout nicht will?

Wir Menschen sind schon merkwürdig: Wie oft reagieren wir unwirsch, wenn uns jemand auf etwas anspricht. Dabei muss es nicht unbedingt ein Fehler sein, den wir nicht zugeben wollen. Oft genügt schon ein falsches Wort zum ungünstigen Zeitpunkt und wir machen die Schotten dicht. Umgekehrt dringen auch wir manchmal nicht zu jemandem durch, so sehr wir auch eine gemeinsame Lösung im Blick haben. Was also tun, wenn der andere partout nicht will?

Gutes Hören hält geistig fit

Die Ohren hören. Das Gehirn versteht. Wenn es um das Hören geht, denkt jeder sofort an die Ohren. Das schrille Weckerklingeln, das freudige Hecheln eines Hundes oder die ins Ohr geflüsterten Worte einer geliebten Person begleiten unseren Alltag. Diese Klänge kommen zwar in den Ohren an, das tatsächliche Verstehen aber passiert im Gehirn.

FuckUp: Warum wir scheitern und wie wir daraus lernen

Wir leben in herausfordernden Zeiten. Das tayloristische System, das die letzten 150 Jahre prägte, löst sich auf. Maschinen, Roboter und Computerprogramme übernehmen zunehmend Routineaufgaben. In vielen Arbeits- und Lebensbereichen führen Innovationen zu Veränderungen und neuen Möglichkeiten, die aber oft mit unübersehbaren Risiken einhergehen. Digitale Geschäftsmodelle disruptieren etablierte Branchen, immer bessere Rechenleistungen erlauben es, unvorstellbare Datenmengen zu verarbeiten, hochsensible Sensoren können nahezu alles erfassen und liefern damit die Grundlage für künstliche Intelligenz, die wiederum zu neuen Geschäftsmodellen führen wird. In Zeiten des Umbruchs wie diesen ist die Gefahr zu scheitern besonders groß. Wie gehen wir damit um – und welche Chancen liegen darin?

Vom Umgang mit Fehlern und Entwicklungspotentialen bei Mitarbeitern

„Nicht geschimpft ist gelobt genug“, besagt ein althergebrachtes bayerisches Sprichwort. Uns ist allen klar, dass eine solche Art der Mitarbeiterführung nicht das Optimum sein kann. Doch wie sieht eine bessere Feedbackkultur in einem modernen Unternehmen aus? Und welche Rolle spielen die zunehmende Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt im Hinblick auf Mitarbeitergespräche und Entwicklungspotential?

Wenn Mitarbeiter auch im Ausland Homeoffice machen wollen

Der Wunsch nach Homeoffice macht auch vor Grenzen keinen Halt. Und tatsächlich wollen viele Unternehmen es ihren Arbeitnehmern ermöglichen, auch außerhalb von Deutschland zu Hause zu arbeiten. Das führt allerdings zu ungeahnten Schwierigkeiten, wie das folgende Beispiel zeigt.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze II – September 2019

In den folgenden Urteilen geht es unter anderem um die Fragen, ob der Beleg eines Einwurfeinschreibens als Nachweis des Kündigungszugangs ausreicht und ob eine üble Nachrede via WhatsApp eine fristlose Kündigung rechtfertigt.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – September 2019

Beinhaltet ein Probearbeitstag bereits einen Unfallversicherungsschutz für den Bewerber? Ist es rechtens, auch sehr lange andauernde Arbeitsverhältnisse fristlos zu kündigen? Hier erfahren Sie die Rechtslage zu diesem und anderen spannenden Themen.

„Männlich/weiblich/divers“: Das dritte Geschlecht im Arbeitsrecht

Das BVerfG hat bereits in seinem Beschluss vom 10.10.2017 (1 BvR 2019/16) festgestellt, dass in der deutschen Rechtsordnung neben dem männlichen und dem weiblichen noch ein weiteres Geschlecht existiert. Der Gesetzgeber war aufgerufen, das Personenstandsrecht entsprechend zu ändern, damit diese Feststellung in die Rechtsordnung integriert wird. Dies ist durch die Möglichkeit geschehen, dass intersexuelle Menschen im Personenstandsregister den Eintrag „divers“ vornehmen lassen können. Das wirft einige Problemfelder im Bereich des Arbeitsrechts auf.

Von Bewegung, Haltung und Schwingung: „Lebensschule des Sitzens“

Kinder lieben Bewegung. Was sie Erwachsenen voraushaben: Sie tun es – spielerisch. Und profitieren: Spielerische Bewegungen und die damit verbundenen anregenden Sinnesreize, Gefühle und geistigen Herausforderungen prägen entscheidend den weiteren Werdegang bis zur vollen körperlichen und geistigen Reife. Je mehr Sinnesreize angeboten werden, desto mehr neue und stabile Verknüpfungen werden dabei im Gehirn angelegt. Bewegung ist also nicht nur ein Grundbestandteil des menschlichen Daseins, sondern fordert und fördert uns – weit über die Kindertage hinaus.

Nachvertragliches Wettbewerbsverbot und Vorvertrag

§ 110 GewO; § 74a HGB
Ein Vorvertrag zu einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot ist zulässig, wenn der Abschluss des Wettbewerbsverbots nur bis zu einer Kündigungserklärung oder bis zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags verlangt werden kann. (Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 19.12.2018 – 10 AZR 130/18

Sachgrundlose Befristung: BAG ändert Rechtsprechung

§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG
Die sachgrundlose Befristung eines Arbeitsvertrags ist bei der erneuten Einstellung eines Arbeitnehmers bei demselben Arbeitgeber nur zulässig, wenn die Anwendung des Verbots der sachgrundlosen Befristung bei einer Vorbeschäftigung für die Arbeitsvertragsparteien unzumutbar wäre. (Leitsatz der Bearbeiter)
BAG, Urteil vom 23.1.2019 – 7 AZR 733/16

Datenschutzrecht: DSGVO mit BDSG

Von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Spiros Simitis, Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M., und Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, LL.M. (Hrsg.), Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019, 1.474 Seiten, Preis: 198 Euro

Wie agiles Führungscoaching gelingt – Umsetzen statt Scheitern mit der 8A-Umsetzungsmethode

Um als Unternehmen in der VUCA-Welt überlebensfähig zu sein und zu bleiben, ist eine schnelle Umsetzung notwendig. Es gilt, grundsätzlich Chancen und Potenziale zu erkennen, agil zu denken und zu handeln, sich persönlich kontinuierlich weiterzuentwickeln und möglichst flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Voraussetzung dafür sind Menschen, die in der Lage sind, je nach Bedarf zu führen und folgen, mal Coach und mal Coachee, immer aber für den jeweiligen Prozess, das Projekt oder eine Aufgabe verantwortlich – und damit beteiligt – zu sein.

Perspektivenwechsel als Erfolgsmethode

Der Kollege, der nie etwas richtigmacht, ein Projekt, das einfach nicht fertig wird und die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Job. Ein Perspektivenwechsel kann hier helfen.

Chancen und Möglichkeiten: So wird Ihr Unternehmen familienfreundlicher

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten wird für deutsche Unternehmen immer schwieriger. Ein Thema, das in Sachen Arbeitgeberattraktivität immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist „Familienfreundlichkeit“. Doch was muss geschehen, damit der Begriff nicht nur ein „Buzzword“ bleibt? Martin Kinkel, freier Dozent und Autor, gibt einen Überblick über die Chancen und Möglichkeiten, die sich Arbeitgebern bieten.

„Unsere Betriebe sind zentral für die Umsetzung von familienpolitischen Maßnahmen“

Der Anteil der deutschen Betriebe, die Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten, ist seit 2002 deutlich gestiegen. Welche Maßnahmen von Betrieben am häufigsten angeboten werden, von welchen Faktoren diese Angebote abhängen und wo Nachholbedarf besteht, erklärt Dr. Corinna Frodermann, Mitarbeiterin im Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im IAB und Mitautorin des IAB-Kurzberichts „Betriebliche Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Multitasking: Arbeiten in digitaler Permanenz

Automatisierung und Digitalisierung haben unsere Arbeitswelt binnen weniger Jahre grundlegend verändert. Die Kurzlebigkeit von Produkten und Dienstleistungen, die in permanenter „Echtzeit“-Kommunikation und sportlich-kreativer Agilität neu erdacht, produziert und verkauft werden, haben nicht nur die Arbeitsprozesse, sondern auch uns selbst beschleunigt. Dabei ist nicht die Digitalisierung an sich als Problem, sondern unsere Anwendung digitaler Kommunikationstechniken. Wir arbeiten dadurch nicht mehr hirngerecht, sondern in digitaler Permanenz. Dabei wird es immer schwerer, Arbeit und Entspannung in die richtige Balance zu bringen.

Risikominderung: Vorbereitung auf Entsendungen

Eine sorgfältige Auswahl und Schulung einer Führungskraft vor der Entsendung kann dazu beitragen, die Risiken eines Abbruchs oder eines Misserfolgs der Entsendung zu mindern. Unternehmen haben auf diese Erkenntnis mit der Durchführung von ‚Interkulturellen Trainings’ vor der Entsendung reagiert. Entsendungstrainings können für die Entsandten der Beginn einer Auseinandersetzung mit dem Gastland sein, sollten aber durch Begleitung vor Ort ergänzt werden.

Dauernachtarbeit muss mit 30 % Zuschuss vergütet werden

§ 24 Abs. 2 MiLoG; § 6 Abs. 5 ArbZG
1. Die Übergangsregelung des § 24 Abs. 2 MiLoG (galt bis zum 31.12.2017) zur Herabsetzung des Mindestlohns für Zeitungszusteller ist verfassungsgemäß. Sie verstößt insbesondere nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.
2. Erfolgt die Zeitungszustellung Dauerhaft in Nachtarbeit i. S. d. ArbZG, haben Zeitungszusteller Anspruch auf einen Nachtarbeitszuschlag i. H. v. 30 % des ihnen je Arbeitsstunde zustehenden Mindestlohns, sofern nicht eine höhere Vergütung vereinbart ist.
(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 25.4.2018 – 5 AZR 25/17

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Ein Überblick zu den geplanten Neuregelungen

Im Koalitionsvertrag vom 4.3.2018 hatte sich die Große Koalition unter der Überschrift „Wir regeln die Zuwanderung von Fachkräften“ Folgendes vorgenommen: „Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das den steigenden Bedarf an Fachkräften durch Erwerbsmigration neu und transparent regelt. Orientierung sowohl an volkswirtschaftlichen Erfordernissen als auch an Qualifikation, Alter, Sprache, Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzes und Sicherung des Lebensunterhalts.“ Nun soll es konkret werden.

#JuraZitate

Von Professor Dr. jur. Arnd Diringer, Richard Boorberg Verlag, 2019, 218 Seiten, Preis: 19,80 Euro

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – Juni 2019

Muss eine Arbeitszeitreduzierung während der Elternzeit für die Berechnung eines Abfindungsanspruchs berücksichtigt werden? Haben Schwerbehinderte in jedem Fall einen Anspruch auf Wiedereingliederung im Sinne des SGB IX? Hier erfahren Sie die Rechtslage.

Rundung von bruchteiligen Urlaubstagen

§ 17 BEEG; § 5 BUrlG
1. Ein Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers, der weniger als einen halben Urlaubstag beträgt, ist grundsätzlich weder auf volle Urlaubstage auf- noch auf volle Urlaubstage abzurunden.
2. Ohne eine gesonderte Rundungsvorschrift verbleibt es bei dem Anspruch auf den bruchteiligen Urlaubstag.
(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 23.1.2018 – 9 AZR 200/17

Arbeitsministerium gibt Eckpunkte für neues Arbeitnehmer-Entsendegesetz heraus

Die novellierte EU-Entsenderichtlinie muss bis 30. Juli 2020 von den Mitgliedstaaten in ihren nationalen Gesetzen umsetzen müssen. Es besteht also ein gewisser Zeitdruck. Deshalb hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Eckpunkte definiert, wie das Arbeitnehmer-Entsendegesetz in Deutschland überarbeitet werden soll. Im Sommer soll auf Basis dieser Eckpunkte ein Gesetzentwurf vorgelegt werden.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze II – Juni 2019

In den folgenden Urteilen geht es unter anderem um die Fragen, inwiefern die Hinweispflicht für Arbeitgeber auch für Resturlaubsansprüche gilt und ob Verfehlungen in der Freizeit eine Kündigung rechtfertigen können.

EuGH-Urteil: Arbeitgeber müssen eine systematische Arbeitszeiterfassung einrichten

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 14. Mai entschieden, dass Arbeitgeber in der Europäischen Union die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer systematisch und vollständig erfassen müssen. Mit dem Ziel die Arbeitnehmer zu schützen – nur so ließe sich überprüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden. Es reicht somit nicht mehr aus nur die Überstunden, die über die werktägliche Arbeitszeit hinausgehen, aufzuzeichnen, wie das beispielsweise in Deutschland oder Spanien bis dato vorgeschrieben war. Was bedeutet das nun für Unternehmen und welche Zeiterfassung ist konkret erlaubt bzw. eignet sich hierfür?

Risikominderung durch Begleitung der Auslandsmanager

Auslandsmanagern, also an Auslandsstandorte entsandten Führungskräften, kommt bei der Internationalisierung von Unternehmen ein Schlüsselrolle zu. Gleichzeitig besteht ein beträchtliches Risiko für den Erfolg einer Entsendung, denn Auslandsmanager stehen in dreifacher Hinsicht besonderen Herausforderungen gegenüber. Mit einer adäquaten Begleitung über den Zyklus der Auslandsentsendung hinweg, mit der das Unternehmen sicherstellt, dass die Entsandten der jeweiligen Situation und den Anforderungen angemessen unterstützt wird, können erhebliche etwaige Kosten vermieden werden.

Scheitern ist keine Alternative! Trotz S.A.U.-Fallen umsetzungsstark führen

Wir alle kennen es, wenn im Unternehmen durch ein neues hippes Thema plötzlich alles in Frage gestellt wird. Verstehen Sie uns bitte nicht falsch! Wir hängen weder an „alten Zöpfen“, noch schätzen wir die bekannten Formu¬lierungen „Das haben wir schon immer bzw. noch nie so gemacht!“ Doch mit genau jener Einstellung „Und morgen wird eine andere/neue Sau durchs Dorf getrieben“ gehen viele Mitarbeiter mit Änderungen um.

Gesunde und zufriedene Mitarbeiter – eine Frage der Ergonomie

 „Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital einer Firma!“

Eine Floskel? Für schwarze Schafe mit Sicherheit nicht mehr als das. Aus Sicht des betrieblichen Gesundheitsmanagements jedoch das A & O. Ein Sinneswandel, der sich nicht zuletzt durch Fachkräftemangel und sich umkehrende Verhältnisse zwischen Arbeitskräften und zu besetzenden Stellen ergibt. Wie auch immer die Motivation: Das Wohlbefinden der Mitarbeiter verankert sich zunehmend im modernen, zeitgemäßen unternehmerischen Denken. Das übergeordnete Ziel: gesündere und zufriedenere Mitarbeiter.

Teamwork und das neue WIR: Fokus, Prozess, Klima und Flow – die vier Faktoren einer erfolgreichen Zusammenarbeit in agilen Zeiten

Teamarbeit wird anspruchsvoller. Immer öfter werden Teams aufgaben- und projektbezogen zusammengestellt. Dabei geht es häufig um wichtige und zeitkritische Aufgaben, wie Produkt- oder Softwareentwicklungen und Systemumstellungen. Weil die Aufgaben komplexer werden, werden mehr hochspezialisierte Experten benötigt. Das wiederum führt zu höherer Diversität und größeren Teams, deren Mitglieder zum Teil noch nie zusammengearbeitet haben. Um die vielen Spezialisten überhaupt unter einen Hut zu bringen, setzen Unternehmen immer mehr auf virtuelles Teamwork. Der Ergebnisdruck ist hoch. Deshalb muss die Vorgehensweise agil entwickelt werden. Was braucht es also, dass diese neue Art der Teamarbeit funktioniert?

Agile Organisation: Mehr als ein Trend

Purpose, Agilität und Selbstorganisation – mittlerweile sind diese Begriffe so weit verbreitet, dass bereits die Gegner auf dem Plan sind. Tatsächlich passen Formen der Selbststeuerung oder agilen Organisation nicht für jedes Unternehmen – und auch die Ausrichtung auf einen Purpose muss nicht in jeder Organisation im Vordergrund stehen. Dennoch sind diese Konzepte mehr als Eintagsfliegen. Der folgende Beitrag beleuchtet, wo sie Sinn machen, was wir mit Purpose meinen und welchen Effekt er auf Mitarbeiter- und Unternehmenserfolg hat.

Agile Führung: Chancen und Risiken

Seit kurzer Zeit halten agile Führungsmethoden Einzug in die Chefetagen und stellen die bisherigen Hierarchien auf den Kopf. Agilität scheint für viele die Antwort auf die zunehmende Geschwindigkeit des digitalen Wandels zu sein. Eine aktuelle Studie im DACH-Raum zeigt, dass sich Manager davon positive Auswirkungen auf Innovationen und Mitarbeiterzufriedenheit erhoffen. Doch mit den agilen Strukturen verändern sich auch die Anforderungen an das Management. Eine neue Denkweise ist notwendig.

Gegen das Organigramm: Agiles Arbeiten bei B. Braun

Das Unternehmen B. Braun wurde vor 180 Jahren als Apotheke im deutschen Melsungen in der Nähe von Kassel gegründet. Im Lauf der Jahrzehnte entwickelte es sich zu einem Gesundheitsdienstleister, der 63.000 Mitarbeitern in 64 Ländern beschäftigt und mit seinen rund 5.000 Produkten einen Umsatz von 7 Milliarden Euro erzielt. Eine Erfolgsgeschichte. Dennoch wuchs die Unzufriedenheit von Geschäftsleitung und HR mit der eigenen Struktur. Wie es dazu kam, dass B. Braun sein Organigramm sprengte – und welche Veränderungen das im Unternehmen hervorrief, beschreibt Bernadette Tillmanns-Estorf, Senior Vice President Corporate Communications und Corporate Human Resources bei der B. Braun Gruppe, im Interview.

Agiles Team-Setup in Selbstorganisation

Unternehmen, die das Ziel haben, sich in Richtung agile Organisation zu entwickeln, müssen sich zeitnah mit dem Thema „sinnvolle Teamstrukturen“ auseinandersetzen. Welche Teamstrategie passt am besten zu meinem Unternehmen? Sind die Teams eher funktional (z.B. nach Architektur-Layern) oder cross-funktional (nach Features, Produktbereichen oder User Journeys) ausgerichtet? Wie komme ich zu einer optimalen Skill-Verteilung und Teamgröße? Wie fördere ich Selbstorganisation und stelle sicher, dass alle Mitarbeiter optimal nach ihren Talenten und Interessen eingesetzt sind?

Agilität in der TAM Akademie: “Es war uns wichtig, Innovation mit Tradition zusammenzubringen”

In der TAM Akademie trifft die Erfahrung aus über 40 Jahren in der Trainerausbildung und Personalentwicklung auf das moderne Mindset der New Work Economy. Mit der Neupositionierung der TAM im Jahr 2017 durch die Geschäftsführer Lorenz Illing und Frederic Fuchs hat die Akademie mehr als nur ein neues Design bekommen. Im Herzen von Berlin Kreuzberg bildet die TAM heute Führungskräfte, Business-Trainer/innen und New Work Facilitators aus. Wieso New Work dabei kein „Buzzword“ bleibt und wie gemeinsam an einer agilen und menschlicheren Arbeitswelt gearbeitet wird, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Frederic Fuchs im Interview.

Krisenmanagement: Das Mindset für Macher

In Coachings für Führungskräfte und Manager ist diese Frage immer wieder ein Thema: Wie verhindere ich, dass mein Unternehmen in eine Schieflage gerät? Boris Thomas ist Geschäftsführer eines Familienunternehmens und weiß: Das geht gar nicht. Anstatt sich vor einer Krise zu ängstigen, sollten Führungskräfte den unvermeidlichen Ups und Downs mit dem richtigen Mindset entgegentreten.

Europawahl 2019

Was die Politik von guten Verkäufern im Außendienst lernen kann

EuGH-Urteil zur Arbeitszeit: Müssen Arbeitgeber jetzt handeln?

Arbeitgeber müssen in Zukunft die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch erfassen. So urteilten jetzt die Richter des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg. Das Gericht beendete damit einen Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und einer spanischen Gewerkschaft. Alle EU-Staaten sind in der Pflicht, dies umzusetzen. Nur so lasse sich überprüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden. Und nur das garantiere die im EU-Recht zugesicherten Arbeitnehmerrechte.

Internationalisierung mittelständischer Unternehmen

Schon seit langem sind Auslandsstandorte kein Privileg von Grossunternehmen mehr. Gerade auch im Feld mittelständischer Unternehmen hat Internationalisierung, wie so viele andere Prozesse auch, an Geschwindigkeit zugenommen. Um den damit verbundenen Herausforderungen gerecht zu werden brauchen international agierende Mittelständler ein beträchtliches Maß an Beweglichkeit, sprich Agilität.

Kann Transparenz Selbstzweck sein? Der Nutzen der Verbesserung

Mehr Transparenz ist die meistgenannte Motivation, ein neues Multiprojekt-Managementsystem einzuführen – ebenso wie ein oft genannter „Erfolg“ nach der Implementierung. Aber ist Transparenz Selbstzweck? Oder ist sie nicht eher das Mittel zum eigentlichen Zweck?

Niederlande führen Meldepflichten ein

Zum 1. April 2019 wird es eine allgemeine Meldepflicht für die Entsendung von Arbeitskräften in die Niederlande geben. Eine Besonderheit ist, dass auch eine Meldepflicht für Selbstständige eingeführt werden soll. Diese beschränkt sich allerdings auf Selbstständige, die in einem bestimmten Betriebszweig tätig sind. Die betroffenen Betriebszweige sind von der niederländischen Verwaltung noch festzulegen.

Wofür Unternehmen eine A1-Bescheinigung benötigen

Immer wieder hört man, dass Unternehmen weniger Aufwand bei der gesundheitlichen Absicherung von Mitarbeitern haben, wenn diese innerhalb der EU für den Arbeitgeber tätig werden. Das entsendende Unternehmen hat es dann angeblich einfacher, da nur eine so genannte Europabescheinigung wie die A1- beziehungsweise S1-Bescheinigung beantragt werden muss. Den Unterschied zwischen A1- und S1-Bescheinigung lesen Sie in diesem Beitrag.

Beginn der Ausschlussfrist in Fällen der Arbeitnehmerhaftung

§§ 254 Abs. 2, 241 Abs. 2 BGB
Eine arbeitsvertragliche Ausschlussfrist beginnt in Bezug auf einen Schadensersatzanspruch jedenfalls dann zu laufen, wenn der Anspruch fällig ist und keine rechtlich oder wirtschaftlich realistische Möglichkeit besteht, den Schaden von einem Dritten ersetzt zu bekommen.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 7.6.2018 – 8 AZR 96/17

Vergütungspflicht bei Fahrt zur auswärtigen Arbeitsstätte

§§ 611, 612 BGB
Fahrten eines Arbeitnehmers zu einer auswärtigen Arbeitsstätte sind eine Dienstleistung im Sinne der §§ 611, 612 BGB. Durch Arbeits- oder Tarifvertrag kann eine gesonderte Vergütungsregelung getroffen werden.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 25.4.2018 – 5 AZR 424/17

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – Mai 2019

Unter welchen Gegebenheiten kann Yoga als Bildungsurlaub zählen? Welche Anforderungen sind an die Vollstreckbarkeit von Zeugnisverpflichtungen zu stellen? Hier erfahren Sie die Rechtslage zu diesem und anderen spannenden Themen.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze II – Mai 2019

In den folgenden Urteilen geht es unter anderem um die Fragen, wie sich eine Jahressonderzahlung bei Pfändungen auswirkt und ob die Fertigung eines Arbeitszeugnisses auch auf gelochtem Papier zulässig ist.

Lingua Franca und alles klar?

Unternehmen, die international tätig sind, müssen unternehmensintern Antworten auf die Frage finden, in welcher Sprache wer mit wem kommuniziert. Eine “Lingua Franca” als betriebsweite Verkehrssprache erscheint als effiziente Lösung, birgt jedoch auch Risiken, die es sich lohnt genauer anzusehen.

Die digitale HR-Organisation – Der Mitarbeiterzyklus als Erfolgserlebnis

Von der Auswahl bis zum Austritt besteht der Mitarbeiterzyklus aus vielen Stationen und Meilensteinen. Wenn sich bereits der Bewerbungsprozess hinzieht, das Onboarding holprig läuft und es an Feedback- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt, schwindet die Motivation und mit ihr die Mitarbeiterbindung. Die Folgen sind klar: Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, die Fluktuation steigt und Unternehmen müssen neue Talente finden.

Virtuelles Coaching: Deutschsprachiges Coaching im Ausland

Sie wollen auch im Ausland systematisch die Kompetenzen Ihrer dortigen Führungskräfte weiterentwickeln. Sie wollen dafür sorgen, dass Ihre Expats die besonderen Herausforderungen an ihrem Einsatzort zielführend bearbeiten können.

Im Jahre 2019 erfordert das weder einen hohen Organisationsaufwand, noch hohe Kosten. Vorbei sind die Zeiten in denen entsandte Mitarbeiter, sobald sie das Gastland erreicht hatten “out of sight“ und deswegen auch schnell „out of mind“ waren.

Best Practice: Digitales Lernen bei Polymerspezialist REHAU

Der Weg ins digitale Lernen bei REHAU startete im Jahr 2010 mit dem Ziel, als inhaberge-führtes, weltweit agierendes Unternehmen mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitar-beitern u.a. Unterweisungen, also auch Compliance, zentral gesteuert und nachvollzieh-bar durchzuführen. Der Rollout sollte weltweit via eigens zugekauftem Learning-Management-System (LMS) an die Belegschaft im Angestelltenverhältnis erfolgen.

Avatare und vernetzte Gehirne: Die schöne neue Welt der künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Neurotechnologien könnten die Art und Weise, wie wir lernen, radikal verändern – und damit die Spezies Mensch in eine neue Dimension katapultieren. Wir haben mit Erwin Bratengeyer von der Donau-Uni Krems gesprochen, der auf der L&Dpro, dem Expofestival für Learning and Development in München, einen Vortrag hält über „Die schöne neue Welt der künstlichen Intelligenz“.

E-Learning – was ist das eigentlich?

E-Learning hat viele Gesichter und so muss man sich zunächst immer mit seinem Gesprächspartner auseinander setzen, was jeweils unter dem Begriff verstanden wird. Grundsätzlich werden unter E-Learning die Formen des Lernens verstanden, die mit digitalen Medien unterstützt bzw. umgesetzt werden. Lerninhalte werden mit Hilfe digitaler Medien präsentiert oder verfügbar gemacht. Diese digitalen Lernformate können interaktive Selbstlernprogramme sein, wie Web Based Trainings (WBT), Lern-Apps fürs Lernen unterwegs, Game Based Learning- oder Virtual Reality (VR)-Anwendungen oder andere. Die Auswahl wächst von Tag zu Tag. Um Lerninhalte zu produzieren benötigt man Autorentools und um die Lerninhalte und die Lerner zu verwalten dann ein Lernmanagement-System (LMS). Und wenn man dann noch Live-Online-Seminare durchführen möchte, kommt noch ein Virtuelles Klassenzimmer (VC) hinzu. Sie merken – es gibt viele Begrifflichkeiten, Trends, Tools, Technologien – und das alles macht E-Learning aus. Wobei wir immer im Fokus behalten müssen: erst der Mensch und dann die Technik. In diesem Artikel werden zunächst einige ausgewählte Begrifflichkeiten erklärt und dann noch wichtige Tipps für die Einführung von E-Learning gegeben.

Arbeitshilfe: Problemlösungstechniken

Mit Hilfe von Problemlösungstechniken lassen sich Probleme auf systematische Weise lösen. Sie machen es sicherer, ohne zeitraubende oder kostspielige Umwege zu optimalen Lösungsansätzen zu gelangen.

Emotionen first: Strategisches Coaching

Wer schon einmal versucht hat, nur eine Handvoll Chips zu essen, ohne sich der ganzen Tüte zu ermächtigen, der weiß, wie wichtig unbewusste Handlungen und Gefühlsstrukturen in unserem Leben sind. Wir wissen, dass zu viel Chips ungesund sind und dick machen. Wir wollen sie auch gar nicht essen. Aber wir können nicht anders. In diesem herausragenden Ratgeber für Strategisches Coaching zeigen die drei Psychologen Gernot Hauke, Christina Lohr und Tania Pietrzak wie durch die Aktivierung unserer emotionalen Ebene sehr schnell und effektiv Einfluss auf unser Handeln und Denken genommen werden kann.

Google 4 Jobs startet in Deutschland: Das müssen Sie jetzt wissen

Zwei Jahre hat es gedauert, jetzt ist es offiziell: Google 4 Jobs kommt nach Deutschland. Am 15. März 2019 verkündete Google via Twitter, dass im Augenblick die Oberfläche, welche die Jobsuche mit Google für die Nutzer leichter machen soll, im Testbetrieb ausgerollt wird. Der Hype um den Launch der neuen Google-Erweiterung in Deutschland ist groß. Welche Änderungen wird Google 4 Jobs für die Jobsuche und das Recruiting mit sich bringen? Was muss man tun, damit Stellenanzeigen dort ausgespielt werden? Wird Google den Markt nachhaltig verändern? Wir sind den wichtigsten Fragen nachgegangen.

20. März 2019: Weltglückstag – Mit positiven Begegnungen Verbundenheit schaffen

Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit. Dabei hat das Wohlergehen nicht nur für uns selbst eine hohe Bedeutung, sondern ist seit 2012 auch für die UN von Belang. Am 28. Juni bei der UN-Hauptversammlung beschlossen, wird der Weltglückstag, der International Day of Happiness seit 2013 jedes Jahr am 20. März gefeiert. Schade wäre es, das Streben nach Glück nur auf einen einzigen Tag zu beschränken. Dabei sollte das Glück doch unser täglicher Begleiter zu sein. Stellt sich nur die Frage: Wie gelingt uns die Erfüllung? Wie erreichen wir nicht nur spontane Glücksgefühle, sondern eine anhaltende Glückseligkeit?

Webkonferenzen ja, …. aber virtuelles Coaching?

Skype-Konferenzen, Telefon-Konferenzen, virtuelle Teams: der Austausch und die Zusammenarbeit über virtuelle Medien gehört heute zum Business und zum Arbeitsalltag von Managern. Im Laufe letzten Jahre ist die Anzahl der virtuellen Kooperationsplattformen explodiert, die Qualität und Stabilität ständig gewachsen. Grundsätzlich herrscht Einigkeit, dass virtuelle Medien nicht mehr wegzudenken sind aus dem Management-Alltag.
In Bezug auf virtuelles Coaching sehen die Einschätzungen allerdings etwas anders aus. Die Skepsis ist hier offenbar sehr viel größer, ob Coaching effektiv sein kann, wenn Coach und Coachee sich nicht im selben Raum gegenüber sitzen. Für Manager in Coaching-Prozessen eine zentrale Frage, denn Coaching muss ein wirksames Instrument der professionellen Unterstützung sein und – aus Unternehmenssicht – das Return-on-Investment sicherstellen.

Wegfall des Arbeitsplatzes: Keine Unmöglichkeit der Beschäftigung

§ 767 ZPO; §§ 242, 275 Abs. 1, 280 Abs. 1, 249 Abs. 1, 611 Abs. 1 BGB
Der Arbeitgeber kann die Erfüllung eines titulierten Beschäftigungsanspruchs nicht mit der Begründung ablehnen, diese sei wegen Wegfall des Arbeitsplatzes unmöglich, wenn eine Beschäftigung auch durch Zuweisung einer anderen vertragsgemäßen Tätigkeit erfolgen kann.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 21.3.2018 – 10 AZR 560/16

KSchG: Kündigungsschutzgesetz

Von Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Löwisch, Dr. Guido Schlünder, Prof. Dr. Günter Spinner und Dr. Frank Wertheimer, 11., neu bearbeitete Auflage, Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2018, 730 Seiten, gebunden, Preis: 149 Euro.

Geschäftsreisen: Das ändert sich 2019

2019 müssen Geschäftsreisende im In- und Ausland mit gesetzlichen Änderungen rechnen. So gibt es beispielsweise Neuerungen in Sachen Steuervorteilen und Verpflegungspauschalen. Worauf Business Traveller achten sollten, zeigt Profitrip, ein Online-Portal für geschäftliche Hotelbuchungen.

Expat Typen

Menschen sind unterschiedlich. Expats auch. Forscht man in der Literatur über Führungskräfte, die im Rahmen einer Entsendung im Ausland tätig sind, d.h. international entsandte Manager, scheint es verschiedene Typen von Expats zu geben, je nachdem, wie sie für sich ihre Position zwischen der alten und der (zumindest temporären) neuen Heimat definieren. Jeder und jede findet ihren und seinen spezifischen Umgang mit den interkulturellen Herausforderungen der Enstendung, und dem Austarieren zwischen zwei Ländern.

Die Führungskraft als Coach

Wenn ein Reporter in den USA einen Sportler adeln will, dann attestiert er ihm „Heavy Impact“, also eine große Durchschlagskraft. Und eigentlich ist das ja auch genau das, was ein Unternehmen von seinen Top-Managern erwartet. Doch obwohl viele Führungskräfte wissen, dass es ihre vordringlichste Aufgabe wäre, sich um strategische Fragestellungen zu kümmern, tun sie dies häufig am wenigsten. Sie sind gefangen in operativen Tätigkeiten und Stress.

Das Orbit-Modell: So heben Unternehmen in Zukunft ab

Rasante technologische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen zwingen die Unternehmen zum raschen Handeln. Bremsende Strukturen kann sich kein einziger Anbieter noch länger leisten. Neue Organisationsformen sind heute ein Muss.

Kommunikation im Unternehmen: Nicht nur hören was Sie wollen

Es steht ein Mitarbeitergespräch an und der Kollege ahnt nichts Gutes. Als Projektmanager konnte er in den letzten Wochen nicht die Schritte machen, wie er es sich vorgenommen hatte. Und sein neuer Vorgesetzter behagt ihm gar nicht. Frisch im Unternehmen will sich der Manager beweisen, das spürt er.

Deutscher Mittelstand im Ausland

Neben Großunternehmen und Konzernen ist der deutsche Mittelstand zunehmend im Ausland engagiert. Dabei nimmt, neben den Exporten, auch die Zahl der Direktinvestitionen zu. Damit stellt sich auch für mittelständische Unternehmen die Frage, wie sie Führungskräfte, die zu einem Auslandsstandort entsandt sind, wirksam unterstützen können.

Google: Personalakquise reloaded

Die Zeiten, in denen wir Google fast ausschließlich als „digitales Lexikon“ genutzt haben, um Wissen und Informationen nachzuschlagen, sind längst vorbei. Heute suchen wir alles über die weiße Seite des Anbieters aus Kalifornien – neben Kleidung, Nahrung, Kinderbetreuung und Krankheitssymptomen auch Jobs. Dennoch schöpfen die wenigsten Unternehmen das Potenzial der Suchmaschine für die Mitarbeitersuche aus.

„Wer Auszubildende finden will, muss die Bedürfnisse der jungen Leute kennen“

Der Fachkräftemangel betrifft nahezu alle Branchen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen müssen zunehmend kreativ sein, wollen sie im „War of Talent“ nicht zurückbleiben. Prof. Dr. Susanne Böhlich lehrt mit den Schwerpunkten Human Resources Management und Corporate Governance und hat in den vergangenen Jahren mehrere Studien über die Generationen „Y“ und „Z“ angestellt. Welche Bedeutung diesen Generationen angesichts des akuten Mangels an Fachkräften zukommt und was Arbeitgeber beachten müssen, wollen sie die besten Talente dieser Generationen für sich gewinnen, verrät sie im Interview.

Arbeitshilfe: Mitarbeitergespräche als Führungsinstrumente

Ohne einen intensiven Austausch von Informationen und Meinungen ist in Organisationen kein koordiniertes und zielstrebiges Arbeiten denkbar. Dabei geht es nicht nur um aufgabenbezogene Sachinformationen, sondern auch um das Vermitteln von Gefühlen, Wünschen und Anschauungen.

Attraktive Jobs: So gewinnen Sie Fachkräfte mit Berufsausbildung

Es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht von Fachkräfteengpässen betroffen ist. Der War for Talents wird dabei längst nicht mehr nur um Ingenieure, Humanmediziner oder ITler geführt. Für rund zwei Drittel der offenen Stellen werden Fachkräfte mit Berufsausbildung gesucht. Um Handwerker, Altenpfleger oder Mechatroniker zu überzeugen, muss man aber zunächst verstehen, wie Fachkräfte mit Berufsausbildung ticken: Was brauchen sie, um sich im Job wohlzufühlen? Wann sind Unternehmen für sie attraktiv? Was wünschen sich Fachkräfte in der Bewerberansprache?

Weg mit dem Kontrollwahn – Freiheit für Manager

Dorothea Assig und Dorothee Echter packen ihren Leser gleich auf den ersten Seiten mit der typischen Schilderung einer jungen Führungskraft mit Ambitionen, die auf ihrem Fachgebiet viel bewirkt, aber im Rahmen der üblichen Bewertungsgespräche auf Defizite hingewiesen wird. Diese sollen dann mit gezielten Entwicklungsmaßnahmen behoben werden. „Falsch“, sagen die Autorinnen. Denn damit wird nicht der positive und nützliche Beitrag zum Unternehmen gewürdigt, sondern die Fehler oder Schwächen in den Mittelpunkt gerückt. Die systematisch durchgeführten Bewertungsgespräche und Maßnahmen führen aus ihrer Sicht letztlich zu Mittelmaß. Die Qualität von Menschen objektiv messen zu wollen, nennen sie eine Illusion.

So überzeugen Sie den MINT-Nachwuchs

Pro Jahr machen laut des Statistischen Bundesamts in Deutschland etwa 26.000 junge Menschen ihren Studienabschluss in Informatik, 15.000 in Elektrotechnik und 37.000 in Maschinenbau. Die Nachfrage an Arbeitskräften im MINT-Segment liegt aktuell bei etwa 220.000 freien Stellen. Immer wieder ist die Rede vom Fachkräftemangel und Arbeitgeber tun sich schwer, passende Nachwuchskräfte aus dem MINT-Bereich zu finden. Das Problem: Junge ITler und Ingenieure wissen meist zum Zeitpunkt ihres Berufseinstiegs nicht, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen, gehen aber gleichzeitig selbstbewusst an die Berufswelt heran. Die Lösung: Arbeitgeber müssen daher möglichst frühzeitig durch Storytelling und Direktansprache innerhalb der genannten Zielgruppen zum „Begriff“ werden.

Entsendungsrisiken

Risikomanagement ist ein wesentlicher Teil unternehmerischer Entscheidungsfindung. Jede unternehmerische Entscheidung ist mit Risiken verbunden, so auch die Entscheidung, eine Führungskraft ins Ausland zu entsenden. Begleitung der Führungskräfte vor Ort, etwa über virtuelles Coaching kann dazu beitragen, diese Risiken zu verringern.

Was zieht Führungskräfte ins Ausland?

Unternehmen, die Auslandsstandorte haben, entsenden regelmäßig Mitarbeiter an diese Standorte, teils für substantielle Zeiträume von mehreren Jahren, teils für kürzere Perioden. Wie haben sich Auslandsentsendungen in den letzten Jahre entwickelt? Welche Folgen hat das für die Personalentwicklung?

Die 10 wichtigsten Learning & Development-Veranstaltungen in Europa

In Zeiten des Fachkräftemangels wird das Weiterbilden und Spezialisieren von Mitarbeitern immer entscheidender und spielt eine wichtige Rolle für HR- bzw. Weiterbildungsverantwortliche sämtlicher Unternehmen. Diese stehen vor der Herausforderung, alle Angebote und Dienstleistungen der Branche im Blick zu behalten und auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wo ginge das besser als im gegenseitigen Austausch auf Fachmessen und Kongressen? Wir haben die 10 wichtigsten Veranstaltungen der Learning & Development-Branche in Europa zusammengefasst.

Die zehn wichtigsten Veranstaltungen für Recruiter in Europa

Die Nachfrage nach spezialisierten Veranstaltungen in den Bereichen Recruiting und Employer Branding nimmt immer weiter zu. Ein Trend, der sich auch im Jahr 2019 fortsetzt. HRM.de bietet einen Überblick über die wichtigsten Veranstaltungen für Recruiter in Europa.

Das „Ich“ als Erfolgsfaktor in unsicheren Zeiten

„Jeder will Veränderung. Aber niemand will sich verändern.“ Dieser wunderbare Satz stammt aus dem Buch „Radikal menschlich“ von Ilja Grzeskowitz. Er legt damit einen Persönlichkeitsratgeber vor, der erfrischend anders ist, als man es von anderen Werken dieses Genres gewohnt ist.

Bei Anruf Auftrag

7 Tipps, wie Kundenbegeisterung am Telefon vom ersten Moment an funktioniert

Recruiting-Mindset – Personalgewinnung in Zeiten der Digitalisierung

Die radikalen Veränderungen in der modernen Arbeitswelt erfordern ein komplett neues Recruiting-Mindset. Ein Buch von Frank Rechsteiner zeigt, wie sich die Personalbeschaffung auf Digitalisierung, Globalisierung, demografischen Wandel und Fachkräftemangel einstellen muss, um auch künftig erfolgreich zu sein – von innovativen Recruiting-Methoden über Employer Branding bis zu einem Rollenverständnis, das weg vom Verwalter hin zum Macher und anerkannten Business-Partner führt.

Top 7 Ways to Hire the Best Talent for Your Small Business

Small business owners usually face a common challenge of hiring the right people for the right job. With limited resources, it becomes difficult to reach candidates who can become the right fit for your company. A wrong choice can result in less productivity and unnecessary hiring costs. There has to be a strategic recruitment plan in place which can get you quality candidates without putting in much effort.

In this article, let’s talk about the top 7 methods using which you can enhance your talent acquisition process.

Jung führt Alt

In der Praxis zeigt sich oft in den Unternehmen eine besondere Herausforderung durch den demographischen Wandel: Die Führung von älteren Mitarbeiter/innen durch junge Führungskräfte.

Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.: So geht Zusammenarbeit heute

Unsere Arbeitswelt ist komplexer und vernetzter denn je. Das bringt neue Herausforderungen. Unternehmen versuchen ihre Organisation anzupassen. Im Wesentlichen mit Matrixstrukturen und Projektarbeit. Doch das alleine scheint nicht auszureichen. Guerillakämpfe zwischen Abteilungen, Boykotte zwischen CEO und Führungskräften sind sicher nicht die Regel. Fehlende Abstimmung und mangelnder Informationsfluss aber schon.

Social Media und Kündigung: Ein Gang durch die Rechtsprechung

Die Nutzung sozialer Netzwerke ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt im Privatbereich, aber auch im Arbeitsleben. Der Blick in die Rechtsprechung zeigt, dass auch außerhalb der Arbeitszeit das Verhalten von Arbeitnehmern auf Social-Media-Plattformen häufig Relevanz bekommt, weil Arbeitgeber sich hierdurch zum Ausspruch verhaltensbedingter Kündigungen veranlasst sehen. Um die Risiken einer solchen Kündigung besser einschätzen zu können, erscheint im Hinblick auf die ergangenen Einzelentscheidungen die Bildung von Fallgruppen sinnvoll.

Brexit: Was sich für Unternehmen ändern wird

Die aktuellen Verhandlungen über den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) zeigen, wie schwierig es ist, die Einzelheiten eines Austritts aus der EU zu regeln. In nahezu allen Rechtsgebieten ergeben sich Verzahnungen, die beim Austritt zu lösen beziehungsweise neu zu justieren sind. Auswirkungen ergeben sich vor allem auf das Aufenthalts-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht.

Mindestlohn: Wirksamkeit tariflicher Ausschlussklauseln

§§ 3, 4, 12 EFZG; § 3 Satz 1 MiLoG
Ansprüche auf Entgeltfortzahlung können tarifvertraglichen Ausschlussfristen unterworfen werden. Diese sind jedoch insoweit unwirksam, soweit auch sie den Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn erfassen.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 20.6.2018 – 5 AZR 377/17

Rufbereitschaft oder doch Bereitschaftsdienst?

RL 2003/88/EG
Die Bereitschaftszeit eines Arbeitnehmers, die dieser zwar zu Hause verbringt, während er aber verpflichtet ist, einem Ruf seines Arbeitgebers zum Einsatz innerhalb kürzester Zeit Folge zu leisten, ist als „Arbeitszeit“ anzusehen.
(Leitsatz der Bearbeiterin)
EuGH, Urteil vom 21.2.2018 – C-518/15

Geschäftsreisende offen für digitale Unterstützung

Digitalisierung ist immer häufiger auch bei Geschäftsreisen im In- und Ausland ein Thema. So wären etwa Gepäckstücke, die von alleine rollen und dem Besitzer anzeigen, wo sie sich gerade befinden, eine entlastende Unterstützung im Reisestress. Diese sogenannten „Smart Luggages“ würden 73 Prozent der Geschäftsreisenden gern einmal ausprobieren. So lautet ein Ergebnis der Umfrage „Chefsache Business Travel 2018“, einer Initiative des Deutschen Reiseverbands (DRV).

DGFP // congress 2018 –Navigating the FUTURE: HR sitzt im Cockpit

Zwei Tage, 50 Veranstaltungen, 100 Referenten, nahezu 500 Teilnehmer – der DGFP // congress „Navigating the FUTURE“ am 15. und 16. November in Köln diente gleichermaßen dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung.
Unter dem Motto #Mitmachen! #Diskutieren! #Zuhören! präsentierte die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. die Schwerpunktthemen „Arbeiten 4.0 und New Work“ und „Digitalisierung und Transformation von HR“. Nach vielfältigen Diskussionen, Workshops und Innovationstouren lautete die einhellige Meinung: Wer, wenn nicht HR, kann Unternehmen in die Arbeitswelt der Zukunft steuern?

Hochleistungsteams: Was Organisationen von Spitzenköchen, Piloten und Notfallrettern lernen können

Sie arbeiten unter Zeitdruck an hochkomplexen Aufgaben in einem dynamischen Umfeld und häufig ohne sich untereinander zu kennen: Cockpitbesatzungen, Rettungsteams in der Notfallmedizin oder Sondereinsatzkommandos meistern täglich besondere Herausforderungen. Neue Forschungen zeigen, dass solche Hochleistungsteams alle nach ähnlichen Prinzipien arbeiten, unabhängig von der jeweiligen Aufgabe. Wie lassen sich diese Erkenntnisse auf das Teammanagement in Organisationen übertragen?

„Die Auseinandersetzung mit dem Begriff ‚Teamfähigkeit‘ ist oft recht oberflächlich“

Kaum eine Stellenbeschreibung kommt ohne die Fähigkeit „teamfähig“ aus. Die Fähigkeit zur Kooperation in der Gruppe stellt für fast die Hälfte aller Personaler die wichtigste Kompetenz dar. Doch arbeiten Teams wirklich erfolgreicher als Einzelkämpfer? Oliver Stübs, Senior-Personalberater und ehemalige militärische Führungskraft, geht dieser Frage im Interview nach.

„Joachim Löws Führungsstil ist die erfolgversprechendste Möglichkeit, Menschen zu inspirieren“

Dr. Hans-Dieter Hermann hat 30-jährige Erfahrung als Sportpsychologe im Hochleistungssport und als Coach in Unternehmen. Seit 2004 begleitet er die deutsche Fußballnationalmannschaft, außerdem betreute er Olympioniken, trainierte Politiker und Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft. Über die Gemeinsamkeiten zwischen Sport- und Wirtschaftspsychologie, die Bedeutung von Vertrauen und Misstrauen in Teams und die Frage, was Führungskräfte von Fußball-Bundestrainer Joachim Löw lernen können, spricht er im Interview.

Bevor der Sturm beginnt – Wie Sie Konflikte vorbeugen und bewältigen

Einer der beliebtesten Sprüche des fiktiven Abteilungsleiters Bernd Stromberg aus der TV-Serie, die seinen nicht zugehen, aber der Satz enthält eben auch eine unbestreitbare Tatsache. Dort wo Menschen zusammenkommen, können Konflikte entstehen. Wenn zwei Mitarbeiter überhaupt nicht miteinander harmonisieren, dann senkt das die Produktivität. Und damit wird das Eingreifen der Führungskraft notwendig. Noch besser wäre es natürlich, wenn der Konflikt gar nicht erst entstünde. Wie es Führungskräfte schaffen, Konflikte zu vermeiden, will Timo Müller in seinem Buch zeigen.

Weiterbildung Kundenmanagement: Zukunftsunternehmen strukturieren sich entlang der Kundenaufgaben – mithilfe von Customer Touchpoint Managern

Klassische Organisationen verharren noch immer in der Abteilungsdenke. Aufgaben werden entlang von internen Berichtslinien organisiert. Zukunftsunternehmen hingegen strukturieren sich entlang der Kundenaufgaben. Dort funktionieren Prozesse crossfunktional und sind reibungslos miteinander verzahnt. Der Customer Touchpoint Manager ist dabei der Brückenbauer zwischen drinnen und draußen.

So profitieren Unternehmen von Mitarbeiterseminaren

In vielen Unternehmen sind regelmäßige Seminarangebote für Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit. Für andere eher die Ausnahme. Möglicherweise weil sie glauben, dass solche Maßnahmen zu wenig bringen. Hier einige Anregungen, damit Unternehmen zukünftig mehr von den Investitionen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter profitieren:

Talent Management Systeme auf dem Vormarsch

Wissens- und Kompetenzträger sind Mangelware in der Arbeitswelt, glaubt man der eLearning Benchmarking Studie 2018, die das eLearning Journal in Kooperation mit Cornerstone OnDemand und didacta durchgeführt hat.

Den Elfenbeinturm verlassen und den Blick weiten: Design Thinking statt Groupthink

Die Herausforderung des Wissens- und Informationszeitalters besteht darin, möglichst viele Disziplinen immer wieder neu zu kombinieren, um den höchstmöglichen Nutzen aus den verschiedenen Wissensgebieten und ihren Synergien ziehen zu können. Das erfordert die Bereitschaft, sich immer wieder zu öffnen und durch neue Impulse von außen inspirieren zu lassen – ob als einzelner Experte oder als Gruppe.

Arbeitgeberseitige Vorsorge- und Reaktionsmöglichkeiten: Krankheit des Arbeitnehmers

Die jüngste Diskussion über die Personalpolitik der Deutschen Post hinsichtlich der Entfristung der Arbeitsverträge von Angestellten sorgte für große mediale Beachtung. Aber welche Möglichkeiten haben Unternehmen, sich vor späteren erheblichen krankheitsbedingten Fehlzeiten zu schützen bzw. krankheitsbedingten Ausfällen vorzusorgen?

Die meisten Geschäftsreisenden haben ein Datensicherheitsproblem

Etwa ein Drittel (35 Prozent) der Geschäftsreisenden glaubt, dass er die Datensicherheit seines Arbeitgebers auf Reisen sicherstellen kann. Das hat eine internationale Umfrage von Carlson Wagonlit Travel ergeben.
Demnach fühlen sich insbesondere Reisende in der Region Asien-Pazifik (72 Prozent) und in Europa (73 Prozent) unwohl, was ihre Datensicherheit betrifft. Von den Reisenden aus Amerika ist etwa jeder Zweite (54 Prozent) unsicher im Umgang mit Daten.

Deutsche Unternehmen in Dänemark müssen sich registrieren

Firmen, die für eine befristete Zeit in Dänemark tätig sind, müssen sich im Register für Ausländische Dienstleister (RUT) anmelden. andernfalls kann es teuer werden, denn Unternehmen, die sich nicht im Register eintragen, werden Bußgelder auferlegt.

Rechtsprechung zum Vorbeschäftigungsverbot gilt nicht mehr

§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG
Das BVerfG hat die Rechtsfortbildung durch das BAG zum Vorbeschäftigungsverbot des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG mit deutlichen Worten gerügt. Das BAG nimmt seit einigen Jahren an, das Vorbeschäftigungsverbot gelte nicht, wenn das Ende der vorigen Beschäftigung mehr als drei Jahre zurückliegt. Damit hat das BAG die Grenzen der zulässigen Rechtsfortbildung überschritten. Diese darf nämlich den klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers nicht übergehen und durch ein eigenes Regelungsmodell ersetzen. Damit bedeutet „bereits zuvor“ so viel wie „jemals zuvor“ – Ausnahmen sind aber denkbar und der Berufsfreiheit geschuldet.
(Leitsätze des Bearbeiters)
BVerfG, Beschluss vom 6.6.2018 – 1 BvL 7/14 und 1 BvR 1375/14

Rechtsprechungsänderung zur Strafbarkeit bei Scheinselbstständigkeit

§§ 16 Abs. 1, 17, 266a StGB; § 7 SGB I V; § 611a BGB
Nach bisheriger Rechtsprechung unterliegt der Täter, der trotz Kenntnis der für die Arbeitgebereigenschaft relevanten tatsächlichen Voraussetzungen davon ausgeht, nicht Arbeitgeber zu sein, allenfalls einem – i.d.R. vermeidbaren – Verbotsirrtum. In Abänderung dieser Rechtsprechung erwägt der BGH, zukünftig Fehlvorstellungen über die Eigenschaft als Arbeitgeber und die daraus folgenden sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflichten genauso wie im Fall der Steuerhinterziehung als vorsatzausschließenden Tatbestandsirrtum zu behandeln. Das Strafbarkeitsrisiko im Bereich der Scheinselbstständigkeit kann damit künftig sinken.
(Leitsätze der Bearbeiter)
BGH, Urteil vom 24.1.2018 – 1 StR 331/17

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – Oktober 2018

Wann liegt Nachtarbeit im Sinne der Mutterschutzrichtlinie vor? Und wie lange dürfen Videoaufzeichnungen gespeichert werden? Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage und was es sonst noch Neues von den Arbeitsgerichten zu berichten gibt.

Zielgerichtet – Gesundheitsmanagement strukturiert aufbauen

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) besteht in vielen Organisationen aus einer Fülle unzusammenhängender Einzelaktionen. Dabei entfalten diese erst ihre ganze Wirkung, wenn sie in einen dauerhaften und kennzahlenorientierten Verbesserungsprozess eingebettet sind, der sich an den übergeordneten Zielen der Organisation ausrichtet. Wie lässt sich BGM als Managementsystem strukturiert aufbauen? Und welche Faktoren spielen für den Erfolg eine Rolle?

„Immer mehr klassische Personalthemen werden im Rahmen des BGM angegangen“

Die Bandbreite an Themen, mit denen sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) befassen muss, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Oliver Walle, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und BSA-Akademie, Geschäftsführer der Health 4 Business GmbH und Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes BGM, spricht im Interview über BGM als Managementsystem, die Gefahren und Chancen der Digitalisierung sowie die Rolle von BGM in der „Arbeitswelt 4.0“.

ISO 45001 von der Einführung bis zur Zertifizierung

Die neue internationale Norm der Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist notwendig, um die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt wie den Demographischen Wandel, Fach- und Führungskräftemangel, der Zunahme von Erkrankungen sowie der Digitalisierung und Beschleunigung der Arbeits- und Freizeitwelt zu bewältigen.

Gemeinsam stark: Wie sich HR-Startups deutschlandweit vernetzen und davon profitieren

Mit der Vision vom eigenen Unternehmen verbinden viele Gründer große Erfolgsgeschichten von Weltkonzernen wie Microsoft oder Facebook. Doch aller Anfang ist schwer und der Weg von der Idee bis zum erfolgreichen Startup lang und beschwerlich. Grund genug, sich gegenseitig zu helfen, dachten einige Jungunternehmer aus der HR-Branche. Sie kooperierten und schufen so eine Plattform, die Austausch und Vernetzung ermöglicht und damit die Erfolgschancen aller erhöht.

Was etablierte Unternehmen von Startups lernen können

Startups gefährden immer mehr etablierte Organisationen. So hören wir zum Beispiel von visionären Unternehmern, die ihre innovativen Ideen erfolgreich auf den Markt gebracht und die bestehenden Marktführer überholt haben, auch wenn sie wesentlich weniger Kapital und Mitarbeiter hatten. Ganz neue Produkte generieren neue Nachfragen und verändern heute den Status Quo in zunehmender Geschwindigkeit – eine große Sorge für die Führungskräfte der etablierten Unternehmen.

„Wer erfolgreich sein will, darf nicht zu isoliert denken“

Gero Hesse, Geschäftsführer von TERRITORY EMBRACE und leidenschaftlicher Saatkorn-Blogger, ist nicht nur eine feste Größe des Human Resource Managements in Deutschland, sondern auch ein Kenner des HR-Startup-Marktes. Im Interview spricht er über seine Faszination für die HR-Startup-Szene, Branchentrends, Erfolgsfaktoren und erklärt, warum die Vorstellung, Startups als Arbeitgeber seien besonders attraktiv, nicht immer zutrifft.

Employee Advocacy: Mitarbeiter und ihr Einfluss auf die Arbeitgebermarke

Vollbeschäftigung, Fachkräftemangel, demographischer Wandel: HR-Abteilungen haben derzeit nicht viel zu lachen. Die Unternehmen reagieren mit groß angelegten Employer-Branding-Kampagnen, um zukünftige Mitarbeiter von ihrer Arbeitgebermarke zu überzeugen und sich im vielbeschworenen „War for talent“ durchzusetzen. Ein wesentliches Potenzial bleibt dabei aber leider häufig ungenutzt: die eigenen Mitarbeiter. Schließlich sind diese die nachweislich authentischsten Botschafter der Arbeitgebermarke.

HR goes digital – der am meisten unterschätzte Erfolgsfaktor für Startups, kleine und mittlere Unternehmen?

Im Dialog mit anderen Unternehmern ergeben sich fast immer spannende Themen. Eine dieser Diskussionen betrifft zum Beispiel die Frage, was den eigentlichen Erfolg eines Unternehmens ausmacht, bzw. was diesen Erfolg maßgeblich treibt. Das ist nicht immer leicht zu beantworten. Es werden zahlreiche Faktoren genannt, die von Innovationskraft, überlegener Technologieplattformen, Patente, ausreichender Kapitalausstattung oder herausragendem Branding viele verschiedene Punkte streifen – und doch nicht zum eigentlichen Kern vordringen. Denn all das Genannte ist zwar wichtig und richtig, aber die Essenz des Erfolgs liegt meist woanders.

Effiziente Personalsuche und -verwaltung durch HR- und Recruiting-Software

Die Aufgaben einer Personalabteilung sind breit gefächert: Sie unterstützt Führungskräfte bei der operativen Führungsarbeit und stellt sicher, dass alle Mitarbeiter sozialversichert sind. Sie übernimmt unternehmensübergreifende Aufgaben, wie die Planung der Gesamtpersonalkosten und der beruflichen Ausbildung. Ebenfalls überprüft sie regelmäßig, ob die Arbeitnehmerrechte umgesetzt werden und stellt Ansprechpartner für die Arbeitnehmervertretung. Hinzu kommen Aufgaben wie die Erfassung von Arbeits-, Fehl-, und Urlaubszeiten, das Instandhalten von Personalakten und die Erstellung von Lohnabrechnungen.

Stellenmarkt per Sprachassistent – Alexa macht’s möglich

Musik abspielen, das Wetter abfragen, Einkaufslisten verwalten, das Licht an- und ausschalten oder ein Taxi ordern – das sind nur einige Funktionen, für die deutsche Anwender intelligente Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Google Home nutzen. Laut Statista bedienen aktuell rund sieben Prozent der Deutschen sogenannte „Smart Speaker“ regelmäßig, Tendenz steigend. Der Stellenmarkt meinestadt.de bezieht die Sprachassistenten nun erstmals in die Berufswelt mit ein.

Arbeitsgerichtsgesetz: Kommentar

Von Dr. Norbert Schwab und Prof. Dr. Stephan Weth (Hrsg.), 5. neu bearbeitete Auflage, Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2018, 1.976 Seiten, gebunden, Preis: 169 Euro

„Krankheit geht dem Urlaub arbeitsrechtlich vor“

Insbesondere in der Urlaubs-Hochsaison haben Arbeitnehmer jedes Jahr aufs Neue Fragen in Sachen Urlaubsrecht. Der Arbeitsrechtler und Professor an der Hochschule Fresenius, Dr. Michael Fuhlrott, erläutert im Interview die wichtigsten Mythen, die zum Thema Urlaub kursieren.

Klinikpersonal: Umkleidezeit ist Arbeitszeit

§ 611 Abs. 1 BGB
Eine auffällige Dienstkleidung liegt auch vor, wenn der Arbeitnehmer aufgrund ihrer Ausgestaltung in der Öffentlichkeit einem bestimmten Berufszweig oder einer bestimmten Branche zugeordnet werden kann.
BAG, Urteil vom 6.9.2017 – 5 AZR 382/16

Keine Mitbestimmung bei Abgeltung von Überstunden

§§ 87 Abs. 1 Nr. 2 und 3, 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG
1. Der Betriebsrat hat kein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 BetrVG bei einer vom Arbeitgeber durchgeführten Abgeltung von geleisteten Überstunden oder bestehenden Freizeitansprüchen.
2. Die Abgeltung führt keine Veränderung bei Beginn und Ende der täglich abzuleistenden Arbeitszeit herbei. Auch bleibt die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochenarbeitstage unverändert.
(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 22.8.2017 – 1 ABR 24/16

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – August 2018

In den folgenden Urteilen geht es unter anderem um die Stichtagsregelung im Folgejahr für jährliche tarifliche Sonderzahlungen und die Unterrichtungspflicht des Arbeitgebers bei Ablehnung schwerbehinderter Bewerber.

Chancengleichheit am Arbeitsmarkt: „Es fehlen zurzeit akzeptierte Rollenvorbilder“

Im Jahr 2016 ist in Deutschland das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in Kraft getreten. Ziel war es, die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt zu verbessern. Auf den ersten Blick habe sich tatsächlich einiges getan, sagt Dr. Jutta Rump, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung. Es gebe aber noch einen großen Spielraum für Verbesserungen. Was sich konkret ändern muss, verrät sie im Interview.

Frauen an die Macht: Kompetenzen und Ideen sichtbar machen

Das Thema „Frauen in Führung“ ist gerade wieder topaktuell. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht über die Chancen der Digitalisierung für Frauen oder die Bedeutung weiblicher Führungskompetenzen für die künftige Arbeitswelt berichtet wird. Doch der Blick in die Top-Etagen der Unternehmen zeichnet ein gänzlich anderes Bild. Führungsetagen sind in der Regel immer noch eine Männerbastion. Daran haben in den letzten Jahren auch gesetzliche oder betriebliche Frauenquoten kaum etwas verändert. Was können Unternehmen tun, um mehr Frauen in Führung zu etablieren?

3 Fragen an Heidi Stock: „Die wichtigste Grundlage für den Erfolg von Frauen ist eine offene Unternehmenskultur“

Heidi Stock, ist seit 2001 bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart tätig und trägt die weltweite Verantwortung für Strategie, Instrumente und Prozesse des Personalmarketings, der Personalentwicklung und den Bereich Vielfalt. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende des Hochschulrats der Hochschule Esslingen, Mitglied des Forums Frauen in der Wirtschaft, im Arbeitskreis Diversity der Südwestmetall, im Ausschuss Personalpolitik des BDA sowie im ESF-Steuerkreis „gleichstellen“ des BMAS und der Steuerungsgruppe „Pakt für Mädchen in MINT-Berufen“ (BMBF).

Unternehmenskultur in Organisationen

Kultur ist das größte Hindernis oder der stärkste Beschleuniger der (digitalen) Transformation. Wie schaffen es Unternehmen, effizient und gleichzeitig flexibel zu sein? Radikale Innovation und das erfolgreiche Kerngeschäft zu verbinden, gilt als die aktuell größte Herausforderung.

Round Table: Recruiting

Recruiter haben die Aufgabe, das Unternehmen nach Bedarf und ohne Verursachung hoher Kosten mit qualifiziertem Personal zu versorgen. An diesem Ziel hat sich im Laufe der Jahre nichts geändert – ganz im Gegensatz zum Weg dorthin: Arbeitgeber müssen adäquat auf den Fachkräftemangel reagieren, die DSGVO im Blick behalten und sollten die Begriffe E-Recruiting, Employer Branding, Active Sourcing etc. nicht zum ersten Mal gehört haben. Nicht zuletzt folgt auf die Arbeit 4.0 das Recruiting 4.0. Darüber haben folgende Experten aus der Branche diskutiert:

Florian Christ, Partner und Fachanwalt für Arbeitsrecht, RB Reiserer Biesinger, Heidelberg, sowie Dozent für Wirtschaftsrecht an der Hochschule der Wirtschaft für Management in Mannheim
Karl Wilhelm Lagemann, Partner bei Leiner + Partner HRMehrwertberatung, Berlin
Birte Leiner, Gründerin und Geschäftsführerin von Leiner + Partner HRMehrwertberatung, Berlin
Tjalf Nienaber, Managing Director jobclipr, New York, München
Daniel Wahlen, Digital Recruitment Evangelist, Indeed Deutschland, Düsseldorf

Arbeitnehmer in Belgien und Deutschland zahlen am meisten an den Fiskus

Arbeitnehmer in Deutschland, die alleinstehend sind und keine Kinder haben, tragen im OECD-Vergleich die zweitgrößte Steuer– und Abgabenlast. 39,9 Prozent des Brutto-Einkommens kommen nicht bei den Arbeitnehmern an. Mehr ist es mit 40,5 Prozent nur in Belgien, wie die Grafik von Statista zeigt. Das geht aus einem jährlich erscheinenden OECD-Bericht hervor, für den die Abgaben in den 35 Mitgliedsländern verglichen werden.

Das kosten Verkehrsverstöße in Europa

Wer sich während des Urlaubs nicht an die Verkehrsregeln des jeweiligen Landes hält, wird außerhalb Deutschlands besonders kräftig zur Kasse gebeten. In einigen Fällen drohen sogar Haftstrafen. Besonders hoch sind die Bußgelder für Verkehrsdelikte, wenn man betrunken am Steuer sitzt, zu schnell fährt oder während der Fahrt telefoniert. Autofahrer, die mit dem eigenen Pkw anreisen oder sich am Urlaubsort einen Leihwagen nehmen, sollten sich daher an die lokalen Verkehrsvorschriften halten.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – Juni 2018

In den folgenden Urteilen geht es unter anderem um das Schicksal von Ausschlussfristen bei außergerichtlichen Verhandlungen, das Vorbeschäftigungsverbot bei sachgrundloser Befristung und den Anspruch von Erben auf Urlaubsabgeltung.

Anrechenbarkeit von Leistungszulagen auf den gesetzlichen Mindestlohn

§§ 362 Abs. 1, 611 Abs. 1 BGB; § 1 Abs. 1, 3 MiLoG; § 6 ArbZG
1. Wird der gesetzliche Mindestlohn durch den arbeits- oder tarifvertraglichen Entgeltanspruch unterschritten, steht dem Arbeitnehmer ein Differenzanspruch zu.
2. Leistungszulagen sind auf den gesetzlichen Mindestlohn anzurechnen, da das MiLoG den Anspruch nicht von den mit der Arbeitsleistung verbundenen Erfolgen abhängig macht.
(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 6.9.2017 – 5 AZR 317/16

Unangemessene Verlängerung einer Kündigungsfrist in AGB

§§ 305 ff., 622, 624 BGB; § 15 Abs. 4 TzBfG
Wird die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder sog. Einmalbedingungen erheblich verlängert, kann darin auch dann eine unangemessene Benachteiligung entgegen den Geboten von Treu und Glauben i.S.v. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB liegen, wenn die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber in gleicher Weise verlängert wird.
BAG, Urteil vom 26.10.2017 – 6 AZR 158/16

„Social-Media-Recruiting bietet grandiose Möglichkeiten“

Auch in Zeiten zunehmender Globalisierung und Digitalisierung ist die Nachfrage nach regionalen Stellenportalen für die Jobsuche hoch. Daniel Werner, CEO der Internetagentur Webfeinschliff, stellt im Interview das Portal Jobsuche-Regional.com vor: Einen Verbund regionaler Jobbörsen mit besonderem Fokus auf Social-Media-Advertisement.

HR-Software auswählen und implementieren

Die Einführung einer neuen HR-Software ist für viele Unternehmen aktuell ein Thema. Auf welche Aspekte sie bei der Auswahl eines neuen Systems besonders achten und welche Maßnahmen helfen können, wenn die Software-Einführung mal ins Stocken gerät, haben wir vier erfahrene Experten – zwei Personaler und zwei HR-Software-Berater – gefragt.

Der HR-Manager der Zukunft berät mit Navi

Kluge Köpfe sind immer auf dem Sprung. Sie arbeiten nur so lange für ihre Unternehmen, so lange sie fachlichen und persönlichen Fortschritt erleben. Für die Personalarbeit der Zukunft hat dies weitreichende Implikationen. HR-Experten von morgen brauchen Frühindikatoren für ihre strategischen HR-Prozesse. Unterstützung finden sie bereits heute in Cloud-basierten HR-Suiten. Durch die Verbindung von externen mit internen Daten sowie Künstlicher Intelligenz steuern sie ihre Prozesse effizienter und beraten die Fachabteilungen kompetenter.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Was müssen Arbeitgeber heute beachten?

Das AGG stellt Arbeitgeber seit dem Inkrafttreten 2006 vor zwei nicht zu unterschätzende Herausforderungen: Sie müssen sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz verhindern und – wenn sie doch auftreten – richtig darauf reagieren. Die aktuelle mediale Debatte fügt dem eine dritte, hochsensible Herausforderung hinzu: eine sexuelle Belästigung mit Gewissheit als solche zu erkennen.

Sabbatjahr: Wie Arbeitgeber zur Auszeit stehen

Der Traum etlicher Arbeitnehmer, mehrere Monate Auszeit zu nehmen und zu reisen, sich weiterzubilden oder sich um die Familie zu kümmern, könnte nun leichter Realität werden. Aktuell diskutieren nämlich Politiker ein Gesetz, das jedem das Recht auf zwei Sabbatjahre im Laufe der Karriere einräumen würde. Aber wie reagieren die Arbeitgeber auf diesen Vorschlag? Die aktuelle Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hat herausgefunden: erstaunlich gelassen. 82 Prozent der Personaler sind grundsätzlich offen für das Sabbatjahr, 26 Prozent rechnen sogar mit einem positiven Effekt für das Unternehmen. Sie versprechen sich vor allem motiviertere Mitarbeiter.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – Mai 2018

Änderungen gibt es seit dem 25. Mai 2018 nicht nur im Datenschutz. Auch kirchliche Arbeitgeber müssen sich zukünftig Einschränkungen gefallen lassen. Diese dürfen konfessionslose Bewerber nicht mehr pauschal ablehnen. Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage dazu und zu weiteren spannenden Themen.

Arbeitgeber haftet nicht für Impfschaden

§§ 280 Abs. 1, 253 Abs. 2, 241 Abs. 2, 630a ff., 823 Abs. 1 BGB; § 8 Abs. 1 Satz 1 ASiG

Ein Arbeitgeber, der eine Grippeschutzimpfung in seinen Räumlichkeiten durch die Betriebsärztin anbietet und die anfallenden Kosten übernimmt, haftet grundsätzlich nicht für auftretende Impfschäden. (Leitsatz der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 21. Dezember 2017 – 8 AZR 853/16

Kein BEM vor gesundheitsbedingter Versetzung nötig

§ 84 Abs. 2 SGB IX a. F. (§ 167 Abs. 2 SGB IX n. F. [2018]); § 106 GewO; § 315 BGB

Die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements i. S. v. § 84 Abs. 2 SGB IX ist keine formelle oder unmittelbare materielle Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Versetzung oder einer anderen Ausübung des Weisungsrechtsdurch den Arbeitgeber. Dies gilt auch in den Fällen, in denen die Anordnung des Arbeitgebers (auch) auf Gründe gestützt wird, die im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Arbeitnehmers stehen.

BAG, Urteil vom 18. Oktober 2017 – 10 AZR 47/17

Brexit-Folge: Ausländische Fachkräfte wollen nicht nach UK

Die Zahl der Arbeitskräfte aus der EU, die aktiv nach einem Job in Großbritannien suchen, ist seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 signifikant zurückgegangen. Laut dem Online-Stellenportal Monster sind entsprechende Suchanfragen seit der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, im Schnitt um 11,4 Prozent gesunken. Am stärksten ist der Rückgang mit 52 Prozent bei rumänischen Arbeitern spürbar, gleich dahinter folgen Portugal (41 Prozent), Polen (34 Prozent) und Spanien (26 Prozent).

Weissenberg Potentials setzt auf RPA im Recruitingprozess

Automatisierte Analyse und Auswertung aller Recruiting-Daten spart Unternehmen Zeit und Geld

Roboticsourcing setzt Weissenberg Potentials, der Personaldienstleister der Weissenberg Group, Maßstäbe im Recruiting. So sah es auch die Initiative Mittelstand, die im Rahmen des Innovationspreises-IT 2018 die von Weissenberg Potentials im Recruiting-Prozess eingesetzte innovative Robotic Process Automation (RPA) – Lösung mit dem Preis als Niedersächsischer Landessieger auszeichnete. Die algorithmisierte Marktanalyse und Multi-Channel-Suche in Kombination mit der automatisierten Analyse und Auswertung aller Recruiting-Daten verkürzt durch die hohe Geschwindigkeit des Recruitingprozesses nicht nur die Zeit von Vakanzen, sondern erhöht auch die Qualität der Suchergebnisse.

„Weissenberg Potentials antizipiert heute die Technologietrends von morgen. Durch die Entlastung bzw. den Wegfall von Routineaufgaben haben unsere Berater deutlich mehr freie Kapazitäten sich ausführlich mit jedem einzelnen Kandidaten zu beschäftigen.Mit Hilfe unserer Software-Roboter schlüsseln wir alle gewonnenen Daten strukturiert auf und können so die Faktoren eindeutig bestimmen, die nötig sind, um die betreffende Position vernünftig und erfolgreich zu besetzen. Dazu gehört nicht nur ein vollständiges, automatisches Marktscreening, sondern auch ein A/B Testing verschiedener Suchstrategien und Ansprachemethoden“, erklärt Milad Safar, Geschäftsführer der Weissenberg Group.

Bei Roboticsourcing handelt es sich um eine „Robotic Process Automation (RPA)“ – Lösung, die es Unternehmen ermöglicht, jeden standardisierten Geschäftsprozess zu automatisieren. Die Roboter basieren auf einer leistungsstarken Software und fungieren als digitale Arbeitskräfte. Durch den Einsatz der Software-Roboter von Weissenberg können Unternehmen regelbasierte Prozesse wie beispielsweise das Sammeln, Prüfen und Verarbeiten von Daten automatisieren und damit die Effizienz im Unternehmen wesentlich erhöhen.

Konkret ermittelt der Weissenberg Roboter im Quick Search die passenden Recruiting-Kanäle und durchforstet anschließend neben eigenenDatenbanken bis zu 30 Branchennetzwerke und 100 Communities & Fachforen mittels intelligenter Crawler und Suchbots. Danach trifft der Software-Roboter eine Vorauswahl der Kandidaten durch Auswertung der gewonnenen Daten. Der Weissenberg Analyse Roboter übernimmt die Kandidaten-Sondierung und gleicht die Interessen ab, untersucht die Wechselmotivation und prüft die Hard Facts auf Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil. Beim anschließenden manuellen selektiven Auswahlprozess durch einen Weissenberg Recruiting Spezialisten durchlaufen die Kandidaten ein zweistufiges Interview in Form eines ersten Telefoninterviews und eines persönlichen Bewerbungsgesprächs, um das soziale Profil und die Fähigkeiten mit dem Anforderungsprofil abzugleichen. Erst dann legt Weissenberg Potentials dem Kunden eine Liste mit passenden Kandidaten vor. Zukünftig werden hier AI getriebene Video-Analyse Tools und Online-Assessments eingesetzt werden.

Wissensmanagement – und täglich grüßt das Murmeltier

Dass Know-how der herausragende Rohstoff eines Unternehmens ist, bedarf keiner grundsätzlichen Diskussion mehr. Sein Wertschöpfungsbeitrag liegt regelmäßig taxiert zwischen 50 % und 70 %! Bemerkenswert dabei ist aber die immer noch hohe Rate ehrgeiziger Wissensprojekte, an deren Ende Datenfriedhöfe anstatt blühende Wachstumswiesen stehen. So stellt schon in 2005 eine Untersuchung der Fachhochschule Köln fest, dass 53 % realisierter Wissensmanagementprojekte als wenig bzw. nicht erfolgreich umgesetzt wurden. 59 % waren es nach einer Untersuchung von Accenture 2017. Zu wenig angesichts des Aufwands und der Wichtigkeit des Themas. Professionalisierung tut Not!

Digital Recruiting und Datenschutz

Der Datenschutz ist zurzeit in aller Munde. Grund hierfür ist die am 25. Mai 2018 in Kraft tretende EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). In der Diskussion oftmals unterschätzt wird der Datenschutz im Rahmen des Recruiting-Prozesses. Dabei gilt es auch hier die datenschutzrechtlichen Vorgaben zu beachten, da sowohl Bewerbungsunterlagen, wie auch Profile in sozialen Netzwerken personenbezogene Daten enthalten.

Digitalisierung: Ersetzen Algorithmen bald die Recruiting-Funktion?

Die industrielle Revolution hat Muskelkraft durch Maschinen ersetzt. Heute sind wir nicht mehr in der Pferdekutsche unterwegs, sondern testen selbstfahrende Autos und U-Bahnen. Die Digitalisierung schreitet voran und macht vor dem Recruiting nicht halt. Nehmen künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Matching-Systeme und Co. jetzt auch den Recruitern die Jobs weg?

“Ohne Strategie fällt die Ansprache der ‘Generation Z’ schwer”

Auf Deutschlands Unternehmen kommt eine große Herausforderung zu. In den nächsten Jahren verlassen immer mehr Mitglieder der sogenannten „Generation Z“ die Schulen und Universitäten und drängen auf den Arbeitsmarkt. Dass sich diese jungen Arbeitnehmer in ihren Bedürfnissen und Ansprüchen von den vorangegangenen Generationen unterscheiden, hat Prof. Dr. Mir Farid Vatanparast von der FOM Hochschule für Ökonomie & Management in Münster mittels mehrerer Studien im letzten Jahr belegt. Seine These: Um die besten Talente der „Generation Z“ zu gewinnen, müssen Unternehmen ihre Kandidatenansprache verändern. Doch sind Deutschlands Unternehmen darauf überhaupt schon vorbereitet? Dieser Frage ist er gemeinsam mit dem Wirtschaftspsychologen Benjamin Adamaschek in dessen Masterthesis nachgegangen.

Best Practice: Digitalisierung im Bewerbungsprozess

Die Digitalisierung sowie Automatisierung von Prozessen ist für SEW-EURODRIVE, einen der führenden Anbieter von Antriebstechnologie und -lösungen, schon lange ein grundlegendes Thema. Produkte und Technologien folgen dem Zielbild der Smart Factory im Sinne der Industrie 4.0 und so beschäftigt sich SEW-EURODRIVE intensiv mit der Realisierung innovativer, attraktiver und effizienter Prozesse.

So verändert „Künstliche Intelligenz“ unser Recruiting

„Künstliche Intelligenz“ (KI) spielt eine immer wichtigere Rolle in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens. Spätestens seit Amazons „Alexa“ oder Apples „Siri“ in aller Munde sind, wird klar, dass sich Mensch und Computer mehr und mehr annähern. Im Kampf um die besten Talente heißt das auch für uns im Recruiting: wer die Nase vorn haben will, der muss nicht nur schnell, sondern auch innovativ sein.

„Ronald Dump“ und „Wladibier“: HR-Unternehmer braut Bier gegen den Populismus

Thomas Eggert ist seit vielen Jahren als Geschäftsführer und Unternehmer unterwegs, bisher vor allem im Personalwesen im B2B-Geschäft. Bisher waren seine Themen das operative Personalmanagement, das neben Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert. Weiterhin beschäftigte er sich mit der Effizienz in modernen Personalabteilungen. Doch letztes Jahr kam ein weiteres – für die HR-Branche eher ungewöhnliches –Beschäftigungsfeld hinzu: das Bierbrauen. 2017 hat er zusammen mit Peter Mertens die „Dump Beer UG“ gegründet.

HSH+S Management und Personalberatung GmbH: Rekrutierung von Vertriebsspezialisten

Der Vertrieb ist der zentrale Bereich für den Fortbestand und den Erfolg eines jeden Unternehmens. Unentbehrlich hierfür sind qualifizierte Mitarbeiter, die den täglichen Kundenkontakt lieben und diese Rolle mit ihrer eigenen Persönlichkeit ausfüllen. In einem dynamischen und sich permanent ändernden Marktumfeld steigen auch die Anforderungen an die Vertriebsmitarbeiter stetig. Nicht erst seit heute hat der Fachkräftemangel auch im Sales-Bereich Einzug erhalten. Fehlbesetzungen sind hierbei nicht selten mit hohem finanziellen Einbußen, allgemeiner Unzufriedenheit und ggf. Imageschäden verbunden.

HSH+S Management und Personalberatung GmbH: Frauen im Management?

„Frauenförderung statt Frauenquote“ titelte die Fachzeitschrift Personalwirtschaft kürzlich in einem Ihrer Artikel. Sie bezog sich auf die Ergebnisse einer Studie des renommierten Peterson Institute for International Economics. Auch 2018 ist das Thema branchenübergreifend zu finden. Braucht es Frauen in Führungspositionen oder hat es gute Gründe, dass die Frauenquote im Topmanagement insgesamt bei nur 14 Prozent liegt? Der Spiegel stellte diesbezüglich in einer Umfrage dar, dass die Bevölkerung beide Geschlechter gleichermaßen für geeignet hält Führungspositionen auszuüben.

Recruitingtools: Wie man Candidate Personas entwickelt

Die Jagd nach den besten Talenten führt in vielen Branchen zu einem gewaltigen Arbeitgeber-Attraktivitätswettbewerb. Bei zahlreichen Anbietern sind fehlende Mitarbeiter bereits der limitierende Faktor für Wachstum. Eine Methode, um sich davor zu schützen, ist das Entwickeln von Candidate Personas.

Elternzeit darf nicht zum Verlust des Massenentlassungsschutzes führen

§ 17 KSchG; § 134 BGB; § 18 BEEG a. F.; Art. 3, 6 GG

Massenentlassungsschutz gilt auch bei Elternzeit und darf zu keiner Benachteiligung führen. Bei Arbeitnehmern in Elternzeit ist Entlassung i. S. d. § 17 KSchG der Eingang des Antrags auf Zustimmung zur Kündigung bei der zuständigen Behörde. (Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 26. Januar 2017 – 6 AZR 442/16

Arbeitgeber-Bewertungsportale: Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für Unternehmen?

Bewertungsportale im Internet sind seit Längerem schon im Hinblick auf die Bewertung von Restaurants und Hotels, aber auch von Lehrern und Ärzten bekannt. In der jüngeren Vergangenheit finden sich immer häufiger auch zahlreiche Unternehmen wieder, die von ihren Beschäftigten im Internet bewertet wurden. Dabei handelt es sich um sog. Arbeitgeber-Bewertungsportale.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze I – April 2018

Ist zu Hause verbrachte Bereitschaftszeit als Arbeitszeit zu werten? Und in welchem Zeitraum darf ein Arbeitgeber den Urlaubswünschen seiner Mitarbeiter widersprechen? Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze II – April 2018

In den folgenden Urteilen geht es um die Fragen, ob eine Haftstrafe von mehr als zwei Jahren einen Kündigungsgrund darstellt, ob Altersgrenzen bei Betriebsrenten AGG-konform sind und nach welcher Zeitspanne das Widerspruchsrecht nach einer unvollständigen Belehrung über den Betriebsübergang verwirkt ist.

Schriftformerfordenis der Befristung bei Zeichnung „im Auftrag“

§ 14 Abs. 2 und 4 TzBfG; §§ 126 Abs. 1, 164 Abs. 1 BGB

1. Ein früheres Berufsausbildungsverhältnis unterfällt nicht dem Vorbeschäftigungsverbot des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG.
2. Die Unterzeichnung einer Befristungsabrede „im Auftrag“ ist nicht formunwirksam, wenn die Unterzeichner erkennbar für den Arbeitgeber handeln. Die Zusätze „iV“ und iA“ werden häufig nur verwendet, um unterschiedliche Hierarchieebenen auszudrücken, ohne sorgfältig dazwischen zu unterscheiden. (Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 12. April 2017 – 7 AZR 446/15

Aktuelle Haftungsfallen bei Auslandsentsendungen

Die allermeisten Entsendungen verlaufen in der Regel völlig unproblematisch. Dennoch können Tätigkeiten im Ausland mit vielfältigen Risiken verbunden sein. Dabei reicht das Spektrum von der Immigration (Visum, Arbeitserlaubnis etc.) über ein mögliches Fehlverhalten im Zuge der beruflichen Tätigkeit (kulturelle „Fettnäpfchen“, Straftaten) bis hin zu Verstößen ohne direkten Bezug zur Entsendung. Noch problematischer sind mögliche Verhaltensauffälligkeiten im Kontext der Arbeitstätigkeit. Nicht selten verstoßen Arbeitnehmer etwa gegen lokale Regeln – so zum Beispiel Korruptionsgesetze. Das geschieht manchmal aus Unkenntnis, oft aber auch angesichts einer vollkommen falschen Auffassung, nach dem Motto, in dem betreffenden Land sei dies „üblich“ oder „nicht so gravierend“. Vorkommen tut dies etwa in einem Schwellen- oder Entwicklungsland. Die meisten Staaten belegen insbesondere Korruption aber inzwischen mit drakonischen Strafen.

EU-Staaten achten verstärkt auf Meldepflichten bei Entsendungen und Dienstreisen

Mittlerweile sind nahezu alle Entsendungen innerhalb der EU meldepflichtig. Das gilt auch zunehmend für spezielle Fälle von Dienstreisen über eine bestimmte Dauer hinaus. Im Laufe des Jahres 2017 sind diese Meldepflichten in vielen Ländern verschärft worden – bei Nichtbeachtung drohen teilweise erhebliche Bußgelder.

Kunst – Motor für Kreativität und Kommunikation

Wie können Unternehmen eine Arbeitgebermarke aufbauen, die unverwechselbar ist und sie von ihren Mitbewerbern abhebt? Kunst kann ein wichtiger Baustein in diesem Prozess sein, denn sie setzt Zeichen, weckt Emotionen und löst Reaktionen beim Betrachter aus. In welcher wechselseitigen Beziehung Personalmarketing und Kunst zueinander stehen, untersucht dieser Beitrag.

Positionieren im Employer Branding – mehr Kunst als Wissenschaft

Kommt Ihnen das bekannt vor? Viele Unternehmen betreiben auch heute noch Personalmarketing nach dem Zufallsprinzip: Mal mit mehr Engagement, bald mit weniger, aber meist doch nur aktionistisch. Nun kann das zwar zu kurzfristigen Einstellungserfolgen führen, aber nicht zum nachhaltigen Erfolg. Daher ist die Employer Value Proposition (EVP), die Arbeitgeber-Positionierung, der erste und wichtigste Baustein im Employer Branding. Denn sie ist das strategische Sprungbrett, auf dem Arbeitgeber in der Kommunikation immer wieder kreative Saltos springen können.

„Deutschlands beste Arbeitgeber“: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

„Wer sind Deutschlands beste Arbeitgeber 2018?“ So lautet die Frage, die seit Jahresbeginn in schöner Regelmäßigkeit über die Wirtschaftsnewsticker des Landes geistert. Arbeitgeberbewertungen und die daraus resultierenden Gütesiegel liegen im Trend. Medienunternehmen, Institute, Karrierewebsites – alle wollen die Antwort auf diese prestigeträchtige Frage kennen. Doch sie alle kommen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen.

„Au revoir“: Gedanken zu einer vergebenen Chance im Personalmarketing

2014 hielt sich „Au revoir“ von Mark Forster 20 Wochen in den Top 10. Vielleicht ist es ja fast so etwas wie die Hymne der vielen Arbeitnehmer, die jedes Jahr „schnell woanders hinmüssen“, wie es im Songtext heißt. Sprich, die ihre Stelle wechseln. Bin dann mal weg, und tschüss …

Das Change-Tempo steigt: Wieviel Veränderung halten Menschen aus?

In vielen Unternehmen jagt ein Veränderungsprozess den nächsten. Das Veränderungstempo nimmt seit Jahren zu. Vielen Mitarbeitern gehen die unaufhörlichen Change-Initiativen auf die Nerven. Zudem entsteht oft Angst, dem ständigen Anpassungsdruck nicht mehr gewachsen zu sein.
In meiner Forschung befasse ich mich mit der Frage, wieviel Veränderung Menschen aushalten und was die Bedingungen für erfolgreiche individuelle Veränderung sind.

In dem Zusammenhang habe ich das Modell der Veränderungs-Balance formuliert, das Menschen helfen soll zu erkennen, ob das Veränderungstempo bzw. das Veränderungsausmaß überhaupt noch passen oder ob alles schon zu viel ist.

Teilzeitablehnung bedarf gesetzlicher Schriftform

§ 8 Abs. 5 Satz 1 TzBfG; §§ 125 Satz 1, 126 Abs. 1 BGB

Lehnen Arbeitgeber Teilzeitverlangen von Arbeitnehmern nach dem TzBfG (§ 8 Abs. 5 Satz 1) ab, bedarf es dafür die gesetzliche Schriftform, das heißt Originalschreiben mit Originalunterschrift. Eine Zurückweisung in Textform (§ 126b BGB) – z.B. in einem Online-Tool – ist formnichtig und führt zur Zustimmungsfiktion nach § 8 Abs. 5 Satz 3 TzBfG. (Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 27. Juni 2017 – 9 AZR 368/16

Quo vadis Visum: Die Anfänge und aktuellen Herausforderungen

Der Ursprung des Visums geht bereits bis ins 17. Jahrhundert zurück. So wurden damals Geleitbriefe ausgestellt, die als Vorläufer des heutigen Reisepasses gelten. Mit der wachsenden Bevölkerung und der zunehmenden Mobilität im 18. Jahrhundert wurden die Kontrollen der Landesgrenzen verstärkt. Maßgeblich galt es, Zölle an den Grenzen zu erheben und sogenannte Sichtvermerke in den Geleitbriefen einzutragen.

Sachgrundlose Befristung – Tarifvertrag

§ 14 Abs. 2 Satz 3 TzBfG

Ein Tarifvertrag, der die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen bis zu einer Gesamtdauer von fünf Jahren bei fünfmaliger Verlängerungsmöglichkeit zulässt, hält sich im Rahmen des verfassungs- und unionsrechtlich zulässigen Gestaltungsrahmens nach § 14 Abs. 2 Satz 3 TzBfG.

BAG, Urteil vom 26. Oktober 2016 – 7 AZR 140/15

Unterschiede leben – Kulturelle Vielfalt richtig managen

Arbeit ist heute immer mehr ein Schauplatz interkultureller Begegnungen. Wie leben wir diese Vielfalt? Zu welchen Situationen kommt es in den täglichen interkulturellen Begegnungen im Beruf? Und wie können wir kulturelle Vielfalt produktiv nutzen?

Alt und Jung – Die Kraft der Generationen

Die Babyboomer gehen allmählich in Rente und ihre Enkel aus der Generation Z treten ihre ersten Dienststellen an. Warum ist ein aktives Management der Generationen heute wichtig? Wie sollten Unternehmen vorgehen, um alle Altersgruppen zu erreichen und für sie attraktiv zu sein? Meine Hypothese lautet: Wenn junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich aktiv einbringen können, während die Stammmannschaft mit ihren Erfahrungen länger im Unternehmen bleibt und alle sich gemeinsam engagieren, dann ist das Spiel gewonnen.

Die Datenschutzgrundverordnung: Fragen und Antworten

Am 25. Mai 2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Sie bringt EU-weit gravierende Änderungen für Unternehmen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Welche datenschutzrelevanten Änderungen mit der DSGVO auf Arbeitgeber in Österreich zukommen, zeigt der folgende Fragen-Antwort-Katalog.

Die Betriebsratsanhörung

Bei Kündigungsschutzklagen rügen Arbeitnehmer in vielen Fällen eine fehlerhafte Betriebsratsanhörung. Dies geschieht teilweise auch, wenn sie keine konkreten Kenntnisse darüber haben, ob das Gremium
überhaupt – und wenn ja in welcher Form – vor Ausspruch der Kündigung angehört wurde. Dann ist es Sache des Unternehmens, das Wesentliche zur Richtigkeit der Anhörung des Betriebsrats darzulegen.

Mindestlohn: treue- und Schichtzulage anrechenbar

§ 2 Nr. 2 TV Mindestbedingungen Fleischwirtschaft; § 362 BGB

Eine Treueprämie und eine Schichtzulage, die der Arbeitgeber für jede tatsächlich geleistete Arbeitsstunde an den Arbeitnehmer vorbehaltslos zahlt, sind mindestlohnwirksam und anrechenbar.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 22. März 2017 – 5 AZR 424/16

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – Januar 2018

Rechtfertigen die Berufe des Fußballprofis und der Maskenbildnerin befristete Arbeitsverträge? Welchen Umfang muss eine von dem Betriebsrat eingeforderte Bruttoentgeltliste haben? Muss ein Mitarbeiter seinen Erholungsurlaub antreten, damit er nicht verfällt, wenn die Frage der Zahlung von Urlaubsentgelt ungeklärt ist? Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze II – Januar 2018

Impliziert eine Überstundenkenntnis bereits deren Duldung? In den folgenden Urteilen geht es sowohl darum, als auch um Gründe für die außerordentliche Kündigung, den Anspruch auf Weihnachtsgeldzahlung und was ein Arbeitgeber tun kann, wenn ihm ein Mitarbeiter mit Suizid droht.

Die fristlose Kündigung des Arbeitsvertrages – gesetzliche Vorgaben, Ablauf und Gründe

Die Arbeit stellt für viele Menschen die Lebensgrundlage dar. Daher ist eine fristlose Kündigung sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ein heikles Thema, welches häufig Ärger, Unverständnis und Verzweiflung mit sich bringt. Deshalb sollte ein Kündigungsschreiben und die Gründe dafür immer genau geprüft werden. Worauf es dabei ankommt, klärt der folgende Text.

„Humour Resources“: Das Schrägste aus den Personalabteilungen

Gehen Callboys neuerdings zum Bewerbungsgespräch? Wäre Captain Kirk nicht die Idealbesetzung als Space Manager? Und wie reagiert ein Personaler, wenn sich ein optisch identisches Zwillingspaar auf ein und dieselbe Stelle bewirbt? Mag. Julia Hauska und Dr. Klaus Niedl kennen die Antworten! Mit ihrem Buch „Humour Resources“ präsentiert der Career Verlag allerlei Schräges und Skurriles aus der Welt der Personalabteilungen im DACH-Raum. Auf 100 kurzweiligen Seiten plaudern HR-Verantwortliche aus dem Nähkästchen und enthüllen erstmals ihre irrwitzigsten Geschichten.

„Standing kann man lernen“

Der Berufsalltag fordert Fach-und Führungskräfte regelmäßig heraus. Ein sicheres Standing und die nötige Durchsetzungskraft sind wichtige Begleiter, um Hürden zu überwinden und die geforderte Leistung zu bringen. Wie Führungskräfte und Mitarbeiter diese unterschiedlichen Situationen souverän meistern, vermitteln drei Seminare des Instituts für Management-Entwicklung (ime).

So finden Recruiter die richtigen Personaldienstleister

Hand aufs Herz: Welcher Recruiter hat es noch nicht erlebt, dass der Chef ein wichtiges und dringendes Projekt aufsetzt – das mit eigenen Bordmitteln oder mangels Kompetenz nicht selbst gestemmt werden kann?
Dann klingeln alle Alarmglocken und die hektische Suche nach externer Unterstützung beginnt. Und Google liefert vielleicht viele Treffer auf einzelne Anfragen, aber sie sind unpräzise und nicht strukturiert. Reine Zeitverschwendung?

So viel verdienen die Deutschen im EU-Vergleich

Im Verhältnis zum durchschnittlichen Monatslohn verdienen gemessen an der Kaufkraft nur die Luxemburger, Dänen, Iren und Schweden mehr als die Deutschen. Das hat eine Studie des Europäischen Gewerkschaftsbundes ergeben, die in der Zeitung El Pais veröffentlicht wurde.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – November 2017

Nach wie vielen Arbeitstagen muss den Mitarbeitern ein Ruhetag gewährt werden? Ist eine dreijährige Kündigungsfrist wirksam? Zusätzlich: Gründe für Betriebsübergang, Wiedereinstellungsanspruch bei Übergang eines Kleinbetriebes, das betriebliche Eingliederungsmanagement im Zusammenhang mit einer Versetzung und die Mitteilung der Schwangerschaft gegenüber dem Betriebsrat: Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage.

Änderungskündigung wegen Änderung des Anforderungsprofils

§§ 2, 1 Abs. 2 KSchG In Fällen, in denen die Organisationsentscheidung des Arbeitgebers und sein Kündigungsentschluss ohne nähere
Konkretisierung praktisch deckungsgleich sind, kann die Vermutung, die Unternehmerentscheidung sei aus sachlichen Gründen
erfolgt, nicht von vornherein greifen. Vielmehr muss der Arbeitgeber hier konkrete Angaben dazu machen, wie sich die Organisationsentscheidung auf die Einsatzmöglichkeiten auswirkt und in welchem Umfang dadurch ein konkreter Änderungsbedarf besteht.
(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 2. März 2017 – 2 AZR 546/16

Beschäftigung von selbstständigen Mitarbeitern

Bei der Beschäftigung von selbstständigen Mitarbeitern ist das Risiko des Arbeitgebers regelmäßig hoch, dass im Rahmen einer Betriebsprüfung eine Scheinselbstständigkeit angenommen wird und Sozialversicherungsbeiträge für Jahre nachgefordert werden. Eine neue Entscheidung des BSG sorgt für mehr Klarheit.

Sozialgesetzbuch X

Sozialgesetzbuch X, Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz – Kommentar

Quo vadis, Betriebliches Gesundheitsmanagement – Ihre Meinung zählt

Die Themen Fachkräftemangel, Demografie, hohe Fehlzeiten, familienfreundliche Arbeitsgestaltung sind einige der Themen, die auch für Ihr Unternehmen immer wichtiger werden.
All diese Themen stehen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement im Mittelpunkt; mit vielen, für die jeweiligen Betriebe geeigneten Maßnahmen wird eine gesundheitsförderliche Arbeit gestaltet.

Mit diesem Artikel möchte ich mich als Betriebliche Gesundheitsmanagerin bei Ihnen vorstellen und Sie besser kennen lernen.

Ich bereite derzeit meine Selbständigkeit als Dienstleisterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement vor. Und da ich gern im nächsten Jahr attraktive Dienstleistungsangebote für mittelständische Unternehmen machen möchte, habe ich eine Umfrage erstellt, mit der ich Ihre Erwartungen, Wünsche und Erfahrungen mit BGM-Produkten bzw. Dienstleistern kennen lernen möchte, um meine Angebote entsprechend gestalten zu können.

Mit diesem Schreiben möchte ich Sie nun ganz herzlich einladen, an meiner kurzen Umfrage mit 11 Fragen online teilzunehmen.

Bitte klicken Sie auf diesen Link
https://www.netigate.se/a/s.aspx?s=503179X108419601X99308
bzw. fügen Sie diesen in die Browser-Zeile ein.

Diese Umfrage läuft bis zum 26.11.2017.
Selbstverständlich ist der Datenschutz gesichert.

Gern können Sie die Umfrage auch weiterleiten. Ich freue mich über eine rege Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen,

Beate Noeke

Darlegungs- und Beweislast im Überstundenprozess

§§ 611, 612 BGB; § 113 ZPO

Der Arbeitnehmer genügt der ihm obliegenden Darlegungslast für die Leistung von Überstunden, wenn er schriftsätzlich vorträgt, an welchen Tagen er von wann bis wann Arbeit geleistet oder sich auf Weisung des Arbeitgebers zur
Arbeit bereitgehalten hat.

BAG, Urteil vom 21. Dezember 2016 –5 AZR 362/16

Aufhebungsvertrag oder (neue) Befristung?

§ 14 Abs. 2 TzBfG

1. Es steht im Einklang mit dem Normzweck von § 14 Abs. 2 TzBfG, die Möglichkeit zu eröffnen, einen zunächst kürzer befristeten Arbeitsvertrag bis zur Gesamtdauer von zwei Jahren dreimal zu verlängern,
nicht jedoch, dessen nachträgliche Verkürzung vorzusehen. Dabei ist bedeutungslos, dass die Beschränkung der sachgrundlosen Befristung dazu dient, Befristungsketten zu verhindern.
2. Eine Befristungsabrede, mit der die Verkürzung der Laufzeit eines nach § 14 Abs. 2 TzBfG sachgrundlos befristeten Arbeitsvertrags vereinbart wird, unterliegt daher der Befristungskontrolle. Die Befristung ist ohne Sachgrund in diesem Fall nicht zulässig.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 14. Dezember 2016 – 7 AZR 49/15

Stichtagsregelungen in Sozialplänen

Wie kündigt man sich um seinen Anspruch auf Abfindung?

Im Zusammenhang mit interessenausgleichs- und sozialplanpflichtigen betrieblichen Restrukturierungen ist die Stichtagsregelung gängiges Mittel für den Ausschluss von Arbeitnehmern vom Anwendungsbereich eines Sozialplans und damit von etwaig darin geregelten Abfindungszahlungen. Worauf sollten die Beteiligten dabei achten?

HR in Zeiten von Digitalisierung und Flexibilisierung – Arbeitsrechtliche Perspektiven aus Deutschland und der Schweiz

Der demografische Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung – diese und weitere Megatrends verändern die Anforderungen an die Personalarbeit. Schlagworte wie Flexibilisierung und Agilität bestimmen vielerorts die Diskussion über die neue Arbeitswelt. Haben diese Veränderungen Auswirkungen auf das Arbeitsrecht und welche Formen der Flexibilisierung werden in Unternehmen eingesetzt?

Literaturtipp – Kündigung im Arbeitsrecht – Ein Leitfaden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

In der arbeitsrechtlichen Praxis spielen Kündigungen eine zentrale Rolle. Der Leitfaden von Meyer gibt einen raschen Überblick über die Probleme und ist ein fundiertes Hilfsmittel für die tägliche Praxis. Dr. Michael Meyer ist langjähriger Fachanwalt für Arbeitsrecht und hat die Fragen und Probleme aus der Praxis bei der Ausarbeitung des Leitfadens umfangreich berücksichtigt.

Brexit sorgt für höhere Einstiegsgehälter in Grossbritannien

Die Einstiegsgehälter in Großbritannien sind im August dieses Jahres so schnell gestiegen wie zuletzt im Oktober 2015. Das zeigen aktuelle Daten von IHS Markit und der Recruitment & Employment Confederation (REC). Das liegt demnach nicht nur an einem 28-Monats-Hoch bei der Zahl der offenen Stellen. Besonders bei Arbeiterberufen wirft auch der Brexit seinen Schatten voraus, in Form einer bereits jetzt sinkenden Nettomigration aus der EU.

„In vielen Segmenten des Arbeitsmarkts genügt das Angebot an Kandidaten der Nachfrage nicht“, sagt REC-Geschäftsführer Kevin Green. „Arbeitgeber müssen mehr Geld bieten, um sich Leute mit den benötigten Fähigkeiten zu sichern.“ Denn in allen Wirtschaftsbereichen Großbritanniens ist zuletzt die Zahl der zu besetzenden Dauerstellen gestiegen, wobei im August der stärkste Anstieg in den Bereichen IT und Buchhaltung zu verbuchen war. Im höherqualifizierten Bereich besteht Greene zufolge derzeit ein großer Bedarf an Finanzchefs, Analysten sowie Compliance- und HR-Experten.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – Oktober 2017

Darf bei einer Massenentlassung auch einer schwangeren Frau gekündigt werden? Steht dem Arbeitgeber eine vollständige Überwachung des E-Mail-Verkehrs zu? Außerdem: Grundsätze bei Zuschlägen im Mindestlohnbereich, Verbindlichkeit unbilliger Weisungen des Arbeitgebers, Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit und Stumschäden auf dem Firmengelände: Hier erfahren Sie die aktuelle Rechtslage.

Krankmeldung gilt auch bei Auslandsaufenthalt

Wird die Arbeitsunfähigkeit als Grundlage für den Erhalt von Krankengeld in Deutschland von einem Arzt festgestellt, so gilt sie auch dann, wenn sich der Versicherte nach der Krankmeldung überwiegend im EU-Ausland aufhält. Dies hat der 5. Senat des Landessozialgerichts in einem Urteil entschieden (Az.: L 5 KR 135/16).

Im vorliegenden Fall hatte eine Busfahrerin gegen einen Entscheid ihrer deutschen Krankenkasse geklagt. Sie wohnte als Grenzgängerin in Spanien und arbeitete in Deutschland. Die Krankenkasse zahlte ihr zunächst nach Ablauf der Entgeltfortzahlung für die Zeit ab dem 4. Juni 2011 Krankengeld zunächst bis zum 26. Oktober 2011. Am selben Tag bestätigte der behandelnde Arzt der Busfahrerin die fortlaufende Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres. Daraufhin lehnte die Krankenkasse das Krankengeld ab diesem Tag ab, da die Klägerin der in ihrem Schreiben geäußerten Bitte, sich bis zum 23. November 2011 bei ihr telefonisch zu melden, nicht nachgekommen sei.

Wenn der Bewerber nicht mehr klingelt… So finden Unternehmen neue Mitarbeiter

„Bei uns bewirbt sich einfach keiner mehr!“ Eine Aussage, die man landauf landab aus vielen Unternehmen hört. Noch gibt es in einigen Branchen genug Bewerber, während andere tatsächlich leer ausgehen und nicht wissen, wie sie Ausbildungsplätze oder offene Stellen besetzen sollen. Gemäß dem Zitat von Leo Tolstoi „Was du heute denkst, wirst du morgen tun“, tun Unternehmen gut daran, die Weichen im Bewerbungsprozess jetzt neu zu stellen. Die Personalauswahl macht nicht halt vor den bekannten Herausforderungen. Globalisierung, Digitalisierung und Agilität allerdings werden das Recruiting noch viel stärker verändern, als es sich Unternehmer derzeit vielleicht vorstellen können und wollen.

Teilzeitführung

Vor dem Hintergrund zunehmender politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Veränderungen erhält die Diskussion zu „Führen in Teilzeit“ derzeit eine starke Dynamik. Ein zeitgemäßes Personalmanagement benötigt – so die aktuellen Forderungen – im Führungskräftebereich die Auseinandersetzung mit flexiblen und zeitreduzierten Arbeitszeitmodellen. Auch die Frauenförderung kommt kaum ohne entsprechende Konzepte aus.

Ende der Semesterferien: Prüfen Sie die Versicherungspflicht Ihrer Werkstudenten

Die Semesterferien gehen bald zu Ende. Beschäftigen Sie dann noch Werkstudenten, sollten Sie deren Sozialversicherungspflicht im Auge behalten. Denn: Studenten, die mehr als 20 Wochenstunden arbeiten, sind grundsätzlich nur dann beitragsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, wenn sie ausschließlich in den Semesterferien arbeiten.

Bedeutung des Begriffs „brutto“

§§ 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1, 814 Alt. 1 BGB; § 38 EStG; §§ 28e, 28g SGB I V 1. Bei der Vereinbarung einer „Brutto“- Zahlung ist der Arbeitnehmer nach § 38 Abs. 2 EStG Schuldner der durch Abzug vom Arbeitslohn erhobenen Einkommensteuer (Lohnsteuer). Zudem muss er im Innenverhältnis zum Arbeitgeber den ihn treffenden Teil des Gesamtsozialversicherungsbeitrags tragen (§ 28g SGB I V).

2. Die versehentliche Auszahlung dazu nicht bestimmter Entgeltbestandteile an den Arbeitnehmer begründet einen bereicherungsrechtlichen Anspruch des Arbeitgebers, unabhängig davon, ob er seine Abführungspflichten schon erfüllt hat.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 21. Dezember 2016 – 5 AZR 273/16

Literaturtipps – Betrieblicher Datenschutz

Der betriebliche Datenschutz, mit dem sich dieses Handbuch seit der Erstauflage im Jahre 2014 beschäftigt, ist durch die bevorstehende vollständige Geltung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) noch einmal bedeutsamer geworden.

Von Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Prof. Dr. Marcus Helfrich und Prof. Dr. Jochen Schneider (Hrsg.),Verlag C. H. Beck, 2. Aufl., München 2017, 1.331 Seiten, Preis: 209 Euro

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – September 2017

In diesen Urteilen geht es unter anderem um den Pfändungsschutz, politische Weiterbildung, Buchauszüge, betriebliche Altersvorsorge und einen spezifischen Kündigungsgrund für den Geschäftsführer.
Außerdem erfahren Sie hier, ob das Aufzeichnen von Tastatureingaben erlaubt ist, und ob man auch nach Freistellung noch am Betriebsausflug teilnehmen kann.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze II – September 2017

Gibt es einen Schadensersatz bei fehlender Urlaubsgewährung? Wie sieht es mit der Ausschlussfrist bei fehlendem Mindestlohnbezug aus? Bekommt ein noch nicht urlaubsberechtigter Arbeitnehmer auch dann weiterhin Geld, wenn das Unternehmen aufgrund von Betriebsferien geschlossen hat? Dies und weitere spannende Urteile erwarten Sie hier.

Mitbestimmung des Betriebsrats beim Facebook-Auftritt

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Eine vom Arbeitgeber betriebene Facebookseite, die es den Nutzern von Facebook ermöglicht, über die Funktion „Besucher-Beiträge“ Postings zum Verhalten und zur Leistung der beschäftigten Arbeitnehmer einzustellen, ist eine technische Einrichtung, die zur Überwachung der Arbeitnehmer i. S. d. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestimmt ist. Die Bereitstellung der Funktion „Besucher-Beiträge“ unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats.

BAG, Beschluss vom 13. Dezember 2016 – 1 ABR 7/15

Employee benefits

Überblick: Steuer- und beitragsbegünstigte Arbeitgeberleistungen

Im Rahmen der Personalarbeit spielt die Arbeitnehmerförderung eine immer größere Rolle – sei es, um Fachkräfte zu binden oder die Arbeitgebermarke für das Recruiting zu stärken.
Welche Kosten kann der Arbeitgeber für welche Handlungsfelder und in welcher Höhe steuerfrei übernehmen?

Gestaltung von Unternehmenswebsites

Was gilt es arbeitsrechtlich zu beachten?

Unternehmen stellen sich auf ihren Websites der Öffentlichkeit vor und präsentieren ihre Produkte, Dienstleistungen und Kompetenzen. Oftmals benennen sie auch gleich die richtigen Ansprechpartner für das Anliegen des Kunden mit Foto und E-Mail, bieten Videos oder ein Gästebuch. Neben allgemein rechtlichen Vorgaben – z. B . zum Impressum – gilt es hierbei allerdings, verschiedene arbeitsrechtliche Vorgaben zu beachten.

Mitbestimmung des Betriebsrats beim Facebook-Auftritt

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Eine vom Arbeitgeber betriebene Facebookseite, die es den Nutzern von Facebook ermöglicht, über die Funktion „Besucher-Beiträge“ Postings zum Verhalten und zur Leistung der beschäftigten Arbeitnehmer einzustellen, ist eine technische Einrichtung, die zur Überwachung der Arbeitnehmer i. S. d. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestimmt ist. Die Bereitstellung der Funktion „Besucher-Beiträge“ unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats.

BAG, Beschluss vom 13. Dezember 2016 – 1 ABR 7/15

Schadensersatz wegen unterbliebener Erhöhung der Wochenarbeitszeit

§§ 1, 15, 22 AGG

Eine Diskriminierung eines behinderten Arbeitnehmers wegen unterbliebener Erhöhung der Wochenarbeitszeit bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitszeit seiner Kollegen kann nur dann vermutet werden, wenn Indizien vorliegen, die
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lassen, dass die Behinderung des Betroffenen ursächlich für die Benachteiligung war.

(Leitsatz des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 26. Januar 2017 – 8 AZR 736/15

Abenteuer Auslandsentsendung: Mit Offenheit zum Erfolg

Internationale Entsendungen gewinnen aufgrund der zunehmenden Globalisierung an Bedeutung. Dennoch ist nicht jeder Mitarbeiter bereit, eine Auslandsentsendung anzunehmen. Zugleich ist die Gefahr hoch, dass Auslandsentsendungen scheitern, was zu erheblichen Kosten führen kann. Unternehmen sollten daher Kandidaten auswählen, die über bestimmte Persönlichkeitseigenschaften verfügen.

Agil um jeden Preis? Wie Unternehmen mit dem richtigen Mindset die Transformation schaffen

„In agilen Organisationen, die diesen Prozess wirksam umsetzen, blühen Menschen auf, das Leuchten in den Augen kommt zurück, Kreativität und nachhaltiger Kundennutzen entstehen.” – Wolfram Müller

Auch wenn vielen Unternehmen die Dringlichkeit und Notwendigkeit bewusst ist, wissen doch die wenigsten, was es bedeutet, in letzter Konsequenz agil zu sein. Voller Elan springen sie auf den Schnellzug auf, in der Hoffnung, endlich flexibler, beweglicher, lebendiger zu werden. Schließlich fordert es der globale Markt ebenso wie die Businessprozesse und die digitale Transformation. Stimmt allerdings das Mindest nicht, bleibt dabei nicht nur der angestrebte Erfolg eines nachhaltigen Wachstums auf der Strecke, sondern vor allem die Menschen.

Antragsverfahren bei Auslandsentsendungen: Der Teufel steckt im Detail

Egal ob Dienstreise, kurz- oder langfristige Entsendung – geht es ins Ausland, dann hat dieser Schritt sowohl für den Arbeitgeber als auch für die Mitarbeiter signifikante sozialrechtliche Auswirkungen. Fast immer ist es das Ziel, die Ansprüche der entsandten Mitarbeiter zu wahren und zugleich die Haftungsrisiken des Unternehmens auszuschließen. Damit dieser Spagat gelingt, müssen Unternehmen bei den zuständigen Behörden die richtigen Anträge stellen.

Neues EuGH-Urteil bestätigt die bestehende Anmeldepflicht von Bargeld in Transitzonen

Für Geschäftsreisende relevant: Die bisherige Praxis des Zolls wurde durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nun in einem Urteil bestätigt: Die Pflicht, Bargeld in Höhe von 10.000 Euro oder mehr beim Zoll anzumelden, gilt auch für Personen mit Herkunft aus einem Nicht-EU-Staat, die in einem Flughafen der Europäischen Union nur umsteigen und in einen Nicht-EU-Staat weiterreisen.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – Juli 2017

Kündigung und Weisungsrecht – was gibt’s Neues?

Bei den folgenden Fällen dreht sich alles um das Thema Kündigung und Arbeitgeberweisungen. Ist eine Nebentätigkeit hinreichend und lange bekannt, muss vor fristloser Kündigung erstmal abgemahnt werden. Was der Arbeitnehmer zu tun hat, wenn er eine Weisung seines Arbeitgebers für offensichtlich unwirksam hält, darüber sind sich nicht einmal die Richter des Bundesarbeitsgerichts einig. Über diese und weitere, aktuelle Urteile informieren wir nachfolgend.

Literaturtipps – MiLoG/AEntG – Mindestlohngesetz und Arbeitnehmer-Entsendegesetz

Gregor Thüsing von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn darf wohl seit geraumer Zeit als der führende Arbeitsrechtler in Deutschland bezeichnet werden.
Er nimmt nicht nur regelmäßig öffentlich Stellung zu aktuellen arbeitsrechtlichen und -politischen Themen, sondern kümmert sich auch um die Kommentierung der immer neuen, den Sozialstaat in das Arbeitsverhältnis hinein vordringen lassenden Gesetze.

Bereits im Jahre 2010 legte Thüsing eine Kom-mentierung des seinerzeit mit dem Gesetz über Mindestarbeitsbedingungen veränderten AEntG vor und hat nunmehr den Band aus der Reihe „Gelbe Erläuterungsbücher“ um eine Kommentierung des MiLoG erweitert. Wie bisher wurde er dabei von einigen Bearbeitern aus Rechtspraxis und Lehre unterstützt.

Von Prof. Dr. Gregor Thüsing (Hrsg.), Kommentar, 2. Auflage, Verlag C. H. Beck, München 2016, 520 Seiten, Preis: 79 Euro

Sozialrecht – Renten: Keine Mütterrente für Erziehungszeit im Ausland

Frauen, die ihre Kinder in einem Land außerhalb der Europäischen Union (EU) geboren haben – beispielsweise während einer Auslandsentsendung – bekommen die Erziehungspause für die Mütterrente nicht anerkannt. So besteht weder ein Anspruch auf Elternzeit nach § 56 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch (SGB VI) noch der Zuschlag nach § 307d SGB VI, also der Anspruch auf die sogenannte Mütterrente. Das hat das Bundesverfassungsgericht kürzlich entschieden (Az.: 1 BvR 2740/16).

Literaturtipps – EU-Datenschutz-Grundverordnung im Unternehmen – Praxisleitfaden

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird ab dem 25.5.2018 in der gesamten EU anwendbar sein. Es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Umsetzung der neuen Vorgaben. Daher ist es für Unternehmen unabdingbar, sich bereits jetzt mit der DSGVO auseinanderzusetzen. Für die praktische Umsetzung leistet dieser Praxisleitfaden von Wybitul einen wichtigen Beitrag.

Von Tim Wybitul, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2016, 264 Seiten, Preis: 39 Euro

Entscheidungen kommentiert – Benachteiligung von Beschäftigten in Elternzeit

Art. 3 GG, 6 Abs. 1 GG; § 17 Abs. 1, 2 KSchG; § 18 Abs. 1 BEEG a. F.

1.Beschäftigte im Zusammenhang mit ihrer unmittelbar an die durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Elternschaft anknüpfenden Elternzeit vom Anwendungsbereich des Massenentlassungsschutzes auszunehmen, verstößt gegen Art. 3 Abs. 1 GG.*

2.Darin liegt zudem eine nicht gerechtfertigte faktische Benachteiligung wegen des Geschlechts, weil Elternzeit derzeit in höherem Maße von Frauen beansprucht wird.

3.Die Benachteiligung von Beschäftigten mit Sonderkündigungsschutz lässt sich dadurch vermeiden, dass die ihnen gegenüber erklärten Kündigungen so behandelt werden wie Kündigungen, für die die Regeln des Massenentlassungsschutzes gelten.

(Leitsätze der Bearbeiterin)

Entscheidungen kommentiert – Umkleide-/Wegezeiten als bezahlte Arbeitszeit

§ 611 BGB; § 287 ZPo

1.Das Umkleiden ist teil der vom Arbeitnehmer geschuldeten und ihm zu vergütenden Arbeitszeit, wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt, die im Betrieb an- und abgelegt werden muss.

2.Steht fest (§ 286 ZPo), dass Umkleide- und Wegezeiten auf Veranlassung des Arbeitgebers entstanden sind, kann aber der Arbeitnehmer seiner Darlegungs- oder Beweislast für den zeitlichen umfang, in dem diese erforderlich waren, nicht in jeder hinsicht genügen, darf das Gericht die erforderlichen Umkleide- und damit verbundenen Wegezeiten nach § 287 Abs. 2 i. V. m.

Abs. 1 Satz 1 und 2 ZPo schätzen.

Firmenwagen: 1-%-Regelung und Abzug von Benzinkosten sind nebeneinander möglich

Auf dieses Urteil sollten Sie die Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die ein Firmenfahrzeug fahren, unbedingt aufmerksam machen: Auch beim Ansatz der Privatnutzung eines Firmenwagens nach der 1-%-Regelung kann ein Arbeitnehmer die von ihm getragenen Benzinkosten zusätzlich als Wer-bungskosten geltend machen (Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 30.11.2016, Az.: VI R 2/15, veröffentlicht am 15.2.2017).

Firmenwagen: 1-Prozent-Regelung und Abzug von Benzinkosten sind nebeneinander möglich

Auf dieses Urteil sollten Sie die Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die ein Firmenfahrzeug fahren, unbedingt aufmerksam machen: Auch beim Ansatz der Privatnutzung eines Firmenwagens nach der 1-%-Regelung kann ein Arbeitnehmer die von ihm getragenen Benzinkosten zusätzlich als Wer-bungskosten geltend machen (Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 30.11.2016, Az.: VI R 2/15, veröffentlicht am 15.2.2017).

Ist Change das neue Normal?

Wie hat sich Change Management in den letzten 20 Jahren verändert? Warum hat Change Management nach wie vor eine Berechtigung, auch wenn immer wieder das Ende des Konzepts beschworen wird. Intervie mit Christiof Hahn, Trainer im Auftrag des ime zu Cahncen und Risiken im Veränderungsmanagement.

Zertifizierung zum Entgelttransparenzgesetz mit Logib-D Analyse

Mit Logib-D wurden 200 Unternehmen auf die jeweilige Entgeltlücke analysiert.
Mit dem Logib-D-Zertifikat können Unternehmen zeigen, wie niedrig die Entgeltlücke im Unternehmen ist
Die Unterlage stellt die wesentlichen Analyseergebnisse zur Entgeltlücke dar.

Selbstmarketing für Personaler – Personal Branding?

HRM – Das ist die Brücke zwischen Management und Mitarbeitenden, zwischen Jobsuchenden und Talentmanagement, zwischen dem Mitarbeiter und dem Team…- HR-Manager bilden eine Schnittstelle, an der sich Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens herauskristallisieren kann. Wer sieht die HR-Manager? Wer fördert sie? Manchmal hiflt der Blick “über den Tellerrand” – beispielsweise zu unseren Netzwerkpartnern in der Schweiz: Was kann die repräsentative 2017-Studie der GfK zu Personalentwicklung und Arbeitsbedingungen in der Schweiz von 2017 dazu sagen?

Während der Arbeitszeit Netzwerken?

Erst kürzlich berichtete Peter Aeschlimann auf beobachter.ch, dass Schweizer zunehmend online shoppen – und das auch – ja sogar fast schon vor allem – im Büro. Tatsächlich nutzen sie zwar dazu tendenziell die potenziellen Zeiten für Mittagspause und Kaffeepause, doch werden hier selbstverständlich arbeitsrechtliche Fragen berührt. Wie sieht das in Deutschland aus – und wie verhält es sich dann erst mit dem Netzwerken über Social Media und berufliche Netzwerke wie HRM.de?

Offen, schnell und dialogisch

Was bedeutet «Transparente Kommunikation»? Und wie spielen hier Werte hinein? Sollte interne Kommunikation ganz bei HR angesiedelt sein? Persorama fragte bei Prof. Dr. Nicole Rosenberger, Professorin für Organisationskommunikation und Management an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nach.

Wissen teilen – einander weiterbringen – mit eigenen Fachartikeln im Netzwerk punkten

Bei HRM.ch sind wichtige Akteure des Personalwesens unter sich: Rekruiter, HR-Sachbearbeiter, HR-Professionals, HR-Marketeers, HR-IT-Professionals, HR-Automatisation-Profis, Talentmanager, BGM-Profis, Change-Manager….

Wer interessante Erfahrungen in seinem Berufsalltag gemacht hat – neue Erkenntnisse in der Praxisanwendung schildern und auf diese Weise aktiv in Erscheinung treten möchte, erhält mit HRM.ch ein wunderbares Forum, um die eigene Arbeit zu präsentieren.

Die Artikel sind, je nachdem, welche Voreinstellungen Sie für Ihre Daten wählen, WWW-weit auffindbar – oder nur für Mitglieder einsehbar. Sie können also, wenn Sie es so wollen, als Experte auch über das Netzwerk hinaus punkten.

Beziehung ist alles – Netzwerke für HR-Manager

Die einen nennen es Vitamin „B“. Andere tun es, ohne viel Worte und Begriffs-Hypes: Netzwerken. Ohne Netzwerke gibt es keinen Fortschritt – im privaten wie beruflichen Leben. Wie Netzwerke funktionieren und warum sie auch für HR-Manager „über“lebenswichtig sein können – ein Ausblick.

#NewWork17: Die Mitarbeiter in neuen Organisationsmodellen

Sind Ihre Mitarbeiter Anweisungsabarbeiter, Nebeneinanderherarbeiter, Gegeneinanderarbeiter oder Miteinanderarbeiter? In unserer sich zunehmend wandelnden Arbeitswelt gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Führungsriege, Zugehörigkeit, ein Wir-Gefühl und Zusammenhalt unternehmensweit zu fördern. Neue Organisationsmodelle werden dazu gebraucht.

Änderungen durch die Datenschutz-Grundverordnung – Der neue Beschäftigtendatenschutz

Im Mai 2016 trat die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft; ihre Regeln gelten in Deutschland ab dem 25.5.2018. Für das Datenschutzrecht bedeutet die DSGVO eine wesentliche Neuorientierung. Betroffen ist gerade auch der Datenschutz in Betrieben. Es gilt, sich frühzeitig mit den Änderungen vertraut zu machen und darauf vorzubereiten.

Versetzung an anderen Arbeitsort: Direktionsrecht oder Änderungskündigung?

§§ 1 Abs. 2 Satz 1, 2 Satz 1, 4 Satz 1 KSchG; § 106 Gewo;§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB

ist die Änderung des Arbeitsorts vom Weisungsrecht des Arbeitgebers gedeckt, bedarf es zur zuweisung eines anderen Arbeitsorts keiner Änderungskündigung. Sie ist dann wegen der mit ihr verbundenen Bestandsgefährdung unverhältnismäßig, also unwirksam.

Hat der Arbeitnehmer das mit der Kündigung verbundene Änderungsangebot nicht unter Vorbehalt angenommen, ist nach § 4 Satz 1 KSchG auf Antrag des Arbeitnehmers vom Gericht festzustellen, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist.

Die AGB-Kontrolle nach §§ 305 ff. BGB dient nicht dem Schutz des Klauselverwenders vor den von ihm selbst eingeführten Formularbestimmungen.
Er kann sich deshalb gegenüber seinem Vertragspartner nicht auf einen Verstoß gegen das Transparenzgebot (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) berufen.

(Leitsätze des Bearbeiters)

Vor Versand Ihrer Bewerberdaten: „Stimmen Sie hier unseren Datenschutzrichtlinien zu“…

Verfügen Sie über ausreichende Kenntnisse bezüglich der Zulässigkeit von Datenspeicherungen im Rahmen von Bewerbungsprozessen – die 2018 auch noch im Rahmen der EU-Datenschutzverordnung relevant sind? Um welche Daten geht es? Welche Bereiche sollte man dabei intern noch einmal genauer unter die Lupe nehmen?

Zur Erinnerung daher noch einmal ein kleiner Überblick. Einen ausführlichen Überblick und mehr zur (neuen) Datenschutzverordnung lesen Sie in dem AuA-Artikel ‘Änderungen durch die Datenschutz-Grundverordnung – Der neue Beschäftigtendatenschutz’ – auch hier in unserem NL.

Der Tarifvertrag – Handbuch für das gesamte Tarifrecht

Von Prof. Dr. Martin Henssler, Dr. Wilhelm Moll, Prof. Klaus Bepler (Hrsg.), 2. neu bearbeitete Auflage, Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2016, 1.367 Seiten, Preis: 159 Euro

In der arbeitsrechtlichen Normenhierarchie steht direkt unter dem Gesetz der Tarifvertrag, dem Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag und Weisungsrecht folgen. Im Jahr 2015 unterlagen in der BRD 57 % aller Beschäftigten einem Tarifvertrag (48 % Branchen-, 9 % Firmen-TV) und weitere 22 % der Beschäftigungsverhältnisse orientierten sich an Tarifverträgen.

27 % der Betriebe waren selbst an einen Branchen-, 2 % an einen Firmen-TV gebunden und knapp ein Drittel der Betriebe ohne Tarifbindung orientierte sich an Tarifverträgen (Quelle: www.boeckler.de/wsi- tarifarchiv_2257.htm). Die immens hohe Bedeutung des Tarifvertrags liegt damit auf der Hand.

Ausschlussfristen und Mindestentgelt

§ 307 BGB; §§ 9, 13 AEntG; § 2 PflegeArbbV

Eine arbeitsvertragliche Verfallklausel, die auch den Anspruch auf das mindest- entgelt nach § 2 PflegeArbbV erfasst, verstößt im Anwendungsbereich dieser Verordnung gegen § 9 Satz 3 i. V. m. § 13 AEntG und ist insoweit nach § 134 BGB unwirksam.

(Leitsatz des Bearbeiters)

Eine Woche zur Gesundheitssensibilisierung: So bleibt die Leistung für Mitarbeiter steuer- und beitragsfrei

Betriebliche Gesundheitsleistungen werden gefördert: Bis zu 500 € pro Jahr und Mitarbeiter sind lohnsteuer- sowie beitragsfrei. Darüber hinaus sind die Zuwendungen in der Regel aber lohnsteuerpflichtiges Arbeitsentgelt – selbst, wenn Ihr Unternehmen von der Leistung profitiert.

Das gilt auch für eine Sensibilisierungswoche zum Thema Gesundheit, die alle Mitarbeiter absolvieren sollen. Das Finanzgericht Düsseldorf fällte kürzlich ein entsprechendes Urteil (vom 26.1.2017, Az.: 9 K 3682/15 L, veröffentlicht am 30.3.2017).

„Notfall“ Krankenhauspersonal: Sozialversicherungspflicht prüfen

Augen auf beim Vertragsabschluss: Allein die Begriffe “Dienstleistungsvertrag” und “freie Mitarbeiterin” begründen noch kein Dienstverhältnis auf selbständiger Basis, egal wie dünn die Pesonaldecke auch sein mag.

AZ S 10 R 3237/15, SG Heilbronn vom 01.02.2017, veröffentlicht 04.05.2017

Vorsicht: Abgabenfreiheit nur bei Zuschlägen für tatsächlich geleistete Arbeit!

Zuschläge für die Beschäftigung an Sonntagen, Feiertagen oder während der Nacht (SFN-Zuschläge) sind ein prima Anreiz für Mitarbeiter, auch zu diesen besonderen Zeiten motiviert zu arbeiten. Stellen Sie die richtigen Weichen, bleiben die Zuschläge obendrein lohnsteuer- und beitragsfrei.

Hierfür ist allerdings eine ganze Menge Voraussetzungen zu beachten. Fehlt nur eine, besteht – auch rückwirkend – Abgabenpflicht. Dies musste auch ein Unternehmen feststellen, dass seinen Mitarbeitern pauschal für Bereitschaftszeiten Zuschläge gezahlt hatte. Der Bundesfinanzhof erteilte dieser Praxis eine Absage (Urteil vom 29.11.2016, veröffentlicht am 8.3.2017, Az.: VI R 61/14).

Trotz Brexit: Europäisches Sozialrecht gilt vorerst weiter

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland haben am 29. März 2017 das Ausscheiden aus der Europäischen Union (EU) erklärt. Dennoch gilt das europäische Sozialrecht im Verhältnis zum Vereinigten Königreich uneingeschränkt weiter bis der Austritt nach Ende der generell zweijährigen Übergangsphase wirksam wird.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze I – Juni 2017

Kündigung – endgültige Urteile?

Bei den folgenden Fällen dreht sich alles um das Thema Kündigung. Einleuchtend bei Intrigen oder Beleidigungen – knifflig im Falle einer Insolvenz. Wann ein Betriebsrat vom Arbeitgeber ein Smartphone verlangen kann und was gegen eine Arbeitnehmereigenschaft sprechen kann – lesen Sie hier.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze II – Juni 2017 Urlaubszeit und Vertrag auf Zeit

Wer tritt schon gerne beruhigt einen Urlaub an, ohne zu wissen, ob dieser unter einen Entgeltanspruch fällt? Und wie verfährt man mit Teilurlaubsansprüchen? Außerdem: Fristablauf oder Zweckerreichung?

Gerade beim Thema Vertragsbefristungen heißt es, ganz genau darauf zu achten, dass beide Parteien vorab klar über Befristungsgrund- und –ende informiert sind – und der Arbeitgeber vor Überreichung des Vertrags schon unterzeichnet hat…Warum erfahren Sie hier.

AGG: Rekruiting mit dem Arbeitnehmergleichstellungsgesetz – Ist gleich besser als besonders?

Das AGG-Spektrum ist enorm vielseitig. Es fördert u.a. Veränderungen, die längst überfällig sind wie beispielsweise im Hinblick auf Bewerbungsprozesse, Unternehmenskultur, technische Ausstattung und Einrichtung von barrierefreien Webseiten und Gebäuden.

Interessant ist, dass das, was gerne als ein “Extra” für bestimmte Personengruppen angesehen wird, immer allen Mitarbeitenden – und der gesamten Bevölkerung zugutekommt. Also ein Gewinn für alle? Diversity versus Einheitsbrei und Innovationsstau?

Schwerbehinderte und Bewerbermanagement

§ 71 Abs. 1 SGB IX schreibt vor, dass fünf Prozent der Erwerbstätigen schwerbehinderte Personen sein sollten – das wären derzeit in Deutschland eigentlich ca. 2,2 Millionen. Sonst muss ein Ausgleich erbracht werden. Schwerbehinderung ist nicht sofort erkennbar. Ab wann darf das entscheidende Wort fallen? Im Bewerbungsgespräch nicht, aber wann dann?

Schlechte Noten für die Ausbildung?

Bei der Ausbildung behinderter Jugendlicher gibt es den Wissenschaftlern des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge „‘noch Luft nach oben‘.
Die Gründe, die sie anführen, klingen erst einmal plausibel. Doch kurz hinterfragt, ergibt sich ein anderes Bild, das auch Schwächen der Bildungswege in Deutschland und des “Bewerbungs-Matching” insgesamt offenlegen könnte. Bewerbern und Bildungsträgern fehlt die Information, dass Unternehmen Talente suchen – Unternehmen wissen nicht, an wen sie sich hinsichtlich inklusiver und passender Bewerber wenden könnten.

Das Bild hinter dem Wort – Erfolg im Blindflug?

“Da ist ja alles geschwärzt.” Schwarzsehen wird schwerer – in dem Lebenslauf mit gewollten Lücken. Wenn Name, Herkunft, Alter und Geschlecht fehlen – was haben wir dann noch? Wie erfolgreich sind anonymisierte Bewerbungsverfahren? Mehr zum “Film im Kopf”.

Fachkräftemangel in Eigenregie

Es klingt schon fast nach dem üblichen Klischee. Doch eine Studie, die vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) am Donnerstag 17.05.17 veröffentlicht wurde, ergab einmal wieder, dass Frauen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei gleichen Noten und Praxiserfahrungen schlechtere Chancen haben. Dazu erhielten rund 650 Personalverantwortliche aus Ausbildungsbetrieben fiktive Bewerbungsunterlagen.

Von barrierefreier Kommunikation profitieren Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen

Viel häufiger müssten Arbeitnehmer, die zum Thema Barrierefreiheit aus eigener Erfahrung berichten können, zu Wort kommen. Nach dem Motto: Miteinander reden statt übereinander. Wir von HRM.de freuen uns daher sehr, Ihnen im folgenden Interview mit Herrn Bungard einen erfahrenen Praktiker für Barrierefreiheit vorstellen zu können, inklusive seiner aktuellen Broschüre: “Inklusion im World Wide Web – eine Hilfestellung zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten“ zum Download.

Humour Resources – Schräge Stories aus der HR-Welt

Fragen Sie sich auch manchmal, wie es in anderen HR-Abteilungen zugeht? Und wie die Arbeit leichter fallen könnte?

Gerade im beruflichen Umfeld wird lustigen und schrägen Geschichten viel zu wenig Platz eingeräumt. Sie motivieren. Sie inspirieren. Sie berühren.

Manchmal bergen sie einen ernstzunehmenden Kern und weisen eine ganz neuen interessanten Weg für Ihre Onboarding-Prozesse, das Recruiting, Bewerbermanagement, Talentmanagement – und Ihre Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Vorgesetzten. Immer aber sind sie unterhaltend. Und es sind diese Geschichten, die man im Gedächtnis behält wenn man in den Feierabend geht. Sie machen Lust auf mehr:

Gemeinsam mit dem Career Verlag sammeln wir daher unter office@careerverlag.at “Humour Resources – Schräge Stories aus der HR-Welt”.

Gemeinsam Wege ebnen

Auf High-Tech-Messen wie der Cube Tech Fair sieht man Behinderte selten bis gar nicht. Doch wäre das eine wirtschaftliche Win-Win-Gemeinschaft: Gemeinsam mit Behinderten die nötigen Hilfen und technischen Rafinessen zu entwickeln – birgt viel Potenzial für Unternehmen.

Zielgruppen: Personaler, Bewerber, Talente – noch zeitgerecht?

Den Begriff „Zielgruppe“ kennen die Meisten. Doch kennen Sie den Begriff „Bedarfsgruppe“? Diesen Begriff gibt es ebenso lange, doch wird er eher als „Geheimtipp“ gehandelt. Vor allem für HR-Professionals. Was Bedarfsgruppen ausserdem mit Candidate Journey und Candidate Experience zu tun haben – lesen Sie hier.

Personalauswahl sucht Exzellenz – Wie Unternehmen von einem systematischen Bewerbermanagement profitieren

Die besten Mitarbeiter zu finden und diese für das Unternehmen zu gewinnen, wird zum zentralen Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg. Die Zukunft eines Unternehmens entscheidet sich nicht länger nur auf dem Kundenmarkt, sondern immer mehr auf dem Bewerbermarkt. Umso wichtiger ist es, die Herausforderungen im Personalmanagement zu erkennen und im Unternehmen rechtzeitig eine Methodenkompetenz aufzubauen. Das Ziel ist eine exzellente Personalauswahl. Die Basis bildet ein optimaler Prozess, der mit und für Menschen arbeitet.

Intoleranz im Büro: Blind fürs Wesentliche!

Was sind eigentlich unsere häufigsten Vorurteile, und was sind ihre biologischen und sozialen Funktionen? Immerhin “sollen” Vorurteile, so wie Gewohnheiten und Automatismen auch, im biologischen Sinne “Energie sparen”. Doch wie es mit Abkürzungen und Vereinfachungen so ist– auf das soziale Miteinander übertragen, führen uns diese „Energiesparmodi“ leicht ins Abseits.

Portraits zum Themenbereich Inklusion Behinderter in die Arbeitswelt

„Was viele Arbeitgeber nicht wissen: Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, führt nicht unbedingt zu Zusatzkosten und Verdienstausfällen“.
So unterscheidet sich der Arbeitsalltag behinderter Arbeitnehmer häufig in keiner Weise von dem ihrer Kollegen: Mobile Telekommunikation, Skype und mobiles Internet erleichtern den Kontakt und die Kommunikation zu jeder Zeit und von jedem Ort aus. „Jeder, der einen Internetzugang nutzen kann, kann teilhaben“, bestätigt Gehlhaar, Coach und Rollstuhlfahrerin. Kurzum: Die Digitalisierung mit ihren technologischen Innovationen öffnet Türen für die Inklusion behinderter Menschen in die Arbeitswelt.

Outplacement 3.0: “ePlacement on the job” als sanfte Alternative bei Personalabbau

Im Rahmen von Personalreduzierungen hat sich e-Outplacement, im Hause JOBHUNTERS.Online “ePlacement” genannt, tausendfach als wirksame Unterstützung von ausscheidenden Mitarbeitern bei der Neuorientierung bewährt.

Wo sich eine Notwendigkeit für Personalabbau über eine längere Sicht bereits absehen lässt, bietet sich ein frühzeitig einsetzendes “Outplacement on the job” als innovative Option an.

In diesem weiteren Teil geht es vorrangig um die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten.

Von C. Böhnke

ePlacement: Outplacement “on the job” als sanfte Alternative bei Personalabbau

Im Rahmen von betriebsbedingten Freisetzungen hat sich e-Outplacement, im Hause JOBHUNTERS.Online besser bekannt als “ePlacement”, tausendfach als wirksame Unterstützung von ausscheidenden Mitarbeitern bei der Neuorientierung bewährt.

Wo sich eine Notwendigkeit für Personalabbau über eine längere Sicht bereits absehen lässt, bietet sich ein frühzeitig einsetzendes “Outplacement on the job” als innovative Option an.

Von C. Böhnke

JOBHUNTERS.Online – der ePlacement-Pionier firmiert um

Aus dem bereits 2001 in einem Hamburger Vorort gegründeten Pionier der webbasierten Outplacementberatung, JobHUNT-INC. ePlacement-Consultants, ist im Rahmen der Neufirmierung nun JOBHUNTERS.Online geworden.

“Auf das Leistungsangebot des Unternehmens bezogen, bleibt jedoch alles bei dem, was sich seit unserer Gründung als ePlacement-Pioniere 2001 bewährt hat: Individuelle Online-Outplacementberatung als vermittlungsstarke Alternative zu klassischen Transfer- bzw. Sozialplanmaßnahmen” so Christian Böhnke.

Wie Unternehmen zukunftsfit werden? Mithilfe der Digital Natives

In „Fit für die Next Economy – Zukunftsfähig mit den Digital Natives“ erläutert zunächst der Jungunternehmensberater Alex T. Steffen, Jahrgang 1990, wie die Millennials ticken, wie sie arbeiten und welches Umfeld sie brauchen, um auf hohem Niveau produktiv zu sein. Was etablierte Unternehmen daraus lernen können, wie man als Unternehmer, Manager und Mitarbeiter die notwendigen Transformationsprozesse in Angriff nimmt und wie der Weg in die Next Economy zügig gelingt, übersetzt und konkretisiert Anne M. Schüller, Managementdenkerin, preisgekrönte Bestsellerautorin und Business-Coach, als Brückenbauerin zwischen Alt und Jung.

Haftungsfragen und Versicherungsschutz im Home Office

Schon allein der Work-Life-Balance wegen sollte man im Falle einer Home Office-Regelung Privat- und Arbeitsbereiche klar trennen. Doch es gibt noch wichtigere Gründe: der Versicherungsschutz, die Haftungsfrage und der Mieterschutz.

Nicht jeder Unfall im Home Office, auch wenn die dort ausgeübte Tätigkeit arbeitsvertraglich für ein Unternehmen erfolgt, wird als Arbeitsunfall anerkannt. Und erfolgte ein Schaden an den zur Verfügung gestellten Betriebsmitteln fahrlässig oder schon grob fahrlässig? Darüber – und auch über die rechtlichen Hintergründe der Berufsausübung in einer privaten Mietwohnung – müssen Telearbeiter gemäß §2 Abs. 7 ArbStättV ausreichend aufgeklärt werden.

Arbeitsrecht Fr. Dr. Boehm – Aktuelles in Kürze – April 2017

Abgeltungen, Gratifikationen und Anteile: Was alles hierbei zu beachten ist – erfahren Sie in den folgenden Urteilen. Vorsicht auch bei Salvatorischen Klauseln – Rettung ist durch sie nicht immer in Sicht. Dafür droht eine Zwangshaft – wenn der Arbeitgeber nicht bereit ist, von einem übertrieben ironischen Arbeitszeugnis Abstand zu nehmen.

Das Arbeitsschutzgesetz – Die neue Betriebssicherheitsverordnung

Das Arbeitsschutzgesetz ArbSchG findet auf alle Bereiche der Arbeitswelt Anwendung. Einige Arbeitsplätze und Arbeitsmittel erfordern gemäß ArbSchG besondere Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit. Ein Bestandteil des ArbSchG, die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), wurde entsprechend überarbeitet.

Home Office – Attraktive Alternative – oder Hype mit Fallstricken?

Jeder spricht darüber – und weiß im Prinzip, was sich hinter dem Begriff „Home Office“ verbirgt. Doch verstehen wirklich alle das Gleiche darunter?

Für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer eröffnen sich bei dem Thema Home Office zahlreiche Möglichkeiten und Vorteile. Welche Rechtsverhältnisse sind davon u.a. betroffen? Welche Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden, damit das neue Arrangement für alle Beteiligte ein voller Erfolg wird? Was für Vorteile und Hoffnungen, Nachteile und Ängste sowie Rechte und Pflichten erwachsen ihnen daraus? Und können Begriffe wie mobiles Arbeiten, mobile Bildschirmarbeit, Telearbeitsplatz, Home Office und Heimarbeit wirklich, wie häufig die Praxis, synonym verwendet werden?

Arbeitsrecht in der Umstrukturierung. Strategie, Praxis, Vertragsgestaltung

Mit diesem Handbuch ist im November 2016 ein aktuelles Buch von fünf erfahrenen Fachanwälten erschienen, die allesamt über eine ausgewiesene Beratungspraxis im transaktionsnahen Arbeitsrecht verfügen. Die Fortführung als 4. Auflage knüpft an die bisherigen Auflagen an; sie stellt aber eine völlige Neubearbeitung dar, was auch durch den kompletten Wechsel des Autorenteams bemerkbar wird.

Von Dr. Patrick Mückl, Prof. Dr. Michael Fuhlrott, Thomas Niklas,
Dr. Alexandra Otto und Dr. Stefan Schwab,
4. Auflage,
CF Müller Verlag, Heidelberg 2017,
614 Seiten,
Preis: 79,99 Euro

Personalführung

Von Prof. Dr. Jürgen Weibler unter Mitarbeit von Dr. Sigrid Endres, PD Dr. Thomas Kuhn, Matthias Müssigbrodt, Dr. Malte Petersen,
3., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Franz Vahlen, München 2016, 765 Seiten,
Preis: 49,80 Euro

Chance und Risiko zugleich: Von Mitarbeitern generierter Web-Content

Für jeden Mitarbeiter ist es so leicht wie niemals zuvor, ein breites Publikum anzusprechen. Hierzu kann er auf digitale Kommunikationsmittel von unglaublicher Reichweite zurückgreifen, wodurch sich positives wie auch negatives Gerede explosionsartig verbreitet. Und je mehr Digital Natives den Unternehmen zuströmen, desto stärker ist der Effekt.

Die “Big Five” – Fünf mal Gemüse am Tag?

Das Schnitzel zwischendurch. Die Pommes nach einem langen Tag. Die Alibi-Banane und der Schlechte-Gewissen-Salat: Magen-Darm-Probleme und Sodbrennen sind ein Symptom eines gehetzten überoptimierten Arbeitsalltags. Doch dagegen ist ein Kraut gewachsen: Büro-Gardening – oder die neue grüne Welle im Kopf.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement als zentrales Element eines erfolgreichen BGM.

Wie Sie aus BEM mehr machen als nur eine Einzelfallbehandlung.

Seit 2004 sieht das SGB IX das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) als Pflicht für jeden Arbeitgeber vor. Viele Arbeitgeber haben auch inzwischen ein systematisches BEM eingeführt, das für alle unter diese Regelung fallenden Krankheitsfälle sicherstellt, dass ein entsprechendes BEM-Angebot erfolgt.

So wird ermöglicht, dass im BEM gemeinsam mit dem erkrankten Mitarbeiter nach Lösungen für seine Situation gesucht werden kann und dies ist ja auch die hauptsächliche Aufgabe des BEM. Leicht wird dabei übersehen, dass BEM darüber hinaus für das ganze Unternehmen von großem Nutzen ist und wichtige Beiträge zur Organisationsentwicklung und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu leisten vermag.

Best Practice Beispiele – So funktionieren erfolgreiche BGM-Maßnahmen

BGM muss überprüf- und steuerbar sein – und gleichzeitig durch seinen konzeptionellen Rahmen Werkzeuge bereitstellen und Freiräume ermöglichen, mit denen Vorgesetzte wie Mitarbeiter von sich aus tätig und kreativ werden können – und die Ergebnisse in einem Regelkreislauf justieren können. Wir stellen einige Best Practice Beispiele vor. Tauchen Sie ein: in die Vielfalt des BGM.

Erfolgreiches BGM durch bessere Arbeitszeitplanung und Kräfteverteilung

Die Einführung von BGM-Maßnahmen in einer Firma erfordert eine gründliche Vorbereitung und zahlreiche strukturelle Veränderungen. Zu den häufigsten Beschwerdepunkten in Firmen gehören mangelnde Zeitautonomie, Zeitdruck und Stress u.a. durch unklare oder als unfair empfundene Arbeitsverteilung. Personalwechsel, Urlaubszeiten, Auftragsspitzen führen zu weiteren Belastungen. Hinzu kommt ein mangelnder Wechsel aus Anspannung – und Entspannung. Häufig erfolgt die Personaleinsatzplanung rein reaktiv oder manuell in Excel.

Gesunde Führung 4.0

Die Digitalisierung beinhaltet Herausforderungen auch für die »Gesunde Führung«. Welche Risiken für die Gesundheit können Führungskräfte abfedern? Wie können die Themen digital transportiert werden?

Erfolgreiches Recruiting: Mit diesen Online-Tipps erreichst du deine Wunschkandidaten

Soll man die altbekannte Stellenanzeige in der Tageszeitung noch schalten oder ausschließlich online auf Kandidatensuche gehen? Unsere Erfahrung zeigt: Die Kombination aus traditionellen und neuen Recruiting-Kanälen macht’s. Allerdings gibt es einige digitale Trends, die bei Hochschulabsolventen hoch im Kurs stehen. Heute erklären wir dir, warum zuallererst deine Unternehmenskultur eine Auffrischung benötigen könnte und welche Online-Strategien für dein Recruiting erfolgversprechend sind.

“Eigentlich bin ich ja ganz anders…”

Wie uns andere sehen, können wir nicht beeinflussen. Am persönlichen Auftreten können wir aber sehr gut arbeiten. In den Seminaren des Instituts für Management-Entwicklung (ime) trainieren die Teilnehmer deshalb Selbstreflexion und die Fähigkeit, Feedback anzunehmen und zu geben.

Thema – ausreichend Schlaf und Mittagsschlaf im Büro – Wenn im Job die Augen zufallen

Viele Arbeitnehmer erreichen ihr Büro morgens schon wie gerädert. Der Grund: zu wenig Schlaf. Oder die Aussicht auf einen Arbeitstag mit einem hohen Maß an Zeitdruck, unter ständiger Erreichbarkeit und voll des „Brennens für die Sache“ – doch vielfach ohne die Möglichkeit einer Strukturierung der natürlichen Leistungsfähigkeit in „Leistungshochs und Leistungstiefs“ – gemäß angeborenem Biorhythmus. Vicki Culpin von der Business School Ashridge Executive Education führt aus, wie gefährlich für den menschlichen Organismus – jedoch auch den „Organismus Unternehmen“ – Schlafmangel sein kann.

So wie Sie sitzen – So arbeiten Sie

Ihre Sitzposition entscheidet zum einen darüber, ob Sie mit verspanntem Nacken, schmerzendem Rücken, überanstrengten Nervensehnen der Unterarme oder müden Augen abends nach Hause gehen und ob dadurch Ihre Gesundheit, Ihr Wohlgefühl – wie auch Ihre Arbeitsleistung maßgeblich beeinträchtigt sind.

Zum anderen entscheidet Ihre Sitzposition auch darüber, wie Sie in einer Firma „ankommen“ – und weiterkommen. Für Unternehmer entscheidet die Sitzposition u.a. darüber, wie gut Mitarbeiter in Teams kooperieren und harmonieren. Ein Plädoyer für mehr BGM-“Innenarchitektur” in der Personalführung.

Einen „gesunden Vertrieb“ – gibt es so etwas?

Kennen Sie das Dampfkessel-Syndrom? Wer ständig feuert und unter Dampf steht, explodiert, oder der Dampf geht einfach aus. Wer Leistungssteigerung auf gesunde und vernünftige Art erreichen möchte, sollte sich an ganz einfach physikalische und biologische Gesetze halten, die folgendes diktieren: Quantität geht nicht ohne Qualität. Und Leben und Arbeiten bedeutet Rhythmus. Den Wechsel zwischen Anspannung und – Entspannung. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.

Betriebsratstätigkeit: Gelten Arbeits- und Ruhezeiten gemäß ArbZG wie bei anderen Mitarbeitern auch?

Was passiert, wenn ein Betriebsrat aufgrund seiner Tätigkeit „Überstunden“ macht? Müssen sie vergütet werden? Ist der Abeitgeber nicht auch verpflichtet, ja verantwortlich dafür, dass gesetzliche Ruhezeiten eingehalten werden? Dazu gibt es seit Januar 2017 ein neues BAG-Urteil – doch ist die Beurteilung des Sonderstatus eines Betriebsrats gegenüber der Gesetzeslage bis heute eine Gratwanderung und bietet noch Klärungsbedarf.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze – März 2017- I von Rechtsanwältin Dr. Böhm

Recht auf süß oder sauer?

Heute haben wir es u.a. mit zwei Fällen zu tun, in denen BAG und EuGH zum Thema Diskriminierung Stellung beziehen mussten. Betriebsvereinbarungen und betriebliche Übung spiel(t)en auch bei dem „Recht auf Marzipantorte“ eine Rolle. Und ob allein die Statusänderung eines XING-Profils einem angesäuerten Arbeitgeber die fristlose Kündigung gestattet? Lesen Sie hier.

Was ist ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm?

Mitarbeiterempfehlungsprogramme sind so konzipiert, dass Mitarbeiter Vakanzen des Unternehmens in ihren sozialen Netzwerken teilen. Sobald sich ein Kandidat über ihren Link bewirbt, kann der jeweilige Mitarbeiter ihn nach beruflichen und persönlichen Kompetenzen bewerten. Das Feedback wird an die Recruiter weitergeleitet, die durch so eine persönliche Empfehlung schnellere und bessere Entscheidungen treffen können.

Unmotivierte Mitarbeiter zerstören Teams

Inkompetente Führungskräfte werden oft als Grund für mangelnde Teamleistungen genannt. Dabei wird vergessen, dass ein Team auch abgesehen von übergeordneter Führung stimmig sein muss. Was bedeutet, dass Teammitglieder harmonieren und sich ergänzen müssen, um gemeinsam erfolgreiche Leistungen erbringen zu können. Ein Mitarbeiter, der nicht zur Unternehmenskultur passt, Gerüchte verbreitet, seine Leistung auf das Notwendigste reduziert und schlechte Stimmung verbreitet, kann durchaus auch für mangelnde Motivation und Misserfolge innerhalb eines Teams verantwortlich gemacht werden.

Das neue Flexirentengesetz – (Befristete) Beschäftigung von Rentnern im Unternehmen

Der Bundestag hat im Oktober 2016 das Flexirentengesetz beschlossen.Damit hat der Gesetzgeber angesichts steigender Lebenserwartung auf den Wunsch vieler Arbeitnehmer reagiert, den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente flexibler und eine Weiterbeschäftigung über die Regelaltersgrenze hinaus attraktiver zu gestalten.Teile des Gesetzes sind bereits zum 1.1.2017 in Kraft getreten.

Keine Diskriminierung durch Ablehnung einer Scheinbewerbung

Eine Bewerbung allein mit dem Ziel, den formalen Status eines Bewerbers zu erlangen, um im Falle einer Ablehnung eine Entschädigung zu beanspruchen, fällt nicht unter den Schutz der Gleich- behandlungsrichtlinien 78/2000/EG und 54/2006/EG. (Leitsatz des Bearbeiters)
RL 78/2000/EG; RL 54/2006/EG;§§ 1, 2, 6, 7, 15 AGG

BDSG/DSGVO – Kommentar zum BDSG und zur DSGVO sowie den Datenschutzbestimmungen des TMG und TKG

Wie heikel das Thema Datenschutz ist, mussten etliche Unternehmen leidvoll erfahren, die wegen Datenschutzskandalen am Pranger standen, u. a. die Deutsche Bahn (Datenscreening), Lidl, Schlecker, Aldi und Apple (Videoüberwachung), Telekom (Abhören) oder Daimler (Drogentests). Öffentlichkeit, Medien und Datenschutzbeauf tragte/ -behörden sind sensibilisiert, die Verfol-gung hat zugenommen und die Bußgelder steigen.

Nachlässigkeiten oder gar bewusste Rechtsverstöße haben nachhaltige Imageschäden, Bußgelder (Lidl: 1,5 Mio. Euro für heimliche Videoüberwachung 2008) und Schadensersatzansprüche (vgl. Hess. LAG, Urt. v. 25.10.2010 – 7 Sa 1586/09, AuA 11/11, S. 681) zur Folge. Das Thema Datenschutz betrifft schon heute nahezu sämtliche Bereiche des unternehmerischen Geschäftsverkehrs.

Von Dr. Kai-Uwe Plath (Hrsg.), 2. neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2016, 1.648 Seiten, Preis: 139 Euro

Exzellente Personalauswahl

Wie Sie die besten Mitarbeiter finden und für Ihr Unternehmen gewinnen. Von Thomas Völkl, SchmidtColleg Verlag, Berlin 2016, 224 Seiten, Preis: 24,80 Euro.

„Jeder Mensch braucht einen Boxenstopp“ – Seelische Gesundheit in Zeiten der Digitalisierung

Unter dem Diktat ununterbrochener Erreichbarkeit per E-Mail, SMS, Nachrichten-Ticker & Co. verlernen wir zunehmend, zu entspannen und Grenzen zu setzen. Doch nur, wenn wir uns erholen können – sind wir auch wieder leistungsfähig.

Die Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, sollten aus interdisziplinärer Sicht der Bereiche Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Arbeitspsychologie sowie aus Sicht des Leistungsfähigkeitsmanagements beleuchtet, unterstützt und gefördert werden. Dreh- und Angelpunkt des modernen Arbeitens ist nicht die Technik, sondern der Mensch.

Gemeinsames Lernen bereitet auf Führung vor

Nachwuchsführungskräfte wünschen sich zu Beginn ihrer Karriere neben Klarheit über die Anforderungen an eine Führungskraft die Möglichkeit zum kollegialen Austausch. Das ime kommt diesen Interessen mit speziellen Seminarformaten für Nachwuchsführungskräfte entgegen.

Urlaub verfällt nicht – bis über den Tod hinaus?

Am 14. Februar 2013 (Az. 16 Sa 1511/12) verhandelte das LAG Hamm den Fall einer Witwe, die gegen den ehemaligen Arbeitgeber Ihres Mannes klagte: Er war 2010 nach schwerer Krankheit verstorben – und konnte seinen Urlaub, der auf ca. 140,5 Tage angewachsen war, nicht nutzen. Die Erbin verlangte nun von der beklagten Firma den Urlaubs-Gegenwert ein, umgerechnet ca. EUR 16.000.

Streitthema Urlaubsansprüche

Jetzt in der ersten Jahreshälfte geht und ging es in vielen Betrieben darum, Urlaubsansprüche noch geltend zu machen und neue anzumelden. Viele Arbeitnehmer machen Urlaub in der EU – und EU-Recht scheint plötzlich in der Urlaubsrechtsprechung zunehmend eine Rolle zu spielen. Wie kommt das? In welchen Fällen?

Wann und wie lange gelten Urlaubsansprüche überhaupt? Was gilt bei einem längeren Krankheitsfall? Was gar bei Todesfall? Ein Ausblick dazu in unserem kleinen Round-up „Urlaubsansprüche“ in der Einleitung hier mit Ausblick auf EU-Rechtssprechung – und dann in drei Kapiteln:

I Urlaubsansprüche und Übertragungsfristen bei längerer Krankenzeit
II Vererbarkeit von Ansprüchen aus bezahltem Jahresurlaub bei Todesfall?
III Urlaub für Minijobber?

Krank im Urlaub (Pflichten und Rechte)

Kein eingerissener Fingernagel – sondern ein verrenkter Fuß mit Bänderriss beim Lieferfahrer, eine Grippe der Verkaufsleiterin, ein schwerer Unfall, der längeres Sitzen unmöglich macht für die Sachbearbeiterin – Krankheit und Urlaub schließen sich aus. Trotzdem kann für alle Beteiligten alles zur Güte geregelt werden – wenn folgende Punkte beachtet werden.

Stellenanzeigen schnell generieren und streuen

Moderne Bewerbermanagement-Systeme wie HR4YOU-TRM unterstützen die Personalabteilung dabei Stellenangebote schnell zu erstellen und von den jeweiligen Fachabteilungen freigegeben zu lassen. Das passiert entweder per Mail/Link oder einen eigens für die Fachabteilungen eingerichteten Zugang. Die Stellenanzeigen werden dabei vom Layout und Design her ans CI des Unternehmens angepasst und über einen Datenstrom direkt in die Website des Unternehmens eingebunden

Talentmanagement: Die (alte) neue Chance für das HR

Talentmanagement (TM) ist die tragende Säule eines HRM der Zukunft. Das klassische HRM wandelt sich – und tritt damit klar aus den Lohn-/Stellenanzeige-/Bewerber-/Einladen-/Routine-Tätigkeiten heraus. Im Idealfall bekommt es personell, finanziell wie institutionell eine klar definierte und exponierte Funktion und Position: als Talentmanager. Dabei reicht es nicht aus, zu sagen: „Frau X, machen sie mal, schauen sie, wer hier gute Zahlen bringt“, sondern es bedarf eines ganz bestimmten Vorgehens, das eng mit der Unternehmensstrategie vernetzt ist.

HR sucht den – Super Recruiter?

Die Bandbreite innerhalb derer sich HR-Manager spezialisieren können, erstreckt sich auf: Talentmanagement, Social-Media-HR, Digital Recruiting, Diagnostic-Experten, HR-Coaching, Vergütungs-Experten, HR-Strategen, HR-Marketing, HR-Consulting und HR-Vertrieb sowie Experten für internationale Beziehungen. Brauchen wir jetzt den Super-Recruiter?

Film ab: Recruiting mit Video & Co

„Emotion sells“, das heißt: „Soft Skills“ und Unternehmenskultur auf der einen Seite – und Bewerberpersönlichkeit mit hard facts auf der anderen Seite. Unternehmenswebseite hier – Blog-Präsenz mit Themenexpertise und Followern dort. Die neue Bewerberwelt der Generationen Y und Z fordert heraus. Doch Kreativität, Bilder und Know-how müssen hart erarbeitet werden.

Mitarbeitertreue mit Verfallsdatum – Befristete Verträge

Befristete Arbeitsverhältnisse bieten Arbeitgebern eine Reihe Vorteile, vor allem, wenn das Unternehmen eher auf kurzfristige Ziele setzt und nicht auf langfristig andere Ziele wie Talentmanagement oder positive Unternehmenskultur. Mitarbeiterzahlen können damit beliebiger und flexibler an- oder absteigen, abhängig von den Vertriebszahlen. Die Krux: Wer fühlt sich angekommen und angenommen, geschätzt und respektiert – und gibt das dem Unternehmen entsprechend wieder zurück – wenn gleichzeitig erwartet wird, dass er ab einem bestimmten Datum seinen Tisch leerräumt für den Neuen.

Diversity Management und Unternehmenskultur

Fit für den Cultural Fit?

Jobfitness ist das eine. Cultural Fitness das andere. Immer mehr Unternehmen gestalten ihre Anzeigen so, dass sie darin aufführen, was es bedeutet, bei ihnen zu arbeiten, wie es sich anfühlt, welche Werte ihnen wichtig sind. Sie punkten mit ihrer Unternehmenskultur – und suchen bewusst nach Bewerbern, die in Charakter, Zielen, Lebens- und Arbeitsweise zu ihnen passen. Die „Passung“ erfüllen dann plötzlich Bewerber, die früher auf den ersten Blick aussortiert worden wären. Hier ist Diversity Management gefragt. Ein Vor- oder Nachteil?

Kurs auf zufriedene Mitarbeiter – mit dem Glückskompass

Bei Segelschiffen liegt die Steuerung oft vor dem langen Bug. Sie wollen Ihr Unternehmensschiff Richtung Mitarbeiterzufriedenheit und damit Richtung Unternehmenserfolg steuern? Hierzu gibt es zahlreiche Studien mit guten Checklisten, auch hier in diesem Newsletter – und in diesem Artikel. Doch keinen Stress. Vergessen Sie Hollywood-reife Manöver mit wildem Drehen am Steuerrad. Beim Segeln reichen auch nur wenige kleine und sehr feine Korrekturen – um einen großen Wirkungskreis mit dem langen Bug zu erzeugen. Sichten Sie die Fakten. Und wählen Sie den für Sie passenden Kurs. (Mit Arbeitshilfe als Download)

Wertschätzung für Mitarbeiter – Richtig Loben: aber wie?

Es ist wunderbar. Herr Solotur arbeitet absolut zuverlässig. Seine Scores für „Selbststeuerung, selbstbestimmtes Arbeiten, Selbstmotivation und Selbstregulation sind sehr hoch. Auch ist er wunderbar resilient. “Solch motivierte Mitarbeiter lob ich mir”, so der Chef zufrieden. Hier braucht er nicht „dran“ zu bleiben, zu drängen, zu coachen, zu hinterfragen. Und da ist dieser andere Mitarbeiter, der mitdenkt, der aneckt, der Fehler findet, der kreative Lösungen bringt. Auch er ist motiviert. Doch plötzlich kündigt er. Wusste er nicht, wie wichtig seine Arbeit dem Unternehmen war? Wie sehr man ihn schätzte?

Der perfekte Mitarbeiter: Was ist ein Talent? Der Versuch einer Begriffsklärung

Wie man Talenten begegnet, hat sehr viel damit zu tun, was wir unter dem Wort Talent – und der entsprechenden Fähigkeit und der damit gesegneten Person verstehen – und wie wir selber mit dieser Tatsache umgehen können (und wollen). Wir haben 18 Möglichkeiten der Definition und Interpretation differenziert. Sicher fallen auch Ihnen noch weitere Alternativen ein.

Insofern bietet es sich an, für sich selber – und mit anderen Beteiligten in der Firma – zu klären, was man unter „Talent“ versteht: Begabung, messbaren Erfolg, generell fähige gebildete junge Leute, alte Hasen, Multitasker, bestimmte Experten, Ausnahme-Personen und Universalgenies, eierlegende Wollmilchsäue (für die so wunderbar unklar definierten und für Mitarbeiter daher schwer zu bewältigenden „Allrounderstellen”), bewährte Leistungsträger…?

Kündigungen. Chance oder Fluch?

Wie kann ein HR-Professional, offiziell mit Talent-Management betraut, Kündigungen vorbeugen?

Ist ein HR-Professional, der mit Talent-Management betraut wurde, auch mit echten Projektleiter-Handlungsbefugnissen ausgestattet, kann er sehr effektive multifunktionale Maßnahmenpakete packen, um gute Leute zu halten – weiter zu qualifizieren – und neue Talente hinzuzugewinnen. Sicher, einige Maßnahmen benötigen mehr Zeit als andere. Wir wollen hoffen, dass die Unternehmensführung das mitträgt, sonst stehen alle Maßnahmen kaum angelaufen – schon wieder vor dem Aus. Und damit stünden sie dann da, wo sich viele Arbeitnehmer sehen, wenn sie kündigen.

Underachiever oder Overachiever?

Ob ein Mitarbeiter kann – aber nicht will. Ob er träge ist oder einfach nur ein sich vom Beurteiler-Temperament unterscheidender, langsamer – jedoch gründlicher Mitarbeiter. Ob er unzuverlässig ist oder einfach nur überfordert, verängstigt, vergesslich – oder unorganisiert – wer will das wissen? Ob jemand nicht gut sein kann oder darf – oder sich als Glücksgriff und Überflieger erweist, ist bisweilen schwer zu unterscheiden. Trotzdem grassiert dieser Begriff: „Underachiever.“ Was sagt das über den Kandidaten aus? Und was über das Unternehmen? Eine Herausforderung sind sie auf jeden Fall: die Mitarbeiter „mit Prädikat: wertvoll“ und jene Mitarbeiter für die „Abschussliste“. Doch die Unterscheidung lohnt sich. Eine kleine Typologie.

Arbeitsrecht NL 1 Frühjahr 2017 – Aktuelles in Kürze I

Wer zahlt und leistet was wann? Und mit wessen Einverständnis?

Mr. President, der Betriebsrat bestimmt bei Facebook-Einträgen mit! Muss ein Betriebsratsmitglied nach seinem Dienst auch Ruhefristen einhalten können, bevor es für den Betriebsrat tätig wird? Kann die bloße Möglichkeit einer Benachteiligung einen Schadensersatzanspruch nach § 15 AGG begründen? Außerdem: Erfüllt eine In-vitro-Fertilisation den Sachverhalt eines Krankheitsfalls? Dies und noch viel mehr zur aktuellen Rechtsprechung hier auf HRM.de.

Arbeitsrecht NL 1 Frühjahr 2017 – Aktuelles in Kürze II

Neues zu (Massen-)Entlassung und Betriebsübergang

Stichwort „(Massen-)Entlassungen“: Welche Besonderheiten gelten aufgrund von Sonderkündigungsschutz? Und wie muss der Betriebsrat bei einer anstehenden Massenentlassung informiert werden?

Kann ein „hochkorrigiertes“ Zeugnis schaden? Ist eine außerordentliche Kündigung bei Überschreitung von Minusstunden gerechtfertigt? Und was muss bei einem Betriebsübergang noch alles beachtet werden? Lesen Sie hier:

Einmal so richtig auf die Pauke hauen?

Fastnacht feiern im Büro: Lustige Hüte, Clownsnasen, Hexen- oder Piratenkostüm, abgeschnittene Krawatten. Was kann, darf, soll und muss das Arbeitsrecht dazu sagen? Ist nicht gerade zu dieser Zeit ein wenig „Anarchie“ ganz erholsam?

Das Management unter Druck: die HR-Trends in 2017

Die Digitalisierung schaltet gerade den Turbo ein. Die Umbrüche in der Arbeitswelt sind kolossal. Doch in klassischen Unternehmen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Verstaubte Managementmoden, Command & Control-Mechanismen, Hierarchiegehabe, tradierte Karrierewege, eine antiquierte Führungskultur und anderes Uraltzeugs sind der Beleg. Drei Maßnahmen, um das schnell zu ändern, zeigt dieser Beitrag.

Digitalisierung und Arbeitszeit

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Strategieberatungen und Banken prophezeien, dass das Verschlafen der Digitalisierung zwangsläufig zu einer Verdrängung vom Markt führen wird. Es heißt also, das Thema ernst zu nehmen. Auch HR muss hier Lösungen anbieten. Die Arbeitszeit spielt dabei eine der Schlüsselrollen. Welche Flexibilität lässt das ArbZG zu und was kommt aus Berlin?

Mitbestimmung bei betrieblichen Bildungsmaßnahmen

§ 98 Abs. 1 BetrVG 1. Absolvieren befristet entsendete Mitarbeitereiner ausländischen Tochtergesellschaft Schulungen und Fortbildungen in der deutschen Muttergesellschaft, so steht dem dort gebildeten Betriebsrat kein Mitbestimmungsrecht nach § 98 Abs. 1 BetrVG zu, weil es sich nicht um eine „betriebliche“ Berufsbildungsmaßnahme handelt. Ausschließlich externe Arbeitnehmer betreffende Schulungen und Fortbildungen finden nicht für den Betrieb des Arbeitgebers statt.

2. Es ist ohne Belang, ob die Entsendung der zu schulenden Arbeitnehmer dem AÜG unterfällt. (Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Beschluss vom 26. April 2016 –1 ABR 21/14

Anspruch auf tabakrauchfreien Arbeitsplatz

Rechtsprechung Entscheidungen kommentiert

§ 5 ArbStättVO; § 2 HessNRSG Nach § 5 Abs. 1 Satz 1 ArbStättV hat der Arbeitgeber die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt werden. Bei Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr muss der Arbeitgeber nach § 5 Abs. 2 ArbStättV nur insoweit Schutzmaßnahmen treffen, als die Natur des Betriebs und die Art der Beschäftigung es zulassen.

(Leitsatz des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 10. Mai 2016 – 9 AZR 347/15

Trends in der Arbeitswelt 4.0

Die Veränderungen unserer Arbeitswelt schlagen sich u.a. in neuen Formen der Kommunikation, des Lernens, der Bürogestaltung sowie neuen Herausforderungen für den Datenschutz, der technischen Ausstattung und neuer Aufgabengebiete für das HR nieder. Wie Umfragen und Studien diese Trends widerspiegeln, lesen Sie hier. Ob mobile Arbeitsformen, Büros mit Plug-in-Arbeitsplätzen, Arbeiten in der Cloud, neue Bürostrukturen und offene, transparente Baustrukturen, Smart-Office-Applikationen, Schnittstellen-Verbesserung zwischen IT und HR: Der Markt der (digitalen) Möglichkeiten ist eröffnet.

Kommunikation 4.0. Wo liegen Nutzen und Grenzen neuer Medien?

Facebook, XING, Instagram, E-Mail, E-Book, E-Paper, E-Board, Skype, Navigator-Services, Cyper-Crime, Intranet, Internet & Co. Ein Markt der Möglichkeiten.Twitter kündigte Mai 2016 an, dass man jetzt alle 140 Zeichen zur Verfügung hat, um eine Nachricht zu verfassen. Millionen nutzen sie, mit zum Teil verblüffender positiv demokratischer und hochaktueller Kreativität. Doch auch der Kopf eines Landes nutzt sie, um regierungsrelevante Kommentare zu veröffentlichen. In der Kürze liegt die Würze? Oder die Gefahr des Missverständnisses und der Polarisation? Wer darf, wer sollte was wann nutzen? Und wann besser nicht? Wie nutzen wir das hohe Potenzial digitaler Daten-Vernetzung? Wo ermöglichen wir Missbrauch? Wie wichtig ist Datenschutz? Was ist unsere Verantwortung?

0,5 + 0,5 = 1! Mehr Leistung durch Job-Sharing

Diese Formel ging für Jana Tepe sowie Anna Kaiser, beide Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Tandemploy, definitiv auf. Beide haben sich selbst über ein selbst organisiertes Job Sharing getroffen, sie wollten sich eine Stelle teilen. Der Arbeitgeber war beeindruckt von der Lösung und ihrer Initiative und ging darauf ein.

Führung im digitalen Zeitalter

Hätten Sie’s gedacht? Noch nie sollten Führungskräfte analoger sein als heute

Analog handeln im digitalen Zeitalter? Ein Widerspruch? Mitnichten. Obwohl gerade Führungskräfte gerne den hohen Eigenanspruch haben, mit ihrem Fachwissen und operativen Wissen immer auf dem Stand der Zeit sein. Ihr Anspruch: immer vor den Mitarbeitern „die Nase vorn“ zu haben. Damit sie angemessen kontrollieren und nachvollziehen können, was die Mitarbeiter tun, damit sie sie u.U. auch anleiten können.

Doch das ist ein Anspruch, der mehr denn je – zu Recht – unmöglich ist und mehr denn je in die Überforderung führt, ja führen muss. Die „Halbwertszeit“ digitaler Technik und digitalen Wissens ist dafür einfach zu kurz, Wissens- und Technikzyklen laufen immer schneller. Selbst eingefleischte Social Media-Experten und IT-Insider müssen ständig dazulernen, spezialisieren sich nur auf Teilgebiete und müssen deutlich priorisieren.

Roboter 4.0 Sie werden nicht müde und widersprechen nicht

Nehmen uns die Roboter die Arbeit weg? Vom Menschen in der digitalen Fabrik

Sie geht wieder um, die Angst vor der Massenarbeitslosigkeit, die Befürchtung, dass Maschinen uns die Arbeit wegnehmen. Zuletzt warnte der amerikanische Sachbuchautor Martin Ford („Aufstieg der Roboter“) bei einer Podiumsdiskussion in Wien davor, dass mittelfristig die Hälfte aller Jobs durch Digitalisierung und Automatisierung verschwinden könnte. Der Autor gehört zu einer ganzen Reihe von Kommentatoren, die massenhafte Jobverluste durch Digitalisierung und Automatisierung prognostizieren. Wie berechtigt sind solche Szenarien? Welche Risiken birgt die Entwicklung in Richtung Industrie 4.0?

Qualifizierung 4.0 rettet unsere Arbeitsplätze

Ein Gespräch mit Frank Riemensperger

Nur mit Qualifizierung lässt sich der Sorge begegnen, im Beruf nicht mehr mitzukommen. Vielleicht sollten Führungskräfte und HR ihre Mitarbeiter auch zuweilen ermutigen, auf ihre Ressourcen zu vertrauen. „Wir alle sind in den letzten 10 Jahren im Privaten Profis darin geworden, wie man ein Smartphone mit hunderten von Apps bedient“, kommentiert Frank Riemensperger. „Wir haben sogar positive Erfahrungen damit gemacht. Das können wir auch im Arbeitsleben.“

Digital Addicts im Digital-Detox-Camp

Surfen bis der Arzt kommt – Wenn zu viel Digital krank macht

Über eine halbe Million Menschen in Deutschland sind internetsüchtig. Eine Sucht vergleichbar mit Nikotin- oder Alkoholsucht. Viele Jugendliche (jeder 20. Jugendliche ist ein Smombie [Kombi aus Smartphone und Zombie] laut Studie der Krankenkasse DAK in Zusammenarbeit mit Forsa) und immer mehr Erwachsene. Über ihr Smartphone, ihr Laptop, iPad oder ihren PC vergessen sie alles. „Andere Lebensbereiche verlieren ihre Bedeutung. Sie verbringen mehr Zeit im Internet als gut für sie wäre“. Sie vernachlässigen Beziehungen, Gesundheitsfürsorge, geraten in Schlafmangel und Zeitnot, verlieren die Kontrolle über ihr Leben – alles Merkmale einer Sucht oder zumindest schon eines problematischen und krankheitswerten Verhaltens.

Überqualifizierung: Im Teufelskreis der Weiterbildungen

Überqualifizierung ist in den letzten Jahren zu einem schwierigen Thema geworden. Immer mehr Menschen werden für Jobangebote auf Grund von Überqualifizierung abgelehnt. Doch stellt dies ein echtes Problem dar, oder ist es einfach eine faule Ausrede?

Arbeitsmodelle 4.0: Zwei Beispiele Jobsharing- und Crowdsourcing-Plattformen – Die Intelligenz und Arbeitskraft Vieler nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten, zu neuen Mitarbeitern zu kommen. Das klassische Recruiting und der Einsatz von Personal in Vollzeit, Teilzeit, der Einsatz von 450-Euro-Jobbern oder von Arbeitsagenturen geförderter Personal-Zuweisungen, von Mitarbeitern über Personaldienstleister oder von Freelancern und Selbständigen. Doch es geht auch anders. Wir stellen zwei moderne Arbeitsmodelle und ihre Netzwerke vor: Crowdworking- und Jobsharing-Portale.

Evolution 4.0 – Der alte neue Arm der Technik

Die Gefahr durch Saurier ist weitgehend gebannt. Auch kämpfen wir nur noch selten gegen das Erfrieren. Wenn unsere Finger über die Tastatur huschen und schon Kleinkinder lässig die Wischbewegung moderner Touchscreen-Jünger auf der Fernbedienung demonstrieren, hat die Evolution des Menschen Schritt gehalten – mit den modernen Anforderungen der Digitalisierung.

Die digital-optimierte Stellenanzeige 4.0

Von der Anzeige bis zum Auswahlverfahren bietet die Digitalisierung tatsächlich eine Reihe Vorteile, die den HR-Arbeitsalltag erleichtern und die Chancen erhöhen könnten, qualifizierte Bewerber zu erreichen und auszuwählen. Die Stichworte hier: Suchmaschinen-Optimierung (SEO) , damit Ihre Stellenanzeige im Netz besser gefunden wird und sich ihre Reichweite erhöht. Mit Eye-Tracking passen Sie Ihre Anzeige an das Leseverhalten Ihrer Zielgruppe an.

Schneechaos. Zuspätkommen. Verlorene Arbeitszeit. Was tun?

Grundsätzlich gilt: Das Wegerisiko trägt der Arbeitnehmer

Die Bilder der letzten Tage zeigten frierende Menschen an Haltestellen von Bus und Bahn – doch nicht jeder kam dann auch pünktlich zur Arbeit. Wenn Eisregen oder Schneefall Oberleitungen lahmlegen, die Autobahnen unbefahrbar machen, ein Sturm Bäume entwurzelt, dann liegt ja keinerlei schuldhaftes Verhalten beim Arbeitnehmer vor. Für Unwetter kann er nichts. Und doch muss er selbst dafür Sorge tragen, dass er rechtzeitig von seinem Wohnort aus zum Arbeitsort gelangt. Andernfalls hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, den Lohn, für die nicht geleistete Zeit einzubehalten. Allerdings lohnt sich hier auf jeden Fall zuvor der Blick in Tarifverträge oder entsprechende Betriebsvereinbarungen/Compliance-Regelungen, denn dort könnten u.U. abweichende Regelungen für diese Fälle festgeschrieben sein.

Achtung: Eine neue Pauschale droht

Zahlungsverzug kann teuer werden
Bislang wurde der neuen Verzugspauschale i. H. v. 40 Euro sowie weiteren gesetzlichen Neuregelungen im Bereich des Zahlungsverzugs wenig Beachtung geschenkt. Dies verwundert doch sehr, da die Gesetzesänderungen für den Arbeitgeber zukünftig u. U. sehr teuer werden könnten, wenn er das Gehalt seiner Arbeitnehmer in zu geringer Höhe oder zu spät ausbezahlt.

Kündigung im Arbeitsrecht Ein Leitfaden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Von Dr. Michael Meyer, 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2016, 344 Seiten, Preis: 42 Euro
Wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer im gesamten Kündigungsprozess versiert und rechtssicher vorgehen, stellt dieser Leitfaden (Band 45 aus
der Reihe „Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis“ – ARP) komprimiert zusammen, mit vielen nützlichen Praxistipps, Antrags- und Schriftsatzmustern.
Die 2. Auflage bringt alle Inhalte auf den neuesten Stand, selbstverständlich unter Berücksichtigung der jüngsten (BAG-)Rechtsprechung. Grundlegend neu gestaltet wurde u. a. der so zialversicherungsrechtliche Teil; auch zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) finden sich wichtige Erweiterungen

Rechtssprechung akutell: Überwachung des Betriebssrats Vertrauenssache?

§§ 40 Abs. 2, 2 Abs. 1 BetrVG Selbst wenn die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Anschlüsse an Internet, E-Mail und Telefon die technische Möglichkeit der Überwachung bieten, hat der Betriebsrat keinen Anspruch auf Einrichtung eines separaten und unkontrollierbaren Anschlusses.
(Leitsatz des Bearbeiters)

Organizational Flow I Der leichte Weg zur Höchstleistungsorganisation

Von Gustav Greve, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2016, 265 Seiten, Preis: 34,99 Euro (eBook 26,99 Euro)
Gustav Greve ist seit dreißig Jahren Unternehmensberater, davon gut zehn Jahre selbstständig tätig. Er war Vice President International bei Arthur D. Little und Vorsitzender der Geschäftsführung der Prognos AG, Basel. Mit seinem Buch „Organizational Burnout“ bestimmt er seit 2010

HR4YOU Infoveranstaltungen

Auch in diesem Jahr besucht HR4YOU wieder viele große Städte und stellt Ihnen die Softwarelösung vor, mit der Ihr Unternehmen noch effiziente Personalarbeit verrichten kann.

Enterprise 2.0 & Social Networks in der Rekrutierung

Enterprise 2.0 bezeichnet den zukunftsorientierten Einsatz sozialer Technologien sowie dynamischer Managementmethoden. Ziel ist es, das heutige meist statische Intranet »lebendig« zu machen, Kunden, Abteilungen und Mitarbeiter untereinander zu vernetzen und damit das Wissen des Unternehmens zu fördern. Betriebsinterne Netzwerke werden schon heute gern und oft genutzt. Diese kommunikative Verknüpfung ist heute kein Trend mehr. Es ist da. Zahlreiche Unternehmen haben erkannt, dass das »Mehr-Wissen der Firma« einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichert. Die Kurzformel lautet:
Damit alles (Wissen) auffindbar und nutzbar wird, sollte alles, was sich digitalisieren lässt, entsprechend transformiert werden.

HR lässt sich in einem solchen Schlüsselthema (wieder einmal) oft vertreiben, schaut weg oder läuft hinterher. Selten, dass HR hier einen aktiven treibenden Part übernimmt. Zu hart formuliert? Aber wahr. Das zeigen zahlreiche Studien: HR ist in diesem Thema nicht gut aufgestellt. Zwar ist IT der Treiber, aber nicht erfolgreich, weil vergessen wurde, die Mitarbeiter ‒ und HR ‒ auf diese wichtige interne Reise mitzunehmen. Daher der Appell: Liebe HR-ler, bitte positioniert Euch! Jetzt! Ihr habt hier alle Hebel zur Verfügung, Eure Unternehmen im Wandel zu begleiten. Erklärt dem Management bis hin zum Pförtner, warum es wichtig ist, Wissen zu heben und zu verteilen.

Hier geht´s zum Artikel: http://www.rexx-systems.com/news/enterprise-2-0-der-einsatz-sozialer-netzwerke-in-unternehmen.php?cp=tn

Digital ‒ so geht HR heute

Autor: Tjalf Nienaber

Bis in die 90er Jahre kam er zweimal im Jahr: der Quelle-Katalog. Doch die Zeit der über 1.500 Seiten starken Kataloge ist vorbei. Versandunternehmen wie OTTO, amazon oder conrad electronic haben ihre Angebote digitalisiert und bieten so ihr Sortiment bequem und für jeden jederzeit erreichbar an. Für den Kauf genügen ein paar Klicks. Das Internet und immer neue technische Entwicklungen der letzten Jahre haben unsere Welt verändert. Auch Magazine und Zeitungen sind davon betroffen. Ihre »Ware« ist Content, also Informationen und Nachrichten, die sie gegen Entgelt verbreiten. Auch das digitale Büro oder e-Government sind Bespiele dafür, wie die Digitalisierung immer mehr analoge Arbeitsweisen und Arbeitsverfahren ablöst. Die Quintessenz: Das digitale Zeitalter erfasst unaufhaltsam alle Bereiche unseres Lebens. Das heißt aber auch: Wer jetzt die Transformation versäumt, wird den Anschluss verpassen und abgehängt ‒ auch im HR Management. Nicht mehr nur HR 2.0, nein, »HR 4.0« lautet das »Buzzwort«, an das Sie sich gewöhnen müssen, gleich ob es Ihnen zusagt oder missfällt. HR 4.0 kommt!

Warnung vor Internet-Trojaner, der es gezielt auf Personalabteilungen abgesehen hat

Originaltext aus dem Artikel “Goldeneye Ransomware greift gezielt Personalabteilungen an Update” von Fabian A. Scherschel, Heise-Security

“Der Verschlüsselungstrojaner Goldeneye sucht sich gezielt Personaler in Firmen als Opfer und die E-Mails mit dem Schadcode im Anhang nehmen dabei Bezug auf tatsächlich offenen Stellenausschreibungen der jeweiligen Firma. Die Mails sind in fehlerfreiem Deutsch verfasst und verwenden eine korrekte Anrede, die zu der Zieladresse passt. Davor warnt auch bereits das CERT-Bund des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).”

Liebe HRM-Mitglieder, Meldungen und Warnungen zum Internet-Trojaner “Goldeneye” sind derzeit aktuell. Da dieser Trojaner gezielt an Personalabteilungen gesandt wird und vielleicht auch direkt auf Stellenausschreibungen zu “reagieren” scheint (es wird u.a. vermutet, dass viell. auf Daten der Arbeitsagentur zurückgegriffen sein könnte), ist er nicht immer sofort erkennbar. Daher Vorsicht vor Mails unbekannter Herkunft, von einem angeblichen “Rolf Drescher”, und Vorsicht vor dem Aktivieren von Links.

Alle Jahre wieder

…steht die betriebliche Weihnachtsfeier ins Haus. Bei manchen Betriebsfeiern sind Partner oder Begleiter miteingeladen. In anderen Unternehmen bleiben die Mitarbeiter unter sich. Dass dies nicht nur eine Frage der Firmenkultur ist, sondern auch steuerliche Konsequenzen haben kann, wissen die Kollegen aus der Buchhaltung. Was feststeht: Wie Weihnachtsfeiern gestaltet werden können – ist auch abhängig von der Betriebsgröße und dem Budget. Auch in der kleinsten Betriebsküche kann die Stimmung gut sein, vor allem, wenn die Atmosphäre auch vorher schon stimmte. Eine Weihnachtsfeier reißt nicht immer das Ruder herum, wenn es ohnehin in der Firma kriselt. Doch ist jede Möglichkeit, gemeinsam zu feiern auch immer eine wichtige Chance: um sich gegenseitig einmal von einer anderen Seite kennenzulernen und, jenseits von Vertriebszahlen und Erfolgsdruck, neue Eindrücke zu sammeln.

Nur allzu Menschliches im Spiegel der Urteile

Personal- und Arbeitsrechtsurteile beziehen sich auf Menschen – und damit auch immer auch auf allzu Menschliches. Wie sonst lässt sich erklären, dass Arbeitsgerichte in der Vergangenheit über Streitigkeiten bezüglich der Anzahl an Toilettengängen zu urteilen hatten? Und wie sieht es mit Unfällen „im Dienste“ der Arbeit aus?

Caught in Contract: Arbeitnehmerüberlassung oder Werkvertrag?

Bald müssen Personaldienstleister und Kunden sich von Anfang an eindeutig zwischen Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung entscheiden und dies rechtlich absolut korrekt umsetzen, wenn sie nicht den Tatbestand einer Scheinüberlassung – mit allen rechtlichen Konsequenzen – erfüllen wollen. Denn für 2017 wird erwartet, dass durch eine Novellierung des AÜG eine bisherige „planwidrige Regelungslücke“ gestopft wird.

Nicht gearbeitet – trotzdem Anspruch auf bezahlten Urlaub?

Für manchen Arbeitgeber schwer nachvollziehbar, gibt es durchaus Fälle, in denen ein Arbeitnehmer, der ein Jahr lang überhaupt nicht arbeitet, trotzdem Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub hat. In diesem Zusammenhang stellt sich regelmäßig die Frage, wie lange nicht oder nicht vollständig genommener Urlaub vor Beschäftigungsverboten bzw. Elternzeit noch nach Ablauf der Verbote bzw. der Elternzeit genommen werden kann. Dies gilt insbesondere bei anschließender krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit.

Vertretungstätigkeit: Mehr Verantwortung – mehr Geld?

Einem Angestellten des Landes Sachsen-Anhalt wurde für die Zeit der Abwesenheit der Abteilungsleitung die Funktion eines stellvertretenden Leiters übertragen. Nach Eintritt des Abteilungsleiters in den Ruhestand hatte er zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Referatsleiter diese wahrzunehmen. Das Land Sachsen-Anhalt argumentierte, “es müssten auch Beamte” – was der Kläger nicht war – “ohne zusätzliche Besoldung höherwertige Vertretungstätigkeiten übernehmen.” Wie entschied das BAG?

Ein Grundsatzurteil?

Mindestlohn: Der Zweck heiligt die Formulierung

In seinem Urteil vom 25. Mai 2016, Az. 5 AZR 135/16 führte das BAG aus, inwieweit Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge auf den Mindestlohn angerechnet werden dürfen. Die klare Antwort: Es kommt darauf an.

KOMPLEXITÄT – UNGLAUBLICH, WAS WIR VON AMERIKANISCHEN ZIEGEN LERNEN DURFTEN!

Lesen Sie was Sie erwarten kann, wenn Sie mit scheinbar einfachen Führungsaufgaben in einem komplexen System in Berührung kommen.

Wenn Sie nicht erkennen, dass Sie sich in einer komplexen Umgebung befinden und Sie versuchen mit erprobten Vorgehensweisen Probleme zu lösen, kann Ihnen passieren was uns passiert ist.

Wer in komplexen Systemen mit Verfahren agiert, die aus der Erfahrung stammen, kann sein blaues Wunder erleben. Auch wenn dies Erfahrungen sind aus sehr komplizierten Herausforderungen.

Komplexe Systeme unterscheiden sich grundlegend in ihren Gesetzmäßigkeiten von komplizierten. Man könnte sagen, die angesagte Weiterentwicklung für erfahrene Führungskräfte ist:
Vom Experten zum Experimentierer!

Viel Spaß beim Lesen!

Krankenversicherung für digitale Nomaden: Hilfreiche Tipps

Welche Auslandskrankenversicherungen eignen sich für die Gruppe der so genannten digitalen Nomaden? Gibt es besondere Policen für diese spezielle und immer weiter wachsende Gruppe, deren Arbeitsplatz überall auf dem Globus ist? Worauf sollten diese modernen Globetrotter bei der Wahl der richtigen Versicherung achten? Die BDAE Gruppe hat ein paar hilfreiche Tipps in Sachen Auslandskrankenschutz zusammengestellt. Wer ohne eine internationale Krankenversicherung die Welt bereist, handelt äußerst risikoreich. Für viele Länder (beispielsweise Australien oder Vereinigte Arabische Emirate) ist eine Auslandskrankenversicherung sogar Voraussetzung, um einreisen zu dürfen.

Mit dem Gummiboot durch den Canyon?

Ein kleines „Who is Who“ für Therapie und Coaching – Oder wie der harte Kerl aus der Rechtsabteilung doch noch mit einem Beratungsgespräch einverstanden war, als er hörte, dass es sich dabei um ein “Coaching” handele.

Populäre Irrtümer im Arbeitsrecht

Das deutsche Arbeitsrecht ist kompliziert. Nicht immer wissen Arbeitnehmer, welche Rechte und Pflichten sie bzw. welche ihr Arbeitgeber hat. So entstehen Vorurteile. Im Paragrafen-Dschungel von Kündigungsfristen, Abfindungsberechnungen, Arbeits- und Aufhebungsverträgen sowie bei der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte fällt die Auslegung des deutschen Arbeitsrechts mitunter schwer, auch gibt es immer wieder Änderungen. Aber einige Mythen bezüglich der gültigen Arbeitsrechtslage halten sich hartnäckig

Dr. Böhm – News im Arbeitsrecht – Thema: Dauerbrenner Arbeitsunfähigkeit und Befristungen

Muss ein Arbeitnehmer bei Arbeitsunfähigkeit zu einem Personalgespräch erscheinen – und in welch einem Falle besteht ein Vergütungsanspruch auch schon dann, wenn noch gar keine Arbeitsleistung erbracht wurde? Kann außerdem tariflich geregelt werden, dass die Befristung von Arbeitsverträgen dreifach überschritten werden darf? Diesen – und noch vielen anderen brisanten Fragestellungen gehen wir in dieser Zusammenfassung aktueller Urteile im Arbeitsrecht nach:

Konflikte bewältigen – mit gewaltfreier Kommunikation

Wie? Was haben Sie da eben gesagt? Man kann die mögliche Eskalation förmlich spüren. Konflikte kann man nicht ausblenden oder verdrängen. Sie gehören zum Alltag – und sie müssen gelöst werden. Doch die Frage ist, wie?

Innere Ressourcen aktivieren. Schlummert ein Coach in jedem von uns?

Gute Fragen ermöglichen eine gute Unternehmensführung. Sie öffnen Handlungsräume, aktivieren Ressourcen, führen zu Klärungen, schaffen Orientierung. Coachingtechniken sollten zu Ihrer Persönlichkeit, Ihrer Situation, Ihrem Problem, ihrer Branche, Ihrem Unternehmen, Ihren Mitarbeitern passen – so wie der Coach, der diese Fragen stellt. Er steht Ihnen im besten Falle bei Aufbau-, Umbau-, Brandlösch-, Abbruch- und Reparaturarbeiten zur Seite – für eine bestimmte Zeit, für bestimmte Phasen und Themen, lösungs- und zielorientiert. Was aber sind „gute Fragen“?

Die ganz große Abrechnung (Payrollauswahl)

Payrollangebote reichen von der simplen Rechenlösung bis hin zum Komplettportal. Doch nicht jeder braucht alles – wir zeigen, wie Sie Ihr Programm finden.

Personalmanagement-Software hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr sensiblen betriebswirtschaftlichen Instrument entwickelt, von dem viele Informationen abverlangt werden. Insofern muss sie leicht erlernbar und anwendbar, im Funktionsumfang unternehmensspezifisch aufgebaut sein. Das setzt voraus, dass die einzelnen Module auf die gleiche Datenbasis zurückgreifen und sich in Kombination ergänzen, ohne sich zu behindern. Bei diesen Bausteinen handelt es sich neben den klassischen Lösungen zur Gehaltsab-rechnung, ergänzt um Zeitwirtschaft und Reisekostenabrechnung insbesondere um Module zur Stellenplanung, zu Organisationsmanagement, Personalentwicklung, Archivierung und elektronischer Personalakte, Bewer-bermanagement, Seminarplanung und -verwaltung sowie um Personalkostenplanung.

Und plötzlich ist man Chef

HR- und Führungskräfte verdienen angemessene Unterstützung und Coaching

Es ist kein „Luxus-„ oder „Privilegien-Thema“: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass Unternehmen in Zeiten zunehmenden Change-Managements ihre HR-Manager und Führungskräfte analog zu den neuen Aufgaben – und den häufig disproportional gewachsenen Anforderungen – nicht alleine lassen, sondern ihnen die Chance geben, sich weiterzubilden. Die Weiterbildung kann dabei fachlicher Natur sein, sich der Mitarbeiterführung widmen oder zu einer erfolgreichen – und vor allem auch gesunden und gesundheitsfördernden – Selbstführung verhelfen.

Dr. Böhm – News im Arbeitsrecht – Thema: Entlassungen

In welchen Fällen Berufskraftfahrer mit einer fristlosen Kündigung zu rechnen haben, wann eine Druck(änderungs)kündigung wirksam wird oder wie ein betriebsstörender Arbeitnehmer „entfernt“ werden kann und wie es um die vorzeitige Beendigung des Konsultationsverfahrens bei Massenentlassungen steht – erfahren Sie in der folgenden Zusammenstellung aktueller BAG- und LAG-Urteile.

Die besten MBA-Programme für Manager

Digitalisierung, Globalisierung und immer schnellere Veränderungen – Manager stehen heute vor immer größeren Herausforderungen. Eine gute Möglichkeit, sich dafür fit zu machen, bieten berufsbegleitende Executive MBA Programme für erfahrene Führungskräfte.

Chef, Freund oder Coach?

Wer bin ich? Wer soll, darf, muss ich sein? Ein Praxisbericht

Alle handeln in bester Absicht. Doch das reicht oft nicht. Rollen-, Kompetenz- wie auch Zuständigkeitsüberschneidungen unterminieren unweigerlich jeden noch so wohlgemeinten Ansatz. Schuster (oder Chef?), bleib bei deinen Leisten? Das wäre zu simpel. Mehr Erfahrung und Schulung in menschlichem Verhalten und Coachingtechniken sind prinzipiell sinnvoll. Wichtig ist es jedoch vor allen Dingen, unterscheiden zu lernen: zwischen professionellem Coaching – und einem Kommunikationsansatz, der gemeinhin als „Coaching“ bezeichnet wird. Ein Praxisbericht

Der etwas andere „Ratgeber“

16 Tipps für ganz schnell mehr Ruhe am Arbeitsplatz
Es gibt viele Tipps und Listen, um die Zusammenarbeit zu optimieren: Wir gehen den revolutionären Weg: Wir bieten (mit einem Augenzwinkern) eine Liste, wie Sie sich mit absoluter Sicherheit Ruhe und Frieden verschaffen vor lästigen selbstzufriedenen Optimierungsgesprächen, aufgezwungenen Sozialkontakten und störender und zeitraubender Kommunikation. Das geht ganz schnell. Ganz ohne Coach. Wenden Sie folgende Tipps konsequent an, und Sie können bald in Ruhe zu Hause bleiben. Oder haben immer sehr viel Platz beim Essen…oder so.

Innere Haltung beim Coaching: Wie ich Dir begegne, so wirst Du sein

Wie können wir, im HR oder in anderen beruflichen Bezügen mit Coaching-Aufgaben betraut, unseren Gesprächspartnern größtmögliche Unterstützung gewährleisten? Welche Verhaltensweisen und Haltungen sollten im Coaching im Rahmen von Konfliktlösungen eingenommen werden? Denn wir müssen davon ausgehen, dass das Bild von einem anderen oftmals eher ein Bild von einem selbst darstellt: Die jeweiligen subjektiven Wahrnehmungsgewohnheiten, Lebenserfahrungen und Realitätskonstruktionen beeinflussen 1., welche Aspekte wahrgenommen werden und 2., welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Entsprechend werden – jenseits aller Theorien und Lehrgänge zur Mitarbeiterführung und zu passenden Fragetechniken – unsere Gespräche ausfallen…

Wichtig: Gesprächstechniken. Doch hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl!

Egal, ob Personalentwickler auf standardisierte Testverfahren und Fragenkataloge zurückgreifen können oder ob sie über eine Zusatzqualifikation in systemischer Gesprächsführung verfügen: All dieses wichtige Handwerkszeug macht nicht wett, worüber manche Personalverantwortliche und Führungskräfte verfügen: Empathie, Respekt, Zugewandtheit, Offenheit und ein gesunder Funke Humor. Ein spontanes freundliches Wort. Eine mitfühlende Nachfrage. Ein aufmerksamer Blick. Ein Lob und Dankeschön zur rechten Zeit. Wenn dann noch mit der richtigen Fragetechnik der Weg für Lösungen geebnet wird, umso besser.

Das Team bricht auseinander – Und was unternimmt ein Coach dagegen?

Ob ein Team in Konflikten versinkt oder ein völlig aufgelöster Mitarbeiter, der bei der Problemschilderung vom Hundertsten ins Tausendste fällt – ein geübter Coach braucht keine Checkliste, um instinktiv zu intervenieren. Wir haben Ihnen jedoch beispielhaft eine Situation und damit zusammenhängende Gesprächsanlässe und Fragetechniken zusammengestellt, mit denen man das „Gespräch retten“ und den Weg hin zu einer für alle umsetzbaren Lösung ebnen könnte.

Vor allem in Start-ups gefragt: Das Mobile Office

„Digitale Nomaden“ ist das Stichwort: Gerade in Start-ups lassen sich Mitarbeiter ungern in ihren Möglichkeiten beschränken und fordern die freie Wahl von Ort und Zeit der Tätigkeit selbstverständlich ein. Morgens Wellen reiten, nachmittags programmieren am Strand – so sieht der berufliche Alltag für Arbeitnehmer in vielen jungen Unternehmen immer häufiger aus.

Magst Du mich? Dann drück auf den Smiley

Auf der diesjährigen Zukunft Personal fand sich eine erstaunliche Anzahl von Herstellern für digitale Tools, mit denen Feedback und Input von Mitarbeitern ermöglicht, erhoben und quantifizierbar gemacht werden sollen. Gute Chancen für gezieltes Strategie-, Personal-, Talent- und Ideenmanagement: je nachdem, ob Daten für die Führungskräfteentwicklung – oder für die Entwicklung der Unternehmenskultur verwendet werden. Neben unterschiedlichen neuartigen und digitalen „Matching-Programmen“ für das Recruiting ist die Messung der „Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitervorschläge“ definitiv einer der neue „Hypes“ im HR.

Gesamtes Arbeitsrecht

In der Reihe „Nomos Kommentare“ ist neu und in erster Auflage dieses von Boecken/Düwell/Diller/ Hanau herausgegebene Werk erschienen, an dem insgesamt 115 Autorinnen und Autoren beteiligt sind. Die drei Bände enthalten alphabetisch geordnet 91 arbeitsrechtlich relevante Gesetze, Richtlinien und Verordnungen. Der Kommentar erschließt sich sehr gut über ein umfangreiches Stichwortverzeichnis. Die Bücher haben die Funktion einer Enzyklopädie. Ein Ziel der Herausgeber: Die Schaffung einer umfassenden, wissenschaftlich vertieften Gesamtkommentierung und eine überschaubare Darstellung des Arbeitsrechts – ebenso wie der Zusammenhänge zu benachbarten Rechtsgebieten wie dem Sozial- oder Steuerrecht.

Betriebsverfassungsgesetz mit Wahlordnung – Handkommentar

Deutschland mit seiner traditionellen betrieblichen Mitbestimmung ist ein Land der Betriebsräte: Nach Zahlen des IAB setzten sich im Jahr 2014 in der Privatwirtschaft Betriebsräte für 41 % aller Arbeitnehmer ein. Ca. die Hälfte der Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und 90 % der Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten haben Betriebsräte, die nach dem BetrVG weit reichende Rechte haben: Sie entscheiden mit bei Einstellungen, Entlassungen, grundlegenden Veränderungen der Betriebsorganisation, aber auch in vielen alltäglichen Fragen, wie Arbeitszeit, Entgeltfragen Parkordnung (§ 87 BetrVG Rdnr. 71) oder Rauchverbot (vgl. § 75 BetrVG Rdnr. 162). Damit ist klar, dass das BetrVG eines der praktisch wichtigsten arbeitsrechtlichen Gesetze ist. Häufig ist Konfliktpotenzial unter den Stakeholdern angelegt.

Erhebung zur Auswahl von HR-Kennzahlen

Wollten Sie auch schon immer wissen, wie man es schafft, die relevanten HR-Kennzahlen für Ihr Unternehmen möglichst effizient auszuwählen?

​Um genau das herauszufinden, wird eine deutschlandweite, repräsentative Umfrage zur Auswahl von HR-Kennzahlen in der Praxis durchgeführt.
Dieses Forschungsprojekt steht unter der Leitung der FOM Hochschule für Oekonomie und Management am Standort Münster.

Mediengruppe Oberfranken setzt auf HR4YOU

“Wir haben uns mehrere Anbieter angesehen und uns für HR4YOU entschieden, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis hier sehr gut war.” Maja Gugel, Personalreferentin bei der Mediengruppe Oberfranken.

Mythos “Frauen und Technik” – Die ersten Programmierer waren weiblich

Durch die Digitalisierung sind nicht nur (männlich geprägte) Industriezweige betroffen – Stichwort: Industrie 4.0 –, sondern auch weiblich dominierte Branchen. Gleichzeitig besteht hier für Unternehmen die Chance, ihre Unternehmensstrukturen und –kulturen weiter zu entwickeln, wodurch Geschlechterklischees in der Arbeitswelt aufgebrochen werden könnten. Immerhin waren die ersten Programmierer der Welt Frauen, so z.B. Ann Richardson, Programmiererin bei IBM. In den USA galt Software-Entwicklung früher sogar als Frauenberuf.

Die Zukunft kann nur allen gehören

Geschlechter(un)gleichheit sollte kein Thema mehr sein müssen – und lenkt von den wirklichen Überlebensaufgaben, vor denen Menschen, Unternehmen und Gesellschaften weltweit stehen, wie beispielsweise Integration, Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Frieden etc., ab.
Schon Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner und andere Arbeitsrechtlerinnen des 19. Und 20. Jahrhunderts forderten Gerechtigkeit für Frauen am Arbeitsmarkt – zum Wohle aller! Von Anfang an war klar, dass es nicht um ein gegeneinander Ausspielen der Interessen gehen kann, sondern darum, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der gesamten Bevölkerung humaner zu gestalten, zu verbessern und die massiven Veränderungen im Zuge der neuen industriellen Entwicklungen zu bewältigen. Nie waren dieser Anspruch – aber auch die Notwendigkeit – so aktuell wie heute. Heute erleben wir die digitale Revolution und eine so noch nie dagewesene weltweite Vernetzung: Das Zeitalter der Wissensökonomie mit Entgrenzung von Arbeitswelten und fluiden Worksystemen hat längst begonnen.

Opting-out or Managed-out – Ausgestiegen oder Rausgewirtschaftet?

Am 4. August 2016 eröffnete Lynn Branigan, Geschäftsführerin von Advertising Women of New York, AWNY, die Feierlichkeiten zum Ad Age Women to Watch Award. MIt ihm werden Frauen, die in der Medienbranche Zeichen gesetzt haben, auszeichnet. AWNY wurde 1912 gegründet, um Frauen den Weg in die Branche zu ebenen. Doch 104 Jahre später scheinen alte Strukturen aus der Zeit der „Mad Men“, den „Manhattan Advertising Men“, um die sich die gleichnamige US-Serie dreht, immer noch zu greifen.

Advertise yourself – Warum Frauen Plätzchen backen und Männer Plätzchenbäcker sind

Egal, ob die Plätzchen groß oder klein, schön oder verbrannt, lasch oder lecker sind: Schon Kinder verfallen in gender-learned Verhaltensweisen: Während Christiane Funkens (Autorin von “SHECONOMY; Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist”) Nichte schüchtern die Schale auf den Tisch stellt „ich habe Plätzchen gebacken“, tönt der kleine Neffe: „Ich bin Plätzchenbäcker“. Er IST – Urheber, Creator seines Produkts. Perfektes ICH-Branding und Marketing. Sie sind längst eine Mitvoraussetzung für berufliches Fortkommen.

Mehr Frauen – Mehr Gewinn

Welche Studie hätten Sie denn gerne, um den „Titel“ zu belegen? Denn es gibt längst mehrere Studien, die zeigen, dass Unternehmen, in denen wichtige Schlüsselpositionen und Führungsfunktionen mit Frauen besetzt sind, langfristig höhere Gewinne abwerfen und stabiler am Markt agieren. Trotzdem halten viele Unternehmen an dem Spruch fest: „think manager – think male“ – letztendlich zum Nachteil aller. Die Diskussion um Geschlechtergleichheit verstellt dabei den Blick:

Hätten Sie’s gewusst? – Ein ABC moderner Arbeitswelten

Was ist der Unterschied zwischen Netzwerken und Networking? Was versteht man im soziologischen Sinne unter Performance? Seit wann dürfen Frauen über ihre Arbeitsverträge entscheiden? Warum wählen manche erfahrene Managerinnen die Opt-out-Alternative? Welche Rolle spielt Homosozialität bei Gruppenbildung und Recruiting? Was ist ein Vertreterkonflikt und was das “Impostor Phenomenon”? Lesen Sie hier das ABC von Women@Work und modernen Arbeitswelten – eine Vielzahl an Quellen, darunter aktuelle Studien, der Fokus, der Spiegel, das Handelsblatt, das Statistische Bundesamt, das Allensbach Institut, das gute alte Geschichtsbuch sowie besonders das aktuelle Buch SHECONOMY von Christiane Funken – Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist”, waren dabei handfeste wie augenzwinkernde Inspiration.

herCAREER in München vernetzt Women@Work Vom 13.-14. Oktober im MTC München

Netzwerken ist eine der großen Stärken von Frauen – und eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einander am Arbeitsmarkt und auf dem Berufsweg zu unterstützen. Daher liegt ein ganz besonderer herCAREER darauf, wie Frau sich Netzwerke erschließt.Allein der Name dieser Münchner Messe setzt Zeichen, her! Career: Hier steht SIE im Mittelpunkt; die Absolventin, die Existenzgründerin, die Wiedereinsteigerin, die Frau in Fach- und Führungspositionen. Sie alle kommen zur herCAREER, die 2016, ein Jahr nach ihrer Gründung, schon mächtig zugelegt hat und von Anfang an weitaus mehr ist als eine reine Karrieremesse.

Elternzeit: “Gottseidank, dass ich wieder hinaus kann!”

So das Fazit vieler Männer, die aus der Elternzeit heraus an ihren Arbeitsplatz zurückkehren – allerdings auch das vieler Mütter. Die meisten Männer wollen die Zeit nicht missen, sagen: „Ich weiß jetzt, was meine Frau (auch berufstätig) zu Hause alles leistet, doch länger hätte ich das nicht durchgehalten oder machen wollen.“ Ausnahmen gibt es natürlich immer. Es gibt immer wieder Männer, die gerne längere Elternzeiten für ihre Kinder in Anspruch genommen hätten. Beim Verzicht auf Elterngeld werden von bis zu 60% der Väter zu hohe Einkommenseinbußen angegeben. Frauen landen in der Teilzeitfalle….Große Aufgaben für Paare und viel Nachbesserungsbedarf für Politik, Unternehmen und Gesellschaft:

Junge Talente, „Millennial Women“ – Wie bleiben sie unseren Unternehmen treu?

Die Studie „WHAT EXECUTIVES NEED TO KNOW ABOUT MILLENNIAL WOMEN” des International Consortium for Executive Development Research (ICEDR) brachte Ergebnisse zutage, die manche Führungskraft erstaunen könnte, darunter: 1. Die wahren Gründe, warum hochqualifizierte Frauen kündigen; und 2. die Erklärung, warum echte Talentförderung heutzutage geschlechter- und altersübergreifend gestaltet werden muss, um besonders Frauen, aber auch Männer in der kritischen „Aufbauphase für eine Karriere mit Führungspotenzial“ in der Altersklasse von 22-35 Jahren, langfristig erfolgreich in den Unternehmen halten zu können.

Stellenanzeigen unter der Lupe

Das Firmen und Dienstleister so effizient wie möglich offene Stellen besetzen wollen ist klar. Somit ist das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen der geschalteten Stelle von wichtiger Bedeutung.

HR-Kompetenzreihe: Recruiting und Talentmanagement

Das Handwerk des Rekrutierens hat sich hin zur Kunst der Mitarbeitergewinnung gewandelt. Das Suchen, Finden und Halten von Mitarbeitern erfordert höchste Professionalität. Der Wettbewerb um die besten Talente findet mit neuen Lösungen, Konzepten und Strategien statt. Eine Vielzahl von Schlagworten wie, Mobile Recruiting, Active Sourcing, Lean Recruiting und Employer Branding vernebeln den Markt.

Die HR Kompetenzreihe Recruiting und Talentmanagment bietet die einmalige Chance sieben Anbieter und deren Lösungen an einem Tag im direkten Vergleich erleben und prüfen zu können.

Arbeitsrecht Handbuch

Von Dr. Ulrich Tschöpe (Hrsg.), 9. Auflage, Otto Schmidt Verlag, Köln 2015, 3.189 Seiten, Preis: 159 Euro

Das in Fachkreisen bestens eingeführte Handbuch ist nun in der 9. Auflage erschienen. Bewährt – und daher beibehalten – ist seine Gliederung in sieben Teile, die sich zunächst an der Chronologie des Arbeitsverhältnisses orientiert und dann das kollektive Arbeitsrecht, das Arbeitsgerichtsverfahren, den Arbeitnehmerschutz, die Arbeitsförderung und das Rentenrecht behandelt.
Das ursprünglich als „Anwalts-Handbuch“ eingeführte Buch wurde schnell auch von Personalverantwortlichen, Verbandsvertretern und Arbeitsrichtern als sinnvolle und gewinnbringende Unterstützung ihrer täglichen Praxis identifiziert und dementsprechend gestaltet.
Diese inhaltliche Ausrichtung vollzieht der neue Titel „Handbuch Arbeitsrecht“ nach. Das Handbuch bietet einen konzentrierten Überblick über das gesamte Arbeitsrecht.

Inanspruchnahme von Elternzeit – Schriftformerfordernis

Im vorliegenden Fall war die Klägerin als Rechtsanwaltsfachangestellte bei dem beklagten Rechtsanwalt beschäftigt. Dieser kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 15. November 2013. Im Kündigungsrechtsstreit machte die Klägerin geltend, sie habe dem Beklagten nach der Geburt ihrer Tochter per Telefax am 10. Juni 2013 mitgeteilt, dass sie Elternzeit für zwei Jahre in Anspruch nehme. Der Beklagte habe deshalb das Arbeitsverhältnis nach § 18 Abs. 1 Satz 1 BEEG nicht kündigen dürfen. Die Vorinstanzen haben der Kündigungsschutzklage stattgegeben. Die Revision des Beklagten hatte vor dem Neunten Senat des Bundearbeitsgerichts jedoch Erfolg.

Abmahnung eines Betriebsratsmitglieds wegen Amtspflichtverstoß

§§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB;
§§ 23 Abs. 1, 78 Satz 1 BetrVG

1. Nur das abgemahnte Betriebsratsmitglied selbst kann die Entfernung der Abmahnung aus seiner Personalakte im Wege des Beschlussverfahrens verlangen. Dem Betriebsratsgremium steht dieses Recht auch nicht aus § 78 BetrVG zu.
2. Die unberechtigte Abmahnung wegen eines Amtspflichtverstoßes ist entsprechend §§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB aus der Personalakte zu entfernen.
3. Die Abmahnung eines Betriebsratsmitglieds wegen eines Amtspflichtverstoßes, die für den Wiederholungsfall die Kündigung androht, ist unberechtigt und zu entfernen, weil sie auf einer unzutreffenden rechtlichen Bewertung beruht.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Beschluss vom 9. September 2015 – 7 ABR 69/13

BREXIT: AUSLANDSENTSENDUNGEN NACH GROSSBRITANNIEN WERDEN SICH ÄNDERN

Etwa 2.500 Niederlassungen deutscher Unternehmen gibt es in Großbritannien, in die rund 400.000 Mitarbeiter aus Deutschland entsandt sind. Umgekehrt arbeiten tausende britische Entsandte in den 3.000 UK-Niederlassungen in der Bundesrepublik. Was der Austritt Großbritanniens aus der EU für die Entsendepraxis und die Expats selbst bedeutet, weiß der Auslandsspezialist BDAE Gruppe.

Neueste Rechtsprechung zum AGG

Seit zehn Jahren ist das AGG in Kraft. Eine angemessen zurückhaltende Rechtsprechung zur Höhe von Schmerzensgeldern, die nicht angloamerikanischen Vorbildern nacheifert, und eine von Anfang an voraussehbare Kasuistik haben es zu einem kalkulierbaren Gesetz gemacht. Die jüngste Rechtsprechung hat weitere Sicherheit gebracht.

Datensicherheit bei Geschäftsreisen

Egal, ob der Business-Trip zwei Tage oder zwei Wochen dauert: Sensible Daten sind auf Reisen noch größeren Risiken ausgesetzt, also sonst im Firmenalltag. Wie kann man auf einfache Art und Weise im Vorfeld eines beruflichen Einsatzes im Ausland für mehr (Daten)Sicherheit im Umgang mit Tablet, Smartphone und PC sorgen? Der europäische Security-Software-Hersteller ESET (siehe PM vom29.06.2016) hat dazu 10 nützliche Tipps zusammengestellt:

Von AGG bis AGB – von Betriebsratsmitgliedern und Normarbeitsverhältnis bis Personalakteneinsicht

In dem folgenden Newsfeed lesen Sie u.a. wie die Arbeit in einem Homeoffice oder in Heimarbeit den Unfallversicherungsschutz oder die Befristung eines Arbeitsvertrags beeinflussen kann – hier kommt die Frage ins Spiel: Was ist ein Normarbeitsverhältnis? Außerdem: Greift das Teilzeit- und Befristungsgesetz auch bei der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen? Interessant sind ebenfalls die neuesten Urteile zum AGG, zu einem Betriebs(teil)übergang oder zur Absetzbarkeit einer Feier zum Dienstjubiläum.

Smart Cars: Autonom und intelligent – Datenschutzrechtlicher Alptraum für den Arbeitgeber?

Arbeitgeber haben beim Umgang mit betrieblicher IT und personenbezogenen Daten das Kfz bislang selten im Blick. Beschaffungsentscheidungen werden nach CO2-Ausstoß, Verkehrssicherheit, UVV-Tauglichkeit und Preis getroffen, während technische und rechtliche Aspekte des Connected Car allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Das gilt ebenso für gängige Car Policies (Dienstwagen-Richtlinien) und Betriebs-/Dienstvereinbarungen zur betrieblichen IT, obwohl die Kopplung des Smartphones mit der On-Board-Unit längst alltägliche Praxis ist. Was aber gilt, wenn der Dienstwagen bei einer zulässigen Privatfahrt sich automatisch mit dem nicht zur Privatnutzung freigegebenen betrieblichen Smartphone verbindet und genutzt wird, lassen Arbeitgeber und Betriebsräte ungeregelt. Dabei ist eine frühzeitige Befassung mit intelligenten Kfz und Datenschutz unverzichtbar.

MARKTKompass: HRForecast – Big Data-Analysen für die optimale Personalarbeit

Klingt wie das Wort „Wettervorhersage“ auf Englisch, betitelt jedoch eine Matching-Software, die HR und Mitarbeitern helfen soll, Arbeitsperformance zu analysieren, agil zu steuern und abzubilden. „HRForecast“ aus dem Hause peopleForecast hat als Finalist des HR Start-UP Awards das volle Lob der Jury in 2016 gewonnen. Die Anwendung verwendet Big Data-Technologien und innovative digitale HR Analytics-Funktionen. Wir stellen sie vor.

In diesem besonderen Fall: Anwalt ist gut, Kopie ist besser!

Wie hätten Sie entschieden? Tatsächlich ist das Urteil des Bundesarbeitsgerichts 12.07.2016, Az.: 9 AZR 791/14) nun endgültig, in der Revision nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg. Einem Arbeitgeber wurde die Einsichtnahme in seine Personalakte in Begleitung seiner Anwältin von seinem Arbeitgeber verwehrt. Dies ist nun gerichtlich bestätigt worden. Wie lag der Fall, und wie wurde das Urteil konkret begründet?

Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht – Arbeits- und Anstellungsverträge

Das Formularbuch von Maschmann/Sieg/Göpfert erleichtert die Gestaltung von Arbeitsverträgen durch eine Vielzahl praktisch bewährter und kommentierter Muster. Es hat nach vier Jahren nun eine Neuauflage erhalten. Viele Praktiker aus Anwaltschaft, Wissenschaft, Rechtsprechung und Politik haben als Autoren daran mitgewirkt, neben den AuA-Beiräten Maschmann und Sieg, Dirk Pollert und Hans Peter Viethen bspw. Auch die AuA-Autoren Michael Eckert, Dr. Reinhard Künzl und Dr. Günter Schmitt-Rolfes.

Eingehende Erläuterungen zur Rechtslage und Hinweise zum Vertragsmanagement bieten dabei eine effektive Hilfestellung. Die Autoren verdeutlichen die Vor- und Nachteile bestimmter Gestaltungsformen auf der Basis der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Die Mitbestimmungsrechte sind ebenso berücksichtigt wie die steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Folgen. Auch bei der Überprüfung bestehender Klauseln leistet das Formularbuch wertvolle Hilfe.

Zittern & Schütteln in der betrieblichen Gesundheitsförderung?

Mit den Trauma and tension releasing exercises können chronische körperliche Stressreaktionen aufgelöst werden und aktivieren so die natürlichen Selbstheilungsmechanismen des Körpers.
Für die betriebliche Gesundheitsförderung scheint die Technik sehr vielversprechend, weil die 7 Übungen schnell und leicht erlernt und praktiziert werden können und kaum Sprachkenntnisse für die Vermittlung erforderlich sind.
Damit können Erwerbstätige erreicht werden, die bisher eher selten an Gesundheitsförderungsmassnahmen teilnehmen wie Führungskräfte und SpezialistInnen, die häufig unterwegs sind, oder Mitarbeitende, die die im Unternehmen gesprochene Sprache nur unzureichend beherrschen.
Darüber hinaus haben Menschen diese Übungen für sich als nützlich entdeckt, die aus Sicht ihrer behandelnden Ärzte oder TherapeutInnen austherapiert waren, oder die vorgeschlagenen Therapien nicht als hilfreich empfunden haben, z.B. langjährige Schmerzmitteleinnahme bei chronischen Schmerzen.

bAV einfach, transparent und rechtssicher gestalten

In der betriebliche Altersversorgung (bAV) hat in den letzten Jahren die Komplexität sowie der verwaltungstechnische Aufwand zugenommen. Zeitliche und finanzielle Ressourcen sind begrenzt, so dass im Arbeitsalltag oft weniger Zeit für die eigentliche Personalarbeit bleibt. Zudem werden von vielen Unternehmen die Haftungsrisiken (Straftatbestand) unterschätzt.

Die Auslagerung von Teilbereichen der bAV an einen externen kompetenten Dienstleister kann eine sehr gute und effiziente Alternative sein. Bei der richtigen Umsetzung entstehen freie Kapazitäten im Personalbereich verbunden mit Transparenz und hoher Qualität.

Compliance-Regeln verstehen – wirklich (un)möglich?

Warum einmal jährlich absolvierte Pflichtschulungen alleine nichts bringen und welche Spielregeln in Zeiten digitaler Informationskanäle auch für die Mitarbeiterkommunikation gelten.

Webinar am 30.8.2016 – 11.00h-12.00h

Es erwartet Sie ein praxisnaher Vortrag mit konkreten Beispielen zur Erklärung von Compliance-Regeln, Hinweise auf erfolgskritische Regeln bei der Distribution digitaler Formate innerhalb von Unternehmen und Tipps für den Umgang mit konstant „überbeanspruchten“ Zielgruppen.

Zielgruppen mit der Persona-Methode entwickeln

Sie betreiben Personalmarketing und möchten in Eigenregie Zielgruppen entwickeln, um passgenau Aktivitäten planen zu können? Und Big Data ist dafür keine Option für Sie? Dann könnte die so genannte Persona-Methode Ihre Lösung sein. Lesen Sie, wie Sie diese für Ihr Personalmarketing verwenden.

Wie Big Data das Zielgruppendenken verändert

Die Werbung eines Softwarekonzerns verspricht, Businessdaten in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. In der Landwirtschaft gleichen Traktoren heute schon Hightech-Maschinen, um zum Beispiel optimal Aussaaten oder Erntezeiten zu ermitteln. Auch im Human Resource Management ist Big Data auf dem Vormarsch. Was bedeutet das konkret für die Zielgruppendenke? Wir haben die Antworten für Sie recherchiert. Und wir stellen Ihnen ein beispielgebendes Big Data-Tool für das Targeting im Personalmarketing vor.

Die Arbeitgebermarke in volatilen Zeiten

Das Wort „Marke“ steckt im Begriff „Marketing“; also auch im Ausdruck „Personalmarketing“. Und zwar, weil das Marketing historisch gesehen zum großen Teil in der Markenbildung wurzelt. Somit geht es auch im Personalmarketing darum, Chiffren und Kulturen mit Wiedererkennungswert zu schaffen. In volatilen Zeiten fällt dies schwer, denn alles scheint im Fluss zu sein. Was also kann zur Arbeitgebermarke werden und inwiefern lassen sich mit ihr noch ausgewählte Zielgruppen ansprechen?

Zielgruppendefinitionen in Praxis und Wissenschaft

Es könnte so einfach sein: Sagen wir doch einfach, wer wir als Arbeitgeber sind, sprechen wir von uns und unsere Botschaft wird die Menschen erreichen, die wir uns als Kollegen und Fachleute wünschen. So einfach ist es aber nicht. Wer sich seiner möglichen Adressaten nicht bewusst ist, der wird weniger Durchblick beim Bewerben seines Unternehmens haben. Zielgruppendenke bedeutet, Unterschiede zwischen Lebenszielen, Charakteren und sozial-ökonomischen Bedingungen wahrzunehmen und mit ihnen umgehen zu können. Wir stellen etablierte und neue Gruppendefinitionen vor.

Erfolgsgeschichten: Ausländische Studierende halten

Viele ausländische Studierende in Deutschland stammen aus Regionen der Welt, in denen ein Notstand herrscht, der teilweise durch internationale Wirtschaftsbeziehungen erst hervorgerufen wurde. Hierzulande suchen sie ihre Talente zu entfalten, um entweder ihr Land als später Rückkehrende aufzubauen oder ihre Zukunft in Deutschland zu gestalten. So wachsen Fachkräfte heran, die lernen, die Wirtschaftsgeschichte regional und global umzuschreiben. Wie das konkret aussieht, zeigt das Projekt „InRegio“; eine Initiative des Paderborner Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz. Lesen Sie jetzt mehr über die Erfolgsgeschichten des Projektes.

Active Sourcing: Recruiter und Bewerber laufen aneinander vorbei

Sprechen Unternehmen und Fachkräfte am Arbeitsmarkt dieselbe Sprache, um einander zu finden? Haben sie gemeinsame Vorstellungen vom Recruitingprozess? Mitnichten. Während Arbeitgeber beispielsweise auf Absolventenmessen schwören, winken Bewerber ab. Sie interessieren sich vielmehr für Business-Netzwerke. Das ergibt die aktuelle Monster-Studie „Recruiting Trends 2016“. Lesen Sie, wie schwer die Differenzen wiegen Bewerber und wie andere Arbeitgeber modernes Recruiting aufsetzen.

Dirk-Oliver Lange: Jammerlappen Express. Machen Sie Ihr Bestes sichtbar

Dirk-Oliver Lange ist Mentalcoach, Keynote-Speaker, Werbefachmann und Unternehmer Wie so viele seiner Fachkollegen hat auch er Bücher veröffentlicht; darunter den Titel „Jammerlappen Express“. Was sein Werk vor anderen Lebensratgebern auszeichnet, ist, dass er aus seinem Erfahrungsschatz schöpft, statt allzu bekannte Topoi und Phrasen zu bemühen. Wer dieses Buch liest, lernt Dirk-Oliver Lange wirklich kennen und begegnet echten Lebensgeschichten. Sie haben die besondere Kraft zu verändern, weil sie nahe gehen.

Dirk-Oliver Lange
Jammerlappen Express. Machen Sie Ihr Bestes sichtbar
14 x 21,5 cm, 200 Seiten, Hardcover – 19,80 Euro
ISBN 978-3-95904-000-6
Leben & Mee(h)r, Edition Forsbach, Fehmarn 2016

Datenschutz in HR und Entgeltabrechnung: Die Outsourcer im Visier

Im Dezember 2015 haben sich die europäische Kommission, das europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union auf eine neue Regelung des europäischen Datenschutzrechts in Form einer sogenannten Grundverordnung geeinigt. Mit der Veröffentlichung dieser „Verordnung des europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (Datenschutz-Grundverordnung)“ (DS-GVO) und ihrem Inkrafttreten wird Ende des zweiten Quartals 2016 gerechnet. Anschließend haben die betroffenen Unternehmen zwei Jahre Zeit, ihre Organisation, Prozesse und Verarbeitungen an die neuen Regelungen anzupassen. Dabei ergibt sich insbesondere für Dienstleister eine neue Rechtssituation, die insbesondere durch neue Pflichten, aber auch durch neue Haftungs- und Bußgeldregelungen geprägt ist. Dabei bemisst sich der Bußgeldrahmen auf mindestens bis zu 10 Mio. Euro.

Tückische Fallen bei Teilzeit: Formulierung des Vertrags, Ablehnung von Anträgen

Teilzeitarbeit ist seit vielen Jahren in den meisten deutschen Unternehmen weit verbreitet. Trotzdem stellen sowohl die Umsetzung einer einvernehmlichen Teilzeit in einem „Vertrag über Teilzeitarbeit“ als auch die strengen Formalia zur Ablehnung eines einseitigen Teilzeitantrags des Arbeitnehmers den Arbeitgeber vor Schwierigkeiten und Risiken.

Sachgrund bei Vertretungsbefristung: „Gedankliche Zuordnung“

§ 14 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 Nr. 3 TzBfG

1. Wird ein arbeitsunfähiger Arbeitnehmer durch eine Vertretungskraft befristet vertreten, muss der Arbeitgeber regelmäßig davon ausgehen, dass die Stammkraft nach Gesundung ihre Arbeit wieder aufnimmt. Etwas anderes gilt nur dann, wenn sie bereits vor Abschluss des befristeten Arbeitsvertrags verbindlich erklärt hat, die Arbeit nicht wieder anzutreten.

2. Der erforderliche Vertretungszusammenhang besteht auch, wenn der befristet Beschäftigte Aufgaben übertragen bekommt, die der Vertretene nie ausgeübt hat. Dies nicht nur, wenn eine mittelbare Vertretung erfolgt, sondern auch dann, wenn der Arbeitgeber rechtlich und tatsächlich in der Lage wäre, dem vorübergehend abwesenden Arbeitnehmer im Falle seiner Anwesenheit die dem Vertreter zugewiesenen Aufgaben zu übertragen.

3. Bei der sog. gedanklichen Zuordnung ist eine Dokumentation nach außen ebenso erforderlich wie die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit, dem vorübergehend abwesenden Arbeitnehmer im Falle seiner Anwesenheit die dem Vertreter zugewiesenen Aufgaben zu übertragen.

4. Durch die gedankliche Zuordnung bei Vertragsschluss legt sich der Arbeitgeber dahingehend fest, dass er den Ausfall der Stammkraft nicht mehr zur Begründung einer unmittelbaren oder mittelbaren Vertretung durch einen anderen Mitarbeiter heranziehen kann.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 11. Februar 2015 – 7 AZR 113/13

Auch eine E-Mail kann ein Teilzeitverlangen enthalten

§ 8 TzBfG; §§ 133, 157 BGB

Will der Arbeitgeber einen Teilzeitantrag unter Berufung auf betriebliche Gründe ablehnen, muss er dies dem Arbeitnehmer hinsichtlich der Verringerung und der Verteilung der reduzierten Arbeitszeit spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn schriftlich mitteilen.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 20. Januar 2015 – 9 AZR 860/13

Wirtschaftsfaktor Gesundheit: Wie Ihr Unternehmen durch Corporate Health gesünder und leistungsfähiger wird

Das Sammelwerk ist ein wertvoller Leitfaden für alle, die Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der Praxis verantwortlich umsetzen. Es begleitet Verantwortliche bei allen Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit BGM stellen. Dicht an der Unternehmenspraxis zeigt es, wie man BGM und BGF zielführend und ergebnisorientiert umsetzen kann.

Von Oliver Foitzik (Hrsg.),
Fomaco Verlag, Gersthofen
2015, 496 Seiten, gebunden,
Preis 39,90 Euro (E-Book: 27,90 Euro)

Gestaltung betrieblicher Arbeitszeitsysteme. Ein Überblick für die Praxis

Ohne flexible Arbeitszeit kommt heute kaum noch ein Betrieb aus – weil die Anforderungen von Kunden und Mitarbeitern i. d. R. anders nicht oder jedenfalls nicht wirtschaftlich erfüllt werden können. Flexible betriebliche Arbeitszeitsysteme sind Regelungsbündel, in deren Rahmen und mit deren Hilfe sich der Einsatz der Arbeitszeiten bedarfsgerecht steuern lässt.

Von Dr. Andreas Hoff, Springer Gabler, Wiesbaden 2015,
64 Seiten, Preis: 9,99 Euro (E-Book: 4,99 Euro)

Fünfeinhalb Jahre Praktikum kostet 50.000 Euro Nachzahlung

Wie Legal Tribune Online berichtet, hat das Landesarbeitsgericht (LAG) München zugunsten einer Praktikantin entschieden, dass ein zu Ausbildungszwecken geschlossener Praktikumsvertrag als Anstellungsvertrag anzusehen ist, wenn das Praktikum langjährig ist und die Ausbildung nur gelegentlich stattfindet. Der beklagte Finanzdienstleister muss nun 50.000 Euro an Vergütung, Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen.

Sozialplan: Kinderzuschlag nicht an Lohnsteuerkarte orientieren

Sieht ein Arbeitgeber in einem Sozialplan Zuschläge für jedes Kind eines Arbeitnehmers vor, so darf er sich dabei nicht auf Eintragungen in dessen Lohnsteuerkarte beziehen. Dies hat zum Grund, dass entsprechende Angaben bei verheirateten Frauen steuerrechtlich nicht möglich sind. Deswegen sprach sich das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg zugunsten von Arbeitnehmern aus.

Arbeitskleidung | Kleidervorschrift | Lohn | Aktuelle Rechtsprechung 2016

Die zuständige Generalanwältin des EuGH hat sich in ihrem Schlussantrag zum Tragen religiös-symbolischer Kleidung am Arbeitsplatz geäußert. Generell untersagen will sie es nicht. Jedoch entspricht sie mit ihren Ausführungen Unternehmenskulturen, die gezielt zum unparteiischen Verhalten im Betrieb durch ausdrückliche Anweisungen anhalten. Lesen Sie mehr dazu sowie zu weiteren Urteilen in diesem Newsticker.

Sozialplan | Kur | Betriebsrat | Aktuelle Rechtsprechung 2016

Die Kur ist eine der ältesten Heilungsmaßnahmen, hat sich im Sprachgebrauch bis heute erhalten und wird seit über 20 Jahren von Versicherungsträgern als Rehabilitationsmaßnahme bezeichnet. Das Bundesarbeitsgericht hat sich Ende Mai mit Entgeltfortzahlungsansprüchen bei so genannten ambulanten Kuren befasst. Lesen Sie im Detail an dieser Stelle nach. Zwei weitere Urteile behandeln die Themen Sozialplan und Betriebsrat.

Änderungen bei Mitarbeiterentsendung nach Frankreich

Bei einer Mitarbeiterentsendung nach Frankreich haben Unternehmer mit Sitz in Deutschland arbeits-, sozialversicherungsrechtliche und steuerrechtliche Formalitäten sowie Meldepflichten zu beachten. Eine Arbeitnehmerentsendung liegt grundsätzlich dann vor, wenn ein Arbeitnehmer auf Weisung des deutschen Arbeitgebers (entsendendes Unternehmen) vorübergehend eine Beschäftigung in Frankreich ausübt. Dabei muss die Dauer der Beschäftigung in Frankreich von vornherein bestimmt sein.

Ein juristisches Minenfeld? Generation Z

Die Generation Z ist betriebliche Realität und schafft völlig andere juristische Herausforderungen, als sie für die Generation Y gelten. Diese fundamentalen Unterschiede gilt es zu verstehen und daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, denn sonst kann sich die Generation Z zu einer explosiven Mischung aus Anspruchsdenken und Durchsetzungsmacht entwickeln.

Das Prinzip der Welle als Erfolgskonzept für das HR-Management im Mittelstand

Ein Erfahrungsbericht von Julia von Groote,
Director Human Resources bei Matrix42

Matrix42 ist ein globaler Anbieter von Software für das Arbeitsplatzmanagement. Das ursprünglich kleine, überschaubare Unternehmen hat sich über die Jahre zu einem erfolgreichen Mittelständler mit starker internationaler Ausrichtung entwickelt. 2014, als ich bei Matrix42 die Verantwortung für die HR-Agenden übernahm, präsentierte sich mir ein sehr dynamisches, heterogenes Unternehmen, das aufgrund seines raschen Wachstums mit seiner bisherigen HR-Struktur und -Ausrichtung an Grenzen gestoßen war. Ich übernahm die Aufgabe, den Personalbereich strategisch und prozessual weiter zu entwickeln sowie die operativen HR-Prozesse zu verbessern und an die neuen Anforderungen anzupassen.

Handeln lernen, um verantworten zu können

Verantwortung ist abgesehen von ihrer rechtlichen Dimension zwingend mit Handlungsvermögen verbunden. Jungen Menschen wird es leichter fallen, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie zuerst zum Handeln angeleitet werden. Führungskräfte sollten dabei im Blick haben, dass ihre Mitarbeiter an etwas gewöhnt werden müssen, dem sie selbst gegenüberstehen: Dem Handeln in unsicher erscheinenden Situationen. Wir sagen, was Handlungskompetenz bedeutet und wie Betriebe sie konkret fördern können.

Anleitung zur Verantwortung: Wie sag ich es meinem Auszubildenden?

Es gibt Themen, die spricht man nicht offen an. Gehört die Verantwortung dazu? Sicherlich. Wer würde einem Auszubildenden oder jungen Kollegen schon sagen, dass er den Eindruck macht, sich lieber einseitig ins Schlepptau von anderen zu hängen, als später selbst einmal zum Ruder zu greifen? Und wie wollte man das ansprechen oder gar Verantwortungsbewusstsein fördern? HRM.de hat Ansätze und gute Gründe zusammengetragen.

Erst Probleme verstehen, dann Verantwortungsbewusstsein einfordern

Junge Menschen, deren Leben von sozialer Benachteiligung geprägt ist, stehen dann mit der Übernahme von Verantwortung auf Kriegsfuß, wenn sie von Problemen schwerwiegend belastet werden oder den Glauben an eine gute Zukunft aufgegeben haben. Wer sie in der Ausbildung und als junge Kollegen führt und begleitet, sollte typische systemische Zusammenhänge dieser Nöte kennen. Anleitung dazu gibt unter anderem die Sozialwissenschaft.

Kolumne: Verantwortungsvolle Arbeitswelt?

Sind Sie auf Facebook? Oder bei Twitter? Wem „followen“ Sie dort und wer Ihnen? Das Folgen ist zu einer modernen sozialen Technik geworden. Fleißig setzen wir Links und Buttons, damit soziale Straßen entstehen. Ideen werden spontan in die Welt gesetzt und auch aufgegriffen. Wie umsichtig und verantwortungsbewusst handeln wir da? Sind wir im Internet und übrigens aber auch im Unternehmen ein gutes Beispiel für Verantwortungsbewusstsein gegenüber Auszubildenden und jungen Kollegen? Hier sind die größten Stolpersteine.

EXPERTENIMPULS: Umsatz kommt von “umsetzen”, nämlich von guten Ideen und deren Umsetzung

Als ich 1989 die ersten Trainings mit der ersten patentierten Haptischen Verkaufshilfen gemacht habe, kamen die Teilnehmer hochmotiviert, zumeist mit dem Gedanken “Wenn ich heute nur eine Idee bekomme, die ich umsetzen kann, dann hat der Tag sich für mich schon gelohnt.” Wo bekam man damals gute Idee zum Verkaufen? Es gab fast nur ein Buch für Verkäufer “Lebe begeistert und gewinne” von Frank Bettger und das war von 1947. Sonst gab es keine guten Quellen. Verkäufer war noch kein Beruf, Marketing war in den Kinderschuhen. Die erfahrenen und erfolgreichen Kaufleute behielten ihre Erfolgsgeheimnisse für sich, es gab kein Internet. Kein Google, kein YouTube, kaum Seminare, keine Webinare, keine eBooks, man kam einfach nicht an gute Ideen heran. Es gab also kaum gute Ideen. Das war der Engpass von damals.

Und das war auch der Engpass der Evolution. Deshalb sind wir Menschen auch darauf geeicht, alles was wir gut oder schön finden, unbedingt machen oder haben zu wollen.

REZENSION | “Wer wir sind und was wir wirklich wollen”

Philipp Riederle. Wunderkind Deutschlands. Nicht der Musik, sondern der digitalisierten Welt. Geboren 1994 und Internetstar seit 2008. Inzwischen berät der Digital Native Konzerne und die Medienbranche bei ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung auf die Zukunft. In 2013 veröffentlichte Riederle ein fundiertes Buch über seine Generation. Wer sich mit dieser beschäftigt, kommt nicht umhin, diesen klugen, faktenreichen und leidenschaftlich geschriebenen Bestseller zu lesen. Er heißt: „Wer wir sind und was wir wollen“.

Die Touchpoint Manager kommen

1. Für das Management: Ausbildung zum zertifizierten internen
Touchpoint Manager vom 19. bis 21. August 2016 in München

2. Für das Marketing: Ausbildung zum zertifizierten Customer
Touchpoint Manager vom 26. bis 28. August 2016 in München

Integration bedeutet: Als Mensch und Person zu wachsen

Sie haben jahrelang Prüfungen abgelegt. Sie haben sich Wissen angeeignet und erprobt, das vielen anderen Menschen fehlt. Natürlich möchten sie mit ihrer Spezialqualifikation Aufgaben lösen, für die es genau sie braucht. Viele Fachkräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland oder Österreich kommen, wollen am liebsten gleich den Stift in die Hand nehmen und anfangen. Doch zuvor müssen sie noch einiges lernen. Was und wie, haben wir das BEN Europe-Institute gefragt. Es unterstützt zugewanderte Fachkräfte aus Informatik und Ingenieurwesen sowie Unternehmen auf dem Weg ihrer Zusammenarbeit.

Kreative Befruchtung braucht räumliche Nähe

Inspiration entsteht durch unkomplizierte Austauschmöglichkeiten. Und gegenseitige Befruchtung braucht räumliche Nähe. Jeder Gedanke wird schärfer und jeder Arbeitsschritt klüger, wenn man dies mit inspirierenden Menschen teilt.

Professionelle Auswertung einer Mitarbeiterbefragung durch die Treiberanalyse

Dass Motivation und Produktivität der Mitarbeiter unmittelbar miteinander zu-sammenhängen, gehört seit langem zu den Allgemeinplätzen der Wirtschaftspsy-chologie. Wie aber ergründet man die wahren Einflussfaktoren für Arbeitszufrie-denheit und Commitment am besten? Als bewährtes strategisches Führungs-instrument gilt die Mitarbeiterumfrage, welche – professionell angelegt – wertvol-le Aufschlüsse über maßgebliche Antriebsfaktoren der Belegschaft vermittelt.

Generation Z: Brechen die Kinder der Realität Brücken ab?

Wenn Sie oder einer Ihrer Beschäftigten dieses Jahr ein Kind zur Welt bringt, so gehört es nicht zur Generation Golf oder vielleicht Y. Es gehört zur Generation „Z“. Der Buchstabe ist – glaubt man den Arbeiten verschiedener Forscher und Nomen est Omen – offenbar Programm unter den jungen Menschen, die seit Mitte der 1990er Jahre in die Welt kamen. Viele von ihnen konzentrieren sich auf ihre eigene Welt angesichts nicht abreißender Krisen. HR-Experten wie der saarländische Prof. Dr. Christian Scholz warnen daher vor einem sozialen und wirtschaftspolitischen Schaden.

Safe-Harbor-Abkommen zwischen EU und USA ungültig

Art. 7, 8, 47 Charta der Grundrechte der
Europäischen Union; Art. 25, 28 Richtlinie 95/46/EG

In den USA ist kein hinreichendes Datenschutzniveau i. S. d. EU-Datenschutzrichtlinie gewährleistet. Eine Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA auf Grundlage der sog. Safe-Harbour-Entscheidung der EU-Kommission ist daher künftig nicht mehr möglich.

(Leitsatz des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 6. Oktober 2015 –
C-362/14 (Schrems)

Betriebliche Übung bei unterschiedlichen Sonderzahlungen

§§ 133, 157, 145, 151, 307 BGB

1. Ein verbindliches Angebot des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer wiederholt eine Sonderzahlung zu gewähren, liegt vor, wenn der Arbeitgeber eine als solche bezeichnete Leistung vorbehaltslos dreimal hintereinander jeweils zum gleichen Zeitpunkt ausgezahlt hat.

2. Dies gilt auch, wenn die Auszahlungen in unterschiedlicher Höhe erfolgt sind. An der gegenteiligen früheren Rechtsprechung wird nicht festgehalten.

3. Die synallagmatische Verbindung zwischen Arbeitsleistung und Sonderzahlung wird durch deren Anknüpfen an das erreichte Betriebsergebnis nicht infrage gestellt, so dass eine solche Vergütung nicht vom Bestand des Arbeitsverhältnisses am 31.12. abhängig gemacht werden kann. Bei vorzeitigem Ausscheiden ist sie anteilig zu gewähren.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 13. Mai 2015 –
10 AZR 266/14

HR-Software-Report 2016 | Recruiting und Talent Management im Blickfeld

In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Recruiting und Talent Management ganz oben auf der To-do-Liste vieler Personaler. Über die Hälfte der Personalexperten, die sich am HR-Software-Report 2016 beteiligten, setzen bereits Software für Recruiting und Personalauswahl ein, über ein Drittel verwendet dafür mobile Applikationen. Und nahezu alle nutzen in diesem Bereich Social Media. Dieses Ergebnis liefert die Studie „HR-Software-Report 2016“, für die das Magazin personal manager gemeinsam mit den Netzwerkportalen HRM.de, HRM.at und HRM.ch 94 Personalverantwortliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragte.

Betriebsrat steht generell kein separater Telefon- oder Internetanschluss zu

Ihr Betriebsrat ist generell in Sorge, dass er bei Telefongesprächen oder beim Surfen im Internet von Ihnen abgehört und überwacht werden könnte? Und zwar weil seine Anschlüsse über Ihren Server, beziehungsweise Ihre Telefonanlage laufen? Sie müssen keineswegs aktiv werden, wie nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) im April 2016 entschied.

Duale Studenten können um Berufsausbildungsbeihilfe ansuchen

Auszubildende, die ein duales Studium absolvieren, können Berufsausbildungsbeihilfe in Anspruch nehmen. Zumindest dann, wenn der Hauptteil der Ausbildung vor dem Studium stattfindet. Selbstredend müssen die üblichen Voraussetzungen für eine derartige Förderung vorliegen. Diese für alle Betroffenen positive Entscheidung hat jüngst das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz gegenüber der Bundesagentur für Arbeit getroffen.

Stark verdreckte Arbeitskleidung bitte ausziehen

Immer wieder wird in der Praxis darüber gestritten, ob und wie Umkleidezeiten für Mitarbeiter zu vergüten sind. Ein neues Urteil deckt nun auch solche Fälle ab, in denen ein Beschäftigter genötigt wäre, mit sehr auffälliger Arbeitskleidung den Weg zum Job anzutreten oder sogar in stark verschmutzter Kleidung Wege auf sich zu nehmen. Das Landesarbeitsgericht Hessen sah nur eine Lösung: Ausziehen. Der Arbeitgeber hat zu zahlen.

Betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat mit Urteil vom 29.10.2015 (4 Sa 951/14 – Revision wurde zugelassen) über die betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit entschieden. Der Arbeitnehmer war als Sicherheitsingenieur/-techniker für den Bereich Arbeitssicherheit seit 2008 bei einem Industrieunternehmen beschäftigt. Nachdem die Unternehmerentscheidung getroffen worden war, neben weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen auch den Bereich Arbeitssicherheit zu schließen und die Dienstleistungen auf einen externen überbetrieblichen Dienst zu übertragen, war dem Kläger betriebsbedingt gekündigt worden.

Demographie Netzwerk: Flexi-Rente – Berufsausstieg fühlt sich weniger wie Fallbeil an

Deutschland geht seit dem 10. Mai eine von zahlreichen heiligen Kühen in seinem Sozialsystem an, die auf allzu glattem Eis stehen. Gemeint ist das Renteneinstiegsmodell. Laut Medienberichten legte die Große Koalition ein Reformpaket vor, demzufolge Beschäftigte mit einem Alter von 63 Jahren in naher Zukunft neben einer Teilzeitrente so in Teilzeit arbeiten können, dass ihnen mehr Geld bleibt. Ziel der sogenannten „Flexi-Rente“: Altersarmut mildern, beziehungsweise verhindern, Knowhow in Unternehmen halten und das Sozialsystem entlasten. Das Demographie Netzwerk (ddn) begrüßt die politische Initiative.

Tipp: Geld vom Integrationsamt für Homeoffices von behinderten Mitarbeitern

Wer im Homeoffice arbeitet, muss über genügend Selbstdisziplin verfügen, um sich selbst zu organisieren. Viele behinderte Menschen haben darin ein Talent entwickelt. Für sie kann ein Arbeitsplatz daheim optimal sein, weil er ihnen den Alltag erleichtert. Die Integrationsämter sind bei der Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen gerne behilflich. Lesen Sie dazu mehr im Sozialrechtstipp von Rechtsanwältin Cornelia Oster.

Elternzeit | Arbeitsvertrag | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Dieser Newsfeed stellt Ihnen unter anderem zwei Urteile des obersten deutschen Arbeitsgerichtes vor, die Sie beachten müssen, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, die in Elternzeit gehen. Eine weitere Entscheidung des Arbeitsgerichtes Bonn dürfte für die Unternehmen interessant sein, die Arbeitnehmer kündigen wollen, obwohl diese auf einem anderen Arbeitsplatz zu wesentlich geringerem Entgelt weiterbeschäftigt werden könnten.

Immer mehr Studierende machen mit Erasmus+ ein Auslandspraktikum

Neben den Auslandsstudienaufenthalten fördert Erasmus+ auch Auslandspraktika. Fast 7.500 deutsche Studierende machten von dieser Möglichkeit Gebrauch – rund 18 Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2013/2014. Das berichtet der Deutsche Akademischen Austausch Dienst (DAAD).

Behinderung: Kein Abschlag auf Sozialplanabfindung wegen Rentennähe

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte zu entscheiden, inwiefern ein schwerbehinderter Mitarbeiter, welcher kurz vor der Rente steht, bei einer Sozialplanabfindung einen Abschlag hinzunehmen hat. Wäre dies eine Benachteiligung? Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitgeber eine Betriebsabteilung stillgelegt und im Zuge dessen das Arbeitsverhältnis mit einem schwerbehinderten Mitarbeiter bei gleichzeitiger Zahlung einer verminderten Abfindung beendet.

Internationale Führung. Das GLOBE-Brevier in der Praxis

Das GLOBE-Projekt (Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit interkultureller Führungs- und Organisationsforschung. Die Herausgeber dieses Buches haben nun die Ergebnisse aus über zwanzig Jahren auf das Wesentliche zusammengefasst und für den Einsatz in der Praxis globaler Führung und Organisation aufbereitet.

Von Prof. Dr. Felix C. Brodbeck, Univ.-Prof. Dr. Erich Kirchler
und Dr. Ralph Woschée (Hrsg.), Springer-Verlag,
Berlin Heidelberg 2016, 271 Seiten, Preis: 24,99 Euro

Praxiswissen Arbeitsrecht

Welche Fragen dürfen im Vorstellungsgespräch gestellt werden und welche nicht? Wie umgehen mit Diskrimierungsvorwürfen abgelehnter Bewerber? Und was genau ist beim Mindestlohn zu beachten? RA Thomas Muschiol präsentiert in diesem Nachschlagewerk alle wichtigen arbeitsrechtlichen Themen und Fakten von der Stellenanzeige über das „Tagesgeschäft“ bis zur Kündigung.

Von Thomas Muschiol, 2. Auflage, Haufe Gruppe,
Freiburg München 2015, 684 Seiten, Preis: 49,95 Euro

Gesundheit | Betriebsrat | Arbeitszeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Manche Jobs bringen es mit sich, dass Mitarbeiter mit Zigarettenrauch konfrontiert werden. Weil man es dem Kunden nicht verwehren möchte, muss auch der Beschäftigte, ob er möchte oder nicht, mitziehen. Das Bundesarbeitsgericht hat dem mit einem Urteil nun Rechnung getragen. Lesen Sie wie und Weiteres in dieser Zusammenstellung.

Über die Anforderungen an Führungskräfte heute und in der Zukunft – Christof Kerscher im Gespräch mit dem HR Interim-Manager Peter Hoyer

In Bezug auf HR Interim-Management treffen beim Thema „Führung“ immer mindestens zwei Punkte zusammen: Die von uns vermittelten Personalmanager übernehmen meist in den Einsätzen Führungspositionen (sofern nicht für fachliche Spezialprojekte eingesetzt). Gleichzeitig müssen sie kraft ihres Amtes als Personalleiter für die Führungskräfte des Einsatzunternehmens da sein: Sie müssen sie rekrutieren, weiterentwickeln, beraten. HR Interim-Manager sind also wahre Führungskraft-Experten, fachlich mit einem guten Werkzeugkoffer ausgestattet und jeder Menge eigener Führungserfahrung.

Darüber und über die Anforderungen an Führungskräfte heute und in der Zukunft spreche ich mit dem langjährigen HR Interim-Personalleiter Peter Hoyer.

Interim-Manager oder Berater? Alles zu seiner Zeit! Ein Gespräch mit einem Auftraggeber.

Dr. Tobias Berblinger war einst selbst Unternehmensberater und verantwortete im Laufe seiner Karriere Aufgaben und Funktionen auch interimistisch. Heute greift er als Auftraggeber immer wieder auf Externe zurück – ein idealer Ansprechpartner also, wenn es darum geht, die Motivation sowohl eines extern Eingesetzten, als auch die des Kunden zu beleuchten.

Spezial – bAV: Eine für alle? Einführung einer „Deutschland-Rente“ brächte keine Vorteile

Die hessischen Staatsminister Al-Wazir (DIE GRÜNEN), Grüttner (CDU) und Dr. Schäfer (CDU) haben am 22. Dezember 2015 ein Konzept mit dem Titel „Die Deutschland-Rente – Staat soll zentralen Rentenfonds organisieren“ zur Diskussion gestellt. Der Vorschlag hat zum Ziel, die kapitalgedeckte zusätzliche Altersvorsorge zu stärken. Er sieht vor, dass der Staat künftig ein „einfaches, kostengünstiges Standardprodukt für jedermann“ anbieten soll. Hierfür soll ein zentraler Rentenfonds aufgebaut werden, in den alle Arbeitnehmer verpflichtend Teile ihres Netto-Gehalts einzuzahlen haben.

Monitoring für Überlassungsdauer als Antwort auf Referentenentwurf

Am vergangenen Mittwochabend hat sich der Koalitionsausschuss im Bundeskanzleramt darauf geeinigt, dass der im Februar vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegte Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes in Kürze vom Bundeskabinett beschlossen werden soll

HR4YOU-RPO und HGBD ein Vorsprung an Know-How

“Wir haben mit der Einführung von HR4YOU einen Workflow erhalten, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nicht nur in der Personalabteilung – von vorteilhaftem Nutzen ist.” Ingrid Maßwig, Geschäftsführerin der Charité CFM Facility Management GmbH.

Es ist eine weitere Erfolgsgeschichte aus dem Hause HR4YOU. Diesesmal in Zusammenarbeit mit der Hanseatischen Gesellschaft für Bewerberdatenschutz. HR4YOU stellt die Software bereit damit die HGBD das Recruiting für die CFM GmbH erfolgreich vorantreiben kann. Aber lesen Sie die Erfolgsgeschichte am besten selbst.

Update Urlaubsrecht | Stand der Rechtsprechung

In Sachen Urlaubsbearbeitung sind immer die groben Linien das BAG zu beachten. Dies gilt namentlich vor dem Hintergrund, dass bereits vor dem Berichtszeitraum die Klassifizierung des Urlaubs- und des Urlaubsabgeltungsanspruchs erheblich in Bewegung geraten ist. Der Beitrag knüpft an den Aufsatz von Bartz/Stratmann in der Zeitschrift Arbeit & Arbeitsrecht Nr. 6/13, S. 348 ff. an.

Ein Tag im Home-Office – das Beispiel mit gratis eBook

Jeder zweite Deutsche würde gerne von zu Hause oder einem anderen Ort als seiner Firma aus arbeiten, wenn der Arbeitgeber dies erlauben würde.

Das ergab eine aktuelle Ipsos-Studie. Und tatsächlich haben viele Chefs heute nichts mehr dagegen, dass ihre Beschäftigten teilweise im Home-Office tätig sind. Eine Rufumleitung ist schnell installiert, übers Internet kann der Mitarbeiter jederzeit auf den Firmenserver zugreifen.

Gefährdungsbeurteilung psychsiche Belastung – neben gesetzlicher Pflicht DIE Chance zur Steigerung der Mitarbeiterbindung & Arbeitgeberattraktivität

Trotz diverser Handlungshilfen (GDA-Broschüre zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen, IAG-Report 32 (Paridon, 2014), Positionspapier (Wiegl et.al., 2015), haben nur 16 % aller deutschen Betriebe eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung, die körperliche als auch psychische Arbeitsbelastungen umfasst, durchgeführt (Ahlers, 2015). Unternehmen sehen sich mit dieser Aufgabe angesichts der Vielzahl von Verfahren und Umsetzungsmöglichkeiten häufig überfordert – dabei steckt in der Analyse der erlebten Belastungs- und Ressourcensituation der Mitarbeiter großes Potential zur Stärkung der Mitarbeiterbindung, Erhöhung der Arbeitsgeberattraktivität und damit die Schaffung von leistungsfähigen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg.

MARKTKompass HR-Start-up: repeat mobile

Sie setzen noch wenig auf E-Learning und mehr auf Präsenztrainings oder -schulungen? Digitale Formate spielen in Ihrem Unternehmen beim learning on the job noch keine große Rolle? Aber Sie und Ihre Beschäftigten nutzen fleißig Smartphones? Dann ist „repeat mobile“ eine App, mit der Sie Ihre Weiterbildungsprozesse einfach fördern können. Personalentwickler, Trainer und Coaches unterstützen mit dem Tool Lernende darin, Stoff regelmäßig zu wiederholen und ihren Wissensstand zu testen.

Personalkennzahlen und Reporting: Nutze die Zahlen! | SPEZIAL

Die Bedeutung von Personalkennzahlen im Lichte des Unternehmenserfolgs

Wer in einem Unternehmen wichtige Entscheidungen trifft, ist auf eine verlässliche Datenbasis und auf aussagekräftige Analysen angewiesen. Die notwendigen Daten stammen – je nach fachlichem Hintergrund des Themas – aus den verschiedensten IT-Systemen, die im Unternehmen eingesetzt werden. Bei allen strategisch wichtigen Entscheidungen werden auch Informationen über das verfügbare oder benötigte Personal gebraucht. Ob es um die Produktionsplanung für das nächste Jahr geht, um die Planung von Büroflächen, um das Controlling der Kosten oder um den Personalbedarf der Zukunft: Ohne detaillierte Informationen über die Mitarbeiter können die hierfür erforderlichen Entscheidungen nicht fundiert getroffen werden.

Herausforderung für Arbeitsrecht und Datenschutz: Smartphones im Betrieb

Im Jahr 2015 gab es in Deutschland rund 113,5 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Ein Smartphone dürfte also fast jeder und dieses fast immer und überall dabei haben. Wenn es klingelt oder vibriert, wird regelmäßig reagiert – auch im Betrieb und während der Arbeitszeit. Mit den Geräten kann nicht nur telefoniert, fotografiert und gefilmt, sondern auch navigiert, gegoogelt, getwittert, gebloggt und gemailt werden.

Diskriminierung eines Behinderten: Ausschluss vom Sozialplan

Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG; §§ 1, 3 Abs. 1 AGG;
§ 75 Abs. 1 BetrVG; § 43 Abs. 1 Satz 2 SGB VI

1. Die Betriebsparteien haben bei der Ausgestaltung betrieblicher Vereinbarungen auch dann einen weiten Beurteilungsspielraum, wenn es um die Verteilung begrenzter Mittel für Abfindungen bei Betriebsschließungen geht.

2. Behinderte Menschen können durch den Ausschluss von einem Sozialplan in unzulässiger Weise i. S. d. Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG benachteiligt werden, wenn dies nicht durch eine spezifische Förderungsmaßnahme hinlänglich kompensiert wird, was aufgrund einer Gesamtwürdigung im Einzelfall zu entscheiden ist.

3. Die Entscheidung der Betriebsparteien, denjenigen Mitarbeitern keine Abfindung zu zahlen, die nach dreijähriger arbeitsunfähig bedingter Abwesenheit eine befristete Erwerbsminderungsrente erhalten, überschreitet nicht die Grenze des zulässigen Beurteilungsspielraums.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom
25. März 2015 – 1 BvR 2803/11

Urlaubsdauer bei kurzfristiger Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses

§§ 2, 4, 5, 7 BurlG

1. Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses entsteht nach § 7 Abs. 4 BUrlG ein Anspruch auf Abgeltung des wegen der Beendigung nicht erfüllten Urlaubsanspruchs.

2. Wird danach ein neues Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber begründet, ist dies i. d. R. urlaubsrechtlich eigenständig zu behandeln.

3. Der volle Urlaubsanspruch wird erst nach (erneuter) Erfüllung der Wartezeit des § 4 BUrlG erworben.

4. Der Teilurlaub berechnet sich grundsätzlich eigenständig für jedes Arbeitsverhältnis.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 20. Oktober 2015 –
9 AZR 224/14

Zahl der ausländischen Studierenden steigt weiter

Im Studienjahr 2015 waren 321.569 junge Menschen aus dem Ausland in Deutschland immatrikuliert. Das ist eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Ein Großteil (73,3 Prozent) davon waren sogenannte Bildungsausländer. Das sind Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben.

Gehaltsspiegel: IT-Fachkräfte nach wie vor im Aufwind

Dass IT-Fachkräften als digitalen Transformationsarchitekten der Wirtschaft die Zukunft gehört, zeichnet sich nicht zuletzt an ihren Gehaltsabrechnungen ab. Das ergibt sich aus einer aktuellen Gehaltsübersicht des Personalvermittlers Robert Half. Begünstigend wirkt auch, dass sich die Arbeitslosenzahlen nach wie vor auf niedrigem Stand bewegen. Arbeitgeber müssen also mehr Geld in die Hand nehmen, um Professionals zu halten oder anzuwerben.

Trennung | Erwerbsunfähigkeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Kennen Sie das Windhundprinzip? Im Alltag begegnen Sie ihm auf Schritt und Tritt. Es lautet: Wer zuerst kommt, der malt zuerst. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat jüngst entschieden, dass diese Regel auch auf Abfindungsprogramme angewendet werden darf. Details dazu sowie weitere Urteile lesen Sie in diesem Newsticker.

Tarifliche Ausschlussfrist | Betriebsrat | Leiharbeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Die Debatte darüber, wie Leiharbeitnehmer gegenüber Stammbeschäftigten zu entlohnen sind, reißt nicht ab. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes befasst sich mit dem so genannten Equal Pay-Grundsatz. Demnach muss sich die Entlohnung von Zeitarbeitern an den Bedingungen beim Entleiher orientieren. Wir stellen Ihnen die Entscheidung vor. Drei weitere Urteile informieren Sie zu anderen aktuellen Entscheidungen aus dem Vormonat.

Verspätungen bei Geschäftsreisen: Arbeitgeber erhält Schadensersatz

Arbeitgeber bekommen Schadensersatz bei Verspätung, dies wurde jetzt in einem Urteil entschieden. Kommt es bei Geschäftsreisen zu Verspätungen, können dem Arbeitgeber zusätzliche Ausgaben entstehen. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH C-429/14) hat jetzt in einem Urteil entschieden, dass der Arbeitgeber diesen Schaden von der Fluggesellschaft zurückfordern kann.

Bundesgerichtshof trifft Grundsatzentscheidung zu Parkplatzunfällen

Ein Mitarbeiter besucht einen Kunden mit dem Geschäftswagen seines Arbeitgebers. Er stellt ihn auf einem privaten, aber öffentlich zugänglichen Parkplatz ab. Nach dem Geschäftstermin steigt er in den Wagen und parkt zeitgleich mit einem anderen Autofahrer aus. Es kommt zur Kollision. Derlei ärgerliche Szenen beschwören im Alltag Streit herauf, der nicht einfach zu klären ist: Wer hat wem Schaden zu zahlen? Eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) bietet neue juristische Leitplanken.

Gewerkschaftsaustritte lassen sich nicht incentivieren

Wäre eine Reinigungsfirma mit ihrer Mitarbeiterprämie für einen Gewerkschaftsaustritt vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen erfolgreich gewesen, dann hätte sie sicherlich viele Nachahmer gefunden. So aber wurde das Unternehmen offiziell ausgebremst. Das Gericht entschied im März 2016 per Eilverfahren: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten, die Mitglied bei Gewerkschaften sind, kein Geld zahlen, damit diese austreten.

Arbeitskontrolle: Allgemeine Äußerung fällt unter Meinungsfreiheit

Wie das Justizministerium Nordrhein-Westfalen auf seinem Onlineportal „Justiz-Online“ mitteilt, ist eine allgemeine Äußerung eines Mitarbeiters darüber, dass sich die Überwachungsverhältnisse in seinem Betrieb so bedenklich gestalten wie in einem totalitären System, kein Grund für eine außerordentliche Kündigung. Es gilt die Meinungsfreiheit. Dies hatte Anfang März 2016 das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden.

Bundesrat bewilligt mehr Geld für Meister-BAföG

Der Bundesrat hat einer Gesetzesnovelle (AFBG) für das Meister-BAföG zugestimmt. Damit werden all jene noch besser finanziell unterstützt, die sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Betriebswirt oder staatlich geprüften Erzieher fortbilden. Als Grund für die bewilligten höheren Fördersätze gibt der Bundesrat an, die Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Fortbildung verbessern zu wollen. Die Änderungen gelten ab 01. August 2016.

Arbeitszeit- oder Zeitwertkonten: Keine verdeckte Gewinnausschüttung

Der Bundesfinanzhof hat mit einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden, dass sich das Aufgabenbild eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH nicht mit einer Vereinbarung verträgt, die es dem Betreffenden ermöglicht, im Rahmen seiner Tätigkeit Stunden zu Gunsten einer späteren, vergüteten Freizeit zu sammeln. Dabei ist es irrelevant, ob die Gutschrift während der Ansparphase in Zeiteinheiten erfolgt oder in Form eines Wertguthabens.

Betriebsverfassungsgesetz

Der von Prof. Dr. Reinhard Richardi herausgegebene Standardkommentar erscheint – seit 1952 – in der nunmehr 15. Auflage. Die Bearbeiter sind anerkannte Experten aus Wissenschaft (Richardi, Thüsing, Maschmann) und Anwaltschaft (Annuß, Forst), wobei für die 15. Auflage Maschmann und Forst neu hinzugekommen sind. Das Werk ist ebenso etabliert wie renommiert, wie zahlreiche Zitierungen belegen.

Von Prof. Dr. Reinhard Richardi (Hrsg.),
15., neu bearbeitete Auflage,
Verlag C. H. Beck, München 2016,
2.487 Seiten, in Leinen, Preis: 169 Euro

Steuerliche Abzugsmöglichkeiten von Kinderbetreuungskosten (update)

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Unternehmen genauso ein Anliegen wie für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die Möglichkeit beider Elternteile eine Berufstätigkeit auszuüben, spielt die optimale Kinderbetreuung während der Arbeitszeit eine wichtige Rolle. Im Nachfolgenden finden Sie eine Übersicht, erstellt durch die IHK Stuttgart, welche Unterstützung das Steuerrecht für die Berücksichtigung der hierbei entstehenden Kosten bietet. Dabei werden die Möglichkeiten der Abzugsfähigkeit der entsprechenden Kosten von der „privaten“ Steuer der Eltern ebenso dargestellt wie die steuerliche Behandlung von Arbeitgeberzuschüssen. Mit Blick darauf, dass sich die gesetzliche Lage ab dem Veranlagungsjahr 2012 geändert hat, wird hierbei nach alter Rechtslage (bis einschließlich Veranlagungsjahr 2011) und neuer Rechtslage (ab dem Veranlagungsjahr 2012) unterschieden.

Der mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatz

Der mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatz ist ein Thema, dem wir uns im Arbeitgeber- und Mitarbeitermagazin schon oft und von allen Seiten genähert haben. Während sich Wissensarbeiter über volle Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit, freuen, genießen Bandarbeiter vielleicht eher ein bisschen grün in ihrer Pause in der Kantine. Im Kern geht es beim mitarbeiterfreundlichen Arbeitsplatz vor allem um die Arbeitszeit, den (optimalen) Arbeitsort sowie die (perfekte) Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wasserspender + Unternehmen = Work-Life-Balance?

In einer perfekten Arbeitswelt sind die Werkhallen, Fließbänder, Büros und Läden das zweite zu Hause für die Mitarbeiter. Jeder Angestellte ist mit viel Herz und Grips während seiner Arbeitszeit präsent. Aufgaben werden nicht vom Chef gebracht sondern vom Mitarbeiter geholt. Alle arbeiten im höchsten Maße selbstständig und Schnittstellen zwischen Vorgesetzten, Abteilung und Team sind echte Knotenpunkte. Alle Beschäftigten haben nur eins im Sinn: Mit ihrer Hände Arbeit das Unternehmen voranzubringen!

Reisekosten: Taxigewerbe klagt erfolgreich Rabattaktionen

Auf ausgedehnte Rabattaktionen können Arbeitgeber zwecks Vergünstigung von Reisekosten vorerst nicht mehr hoffen. Zwar mischen Startups medienwirksam mit kostengünstigen Preismodellen das Taxigewerbe auf. Doch in vielen Fällen sehen sich die Parteien vor Gericht wieder. So hat jüngst das Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen MyTaxi bestätigt. Die Taxi-App der Daimler-Tochter hatte Kunden bei Rabattaktionen zum Teil die Hälfte des Fahrpreises erstattet.

Dem Betriebsrat sind zu Zielvereinbarungen Namen zu nennen

Fordert ein Betriebsrat die Bekanntgabe der Namen jener Mitarbeiter an, mit denen der Arbeitgeber Zielvereinbarungen abschließt, um pflichtgemäß die Durchführung einer Gesamtbetriebsvereinbarung zu überwachen, so handelt er datenschutztechnisch unbedenklich. Im vorliegenden Fall hatte das Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main über einen Streit innerhalb eines Konzerns entschieden.

Europäischer Bildungsverband präsentiert sich der Corporate Learning-Community

Die European Corporate Learning Association (E-CLA) macht sich für berufliche Bildung in Europa stark. Als erste und einzige Organisation vernetzt sie dazu europäische Unternehmen mit Bildungsanbietern sowie Vertretern der Wissenschaft. Die Themenagenda der E-CLA reicht von der Aus- und Weiterbildung bis hin zu informellem Wissenserwerb, mit spezieller Berücksichtigung von Innovations- und strategischen Transformationsprozessen. Interessenten können E-CLA 2016 bei diversen Events kennenlernen. Bettina Wallbrecht sprach mit E-CLA-Präsident Guy Kempfert.

Mitarbeiterfreundlichkeit darf etwas kosten

Seit 2006 machen wir uns bei der familienfreund KG Gedanken über besseres Arbeiten sowie Leben.

In den Medien wird viel über Familienfreundlichkeit geredet und Politiker aller Ebenen und Farben appellieren an die Arbeitgeber der Wirtschaft noch familienfreundlicher zu sein. Neben dem Buzzword Work-Life-Balance, welches falsch verstanden bzw. übersetzt wird, sind es diese erhobenen Zeigefinger, die die Verantwortlichen davon abhalten, etwas für die Belegschaft und ihre Angehörigen zu tun.

Prof. Dr. Detlef Zühlke: Industrie 4.0-Pionier feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Am 1. April 2016 begeht der Professor für Produktionsautomatisierung an der Technischen Universität Kaiserslautern Prof. Dr. Detlef Zühlke sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Er gehört zu den Wissenschaftlern, die Grundsteine für die smarte Fabrikation legten. Er forschte maßgeblich an der Frage, wie das Internet die Fabrikproduktion und die Zusammenarbeit der Menschen verändert. Seit 2009 ist er Wissenschaftlicher Direktor im Bereich Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Inspirationen: Kreative Workplaces aus aller Welt

Das Berliner Label FvF – Freunde von Freunden – ist ein Hybrid aus Onlinemagazin und Network. Die Publikationsplattform stellt Menschen und Stories aus dem urbanen Leben, der Kreativindustrie sowie aus Großstädten vor. So will sie das zeitgenössische Leben abbilden. Das Thema Workplaces hat sogar ein eigenes Chapter bei FvF. Wir haben es gesichtet und stellen die interessantesten Eindrücke rund um Arbeitsplatzgestaltung von Kreativen vor.

13. Monatsgehalt: Kein Ausgleichsanspruch für tariflich bezahlte Mitarbeiter

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hat mit Urteil vom 30.11.2015 (2 Sa 644/14) zur Differenzierungsmöglichkeit beim 13. Monatsgehalt entschieden. Danach haben tariflich bezahlte Mitarbeiter grundsätzlich keinen Anspruch auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt beziehen. Das LAG stellt klar, dass ein außertariflicher und sich damit nicht dynamisch entwickelnder Vertrag mit einem tariflichen Arbeitsvertrag nicht vergleichbar ist. Arbeitgeber sollten dennoch die jeweiligen Verträge kategorisch unterschiedlich gestalten.

Kündigung | Arbeitskontrolle | Diebstahl | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Diebstähle an Arbeitsplätzen kommen immer wieder vor. Der Gesetzgeber hat sich im Februar erneut mit Fällen befasst. Lesen Sie, unter welchen Bedingungen Arbeitgeber haften und welche Besonderheiten bei Leiharbeitnehmern gelten. Weitere Urteile informieren Sie über Maßgaben für Ihr Trennungsmanagement sowie zur Arbeitskontrolle.

Altersarmut: Rentenansprüche von Mini- und Midijobbern erhöhen

Der Verein zur Förderung des Handels, Handwerks und der Industrie e.V. (VFHI) hat ein Konzept für die betriebliche Altersversorgung (baV) entwickelt, das sich an Mini- und Midijobber wendet. Damit wollen die Initiatoren dieser Zielgruppe eine Alternative zum möglichen Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bieten. Dazu muss der betreffende geringfügig Beschäftigte seine Arbeitszeit stundenweise erhöhen, die Vergütung dieser Zeit fließt vollständig in seine baV. Unternehmen wie Mitarbeiter entstehen keine Zusatzkosten oder Abzüge.

Gallup-Engagement Index 2015: Kaum Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern

Das Beratungsunternehmen Gallup erstellt jährlich einen Engagement Index für Deutschland anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und -umfeld. Für die jüngste Untersuchung wurden insgesamt 1.429 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer ab 18 Jahren telefonisch interviewt. Wieder einmal zeigt sich an den Ergebnissen, dass Führungskräfte und Mitarbeiter zu wenig miteinander sprechen. Lediglich 45 Prozent der Befragten gaben an, im letzten halben Jahr mit einem Vorgesetzten über die eigene Arbeitsleistung im Dialog gewesen zu sein.

Betriebsratsvorsitzender nimmt eigenmächtig Urlaub und bekommt Recht

Ein Betriebsratsvorsitzender hatte trotz ausdrücklicher Untersagung seitens seiner Arbeitgeberin eigenmächtig zwei Tage Urlaub genommen. Die hatte er genutzt, um an gewerkschaftlichen Schulungen teilzunehmen. Daraufhin war sein Beschäftiger vor das Arbeitsgericht Düsseldorf gezogen. Dieses aber wies seine eingereichten Anträge zurück (Urteil vom 10.03.2016, 10 BV 253/15).

Tarifrecht: Begünstigung arbeitgebertreuer Beschäftigter

Sind Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber treu, so können sie im deutschen Tarifrecht bei der Eingruppierung begünstigt werden. Dies entschied nun das Landesarbeitsgericht Stuttgart. Damit unterstrich es, dass eine Differenzierung nicht gegen europäisches Recht verstößt. Der Begünstigte ist im vorliegenden Fall ein Diplom-Psychologe, der mehr als elf Jahre bei verschiedenen privaten Trägern von Behinderteneinrichtungen tätig war (Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg vom 18. Januar 2016 | AZ: 1 Sa 17/15).

Keine Sperre beim Arbeitslosengeld nach befristeter Beschäftigung

Löst ein Arbeitnehmer ein unbefristetes Arbeitsverhältnis auf, um mit berechtigtem Interesse in ein befristetes zu wechseln, so kann ihm das Arbeitslosengeld nach Ablauf des Arbeitsvertrages nicht gesperrt werden. So lautet das Urteil des Sozialgerichtes Speyer, welches über den Fall eines Maurers zu entscheiden hatte (SG Speyer Nr. 1/2016 v. 19.02.2016).

EU-Kommission evaluiert Nachweisrichtlinie 91/533/EWG

Die Arbeitswelten in der Europäischen Union wandeln sich durch internationale Arbeitnehmermobilität, Digitalisierung und Marktinnovationen zunehmend. Deswegen evaluiert die EU-Kommission mit einer Studie, inwiefern die Richtlinie 91/533/EWG noch zeitgemäß ist. In Deutschland wird diese „Written Statement Directive“ durch das Nachweisgesetz umgesetzt. Sie hat den Anspruch der Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern zum Inhalt, über Hauptpunkte ihres Arbeitsverhältnisses schriftlich informiert zu werden. Wir verlinken zur Umfrage.

Praxisleitfaden Arbeitsrecht Schweden

Keine Betriebsräte, kaum Kündigungsschutzklagen und nur ein einziges Arbeitsgericht – in Sachen Arbeitsrecht unterscheidet sich Schweden erheblich von Deutschland. Um im Land tätigen Arbeitgebern und Personalverantwortlichen Missverständnisse oder gar arbeitsgerichtliche Streitigkeiten zu ersparen, hat die Deutsch-Schwedische Handelskammer nun den Praxisleitfaden „Arbeitsrecht in Schweden“ veröffentlicht.

Dr. Eva Häußling: Arbeitsrecht in Schweden
Praxisleitfaden für Arbeitgeber und Personalverantwortliche
in der nordeuropäischen Konsenskultur
Springer Fachmedien Wiesbaden | 2016 | 34,99 Euro

Motivation und Vertrauenskultur durch Zeitwirtschaft

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Neue Technologien machen es möglich, schnell und einfach miteinander zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Neue Arbeitsformen und Personalstrukturen entstehen. So setzen sich Teams immer häufiger aus Festangestellten, Freiberuflern und so genannten Cloudworkern zusammen; also digitalen Nomaden, die Aufträge über Freelancer-Portale suchen und diese oft im Home-Office erledigen. Der Beitrag zeigt, wie Teambuilding in diesen gemischten Gruppen funktioniert und was Zeitwirtschaft dabei leisten kann.

Fahrzeit als Arbeitszeit

Richtlinie 2003/88/EG

Bei Arbeitnehmern, die keinen festen oder gewöhnlichen Arbeitsort haben, ist Arbeitszeit i. S. d. Art. 2 Nr. 1 der Richtlinie 2003/88/EG auch die Fahrzeit, die sie für die täglichen Fahrten zwischen ihrem Wohnort und dem Standort des ersten und des letzten von ihrem Arbeitgeber bestimmten Kunden aufwenden. Dies folgt aus dem unionsrechtlichen Ziel des Schutzes der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmer.

(Leitsatz des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 10. September 2015 – C-266/14

Altersabhängige Spätehenklauseln sind unwirksam

§ 10 Satz 3 Nr. 4 AGG

Regelungen, die eine Hinterbliebenenversorgung nur dann zusagen, wenn die Ehe vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Arbeitnehmers geschlossen wurde (sog. Spätehenklausel), stellen eine unzulässige Altersdiskriminierung dar und sind daher unwirksam.

(Leitsatz der Bearbeiterinnen)
BAG, Urteil vom 4. August 2015 –
3 AZR 137/13

DAX-Vorstandsvergütungen stiegen 2015 mäßig

Die alljährliche Willis Towers Watson-Studie „Vorstandsvergütung im DAX“ zeigt für das vergangene Jahr, dass die Vergütungen von DAX-Vorstandsvorsitzenden mäßig gestiegen sind. Der Unternehmensberatung liegen Daten von Geschäftsberichten aus 21 DAX-Konzernen vor. Im Durchschnitt betrug eine Vergütung 4,9 Millionen, was einen Anstieg um ein Prozent gegenüber 2014 bedeutet.

Kulturbildung in Zeiten der Digitalisierung | Kruse-Serie | Teil 3

Kultur ist das, was Menschen als überpersonaler Verständigungsraum verbindet. In einer Gesellschaft gibt es viele verschiedene kulturelle Räume; von Prof. Dr. Peter Kruse auch als „kulturelle Layer“ bezeichnet. In Zeiten der Digitalisierung und der globalen Kommunikation ist der Umgang mit ihnen allerdings erschwert, weil durch das Internet viele Informationen verloren gehen. Dieser Beitrag stellt Aspekte und Maßgaben zur Kulturbildung zusammen, die Prof. Dr. Peter Kruse zur Diskussion stellte.

Integration von Geflüchteten: So stehen deutsche Arbeitgeber dazu

Laut einer aktuellen Umfrage des Personaldienstleisters Hays in Kooperation mit dem IBE, Institut für Beschäftigung und Employability aus dem Februar 2016 wertet die große Mehrheit der Unternehmen Flüchtlinge als Chance und nicht als Risiko für den deutschen Arbeitsmarkt. Befragt wurden Entscheider aus 354 Unternehmen. Das Studienergebnis zeigt aber auch, dass nur ein kleiner Teil der Geflüchteten mit anspruchsvollen Aufgaben betraut wird. Die größte Hürde bei der Integration sind nach wie vor fehlende Sprachkenntnisse.

Geschäftsreise: Was kann man von der Steuer absetzen?

Wer eine Reise aus beruflichen oder betrieblichen Gründen antreten muss, kann die dafür benötigen Aufwendungen wie etwa die Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten als Betriebsausgaben beim Finanzamt steuerlich absetzen. Doch was ist, wenn man die Geschäftsreise mit seinem privaten Urlaub verbinden möchte?

Arbeitszeiten tracken: Moderne Apps und Lösungen | Übersicht

Neben klassischen Zeiterfassungssystemen gibt es inzwischen eine ganze Reihe an Cloudlösungen und Apps auf dem Markt. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Rechnernutzungsseiten tracken oder weltweit verstreute Teammitglieder gemäß ihrer Geodaten managen. Wir stellen einige der modernen Tools vor und verlinken zu den Angebotsseiten.

Fachkonferenz „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ erstmals in Bremen

Das Jahrbuch „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ gehört zu den Standardwerken der HR-Fachwelt. HRM.de hat bereits einige Beiträge daraus veröffentlicht. Die alljährliche begleitende Fachkonferenz „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ findet erstmals in Bremen statt. Anlass ist die 25. Ausgabe des Fachbuches. Am 7. April werden Experten aus Praxis und Forschung im Plenum und am Podium sowie in Workshops über Talent Management und Demografie diskutieren. Sie stammen aus dem Kreis der Buchautoren.

MARKTKompass HR-Start-up: Talentshaper.de – Vom Lernen zum Handeln

Das Startup Talentshaper.de wurde von Rahul Narayan und Fransisco Otto in 2015 gegründet. Zuvor hatten sich die beiden bei einer Challenge auf dem Startup Weekend Rhein-Main kennengelernt. Für den Wettkampf entwickelten sie eine Personalentwicklungsidee, die sie für ihr Startup ausbauten. Mit zehnwöchigen Online-Leadership-Kursen wollen sie Nachhaltigkeit in die Personalentwicklung bringen. Ihr Anspruch lautet: Lernzentriert, bedarfsorientiert, individuell und zeitgemäß.

Studie: Im Osten auf Wanderschaft | Teil 2

In unserem ersten Serienteil haben wir darüber berichtet, wohin Bildungs- und Berufswanderer aus Ostdeutschland ziehen, beziehungsweise inwiefern Westdeutsche für Bildung oder Beruf inzwischen auch gern in den östlichen Teil der Bundesrepublik gehen. Nun beleuchten wir die Situation der Familien- und so genannten Empty-Nest-Wanderer. Wie schon bei den letzten zwei thematisierten Zielgruppen zeigt sich auch bei diesen Wanderern ein insgesamt heterogenes Gesamtbild.

Steuerbonus für Kinderbetreuung bei beruflich bedingtem Notfall

Das politische Berlin hatte zum 1. Januar 2015 für Arbeitgeber und ihre Beschäftigten gute Nachrichten. Kurz vor Jahresende wurde eine weitere Möglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen. Es handelt sich um die Einführung eines Steuerbonus für Kinderbetreuung bei „kurzfristig aus zwingenden beruflich veranlassten Gründen“.

Freelancer finden und engagieren: Portaladressen und Angebote

Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt weiten sich auch atypische Beschäftigungsformen aus. Mehr Projekte, mehr Kurzfristigkeit, mehr Flexibilität in der personellen Besetzung – das bringt uns Arbeiten 4.0. Zahlreiche Portale im Internet, die Freiberufler mit Unternehmen oder andere Selbständige zusammenbringen zeigen, dass heute schon sehr viel mit Freelancern gearbeitet wird. Tendenz steigend. HRM.de hat Adressen für Ihren Überblick zusammengestellt.

Das Personalhandbuch für die betriebliche Praxis

Dieses Handbuch widmet sich der Personalarbeit in der betrieblichen Praxis. Es gibt in komprimierter Form einen umfassenden und realistischen Überblick über die wesentlichen Aufgabenstellungen des Personalwesens im betrieblichen Arbeitsalltag, von der Einstellung bis zur Entlassung.

Aufgabenstellungen und Arbeitsabläufe im Personalbereich
Von Gunter Prollius, expert Verlag, Renningen 2015, 326 Seiten,
Preis: 48,50 Euro

Was wollt ihr eigentlich? Die schöne neue Welt der Generation Y

Über die Generation Y ist schon viel geschrieben, spekuliert und auch polemisiert worden. Doch die Schlüsselfrage blieb bislang unbeantwortet: Stammen die Eigenheiten dieser „Digital Natives“ aus deren Jugendzeit und werden sich verflüchtigen, weil sie das Phänomen einer Alterskohorte sind? Findet ein nachhaltiger Wertewandel statt, den wir als Bruch erleben? Zu diesen Fragen stellt Haller die Forschungsergebnisse einer groß angelegten Studie zum Thema vor, in Kooperation mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Trend Research und der Businessplattform Xing.

Von Michael Haller, Murmann Publishers,
Hamburg 2015, 304 Seiten, Preis: 20 Euro

Tipps für die Teamintegration von Freelancern

Freiberufler sind als Teamkollegen naturgemäß nicht stets willkommen. Viele Beschäftigte sehen in ihnen Konkurrenz oder neiden ihnen vermeintliche Freiheiten. Wird ein Freelancer jedoch nicht gut in Teams angenommen, schmelzen Kostenvorteile dahin und reduzieren sich Projekterfolge möglicherweise. Zwar hat die Praxis noch keine Wundermittel zur Integration gefunden, doch wer einfachste Maßgaben beachtet, befindet sich auf gutem Wege. Hier sind sie.

Durch diese 6 Maßnahmen steigt die Mitarbeiterzufriedenheit

Arbeitgeber suchen nach innovativen und kostengünstigen Lösungen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu stärken. Obwohl das Gehalt in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten ist, bleibt die Frage, wie mehr Netto vom Brutto erreicht werden kann, aktuell.

Viele Steuerberater und Beratungsgesellschaften haben sich auf die Nutzung gesetzlicher Möglichkeiten spezialisiert und auch die familienfreund KG bietet in Kooperation mit unterschiedlichsten Partnern Lösungen im Rahmen des Familiengutscheines an.

In diesem Beitrag wollen wir explizit auf die clevere Gehaltserhöhung mit 6 Maßnahmen eingehen, die die Lohntüte füllen und zu einer gestiegenen Mitarbeiterzufriedenheit beitragen können.

Streit um Neuregelungen zur Scheinselbständigkeit

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will dem Missbrauch von Werkverträgen einen Riegel vorschieben. Sie hat angekündigt, neue Regelungen zur Scheinselbständigkeit aufstellen zu wollen. Diese würden ab Januar 2017 gelten. Interessenverbände laufen dagegen Sturm. Darunter auch der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e.V. (VGSD). Er hat jüngst ein Positionspapier veröffentlicht. Darin macht er konkrete Vorschläge unter anderem zum Statusfeststellungsverfahren.

Gestaltung variabler Vergütungssysteme: Bonussysteme im Unternehmen

Die Harmonisierung von variablen Vergütungssystemen stellt regelmäßig eine große Herausforderung dar. Historisch bedingt existiert häufig eine Vielzahl von Regelungen mit unterschiedlichen Ausgestaltungen, die von den Mitarbeitern als Besitzstand entsprechend hartnäckig „verteidigt“ werden. Zudem sind die Restriktionen, die die Rechtsprechung in den vergangenen Jahren gezogen hat, mit einzubeziehen.

Datenschutz: Sicherheitsrisiken im Großraumbüro vermeiden

Der weltweit tätige Personaldienstleister Robert Half hat anlässlich einer Studie unter anderem zur IT-Sicherheit in Großraumbüros eine Checkliste (Stand: 08.03.2016) herausgegeben, die zeigt, wie Unternehmen Beschäftigte zur mehr Datenschutzsicherheit anleiten können. Die Liste behandelt Schutz vor Einsichtnahme Dritter in Informationen und Daten am Arbeitsplatz sowie Schutz vor Geräte- und Dokumentendiebstahl.

So autonom und flexibel arbeiten Beschäftigte

Beschäftigte arbeiten heute schon zum Großteil zeitlich autonom, entscheiden selbst, wie sie ihre Arbeit verrichten und können sogar wählen, wo sie arbeiten. Das geht aus einer Studie hervor, die das Fraunhofer Institut im Rahmen seiner Studienreihe zur künftigen Gestaltung der Arbeits- und Bürowelt vorgenommen hat. Rund 1.165 Beschäftigte gaben Einblick in ihre Arbeit. 82 Prozent davon arbeiteten Vollzeit.

„Personalentwicklung 2016“: Bildungscontrolling für mittelständische Unternehmen (SERIE | Teil 5)

Zu Unrecht wird Bildungscontrolling vorwiegend großen Unternehmen zugeschrieben. Die zugrunde liegende Problemstellung, Bildungs- und Lernziele mit wirtschaftlichen Zweckbestimmungen zu vereinbaren, besteht genauso auch in mittelständischen Unternehmen. Allerdings muss man zugestehen, dass in der Praxis bislang noch keine nennenswerten Durchbrüche in Richtung auf ein wirkliches Controlling von Weiterbildung stattgefunden haben: Eine Steuerung von Weiterbildungsprozessen nach ökonomischen Effektivitäts- und Effizienzkriterien, deren Einsatz seinerseits wirtschaftlichen Kriterien genügte.

Doppelverdiener: Frauen im Vollzeitjob leisten deutlich mehr Hausarbeit als Männer

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern im Haushalt beleuchtet. Das Ergebnis: Die tradierte Aufgabenteilung besteht fort. DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst empfiehlt Unternehmen, mehr Partnerschaftlichkeit durch Familienarbeitszeit und Kita-Ausbau zu unterstützen.

Zulässigkeit von Kommunikationsbeauftragten des Betriebsrats

§ 40 Abs. 2 BetrVG

1. Zusätzliche betriebsverfassungsrechtliche Vertretungen der Arbeitnehmer i. S. v. § 3 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG erfordern eine Organstruktur. Arbeitnehmer, die lediglich Hilfsfunktionen für den Betriebsrat wahrnehmen und nicht in einer Organstruktur zusammengefasst sind, sind keine zusätzlichen Arbeitnehmervertretungen i. S. v. § 3 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG.

2. Die Hinzuziehung von Hilfspersonen durch den Betriebsrat, die ihn bei der Kommunikation mit der Belegschaft unterstützen sollen (sog. Kommunikationsbeauftragte), ist nicht generell unzulässig. Allerdings muss der Einsatz dieser Hilfspersonen auf die Hilfstätigkeit der Informationsvermittlung zwischen Betriebsrat und Belegschaft beschränkt sein und darf eine direkte Kommunikation zwischen Betriebsrat und Belegschaft nicht verhindern.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 29. April 2015 –
7 ABR 102/12

Die wichtigsten Musterklauseln | Aufhebungsverträge

Aufhebungsverträge sind aus Sicht des Personalers das mit Abstand beliebteste Instrument zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Was aber sind die wichtigsten gestalterischen Vorgaben, klassische Formulierungen sowie wichtige Formalia und die Folgen von Aufhebungsverträgen?

Keine bezahlte Raucherpause aus betrieblicher Übung

§§ 611, 151, 242 BGB

Hat der Arbeitgeber während so genannte Raucherpausen, für die die Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz jederzeit verlassen durften, das Entgelt weitergezahlt, ohne die genaue Häufigkeit und Dauer der jeweiligen Pausen zu kennen, können die Arbeitnehmer nicht darauf vertrauen, dass der Arbeitgeber diese Praxis weiterführt. Ein Anspruch aus betrieblicher Übung entsteht nicht.

(Leitsätze des Bearbeiters)
LAG Nürnberg, Urteil vom 5. August 2015
– 2 Sa 132/15 (rk.)

Deutscher bAV-Preis 2016 verliehen: Sieben Projekte ausgezeichnet

Die Carl Zeiss AG und die Endress+Hauser Unternehmensgruppe Deutschland haben den Deutschen bAV-Preis 2016 als jeweilige Topsieger in den Kategorien „Großunternehmen“ sowie „kleine und mittlere Unternehmen“ gewonnen. Eine Sonderauszeichnung ging an Nestlé Deutschland. Der Preis wurde 2013 von MCC und Towers Watson initiiert, um die betriebliche Altersvorsorge als wesentliches Standbein der Alterssicherung für Beschäftigte zu fördern. Ausgezeichnet werden innovative Projekte.

Bundesagentur für Arbeit: Neue Serviceseite zur Beschäftigung von Geflüchteten

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Anfang Februar auf ihrer Website eine Serviceseite zur rechtssicheren Beschäftigung geflüchteter Menschen bereitgestellt. Arbeitgeber finden dort unter anderem eine Liste häufig gestellter Fragen inklusive Antworten, Infos zur Gestaltung von Praktika sowie Angaben zur finanziellen Unterstützung für beschäftigende Unternehmen. Wir stellen Ihnen wesentliche Fakten anhand einer Beispielfirma vor.

Schaub: Arbeitsrechts-Handbuch

Ein Klassiker der Arbeitsrechtshandbücher geht in die nächste Runde. Die systematische Darstellung des gesamten deutschen Arbeitsrechts – mit europarechtlichen Bezügen – macht das Buch so wertvoll für die Praxis.

Von Dr. h.c. Günter Schaub †,
Prof. Dr. Ulrich Koch, Dr. Rüdiger Linck,
Dr. Jürgen Treber und Dr. Hinrich Vogelsang,
16., neu bearbeitete Auflage, Verlag C.H. Beck,
München 2015, 3030 Seiten, gebunden,
Preis: 125 Euro

Gestaltung von Arbeitsverträgen …

… und Dienstverträgen für Geschäftsführer und Vorstände – Kommentierte Klauseln und Musterverträge.

Der „Hümmerich/Reufels“ bietet größtmögliche Sicherheit bei der Gestaltung und Überprüfung von Arbeits- und Dienstverträgen. Über 780 sorgfältig ausdifferenzierte Klauseln decken die gesamte Vertragsgestaltung ab – ob Arbeitsverträge mit Arbeitnehmern, Anstellungsverträge mit GmbH-Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern und – neu in dieser Auflage – mit freien Mitarbeitern. Ebenfalls neu aufgenommen wurden Vertragsklauseln zu aktuellen Themen in der Arbeitswelt, z. B. Social-Media-Klauseln oder Klauseln zur Work-Life-Balance.

Von Prof. Dr. Klaus Hümmerich† und
Prof. Dr. Martin Reufels (Hrsg.), 3. Auflage,
Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
2015, 2052 Seiten, gebunden, Preis: 148 Euro

BAG-Jahresbericht: Revisionsverfahren ziehen sich in die Länge

Der Jahresbericht des Bundesarbeitsgerichts (BAG) verzeichnet für das Geschäftsjahr 2015 2.184 unerledigte Revisionen. Das sind 391 Revisionen weniger als im Vorjahr. In 1.003 Fällen konnten Revisionen erledigt werden. In 535 Fällen wurde die Revision durch ein streitiges Urteil erledigt, in 289 Fällen durch eine Rücknahme und in 116 Fällen Durch einen Vergleich. Der Jahresbericht des BAG zeigt auch, dass die Revisionsverfahren jedoch nach wie vor lange dauern.

Kein Überstundenausgleich nach bezahlter Freistellung

Das jüngst veröffentlichte Urteil des Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz vom 19. November 2015 zeigt, dass ein Arbeitgeber Freizeitausgleich für Überstunden anordnen darf. Widersetzt sich der Beschäftigte, unterläuft er damit das Direktionsrecht des Arbeitgebers. Und wird der Beschäftigte in der gewährten und bezahlten Freizeit krank, kann er nicht nachträglich Ausgleich fordern.

Tarifliche Ausbildungsvergütungen: 832 brutto im Westen, 769 brutto im Osten

Im Januar 2016 gab das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) seine Auswertung tariflicher Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2015 heraus. Demnach wurden die Vergütungen im Vergleich zu den Vorjahren erneut deutlich angehoben. Das BIBB sieht den Grund dafür in der guten wirtschaftlichen Lage Deutschlands, aber auch in der Not vieler Unternehmen, Ausbildungsstellen nicht besetzen zu können; dies in Folge sinkender Schulabgängerzahlen und steigender Akademikerquoten.

Abenteuer Führung. Der Survival Guide für den ersten Führungsjob

Die ersten Monate in der Führungsverantwortung sind hart und gefährlich. Viele junge Vorgesetzte unterschätzen die Fallstricke, die überall drohen, und sind nicht richtig vorbereitet auf die vielfältigen Aufgaben und die Risiken, die der erste große Führungsjob mit sich bringt. Aus diesem Grund hat sich der Autor (Trainer für Projektleiter und Führungskräfte aus dem unteren und mittleren Management) der Thematik angenommen.

Von Mario Neumann, campus Verlag,
Frankfurt am Main 2015, gebunden,
376 Seiten, Preis: 34,99 Euro

Gehaltsreport 2016 für Fach- und Führungskräfte: Topverdiener kommen aus Banken und Pharmaindustrie

Die Online-Jobbörse StepStone hat im Herbst 2015 nach eigenen Angaben 50.000 Fach- und Führungskräfte mit Vollzeitbeschäftigung zu ihren Gehältern online interviewt. Davon waren etwa 70 Prozent Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 30 Prozent Führungskräfte. Das Bruttodurchschnittsgehalt einer Fach- und Führungskraft liegt der Endauswertung zufolge bei 52.000 Euro. Am besten zahlen Banken, um fast die Hälfte weniger verdienen Beschäftigte im Handwerk.

HR-Kompetenzreihe: Jahresprogramm 2016 | Themen & Termine

Mit unserer neuen HR-Kompetenzreihe bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit Dienstleistern, aber auch HR-Kollegen in einem exklusiven Rahmen über HR-Lösungen und Produkte ins Gespräch zu kommen. Für die Reihe kooperieren wir mit dem Fachinformationsdienstleister DATAKONTEXT.

Wenn das Team wie ein Gehirn tickt | Kruse-Serie | Teil 2

Kreativität entwickelt sich und lässt sich daher nicht wie Licht an- oder abschalten. Einzig die Rahmenbedingungen lassen sich managen. Wer sich dabei an der Arbeitsweise des Gehirns orientiert, indem er dessen Funktionen organisationstechnisch nachbaut, der kann Prof. Dr. Peter Kruse zufolge die kollektive Intelligenz in Unternehmen zu Innovationen anleiten. Konkret gilt es, Teams nach drei Menschentypen aufzustellen.

D21-Digital-Index: Männlich, gute Bildung, gutes Einkommen – das sind die digital gut Erreichbaren

Der aktuelle D21-Digital-Index 2015 weist aus, wie deutsche Bundesbürger mit Internet und digitalen Endgeräten ausgestattet sind und wie sie digitale Services nutzen. Dazu hat der gemeinnützige Verein Initiative D21 e.V. in seiner Rolle als Vernetzungsplattform von Politik und Wirtschaft für die digitale Gesellschaft 30.015 Struktur-Interviews sowie 1.902 vertiefende Befragungen durchgeführt. Demnach sind deutsche Haushalte zwar gut ans Netz angebunden, ihre Skepsis gegenüber dem Digitalen aber überwiegt nachhaltig. Wir stellen die Nutzertypen für Recruiter vor.

Onepager im Recruiting: Bewerber gradlinig adressieren

Keine Textwüsten, kein Navigationsdschungel, keine Websitekaskaden – die so genannten Onepager präsentieren Informationen in schlanker Form. Die aus einer einzigen HTML-Seite bestehenden Websites führen den Betrachter von oben nach unten durch klar strukturierte und kurz gehaltene Informationen. Großformatige Bildelemente fungieren als Eye-Catcher und versinnbildlichen die jeweiligen Hauptbotschaften der Website. Wir stellen Maßgaben für die Onepager-Erstellung sowie Beispiele vor.

Candidate Personas: Wissen, wen Sie suchen!

Madeline Christina Gremme ist Country und Marketing Manager Germany bei der Agentur VONQ, einem Dienstleister für Online Recruitment Marketing. In ihrem Insider-Beitrag befasst sich die Düsseldorferin damit, wie Recruiter so genannte „Personas“ für die Zielgruppenansprache entwickeln und einsetzen; also Charaktere, die es ermöglichen, Bewerber fokussiert anzusprechen. Außerdem liefert der Beitrag eine Umsetzungs-Roadmap mit sieben praktischen Tipps.

„Personalentwicklung 2016“: Personalentwicklung ungelernter Beschäftigter (SERIE | Teil 4)

Rund zwei Drittel aller Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung gehen einer sogenannten Anlerntätigkeit nach. Ein geringer Anteil hat keinen Schul- oder Berufsabschluss und gilt als ungelernt. Die bewusste Gewinnung und Entwicklung von ungelernten Nachwuchskräften über soziale Projekte in Anlerntätigkeiten ist ein erster Schritt eines Personalentwicklungskonzepts von unten nach oben. Die strukturierte Qualifizierung/Fortbildung dieser Beschäftigten in vermeintlich anspruchsvollere Tätigkeiten, z. B. als Straßen- und Grünflächenreiniger oder als Kraftfahrer, ist ein Ziel.

Digital Society Institute: Fachkräfte für Digitalisierung noch rar

Am 8. Februar 2016 wurde in Berlin das Digital Society Institute (DSI) an der ESMT European School of Management und Technology eröffnet. Es will künftig interdisziplinär zur Digitalisierung forschen und entwickeln. Zur feierlichen Auftaktveranstaltung erschienen Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik. Zwei Paneldiskussionen und drei Impulsvorträge gaben einen Ausblick auf Stand und Zukunft des Digitalen in Deutschland. Für HRM.de war Heiko Miedlich vor Ort. Er fasst die Ergebnisse mit Blick auf die Bildung zusammen.

Kein Drängen zu Versicherungen durch Reisevermittler

Ein Reisevermittler darf Kunden nicht mit irreführenden Warnhinweisen zum Abschluss von Versicherungen drängen. Kunden, die auf der Internetseite fluege.de einen Flug buchen wollten, wurden gefragt, ob sie zusätzlich einen Umbuchungsservice und einen Reiseversicherungsschutz haben wollen. Klickten sie auf “nein“, erschien jeweils eine rot unterlegte Sprechblase mit der Warnung “Achtung – nicht empfehlenswert“. Zum Umbuchungsservice enthielt die Warnung den Hinweis, eine Stornierung sei mit erheblichen Kosten bis zu 100 Prozent des Flugpreises verbunden.

Beste Arbeitgeber im Mittelstand mit „Top Job-Siegel“ geehrt

Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement zeichnete am 12. Februar in Berlin 93 mittelständische Unternehmen für ihre vorbildlichen Arbeitgeberqualitäten mit dem „Top Job-Siegel“ aus. Die vom Zentrum für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, vergebene Auszeichnung erhalten Unternehmen, die sich auf bemerkenswerte Art und Weise für eine gesunde und gleichzeitig leistungsstarke Arbeitsplatzkultur stark machen. Sämtliche ausgezeichnete Arbeitgeber werden auf www.top-arbeitgeber.de vorgestellt.

Gemeldete Arbeitsstellen: Positive Entwicklung gegenüber Vorjahr

Die Bundesagentur für Arbeit listet monatlich die gemeldeten Arbeitsstellen nach Berufen, Regionen und nach Wirtschaftsabschnitten. Für Januar 2016 liegen aktuelle Zahlen vor. Demnach ist die Quote der sozialversicherungspflichtigen Stellen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Geringfügige Jobs sind rückläufig.

Studie: Im Osten auf Wanderschaft | Teil 1

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat erforscht, inwiefern inzwischen mehr Menschen nach Ostdeutschland ziehen als daraus fortziehen. Das Team um Demografieforscher Reiner Klingholz betrachtete dazu Daten aus den Jahren 2008 bis 2013. Im Ergebnis ist die Trendwende endlich geschafft, wenn auch nicht flächendeckend. Welche Städte und Gemeinden welche demografischen Gruppen anziehen können, stellen wir in einer zweiteiligen Serie vor. Im ersten Teil behandeln wir Bildungs- und Berufswanderer.

Beispiele für das Vereinbaren qualitativer Ziele

Bei quantitativen Zielen ist die Lage klar: Das Ziel wird vorgegeben und sein Erreichen kann leicht gemessen werden. Ganz anders hingegen die Situation beim Festlegen qualitativer Ziele. Hier sind Übersicht und Fingerspitzengefühl gefragt.

„Frauenförderung ist ein Marathon und kein kurzer Sprint”

Frankfurt/Main. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) für den Event zeichnete der Frauen-Karriere-Index am 26. Januar 2016 die erfolgreichen Teilnehmer-Unternehmen aus. Zu der Veranstaltung in dem Räumlichkeiten vom Bloomberg in der Mainmetropole waren knapp 100 hochkarätige Unternehmensvertreter aus Vorständen, Geschäftsführung, Personalmanagement und Kommunikation erschienen.

Neueste Rechtsprechung im Kündigungsrecht

In jüngster Vergangenheit sind zahlreiche höchstrichterliche Entscheidungen in wesentlichen Bereichen des Kündigungsrechts ergangen, deren genaue Kenntnis für die Vorbereitung einer arbeitgeberseitigen Kündigung und die erfolgreiche Durchführung eines ggf. sodann folgenden Kündigungsrechtstreits unbedingt erforderlich ist.

Mehrheit der Generation Z ist offen für Berufsausbildung: Was ist ihnen wichtig?

Die nächste Generation von Arbeitnehmern steht in den Startlöchern: Die „Generation Z“ umfasst die zwischen 1996 und 2000 Geborenen. Die Auswertung der Daten von Universum zeigt, dass in Deutschland ein großes Potenzial für Angebote zur Berufsausbildung durch Unternehmen besteht. Was beschäftigt potenzielle Adressaten solcher Angebote? Was gilt es für Unternehmen zu beachten?

Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 98 BetrVG: Betriebliche Bildungsmaßnahmen

Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats sind im Zusammenhang mit internen Bildungsmaßnahmen unterschiedlich ausgestaltet und nicht immer leicht zu identifizieren. Die Beteiligten brauchen konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen, damit sie im Idealfall kostspieligen gerichtlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen können.

Vergaberecht: Mindestlohnvorgaben für Subunternehmen unzulässig

Art. 56 AEUV; Art. 3 Abs. 1 RL 96/71/EG;§ 4 Abs. 3 TVgG NRW

1. Das Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen verstößt insoweit gegen die Dienstleistungsfreiheit, als es auch für solche Leistungen einen bestimmten Mindeststundenlohn vorschreibt, die von ausländischen Subunternehmen in anderen EU-Mitgliedstaaten erbracht werden (hier: Polen).

2. Eine solche Regelung berücksichtigt nicht, dass die Lebenshaltungskosten in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich hoch sind und nimmt Unternehmen die Möglichkeit, die aus niedrigen Lebenshaltungskosten in ihrem Land resultierenden Wettbewerbsvorteile zu ziehen.

(Leitsätze des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 18. September 2014 – C-549/13

Anrechnung vorfällig gezahlter Einmalzahlungen auf Mindestlohn

Art. 3 RL 96/71/EG

Einmalzahlungen können Arbeitgeber nur dann auf den Mindestlohn anrechnen, wenn mit ihnen die vertraglich vereinbarte Normalleistung des Arbeitnehmers vergütet wird. Eine Anrechnung ist nicht von vornherein ausgeschlossen, wenn die Einmalzahlung außerhalb des Zeitraums erfolgt, für den sie die Leistung der betreffenden Mitarbeiter entgelten soll.

(Leitsätze des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 17. November 2013 – C-522/12

Mediation: Mitbestimmung bei unwirksamer Arbeitgeberweisung

§§ 87 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BetrVG; § 1 Abs. 1 MediationsG

1. Die Weisung des Arbeitgebers an Mitarbeiter, an einem Abschlussgespräch zu einem Mediationsverfahren teilzunehmen, betrifft die Lage der Arbeitszeit und unterliegt daher dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG.

2. Das Mitbestimmungsrecht ist nicht deshalb ausgeschlossen, weil die Weisung des Arbeitgebers gegen § 1 Abs. 2 MediationsG, wonach die Teilnahme an einem Mediationsverfahren nur freiwillig erfolgen kann, verstößt und deshalb unwirksam ist.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 30. Juni 2015 –
1 ABR 71/13

Entgeltfortzahlung: AU bei langjähriger Alkoholabhängigkeit

§ 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG; § 276 BGB

Eine Arbeitsunfähigkeit ist nur dann verschuldet gem. § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG, wenn ein Arbeitnehmer in erheblichem Maße gegen das von einem verständigen Menschen in seinem eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstößt. Nur dann verliert er seinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Bei einem alkoholabhängigen Beschäftigten fehlt es suchtbedingt auch im Fall eines Rückfalls nach einer Therapie regelmäßig an einem solchen Verschulden.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 18. März 2015 –
10 AZR 99/14

Epilepsie am Arbeitsplatz: Haftungsfragen und Beurteilungsmaßgaben

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat einen Leitfaden zur beruflichen Beurteilung bei Epilepsie und nach einem ersten epileptischen Anfall veröffentlicht. Zahlen zur Quote der tatsächlich betroffenen Personen in der Arbeitswelt oder Bevölkerung liegen dem Spitzenverband nicht vor. Laut Angaben der WHO und des Bundesstatistikamt geht es um eine Zahl im sechsstelligen Bereich. Wir stellen Ihnen arbeitsplatzrelevante Haftungsfragen, Beurteilungsgrundsätze sowie Infoadressen für dieses literaturarme Sachfeld zusammen.

Übersicht über das Arbeitsrecht & Arbeitsschutzrecht 2015/16

Dieses Buch informiert aktuell, kompakt und praxisnah über das gesamte deutsche Arbeitsrecht. Autoren sind u. a. AuA-Beirat Ministerialdirektor Hans Peter Viethen und Prof. Dr. Reinhard Richardi sowie viele hohe Beamte des BMAS und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dresden sowie eine Arbeitsrichterin. Sie berücksichtigen selbstverständlich die Reformen in der Gesetzgebung sowie die jüngsten Entwicklungen in der Rechtsprechung des EuGH und der Arbeitsgerichte.

Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH
(Hrsg.), 9. Auflage, Nürnberg, 2015,
950 Seiten + CD-ROM, Preis: 36 Euro

Auslandsentsendung: Wo Expats leben wollen

New York ist nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern auch die Traumstadt für Expats, dicht gefolgt von London, Barcelona, Sydney und San Francisco. Paris, Singapur, Dubai, Amsterdam und Rom sind ebenfalls in den Top 10 vertreten. Dies ergab eine Befragung von mehr als 14.000 Expats aus aller Welt von InterNations, einem Netzwerk und Informationsportal für alle, die im Ausland leben und arbeiten. Tatsächlich schafft es keine einzige deutsche Stadt auf die Liste der zehn Traumziele für Expats.

„Goodbye McK… & Co.“ Welche Berater wir zukünftig brauchen. Und welche nicht

Starke Veränderungen im Markt konfrontieren Berater und die Consulting-Majors mit immer neuen Herausforderungen. Die Kunden wollen heute mehr und Anderes als klassische Beratung mit Powerpoints, Excel-Analysen und Big Data. Nicht mehr der Allrounder ist gefragt, sondern ein Mensch mit Expertise, Fokussierung, Unverwechselbarkeit und vor allem Nahbarkeit.

Von Edgar K. Geffroy und Benjamin Schulz,
Gabal Verlag, Offenbach 2015, 222 Seiten, gebunden,
Preis: 29,90 Euro

Neue Beitragsbemessungsgrenzen für 2016: Was bedeutet dies für Auslandsentsendungen?

Die Bundesregierung hat kürzlich die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) – das ist der Betrag des Entgelts eines Arbeitnehmers, bis zu dem die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung herangezogen werden – für das Jahr 2016 beschlossen. Konkret erhöhen sich ab dem 1. Januar 2016 die BBG in der Kranken- und Rentenversicherung. Dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeit von Personalverantwortlichen, die Auslandsentsendungen betreuen.

Kündigungsschutzklage lässt Zahlungsansprüche nicht verjähren

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 24.06.2015 (5 AZR 509/13) die Vergütungsklage eines Arbeitnehmers auf Annahmeverzugsansprüche durch Verjährung abgewiesen. Im Ergebnis gilt für Beschäftigte nun als zumutbar, mindestens drei Jahre nach Ablauf des Fälligkeitszeitraumes eine bezifferte Leistungsklage einzureichen. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass Beschäftigte auf diese Weise eine faire Chance erhalten, Vergütungsansprüche einzuklagen.

Rückenwind für Gewerkschaften in der Tarifrunde 2016

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben die Tarifrunde 2016 eingeläutet. Den Anfang machte bereits die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie. Ihr folgen im ersten Quartal 2016 Ende Januar die Deutsche Telekom AG, Ende Februar Bund und Gemeinden und Ende März die Metall- und Elektroindustrie. Tarifexperten des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung bescheinigen den Gewerkschaften aufgrund positiver Konjunkturprognosen famose Erfolgsaussichten. Werden die Tarife erneut und damit seit 2012 in Folge oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate zulegen?

Kollektive Intelligenz untergräbt Vorbildtheorie in der Führung | Kruse-Serie | Teil 1

An dieser Stelle erscheinen künftig Peter Kruse-Texte. Geschrieben über Prof. Dr. Peter Kruse und sein fundiertes Forschungswerk. Der Professor, Psychologe, Hirnforscher und Wirtschaftsberater verstarb letztes Jahr und hinterlässt aufschlussreiche Erkenntnisse über Partizipationsprozesse, denen er sich zuletzt besonders stark widmete. Er war Ideengeber für Organisationen wie die Global-Marshall-Plan-Initiative, das Ökosoziale Forum oder die Bertelsmann-Stiftung. Wir beginnen die neue Serie mit einem Beitrag über Führung im Zeichen kollektiver Intelligenz.

Personalführung: Die Belegschaft ist tot, es lebe die Community!

Wo die Wirtschaft einer netzwerkartigen, projektbasierten Landschaft gleicht und Beschäftigte als Mitunternehmer agieren, werden aus klassischen Belegschaften Gemeinschaften. Neu ist das nicht. Firmen wie Bosch arbeiten bereits im Corporate Learning, Personalmanagement oder der Produktentwicklung mit dem Community-Ansatz. Wir sagen, warum Sie auf den fahrenden Zug springen sollten und wohin die Reise führt.

Tschüss Wettbewerb! Der stille Triumph eines neuen Menschenbildes in der Personalarbeit

Das Konzept des Wettbewerbs in der Marktwirtschaft erodiert. Die digital vernetzte Arbeits- und Wirtschaftswelt versetzen ihm empfindliche Stöße. Weltweit gehen Organisationen längst zu anderen Tagesordnungen über. Ein starker Impuls dazu geht vom Menschenbild zunehmend agil gestalteter und auf Innovation getrimmter Unternehmen aus; diesem fehlen die wölfischen Reißzähne, die Wettbewerbsverfechtern heilig sind. Im Spiegel der Wirtschaftspraxis verkommt das alte Kampfgerassel zum Luftkonzert. Zeit, Abschied von Glaubenssätzen zu nehmen.

Rezension: Der Ökonom als Menschenfeind?

Unsere Zeit ruft nach Innovation. Technik und Naturwissenschaft liefern längst. Darum kann jetzt schon gefragt werden: Was folgt dem digitalen und biologischen Automatisierungs- und Forschungshype? Antwort: Soziale Innovationen; mit einem Epizentrum in der Arbeitswelt; der alte Menschheitstraum von einem Leben ohne Existenzbedrohung ist unerreicht. Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Sebastian Thieme gehört zu jenen, die ihm Grundlage schaffen. Sein Buch zeigt, dass Fortschritte eine humane Haltung erfordern. Pflichtlektüre für Personalverantwortliche!

Über die misanthropischen Grundmuster der Ökonomik
Autor: Dr. Sebastian Thieme, Verlag Barbara Budrich
(Mitglied der UTB für Wissenschaft – Uni-Taschenbücher GmbH, Stuttgart)
9/2013, 103 Seiten, 12,90 €

Möglichkeiten, Veränderungen und arbeitsrechtliche Grenzen durch das AGG: Moderne Personalbeschaffung

In Deutschland werden qualifizierte Fachkräfte mehr denn je gesucht. Im dritten Quartal 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) auf 43,2 Millionen und Arbeitgeber erklären, Stellen nur sehr schwer und einige gar nicht besetzen zu können. Was sind die Gründe und welche rechtlichen Herausforderungen müssen Unternehmen bei einem modernen Recruiting-Konzept beachten?

Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Michael Weber, Partner bei Rellermeyer Brandts Partner, Düsseldorf.

MARKTKompass HR-Start up: AWARITY – die menschliche Firewall

Unser Marktkompass hat Ihnen in 2015 bunte Nachrichten zu Produktneuerscheinungen geliefert. Dieses Jahr stellen wir Ihnen jeweils ein Start up-Unternehmen vor, dessen Innovation uns bemerkenswert erscheint. Wir beginnen mit einem jungen Anbieter aus Österreich. Mit ihrem Produkt „Awarity – die menschliche Firewall“ haben sie ein E-Learning System für Sicherheitsschulungen entwickelt, dessen Basis Fehlerkultur in alle Richtungen ist. Da müssen auch jene lernen, welche die Inhalte erstellen. Spannend!

Mythos „Last man standing“: Gestresste Beschäftigte verharren lieber in Problemen

Viele Arbeitnehmer ächzen unter hohem Arbeitspensum und leiden an Konflikten mit Kollegen und Vorgesetzten, doch sie halten die Probleme aus und in ihrer Freizeit schaffen sie wenig Ausgleich. Dabei fühlen sie sich in ihren Rollen und Jobs durchaus wohl. Die im Dezember letzten Jahres publizierte Orizon Arbeitsmarktstudie 2015 sollte Gesundheitsbeauftragte und Personaler alarmieren: Hilfe anzubieten, genügt nicht. Der Gestresste braucht Ansprache.

Fahrplan für die Digitalisierung von Personalakten

Im November 2015 berichteten wir Ihnen von unserer ersten erfolgreichen Veranstaltung innerhalb unserer neuen HR-Kompetenzreihe; Thema war die Umstellung von Personalpapierakten auf digitale Akten. Die Anbieter präsentierten nicht nur ihre Lösungen, sondern gaben auch Tipps, wie Personaler diese Umstellung strategisch angehen sollten. Die Anregungen haben wir zu einer Arbeitshilfe zu Ihrer Verwendung zusammengestellt. Hier ist sie.

Buchtipp für Recruiter: Neuromodales Recruiting

Das Einstellungsinterview ist heute immer noch das am häufigsten eingesetzte Verfahren der Personalauswahl. Erstaunlicherweise ist dabei jedoch die Fehlerrate bei Neueinstellungen sehr hoch. Das liegt zum einen an der fehlenden Strukturierung des Interviews und zum anderen an der geringen Erfahrung vieler Interviewer.

Erfolgreich wird ein Einstellungsinterview immer dann, wenn es dem Interviewer gelingt, möglichst viele Informationen über die Denk- und Handlungspräferenzen eines Bewerbers zu gewinnen.

Das Buch vermittelt, wie Sie mit einfachen neuromodalen Techniken weit mehr Informationen gewinnen, als es in einem herkömmlichen Interview möglich wäre. Die systematische Vorgehens-weise ermöglicht eine hohe Validität und verschafft Ihnen einen tieferen Blick hinter die Präsentationskulisse der Bewerber.

Optimieren Sie Ihre Einstellungsinterviews: Mehr Informationen – keine Fehlerraten

ISBN 9 783 739 230 702

Die neue Flexi-Rente kommt!

Lange hatte die Berliner Koalition über die sog. “Flexi-Rente” beraten. Zwischendurch sah es so aus, als wäre das im Koalitionsvertrag definierte Vorhaben ganz gestorben. Nun hat man sich doch überraschender Weise recht schnell innerhalb der Koaliton auf die Eckpunkte in einem Koalitionsbeschluss vom 11.11.2015 geeinigt.

Bekanntlich können Arbeitnehmer bereits mit 63 Jahren in die vorgezogene mit Abschlägen versehene Altersrente gehen (Altersrente für langjährig Versicherte bei Vorliegen von 35 Wartezeitjahren). Viele Menschen würden gerne noch länger arbeiten, aber eben nicht unbedingt in Vollzeit. Viele hören dann früher gleich ganz auf. Stattdessen soll es die so genannte Flexi-Rente geben. Wer in Teilrente geht, und gleichzeitig in Teilzeit weiterarbeitet, der soll künftig mehr von seinem Zuverdienst behalten können.

Der Einfluss des Kunden auf gute Zeitarbeit im Betrieb

Der Zeitarbeitseinsatz ist ein klassisches Dreiecksverhältnis, das sehr fein aufeinander abgestimmt sein muss. Der Einsatzbetrieb bzw. Kunde hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie gut Zeitarbeit funktioniert.

Einige Beispiele dazu finden sich im Aufsatz

Ziele formulieren und vereinbaren

Ziele formulieren ist als zentrale Führungsaufgabe wichtig für den Unternehmenserfolg. Gunther Wolf hat hierfür einen 4-Schritte-Plan.

Neueste Rechtsprechung im Betriebsverfassungsrecht

Neueste Rechtsprechung im Betriebsverfassungsrecht – Zum Jahresanfang bieten wir ein Seminar zu den grundsätzlichen betriebsverfassungsrechtlichen Fragen an. Informieren Sie sich über die Rechtsprechung sowie deren Umsetzung in der betrieblichen Praxis.

HR in der Cloud – Vier Blickwinkel über eine Revolution im HR Management (Teil 1)

HR Strategen befassen sich seit geraumer Zeit mit dem Thema, ob Ihre Investitionen in die Zukunft zielgerichtet sind. Seitdem es die Alternativen Cloud-Services und On-Premise-Lösungen gibt, scheint eine Entscheidung bezüglich der einen bzw. der anderen Richtung wie ein Damokles Schwert über HR und IT zu liegen. Ersteres versteht sich als IT-Dienstleistung nach Bedarf, also nicht dauerhaft gekauft und nicht in eigenen Rechenzentren betrieben, wonach On-Premise die bisher bekannte Variante der IT-Unterstützung darstellt, bei der Installation und in der Regel auch die Wartung im eigenen Hause erfolgt und die Rechnerkapazitäten vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Zu diesem hochaktuellen Thema konnte ich ein Interview mit dem HR-Experten und Unternehmensberater Peter Keuchel führen, der seine Erfahrungen aus seinen vielfältigen Kundenprojekten zu diesem Thema widerspiegelt. Dieser Artikel ist der erste Teil einer 4 – teiligen Reihe zu dem Thema „HR in der Cloud“, die mit diesem Interview den Auftakt macht.

„Personalentwicklung 2016“: Demografischer Wandel und Tarifvertrag in Deutschland (SERIE | Teil 3)

Demografie-Tarifverträge leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit: Sie schaffen und verankern alternsgerechte Arbeitsbedingungen und stärken das Image von Branchen, Berufen und Betrieben. Denn interessante Angebote halten die Beschäftigten – und mit ihnen auch ihr Wissen, die Kompetenz und Erfahrungen – in der jeweiligen Branche bzw. den Betrieben. Bereits seit 2008 werden in Deutschland in verschiedenen Branchen Demographie-Tarifverträge abgeschlossen. Der folgende Beitrag stellt einige Verträge und die Erfahrungen damit vor.

Verwirkung eines Schmerzensgeldanspruchs bei Mobbing

§§ 823 Abs.1, 253 Abs.2 BGB; Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG

Der Schmerzensgeldanspruch wegen Mobbings nach §§ 823 Abs. 1, 253 Abs. 2 BGB i. V. m. Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG kann zwar verwirken, dafür genügt jedoch ein bloßes Zuwarten oder die Untätigkeit des Anspruchstellers nicht.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 11. Dezember 2014 – 8 AZR 838/13

DIW Berlin legt neue Vorschläge zur reduzierten Vollzeitarbeit vor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung datengestützt neu simuliert, ob sich mehr erwerbstätige Väter und Mütter gleichermaßen um ihre Familie kümmern wollen würden, wenn sie vom Staat Lohnersatzleistungen für eine jeweilig flexible Teilzeitarbeit zwischen 28 und 32 Stunden bekämen. Das DIW rechnet vor, dass solch eine Strategie wesentlich mehr Familien mit ein- bis dreijährigen Kindern zu solch einem Lebens- und Arbeitsstil bewegen könnte.

Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz: Gefährliche Mittagspause?

Ereignet sich ein Unfall außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit, insbesondere während einer Pause, prüft die gesetzliche Unfallversicherung genau, ob die Verrichtung des Mitarbeiters im Moment des Unfalls (hinsichtlich Ort und Zeit) auch tatsächlich in einem inneren Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit steht. Verneint sie einen solchen Zusammenhang, kann dies im Einzelfall zu einem Haftungsrisiko für den Arbeitgeber führen.

Urlaubsanspruch bei Wechsel in Teilzeit

§ 4 Nr. 2 Rahmenvereinbarung über Teilzeitarbeit im Anhang der RL 97/81/EG in der durch die RL 98/23/EG geänderten Fassung; Art. 7 RL 2003/88/EG; § 26 TVöD; § 134 BGB; §§ 1, 3 Abs. 1, 7, 13 Abs. 1 BUrlG; § 4 Abs. 1 TzBfG

1. Der Urlaubsanspruch des § 26 Abs. 1 TVöD 2010 entsteht – wie der gesetzliche Urlaubsanspruch – nach vollendeter Wartezeit jeweils vollständig am 1. Januar des Kalenderjahres.

2. Es obliegt dem Arbeitnehmer nach § 26 TVöD 2010 nicht, vor einem Wechsel in eine Teilzeitbeschäftigung mit wöchentlich weniger Arbeitstagen einen Teil seines Urlaubs in Anspruch zu nehmen.

3. Bei Wechsel von Vollzeit in Teilzeit mit einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen pro Woche ist eine Kürzung des bereits erworbenen Urlaubsanspruchs unzulässig. Eine Regelung, die eine Kürzung des Urlaubsanspruchs im Verhältnis der Anzahl der Arbeitstage in Teilzeit zur Anzahl der Arbeitstage in Vollzeit vorsieht, ist unwirksam. Es liegt ein Verstoß gegen das Verbot der Diskriminierung von Teilzeitkräften vor.

(Leitsätze der Bearbeiter)
BAG, Urteil vom 10. Februar 2015 –
9 AZR 53/14 (F)

Wenn Sie wüssten, was Sie können. Ein unterhaltsamer Motivations-Ratgeber

Zeit für Neues! Das hat sich jeder schon öfter gedacht. Ob es ums Abnehmen, Fortbildung oder die sportlichen Vorsätze geht: Wir möchten etwas erreichen, aber unser innerer Schweinehund ist größer. Der Motivations-Experte („Gewonnen wird im Kopf“) Dirk Schmidt unterstützt den Leser, diesen Kreislauf zu durchbrechen, sich selbst zu motivieren und sein Ziel Schritt für Schritt zu erreichen.

Von Dirk Schmidt, Amade Verlag,
Düsseldorf 2014, 196 Seiten, Preis: 19,95 Euro

Die besten Länder für Expat-Familien

Österreich ist das beliebteste Land für Familien, die (temporär) auswandern. Das ist ein Ergebnis des Family Life Index 2015 aus einer Studie von InterNations. Bei den befragten Expatriates landen Finnland und Schweden mit einem breiten Angebot und niedrigen Kosten für Kinderbetreuung und Schulbildung auf Platz zwei und drei. Israel und Neuseeland auf dem vierten beziehungsweise fünften Platz, verdanken ihr gutes Abschneiden vor allem der allgemeinen Zufriedenheit unter den Teilnehmern mit dem Familienleben im Ausland.

Anforderungen an Verdacht auf Arbeitszeitbetrug

Das Landesarbeitsgericht Köln hat mit Urteil vom 11.02.2015 (11 Sa 703/14) die Anforderungen an einen Verdacht auf Arbeitszeitbetrug konkretisiert. Der Entscheid zeigt einmal mehr, wie wichtig eine lückenlose Sachverhaltsdarstellung bei der verhaltensbedingten Kündigung ist. Hätte der Arbeitgeber nämlich vortragen können, dass der Arbeitnehmer das Bürogebäude für private Besorgungen verlassen hatte, wäre er im Recht gewesen.

Rückkehrklausel bei Auslandsentsendung: Ein Schutz gegen Arbeitslosigkeit?

Bei vielen Auslandsentsendungen, ist es Unternehmen aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich, ihre Mitarbeiter in punkto Absicherung im deutschen Sozialversicherungssystem zu belassen. Das Problem: Insbesondere in den wichtigen Absicherungssäulen Arbeitslosen- und Rentenversicherung möchten deutsche Expats weiterhin in dem ihnen vertrauten und sicheren System verbleiben.

Zeit: Probezeit | Urlaub | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Das Bundesarbeitsgericht hat im Oktober und November 2015 Urteile zur Anrechnung von Praktikumszeiten auf die Probezeit bei Auszubildenden sowie zu Urlaubsregelungen im Falle von kurzfristigen Unterbrechungen eines Arbeitsverhältnis gefällt. Wir stellen sie Ihnen vor.

Arbeitgeberattraktivität: Welche Eigenschaften Juristen anziehend finden

Rechtswissenschaftlich gebildete Young Professionals würden am liebsten beim Bundeskriminalamt arbeiten, wenn sie sich ihren Wunscharbeitgeber aus einer Liste von Topadressen aussuchen könnten. Dies ergibt ein jüngst veröffentlichter Talent Insight Report des Employer Brander-Spezialisten Universum. 7.810 Berufstätige hatten sich insgesamt unter anderem darüber geäußert, was einen Arbeitgeber für sie attraktiv macht; darunter auch 180 juristisch berufstätige Personen.

Online Recruiting im mobilen Zeitalter

Der Umbruch ist im vollen Gange – immer mehr löst das Smartphone den klassischen Desktop PC ab, so auch bei der Jobsuche. Zwei Drittel der Jobsuchenden nutzen, laut einer Studie von indeed.com, das Smartphone um den passenden Job im Internet zu finden.Ein Trend den sich auch HR4YOU auf die Fahne schreibt und schon für viele Kunden einen „apply with Indeed“-Button in seine Software eingebaut hat.

Literatur zur Modernisierung der Leistungsvergütung

Für den Erfolg in der Praxis muss die Theorie stimmen: In seiner Literatur zur Modernisierung der Leistungsvergütung vermittelt Entgeltexperte Gunther Wolf die wichtigen Punkte und rät zur durchdachten Konzeption und Umsetzung.

BMFSFJ-Familienreport: Schatz, lass uns Teilzeit arbeiten gehen

Der neue Report des Bundesfamilienministeriums zur Familiensituation in Deutschland hätte dem Inhalt auch derjenige des Wirtschafts- oder Arbeitsministeriums sein können. HRM.de hat den „Familienreport 2014“ für Sie mit der HR-Brille gelesen. Das sollten wir uns für unsere Personalarbeit notieren: Die meisten Väter fühlen sich von ihren Arbeitgebern bei Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgeschlossen. Und jedes dritte Paar möchte Teilzeit arbeiten, um für Familie und Haushalt gleichermaßen da sein können.

Out of space: Noch Lust, Erfolgsquotenkämpfe im Einzelbüro zu verlieren?

Was wäre, wenn bei einem Projekt, das auf Kippe steht, Geschicke an der Weise scheitern, wie Schreibtische zueinander stehen? Wenn der Raum, in dem ein Drama spielt, die letzte Chance auf eine dramaturgische Wende erdrückt? Was, wenn das so und auch so einfach wäre? Wie kreativ würden wir Stühle rücken? Und würden wir wagen, Mitarbeiter in einen Coworking Space zu schicken oder diesen ins Büro zu holen? Kreative Vorschläge in diesem Beitrag.

MARTKompass: Erweitertes ISGUS-Hardwaresortiment: Neuer Zutrittsleser | Funkvernetzter Schließzylinder

Die digitalisierte neue Arbeitswelt beschert Unternehmen noch mehr Personalbewegungen als bisher üblich. Dies bedeutet im Personal- und Zeitmanagement steigenden Verwaltungsaufwand. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen in unserem aktuellen HRM.de-Kompass zwei brandneue Produkterweiterungen vom Oktober 2015 des Software- und Systemhaus ISGUS vor. Ein neuer Zutrittsleser und ein funkgesteuerter Schließzylinder sollen Anwendern helfen, Daten leichter zu verarbeiten und Administrationszeit zu sparen.

Der Arbeitsplatz der Zukunft: Herausfordernde Freiheit

Geschäftliche Mails auf dem heimischen Sofa checken, Projekte vor Ort beim Kunden planen oder doch klassisch im Büro mit den Kollegen arbeiten? Wie und wo der Arbeitsalltag künftig stattfinden wird, fragen sich Arbeitgeber zunehmend. Viele Mitarbeiter erwarten nämlich flexible Arbeitsmodelle; auch um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Voraussetzung dafür sind moderne, einheitliche IT-Infrastrukturen und verbindliche Guidelines.

HR-Kompetenzreihe: Digitale Personalakte! Aber bitte mit System

Wer sein Personalaktensystem auf Papier in eine digitale Aktenverwaltung überführen will, der sollte dies minutiös und systematisch planen. Schon das Scannen der Akten und die Zuweisung von Dokumenten zu Personalnummern sind aufwändig. Das ist das Fazit aus dem Infotag zur digitalen Personalakte, welchen das HRM Research Institute mit dem Fachinformationsdienstleister DATAKONTEXT im Rahmen der HR-Kompetenzreihe am 27. Oktober 2015 veranstaltete. Vier Anbieter stellten ihre Lösungen sowie Best Practices im Kölner Mondial Hotel vor.

Krankenrückkehrgespräche als Chance nutzen

Krankheitsbedingte Ausfälle stellen für jedes Unternehmen einen erheblichen Kostenfaktor dar. Durch die erforderliche Mehrarbeit verschlechtert sich nicht nur das Arbeitsklima, sondern auch das Erkrankungsrisiko durch die Mehrbelastung steigt für die KollegInnen.
Krankenstände sind aber auch Alarmsignale, die auf einen unzureichenden Arbeits- und Gesundheitsschutz hinweisen. Warum nicht mit denen sprechen, welche die krankmachenden Bedingungen am eigenen Leib erfahren haben? Nutzen sie diese Information, um die Arbeitsplätze gesundheitsförderlicher zu gestalten und setzen Sie Krankenrückkehrgespräche sicher ein.

Fünf Elemente-Lehre oder die Fünf Wandlungsphasen

Die Theorie der Fünf Elemente-Lehre hat ihre Wurzeln in der Naturbeobachtung im alten China und untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betrachtet also Werden, Wandlung und Vergehen.

„Personalentwicklung 2016“: Know how-Transfer durch informelle Netzwerke unterstützen (SERIE | Teil 2)

Wissensmanagement beschäftigt die HR-Experten schon seit vielen Jahren. Viele Unternehmen haben einen hohen Aufwand betrieben, um ihr Wissenskapital zu sichern. Neben den eher formellen Ansätzen des Wissensmanagements gibt es auch informelle Netzwerke, die ebenfalls nützlich für die Organisation eines Unternehmens sind und die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb der Organisation deutlich erhöhen. Im Gegensatz zu den formalen Strukturen in einem Unternehmen wurden die informellen Strukturen aber bisher nur wenig wissenschaftlich untersucht.

„Arbeiten 4.0“ und neue Formen der Arbeit: Herausforderung Digitalisierung

Internet der Dinge, Big Data und Industrie 4.0 – all dies sind Produkte der rasant fortschreitenden Digitalisierung mit nicht zu unterschätzenden Implikationen für die Arbeitswelt. Jüngst noch lediglich als Diskussionsthemen in der Fachpresse wiederzufinden, haben diese Begriffe mittlerweile Einzug in die allgemeine arbeitspolitische Diskussion gefunden.

Entschädigung bei Diskriminierung wegen Schwangerschaft

§§ 2 Abs. 4, 15 Abs. 2 AGG

1. Bei einer diskriminierenden Kündigung kann der betroffene Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber einen Entschädigungsanspruch nach § 15 Abs. 2 AGG geltend machen.

2. Ein Entschädigungsanspruch wegen einer diskriminierenden Kündigung wird dann nicht von den allgemeinen Regelungen des Kündigungsschutzes gem. § 2 Abs. 4 AGG verdrängt, wenn die merkmalsbezogene Belastung des Arbeitnehmers über das Normalmaß hinausgeht.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 12. Dezember 2013 –
8 AZR 838/12

Die fristlose Kündigung bei Vertrauensstellung (§ 627 BGB)

Das Buch ist der dritte Band der Reihe „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts“, herausgegeben von der Stiftung „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts (Wolfgang-Hromadka-Stiftung)“. Dienstverträge höherer Art können nach § 627 BGB grundsätzlich auch ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes gekündigt werden.

Von Dr. Christopher Fischer, Nomos Verlagsgesellschaft,
Baden-Baden 2015, 220 Seiten, Preis: 29 Euro

Deutschlands Gehälter: Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh

Gehaltsatlas Deutschland 2015. Vorgelegt vom Betreiber der Entgeltportale „Gehalt.de“ sowie „Gehaltsvergleich.com“ im Oktober 2015; die PMSG Personalmarkt Services GmbH. Auswertungsgrundlage: Bundesweit 448.997 Gehaltsdatensätze. Im Ergebnis lauter alte Bekannte: Mehr Entgelte für Beschäftigten im westlichen Deutschland als im östlichen und mehr Gehalt für Männer als für Frauen. Besonders in Baden-Württemberg bekleckern sich Arbeitgeber nicht mit Ruhm. Die interessante News: Kleinere Unternehmen zahlen zum Teil besser.

Knöllchen im Ausland werden auch in Deutschland vollstreckt

Sie sind die unbeliebtesten Souvenirs: Knöllchen für Verkehrssünden wie falsches Parken oder zu schnelles Fahren im Ausland. Der ADAC empfiehlt, diese Bußgeldbescheide nicht zu ignorieren, auf Plausibilität zu prüfen und danach zügig zu bezahlen. Die Bescheide – wie früher üblich – einfach auszusitzen, ist keine gute Idee: Strafen aus EU-Staaten können auch in Deutschland vollstreckt werden. Strafen aus dem EU-Ausland fallen ab einer Bagatellgrenze von 70 Euro an.

Wie Global Player vergüten: Am liebsten zentral, doch lokale Aspekte bremsen

Mitarbeitervergütung in multinationalen Unternehmen ist eine Wissenschaft für sich. Natürlich suchen diese Stellschrauben zur Personalkostenreduktion. Natürlich basieren Geschäftsstrategien zunehmend auf Algorithmen-Analysen. Und selbstverständlich fordert die Gesellschaft vernünftige Erwerbsangebote. Zu welcher Politik neigen Global Player im Kraftfeld dieser Anforderungen? Die ESCP Europe Business School, die Vlerick Business School und der Risikomanagement-, Versicherungs- und HR-Dienstleister Aon Hewitt haben die Strategien von 121 Arbeitgebern aus 23 Ländern analysiert.

Kündigung | Versetzung | Weihnachtsgeld | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Bundesweite Versetzungen von Arbeitnehmern sind nicht problemlos möglich. Deren familiäre Belange und private Interessen können nämlich nicht einfach so übergangen werden. Ärger und finanzielle Einschnitte gibt es auch, wenn Arbeitgeber mehrmals ohne Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde versuchen, schwangere Beschäftigte zu kündigen. Lesen Sie dazu das Urteil des LAG Berlin-Brandenburg. Drei weitere Entscheidungen setzen sich ebenfalls mit der Frage auseinander, ob Kündigungen im Einzelfall wirksam sind.

Resilienz-nachhaltig-stärken

Warum erreichen klassische Seminarformate beim Thema “Work-Life-Balance” keine nachhaltigen Resultate? Kurzlebige Impulse ja, aber keine bleibenden Verhaltensänderungen? Wie kann Resilienz, das mentale und psychische Immunsystem, gestärkt werden? Bei Kindern gut erforscht? Bei Erwachsenen nur im Militär. Was ist Resilienz anderes als “good soldier”-tum? Welche Formate braucht es, um Resilienz im Arbeits- und Privatleben zu stärken? Was können Unternehmen tun, um ihre besten Mitarbeiter/innen vor psychischen Gefährdungen zu schützen?

In 16 Schritten dauerhaftes Wohlbefinden und Gesundheit fördern = Resilienz 4×4.
Gesund, topfit und energiegeladen den (Arbeits-) Tag zu genießen, ist für viele Menschen ein lange in Vergessenheit geratenes Ideal. Seminare zur Work-Life-Balance geben kurzfristige Impulse, die an dieses Lebensgefühl erinnern. „Resilienz 4×4“ fördert präventiv die Gesundheit nicht nur von Leistungsträger/innen im Unternehmen mit 16 Inhouse-Infoshops und nachhaltiger Transferbegleitung. Darüber hinaus fördert es Mut und Befähigung, für ein gesundes und produk-tives Arbeitsumfeld zu sorgen – beginnend mit der eigenen Aufgabe.

Resilienz-nachhaltig-staerken.pdf – über den Autor zu beziehen

Rückzahlungsvereinbarungen

Leistungsanreize für Mitarbeiter können vielfältig gesetzt werden. Eine Möglichkeit besteht in der persönlichen Förderung mittels Weiterbildungsangeboten. Bei der Vereinbarung über Rückzahlungsverpflichtungen im Falle des vorzeitigen Ausscheidens des Arbeitnehmers gilt es, mit größter Sorgfalt vorzugehen. Andernfalls bleibt der Arbeitgeber auf den Kosten sitzen und hat umsonst in die Fortbildung investiert.

Staffelung der Urlaubsdauer nach Alter möglich

§§1, 3, 7, 10 AGG

1. Die freiwillige Gewährung von zusätzlichem Urlaub für ältere Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber stellt nicht immer einen Verstoß gegen das AGG dar. Eine solche Ungleichbehandlung kann zum Schutz älterer Beschäftigter zulässig sein.

2. Ein Arbeitgeber hat einen Einschätzungsspielraum, ob eine solche Urlaubsregelung in seinem Unternehmen geeignet, erforderlich und angemessen ist, um ältere Mitarbeiter zu schützen.

3. Ist der Zweck einer Regelung nicht unmittelbar geregelt, müssen sich aus dem Kontext Anhaltspunkte für die Feststellung des Ziels ergeben, um die Angemessenheit und Erforderlichkeit prüfen zu können.

(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 21. Oktober 2014 – 9 AZR 956/12

Kein Urlaubsanspruch ohne Zusage oder Zahlung des Entgelts

§1 BUrlG; §362 BGB; Richtlinie 2003/88/EG (Arbeitszeit-RL)

1. Kündigt ein Arbeitgeber fristlos und hilfsweise fristgerecht, erfüllt er den Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers durch eine Freistellung von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung unter Anrechnung der Urlaubsansprüche für den Fall, dass die fristlose Kündigung unwirksam sein sollte, nicht.

2. Nach §1 BUrlG setzt die Erfüllung des Anspruchs auf bezahlten Erholungsurlaub neben der Freistellung von der Arbeitsleistung auch das Zahlen der Vergütung voraus (Einheitsanspruch). Deshalb gewährt ein Arbeitgeber durch die Freistellungserklärung in einem Kündigungsschreiben nur dann wirksam Urlaub, wenn er dem Beschäftigten die Urlaubsvergütung vor Antritt des Urlaubs zahlt oder vorbehaltlos zusagt.

(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 10. Februar 2015 – 9 AZR 455/13

Mindestlohngesetz

Mit dem Inkrafttreten des MiLoG ab 1.1.2015 wurde ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt, der 8,50 Euro/Stunde beträgt. Die Wirkungen des Gesetzes gehen jedoch weit darüber hinaus, da nicht nur die Arbeitnehmer betroffen sind, die nunmehr den Mindestlohn erhalten. Auf differenzierte Weise sind alle Arbeitsverhältnisse einbezogen.

Von Christian Riechert und Dr. Lutz Nimmerjahn,
Verlag C. H. Beck, München 2015, 353 Seiten,
Preis: 69 Euro

Ergebnisse vom HR-Jahresgipfel: Kein Change ohne HR und Soziales!

Die europäische Leitmesse des Personalmanagements Zukunft Personal hatte im Vorfeld ihrer Veranstaltung ordentlich für das Thema „Arbeiten 4.0“ getrommelt. Was bedeutet dieses? Ist Deutschland bereit dafür? Was bietet der HR-Markt? Auch HRM.de präsentierte auf seiner ersten Aktionsbühne einige Experten zu dem Topic, welches politisch vor allem von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles gepusht wird. Unser HRM.de-Mitglied Petra Sorge dos Santos hat dazu ein Stimmungsbild zusammengestellt. Bilder und Eindrücke von der HRM.de-Bühne finden Sie auf unserem Twitteraccount.

Stichhaltige Trendstudie 2015/2016: Das bewegt Learning Professionals

Masse bedeutet nicht zwingend Klasse. Manche Forschungsfragen erfordern zwar zwecks Validität kritische Summen. Bei großer Tiefenschärfe lassen sich aber auch mit mittleren Datenvolumen repräsentative Sachverhalte entdecken. Im Fall der D/A/CH-Trendstudie „Corporate Learning 2015/2016“ des Swiss centre for innovations in learning (scil) des Wirtschaftspädagogik-Instituts der Universität St. Gallen (WIU) nahmen 121 Learning Professionals teil. Ihre jeweiligen 134 Antworten gewähren tiefe Einblicke in ihre Agenden.

Plädoyer: Betriebliches Lernen technisch durchplanen? Nicht im Ernst …

Schneller, höher, weiter, mehr – all das ist „out“. Die Wirtschaft tickt nach dem Takt von „noch viel schneller, noch viel höher, noch viel weiter und noch viel mehr; viele Digitalisierungslob-byisten verbraten derartige Superlative, um vermeintlichen Schnecken einzuheizen. Was aber erwartet die Propheten und Anhänger selbst? Sie umkreisen mit immer höherer Geschwindigkeit nur sich selbst. Soll dieses „immer rasantere immer Gleich“ etwa Entwicklung sein? Ist das innovativ? Und jetzt klären wir, ob Sie und ich Lernen wirklich dauernd planen sollten.

„Personalentwicklung 2016“: Aufbau organisationaler Problemlösungskompetenzen (SERIE | Teil 1)

Prof. Dr. Karlheinz Schwuchow und Joachim Gutmann bringen seit Jahren einen Fachbuch heraus, dessen zahlreiche Neuauflagen inzwischen zu den Klassiker in der Human Resources-Literatur zählen: Das Jahrbuch „Personalentwicklung“. Im Oktober erscheint der Band für 2016. HRM.de präsentiert Ihnen künftig exklusiv in einer fünfteiligen Serie Abstracts von Firmenerfolgsgeschichten aus dem Band. Den Auftakt macht die Giersiepen GmbH & Co. KG (Gira) mit ihrem Konzept für Verbesserungslernen.

HR-Blogger by BEGIS

Unsere App “HR-Blogger by BEGIS GmbH​” ist nun übersichtlicher geworden. Dazu haben wir die mehr als 50 HR-Blogs in Kategorien eingeordnet, nach denen nun die Blogs gelesen werden können.

Social Media: Geld für Unternehmensprofile lieber in Mitarbeitervisitenkarten stecken

Was meinen wir, wenn wir „unser Betrieb“ sagen? Bestenfalls die Summe unserer Beschäftigten, Lieferanten und Kunden. Bebildern unsere Unternehmensprofile in den sozialen Medien diese Summe oder stellen sie etwas ganz anderes vor? Und wäre es nicht schlau, Mitarbeiter- statt Firmenprofile im Netz zu pushen, weil dort Köpfe in einigen Branchen mehr zählen als Image? Diese ketzerische Frage stellt Michael Rajiv Shah in seiner Keynote auf der Personal Austria 2015. Der Social Media-Experte will in Wien Beispielrechnungen aufmachen.

Endlosschleifen im Recruiting

Zwischen Recruitern und Bewerbern hat sich scheinbar in den letzten Jahren eine besondere Art von Spiel etabliert. In den zahlreichen Ratgebern für Bewerber sind viele der üblicherweise in einem Einstellungsinterview gestellten Fragen nachzulesen, ebenso die möglichen bzw. idealen Antworten.

Arbeitszeit | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Der Sommer 2015 ist vorbei, an den Gerichten herrscht wieder Hochbetrieb. Die frischen Urteile behandeln unter anderem ein Thema, das die Bundesregierung neuerdings mit Hochdruck verfolgt: Arbeitszeit. Wir haben Ihnen zwei Entscheidungen zu den Anwendungsfeldern Außendienst sowie zusätzlich vergütungspflichtige Zeiten zusammengestellt.

Lohn | Vergütung | Fortbildung | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Einem BA-Absolventen Studienbeiträge in der Hoffnung finanziert, ihn damit als High Potential zu gewinnen? Aber der will keinen Arbeitsvertrag in Ihrem Unternehmen abschließen? Das Arbeitsgericht Gießen hat nun zugunsten Arbeitgeber entschieden. Wir stellen Ihnen das Urteil sowie drei weitere Entscheidungen vor.

Im Spiegel der aktuellen Rechtsprechung: Bonusvereinbarungen

Seit dem Inkrafttreten des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes am 1.1.2002 sind auch Arbeitsverträge am Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu messen. Namentlich unterliegen die in der Praxis bisher üblichen Freiwilligkeitsvorbehalte, Widerrufsvorbehalte oder Stichtagsklauseln als Nebenabreden im Rahmen von AGB der Angemessenheitskontrolle.

Mit HRM.de kostenfrei zur Karrieremesse „herCAREER“ nach München

Der September 2015 stand bei HRM.de im Zeichen der ersten HRM.de-Aktionsbühne auf der Zukunft Personal in Köln (15.09. bis 17.09.). Im Oktober geht es weiter mit einer absoluten Premiere in Süddeutschland. Wir gehen mit unseren Nischen-Jobbörsen (HRM.de berichtete zuletzt) auf die erste Karrieremesse für Frauen „herCAREER“ am 15. und 16. Oktober 2015. Wir nehmen Sie mit, wenn Sie wollen. Erfahren Sie, wie Sie mit uns nach München kommen und was wir über diesen Event wissen.

Beschäftigtendatenschutz und Compliance Effektive Compliance im Spannungsfeld von BDSG, Persönlichkeitsschutz und Mitbestimmung

Von Prof. Dr. Gregor Thüsing et al., Verlag C. H. Beck,
2. Auflage, München 2014, 423 Seiten, Preis: 89 Euro

Gegenüber der Vorauflage von 2010 ist das Handbuch um mehr als 100 Seiten erweitert worden. Mitautoren sind wissenschaftliche Mitarbeiter und Rechtsanwälte, die aus dem Institut für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit (Universität Bonn) stammen. Zu dieser Bonner Schule gehören Forst, Pötters, Traut und Granetzky.

Kündigung | Trennung | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Es gibt beinahe nichts, was es nicht gibt: Ein Mitarbeiter fordert mehr Geld. Sein Vorgesetzter winkt ab. Daraufhin greift der Ausgebremste zu einer ungewöhnlichen Kampfmethode: Er führt einen Sitzstreik im Büro seines Widersachers auf. Erfahren Sie, wie dieser sowie andere Fälle vor Gericht ausgingen.

Keine Aufklärungspflicht über Anspruch auf Entgeltumwandlung

§ 1a BetrAVG; §§ 241 Abs. 2,
242, 280 Abs. 1 BGB 1.

1. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, den Arbeitnehmer von sich aus auf den Anspruch auf Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG hinzuweisen. Eine derartige Hinweispflicht ergibt sich nicht aus den Bestimmungen des BetrAVG.

2. Der Arbeitgeber ist grundsätzlich auch nicht aufgrund einer arbeitsvertraglichen Nebenpflicht (Fürsorgepflicht) verpflichtet, den Arbeitnehmer über die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung aufzuklären.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 21. Januar 2014 – 3 AZR 807/11

Adipositas als Diskriminierungsmerkmal

§ 1 AGG; RL 2000/78/EG vom 27.11.2000
Eine Adipositas stellt für sich betrachtet keine Behinderung i. S. d. AGG dar.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
EuGH, Urteil vom 18. Dezember 2014 – C-354/13

Posting als Kündigungsgrund – Unternehmensschädliche Äußerungen in Social Media

Von Dr. Steffen Burr, Nomos Verlagsgesellschaft,
Baden-Baden 2014, 252 Seiten, Preis: 65 Euro

Dieses Buch ist der zweite Band der Reihe „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts“, herausgegeben von der Stiftung „Theorie und Praxis des Arbeitsrechts“ (Wolfgang-Hromadka-Stiftung). Es greift einen Aspekt auf, dessen Bedeutung seit dem Aufkommen des Worldwide Web immer brisanter wird: Das Internet vergisst nie.

Erbrechtsverordnung bei Mitarbeiterentsendungen: Erbschaft im Ausland

In unserer globalen Gesellschaft werden auch die Erbfälle mit Auslandsbezug immer häufiger. Nahezu eine halbe Million Fälle sind es jährlich in der EU. Das kann der Rentner sein, der nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben in sein Ferienhaus auf Mallorca zieht. Aber auch die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland wird in international agierenden Unternehmen zunehmend häufiger. Sie alle sollten bedenken, dass sie nach der neuen EU-Erbrechtsverordnung im Todesfall möglicherweise nach dem Recht ihres Aufenthaltslandes beerbt werden – selbst wenn sie nach wie vor die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

Kosteneinsparungen speziell bei Frauen bedeuten Bumerang

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz bezieht mit einem Urteil über eine Diskriminierungsklage klar Position, der zuvor auch schon das Arbeitsgericht Koblenz in voller Höhe stattgegeben hat. Ursprünglich hatte eine Produktionsmitarbeiterin eine Zahlungsklage gegen ihren Arbeitgeber eingereicht. Bei diesem war sie drei Jahre lang beschäftigt gewesen; in dessen Produktion verdienen Damen bei gleicher Tätigkeit generell weniger Stundenlohn als Männer; womit sie auch anteilig Anwesenheitsprämien, Weihnachts- sowie Urlaubsgeld einbüßen. Das LAG schraubte die vom Beklagten zu leistende Entschädigung drakonisch in die Höhe.

HRM.de unterwegs | Neue HR-Kompetenzreihe: Digitale Personalakte und sichere HR-Prozesse

In Zusammenarbeit mit dem Fachinformationsdienstleister DATAKONTEXT bietet Ihnen das HRM Research Institute künftig spannende Tagungen in einer HR-Kompetenzreihe an. Den Anfang der Serie macht das Thema „Digitale Personalakte und sichere HR-Prozesse“ am 27.10.2015 in Köln. Franz Langecker, langjähriger Chefredakteur der Fachzeitschrift HR Performance, moderiert die Veranstaltung mit Expertenvorträgen der GISA GmbH, IQDoQ, Konic und IncaMail; dem E-Mail-Dienst der Schweizerischen Post.

Massenentlassungsanzeige und Betriebsrat: Details machen die Musik

Seit das Bundesarbeitsgericht (BAG) Anfang dieses Jahres die Anforderungen an die Massenentlassungsanzeige weiter konkretisiert hat, müssen Arbeitgeber bei Betriebs- und Betriebsteilschließungen Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen noch sorgfältiger führen. Das Verfahren nach § 17 KSchG ist peinlich genau zu beachten. Andernfalls stehen geplante Trennungen auf der Kippe.

Urteil: 26.02.2015 (2 AZR 955/13)
Maßgabe: § 17 Abs. 3 Satz 2 KSchG

Die Herausforderung einer überzeugenden Stellenbedarfs- und Personalbedarfsplanung am Beispiel der Arbeitsverwaltung

Seit Januar 2015 liegt aus der Feder von BearingPoint für die Job Center der Arbeitsverwaltung der Abschlussbericht „Personalbemessung Leistungsgewährung in den gemeinsamen Einrichtungen SGB II“ vor. Gegenüber anderen Verfahren der summarischen und analytischen Stellenbemessung sind in dieser Untersuchung eine Reihe weiterer Aspekte eingeflossen. Vor allem die Methode der Datenerhebung, der Datenauswertung und der Interpretation der Ergebnisse zeigen einige interessante Varianten auf, die über die Arbeitsverwaltung hinausgehend von allgemeinen Interesse sind und daher auch breiter nicht nur in der öffentlichen Verwaltung diskutiert werden sollten.
Was auffällt, ist vor allem der hohe Aufwand dieser Untersuchung.

Lernende Organisation: Learnings einer Trainerin aus Hamburgs Jahrhundertprojekt für Flüchtlinge

Die Flüchtlingskrise ist für Kommunen eine Nagelprobe. Wie spontan können sie mit knappem Budget organisieren? Mobilisieren sie Bürger erfolgreich? Für HRM.de berichtet Petra Sorge dos Santos von einem Bravourstück einer sich selbst konstituierenden und lernenden Organisation. Sie ist als Coach und Trainerin mit interkulturellem Schwerpunkt Teil eines Hilfsprojektes in Hamburg geworden, das mit inzwischen 19.000 freiwillig registrierten Helfern als eins der größten in Nachkriegsdeutschland gilt. Lesen Sie, was Personaler von den Bürgern lernen können.

#Corporate Learning #Organisationsentwicklung #OE #Leadership #Motivation #Teamarbeit #Selbstorganisation #Selbstlernen #RefugeesWelcome

Wie Sie die digitale Personalakte erfolgreich einführen!

Die Archivierung von Personalakten in Papierform gilt heute als nicht mehr zeitgemäß. Vor allem größere Unternehmen haben sich bereits von der traditionellen Papierakte verabschiedet und auf die digitale Personalakte umgestellt. Hierbei muss gewährleistet sein, dass digitale Akten genauso wie Papierbelege bis zu 10 Jahre aufbewahrt und gelesen werden können. Vorteile der digitalen Akte entstehen durch Kosteneinsparungen (die bisherigen Aktenschränke und Kellerräume werden nicht mehr benötigt), durch schnelleren Zugriff und einfachere Weiterleitung.

Bei der Umstellung auf digitale Personalakten sollte man typische Stolpersteine umgehen. Es hat sich z.B. zur erfolgreichen Einführung in einem ersten Schritt bewährt, eine Projektgruppe einzurichten. Am Anfang steht die Analyse der Ist-Situation: Welche Dokumente umfasst die bisherige Personalakte? Wer archiviert heute die Personalakten? Welche Formate existieren bei digitalen Personaldokumenten?

Kein besonderer Kündigungsschutz für Wahlvorstandsbewerber

§ 15 Abs. 3 KSchG; § 103 BetrVG

1. Ein Bewerber für das Amt des Wahlvorstands zur Durchführung einer Betriebsratswahl kann sich nicht auf den besonderen Kündigungsschutz nach § 15 Abs. 3 KSchG, § 103 BetrVG berufen.

2. Im Rahmen der Betriebsratswahlen durch einen Arbeitnehmer öffentlich am Arbeitgeber geäußerte Kritik ist hinsichtlich der Wirksamkeit einer ausgesprochenen Kündigung unter den besonderen Umständen der Betriebsratswahl zu werten.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 31. Juli 2014 – 2 AZR 505/13

Recht und Praxis der Arbeitszeitkonten

Von Prof. Dr. Dres. h. c. Peter Hanau,
Dr. Annekatrin Veit und Dr. Andreas Hoff,
Verlag C. H. Beck, 2. Auflage, München 2015,
180 Seiten, Preis: 49 Euro

Die Rechtsfragen rund um die Arbeitszeitkonten gehören zu den schwierigsten und haftungsrelevantesten Beratungsfeldern. Arbeits-, Steuerund Sozialversicherungsrecht spielen hier in einem komplexen Geflecht zusammen, wobei die Gesetzgebung durch teilweise punktuelle Maß- nahmen nicht zu einer Klärung beiträgt.

Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht

Von Dr. Rudi MüllerGlöge, Prof. Dr. Ulrich Preis
und Ingrid Schmidt (Hrsg.), 15. neu bearbeitete Auflage,
Verlag C. H. Beck, München 2015, 2.976 Seiten,
in Leinen, Preis: 169 Euro

Der „Erfurter“ erläutert bereits seit 1998 die mehr als 40 wichtigsten arbeitsrechtlichen Gesetze für den Rechtsalltag. Dabei geben die Autoren nicht nur einen Überblick über den aktuellen Meinungsstand zu allen wesentlichen Normen des Arbeitsrechts, sondern stellen auch eigene Ansätze vor und bieten Vorschläge zu offenen oder neuen Rechtsfragen.

Homeoffice-Vereinbarungen und alternierende Telearbeit: Arbeiten von zuhause

Das Arbeiten vom häuslichen Büro im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses wird in vielen Unternehmen praktiziert und liegt im zunehmenden Interesse von Arbeitnehmern an Flexibilität, Mobilität und der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In der Vertragspraxis ist die Homeoffice-Tätigkeit jedoch oft nur knapp geregelt, obgleich zahlreiche wichtige Besonderheiten zu beachten sind.

Selbstverantwortung kranker Mitarbeiter: Den inneren Ratgeber trainieren

Heilung ist ein Prozess, er erfordert Verstand, Intuition und viel Geduld. Dr. med. Klaus Siegler schildert in diesem Fachbericht als Oberarzt und Leiter des Psychosozialen Dienstes der Kinder- und Jugendonkologie im Uniklinikum Frankfurt am Main, wie ernsthaft erkrankte Menschen ihren inneren Arzt stärken können. Die Informationen dienen Gesundheitsbeauftragten in Betrieben sowie Personalern und Trainern für ihren Dialog mit Beschäftigten im Rahmen von Prävention oder Wiedereingliederung; aber auch zur Weitergabe an betroffene Mitarbeiter. Ein starkes Plädoyer wider einseitige Schuldzuweisungen und Schnellschusslösungen.

Fundingaufruf: Nach dem Film “Auf Augenhöhe” kommt jetzt “AUGENHÖHEWege”

Während Arbeitgeberverbände schon fleißig diskutieren, wie viel weniger Lohn ein Arbeitsplatz mit ausgeprägter Computerarbeit bedeuten darf, geht das Kernteam der “Augenhöhe”-Bewegung nach seinem fulminanten Filmerfolg sein Zweitlingswerk an. Wieder soll der Film per Crowd finanziert werden. HRM.de unterstützt das Werk und bittet seine Mitglieder um Beteiligung an der guten Sache. Sven Franke – Mitinitiator und eine treibende Kraft des Projektes – hat uns dazu fünf Fragen beantwortet.

Risikofaktor Bewegungsarmut

Mehr als 9 Stunden Sitzen zählt als Risikofaktor für die Gesundheit. Warum dies so ist, welche aktuellen Studien es dazu gibt und was renommierte Wissenschaftler für das BGM empfehlen, lesen Sie im folgenden Beitrag. Besuchen Sie den Autoren – die vitaliberty GmbH – auf der Zukunft Personal 2015 – 15.09. bis 17.09.2015 | Stand S.22, Halle 2.1, www.corporate-moove.de

Eröffnungs-Keynote zur Zukunft Personal 2015: Dr. Christian P. Illek – Personalvorstand der Deutschen Telekom

Die Eröffnungs-Keynote der Zukunft Personal 2015 steht nun fest. Unter dem Titel “Die zweite Hälfte des Schachbretts oder die disruptive Kraft der Digitalisierung: Schlüsselkompetenzen und Neuorganisation der Arbeit” wird der neu berufene Personalvorstand der Telekom in seiner Keynote sowohl die volkswirtschaftlichen als auch betrieblichen Aspekte der digitalen Arbeitswelt beleuchten. Sein Appell: Die Menschen müssen auf diese Reise mitgenommen werden. Denn digitales Außenseitertum sei “Gift für Wirtschaft und Gesellschaft”.

Termin: 15.09.2015 – 10:00 – 11:15 Uhr
Praxisforum 1 | Keynote – Halle 2.1

In und nach der Krankheit: Das neue Leben im alten Land

Es gibt eine gesunde Art, krank zu sein. Und es gibt eine andere Art nach einer schweren Krankheit wieder heil zu; nämlich ein neues Leben in einem alten Land zu führen. Dieser Lebenswandel beginnt schon während der Krankheit, wenn der Betroffene davor nicht die Augen verschließt. Ist er dazu bereit, so braucht er förderliche Rahmenbedingungen in Job, Umfeld und Sozialleben. Leider neigen viele Begleiter – Ärzte, Kollegen, Vorgesetzte, Freunde und andere – dazu, mit dem Kranken oder frisch Gesundeten Kontroversen anzuzetteln. Dieser Beitrag sensibilisiert für den nötigen Umgangston in der Zeit während und nach einer längeren Krankheit.

Wiedereingliederung: Zahlen, Zankäpfel und Erfolgskriterien

Die Datenlage zur Entwicklung der Wiedereingliederung in Deutschland ist glänzend. Viele Trägerorganisationen und Verbände erheben laufend, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer rund um das Thema bewegt. Dieser Beitrag liefert aktuelle Zahlen, zeigt, warum Beschäftigte im Visier der Krankenkassen sitzen, weist bundesdeutsche Erfolgsquoten nach und stellt Forschungsergebnisse zu den Fragen zusammen: Wie gliedern wir psychisch belastete Arbeitnehmer wieder ein? Was spricht für eine gute Rehabilitationseinrichtung; unabhängig von der Erkrankungsart?

HRM.de präsentiert: Unsere Nischen-Jobbörsen

Mit unseren 17 Nischen-Jobbörsen erreichen Sie garantiert Ihre Zielgruppen. Die Boards sind einheitlich gestaltet, leicht zu navigieren und konsequent branchenspezifisch. Informieren Sie sich jetzt zu den Angeboten im D/A/CH/Raum. Wir verlinken zur jeweiligen Börse.

Neuer Net(t)working-Event: Feiern Sie mit den progressiven Leuten der HR-Szene die erste HR-Night

Deutschlands kontroverser Blogger Henner Knabenreich hat sich nicht nur Fans wegen seiner klugen Schonungslosigkeit im Urteil über digitales Personalmarketing gemacht, sondern auch als Vernetzer im HR. Jetzt hat er nach seinem letzten erfolgreichen Eventhit in Wiesbaden die Zukunft Personal ins Visier genommen: Seine neue HR-NIGHT verspricht mächtige Locomotion unter Personalern mit Kölns hottestem DJ, Netzwerkspaß mit SpeedNetworking – das Ganze powered by Xing. Wir haben Ihnen günstige Tickets organisiert. Mehr dazu in dieser Vorankündigung.

HRM.de-Bühne 2015 | Wie Sie mit “Die 7 Wege zur Effektivität” Ihren wichtigsten Wettbewerbsvorteil entwickeln

Mittwoch, den 16. September 2015
16:45 Uhr – 17:15 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Interaktiver Vortrag (Teil 2)
Referent: Gerd Schulze Weischer | Practice Leader “Die 7 Wege zur Effektivität” |
FranklinCovey Leadership Institut GmbH

Schlagworte: HRM Rockstar / Europas 500: Stephen R. Covey – Bestseller – Kultur – Strategie – Sogwirkung von Unternehmenskultur betriebsintern wie -extern – starke und beständige Kulturen schaffen

HRM.de-Bühne 2015 | Hör auf mich zu managen. Warum funktioniert Führung heute anders?

Mittwoch, den 16. September 2015
16:00 Uhr – 16:30 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Interaktiver Vortrag (Teil 1)
Referentin: Christine Kaunzner | Senior Client Partner |
FranklinCovey Leadership Institut GmbH

Schlagworte: HRM Rockstar / Europas 500: Stephen R. Covey – Fachkräftemangel – Retention-Management – Work-Life-Balance – Top-Arbeitgeber – Führungsstile

HRM.de-Bühne 2015 | Konflikte nutzen und effektiver führen

Donnerstag, den 17. September 2015
um 16:45 Uhr – 17:15 Uhr | Halle 3.1 | K.11

Impulsvortrag mit anschließendem Gesprächskreis
Referent: Dieter Winkler | Geschäftsführer | mc² mittelstand consult

Schlagworte: Meinungs- und Überzeugungsdifferenzen – Konfliktdefinition – konstruktive Kommunikation – Wertschätzung – Führung

HRM.de-Bühne 2015 | Wissen im Bildungszeitalter: Didaktikprinzipien von alten Zöpfen befreien, damit sie „on demand“ wirken

Donnerstag, den 17. September 2015
10:15 Uhr – 10:45 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Plädoyer mit anschließendem Gesprächskreis.
Referent: Heiko Miedlich | Leiter Projektentwicklung | WBS TRAINING AG

Schlagworte: Impact von Industrie 4.0 für Bildung – traditionelle Qualifizierung erweitern – pädagogische Mindmaps verändern – virtuelle Klassenräume und ihre technischen Tools – Innovationen ermöglichen

HRM.de-Bühne 2015 | Arbeiten 4.0?! Mentales Rüstzeug für die digitalisierte Arbeitswelt

Donnerstag, den 17. September 2015
16:00 Uhr – 16:30 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Kurz-Workshop mit Theorie, Übungen & Beispielen.
Beteiligen Sie sich: Call for ideas
Referenten: Dr. Anke Frieling & Dr. Frank Steinhoff | addisca gGmbH

Schlagworte: Digital löst Stress aus – Verhaltensalternativen – psychologische Forschung – Metakognition – Gedanken steuern

HRM.de-Bühne 2015 | Neue Arbeitswelten: Transformation, aber wohin?!

Donnerstag, den 17. September 2015
13:45 Uhr – 14:15 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Miniworkshop – Impuls & Gesprächskreis
Referent: Dr. Jens M. Lang | Senior Transformation Manager | Haufe-umantis AG

Schlagworte: Führung in sich transformierenden Branchen- und Wirtschaftsfeldern – Mitarbeitertypologien – Organisationsdesigns – HR-Tools & Modelle für die Transformation – der Haufe-Quadrant

HRM.de-Bühne 2015 | Welcomeday 4.0: Gamebased Onboarding – digitale Schnitzeljagd für Jobeinsteiger

Dienstag, den 15. September 2015
16:45 Uhr – 17:15 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Interaktiver Vortrag mit App-Demonstration.

Referenten:
Michael Haufe | CEO Teamgeist AG und Gründer teamgeist-group
Jens Knabe | Projektmanager | Teamgeist AG

Schlagworte: Onboarding – Games im HR: digitale Schnitzeljagd – App – spielerisches Kennenlernen – Spaß beim Jobeinstieg – Willkommensgefühl – effektive Einarbeitung

HRM.de-Bühne 2015 | Andere Zeiten – andere Menschen: Wie Generation Y Vertrauen in Unternehmen auf die Probe stellt

Mittwoch, den 16. September 2015
11:45 Uhr – 12:15 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Vortrag mit anschließendem Gesprächskreis.
Referentin: Angelica Ampezzan | geschäftsführende Gesellschafterin |
Institut für Management und Organisation (IMO) GmbH

Schlagworte: Generation Y – Vertrauenskulturen – Kollateralschäden – Arbeitsweltdesign – Arbeitnehmertypen (Ich-AG, Intrapreneur etc.) – Vertrauensbedingungen

HRM.de-Bühne 2015 | Working in Global Teams: Die Dynamik internationaler Teams sinnvoll nutzen

Dienstag, den 15. September 2015
15:15 Uhr – 15:45 Uhr | Halle 3.1 | K.11

Referentin: Dr. Sylvia Van Ziegert | Managerin & spezialisierte Trainerin für interkulturelle Kompetenz | Berlitz Deutschland

Schlagworte: Internationale Teamarbeit – grenzüberschreitendes Arbeiten – Cultural Diversity Management – Arbeitseffektivität – Arbeiten in Globalen Teams – Virtuelle Teams – Teamarbeit

HRM.de-Bühne 2015 | Mit Streitkultur auf Augenhöhe zum Unternehmenserfolg (1. Teil)

Mittwoch, den 16. September 2015
um 13:45 Uhr – 14:15 Uhr | Halle 3.1 | K.11

Zweiteiliger Miniworkshop inkl. Whitepaper
Referentin: Judith Torma Gonçalves | Magistra der Rhetorik, Trainerin & Bloggerin

Schlagworte: Meinungsverschiedenheiten – Unternehmenskultur – Streitkultur als Chance Wissen aufzubauen und erweitern – zielorientiert argumentieren

HRM.de-Bühne 2015 | Best Practice: Digitale Gesundheitsregion Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Donnerstag, den 17. September 2015
um 11:45 Uhr – 12:15 Uhr | Halle 3.1 | K.11

Ein Bürgermeister und eine Gesundheitsmanagerin
berichten aus ihrer Praxis

Referenten:
Hansjörg Zahler | Bürgermeister Gemeinde Wallgau
Petra Hilsenbeck | Gesundheitsmanagerin der Gesundheitsregion plus
Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Präsentiert von vitaliberty GmbH für HRM.de

Schlagworte: Deutsches Pionierprojekt: gesunder Wirtschaftsstandort – digitales BGM – regionale Einführung von BGM in ortsansässige Unternehmen

HRM.de-Bühne 2015 | Digitalisierte Arbeitswelt: Wie die Personal- und Organisationsentwicklung eine strukturierte Unternehmensanalyse gestalten kann

Dienstag, den 15. September 2015
10:15 Uhr – 10:45 Uhr | Halle 3.1 | Stand K.11

Vortrag mit anschließendem Gesprächskreis
Referent: Wolfram Geist | Geschäftsführender Gesellschafter |
DMG Development Group GmbH

Schlagworte: Arbeitswelt 4.0 – Unternehmensanalyse – Personal- und Organisationsentwicklung – Big Picture der digitalen Arbeitswelt versus Insellösungen – Strategie – Verhalten prägen

Karriere-Coach für Frauen zur Headhunter-Studie: “Führungsfrauen heute oft ähnlich mobil wie männliche Manager”

Weiblichen Fach- und Führungskräften auf Jobsuche wird häufig eine stärkere regionale Gebundenheit nachgesagt, als männlichen Managern. Doch dies ist zunehmend falsch, sagt der Hamburger Frauen-Headhunter und KarriereCoach Christian Böhnke. Sein Unternehmen Hunting/Her hat einmal die knapp 500 Kandidatinnenprofile analysiert und kommt zu dem Schluss: “Führungsfrauen heute meist ähnlich mobil wie männliche Manager – rechnet man die Elternzeit einmal heraus.”

Tipps für die Planung von Geschäftsreisen

Eine Geschäftsreise für sich selbst oder den Chef zu planen kann sehr stressig sein. Daher möchte ich gerne ein paar Tools und Internetseiten mit euch teilen, die diese Angelegenheit weitaus einfacher gestalten.

Programm der HRM.de-Bühne 2015 am 17.09.2015

Am dritten Tag unserer HRM.de-Bühne auf der Zukunft Personal in Köln (Halle 3.1 | Stand K.11) starten wir nochmal richtig durch; und zwar mit einem Themenfeuerwerk: Es geht um Rechtsthemen, New work, HR Analytics, Gesundheit, die Zukunft der Weiterbildung und mehr. Sie können ein Unternehmen live erleben, das den Film „Auf Augenhöhe“ maßgeblich unterstützt hat und neue Arbeitskulturen lebt. Und es warten zwei Sonderaktionen auf Sie. Ordern Sie heute noch Ihre Freikarten für den Bühnenabschluss.

Programm der HRM.de-Bühne 2015 am 16.09.2015

Am zweiten Tag unserer HRM.de-Bühne auf der Zukunft Personal (Halle 3.1 | Stand K.11) präsentieren wir mehrere Topacts. Wir erwarten den Trendsetter des Social media Recruitings Jan Kirchner mit seiner Agentur Wollmilchsau zu einer exklusiven Studienerstveröffentlichung. Dr. Friedrich Fratschner – Autor unserer Gender Pay Gap-Serie (2014) – kommt zu uns und wir begrüßen das Institut, welches das Werk Stephen Coveys fortsetzt; Covey gehört zu den 500 Persönlichkeiten, deren Werk das Personalmanagement in Europa geprägt haben. Informieren Sie sich über alle weiteren Termine und bestellen Sie Ihre Freikarten.

Programm der HRM.de-Bühne 2015 am 15.09.2015

Erstmals lädt HRM.de auf Europas größter HR-Messe “Zukunft Personal” in Köln zwischen dem 15. und 17. September 2015 zu einem eigenen Bühnen-Programm, gestaltet von HRM.de-Mitgliedern und -Autoren. Eröffnet wird unsere Bühne von Dr. Oliver K.-F. Klug, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. sowie beliebter Autor unserer Rechtsausgaben. Freuen Sie sich am ersten Bühnentag auf Gewinnspiele, eine Studien-Erstveröffentlichung, Design Thinking-Workshops sowie viele Acts mehr. Und vergessen Sie nicht, Ihre Freikarten bei uns zu ordern.

Hü und hott? Arbeitsrecht zwischen gestern und morgen | Programmtipp zur Zukunft Personal 2015

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles möchte das Arbeitsrecht an die digitale Arbeitswelt anpassen. Konkret geht es um die Definition einer Betriebsstätte, den Arbeitnehmerbegriff oder das Arbeitszeitgesetz. Nahles sagte zur Einhaltung von vorgeschriebenen Ruhezeiten bei Mitarbeitern, die am Abend noch einige dienstliche E-Mails erledigen und daher nach dem Arbeitszeitgesetz nicht schon frühmorgens im Büro erscheinen dürfen: „Das geht nicht!“ Aus diesem Anlass empfehlen wir eine Podiumsdiskussion unseres Partners “Arbeit und Arbeitsrecht” unter dem Titel „Arbeit 4.0 und das Arbeitsrecht“.

HR Intelligence & Analytics: Erst die Wissenschaft, dann die Praxis. Leserfreundliche Einführung erschienen

Die Digitalisierung beflügelt Human Resource-Dienstleister, Software zur Mitarbeiterevaluation weiterzuentwickeln; wie zum Beispiel Tools zur Stimmanalyse, Motivationsmessung und Ähnliches. Anbieter legen Personalern nahe, digitale Informationen in Beziehung zu setzen, die Beschäftigte während, aber auch außerhalb ihrer Arbeit hinterlassen, das soll Managemententscheidungen erleichtern. Doch wer nicht weiß, aus was sich die so genannten Human Resource Analytics entwickelten, wer kein IT-Verständnis besitzt, der kann den Trend schwer beurteilen, geschweige denn professionell einsteigen. Für ihn ist jetzt beim Springer Gabler Verlag eine leserfreundliche Einführung erschienen.

Human Resource Intelligence und Analytics:
Grundlagen, Anbieter, Erfahrungen und Trends
2015 | Springer Gabler | ISBN-10: 3658035951
ISBN-13: 978-3658035952 | EUR 49,99

ZP 2015: Zu welchem Vortrag gehen? Wen ansehen? Variante „Darin bilde ich mich fort.“ | Faktisch, valide, solide.

Es ist nicht alles Zukunftsmusik auf der Zukunft Personal. Insbesondere der HR RoundTable und die Aktionsflächen laden Sie dieses Jahr zu vielen Vorträgen und Workshops ein, mit denen Sie sich fachlich in den Gebieten fortbilden können, in denen HR Kernkompetenzen hat. Wir haben Ihnen nach Durchsicht des Gesamtprogrammes und so mancher Business-Vitas empfehlenswerte Acts zusammengestellt. Die würden wir sogar selbst besuchen.

Schleudertrauma für Formel-1-Amateure des Big Data. Sicherheitsbestimmung: Drehzahl im Business drosseln!

Sie setzen sich doch auch in einen Formel-1-Wagen, schnallen sich an und düsen bei „Start“ los, obwohl Sie so ein Ding noch nie fuhren. Wer würde das nicht tun? Und wenn Sie dann noch wissen, dass andere Ihnen dafür Geld zahlen, hält Sie nichts. Bald werden wir viele von uns so ein Auto fahren. Es heißt Big Data. Nur wenige kennen sich aus. Lassen Sie sich darum kein X für ein U vormachen. Die gute Nachricht: Big Data gibt Ihnen das Recht, die Dinge langsam anzugehen. Das versteht auch Ihr Chef. Nutzen Sie die historische Chance.

Digitale Personalakte: Medium mit großem Mehrwert.

In einem modernen Medienhaus schlägt der Puls der Zeit. Der Special-Interest-Zeitschriftenverlag Motor Presse Stuttgart ist ein lebendiges Beispiel dafür. Gegründet wurde er 1946, in der Aufbruchzeit des Wiederaufbaus. Bis heute ist die Dynamik nicht verloren gegangen, sondern eher noch mit dem Unternehmen gewachsen. Das spiegelt sich nicht zuletzt im Personalmanagement, das die Vorzüge der Digitalen Personalakte strategisch nutzt.

Wenn nix mehr hilft: Radikal! Wie viel Keule braucht Arbeiten 4.0?

Der Spieß lässt sich umdrehen. Arbeiten 4.0 sei alternativlos. Sagen Berater. Dann nehmen wir die angedrohte Revolution beim Wort. Digitale Tools und Auswertungsmöglichkeiten – ist das neu? Learning on the job? Ist das etwa neu? Oder flexible Arbeitsbedingungen und -settings? Andersrum wird ein Schuh draus: Wenn wir alle das alles in einem nie gekannten Maß ein- und umsetzen, dann sind wir diese Revolution.

ZP 2015: Zu welchem Vortrag gehen? Wen ansehen? Variante „Das kommt in HR!“ | Kontrovers & vernünftig diskutiert.

Wer auf den fahrenden Zug digitaler Arbeitwelten nicht aufspringt, den verliert der Zug. So heißt es mehrheitlich in Beiträgen zum politisch getragenen Paradigmenwechsel. Wir beschrieben diesen bereits in der Ausgabe zu den Personalmessen in Hamburg und Stuttgart. Wir meinen: Behalten Sie einen kühlen Kopf in hitzigen Debatten. Wir stellen Ihnen Programmtitel vor, die den Wandel für unser Gespür unaufgeregt, klug und verantwortungsbewusst besprechen. Und wir zitieren dazu einen Titel exklusiv: „Maß und Mitte ist jetzt angesagt“.

Kurioses: Wie wir alle Wahnsinnige des digitalen Zeitalters werden

Über 800 Gemälde, 1.000 Zeichnungen in zehn Jahren – wie hat er das nur gemacht, der Vincent van Gogh? Prof. Ger Driesen sagt uns auf der Zukunft Personal, was wir von ihm lernen können. Dazu pickt er aus dem Gesamtleben des Malers Einzelheiten heraus. Keine Rede von Vincents Armut, Hunger, Verzweiflung, Orientierungslosigkeit und Wahnsinn. Wer sagt Herrn Driesen, dass all das auch maßgebliche Produktivitätstreiber waren; wie bei Franz Kafka, Friedrich Nietzsche und Co.? Wir tun das jetzt.

DSO-Mitarbeiter beklagen Klima der Grausamkeit / ZDF-Magazin “Frontal 21” berichtet heute

Heute Abend am 14. Juli 2015 wird eine Sendung des ZDF die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ins Visier nehmen, welche von Politikern und Bürgern der Pressemeldung des Senders zufolge lange beobachtet worden war. Jetzt haben sich Hinweise auf Missmanagement verdichtet. Konkret klagen etliche der 200 Mitarbeiter an: Sie leiden unter einem Arbeitsklima der “Diskriminierung, Ungleichbehandlung und seelischen Grausamkeit”. Laut Bundesgesundheitsministerium haben von 2010 bis 2014 allein 88 Mitarbeiter die DSO verlassen. Schalten Sie das ZDF-Magazin “Frontal 21” um 21 Uhr. Die Sache geht uns alle an.

ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft (ZAAG): Neue Power für die DGFP?

Die deutsche Vereinsszene der Personaler wirft Berlin einen Stein in den Garten. Die HR-Profis wollen politisch mitmischen. Am 3. Juli gründeten sechs Vereine die ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft (ZAAG) in Frankfurt, um eine zivilgesellschaftliche Plattform für die Arbeitswelt zu gestalten. Das dürfte auch die schwer angeschlagene Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) beflügeln. Sie gehört zu den ZAAG-Gründern.

Sind Sie ein Erfolgsmacher? Oder ein Misserfolgsvermeider?

Fehler sind die großen Tabus im Wirtschaftsleben. Sie werden aufgehübscht oder totgeschwiegen. Keiner will es gewesen sein. Täter schlüpfen in die Opferrolle und schieben den Schwarzen Peter anderen unter. Oder man begibt sich gemeinsam auf die Suche nach dem Sündenbock. Doch Fehlerorientierung erzeugt eine Misserfolgskultur, Chancenorientierung hingegen eine Erfolgskultur.

Hartz IV und arbeitslos? Bitte Eigenheim verkaufen. Ostdeutsche Jobcenter entdecken neue Finanzquelle

Die Nationaldemokratische Partei Deutschland informiert aktuell die Eigenheimbesitzer unter den Hartz-IV-Empfängern in Vorpommern auf einer Social media-Plattform darüber, wie sie einer Aufforderung ihrer regionalen Jobcenter zum Häuserverkauf entgegensteuern können. Die Strategie des Centers: Entweder der Empfänger beteiligt sich an einer Wertermittlung seines Eigentums oder er verliert seine Bezüge; was in Glasewitz bereits drei Familien betreffen soll. Ähnliche Fälle gab es schon in anderen Bundesgebieten.

HR-Blogs offline auf dem ipad oder Tablet lesen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist in aller Munde und macht auch vor dem HR-Bereich nicht halt. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen unterstützt BEGIS Personalabteilungen dabei, selbst die Vorteile der Digitalisierung für die tägliche Arbeit zu nutzen. Doch auch in der Verbreitung von Informationen aus der HR-Szene verändert sich die Umwelt. Neben den klassischen Informationsmedien, wie Fachzeitschriften und Portalen nimmt die Blogger-Szene eine immer wichtigere Rolle ein.

6 Gründe, warum HR selbst nicht digital wird

Eines der großen aktuellen Themen ist die Digitalisierung der Wirtschaft und die Veränderung der Arbeitswelt unter dem Stichwort New Work oder arbeiten 4.0. HR sieht sich selbst oder wird auch von anderen als derjenige im Unternehmen gesehen, der diesen Wandel der Arbeitswelt im Unternehmen treibt oder zumindest moderiert. Da soll HR sich um die Work-Life-Balance kümmern, lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle aufstellen und auch noch die richtigen Mitarbeiter einstellen, die zu allem passen. Teilweise wird sogar von einer historischen Wende gesprochen.

Doch das sagt uns schon die Kindererziehung – es ist immer schwierig, den Kindern etwas beizubringen und selbst genau das Gegenteil zu tun. Ich selbst habe immer wieder Diskussionen mit meinem 10-jährigen Sohn, warum ich manchmal stundenlang am PC sitze und er darf nur eine fest begrenzte Zeit am Tag (ja, wir begrenzen das wirklich. Ich glaube, ein 10-jähriger soll noch etwas anderes kennen, als nur Facebook, Youtube oder Clash of Clans). Doch zurück zum HR-Geschäft – wie sollen Personaler im Unternehmen des Wandel begleiten, wenn sie selbst noch kiloweise Papier bewegen und zu Personalgesprächen ganze Aktenordner oder Personalakten mitschleppen. Und auch eine neue Organisation, die viel Kompetenz an die Führungskräfte gibt, funktioniert nur effizient, wenn die Führungskräfte direkt über Workflows und Online-Systeme mit der Personalabteilung kommunizieren können. Formulare ausfüllen war einfach gestern!

Aber warum tut sich HR mit dem Thema der eigenen Digitalisierung so schwer? Dazu habe ich in meinem langjährigen Erfahrungsschatz gesucht und folgende 6 Gründe gefunden:

Zu viel des Guten: SFN-Zuschläge können zur Beitragsfalle werden

Mitarbeiter, die einen Minijob ausüben, können – wie Vollzeitbeschäftigte auch – lohnsteuer- und beitragsfreie Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge erhalten. Dieser Beitrag erläutert, worauf Sie achten müssen, damit aus einem Minijob sozialversicherungsrechtlich betrachtet nicht plötzlich eine Vollzeitbeschäftigung wird.

Fielmann & Co.: Vergütung von MDAX-Vorständen gestiegen, weiterhin zu wenig Transparenz in Geschäftsberichten

Während die Meldungen über Erwerbsarmut und die dünne Finanzlage in vielen bürgerlichen Haushalten nicht abreißen, meldet die Unternehmensberatung Towers Watson, dass die erfolgsorientierte Vergütung von MDAX-Vorstandsvorsitzenden in 2014 mit durchschnittlich 2,4 Millionen Euro um rund sieben Prozent höher ausfiel als in 2013. Die Analysten werteten für ihre Studie „Vorstandsvergütung im MDAX 2014“ die Geschäftsberichte aller 50 MDAX-Unternehmen aus.

Keine Kündigung wegen Diebstahl wertloser Vermögensgegenstände

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern hat über die außerordentliche Kündigung eines Arbeitnehmers entschieden, der dem Arbeitgeber gehörendes Heizöl entwenden wollte (Urteil vom 27.01.2015). Der Kläger hatte behauptet, dass es sich dabei um „verdorbenes“ Heizöl handle, das die Beklagte kostenpflichtig hätte entsorgen lassen müssen. Während das Arbeitsgericht die Kündigungsschutzklage noch wegen des Diebstahlversuches abwies, gab das LAG dem Arbeitnehmer Recht. Arbeitgeber müssen Sachverhalte künftig vollständig aufklären, wollen sie verhaltensbedingt kündigen.

Neue Betriebssicherheitsverordnung: 42 Tatbestände, Schutz der Psyche und EU-Standards

Im Januar 2015 von der Bundesregierung beschlossen und nun seit 01. Juni 2015 in Kraft: Deutschland hat eine neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Diese entspricht nun weitgehend europäischer Rechtsprechung, berücksichtigt ergonomische und psychische Belastungen, enthält Vorgaben zur alters- und alternsgerechten Arbeitsgestaltung und umfasst mehr Tatbestände, die mit Ordnungsgeldern geahndet werden. Arbeitgeber müssen jetzt ihre komplette Dokumentation anpassen.

Personalplanung im Service Center

Die MedicalContact AG setzt auf das Workforce Management System aus dem Hause GFOS. Das Ergebnis: Eine optimalere Personalplanung bei erhöhter Transparenz und Flexibilität.

Streik | Scheinbewerbungen | Lohn | Teilzeit | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

In den vergangenen Wochen sind nur wenige Entscheidungen veröffentlicht wurden. Diese sind jedoch für jeden Arbeitgeber hochspannend: Dürfen Beschäftigte streiken, um damit mehr Personaleinstellungen zu erreichen? Gilt der Diskriminierungsschutz auch bei Scheinbewerbungen? Und inwiefern können betriebliche Gründe einem Anspruch auf Teilzeittätigkeit entgegenstehen? Lesen Sie dies jetzt in unserer Rubrik „Aktuelles“ nach.

Wenn die Staatsanwaltschaft anruft: Neue D&O-App gibt Managern Leitplanken

Es gibt so einige D&O-Apps zur Managerhaftpflicht am digitalen Markt. Alle Anbieter – mehrheitlich Versicherer – betonen, dass ihr Produkt keine fundierte juristische Beratung ersetzt; sie versuchen ihre Leistungen damit im Wesentlichen besser zu positionieren. Dem User nützen allerdings manche Zusatzfunktionen der Apps. Nun bietet auch die Rechtsanwaltsgruppe Hendricks & Co eine Lösung an. Die gewinnbringenden Pluspunkte sind: Video- und Artikel-Content, Notfallcheckliste und -button sowie ein Zugang zum kompletten Gruppennetzwerk.

Wie Textkernels Technologie das Matching bei Manpower Schweiz beschleunigt

Mit 60 Filialen, 5000 Kunden und an die 200.000 zu vermittelten Mitarbeitenden gehört Manpower zu den Branchen-Leadern der Personaldienstleister in der Schweiz. Als einer der Hauptakteure auf dem Arbeitsmarkt besteht die wichtigste Aufgabe darin, zueinander passende Profile unter Arbeitgebern und Kandidaten zu finden. Um dies in höchster Qualität mit 400 internen Mitarbeitern zu leisten, muss der Prozess effizient gestaltet werden und intelligente Lösungen sollten die Recruiter im Bestfall unterstützen.

Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager vom 21. bis 23. August 2015 in München

Die Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager richtet sich an ambitionierte Beschäftigte aus den Bereichen Mitarbeiterführung und Personalwesen, die im Kontext unserer neuen Arbeitswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber sichern wollen. Sie findet vom 21. bis 23. August 2015 in München statt und wird von Anne M. Schüller, Vordenkerin des Touchpoint Management im deutschsprachigen Raum, durchgeführt. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung geht’s hier: http://www.touchpoint-management.de/ausbildung-zum-collaborator-touchpoint-manager.html

Deutsche in der Schweiz: Unwillkommen, von der Polizei beargwöhnt und im Job ausgeschlossen

Seit Jahren ist es ein präsentes Thema in den Medien: Die Schweizer mögen keine Deutschen. Dennoch wanderten in den vergangenen Jahren viele Deutsche in die Alpenrepublik aus, wie aktuelle Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung belegen. Das Hauptziel vieler deutscher Auswanderer war demnach zwischen den Jahren 2004 und 2013 die Schweiz, so dass die Deutschen dort aktuell mit rund 300.000 Personen sogar die zweitgrößte Ausländergruppe darstellen. Das fällt ihnen jetzt auf die Füße.

Juristisches Neuland: Wirksame Befristung eines zuvor unbefristeten Arbeitsverhältnisses

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg hat über eine nachträgliche Befristung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses entschieden (Urteil vom 04.03.2015 – 2Sa 31/14). Ein Großunternehmen der Automobilindustrie bot allen neu eingestellten und ernannten Führungskräften seit Anfang 2003 nur noch Arbeitsverträge an, die bis zum 60. Lebensjahr befristet sind und eine eigene betriebliche Altersversorgung (Pension Capital) inkludieren, die verschiedene finanzielle Anreize gibt. Auch die Klägerin erhielt dieses Angebot; wie ihre Kollegen entschied sich die unbefristet Beschäftigte innerhalb der gesetzten Frist von 28 Monaten, ruderte aber später zurück.

Benachteiligung wegen des Geschlechts bei einer Bewerbung: Radiosender kassiert rote Karte

§§ 1, 3, 15 AGG

Bei einer mittelbaren Benachteiligung wegen des Geschlechts kann die besondere Benachteiligung des einen Geschlechts durch ein dem Anschein nach neutrales Kriterium mit einem Verweis auf statistische Erhebungen dargelegt werden. Die herangezogene Statistik muss aussagekräftig – d. h. für die umstrittene Fallkonstellation gültig – sein.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 18. September 2014 –
8 AZR 753/13

Arbeitsvertragsgestaltung mit Klausel-Beispielen für die Praxis

Von Prof. Dr. Robert v. Steinau-Steinrück
und Cord Vernunft, Deutscher Fachverlag
GmbH, 2. Aktualisierte und erweiterte Auflage,
Frankfurt/M. 2014, 342 Seiten,
Preis: 69 Euro

Dieses Buch liefert aktuelle und praxisnahe Musterformulierungen mit Abwandlungen für alle wesentlichen Klauseln eines Arbeitsvertrags. Wie im Baukasten kann sich der Nutzer je nach seinen spezifischen Bedürfnissen einen Arbeitsvertrag zusammenstellen.

Wettbewerbsfaktor Unternehmenskultur: Wie Unternehmenskulturen den Erfolg beflügeln oder lähmen

Von Prof. Dr. Frank Richter (Hrsg.),
Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2015,
259 Seiten, Preis: 49,95 Euro,
auch als eBook

Neben den klassischen Differenzierungsmerkmalen, wie dem Preis oder dem Kundennutzen, kommt der Unternehmenskultur eine immer wichtigere Bedeutung zu. Besonders die Bereiche Vertrieb, Lean Management und Innovation weisen hierbei erhebliches Optimierungspotenzial auf. Diese Neuerscheinung zeigt, welche Unternehmen von einem Kulturwandel profitieren und worauf dabei zu achten ist.

Zwischen Instrumentalisierung und Bedeutungslosigkeit

Mitarbeiter-Partizipation im organisationalen Kontext in Mittel- und Osteuropa

Von Prof. Dr. Thomas Steger und
Dr. Olaf Kranz (Hrsg.), Rainer Hampp Verlag,
München und Mering, 2014, 322 Seiten, 29,80 Euro,
auch als eBook

Mitarbeiter-Partizipation mag zunächst als bekanntes Instrument in Unternehmen erscheinen. Doch ist es überhaupt ein Instrument? Und was sind die Wirkungen und Nebenwirkungen? Den Herausgebern des 30. Bandes der Schriftenreihe „Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess“, Prof. Dr. Thomas Steger und Dr. Olaf Kranz vom Lehrstuhl für Führung und Organisation der Universität Regensburg, ist es gelungen, das Phänomen nicht nur instrumentell zu begreifen, sondern es in seiner
Komplexität zu erfassen

Bewerbersuche, Datenschutz und Headhunting: Social-Media-Recruiting

Personaler nutzen zunehmend neue Quellen für ihre Kandidatensuche und Kontaktaufnahme mit potenziellen Mitarbeitern. In den Fokus geraten hierbei soziale Netzwerke, wie Xing, Linkedin und Facebook, über die man mit wenigen Klicks Informationen über Kandidaten sammeln und einen Kontakt herstellen kann. Für eine IT-Firma wurde ein erfolgreiches Social Media-Recruiting allerdings zum juristischen Bumerang. Und das wirft einmal wieder ein Licht auf die komplexe Rechtslage in Sachen Social Media. Dieser Beitrag beschreibt klassische Fallstricke vom Recruiting bis hin zur Abwerbung.

So optimieren Sie interne und externe Touchpoints: das Touchpoint Barcamp

Wer unternehmerisch handelnde Mitarbeiter will, muss diese auch unternehmerisch arbeiten lassen. Das „Wollen“ der Beschäftigten ist dann am besten sicherzustellen, wenn sie aus eigenem Antrieb sagen, wie sie die Dinge in Zukunft anpacken werden. Touchpoint-Barcamps bieten dazu reichlich Gelegenheit.

Arbeiten macht glücklich, aber nicht satt? DIW Berlin-Studie mahnt Erwerbsarmut bei Jungen an

Wozu arbeiten? Um zu leben! Guter Witz. Die Xing-Arbeitnehmerstudie hatte schon im Mai 2015 mit großem PR-Rummel verkündet, was im allgemeinen Jobtheorie-Rauschen unterbelichtet bleibt: Die meisten Beschäftigten können ihre Familie trotz Vollzeitjob nicht vernünftig versorgen (über 60% von 4.000). Jetzt mahnen auch Forscher am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin): Erwerbstätigkeit schützt vor Armut nicht. Betroffen seien besonders jene, die begehrt sind: junge Menschen.

Systematisch Erfolgsfaktoren identifizieren und analysieren – Methodenkompetenz führt zu überragenden Ergebnissen –

In vielen Unternehmen ist man sich durchaus bewusst, dass es sehr sinnvoll wäre, durch gezielte Analysen der Erfolgsfaktoren und Erfolgspotentiale interessante Informationen über Chancen und Risiken oder Stärken und Schwächen zu erhalten, um die strategischen Konzepte, die Unternehmensziele, das Unternehmensumfeld oder auch die internen Abläufe besser zu strukturieren oder überhaupt zu kennen. Bewusst ist diesen Unternehmen aber häufig nicht, dass sie gar nicht in der Lage sind, derartige Analysen und Diagnosen durchzuführen, weil es schlicht an der notwendigen Methoden-Beherrschung mangelt. In den Fachzeitschriften gibt es auch immer wieder Artikel, in denen ein bestimmtes Thema z. B. Konkurrenz-Analyse oder Stakeholder-Analyse als besonders wichtig herausgehoben wird, aber auch in diesen Beiträgen wird nicht erläutert, mit welchen Methoden man im Detail diese Analysen durchführen kann. Ein in den letzten Jahren entwickeltes Methoden-Tool, unter der Bezeichnung „MITO-Methoden-Tool“ beinhaltet viele miteinander verknüpfte elementare Methoden, mit denen es jetzt für die Anwender sehr einfach wird, solche Aufgabenstellungen durchgängig und umfassend durchzuführen.

Motivation: Wie extrem extrinsisch gesteuerte Alphas ticken

Es gibt Menschen, die laufen vor allem dann zur Hochform auf, wenn der Applaus von außen kommt. Wir finden sie in den Teppichetagen der großen Konzerne, auf Bühnen in Scheinwerferkegeln – und in Stadien auf dem Siegerpodest. Zu ihren Lebenszielen gehört es, auf die Titelbilder wichtiger Medien zu gelangen, denn ihre Herrlichkeit soll sichtbar sein. Solches Streben ist Chance und Risiko zugleich.

GoVit zertifizierte Hotels – für einen vitalen Lebensstil

Der massive wirtschaftliche Druck, welcher von Zivilisationskrankheiten bzw. der häufigen psychischen Belastung ausgeht, veranlasst den deutschen Staat zum Handeln. Er belohnt Eigeninitiative und Eigenvorsorge mit steuerlichen Vergünstigungen. Die Globe Health GmbH hat deshalb das GoVit-Konzept entwickelt. In diesem Rahmen hat die Globe Health mittlerweile acht Hotels zertifiziert, die dieses Konzept unterstützen.

Blaubärte und Opfer im Job – Wege aus belastenden Arbeitsbeziehungen

Das Märchen vom Edelmann Blaubart, der alle Frauen, die er heiratet, umbringt, bis eine junge Frau ihn überführt, hat Generationen von Menschen Wege aus unheilvollen psychologischen Opfer-Täter-Beziehungen gewiesen. Die Psychologin Verena Kast hat sich in ihrem Werk auf die Geschichte bezogen. Sie zeigt, dass jemand dann in Gefahr ist, zu einem Opfer zu werden, wenn er seine eigentlichen Gefühle nicht wahrnimmt und sich mit den vermeintlich attraktiveren Werten einer Person identifiziert, die aggressiv über anderen Menschen hinweggeht.

That’s me – Ihre persönliche Stimmungsbarometer-App

Halten Sie die Momente Ihres Lebens fest und erzählen Sie Ihre Lebensgeschichte. Ihr individuelles Stimmungsbild gibt Ihnen Aufschluss darüber, was Ihr Leben positiv beeinflusst. Die App That’s me – Erzähle. Teile. Freu dich. hilft Ihnen dabei.

Studie: Gehaltsfrage ist keinesfalls nur Unternehmenssache

So ziemlich jeder Bewerber kennt das Dilemma im Bewerbungsprozess. Soll er die Frage aller Fragen, nämlich die nach dem Gehalt, stellen oder nicht? Und wenn ja, wann ist dafür der richtige Zeitpunkt? Eine Studie von Robert Half legte diese Bewerberfragen 200 HR-Manager in Deutschland vor und befragten sie dazu. Nur vier Prozent der Teilnehmer gaben an, dass eine Gehaltsdiskussion immer von der Unternehmensseite ausgehen sollte.

Für HRM.de-Mitglieder: Wir verlosen dreimal jeweils die App “That´s me” inklusive Coaching mit dem Erfinder

Auf der PERSONAL2015 Süd in Stuttgart lernten wir den Pforzheimer Stefan Renz, Coach der Renz & Riehl Consulting GmbH kennen, der uns von einer Stimmungsbarometer-App erzählte, die er mit Kollegen entwickelt hat. Die App-Idee: Der User fotografiert die besonderen Momente eines Tages und versieht diese mit einem Emoticon. Schon schnell erhalten Sie einen Überblick, was Ihnen gut tut – und Sie bestimmen immer häufiger selbst, wie es Ihnen geht. Wir verlosen unter den Nutzern der App aus dem Kreise der hrm.de Mitglieder ein vierwöchiges Telefoncoaching (4 Coachings á 1 Stunde) mit Stefan Renz.

HRM.de-Arbeitshilfe: Termine | Teil 4

Die HRM.de-Terminübersicht bietet eine präzise Übersicht spannender Veranstaltungen rund um das Thema HR. Egal ob Kongress oder Messe, ob Workshop oder Webinar – hier finden Sie immer einen passenden Termin. Und mit nur wenigen Klicks kann jedes HRM.de-Mitglied sein eigens angelegtes HR-Event in der Zielgruppe bewerben.

Don Quichotte trifft Management: Wenn die Psyche im Job mit Konventionsmethoden allein nicht zu stärken ist

Stürmische Zeiten erschweren die Wirksamkeit konventioneller Methoden zur Stärkung der Psyche. Denn Umbruchzeiten sind unsicher und fordern die ganze Person derer, die in ihnen bestehen müssen. Die aktuelle Gesellschaftstransformation trifft viele Beschäftigte am wunden Punkt ihrer Individualität und ihrer Berufsidentität. Wer jetzt noch Ruhe an Konventionen sucht, hofft oft zurück ins Gewohnte zu finden, was sich jedoch selten einstellt. Es lohnt sich, mit unkonventionellen Methoden eigene Kraftquellen und Ressourcen auszuloten. Ein Plädoyer für die Bestseller-Werke von Verena Kast, Viktor E. Frankl, Konrad Stettbacher und Alice Miller.

Suizidprävention: Wenn der eigene Mitarbeiter den Tod sucht und findet

Es gibt eine weltumspannende Community von Menschen, die in einer anderen Welt leben als alle anderen Menschen. Weil sie im Herzen dasselbe tragen, begegnen sich viele von ihnen. Aber sie haben nicht immer die Kraft, einander vom endgültigen Sprung abzuhalten. In die Schlaftabletten, vom Dach oder in die Klinge. Diese Menschen sind mit ihrer Seele schon nicht mehr unter den Lebenden. Sie fühlen sich, als seien sie raus aus dem Spiel. Dieser Beitrag ist für Manager und Mitarbeiter geschrieben, die im Stillen um ihr Leben kämpfen. Und für all jene, die mit ihnen im Personalmanagement zu tun bekommen. Wir machen das Unbegreifliche verständlich.

Marshall B. Rosenberg: In die innere Mitte zurückschwingen – mit Gewaltfreier Kommunikation | Teil 3

Dieser Tage ist in Medizin und Betrieblichem Gesundheitsmanagement viel von Self Care – nämlich Selbstfürsorge – die Rede. Laut GFK-Studie (01|2015) verstehen Menschen unter Gesundheit und damit unter Selbstfürsorge vor allem ihre Leistungsfähigkeit, beziehungsweise die Sorge darum. Der Self Care-Gedanke umfasst jedoch mehr, nämlich das Wohlbefinden und die Ausgeglichenheit des ganzen Menschen. Was bedeutet es darum praktisch für den Einzelnen, im Sinne von Self Care eigene Stärken zu stärken und psychische Belastbarkeit auszubauen? Vor allem: Wie funktioniert es?

Peter Kruse erliegt mit 60 Jahren einem Herzversagen. Wie gehen wir mit unseren Toten um?

Ein Jahr bevor die Unternehmensberaterin Dr. Elisabeth von Hornstein († 07. April 2015) starb, hinterfragte sie im Telefonat mit unserer Redaktion, wie die HR-Branche mit ihren Toten umgeht. Sie gab damals ihrer Bestürzung über den Umgang mit dem toten Wirtschaftspsychologen Lutz von Rosenstiel († 12. April 2013) Ausdruck. Nun ist auch Prof. Dr. Peter Kruse gestorben (1. Juni 2015). Herzversagen. Er habe noch Großes vorgehabt, heißt es in Nachrufen. Die allerdings fallen mager aus. Und nein: Kruse war mehr als ein Netzwerk-Papst. Ein kritischer Nachruf statt eines Videolinks.

exploqii nuggets: 5 Tipps “Mitarbeiterbindung”

Gute Mitarbeiterakquise ist schon schwer genug. Aber die langfristige Bindung ans Unternehmen ist eine genauso große Herausforderung. Unser Nugget “Mitarbeiterbindung” nennt die essentiellsten Vorgehensweisen.

Personalabbau | Kündigung | Betriebsrente | Aktuelle Rechtsprechung (2015-14)

Mitarbeiter sind häufiger kurz erkrankt? Das ist ärgerlich und rührt unter Umständen am Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Und so mancher Betrieb setzt bedenkenlos die Kündigungsschere an. Doch Vorsicht! Personaler sind gut beraten, sich aus rechtlichen Gründen mit den Notwendigkeiten des betrieblichen Eingliederungsmanagements zu befassen. Mehr dazu und zu anderen Themen in diesem Newsticker.

70-20-10 Bildungsformel vernebelt den Blick

Die populäre 70-20-10-Bildungsformel hat einen Haken. Sie setzt einen selbstverantwortlichen, selbstgesteuerten, lernwilligen, motivierten und transferstarken Mitarbeiter voraus. Und genau dieser Typ ist in Deutschlands Unternehmen in der Minderheit.

Prof. Dr. Axel Koch kritisiert in der aktuellen Titelgeschichte des Weiterbildungsmagazins wirtschaft + weiterbildung die 70-20-10-Bildungsformel, die derzeit in den Firmen als beste Weiterbildungsphilosophie gehandelt wird. Die fast 20 Jahre alte Formel erlebt gerade aufgrund der Trends Individualisierung und Digitalisierung des Lernens eine Renaissance.

Textkernel CV Parsing nun für alle GermanPersonnel Kunden verfügbar

Als führender Softwareanbieter steht GermanPersonnel für neue und innovative E-Recruiting Lösungen in der Personaldienstleistungs- und Vermittlungsbranche.

Die Bewerbermanagementsoftware persy enthält ab sofort die CV Parsing Funktion von Textkernel, die automatisch und kostenlos allen Kunden zur Verfügung steht. Bewerberdaten können nun besser, schneller, bequemer und exakter verarbeitet werden. Egal ob per manueller Eingabe, über das Express Formular oder mithilfe von Outlook.

Neue Führungsmodelle: Netzwerk-Manager sind erfolgreicher

Senior Manager und CEOs erzielen weltweit höhere Innovationsraten in ihren Teams und zugleich mehr Umsatz, wenn sie über die Anforderungen klassischer Führungslehren hinaus den Ansprüchen Rechnung tragen, die durch ein Business in vernetzten Märkten entstehen. In der Praxis ist der Anteil dieser so genannten Netzwerk-Manager noch in der Unterzahl. Das ist das Ergebnis einer Studie des Talent Managament Solution-Anbieters CEB. Das Research-Team des „CEB Enterprise Leadership Survey“ (2014) hat Performancedaten von Führungskräften aus 908 Unternehmen ausgewertet.

Vergütung: Zeitgutschrift wegen Sturm

Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern Arbeitszeitausfälle infolge von schweren Sturmschäden gutschreiben. Dies gilt zumindest, wenn sie sich dazu in einer Betriebsvereinbarung verpflichtet haben. Das hat jüngst das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf entschieden (Az.: 9 TaBV 86/14).

Bonusanspruch des Arbeitnehmers, wenn der Arbeitgeber keine Ziele vorgibt

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hat einen typischen Bonusfall erneut entschieden. Diese Entscheidung zeigt, wie vorsichtig Bonusvereinbarungen und insbesondere einseitige Bonuszusagen formuliert werden müssen. Um Ansprüche für die Zukunft auszuschließen, hätte der Arbeitgeber hier einen Freiwilligkeitsvorbehalt formulieren müssen, an den immer strengere Anforderungen gestellt werden. Wer solche Bonuszahlungen einseitig zusagen will, sollte eine entsprechende Formulierung mit einem Anwalt für Arbeitsrecht abstimmen. (Urteil vom 15.12. 2014).

Zeitarbeiter: Verbindung zu nur einem Zweck

Verträge zur Überlassung von Leiharbeitern sind unwirksam, wenn der Verleiher nicht die erforderliche Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung hat. Sind solche Verträge unwirksam, gilt kraft Gesetzes ein Arbeitsverhältnis zwischen dem Entleiher und dem Zeitarbeiter als zustande gekommen. Diese Regelung hat sich jetzt auf ein Busunternehmen ausgewirkt.

Keine AU bei Nachtschichtuntauglichkeit

§ 106 GewO; §§ 242, 266, 275, 293 ff.,
611, 613, 615 BGB; § 3 EFZG

1. Kann eine Krankenschwester aus gesundheitlichen Gründen keine Nachtschichten im Krankenhaus mehr leisten, ist sie deshalb nicht arbeitsunfähig krank. Sie hat Anspruch auf Beschäftigung, ohne für Nachtschichten eingeteilt zu werden.

2. Wird die Arbeitsleistung dem Arbeitgeber mit dieser Einschränkung angeboten, handelt es sich um ein ordnungsgemäßes Angebot i. S. d. §§ 294, 295 BGB.

BAG, Urteil vom 9. April 2014 –
10 AZR 637/13

Kein automatischer Anspruch auf ein gutes Arbeitszeugnis

§ 109 GewO | Begehrt ein Arbeitnehmer im Arbeitszeugnis eine „gute“ Gesamtbewertung, obwohl ihm ein „befriedigend“ ausgestellt wurde, trägt er im Prozess die Darlegungs- und Beweislast für die von ihm behauptete bessere Beurteilung.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 18. November 2014 –
9 AZR 584/13

Chancen und Risiken: Vorsicht Führungskraft!

Führungskräfte sind ein wertvolles Gut. Unternehmen sind daher bemüht, dieses Personal an sich zu binden, müssen aber gleichzeitig auch flexibel im Hinblick auf Change-Management-Prozesse bleiben und damit auch Trennungsszenarien einkalkulieren. Das Abwandern von Führungskräften und ihres Knowhows kann genauso wie eine lange Auseinandersetzung in Bezug auf die Trennung ein kostspieliges Unterfangen werden.

REZENSION: Mindestlohngesetz | Eine systematische Darstellung

Von Dr. Christopher Hilgenstock LL.M.
(Wellington), Verlag C. H. Beck, 6. Auflage, München 2014,
198 Seiten, kartoniert, Preis: 35 Euro

Mit dem im Juli 2014 verabschiedeten und seit 1.1.2015 in Kraft getretenen „Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie“ hat der Gesetzgeber das neue Mindestlohngesetz (MiLoG) verabschiedet. Damit ist eine einheitliche Mindestbezahlung gesetzlich festgelegt, die aber nicht für alle Arbeitnehmer gilt. Das Gesetz sieht Ausnahmen vor. In umfangreichen Vorschriften ist zudem geregelt, ob und auf welche Weise über eine Kommission künftig Anpassungen vorgenommen werden können.

Wenn die Arbeit krank macht

Vier Krankheitsbilder erhielten seit Januar dieses Jahres durch das Bundeskabinett den offiziellen Status als Berufskrankheiten. Die Berufskrankheitenverordnung (BKV) wurde entsprechend ergänzt. Bei einer berufsbedingten Erkrankung haben betroffene Beschäftigte dann Anspruch auf eine Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder auf finanzielle Leistungen, sofern die Erkrankung zu einer Arbeitsunfähigkeit oder einer dauerhaften Erwerbsminderung führt.

REZENSION: Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements

Von Boris Gloger und Dieter Rösner,
Carl Hanser Verlag, München 2014, 263 Seiten,
gebunden, Preis: 34,99 (mit EBook)

Boris Gloger und Dieter Rösner bieten theoretisch fundiert und gleichzeitig ebenso pragmatisch wie praxisorientiert nichts Geringeres als eine konkrete Perspektive zur strategischen Veränderung von Organisationen. Dabei scheinen sie einen Ratschlag Schopenhauers befolgt zu haben: „Gebrauche einfache Worte und sage ungewöhnliche Dinge.“

Studie: Warum viele Deutsche auswandern

Seit Jahren wandern mehr deutsche Staatsangehörige aus als nach Deutschland zurückkehren. Ihr Hauptmotiv: Jobchancen erhöhen. Zwischen 2009 und 2013 wurden rund 710.000 Fortzüge registriert, dem standen nur etwa 580.000 Zuzüge gegenüber. Nach Einschätzung des Bund der Ausland-Erwerbstätigen (BDAE) e.V. dürften jährlich weit mehr – rund eine Million Deutsche – aus privaten oder beruflichen Gründen ihre Heimat temporär oder gar für immer verlassen. Die registrierten 710.000 Wegzüge beziehen sich nämlich vorrangig auf die Wohnsitzabmeldungen in den Einwohnermeldeämtern.

Das digitale Büro: Die Zukunft heißt Mobiles Arbeiten

Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten gehören zu den wichtigsten Trends, mit denen sich Personaler und Geschäftsführer in den nächsten Jahren auseinandersetzen müssen. Denn sie verändern unsere Arbeitswelt grundlegend.

DesignIdeas for HR! Bei Rainer Calmund abgeschaut

Unternehmer lernen von Designern: Die Ammerbucher Design Talks bringen auf Initiative des renommierten Industriedesigners Jürgen R. Schmid jährlich Stars wie den Namenspapst Manfred Gotta – Schöpfer der Markennamen „smart“ oder „Megaperls“ – nach Schwaben. Wir stellen aus den Talks Schlüsselsätze für HR vor; denn ganz gleich, ob Unternehmensnachfolgen, Teamentwicklung, Autowerbung, Fussballclub-Image oder Arbeitsabläufe – Design hilft überall, Dinge auf den Punkt zu entwickeln.

Ohne Gewaltfreie Kommunikation kein Design Thinking

Das Herz einer Innovation ist die Funktion. Eine Funktion hat eine Geschichte. Es ist die Aufgabe des Designers, diese mit dem, was er tut, auf den Punkt zu bringen. Diese Grundidee bahnt sich mit der Innovationsmethodik des so genannten Design Thinking gerade einen Weg ins Management und in die Personalführung. Ob ihr Siegeszug verbrannte oder grüne Erde hinterlässt, hängt davon ab, inwiefern es Managern, Personalern und Mitarbeitern gelingt, gewaltfrei zu kommunizieren. Das Überraschende: Die Methodik Rosenbergs ähnelt derjenigen des Design Thinking.

Kostenloses E-Book zum dringend notwenigen Neustart im Management: Mit 7 Schlüsselaufgaben die Zukunft erreichen

Planbarkeit war die Schlüsselqualifikation in Zeiten der Industriekultur. Prozesse und Normen, Command & Control gehörten zwangsläufig dazu. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei – und kommen auch nicht wieder. Hier steht, wie Sie mit 7 Schlüsselaufgaben die Zukunft erreichen: http://www.touchpoint-management.de/files/readyweb/download/eBooks/eBook-Restart-im-Management.pdf

Talentförderung als Teil des Talentmanagements

Wer dem Wettbewerb standhalten will, muss seine Talente fördern. Statistiken zeigen, dass drei Viertel der Unternehmen zwar eine Strategie zur Talentförderung implementiert haben, jedoch nur ein Drittel aktiv die Talente gezielt fördern. Weiterlesen…

Das neue ElterngeldPlus – Eine Herausforderung für Personalplaner

Immer mehr junge Familien wünschen sich Zeit für die Familie, aber auch Zeit für den Beruf: Neun von zehn Frauen und Männern zwischen 20 und 39 Jahren finden, dass sich Mütter und Väter gemeinsam um ihre Kinder kümmern sollen.

Die neuen Regelungen zum ElterngeldPlus und zur Elternzeit, die für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gelten, knüpfen an diese Wünsche an. Das ElterngeldPlus unterstützt Eltern, die in Teilzeit arbeiten. Ob volle Auszeit vom Job, kleine, mittlere oder große Teilzeit – die neuen Regelungen bieten Müttern und Vätern eine Vielzahl von Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu verbinden und sich ihre Aufgaben partnerschaftlich zu teilen.

askDANTE präsentiert flexible Zeiterfassung auf der Personal 2015 Nord

Die „Personal 2015 Nord“ findet vom 6. bis 7. Mai in Hamburg statt und fokussiert sich in diesem Jahr auf die Themen „HR & IT“ sowie „New Work“. Passend zum Schwerpunkt präsentieren wir unser Zeiterfassungssystem askDANTE in Halle A4 Stand D.09. Interessierte haben die Möglichkeit, vor Ort die Oberfläche der Software zu testen und sich von Geschäftsführer Andreas Jene sowie unseren Mitarbeitern persönlich beraten zu lassen. Zudem können Sie sich nur auf der Messe einen der limitierten askDANTE-Gutscheine sichern.

Auftanken in und nach Design Thinking-Prozessen: Perspektiven und Rituale für gesunde Innovation

Vom 4. bis 7. Juni findet im österreichischen St. Leonhard ein Managementseminar statt, das auf indianischen Kulturtechniken basiert („In Zukunft führen“). Diese Techniken helfen Anwendern von Design Thinking dabei, sich nicht völlig in kraftzehrenden Kreativprozessen zu erschöpfen. Barbara Wittmann stellt im folgenden Beitrag ihre eigenen Erfahrungen und viele Praxistipps zur Schulung von kreativem Schaffen sowie zur Regeneration nach Innovationsprojekten vor. Die Autorin war Teil des SAP-Innovationsteams rund um Hasso Plattner, welches Design Thinking für den IT-Konzern erprobte und etablierte.

Vertrieb: Exklusives Impuls-Training. Die ersten 25 Anmeldungen erhalten Frühbucherpreis

Viele Unternehmen und Verkäufer setzen in Kommunikation mit dem Kunden nur Akustik und Optik gezielt ein. Die Marktführer sind erfolgreicher als andere, weil sie Multisensorik und besonders die Haptik als ergänzenden Kommunikationskanal nutzen und damit ihren Wiedererkennungswert, den Preis sowie Verkaufserfolge erheblich steigern. Beispiele wie Apple, IKEA, CocaCola und Ferrero belegen dies. Sie nutzen Grundprinzipien der Haptik konsequent in Marketing und Vertrieb.

Jeder Dritte will bei einem Automobilhersteller arbeiten

Die Automobilindustrie ist für die Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften die mit Abstand attraktivste Branche. Jeder dritte Studierende der wirtschaftsnahen Studienfächer würde gerne bei einem Automobilhersteller arbeiten. Dies ergab eine Studie des Employer-Branding-Beratungsunternehmens Universum (Universum Student Survey 2015).

Xing Arbeitnehmerstudie 2015: Lass die mal machen! Und was Xing-User darüber denken

Wie bewerten die Leser einer Studie, was diese berichtet? Im Falle der jüngst erschienenen Xing Arbeitnehmerstudie 2015 wird das teilweise evident. User des Netzwerkes haben die Ergebnisse auf Xing kommentiert. Ihr Tenor: Die Kombination der Einzelresultate aus den Antworten der befragten 4.000 Arbeitnehmer legt alarmierende Tendenzen in der Arbeitswelt offen. So können zum Beispiel weniger als 40 Prozent der Vollzeitarbeitnehmer von ihrem Entgelt eine Familie ernähren. Damit korrespondiert die Aussage vieler Befragter, dass ihnen Sicherheit im Job wichtiger sei als Selbstbestimmung.

Praxischeck: Wie gut ist Ihr HR-Management?

Dass es heute für jedes Unternehmen wichtiger denn je ist, die Mitarbeiter als entscheidenden Wert ihrer Organisation zu begreifen, ist sicherlich nichts Neues. Ihr Unternehmen verfügt bestimmt über eine exzellente, wertschöpfungsorientierte Personalarbeit. Wenn Sie wissen wollen, was Ihnen in der Personalarbeit vielleicht noch fehlt, wo Klärung oder Veränderungsbedarf besteht, machen Sie doch mal einen Praxis-Check.

Mitarbeiterbindung in der Elternzeit – wie haben Sie das gemacht?

Praxisbeispiele für Buchprojekt gesucht
Liebe Leser,
für mein Buchprojekt zum Thema Mitarbeiterbindung in der Elternzeit suche ich Firmen und Mitarbeiter, die über ihre guten Erfahrungen berichten möchten.

Sie haben erfolgreich ein Wiederinstiegsmanagement in Ihrer Firma installiert?
Ihre Mitarbeiter kommen früher und motivierter zurück an den Arbeitsplatz?

Wie haben Sie das gemacht?
Was ist das Erfolgsgeheimnis Ihres Unternehmens?
Gab es Startschwierigkeiten und wie sind Ihre Erfahrungen mit Kontakthalteprogrammen, Weiterbildung und Co?

Mütter muten sich heute zu viel zu. Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren.

Zwar haben die Menschen statistisch gesehen heute mehr Freizeit als früher, doch die Möglichkeiten diese zu füllen und die Geschwindigkeit in unserer globalen Welt nehmen stetig zu und bringen einen oft an die Grenzen der Belastbarkeit. Gerade berufstätige Mütter müssen viel unter einen Hut bringen: den Job, die Familie, den Haushalt, die Freunde, Verwandte und die Partnerschaft. Sich selber vergessen sie dabei meist. Eine Expertin warnt: Frauen muten sich heute viel zu und nicht selten geraten sie an ihre Grenzen. Ein Burnout ist dann oft nicht weit. Doch das muss nicht sein!

5 Probleme von Unternehmen Mitarbeiter während der Elternzeit zu binden

Hallo, ich bin Anna

Ich bin schwanger und werde bald in Elternzeit gehen. Im Job habe ich alles fest im Griff und bin zufrieden mit meiner Karriere. Doch was kommt jetzt auf mich zu? Wie bekomme ich Kind und Beruf unter einen Hut? Kann ich mir eine lange Elternzeit in der heutigen Zeit überhaupt erlauben? Wie lange möchte ich pausieren? Und wie schaffe ich den Wiedereinstieg in den Beruf? Das sind Fragen, die ich mir täglich stelle

Ich arbeite gern in meiner Firma und möchte nicht lange aussteigen aus dem Job. Wofür habe ich studiert und ich will auch nicht vom Geld meines Mannes abhängig sein. Doch wie vereinbare ich Kind und Job? Ist meine Karriere dann zu Ende? Langeweile in Teilzeit statt spannender neuer Projekte, das kann ich mir so gar nicht vorstellen.

G8-Reform-Wirkungsanalyse: Mehr Schüler wiederholen Klassen

Letztes Jahr feierte die so genannte G8-Reform für eine, auf acht Jahre verkürzte Gymnasialzeit ihr zehnjähriges Bestehen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) hat nun evaluiert, wie sich die bundesweite Einführung des Abiturs in der zwölften Klasse auf die Leistungen der betroffenen Schüler auswirkt. Die Zusammenschau der Jahrgänge 2002 bis 2013 zeigt, dass die Zahl der Klassenwiederholer signifikant gestiegen ist.

Grammatikalisch fehlerhaftes Arbeitszeugnis – LAG Baden-Württemberg korrigiert Schulsekretärin

Schule geschlossen, Job weg und dann auch noch ein Arbeitszeugnis erteilt bekommen, das vor Fehlern trotzt, weil der Sachbearbeiter die Schlacht gegen die Formatierung von linksbündig auf Blocksatz verloren hat – das war einer Schulsekretärin dann doch zu viel. Sie reichte Klage gegen diese Zeugniserstellung beim Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg ein. Dasselbe ließ sie wissen: Die Form täte der Beurteilung ihrer Qualifikation keinerlei Abbruch. Klage abgewiesen (Urteil vom 27.11.2014).

Pausen | Unterhalt | Ausbildung | Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Wie ist die Rechtslage, wenn ein Mitarbeiter die Mindestpausenzeiten nicht einhält? Und hat ein Auszubildender ein Recht auf Ausbildungsvergütung, wenn er zeitweise den Betrieb, aber nicht seine Schule sausen lässt? Erfahren Sie mehr zu diesen und weiteren Urteilsfällen in diesem Newsticker.

Krankenrückkehrgespräche sind mitbestimmungspflichtig

§§ 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG; § 84 Abs. 2 SGB IX

Ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats ist nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG zu bejahen, wenn der Arbeitgeber Krankenrückkehrgespräche führt, um Informationen über Krankheitsursachen zu erhalten, die sowohl zur Beseitigung arbeitsplatzspezifischer Einflüsse als auch zur Vorbereitung individualrechtlicher Maßnahmen bis zur Kündigung des Arbeitnehmers dienen.

LAG München, Beschluss vom 13. Februar 2014 – 3 TaBV 84/13 (n. rk.)

Mindestlohn: Neue gesetzliche Rahmenbedingungen und Hinweise für die Praxis

Von Dennis Henkel, Heribert Jöris, Judith Röder,
Dr. Anita Schmitz-Witte, Sandra Warden und
Roland Wolf, GDA • Kommunikation, Berlin 2014,
188 Seiten, Preis: 17,90 Euro

Der kompakte Praxisleitfaden stellt das MiLoG und die sich hieraus ergebenden Probleme für die Praxis systematisch dar. Herausgegeben von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und verfasst von Abteilungsleitern und Geschäftsführern verschiedener Verbände (BGA, HDE, ZGV, DEHOGA, BDA).

Zurückweisung der Kündigung eines Personalleiters

§ 174 BGB

1. Ein Personalleiter ist kündigungsberechtigt. Die von ihm ohne Vollmacht ausgesprochene Kündigung kann nicht deshalb zurückgewiesen werden, weil er Gesamtprokura hat und statt eines weiteren Prokuristen ein Personalreferent (i. V.) mitzeichnete.

2. Eine Zurückweisung kommt aber in Betracht, wenn der Gekündigte nicht davon in Kenntnis gesetzt worden war, dass der Personalleiter diese Stellung innehat.

(Leitsätze des Bearbeiters) | BAG, Urteil vom 25. September 2014 – 2 AZR 567/13

Abgewiesen: Auflösung eines Dienstverhältnisses mit allzu kurzer Kündigungsfrist

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm hat mit einem Urteil vom 30. Januar 2015 die bislang übliche Rechtsprechung in der Kündigungspraxis bestätigt. Das ist insofern begrüßenswert, als Arbeitgeber bei Auflösungen von Dienstverhältnissen verlässliche Maßgaben für Kündigungsfristen brauchen, um klare Verhältnisse zu schaffen. Dies fällt vielen von ihnen ohnehin nicht leicht, weil sich die Fristen aus dem Zusammenspiel von Gesetz, allgemeinverbindlichen und ehemals allgemeinverbindlichen Tarifverträgen oft nicht eindeutig ergeben. Im vorliegenden Fall ging es um eine allzu kurzfristige Kündigung innerhalb von zwei Tagen.

Bundesdatenschutzgesetz

Von Prof. Dr. Spiros Simitis (Hrsg.),
Nomos Verlagsgesellschaft, 8. Auflage,
Baden-Baden 2014, 2.072 Seiten, gebunden,
Preis: 198 Euro

Der Herausgeber reagiert nach eigener Aussage im Vorwort mit der neuen Auflage des Großkommentars zum BDSG auf die kommende EU-Datenschutzgrundverordnung und aktuelle technologische Entwicklungen. Sein Ziel ist es, den aktuellen Stand des Themas klarzustellen und sich abzeichnende oder zukünftige Konflikte um den Datenschutz darzustellen.

Überblick Sonderkündigungsschutz: Sondergeschützte Arbeitnehmer

Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz nach dem KSchG kennt das Arbeitsrecht Konstellationen, in denen Arbeitgeber aufgrund bestimmter persönlicher Umstände des Arbeitnehmers eine zusätzliche Kündigungserschwerung bewältigen müssen. Die häufigsten Fallgruppen nebst Ablaufhinweisen stellt der nachfolgende Beitrag dar.

Bundesregierung will Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit

Frauen erhalten derzeit laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 22% weniger Lohn als Männer. Ihr durchschnittlicher Bruttolohn pro Stunde lag 2014 bei 15,83 Euro, während Männer 20,20 Euro bekamen. Die Differenz blieb damit das fünfte Jahr in Folge unverändert. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will daher ein neues Gesetz auf den Weg bringen.

Zeitzuschläge sind unpfändbar

Die Ansprüche Ihrer Beschäftigten auf Schichtzulagen sowie auf Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sind unpfändbar und können nicht abgetreten werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschieden (Az.: 3 Sa 1335/14). Geklagt hatte ein Angestellter eines Landkreises, der im Rahmen seiner Privatinsolvenz seine pfändbaren Bezüge an einen Treuhänder abgeben musste.

Mitarbeiterzufriedenheit als Umsatzboost

Viele haben es geahnt, doch nur wenige Unternehmenslenker wollen es wahrhaben: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat einen erheblich positiven Einfluss auf die Umsätze des Unternehmens. Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitern generieren jährlich durchschnittlich zehn bis zwanzig Prozent mehr Umsatz.

Benchmark in der Zeugnis-Erstellung: Der aconso Zeugnis-Generator

Schreiben Sie exzellente Zeugnisse in weniger als 10 Minuten durch die Verbindung von Datenintegration, intuitiver Nutzerfreundlichkeit und aufeinander abgestimmten Formulierungen. Reduzieren Sie mit dem Zeugnis-Generator den Aufwand der Zeugniserstellung um 75 Prozent!

Mit Zielen arbeiten

Häufig wird in der Praxis kritisch hinterfragt, ob Zielvereinbarungen erfolgreich sind und ob die damit angestrebten Wirkungen erreicht werden. Nach einer Studie der Universität St. Gallen besteht noch ein relativ großer Spielraum für eine Optimierung der gesamten Prozesskette von der Entwicklung bis hin zum Vorbereiten und Treffen von Zielvereinbarungen in Zielvereinbarungsgesprächen.

Was also ist zu tun, damit Zielvereinbarungen in Unternehmen auf eine fundierte Basis gestellt werden und durch die Beteiligten so umgesetzt werden, dass sie auch die angestrebten positiven Wirkungen entfalten?

Wirksame Betriebliche Weiterbildung

Schätzungen zufolge verpuffen 50 bis 90 Prozent der Investitionen in berufliche Weiterbildung ohne bleibende Wirkung. Maßgeblich verantwortlich dafür sind:
– unzureichende Bildungsbedarfsanalysen,
– mangelnder oder nicht stattfindender Transfer des Erlernten in den Berufsalltag
– als auch Vernachlässigung von Evaluation und Bildungscontrolling.
Damit diesem Umstand entgegen gewirkt werden kann, sollte eine pro-aktive und zukunftsorientierte betriebliche Weiterbildung als sechs-phasiger Prozess ablaufen.

Die sechs Phasen der betrieblichen Weiterbildung:
1. Bildungsberatung
2. Bildungsbedarfsermittlung
3. Konzeption
4. Durchführung & Transfer
5. Evaluation & Qualitätssicherung
6. Bildungscontrolling

Für Knowledge-Worker besonders wichtig: Sinn in der Arbeit

Wer Engagement fordert, muss Sinn bieten. Denn Menschen arbeiten, um etwas zu bewirken. Sinn und das damit verbundene Glückserleben entstehen, wenn befähigte Mitarbeiter möglichst konkrete Aufgaben erledigen können, bei denen sie sich als wesentlich erleben.

Wettbewerbsfaktor Wissen – HRM für Industrie 4.0

Typische HRM-Aufgaben sind Recruiting, Leadership, Workforcemanagement, betriebliches Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterentwicklung, HRM-Geschäftsprozessoptimierung und andere. Das ist für Industrie 4.0 nicht mehr ausreichend. Vernetzte und autonom handelnde Produktions- und Entwicklungseinrichtungen, vernetzte Wissensbasen und Wertschöpfungsketten und damit vernetzte Mitarbeiter stellen erweiterte Anforderungen an ein erweitertes HRM. Neben der Ressource Personal wird die Ressource Unternehmenswissen, um Industrie 4.0 zu entsprechen, immer wichtiger. Dieses Unternehmenswissen beinhaltet all das Wissen, welches für die unternehmenstypischen Produkte und Prozesse eine Bedeutung hat. Dieses Wissen befindet sich in den Köpfen der Führungskräfte, der Mitarbeiter und der Kunden, aber zunehmend auch auf digitalen Wissensbasen.
Dass Wissen eine Ressource wie Material oder menschliche Arbeitskraft ist, ist nicht wirklich neu. Neu ist, dass Wissen mittels Internet und digitaler Kommunikation mobiler und agiler geworden ist, Innovationen wie Industrie 4.0 antreibt und im Wettbewerb ein Vorteilsbringer ist. Weltweit werden Wissen und Personen vernetzt: Wissen mit Wissen, Personen mit Personen und Personen mit Wissen. Die digitalen Technologien (E-Learning, Internetdienste, Data Mining) dafür gibt es schon längst. Das HRM berücksichtigt diese Entwicklung nicht und ist dabei, kompetenzseitig den Anschluss zu verpassen.

Digital! Was ist das eigentlich? Und für HR?

Die Frage nach Demokratie im Unternehmen ist wesentlich für die Wirtschaftszukunft in der digitalen Gesellschaft. Dies formulierten der Arbeits- und Industriesoziologe Dr. Andreas Boes und Thomas Sattelberger auf dem Kongress „Das demokratische Unternehmen“ im Februar 2015. Die Digitalisierung könne nur gelingen, wenn Mit- und Selbstbestimmung wirtschaftender Menschen neu geklärt werden. Dieser Beitrag zeigt, wie die Digitalisierung aufkam, was sie abseits von Roboterisierung für HR bedeutet und wo Sie auf den HR-Messen Infos dazu finden.

Motivierte Mitarbeiter trotz Betriebsschließung – keine Unmöglichkeit

Unglaublich, aber es hat so stattgefunden: Obwohl die Mitarbeiter einer Dienstleistungsfirma wussten, dass ihre Tage bis zum Ausscheiden gezählt waren, arbeiteten sie bis zum letzten Tag motiviert und engagiert weiter. Sie arbeiteten sogar Mitarbeiter jener Unternehmen ein, die nach der Betriebsschließung ihre bisherigen Aufgaben und Gewerke zu übernehmen hatten. Sicher, oft ist es ihnen nicht leicht gefallen. Dieser Beitrag zeigt, was die Beschäftigten dennoch motivierte, so zu handeln.

Demokratie: Beim Konsum gern, aber im Job?

Nutzloser Schrott käme heraus, wenn Ingenieure Autos so konstruierten, wie echte oder selbsternannte Experten sich aktuell an der Zukunftsgestaltung von Arbeitswelt versuchen. Diese vollmundige Aussage platzierte der Vorsitzende des Personaler-Netzwerkes Wege zur Selbst-GmbH” e. V. Siegfried Baumeister jüngst in der Huffington Post. Und er schrieb: Demokratie funktioniere nur in der Politik, in der Arbeitswelt sei sie höchst fragwürdig. Veröffentlichungen wie diese zeigen: Offenbar trifft die aktuelle Debatte in HR-Fachkreisen um die Zukunft der Mitbestimmung bei vielen Zeitgenossen einen Nerv. Wir erklären Ihnen, worum es eigentlich geht und empfehlen Ihnen entsprechende Themen-Beiträge auf den Personalmessen, so dass Sie mitdiskutieren können.

“Wertschätzungs-Index Deutschland“ – Befragung startet, bitte teilnehmen

Wertschätzung wird nicht nur als Anerkennung für Leistung verstanden, sondern sie drückt sich darin aus, wie ein Mensch als Ganzes gesehen und behandelt wird sowie er selbst handeln kann. Wir wollen deshalb aufzeigen, wie sehr sich Menschen in dieser vielfältigen Weise im Job wertgeschätzt fühlen. Dazu erstellen wir einen “Wertschätzungs-Index Deutschland”, er soll über Details Aufschluss geben.

Marshall B. Rosenberg: Empathie ist Mitgefühl. Und das blockiert sie | Teil 2

Gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander sind von Dauer, wenn echter empathischer Dialog Menschen verbindet. Für Marshall B. Rosenberg war diese Einsicht maßgebend. Er fragte daher, welche Weise von Kommunikation zu Blockaden dieses echten Kontaktes führt. Er formulierte mehrere Mittel, die viele Menschen im Alltag anwenden.

Studien „Arbeitgebermarke“: Anspruch meist vorhanden. Praktisch herrscht Zuständigkeitschaos

Eine Tatsache stellt die Digitalisierung nicht in den Schatten: Unternehmerische Erfolge werden von Menschen gemacht. Jetzt wie gestern gehört also der richtige Mitarbeiter zur rechten Zeit an den rechten Platz. Firmen wissen das. Und bleiben tatenlos. Laut einer aktuellen Studie des Beratungshauses PricewaterhouseCoopers (PWC) sind sich 93 Prozent der CEOs bewusst, dass ihre Strategien zur Gewinnung von Talenten mangelhaft sind. Ganze 61 Prozent der Befragten ziehen keinerlei Konsequenzen. Dieser Beitrag stellt Details der Studie sowie weitere Umfragen vor.

Auf Augenhöhe. Der Film über „New Work“

Filme sollte man selbst schauen. Dennoch stellen wir Ihnen Schlüsselsätze und einige Learnings aus demjenigen Dokumentarfilm vor, der aktuell durch das Bundesgebiet tourt. „Auf Augenhöhe“ kommt nämlich auch zu den HR-Frühjahrsmessen 2015. Wir meinen: Gucken Sie ihn jetzt schon und bereiten Sie sich auf das Jahresthema „New Work“ vor. Erleben Sie sechs Unternehmen, die Arbeitswelten anders denken und leben. (Link in der Rezension inkludiert | letzter Abschnitt).

Mehr Väter pflegen ihre kranken Kinder

Immer mehr Väter melden sich von der Arbeit ab, um ihre kranken Kinder zu pflegen. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich ihr Anteil auf 20% nahezu verdoppelt, wie die Krankenklasse DAK meldet. Die Väter in den neuen Bundesländern kümmern sich demnach deutlich öfter um den kranken Nachwuchs als Väter im Westen.

Handbuch Betriebsvereinbarungen

Deutschland mit seiner traditionellen betrieblichen Mitbestimmung ist ein Land der Betriebsräte: Elf Millionen Beschäftigte im Jahr 2009 wurden in rund 97.000 Betrieben von ihnen vertreten. Betriebsvereinbarungen stellen – neben Arbeits- und Tarifvertrag – einen der wichtigsten Regelungsbereiche auf betrieblicher Ebene dar.

Von Dr. Nathalie Oberthür und Dr. Stefan Seitz
(Hrsg.), Verlag C. H Beck, München 2014,
520 Seiten, in Leinen, Preis: 79,00 Euro

Kein Anspruch des Betriebsrats auf Bildung eines Arbeitsschutzausschusses

§§ 11, 12 ASiG; § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG

1. Ein unmittelbar gegen den Arbeitgeber gerichteter Anspruch des Betriebsrats auf Errichtung eines Arbeitsschutzausschusses folgt weder aus § 11 ASiG noch aus § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG.

2. Bildet der Arbeitgeber entgegen § 11 ASiG keinen Arbeitsschutzausschuss, hat die Arbeitsschutzbehörde nach § 12 ASiG die erforderlichen Maßnahmen anzuordnen.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 15. April 2014 – 1 ABR 82/12

Keine Entschädigung für einen objektiv ungeeigneten Bewerber

Art. 6, 7 RL 2000/43/EG;
Art. 8, 9 RL 2000/78/EG;
§§ 1, 3, 6, 7, 15, 17, 19, 21, 22, 23 AGG

Einem objektiv ungeeigneten Bewerber steht selbst dann kein Entschädigungsanspruch
nach dem AGG zu, wenn der Arbeitgeber von der Ungeeignetheit keine Kenntnis hatte.
(Leitsatz der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 14. November 2013 –
8 AZR 997/12

Entgelt | Beschäftigung: Aktuelle Rechtsprechung (2014/2015)

Wer sich unvernünftig verhält und mit dem Feuer spielt, hat im Leben die resultierenden Schäden selbst zu tragen. Das sagt die Volksweisheit. Im Falle von Alkoholabhängigkeit gelten andere Maßstäbe. Dies hat jetzt das Bundesarbeitsgericht bestätigt. Mehr dazu und zu anderen Urteilen lesen Sie an dieser Stelle.

Betriebsferien müssen klar formuliert werden

Ist ein Arbeitnehmer in erster Linie auswärts tätig und kann sich seine Arbeitszeit größtenteils selbst einteilen, schmälert angeordneter Betriebsurlaub unter Umständen nicht seine Urlaubsansprüche. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Fall eines Beschäftigten entschieden, der weltweit Sportanlagen von US-Kasernen überprüfte.

Voller Urlaubsanspruch bleibt bis zum Wechsel in Teilzeitarbeitsverhältnis bestehen

Kann eine Vollzeitkraft vor ihrem Wechsel in eine Teilzeittätigkeit mit weniger Wochenarbeitstagen alten Urlaub nicht nehmen, darf die Zahl der Tage des bezahlten Jahresurlaubs nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht anteilig gekürzt werden. Das Argument, der erworbene Urlaubsanspruch werde bei einer solchen Kürzung nicht vermindert, weil er – in Urlaubswochen ausgedrückt – unverändert bleibe, hatten die Europarichter ausdrücklich verworfen. Dies würde Teilzeitbeschäftigte diskriminieren.

Führungskraft. Stärken erkennen und wirkungsvoll einsetzen.

Führung war noch nie einfach – und sie wird in Zeiten komplexer und sich schnell verändernder Bedingungen zunehmend anspruchsvoller. Gut,
dass die beiden Autoren einfache Antworten auf komplexe Führungsherausforderungen gar nicht erst geben – und trotzdem sehr nachvollziehbar und verständlich darlegen, worum es bei der Kraft von Führung geht: Um die Rolle und Identität, die sich stets aufs Neue in der Interaktion mit den Mitarbeitern herausbildet.

Von Dieter Kannenberg und Matthias Diederichs,
Walhalla Fachverlag, Regensburg 2014,
192 Seiten, Preis: 19,95 Euro, inkl. eBook

Boom in der Flexibilisierung

Der Gedanke, erst im Alter von 67 Jahren in Rente gehen zu können, missfällt vielen Arbeitnehmern. Und so ist es kein Wunder, dass die Zahl der sogenannten Wertguthabenvereinbarungen (WGV) seit Jahren steigt. Die Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle im Sozialgesetzbuch hat zu einem regelrechten Boom von Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten geführt. Der folgende Beitrag beleuchtet die aktuelle Rechtslage und geht dabei insbesondere auf die bilanziellen Kniffe in diesem Zusammenhang ein. Zudem weisen wir auf die häufigsten Fallstricke rund um die Zeitwertkonten hin.

Kostenloses Dossier zum Thema „Einsatz ausländischer Mitarbeiter in Deutschland“

Die Bedeutung von Auslandsentsendungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Begriff Expatriate-Management ist in den Personalabteilungen international agierender Unternehmen längst verankert. Doch nicht nur die Zahl der Mitarbeiterentsendungen ins Ausland nimmt stetig zu. Immer häufiger werden Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften in Deutschland eingesetzt.

Eine vorrangige Führungsaufgabe: Wir-Gefühl und Verbundenheit schaffen

Der kometenhafte Aufstieg des Social Web ist wohl der beste Beweis: Menschen sind höchstens ein ganz klein wenig ‚Ichlinge‘. Vor allem sind Menschen Gemeinschaftswesen, also sich sozial vernetzende Individuen. Und verbunden zu einem Hochleistungsteam können sie Großes vollbringen.

Pensionsverpflichtungen deutscher Konzerne: Berechnungsbasis verfällt, Unternehmen bauen Reserven aus

Wer Gelder für Pensionszusagen wesentlich durch Zinsgeschäfte erwirtschaftet, kann sich über vorprogrammierte Turbulenzen durch heikle Kapitalmarktentwicklungen nicht ernsthaft wundern. Aktuell geben die niedrigen Leitzinsen in der Euro-Zone deutschen Konzernen Anlass zur Sorge, wie die Unternehmensberatung Towers Watson (TW) jüngst mitteilte. In ihrem Bericht zu ihrer Studie “German Pension Finance Watch 4. Quartal und Jahresrückblick 2014” berichtet sie aber auch, das Unternehmen in der vergangenen Dekade Vermögenswerte für die Zahlung künftiger Betriebsrenten stetig ausgebaut hätten.

Generationenvielfalt in Unternehmen als Zukunftschance nutzen

In Unternehmen arbeiten Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Vier, manchmal sogar fünf Generationen in einer Abteilung oder in einem Team stellen Unternehmen und vor allem Führungskräfte vor neue und spannende Aufgaben, die insbesondere großes Potenzial zur Weiterentwicklung bieten.

Studie: Mehr Lohn und Gehalt vor allem im Niedriglohnsektor

Die deutsche Wirtschaft schüttet in 2015 ordentlich Entgelte aus, wie eine Studie zu Lohn- und Gehaltstendenzen in 2015 ergab, die das HRM Research Institute in Kooperation mit der know.ch AG erstellt hat. Die Zahlen zu den Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden in drei Kategorien erhoben: Gesamt, generell und individuell. Eines der augenfälligen Ergebnisse ist, dass positive Anpassungen oft bei niedrigeren Lohnklassen erfolgen oder dort, wo Tarifverträge greifen.

exploqii video nuggets – 5 Tipps: “Email-Etikette”

Eine Email richtig, treffend und effizient aufsetzen – das ist nicht nur eine Frage des guten Tons, sondern kann – gerade in der geschäftlichen Korrespondenz – helfen, eine Menge Zeit zu sparen. Diese fünf Tipps zeigen, wie das geht. Noch mehr Tipps im exploqii nugget Format gibt es hier: http://bit.ly/17suuDd

Mitbestimmung des Betriebsrats. Fokus E-Learning-Tools

Fortwährende Qualifikation, Weiterbildung sowie Auseinandersetzung mit Veränderungen gehören zum beruflichen Alltag und sind wichtiger Bestandteil einer jeden erfolgreichen beruflichen Laufbahn. Die Qualifizierung dient einerseits dem Fortkommen und der Arbeitsplatzerhaltung des Arbeitnehmers. Andererseits sind viele Fortbildungsmaßnahmen erforderlich, um auch Haftungsrisiken für den Arbeitgeber abzuwehren. Erfahren Sie aus diesem Beitrag, warum E-Learning dabei einerseits Vorteile bringt, jedoch sehr viel Abstimmungsbedarf nach sich zieht.

Und noch eine Presseerklärung: Denkfehler der Industrie 4.0-Fraktionen

Deutschlands Regierung arbeitet top down an ihrem Projekt „Industrie 4.0“. Nun haben sich auch die Interessenverbände IfKom – Ingenieure für Kommunikation und DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK dazu geäußert. Erwartungsgemäß unterstützen sie die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften hin zur Industrie 4.0. Doch ihre jüngste Presserklärung dazu ist voller Denkfehler. Im Digitalen entwickelt man nämlich kein gründliches Fachwissen mehr. Vieles ist work in progress.

Mitarbeiterbegeisterung und das Ampelsystem: Alles im grünen Bereich?

Unternehmen können die Zukunft nur dann erreichen, wenn sie die Intelligenz und die volle Schaffenskraft der besten Talente für sich gewinnen. Denn der Markt ist gnadenlos. Und die Kunden kennen kein Pardon. Doch nur begeisterte Mitarbeiter können auch Kunden begeistern. Das Rot-gelb-grün-Ampelsystem kann dabei helfen.

Verdachtskündigung auch im Berufsausbildungsverhältnis möglich

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 12.02.2015 die Verdachtskündigung eines Auszubildenden bestätigt, und zwar im Streitpunkt „Beweisführung“; welche auch vom Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz für richtig erklärt worden war. Ein Auszubildender hatte versucht, sein Anhörungsverfahren mit einer Revision als nicht ordnungsgemäß anzugreifen. Er forderte, dass ihm das Gesprächsthema vor der Anhörung des Klägers bekannt zu sein hat. Und ein Hinweis müsse ihm ermöglichen, eine Vertrauensperson zu kontaktieren. Das BAG wies beides entschieden zurück. Der AGAD begrüßt dieses Urteil.

Leadership entwickeln

Viele Führungskräfte fragen sich, welcher Führungsstil der richtige für sie sei. Auf der Suche nach Antworten wird oft vergessen, dass Führung in erster Linie Selbstführung bedeutet.

Führungskräfte brauchen Vertrauen

Mitarbeiterführung – Führungskräfte brauchen Vertrauen

Gute Führungskräfte oder Leader tragen eine hohe Verantwortung für die Beschäftigten und das Unternehmen. In erster Linie geht es um Menschen, die geführt werden. Erst dann kommt der Arbeitsprozess, welcher wiederum durch Menschen umgesetzt wird. Sei es durch die Programmierung von Maschinen oder den Menschen selbst. Bei allem steht der Mensch im Mittelpunkt.

http://www.elke-riechert.de/fuehrungskraefte-brauchen-vertrauen

Der HR Interim Manager. Interim Management beschert der Loyalität eine Renaissance | Teil 5

In fabelhaften Geschäftszeiten baut der Unternehmer auf Mitstreiter, in der Not wünscht er sich einen loyalen Freund. Auf Loyalität muss der Geschäftsmann auch hoffen. Freunde sind nämlich rar. In der Not wird so mancher Handlanger angeheuert. Der aber schaut auf seinen Profit und denkt oft nicht mit. So sieht die Auflösung des ersten Missverständnisses aus. Das zweite lautet: Interim Manager sind bezahlte loyale Freunde, die auf Zuruf funktionieren. Gut, dass es exakt so nicht läuft.

Mit Hirnforschung endlich Finanzdebatten um Bildungsbudgets entscheiden können

Moralische Argumente. Gutes Zureden. Verweise auf den Return on investment – die Weiterbildungsbranche plagt sich seit jeher, Unternehmensgranden nahezubringen, warum Weiterbildung lohnt. Die stärksten Argumente im Finanzdisput um Bildungsbudgets kommen aus der Hirnforschung. Das ist es, was diese Leitdisziplin vermag: Debatten entscheiden. Doch eines kann sie nicht: Wunder bescheren. Das sei auch Anbietern ins Stammbuch geschrieben. Ein Kommentar.

Grenzen der Weiterbildung: Warum lernt der Mitarbeiter nicht? Ist der etwa dumm?

Was verursacht erfolgreiches Lernen im training on the job und an Bildungsangeboten? Professionelle Personalentwickler wissen die Antworten. Aber wissen sie auch, warum manche Mitarbeiter nicht lernen? Noch immer werden solche Menschen voreilig als dumm abgestempelt. Wer nach Hintergründen fragt, muss erkennen, dass Beschäftigte oft an Hürden scheitern, die von Unternehmen auszuräumen oder zumindest zu berücksichtigen wären. Hier sind die klassischen Hürden, inklusive Lösungen.

Die größten Lehrirrtümer – aufgeklärt von der Hirnforschung.

Wer wollte das nicht: In drei Tagen eine neue komplexe Software anwenden können. Oder in einer Woche gar eine neue Sprache lernen. Und welche Werbung würde solche Träume nicht gern für die eigenen Zwecke einspannen. Hirnforscher winken jedoch ab. Sie weisen nach: Bis das Gehirn für große Lernprojekte neue Nervenbahnen gebildet hat, geht ordentlich Zeit ins Land. Die sechs größten Didaktik-Irrtümer im Portrait, basierend auf der Didaktikforschung der großen Vera F. Birkenbihl, vorgestellt von HRM.de für Personalentwickler und alle, die Mitarbeiter schulen müssen oder Bildungsmaßnahmen einkaufen.

Marshall B. Rosenberg. Neue Serie. Darum erleben wir Gewalt im Job | Teil 1

Der Begründer der klientzentrierten Therapie Carl Rogers war sein Lehrer. Und sein Streben war jenes der Flowerpower-Generation. Mit dem Unterschied, dass er gestaltete, statt in der Bewegung mit zu schwimmen. Marshall B. Rosenberg erforschte und vermittelte Methoden, die Gewalt durch Dialog und Sprache auflösen. Der Gründer der so genannten „Gewaltfreien Kommunikation“ schrieb damit Geschichte und verstarb nun am 7. Februar in New Mexiko. Aus diesem Anlass widmet HRM.de Rosenberg eine Serie. Dieser Beitrag stellt Grundlagen vor und wird von der Personalerin Nicole Theissen künftig fortgesetzt.

Sind Personaler Gestalter oder Verwalter?

In Deutschland sind Personaler heute immer noch mehr Personalverwalter, als Gestalter. Nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk der Personalabteilungen auf Organisation und Verwaltung. So wird z.B. die Erstellung der Gehaltsabrechnungen von Mitarbeitern immer noch als die „Kernkompetenz“ der Personalabteilung wahrgenommen.

Führungsaufgabe Nummer eins: Wertschätzung zeigen

Berufliche und persönliche Wertschätzung, gegenseitiger Respekt und situative Erkenntlichkeit sind maßgebliche Treiber für Mitarbeiterengagement und Spitzenperformance. All dies verschafft nicht nur ein gutes Gefühl, es verhindert auch negative Formen von Aggression wie Missgunst, Mobbing und Fluktuation.

Lohn- und Gehaltstendenzen 2015: Die deutsche Wirtschaft schüttet ordentlich aus

Lohn- und Gehaltsbarometer sind in der Personalarbeit wertvolle Arbeitshilfen zur schnellen Recherche. Daher haben die know.ch AG und die HRM Research Institute GmbH in Kooperation eine Studie zur Erhebung von Entgelttendenzen für das Jahr 2015 erstellt: Wie steigen oder fallen Gehälter und Löhne in der deutschen Wirtschaft? Wovon machen Unternehmen ihre Anpassungen abhängig? Welcher Informationsquellen bedienen sie sich zur Orientierung? 127 Unternehmen haben zwischen dem 2. Dezember 2014 und dem 30. Januar 2015 umfassend Bericht erstattet (zur Studie: siehe Schlusskapitel) und 70 Interviewfragen beantwortet.

Thema 9.1: Geheimnisvolle Macht: Angst! Mit Interviewpartner Julia Käser.

Inzwischen gibt es immer mehr Artikel über „Angst in der Führungsetage“. Gut, dass dieses Tabu gebrochen wird und klar wird, dass Angst jeden betrifft und eine natürliche menschliche Emotion ist.
Angst zu erkennen und mit ihr umgehen zu können, ist ein wertvoller Schritt. Angst als inneren Antreiber betrachten zu können, ist eine hohe Kunst und bedarf ein hohes Maß an Emotionsleadership©.

Angst empfinden Sie als negativ, solange die Angst Macht über Sie hat!

Hilfreich ist es, sich seinen Ängsten mit gewisser Neugier zu nähern, um sie kennenzulernen und handhaben zu können. Spannend wird es, wenn Sie beginnen zu verstehen, dass das Überwinden Ihrer Ängste Macht- und Freiheitsgefühle freisetzt, die Sie in anderen Situationen als Antriebsmotor zum Einsatz bringen können!

Neues Gesetz: Teilzeitquote steigt, staatliche Förderung für Eltern in Teilzeitbeschäftigung auch

Es gibt gute Nachrichten zur Teilzeitarbeit. Seit Januar 2015 zahlt der Staat auch in Teilzeit tätigen Eltern mehr Geld, und das zu einem Zeitpunkt, da die Quote dieser Beschäftigungsgruppe einen neuen Höhenflug erlebt. Seit 1991 arbeiten doppelt so viele Frauen und dreiviertel mehr Männer als bisher bis zu 30 Stunden pro Woche. Dieser Beitrag stellt das neue so genannte „Elterngeld Plus“ und den „Partnerschaftsbonus“ vor; geltend für alle Personen, die nach dem 1. Juli 2015 ein Kind zur Welt bringen.

Teamentwicklung: Kreative Formate schließen die Lücke zwischen Schlauchbootfahren und Metaplan-Analyse.

Die Anwendung erlebnisorientierter Methoden in der Personalentwicklung liegt im Trend – und das aus gutem Grund. Der Einsatz von Aktivitäten wie Klettergarten oder Kanutouren ist jedoch umstritten, weil ein messbarer Erfolg bzw. der Ergebnis-Transfer in die Unternehmensrealität oft nicht nachvollziehbar ist. Mit kreativen Formaten lässt sich inhaltliche Arbeit erlebnisorientiert gestalten.

„Schwein“ ist kein Kündigungsgrund

Wer den Vorgesetzten im Gespräch mit dem Firmenchef als „Kollegenschwein“ bezeichnet, dem kann nicht immer sofort gekündigt werden. Auch wenn eine Beleidigung des Arbeitgebers grundsätzlich zur fristlosen Kündigung führen kann.

SV: Bei Straftat kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente

Hat ein Versicherter seine Erwerbsunfähigkeit durch eine Straftat verursacht, erhält er dafür keine Rente. So entschied das Hessische Landessozialgericht (LSG) im Falle eines Mannes, der mit 1,39 Promille im Blut einen Unfall verursacht hatte und hierfür zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt wurde (Az.: L 5 R 129/14).

Doppelter Urlaubsanspruch – Mitarbeiter muss Nachweis erbringen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat die gesetzliche Regelung, dass ein Arbeitnehmer keinen doppelten Urlaubsanspruch von zwei Arbeitgebern hat, präzisiert. Wer demnach während des laufenden Kalenderjahrs in ein neues Arbeitsverhältnis wechselt, muss seinem neuen Chef vor einem Urlaubsantrag mitteilen und nachweisen, dass sein vorheriger Arbeitgeber den jährlichen Anspruch auf Urlaub noch nicht vollständig erfüllt hat.

Kein Erlöschen des Urlaubsanspruchs mit Tod des Arbeitnehmers

Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG;
§ 7 Abs. 4 BUrlG; § 1922 Abs. 1 BGB

Art. 7 der Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4.11.2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung ist dahin auszulegen, dass er einzelstaatlichen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten wie den im Ausgangsverfahren fraglichen entgegensteht, wonach der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub ohne Begründung eines Abgeltungsanspruchs für nicht genommenen Urlaub untergeht, wenn das Arbeitsverhältnis durch den Tod des Arbeitnehmers endet. Eine solche Abgeltung kann nicht davon abhängen, dass der Betroffene im Vorfeld einen Antrag gestellt hat.

EuGH, Urteil vom 12.6.2014 –
C-118/13 (Bollacke)

Altersteilzeit: Entgelterhöhung in der Freistellungsphase

§ 1 TVG

Soweit sich aus den zugrunde liegenden tariflichen oder sonstigen Regelungen keine Anhaltspunkte ergeben, Altersteilzeitarbeitnehmer im Blockmodell von der ausdrücklich auch für teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter vereinbarten Tariferhöhung oder sonstigen Entgelterhöhungen auszunehmen, haben auch Erstere in der Freistellungsphase einen Anspruch auf diese Zahlungen.

(Leitsatz der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 22. Juli 2014 –
9 AZR 946/12

LEXIKON: Logib-D | Handlungsfelder | Serie Teil 5

In der bisherigen Lexikonreihe wurden unterschiedliche Szenarien für Aspekte dargestellt, die zu einer Entgeltlücke in Unternehmen führen: Die Berufswahl, familienbedingte Erwerbsunterbrechung, Teilzeitarbeit und fehlende Karrierechancen wirken sich negativ auf die Lohnlücke aus. Gut qualifizierte und leistungsbereite Frauen werden dadurch benachteiligt und gehen den Unternehmen verloren. Wir zeigen Ihnen im letzten Teil unserer Serie Handlungsfelder auf, die in Angriff genommen werden müssen, um die Entgeltlücke stückweise zu schließen und eine Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu gewährleisten.

Umgang mit kranken Mitarbeitern

2014 stiegen die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr erneut an. Den Arbeitsvertragsparteien obliegen im Falle einer Arbeitsunfähigkeit Pflichten, deren korrekte Einhaltung häufig zu Streitigkeiten führt. Zudem stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, durch präventive Maßnahmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern, um künftige Fehlzeiten zu verringern.

Rezension | HR 2020

Personalmanagement der Zukunft

Von Prof. Dr. Benedikt Hackl und Fabiola Gerpott,
Verlag Franz Vahlen, München 2014, 143 Seiten, gebunden, Preis: 39,80 Euro

Rezension | Generation Z

Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt

Von Prof. Dr. Christian Scholz,
Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2014, 220 Seiten, Preis: 19,99 Euro

Blogthema 8: Die Macht der Kreativität: Gestalten statt verwalten!

Ab einer gewissen Karrierestufe ist es wichtig, dass Sie immer mehr den Willen entwickeln zu gestalten und UMZUGESTALTEN! Und dass Sie das Risiko des Neuen in Kauf zu nehmen! Dazu gehört es, den Job nicht zu verwalten, sondern den Fokus darauf legen, Ergebnisse zu erzielen!

Interviewauszug: Christian Kuhna, adidas

Mobiles Lernen leicht gemacht –- time4you bringt neue Checkliste heraus!

Mobile Learning wurde bis vor wenigen Jahren in Unternehmen noch als nette Dreingabe gesehen. Das hat sich mittlerweile durch die steigende Nutzung von Tablets und Smartphones geändert. Die Karlsruher time4you GmbH hat deshalb als Experte für Personal-, Informations- und Trainingsmanagement eine aktuelle Checkliste entwickelt.

Die Baloise Group: Verbesserte Candidate Experience durch einen effizienteren Bewerbungsprozess

Die Baloise Group mit Sitz in Basel, Schweiz, ist ein europäischer Anbieter von Versicherungs- und Vorsorgelösungen. Sie positioniert sich als Versicherer mit intelligenter Prävention, der “Sicherheitswelt”. Die Baloise Group beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter und mehr als 200 davon als Auszubildende, Trainees oder Praktikanten.

Seit einigen Jahren hat sich das Unternehmen auf Innovationen im Recruiting fokussiert und sehr viel Mühe in den Bereich Social Media gesteckt (z.B. mit dem BaloiseJobs.com Blog). Dessen Ziel war es natürlich möglichst viele interessierte Kandidaten auf die interne Karrierewebsite zu locken und dadurch für mehr eingehenden Bewerbungen zu sorgen.

Entwickeln statt abwickeln

Der stetige Wandel in der heutigen Arbeitswelt führt zu wachsenden Herausforderungen für Unternehmen und Personal. Die Anforderungen an die Qualität der Informations- und Wissensverarbeitung nehmen zu. Dafür werden qualifizierte Mitarbeiter benötigt, die mit dem stetigen Wandel Schritt halten können. indem sie ihre Mobilität, Wissen und Können entsprechend anpassen.

MiLoG: Jetzt haften Sie für Verstöße anderer gegen das Gesetz

Das neue Mindestlohngesetz (MiLoG) enthält in § 13 den Verweis auf § 14 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes. Er normiert die Haftung eines Unternehmers für seine Sub- und Nachunternehmer. Diese Regelung spricht aus Sicht der AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. nicht unbedingt für gesetzgeberische Qualität. Sie lässt nämlich der Rechtsprechung bei der Auslegung des § 13 MiLoG relativ viel Spielraum.

Mitarbeiterverhalten | Versetzung: Aktuelle Rechtsprechung (2014)

Ruhe bewahren, den Ball flach halten und das Gespräch mit dem Mitarbeiter suchen – das empfiehlt sich für Arbeitgeber, denen betriebliches Verhalten ihrer Beschäftigten missfällt oder die mit ihren Versetzungswünschen bei der Gegenseite auf Granit beißen.

Lohn | Urlaub: Aktuelle Rechtsprechung (2015)

Welche Zulagen sind eigentlich Bestandteile des Mindestlohns, die Arbeitnehmer infolge ihrer Entsendung vom Arbeitgeber erhalten? Und welche Zulagen nehmen sich davon aus? Lesen Sie dies und Weiteres in diesem Newsticker nach.

Betriebsrat | BEM: Aktuelle Rechtsprechung (2014)

In einem Gespräch, das ein Mitarbeiter mit seinem Arbeitgeber im Rahmen seiner betrieblichen Wiedereingliederung führt, hat er keinen Anspruch auf Waffengleichheit. Erfahren Sie, was diese Metapher in der Praxis konkret bedeutet.

Kündigung | Rente: Aktuelle Rechtsprechung (2014-15)

Ist es ohne weiteres möglich, einen Mitarbeiter befristet weiter zu beschäftigen, der das Renteneintrittsalter erreicht hat? Lesen Sie hier, warum eine generelle Befristung in derlei Anwendungsfällen problematisch ist und informieren Sie sich zu vier weiteren Urteilen.

Arbeitswege: Wo bleibt der Mitarbeiter so lange?! ZDF berichtet über öffentliches Mobilitätsdebakel

Während Brüssel an mehr Arbeitnehmermobilität in Europa arbeitet, müssen Arbeitgeber in deutschen Kleinstädten, in Metropolregionen und am Land fürchten, dass ihre Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, weil das öffentliche Verkehrsnetz ausgedünnt wird oder ein Fahrplanwechsel Arbeitswege erschwert. Employer Brander wissen: Kurze, einfache Arbeitswege sind zentral für die Arbeitgeberattraktivität. Wen das Thema Mobilität bewegt, der sollte einen Bericht des ZDF sehen, der am 22. Februar um 14:40 Uhr ausgestrahlt wurde (Link zur ZDF-Videothek ist in diesem Beitrag vorhanden). Da gibt es nämlich ein paar unschöne News, aber auch konkrete Lösungsvorschläge.

Papierlose HR Sieben Tipps zur Einführung einer digitalen Personalakte

Ganz papierlos geht es sicherlich noch nicht, aber mit einer digitalen Personalakte ist eine der ersten großen Hürden genommen auf dem Weg zur papierlosen Personalabteilung. Der Vorteil: der Aktenordnerberg wird abgebaut und alle Personaldokumente zu den Mitarbeitern liegen künftig digital vor.

Damit ist ein zentraler und unabhängiger Zugriff auf alle Personaldokumente gewährleistet. DMS-Experte Dr. Martin Grentzer, Vorstand der aconso AG, gibt wichtige Tipps, auf die man bei der Implementierung einer digitalen Personalakte achten sollte.

Europäische Datenschutzbehörden veröffentlichen Arbeitspapier zum „Internet der Dinge“

Mit dem “Internet der Dinge” wird das Internet über kurz oder lang in jeden Lebensbereich vordringen. Für den Datenschutz ist diese Entwicklung eine große Herausforderung. Einen Vorgeschmack auf die Zukunft liefern heute schon Wearables, also internetfähige Geräte, die direkt am Körper getragen werden oder in Kleidung integriert sind. Wearables erleichtern die Arbeit, können aber auch zur Überwachung von Mitarbeitern eingesetzt werden, um beispielsweise deren Produktivität, Gesundheitszustand oder Effizienz zu messen. Die Europäischen Datenschutzbehörden haben nun ein gemeinsames Arbeitspapier zum „Internet der Dinge“ veröffentlicht. Darin zeigen sie auf, welche datenschutzrechtlichen Pflichten beim geschäftlichen Einsatz von Wearables bestehen und welche Rechte die von der Überwachung Betroffenen haben.

“Für verlorenes Vertrauen gibt es kein Fundbüro.“

Menschen wollen und müssen vertrauen. Gerade in Zeiten lockerer Bindungen nimmt die Bedeutung von Vertrauen als Basis tragfähiger Beziehungen zu. Die einzige Chance im Umgang mit Komplexität, so der Soziologe Niklas Luhmann, ist Vertrauen.

Starkes Übergewicht kann eine Behinderung sein

Können sich stark übergewichtige Mitarbeiter im Falle einer Kündigung auf das Diskriminierungsverbot berufen? Einen allgemeinen Rechtsgrundsatz, wonach Fettleibigkeit ein Diskriminierungsmerkmal wie etwa das Alter, die Religion oder die sexuelle Ausrichtung ist, gibt es nicht. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) lässt Arbeitgeber nun aber aufhorchen: Adipositas, ein krankhaftes Übergewicht, kann eine „Behinderung“ im Sinne der Gleichbehandlungsrichtlinie sein, entschied der EuGH (Az.: C-354/13). Diese bietet dem Betroffenen im Ergebnis dann doch Schutz vor Diskriminierung.

Absolventen und ihr erster Job: Wir sind gekommen, um zu gehen

Raus aus dem Studium, rein in den ersten richtigen Job und diesen schleunigst wieder an den Nagel hängen – so sieht es bei vielen Absolventen offenbar im Lebenslauf aus, wie eine Umfrage des Studentenportal univillage.de unter 245 seiner Nutzer ergab. Die meist genannten Trennungsgründe: Reibereien mit Kollegen oder Vorgesetzten, mieses Arbeitsklima oder ganz einfach Unterforderung. Klingt ganz so, als wäre das Personalressort gefordert, Abhilfe zu schaffen.

IHK: Erste Ausbildereignungsprüfung am Tablet

Das Digitale ist zuerst einmal eine Parole, die als Schild vor einer Produktauslage hängt, während vor dem Laden die Passanten zu Fuß zur Straßenbahn eilen. Dass die Parole langsam die Qualität des Analogen bekommt, zeigt einmal mehr der Blick in das bundesweite Prüfungssystem der Industrie- und Handelskammern (IHK): Mehr als 24.000 Personen haben sich in 46 IHKs nach Angaben der Organisation online prüfen lassen. Und in der IHK Bonn/Rhein-Sieg wurden am 3. Februar die Uhren des Zeitgeistes endgültig von PC auf Tablet umgestellt.

Aus aktuellem Anlass: managerfragen.org diskutiert HRM.de-Beitrag über Diskussionsstile

managerfragen.org ist eine gemeinnützige Organisation. Die rührige Plattform mischt sich ein – in Bürgerdialoge, Polit- und Gesellschaftsfragen! Ihr Steckenpferd ist die Frage. Jetzt hat das Portal einen HRM.de-Beitrag über Diskussionsstile für sich entdeckt und auf Facebook zur Diskussion gestellt … doch lesen Sie selbst und mischen auch Sie sich ein …

Blogthema 7.1 Born to be smart: Machtfaktor Selbstmarketing im Netzwerk

Manchmal hat es den Anschein, dass Andere bereits als Chef oder Chefin geboren sind…

Wie sieht die Realität aus? Was sagen Erfolgsmenschen selbst dazu? In der Expertinnenrunde des DFK – Die Führungskräfte kam ganz klar die Aussage:
„Man wird nicht als Chefin geboren, man muss sich um seine Karriere kümmern! Netzwerken! Wichtig sind Sponsoren und Förderer!“

Kriterien für die Verhandlung mit HR-Dienstleistern

Zum Business vieler Personaler gehört es, mit externen HR-Dienstleistern zu arbeiten. Während so manches Unternehmensbudget dafür knapp gehalten wird, muss oder will der jeweilige Anbieter wachsende Gewinne erwirtschaften. Bei der Verhandlung über Angebote sollten Personaler ein paar Kriterien beachten, um den Spielraum für ihre Interessen zu vergrößern. Grundlage der vorgestellten Tipps ist der „Leitfaden für professionelles Verhandeln“ von Eberhard Wadischat.

Dos und Don´ts beim Verhandeln

Die innere Haltung eines Menschen bestimmt, wie er Mittel anwendet. Darum prüfe sich, wer Techniken erlernen will. Es gilt aber auch: Die Haltung allein macht keinen Meister. Das gilt speziell für Situationen, in denen Personaler mit HR-Dienstleistern, Mitarbeitern, Sozialpartnern, Öffentlichkeit und Management verhandeln müssen. Wir stellen zehn pragmatische Leitsätze fürs Beachten und Unterlassen vor. So wird Verhandeln einfacher.

Blogthema 6: Machtvoll in jeder Hinsicht: Durchhaltevermögen!

Entwicklung und Vorwärtsbewegung ist das Ergebnis von Durchhaltevermögen.

Sich ein Ziel zu stecken ist eine Sache, dran zu bleiben, um es zu erreichen, ein ganz anderes Format.

Bestes Beispiel: Die guten Vorsätze zum Jahresbeginn.

Warum halten die Vorsätze und Ziele nur so kurz an?

Ein Schlüssel für Durchhaltevermögen ist die emotionale Bindung zum Ziel.

Wann entsteht emotionale Bindung zu einem Ziel? Wann ist das Verlangen, etwas erreichen zu wollen stärker als die emotionale Gegenwehr, die sich bei Hindernissen auftut?

Jeder kennt es: Sie stecken sich ein Ziel, sind begeistert und voller Zuversicht und schon bei nächster Gelegenheit sieht es schon ganz anders aus…

Blogthema 5: Empathische Konsequenz nach Erfolgsformel: Man Muss Menschen mögen!

Blicken Sie in knifflige Situationen aus Ihrer Vergangenheit.

Waren es nicht gerade die Momente, die Ihnen Respekt und Anerkennung gebracht haben, in denen Sie Ihre Bedenken vor unangenehmen Reaktionen überwunden und Klartext gesprochen haben?

Konsequenz ist besonders hilfreich in emotional geladenen Situationen – konsequent an Lösungen dran zu bleiben.

Wie das geht?

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Blogthema 4: Thema 4: Geradlinigkeit des Kurvenganges: Die Macht der „Querschritte“

„Wie emotionsagil, d.h. wie beweglich sind Sie emotional für Querschritte?“

Kennen Sie das: Sie haben ein klares Ziel vor Augen und auch eine Vorstellung, wie Sie dorthin gelangen?!

Oftmals sind wir so sehr von der „Zielgeraden“ geblendet und haben einen sehr eng gefassten Blickwinkel, dass wir andere Lösungswege schlicht und ergreifend erst gar nicht erkennen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir unbewusst von unserem „Zielbild“ gefangen sind statt offen durch die Welt zu gehen und zu schauen, was uns „über den Weg“ läuft…

Neues Infoportal: Gesundheitlich beeinträchtigte Mitarbeiter rechtssicher beschäftigen

Wer Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen beschäftigt, muss wissen, welche Rechte und Ansprüche diese Mitarbeiter genießen. Juristische Hilfe bietet nun ein neues Portal: „Rehadat-Recht“ wird vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln betrieben; gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Aktuell sind über 13.700 Urteile online kostenlos einsehbar.

Demografischer Wandel: Arbeitnehmer reden kaum mit

Personaler und Geschäftsführer schätzen die Bedeutung des demografischen Wandels anders ein als Mitarbeiter und Führungskräfte. Das mag damit zusammenhängen, dass die Arbeitgeberseite im Treiberseat von demografiesensiblen Maßnahmen sitzt, Arbeitnehmer bestimmen bei diesen weniger mit. Das ist das Ergebnis einer Studie, die HRM.de zusammen mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der Technischen Universität Dresden in 2014 vorgenommen hatte. Kommentar der Dresdner: Alle Parteien sollten an einem Strang ziehen, um den Wandel zu meistern.

Blogthema 2: Gesunde Mitarbeiter – ein Zufall? Welche Macht hat der Führungsstil?

Wie wichtig sind Ihnen Ihre Mitarbeiter und welchen Beitrag leisten sie, damit Sie selbst vorankommen? Manchmal vergessen Menschen, wie wichtig die anderen sind. Sie wachen erst auf, wenn die anderen fehlen, zum Beispiel, wenn sie erkranken und ausfallen.

Sie selbst stehen als Führungskraft unter enormen Druckeinflüssen. Unter diesem Druck passiert es schnell, dass Sie den Druck von außen weiterleiten – an Ihre Mitarbeiter!

Blogthema 1: Schwierige Gespräche meistern – Welche Macht hat die Grundhaltung?

Ihre Grundhaltung wirkt maßgeblich auf den Verlauf Ihres Gespräches.

Fragen, die Sie in Ihrer Grundhaltung und Gesprächsführung unterstützen sind beispielsweise:

• Welche gemeinsamen Interessen verfolgen Sie und Ihr Gesprächspartner?

• Wie wichtig ist Ihnen, was Ihr Gesprächspartner erreichen möchte und aus welchen Gründen er es schaffen möchte?

• Was möchten Sie erreichen und bewirken? Warum? Was ist die treibende Kraft dahinter, also was ist Ihr Bedürfnis und Ihre Absicht?

BDVT-Preis jetzt europäisch. Erfolgskontrolle und EU-Arbeitsmarktpolitik zentrale Schwerpunkte

Neues vom Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches (BDVT): Aus dem über zwanzig Jahre alten „Internationalen Deutschen Trainings-Preis“ des Verbandes wird in 2015 der „Europäische Preis für Training, Beratung und Coaching“. BDVT-Mitglieder verschwinden aus der nunmehr verbandsunabhängigen Jury. Erfolgskontrolle bekommt als Bewertungskriterium ein neues Gewicht. Und man will politische Arbeitsmarktstrategien berücksichtigt.

Rechtsbeistand bei betrieblichem Eingliederungsmanagement

Arbeitnehmer haben grundsätzlich keinen Anspruch darauf, zu Gesprächen im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen. Dies gilt auch dann, wenn auf Seiten des Arbeitgebers mehrere Personen beteiligt sind oder der Beschäftigte krankheitsbedingt geschwächt ist. Dies entschied das LAG Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 18.12.2014 (5 Sa 518/14).

Unfallversicherung: Hautkrebs bald Berufskrankheit

Hautkrebs soll ab Januar 2015 als Berufskrankheit anerkannt werden. Wie der Verband der Deutschen Dermatologen mitteilte, sollen Beschäftigte, die über Jahre hinweg in der Sonne arbeiten, bei einer Form von hellem Hautkrebs – dem so genannten Stachelzellkrebs – und dessen Vorstufen geregelte Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten.

Lohn: Mindestlohnkontrolle soll effizienter werden

Das Bundeskabinett hat zwei Verordnungen zur Kontrolle des Mindestlohns auf den Weg gebracht. Die „Verordnung zur Abwandlung der Pflicht zur Arbeitsaufzeichnung nach dem Mindestlohngesetz und dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz“ sowie die „Verordnung über Meldepflichten nach dem Mindestlohngesetz, dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz und dem Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz“ sollen die Mindestlohnkontrollen des Zolls effizienter und effektiver machen. Sie treten zum Jahreswechsel in Kraft. Danach sind Arbeitgeber und Entleiher zur Aufzeichnung von Beginn, Ende und Dauer der täglichen, individuellen Arbeitszeit ihrer Beschäftigten verpflichtet.

SV: Weg zum Bewerbungsgespräch unfallversichert

Arbeitssuchende, die sich nach einem Vermittlungsvorschlag des Jobcenters auf eine Stelle bewerben, sind auf dem Weg zu und von dem Bewerbungsgespräch gesetzlich unfallversichert. Das hat das Sozialgericht Konstanz im Fall eines Mannes entschieden, der mit seinem Fahrrad verunglückt war und seitdem pflegebedürftig ist (Az.: S 11 U 1929/14).

Lohn: Keine Rückforderung tariflicher Sanierungsbeiträge

Verzichten Mitarbeiter zur Rettung des Unternehmens auf eine Lohnanpassung, bleibt die Frage, ob sie ihren Sanierungsbeitrag später zurückfordern können. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf verweigerte dies, obwohl der Arbeitgeber Investitionen, zu denen er sich verpflichtet hatte, nicht umsetzte (Az.: 10 Sa 605/14). Im konkreten Fall ging es um einen Automobilzulieferer mit mehreren Standorten, der in wirtschaftliche Schieflage geraten war.

Verallgemeinerung der Differenzierung bei Urlaubstagen durch Altersstufen?

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 21.10.2014 (9 AZR 956/12) entschieden, dass die Gewährung von 36 Urlaubstagen an Produktionsmitarbeiter nach Vollendung des 58. Lebensjahres nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt. Der AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V. in Essen begrüßt die Entscheidung, warnt aber vor einer Verallgemeinerung der Entscheidung.

Lexikon: Erwerbsunterbrechung und Alter in Korrelation mit der Entgeltlücke | Teil 4

Frauen ab dem 30. Lebensjahr unterbrechen oft ihre Erwerbstätigkeit, um eine Familie zu gründen. Damit verschlechtern sie oft deutlich ihre Einkommenssituation. Und dies führt wiederum zu einer steigenden Entgeltlücke, die sich laufend vergrößert. Denn ein Wiedereinstieg in den Beruf ist häufig schwierig und wenn er gelingt, entscheiden sich Frauen oft nur für eine Teilzeitstelle.

Work-Life-Balance: Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Am 15.10.2014 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf verabschiedet. Nach Erhebungen der Bundesregierung sind in Deutschland derzeit rund 2,63 Mio. Menschen pflegebedürftig, von denen ca. 1,85 Mio. ambulant versorgt werden. Die überwiegende Anzahl davon durch Angehörige. Da der Altersdurchschnitt der deutschen Bevölkerung immer weiter ansteigt, ist auch mit einer Zunahme des Pflegebedarfs und damit der Belastung der Angehörigen zu rechnen. Durch Änderungen des Pflegezeitgesetzes (PflegeZG) und des Familienpflegezeitgesetzes (FPfZG) soll dem entgegengewirkt werden, so dass Beruf und Pflege sich ab dem 1.1.2015 noch besser vereinbaren lassen. Womit Sie nach Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelungen rechnen müssen und was sich verändert, soll hier kurz dargestellt werden.

Literaturtipp: “Arbeitsrecht Kommentar”

Nach wie vor ist die Literatur der Gesetzgebung voraus, die es nicht fertig bringt, ein Arbeitsvertragsgesetz „aus einem Guss“ auf den Weg zu bringen, obwohl es entsprechende Vorlagen (z. B. Henssler/Preis) gibt. Neudeutsch kann dies als hartnäckige „Low Performance“ des Gesetzgebers bezeichnet werden.

Kündigung bei Untersuchungshaft

§ 1 Abs. 1, 2 KSchG

1. Eine Kündigung wegen haftbedingter Arbeitsverhinderung setzt voraus, dass der Arbeitnehmer seiner Arbeitspflicht aller Voraussicht nach für eine erhebliche Zeit nicht nachkommen kann.

2. Zumindest dann, wenn der Arbeitnehmer zum Kündigungszeitpunkt noch eine Haftstrafe von mehr als zwei Jahren zu verbüßen hat, kann dem Arbeitgeber regelmäßig nicht zugemutet werden, lediglich Überbrückungsmaßnahmen zu ergreifen und auf eine dauerhafte Neubesetzung des Arbeitsplatzes zu verzichten.

3. Vor Ausspruch der Kündigung muss der Arbeitgeber alle zumutbaren Anstrengungen zur Aufklärung des Sachverhalts unternehmen; insbesondere hat er dem Arbeitnehmer Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 23. Mai 2013 – 2 AZR 120/12

Festlegung eines Leistungsbonus nach billigem Ermessen

§§ 315, 307 ff. BGB

1. Behält sich der Arbeitgeber vor, die Höhe des Bonus nach billigem Ermessen und dem Erreichen verschiedener Ziele festzulegen, kann er in Ausnahmefällen einen Bonus ganz streichen, auch wenn
nur eines der Ziele nicht erreicht wurde.

2. Das gilt auch, wenn die Kriterien für die Bemessung des Bonus im Arbeitsvertrag weder konkretisiert sind noch ein Verhältnis zueinander festgelegt ist.

3. Der Arbeitnehmer hat in solchen Fällen keinen Anspruch auf eine Bonuszahlung, sondern einen Anspruch auf Ausübung billigen Ermessens, die der vollen gerichtlichen Kontrolle unterliegt.

4. Ist das Unternehmensergebnis als eines der Ziele – im Rahmen üblicher Schwankungen – negativ, reicht dies jedoch regelmäßig noch nicht aus, einen Bonusanspruch komplett entfallen zu lassen. Hierfür sind besonders gewichtige, außergewöhnliche Umstände erforderlich.
(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 20. März 2013 – 10 AZR 8/12

WELCHE MÄCHTE WIRKEN AUF FÜHRUNG?

Neuer Blog auf Spitzenfrauen mit spannenden Interviewauszügen erfolgreicher Führungspersönlichkeiten*!

»Garantiert interessant für Frauen und Männer!«

Renommierte Erfolgsmenschen wie Prof. Dr. Kurz, fraunhofer-Gesellschaft, Vorstandsmitglied • Stefanie Schneider, SWR, Landessenderdirektorin BW • Frank Hassler, Xing, Senior Vice President • Prof. Dr. Jutta Rump • Christian Kuhna, adidas Gruppe, HR Talent Think Tank für Future Trends und Innovation uvm. untermauern:

EMOTIONSLEADERSHIP© ist nicht nur wertvoll, sondern auch wichtig!

Im Starterkit Emotionsleadership© gibt es mehr Infos: http://www.chancemotion.de/starterkit-emotionsleadership

Betriebsrat / Gewerkschaft / Zeitarbeit | Aktuelle Rechtsprechung 2014-15

Darüber, ob dem Betriebsrat auch dann ein Mitbestimmungsrecht zusteht, wenn sich ein Unternehmen in sozialen Medien präsentiert, und über weitere Urteile zur Offenbarung der Gewerkschaftszugehörigkeit bzw. zu Arbeitszeitkonten bei Leiharbeitnehmern können Sie sich in dieser aktuellen Rubrik informieren.

Arbeitszeugnis muss nur im Sinne der Wahrheit wohlwollend sein

Zeugnisstreitigkeiten gehören zu den unangenehmen Themen im Personalwesen. Meistens einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Mancher Rechtstreit landet jedoch vor Gericht und nicht selten sogar vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG). Klassischerweise geht es um die Frage, welche Noten der Arbeitgeber einer Leistung geben kann und wie es sich mit der Darlegungs- und Beweislast in einem Zeugnisrechtsstreit verhält. Das BAG hat hierzu Ende 2014 erneut entschieden und sein Rechtsprechungslinie eindeutig formuliert (Urteil vom 18. November 2014 – 9 AZR 584/13).

Zum Scheitern verurteilt? Präventive Maßnahmen für Interim Aufträge | Teil 4

Die Zahl derjenigen Interim Manager, die in kriselnden Unternehmen intervenieren sollen, ist Statistiken zufolge rückläufig. In den meisten Fällen sind die Manager auf Zeit in ihrem Auftrag erfolgreich. Tatsache ist aber auch, dass Projekte scheitern. Dieser Beitrag schildert, was Auftraggeber und Interim Manager klären müssen, damit es gar nicht erst soweit kommt und mit welchen Strategien sie im Fall der Fälle gegensteuern.

Feedbackkultur & Rhetorik: Red‘ doch mal Tacheles!

Es war richtig und tat Not, dass die Gesellschaft bislang Zeit und Mühe in eine gute Feedbackkultur investiert hat. Da ging es nicht nur um political correctness. Aber mittlerweile wird der Bogen überspannt: Dauernd wird auf einvernehmlichem Geben und Nehmen beim Feedback herumgeritten. Rückmeldung bedeutet aber auch: inhaltlich Standpunkt beziehen. Diese Kritik muss sich die Trainingsbranche schon gefallen lassen, will sie ihre Kunden wirklich vorwärts bringen. Denn die müssen was bewegen. Also: Mut zum Tacheles!

exploqii smart videos – 5 Tipps zu: „Change Management“

Mehr Information: http://bit.ly/1AbI5dM

Heute präsentieren wir das letzte von vorerst insgesamt fünf Kurzvideos – exploqii nuggets – zum Themenkomplex “Learning with IT”. Dies ist das Motto der diesjährig stattfindenden LEARNTEC in Karlsruhe. Termin: 27. – 29. Januar 2015.

Besuchen Sie uns und informieren Sie sich über Content und Technologie-Lösungen von exploqii. Sie finden uns in Halle 1 auf dem Stand G22.

aconso Digitale Personalakte für SAP

Die Digitale Personalakte erfüllt den Wunsch der Personaler nach zeitgemäßer Technologie und mehr Zeit für strategische Personalarbeit

Als eines der größten Marktforschungsunternehmen der Welt ist die GfK-Gruppe ein führender Lieferant von Wissen. Auch die HR-Professionals im Bereich HR Services der GfK möchten aktuelle Informationen auf eine effiziente Art und Weise zugänglich machen. Daher der Wunsch der Personaler: eine zeitgemäße Technologie, um mehr Zeit und Raum für die strategische Personalarbeit zu haben

exploqii smart videos – 5 Tipps zu: „Serious Games“

Mehr Information: http://bit.ly/1AbI5dM

Heute präsentieren wir das dritte von insgesamt fünf Kurzvideos – exploqii nuggets – zum Themenkomplex “Learning with IT”. Dies ist das Motto der diesjährig stattfindenden LEARNTEC in Karlsruhe. Termin: 27. – 29. Januar 2015.

Besuchen Sie uns und informieren Sie sich über Content und Technologie-Lösungen von exploqii. Sie finden uns in Halle 1 auf dem Stand G22.

Produkte und Add-ons oder lieber Eigenentwicklung?

Der Einsatz von Standard- oder bis zu einem gewissen Grad individualisierbarer Software birgt viele Vorteile gegenüber dem klassischen Projektansatz. Welche? Wie hat sich die Sichtweise der Unternehmen im laufe der Zeit geändert?

exploqii smart videos – 5 gute Gründe für „Mobile Learning“

Mehr Information: http://bit.ly/1AbI5dM

In Vorbereitung der vom 27. – 29. Januar 2015 in Karlsruhe stattfindenden Messe LEARNTEC 2015 publiziert exploqii heute das zweite von insgesamt fünf Kurzvideos – exploqii nuggets – zum Themenkomplex “Learning with IT”.

exploqii smart videos – 5 Vorteile von „E-Learning“

Mehr Information: http://bit.ly/1AbI5dM

In der Zeit vom 27. – 29. Januar 2015 findet mit der LEARNTEC 2015 die internationale Fachmesse für digitales Lernen in Karlsruhe statt. exploqii ist mit dabei stellt anlässlich der Messe sein neues Video-Format vor – die exploqii nuggets.

Fördergespräche in der PE einsetzen

Förder- oder Beratungsgespräche sind entscheidende Bausteine in der Personalentwicklung. Solche Gespräche werden in der Praxis gern aus Anlass einer Beurteilungen meist von einem höheren Vorgesetzten zusammen mit einem Mitarbeiter aus der Personalabteilung geführt.

VISUAL PLANNING® verfeinert Usability der eigenen Softwarelösung für eine optimale Personalplanung

Mobile Anwendung mit allen Endgeräten jederzeit in Echtzeit und eine individualisierte Darstellung machen die Personalplanung noch leichter

Die Spezialisten der Advanced Solution GmbH haben das Modul „Personalplanung“ der Softwarelösung VISUAL PLANNING® neu überarbeitet. Die Handhabung für den Anwender wird noch einfacher, die Einstellungsmöglichkeiten können noch feiner entlang der Unternehmensanforderungen justiert werden.

Die verfeinerte Usability von VISUAL PLANNING® umfasst folgende Neuerungen: vereinfachte Anbindung mobiler Endgeräte, wie PDA, Smartphone, Tablet-PC oder Notebook an das System. Darüber hinaus steht die Software in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung; bis Ende 2014 zusätzlich auch in Italienisch und Portugiesisch. Ebenfalls verbessert wurde die individuelle Darstellung der Planungsprozesse sowie unternehmensspezifische Auswertungs-möglichkeiten (z.B. Berichte oder Statistiken zu den Personalressourcen).

Die Neuerungen bieten somit eine weitere Optimierung in der Ressourcenplanung. Denn der Kern jeder Personalbedarfsplanung ist die gedankliche Vorwegnahme des zukünftigen Personalbedarfs. Die Vorschau des Personaleinsatzes soll dafür sorgen, dass kurz-, mittel- und langfristig die im Unternehmen benötigten Arbeitnehmer zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und unter Berücksichtigung der unternehmenspolitischen Ziele zur Verfügung stehen. Diese oftmals komplexen Herausforderungen in quantitativer (Anzahl), qualitativer (Fähigkeiten), zeitlicher, örtlicher und finanzieller Hinsicht werden durch diese Software verständlich und transparent abgebildet.

Die Anbindung von VISUAL PLANNING® an eine Zeiterfassung in andere Systeme ist problemlos möglich.
Die Softwarelösung ist eine graphische Webapplikation, vielseitig kompatibel, und die auf jedem Rechner im Unternehmensnetzwerk aufgerufen werden kann. Es findet keine Client-Installation statt. Ein Download der kostenlosen Demo ist verfügbar unter: http://www.planungstafel.com

Reisekosten: Ist ein Snack eine vollwertige Mahlzeit?

Künftig müssen Geschäftsreisende jeden Snack als vollwertige Mahlzeit angeben, wenn sie ihn zu einer Uhrzeit erhalten, an der üblicherweise Mahlzeiten eingenommen werden. Die Verpflegungsmehraufwendungen müssen dann in der Reisekostenabrechnung entsprechend gekürzt werden. So sieht es das ergänzte Anwenderschreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts vor, das das Anwenderschreiben vom 30. September 2013 ersetzt.

Nachhaltige Personalentwicklung: Bringt nichts, gibt’s nicht!

Laut ManagerSeminare gelingt es nur 23 Prozent der Seminarteilnehmer, gelernte Inhalte in ihren Arbeitsalltag zu transferieren. Das bedeutet, dass 25 der 33 Milliarden Invest in den deutschen Weiterbildungsmarkt 2013 verloren gehen. Und das ist nicht der positive Return on Investment (ROI), den Auftraggeber und Auftragnehmer gut heißen können. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Absurditäten der Weiterbildungsalltag im 3. Jahrtausend immer noch mit sich bringt und v.a. was dagegen unternommen werden kann…
Worauf es ankommt sind im Besonderen in einem nachhaltigen Personalentwicklung Change Ansatz folgende 4 Teile – wie in jeder Sportart wie Iron Man, Tennis oder auch beim Kochen:
Teil 1: langfristiges Change Mindset: Personalentwicklung bedarf eines nachhaltigen, systematischen Veränderungsansatzes, der mit Hirn, Herz, Hand und Halten die langfristige Umsetzung der Verbesserungen und damit einen positiven ROI garantiert
Teil 2: individualisierter Start mit Bedarfsanalyse: mit einer maßgeschneiderten, strukturierten Kompetenz- oder Potenzialanalyse buchen die richtigen Teilnehmer die richtigen Trainings bzw. die richtigen konkreten Detailinhalte werden je Teilnehmergruppe vermittelt
Teil 3: systematische Umsetzung: ein zielführender, systemunterstützter und eingeübter Transfer der erlernten Inhalte und konkreten individuellen To-Do’s in die Arbeitspraxis
Teil 4: pragmatische Ergebnismessung: durch das Entwicklungsprojekt hinweg ein regelmäßiges Controlling inkl. Anpassungsmaßnahmen und am Ende die Erfolgsmessung, inwieweit diese Personalentwicklungsmaßnahme sich bezahlt gemacht hat

MBA-Schmiede IGC lässt sich nach der Gemeinwohl-Ökonomie zertifizieren

Er hat das globalisierungskritische Netzwerk „Attac Österreich“ mit gegründet und er prägte den Begriff „Gemeinwohl-Ökonomie“, hinter dem ein alternatives Wirtschaftskonzept zur kapitalistischen Marktordnung steht. Seine Ansätze werden insbesondere von der „Gemeinwohl-Ökonomie e.V.“ vertreten: Christian Felber und seine Verbandskollegen können sich nun freuen, dass erstmals eine deutsche Organisation aus dem Bereich der Executive Qualification Mitglied des Vereins geworden ist: Das International Graduate Center (IGC) der Hochschule Bremen wurde von den Wienern als Hochschule mit Gemeinwohl-Bilanz zertifiziert. Im Gutachterurteil heißt es, das IGC hätte sich “intensiv mit sozialen und ökologischen Aspekten der Unternehmensführung“ auseinandergesetzt.

Handwerk kann aufatmen: Bundestag stellt sich hinter Meisterpflicht

KFZ-Gewerbe, Die Freien Wähler, der Baden-Württembergische Handwerkstag und viele andere Handwerksvertreter hatten in 2014 laut für den Erhalt der Meisterpflicht getrommelt; mit Pressemitteilungen, Stellungnahmen und Positionspapieren. Der Deutsche Bundestag hat nun geantwortet. Mit großer Mehrheit beschloss er am 18. Dezember einen entsprechenden, von den Koalitionsfraktionen eingebrachten Entschließungsantrag. Damit soll das hohe Ausbildungsniveau im deutschen Handwerk gesichert werden. Der Antrag umfasste auch fördernde Maßnahmen, welche die Innovationsfreudigkeit in der mittelstandbetonten Branche anregen möchten. Der Beschluss hat Signalwirkung: Zuletzt hatte Brüssel den Meisterbrief komplett in Frage gestellt. Berlin tritt demnächst dazu wieder in Verhandlungen mit der EU.

Anlagen- und Maschinenbau: Ausbildungen kommen auf den Prüfstand, IG Metall zieht mit

Wenn es darum geht, Deutschland weltweit zum Leitmarkt und -anbieter für Industrie 4.0 zu machen, dann ziehen IG Metall, Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) an einem Strang. Gewerkschaftsbundesvorstand Wolfgang Lemb – zwischen 2009 und Januar 2014 ehemaliger Parteikollege von Sigmar Gabriel (SPD) – hat mit dem Wirtschaftsminister sowie mit VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge heute ein Positionspapier in Berlin verabschiedet, das unter anderem offen legt, mit welcher Beschäftigungspolitik der Maschinen- und Anlagenbau fit gemacht werden kann. So innovativ Industrie 4.0 ausfallen soll – die Initiativen und Kampagnen der Akteure sind alte Bekannte. Ungewöhnlicher ist hingegen das gemeinsame Votum für mehr Werk- und Dienstverträge.

Papier oder digital: Form der Personalakte entscheidend bei Klage auf Löschung von Abmahnungen

Keine Löschung von Abmahnungen nach Ende eines Arbeitsverhältnisses, selbst wenn diese strittig sind – das hatte das Sächsische Landesarbeitsgericht am 14.01.2014 (Sa 266/13) im Falle einer Klägerin entschieden, die einen Anspruch auf Entfernung von ihr hinderlichen Abmahnungen geltend machen wollte. Hätte die Arbeitnehmerin ein paar Zusatzpunkte ins Feld geführt, wäre der Entscheid möglichweise anders ausgefallen.

Volkswagen äußert sich zum Vorwurf schwerer Menschenrechtsverletzung während Militärdiktatur in Brasilien

Der deutsche Volkswagen-Konzern hat sich offiziell zu Ermittlungen der so genannten brasilianischen nationalen Wahrheitskommission geäußert, welche Volkwagen do Brasil beschuldigt, in den 1970er Jahren schwarze Listen über Betriebsangestellte und Berichte über Mitarbeiter an Repressionsorgane der damaligen Militärdiktatur übergeben und Folterungen auf dem Betriebsgelände zugelassen zu haben. Die Kommission hatte ihren Abschlussbericht über Taten der Militärdiktatur am 10. Dezember 2014 Präsidentin Dilma Rousseff übergeben.

Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen – Bundesagentur für Arbeit prüft im Januar 2015

Wer mindestens zwanzig Arbeitsplätze stellt, muss auch schwerbehinderte Menschen in seine Belegschaft aufnehmen und beschäftigen (SGB IX | 9). Das gilt für private wie öffentliche Arbeitgeber gleichermaßen. Die Bundesagentur für Arbeit schaut den betroffenen Betrieben nun verstärkt in die Personalagenden. Die jeweils zuständigen regionalen Agenturen versenden Anfang Januar 2015 Meldeformulare nebst elektronischem Bearbeitungsprogramm. Versäumte, unvollständige oder verspätete Meldungen nach dem 31. März 2015 werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet. Das gilt auch für jene Betriebe, denen keine Unterlagen zugegangen sein sollten.

Kein Filmdreh mit Beschäftigten – fast kein Spielraum für Videoüberwachung

Datenschützer teilen die immer wieder aufs Neue demonstrierte Digitalisierungseuphorie der deutschen Bundesregierung nur bedingt. Während Entwickler und Forscher von Erfindung zu Erfindung stürmen, weisen Datenschützer daraufhin, dass es viele ungeklärte Fragen in Sachen bürgerliche und arbeitnehmerische Freiheit gibt. Rechtlich relativ gut abgesichert ist allerdings die Rechtslage zum Thema Videoüberwachung: Wer darf unter welcher Maßgabe wie gefilmt werden? Die obersten Maximen lauten: Die Technik der Überwachung ist nicht maßgeblich für den Tatbestand der Aufnahme und Personen haben ein, im deutschen Grundgesetz verankertes Recht an ihrem Bild sowie an ihrem Wort.

ARBEITSHILFE >> Rechtliche Zulässigkeit von Videoüberwachung: Umstände, Kriterien, Spielräume

Dieser Beitrag schildert, warum Videoüberwachung von Personen rechtlich brisant ist, welche Formen zu unterscheiden sind und was Personaler hinsichtlich der Überwachung von Arbeitern und Angestellten beachten müssen. Immerhin können Beschäftigte Rechte an den Aufnahmen von ihnen geltend machen. Im Fall der Fälle kommt den Arbeitgeber ein nachlässiger Umgang mit dem Big Brother-Blick teuer zu stehen.

I amsterdam – Amsterdam als Anziehungspunkt für internationale Talente

Amsterdam will mehr internationale Talente anziehen und an sich binden. Das Amsterdam Economic Board, eine Kooperation zwischen Unternehmen, Forschungsinstituten und der Regierung in der Metropole Amsterdam, setzen sich hierfür mit dem Programm Amsterdam Works ein, wobei die Marke I Amsterdam eingesetzt wird.

Positives Candidate Experience und Zeitersparnis

milon, Ersteller von einzigartigen Trainingssystemen, benutzt Textkernels CV Parsing Software integriert in das Bewerbermanagementsystem von Persis um eine automatische Verarbeitung von eingehenden Bewerbungen per E-Mail zu ermöglichen. Die automatische Analyse von Lebensläufen kann für Persis Kunden einfach ermöglicht werden und sorgt für Zeitersparnis.

Die HR-Softwarestudie 2014 von CLEVIS – Eine Analyse der HR-Softwarehersteller in Deutschland

Der HR-Softwaremarkt in Deutschland ist dynamisch, weit gefächert und weitgehend intransparent. Dies hat CLEVIS veranlasst, Hersteller von HR-Software zu ihren Unternehmensdaten, Produkten, Technologien, Modulfunktionalitäten und ihrem Service zu befragen. Die Ergebnisse haben wir in einer Studie zusammengefasst und somit einen fundierten Überblick über den HR-Softwaremarkt geschaffen. Die Detailanalysen sollen Personalverantwortlichen in Unternehmen dienen, wenn Sie sich in Bezug auf die Nutzung von HR-Software verändern oder weiterentwickeln wollen.

Softsite wird neuester Kooperationspartner von Textkernel

Textkernel konnte einen neuen Softwarepartner – Softsite AG – für sich gewinnen. Kunden von Softsite können nun auch Textkernels Module mitsamt CV Parsing, der semantischen Suche und des bi-direktionalen Matchings in Staffing nutzen.

Was Bewerber wollen – Candidate Experience Studie 2014

Zahlreiche Unternehmen, die Bewerber rekrutieren, haben meist nur ein primäres Ziel vor Augen: Die Einstellung eines passenden Kandidaten. Dabei vernachlässigen sie oft die Tatsache, dass auch der Rekrutierungsprozess einen Teil des Employer Brandings darstellt und eine schlechte Rekrutierung die Arbeitgebermarke langfristig schädigen kann. Die Candidate Experience Studie 2014 zeigt auf, welche Fehler besser vermieden werden sollten, um künftige potenzielle Bewerber nicht zu vertreiben.

Recruiting in 5 Stufen

Wer wünscht sich nicht Mitarbeiter und Kollegen, die fachliche und soziale Kompetenzen mitbringen, aber auch in der Lage sind, die Werte und Ziele des Unternehmens zu verfolgen? Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen nur dann die Besten gewinnen, wenn ihre Recruiting- und Entscheidungsprozesse qualitativ hochwertig sind und zügig ablaufen, damit sie spannende Bewerber für sich gewinnen können, bevor sie sich am Markt anderweitig umsehen. Um gute Kandidaten zu identifizieren und halten zu können, hat die W.E.B. Windenergie AG einen mehrstufigen Personalauswahlprozess entwickelt, der Vorstand, Führungskräfte, Mitarbeiter und externe Kräfte mit einbindet.

Recruiting Games: Best Practice Beispiele, Chancen und Fallstricke

Onlinespiele haben aus den privaten Haushalten heraus längst zum Siegeszug im Berufsumfeld – in Chefetagen, in Vertriebsbüros und an anderen Arbeitsplätzen – angesetzt: Spielend lösen Führungskräfte und Mitarbeiter Jobaufgaben und simulieren Geschäftsszenarien. Das setzt Emotionen und Kreativität frei. Auch im Recruiting können so genannte „Recruiting Games“ die Karten der Arbeitgeber neu aufmischen, um passendes Personal zu finden. Vor allem Großunternehmen heizen den Trend an. Den Startschuss dazu setzte die US Army im Jahr 2002 mit der Markteinführung ihres Kriegsspiels „America’s Army“. Nutzen des Ego Shooters: US-amerikanische Streitkräfte suchen nach Nachwuchs, der sich durch Reaktionsschnelligkeit, vernetztes Denken und Technikaffinität auszeichnet. Der Kurzbeitrag zeigt, welche Unternehmen inzwischen mit welchen Lösungen arbeiten und nennt Chancen sowie Fallstricke beim Einsatz von Recruiting Games.

Literaturtipp: “Telefoninterviews in der Personalrekrutierung”

Telefoninterviews in der Personalrekrutierung hilft Ihnen, die Personalauswahl noch effizienter zu gestalten: Mit Telefoninterviews werden Sie aus einer Flut von Bewerbungen zielsicher die richtigen Mitarbeiter auswählen und zugleich Ihre gewünschten Top-Kandidaten für Ihr Unternehmen begeistern können. Ihr Rekrutierungsprozess wird insgesamt schneller und effizienter.

Gestatten? Der Chef bewirbt sich – Worauf es bei Arbeitgeberbewerbungen wirklich ankommt

Wer sich auf eine neue Stelle bewirbt, präsentiert sich von seiner Schokoladenseite. Vom Anschreiben und Lebenslauf über das Bewerbungsgespräch bis hin zu der Performance im Assessmentcenter muss alles stimmen. Doch was für den Stellenanwärter gilt, betrifft inzwischen auch den potenziellen Arbeitgeber. Viele Positionen lassen sich heute nicht mehr einfach so besetzen. Um Topkandidaten für offene Stellen zu finden, bewerben sich nun immer mehr Unternehmen auf dem Arbeitnehmermarkt. Doch damit die Arbeitgeberbewerbung gelingt, gibt es einiges zu beachten.

BASF rekrutiert von allen DAX-30-Unternehmen am besten

BEST RECRUITERS, die größte Studie zum Thema Recruiting-Qualität in der D-A-CH-Region, hat ermittelt, wie die DAX-30-Unternehmen im Vergleich zu den 500 Top-Arbeitgebern Deutschlands abschneiden. Die wichtigsten Ergebnisse: BASF ist das DAX-Unternehmen mit dem besten Recruiting, gefolgt von Fresenius, Fresenius Medical Care, K+S und E.ON. Auffällig: Bei jeglicher Kommunikation, die vom Unternehmen gesteuert wird, sind die führenden DAX-Unternehmen eher vorbildlich, sobald es jedoch darum geht, mit Bewerbern individuell umzugehen, reagieren nicht im Index notierte Unternehmen oft schneller und persönlicher.

SERIE | PAUL WATZLAWICK LESEN: Umdeutung als Alltagsweisheit (8)

Paul Watzlawick nennt es eine Kunst, Inhalten andere Rahmen als ihren ursprünglichen zu geben. Es kann uns aber gelingen, weil alle sogenannten Regeln und alle Beutungen, die entstehen, weil wir Dingen einen Sinn geben (Wirklichkeit zweiter Ordnung), relativ sind. Daher ist das Leben so, wie wir sagen, dass es sei. Soweit die Theorie – was bedeuten diese Überlegungen aber praktisch für uns?

TED Talks in der (Unternehmens)Kommunikation

Wo kommen Sie her? Oder anders gefragt, wie sind Sie auf diesen Artikel gestoßen? Möglicherweise lesen Sie hrm.de regelmäßig und haben sich durch den Titel animiert gefühlt. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie durch einen Hinweis eines Netzwerkpartners in einem der sozialen Medien aufmerksam wurden und hierher gelangten.

Pionierprojekt: Techniker Krankenkasse interessiert an krankmachenden Faktoren für Studenten der TU Kaiserslautern

Wie viele deutsche Hochschulen sorgt auch die Technische Universität Kaiserslautern mit verschiedenen Maßnahmen für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Neu ist, dass sie nun gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) auch Faktoren erforschen will, welche die Gesundheit ihrer Studenten fördern und erhalten, um maßgeschneiderte Angebote machen zu können. Exzellente, aber durch harte Studien geschwächte Studenten will man in Kaiserslautern nicht. Hintergrund der Initiative: Die Hochschule beobachtet, dass Studienumstrukturierungen im Rahmen des Bologna-Prozesses, die zunehmenden Ökonomisierung und Effizienzfokussierung der Studien den studentischen Alltags zur kritischen Belastungsprobe werden lassen.

Reform | Überlassungsdauer in der Zeitarbeit: Studie führt Sorgen der Leiharbeitnehmer ins Feld

Viele Zeitarbeiter sehen den arbeitsmarktpolitischen Plänen der großen Koalition sorgenvoll entgegen, denen zufolge die aktuell unbegrenzte Überlassungsdauer für Leiharbeit auf 18 Monate runtergeschraubt werden soll. Zuletzt war eine derartige Grenze in 2004 aufgehoben worden. Dieses Stimmungsbild ist das Ergebnis einer tournusmäßigen, repräsentativen Befragung, welches das Personaldienstleistungsunternehmen Orizon GmbH unter 1.042 eigenen Zeitarbeitern ermittelte.

„Manchmal scheitert nicht nur die Auslandsentsendung, sondern auch die Ehe“

Constance Grunewald-Petschke, Inhaberin einer erfolgreichen Agentur für Expats, ist selbst ExpatPartner und hat auf Basis ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrungen ein E-Coachingprogramm speziell für die Partner von Entsandten entwickelt, das Unternehmen dabei hilft, die vorzeitige Abbruchquote von Auslandseinsätzen zu verringern.

Sozialversicherung bei Entsendung nach China

Chinas neues Sozialversicherungsgesetz ist mittlerweile drei Jahre alt. Doch noch immer herrscht in einigen Punkten Unklarheit. Hinzu kommt, dass bislang nur jeder fünfte Expat in das Sozialversicherungssystem einzahlt.

Studie: Lohn- und Gehaltstendenzen – wie erhöhen Unternehmen ihre Löhne und Gehälter?

Lohn- und Gehaltsbarometer sind in der Personalarbeit wertvolle Arbeitshilfen zur schnellen Recherche: Sind Gehälter und Löhne in einer Branche gesunken oder gestiegen? Fließt in Bayern mehr in die Geldbörsen als in Baden-Württemberg? Wie erhöhen Unternehmen ihre Löhne und Gehälter? Als einer der führenden Netzwerkorganisatoren für Personaler im D/A/CH-Raum (HRM.de / HRM.ch / HRM.at) ermittelt das HRM Research Institute nun für seine deutsche Community HRM.de die Lohn- und Gehaltstendenzen unter seinen Mitgliedern, denn valide Quellen müssen viele Personaler aus Medien und im Beratermarkt oft erst in Kleinarbeit zusammentragen.

Arbeitshilfe: Flexibilität im Problemlösen und Lernen erkennen und fördern

Der unausgesetzte Ruf der Wirtschaft nach Fachkräften zeigt vor allem eines: Spezialisten sind gefragt. Breites Allgemeinwissen führt in vielen Fällen nicht weit. In Technik, Medizin, Logistik und vielen anderen Branchen arbeiten nicht nur Forscher an immer weiteren Verzweigungen von Spezialwissen und -methoden. Dabei müssen oft Lösungen gefunden werden, die sich nicht einfach reproduzieren lassen, weil die Akteure in unbekannte Gefilde vorstossen. Und darin sind sie umso erfolgreicher, je flexibler sie denken. So lässt sich bewegliches Problemlösungsdenken erkennen und fördern.

Kommentar zur Studie der Bertelsmann Stiftung / Zentrum für Europäische Wirtschaftforschung): Hurra, es gibt wieder Gastarbeiter

Eine Nullrunde wäre schon beruhigend gewesen, aber es soll doch der Ausländer zum Freund der deutschen Bundesbürger gemacht werden. Und da laut Erhebungen zwei Drittel davon meinen, dass die Zuzügler die Staatskassen und also sie persönlich belasten, versucht nun eine aktuell erschienene Studie mit diesem vermeintlichen Irrtum aufzuräumen. So verkündet Jörg Dräger, Vorsitzender des Studienauftraggebers Bertelsmann Stiftung, dass gute Bildung die beste Integrationspolitik sei. Das heißt unausgesprochen: Integration meint Finanzkraft.

Personalberater zur Frauenquote: “Personalwirtschaftliche Komponente bleibt entscheidend”

Eine jahrelange politische Auseinandersetzung geht zunächst zuende: Mit der Einigung innerhalb der Bundesregierung zugunsten einer verbindlichen Frauenquote ist klar: Ab 2016 haben an der Börse gelistete und dabei vollumfänglich mitbestimmungspflichtige Unternehmen 30 Prozent Ihrer Aufsichtsratsmandate mit Frauen zu besetzen.

Bedeutender als wenige Hundert neue weibliche Aufsichtsräte ist für HUNTING/HER-Chef Christian Böhnke jedoch die Signalwirkung und kritisiert die “oft sozialromantisch verklärte Ideologisierung der politischen Debatte.” Stattdessen rät er, viel mehr als bisher die personalwirtschaftliche Bedeutung eines steigenden Frauenanteils in Fach- und Führungspositionen in den Mittelpunkt zu stellen, so der “Frauen-Headhunter”

Sonntags bleiben Call Center-Agents, Bibliothekare und Videothekenmitarbeiter am Sofa

Schluss mit den Ausnahmen, welche das Land Hessen in 2011 für Sonntagsarbeit per Verordnung beschlossen hatte. Das Bundesverwaltungsgericht holt Beschäftigte von Bibliotheken, Videotheken, Lotterieannahmestellen und Call Centern am Sonntag raus aus ihren Jobs, indem es wesentliche Teile der ehemaligen Verordnung revidiert. Dieser Beschluss könnte Konsequenzen für andere Bundesländer haben, in denen eine ähnliche Verordnung in Kraft ist.

Studie: Führungskräfte haben Lust auf längere Erwerbszeit und befürworten Teilrente

Nicht alle älteren Arbeitnehmer und Senioren stehen kritisch zu einer längeren Lebensarbeitszeit jenseits der 60 Jahre. Diese an sich selbstredende Tatsache wird nun durch Studienergebnisse untermauert, zu denen der deutsche Berufsverband „Die Führungskräfte – DFK“ zusammen mit dem Businessnetzwerk für Senior Experten „Masterhora“ kommt. 1.134 Führungskräfte gaben Auskunft darüber, welche Erfahrungen und Perspektiven sie mit einem späteren Eintritt in den Ruhestand jenseits der gesetzlichen und tariflich geregelten Regelaltersgrenze verbinden. Über 90 Prozent der Befragten sind Geschäftsführer, Vorstände, leitende Angestellte oder Angestellte mit Personalverantwortung. Der überwiegende Teil dieser Führungskräfte kommt aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Über 50 Prozent der Befragten gehören zur Altersgruppe 50+.

Frist bis zum 12. Dezember: Jetzt Sieger beim Deutschen bAV-Preis werden

Die Entwicklung der Alterssicherungspolitik in Deutschland – Stichwort: Rente mit 67 bleibt – bläst den Anbietern betrieblicher Altersvorsorgelösungen (bAV) Wind in die Segel. Andererseits zaudern viele Unternehmen und auch Beschäftigte noch, bAV stärker einzusetzen. Immerhin bewegen sie sich damit auf dem glatten Parkett der Finanzindustrie. Dennoch sind sinnvolle und weniger risikoreiche bAV-Ansätze möglich. Der zum zweiten Mal ausgelobte „Deutsche bAV-Preis“ der Unternehmensberatung Towers Watson und des Management Center of Competence (MCC) will zukunftsweisende betriebliche Altersversorgungsprojekte auszeichnen. Noch können sich Unternehmen aller Größen und Branchen bis zum 12. Dezember dafür bewerben. Unterstützt wird der Preis unter anderem vom personalmagazin des Haufe Verlages.

Deloitte-Award: HR-Manager führen ihr Unternehmen auf Platz 1

Jedes Jahr zeichnet die Unternehmensberatung Deloitte 50 Unternehmen aus, die in der Technologiebranche am schnellsten wachsen. Der „Technology Fast 50 Award“ ging in diesem November an Technikschmieden, die im Wirtschaftsjahr 2009 mindestens 50.000 Euro und in 2013 mindestens eine Million Euro Umsatz verbuchen konnten. Dass der diesjährige Sieger Goodgame Studios / Altigi GmbH Platz eins errang, ist vor allem das Werk der HR-Profis des Unternehmens. Die zweite News: Das Unternehmen besetzt eine HR-Schlüsselposition mit einer Topfrau neu, die bei Microsoft und der Deutschen Telekom HR-Leitfunktionen inne hatte.

Innovatives Outplacement als Teil der Personalmarketingstrategie

Immer mehr Unternehmen die Mitarbeiter kündigen müssen, entdecken Outplacement als sinnvolle Unterstützung für scheidende Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit. Oft ist damit aber auch ein hoher finanzieller Aufwand verbunden, den sich gerade Mittelständler oder kleinere Unternehmen nicht leisten wollen. Mit persönlichem Mentoring, Videocoaching und konkreter Unterstützung durch Personal Branding Spezialisten gibt es maßgeschneiderte Begleitung zu wesentlich geringeren Kosten als bisher üblich.

Demografie regiert den Ton: Rente mit 67 bleibt, Rente mit 63 Erfolg

Im September letzten Jahres hatte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in der Diskussion um Rentenaltersgrenzen noch anders geklungen. Und den Gewerkschaften muss es gefallen haben: Damals war die Rede davon, dass ein Renteneintritt jenseits der 60 durchaus möglich sein könnte. Gestern stieg Nahles mit anderen Worten auf die Kabinettskanzel, um den zweiten Regierungsbericht des Bundesarbeitsministeriums vorzustellen. Diesmal klangen vor allem demografiesensible Töne durch: Weil in Deutschland immer mehr Menschen zwischen 60 und 64 Jahre arbeiten und aufgrund sinkender Beitragszahler die steigende Zahl der Rentenempfänger ordentlich auf die Rentenkassen drücken, sei am Jobausstieg mit 67 festzuhalten.

Vizekanzler Gabriel und SAP-Gründer Plattner tauschen sich über Corporate Learning aus

Das Thema „Corporate Learning“ ist in der Politik angekommen. Erstmals traf der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Prof. Dr. h.c. Hasso Plattner am 12. November in Berlin zusammen, um über die Rolle und den Erfolg von Lernen und Weiterbildung in Organisationen zu sprechen. Anlass war die nachträgliche Überreichung des „Leonardo – European Corporate Learning Award“ an Hasso Plattner, dem Gründer des Hasso-Plattner-Instituts, des Softwareunternehmens SAP und der D.School Institute of Design in Stanford. Überreicht wurde der Preis vom Mit-Initiator des Preises Alexander R. Petsch und dem Leonardo-Sekretär Günther M. Szogs.

Mitarbeitermobilität: Daimler baut Carsharing aus

Ökologisch verträglich hohe Verkehrsmobilität gewährleisten und dafür Mercedes-Benz einsetzen – der Autobauer Daimler arbeitet daran, dass neben Familien und Einzelpersonen auch immer mehr Geschäftskunden Carsharing nutzen. Noch schreiben die Schwaben damit nach eigenen Angaben keine schwarzen Zahlen, doch sie wollen ihr Konzept ausbauen, um damit ihre Produktpalette in den grünen Bereich zu fahren. Konkret soll das von Daimler seit 2012 geführte „Car2go“, welches Sharing von Fahrzeugen der Marke Smart anbietet, durch ein neues Programm „Car2go Black“ flächendeckend ergänzt werden. Dieses bietet Nutzern B-Klasse-Wagen der Marke Mercedes-Benz. Personalmanager könnten Mitarbeiter nun mit einer weiteren Mobilitätsalternative in den Straßenverkehr schicken.

Hybrides Lernen, die Zukunft (nicht nur) für Rhetorikseminare

Blended Learning ist mit der technischen Revolution durch das Digitale seinen Kinderschuhen entwachsen. Heute finden wir immer mehr Möglichkeiten und eine Fülle von Aufhängern für diese Art zu lernen. Und was in den Köpfen vieler Personaler und Mitarbeiter, aber auch in der Fachwelt als Blended Learning firmiert, ist längst schon zum hybriden Lernen geworden. Dieser Beitrag stellt die Vorteile beider Welten sowie ihrer Kombination zusammen. Wer sie kennt, kann bei seinen Budgetverhandlungen besser argumentieren, warum er die ein oder andere Form einsetzen möchte.

Arbeitsrecht: Aktuelles in Kürze – November 2014

Diese und weitere Urteile in Kürze:
Älteren Arbeitnehmern stehen mehr Urlaubstage zu, wenn diese Ungleichbehandlung gegenüber den jüngeren Kollegen gerechtfertigt werden kann. Praktikanten haben nicht allein durch reguläre Arbeitszeiten einen Anspruch auf ein Arbeitsentgelt. Arbeitnehmern, die eine Home-Office Vereinbarung haben, darf diese nicht grundlos vom Arbeitgeber gekündigt werden.

Präsentationen und Meetings in China 2 – Interkulturelles Trainings-Know-how

Auch im 2. Teil der Beitragsreihe „Präsentationen und Meetings in China“ wird es wieder spannend. Der heutige Beitrag soll Sie auf einen weiteren wichtigen Aspekt hinweisen: Gesprächspausen in China.

Welche Bedeutung hat es, wenn Chinesen längere Zeit schweigen? Welches ist der richtige Zeitpunkt, um wichtige Informationen in Meetings zu vermitteln?

Wirtschaftsminister Nils Schmid (Baden-Württemberg) zeichnet Top-Frauen aus

Die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg konnten in diesem Jahr 13 Persönlichkeiten und Unternehmen entgegennehmen. Wirtschaftsminister Nils Schmid zeichnete damit auch fünf Top-Frauen für ihre besonderen Verdienste um Wirtschaft und Beschäftigung aus. Die Verleihung fand am 13. November 2014 im Rahmen eines Festaktes im Neuen Schloss in Stuttgart statt. Schmid hob in seiner Laudatio die Vorbildhaftigkeit aller Ausgezeichneten hervor. Damit wurden auch Lebens- und Berufswege ins Rampenlicht gesetzt, die abseits klassischer Schornsteinkarrieren verlaufen. Einen der ungewöhnlichsten Wege ist Dr. Gitte Neubauer gegangen.

Literaturtipp: „Betriebsverfassungsgesetz – mit Wahlordnung“ von Prof. Karl Fritting u.a

Deutschland mit seiner traditionellen betrieblichen Mitbestimmung ist ein Land der Betriebsräte: Elf Millionen Beschäftigte im Jahr 2009 wurden in rund 97.000 Betrieben von Betriebsräten vertreten. Nach Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) setzten sich im Jahr 2011 in der Privatwirtschaft Betriebsräte für 44 % aller Arbeitnehmer im Westen und 36 % im Osten ein.

Keine Bezahlung für Schwarzarbeit

§ 1 Abs. 2 Nr. 2 SchwarzArbG; §§ 134, 631, 812, 817, 818 BGB

Ist ein Werkvertrag wegen Verstoßes gegen § 1 Abs. 2 Nr. 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) vom 23.7.2004 nichtig, steht dem Unternehmer für erbrachte Bauleistungen ein bereicherungsrechtlicher Anspruch auf Wertersatz gegen den Besteller nicht zu.

BGH, Urteil vom 10. April 2014 – VII ZR 241/13

Keine Kürzung des gesetzlichen Urlaubs nach Sonderurlaub

§§ 1, 3, 7 Abs. 4, 13 Abs. 1 Sätze 1 und3 BUrlG

Vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Gewährung eines unbezahlten Sonderurlaubs, bleibt der gesetzliche Urlaubsanspruch unberührt.
Eine Kürzung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs darf in einem solchen Fall nicht erfolgen.

BAG, Urteil vom 6. Mai 2014 – 9 AZR 678/12

Diversity Management – Wie viel Vielfalt darf sein?

Vielfalt in der Belegschaft („Diversity“) ist ein Schlagwort, das sich jedes größere Unternehmen auf die Fahne schreibt. Und die meisten ergreifen gezielt Maßnahmen, um das vielbeschworene Ziel in ihrer Belegschaft auch tatsächlich zu erreichen („Diversity Management“). Dabei gilt es aber, die rechtlichen Grenzen zu beachten, die sich insbe sondere aus dem Antidiskriminierungsrecht ergeben.

Lexikon: Das Anforderungsniveau in Korrelation mit der Entgeltlücke | Teil 3

Bei gleichem Anforderungsniveau am Arbeitsplatz verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als ihre männlichen Kollegen. Hinzu kommt, dass Stellen mit einem hohen Anspruch nahezu nur mit Männern besetzt sind. Damit ist nicht die Entgeltlücke entscheidend, sondern vielmehr die schlichte „Abwesenheit“ von Frauen in Führungspositionen. Dennoch wächst die Entgeltlücke bei ansteigendem Anspruchsniveau der Stelle stetig an.

Coachingkompetenzen sind in Führungs- und Leistungsfunktionen relevanter denn je

Teilnehmer aus den verschiedenen Berufsgruppen wie zum Beispiel aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Heilbereich, aus Fachbereichen wie Kommunikation, Marketing, Vertrieb, Personalmanagement, Beratung sowie Coaches, Trainer und Führungskräfte erwerben bei einer systemisch-integrativen Coachingausbildung Wissen und Fähigkeiten, um in Belastungs- und Extremsituationen Ziele unter schwierigsten Bedingungen zu erreichen.

Top-Bewerber gewinnen: Wie Sie die Touchpoints im Recruiting-Prozess meistern

Unternehmen können die Zukunft nur dann erreichen, wenn sie die volle Schaffenskraft der besten Talente für sich gewinnen. Denn der Markt ist gnadenlos. Und die Topbewerber kennen kein Pardon. Der Recruiting-Prozess muss also an jedem Interaktionspunkt im „Moment der Wahrheit“ wie am Schnürchen laufen. Wenn es auch nur an einer Stelle klemmt, dann kann das heute schon das Aus bedeuten.

Mitarbeiter an Bord – oder doch nicht?

Ein Zukunftsszenario: Ein High Potential sitzt in seinem Arbeitszimmer am Schreibtisch und hat einen Haufen Bewerbungen auf dem Tisch: Von Unternehmen, die sich im War for Talents immer mehr beweisen müssen. Die Unternehmen haben alles mitgeschickt, an alles gedacht: Sie präsentieren ihre Fimengeschichte, die Unternehmenskultur, die ausgezeichneten Weiterbildungsmöglichkeiten, die Karrierechancen und das sehr gute Einstiegsgehalt. Doch wie sieht es mit den Onboarding-Programmen der einzelnen Unternehmen aus?

Vom Blumenstrauß bis zum Examen: Die systematische Integration von neuen Mitarbeitern

Strukturierte Integrationsmaßnahmen von Unternehmen helfen neuen Mitarbeitern nachweislich sich besser in ihrer neuen Stelle einzuleben und schneller ihr Leistungspotenzial zu entfalten. Doch in welchem Umfang muss das Onboarding betrieben werden, damit es funktioniert? Die Maßnahmenkataloge der Unternehmen variieren in ihrem Umfang und ihren Instrumenten. Während einige Organisationen auf Patenschaftsprogramme und Mentoring setzen, wählen andere eher softwareunterstützte Onboarding-Instrumente, Welcome-Days und Schulungsprogramme.

Onboarding als Grundlage für Unternehmensperformance

Deutsche Unternehmen geben jedes Jahr viele tausend Euro für das Recruiting von neuen Mitarbeitern aus. Doch ein großer Teil der neueingestellten Mitarbeiter verlässt bereits während oder direkt nach der Probezeit das Unternehmen wieder. Die bis dahin getätigten Investitionen sind verloren und der Recruitingprozess beginnt erneut.
Aber was führt zu dem frühzeitigen Ausscheiden von einst vielversprechenden Kandidaten? Einer der Hauptgründe sind falsche oder zu hohe Erwartungen auf beiden Seiten. Der Arbeitgeber ist enttäuscht, weil der neue Mitarbeiter nicht die erhoffte Leistung bringt und der Mitarbeiter wiederum ist frustriert, weil er sich nicht wertgeschätzt fühlt und das Unternehmen und seine Kollegen ihm fremd geblieben sind.

Wie die zerstörerische Silodenke demontiert werden kann

Die Digital Natives und deren Startup-Gründer sind in einer digital vernetzten Lebenswelt groß geworden. Sie bewegen sich ständig in Schwärmen, die in den Weiten des Web ihre Heimat haben. Damit sind sie etablierten Unternehmen um Meilen voraus. Wollen die nicht den Anschluss verlieren, gilt es im ersten Schritt, die Silodenke endlich zu demontieren.

Eine Schlüsselaufgabe der Zukunft: Schwarmintelligenz integrieren

Digital Natives und Internet-Startups machen uns Schwarmintelligenz vor: Sie bewegen sich erfolgreich in Schwärmen, die in den Weiten des Webs ihre Heimat haben. Wollen etablierte Unternehmen nicht den Anschluss verlieren, müssen sie schnellstmöglichst verstehen lernen, wie soziale Netzwerke effektiv funktionieren, und wie sich Schwarmintelligenz nutzbringend einsetzen lässt.

LEXIKON: Logib-D | Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland | Serie Teil 2

Durch den demografischen Wandel und den steigenden Bedarf an Fachkräften wird die Rekrutierung qualifizierter Frauen für nahezu jede Branche in Zukunft unausweichlich sein. Um jedoch passende Kandidatinnen zu finden, müssen Unternehmen insbesondere ihre Gehaltsstrukturen überdenken. Die Gehälter von Frauen und Männern klaffen in vielen Branchen noch weit auseinander – trotz gleicher Position und Qualifikation. Mit Logib-D erhält jedes Unternehmen die Möglichkeit sich einen Attraktivitätsvorsprung zu sichern und rechtzeitig kompetente Mitarbeiterinnen zu binden.

Literaturtipp: “Personalbuch 2014” von Jürgen Röller (Hrsg.)

Arbeitsrechtliche Probleme stehen selten isoliert. Um einen Überblick zu behalten, bedarf es einer umfassenden Darstellung der auftretenden Fragen in kompakter Form. Das von Wolfdieter Küttner begründete und 1994 erstmalig erschienene Personalbuch leistet genau dies.

Literaturtipp: “Vereinbarkeit von Pflege und Beruf” Von Dr. Nicolai Besgen, Kerstin Plack, Dr. Anita Schmitz-Witte

Angesichts der demografischen Entwicklung wird die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zwangsläufig an Bedeutung gewinnen. Vor diesem Hintergrund sind bereits zum 1.1.2008 das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und zum 1.1.2012 das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) in Kraft getreten. Viele unübersichtliche Vorgaben erschweren jedoch nicht selten einen praxisgerechten Umgang mit den möglichen Freistellungsoptionen.

Mitbestimmung bei nicht mehr vorübergehender Leiharbeit

§§ 1 Abs. 1 Satz 2, 14 Abs. 3 Satz 1 AÜG; § 99 Abs. 2 Nr.1 BetrVG

1. § 1 Abs. 1 Satz 2 AÜG verbietet die nicht mehr nur vorübergehende Arbeitnehmerüberlassung

2. Beabsichtigt der Entleiher, einen Zeitarbeitnehmer mehr als vorübergehend zu beschäftigen, kann der Betriebsrat des Entleiherbetriebs die Zustimmung zur Übernahme verweigern.

BAG, Beschluss vom 10. Juli 2013 – 7 ABR 91/11

Literaturtipp: “Gesamtes Arbeitsschutzrecht” von Prof. Dr. Wolfhard Kohte, Dr. Ulrich Faber und Prof. Dr. Kerstin Feldhoff (Hrsg.)

Die Herausgeber reagieren mit diesem neuen Handkommentar auf die Änderungen des Arbeitsschutzgesetzes (§§ 4, 5, 6 ArbSchG) in 2013 und auf die öffentliche Diskussion zur Reduzierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Sie wenden sich an die betrieblichen Praktiker des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und damit auch an Mitarbeiter der Personalabteilungen. Zielgruppen des Handkommentars sind zudem Richter, Anwälte und Wissenschaftler. Die Autoren kommen aus Wissenschaft, Anwaltschaft, Gewerkschaften, Verwaltung sowie Sozial- und Arbeitsgerichtsbarkeit.

Der Umgang mit dem Betriebsrat

Betriebliche Praxis und Konfliktsituationen

Müssen sich Betriebsratsmitglieder von Ihrer Arbeit abmelden und wenn ja, wie? Ist eine Freistellung erforderlich? In welcher Form sind Beschlüsse zu fassen und unter welchen Voraussetzungen trägt das Unternehmen die Kosten für Sachverständige? Welche Risiken ergeben sich bei der Missachtung von Mitbestimmungsrechten? Nicht erst seit der Betriebsratswahl in diesem Jahr gilt es, Antworten parat zu haben.

Streit um die Cockpit-Mütze

Die Rechtsprechung beschäftigt sich häufiger mit streitigen Themen aus dem Bereich Luftfahrt. Doch nicht nur das Thema der betriebsinternen Altersversorgung erhitzt die Gemüter von Piloten und Pilotinnen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) befasste sich am 30. September 2014 mit der Frage, ob ein Pilot eine Cockpit-Mütze tragen müsse, während Pilotinnen dies frei entscheiden können (Az. 1 AZR 1083/12). Diese BAG-Entscheidung hat über diesen Fall hinaus Bedeutung für die Frage des Anordnens von Dienstkleidung.

Deutschlands größte Arbeitgeber erkennen Optimierungspotenzial bei der Bewerbung

Wie schätzen deutsche Arbeitgeber eigentlich ihre so genannte Candidate Experience ein? Hierunter werden sämtliche Erfahrungen zusammengefasst, die ein Bewerber im Laufe seines Bewerbungsprozesses an den einzelnen Berührungspunkten mit seinem Wunsch-Arbeitgeber sammelt. Dies beginnt mit ersten Kontaktaufnahme (z. B. dem Lesen eines Stelleninserats) und endet mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags.

Dienstpläne schneller erstellen – auch bei Mitarbeiterzuwachs

Stellen Sie sich vor, Sie müssen den Personaleinsatzplan für einen kompletten Flughafenbetrieb koordinieren und 2.400 Mitarbeiter möglichst schnell und einfach einplanen. Für das Fraport-Tochterunternehmen APS Airport Personal Service GmbH war dies aufgrund von verschiedenen Faktoren, wie Änderungen in den Dienstzeiten oder kurzfristige Mitarbeiterwünsche, jeden Tag eine neue Herausforderung.

Ersetzen Sie Ihr Bewerbungsformular durch das “Apply-with”-Widget

Lange Formulare schrecken vor allem hochqualifizierte Kandidaten ab. Um dies zu vermeiden hat Textkernel das “Apply-with”-Widget entwickelt. Mit diesem Widget können Sie Ihren Kandidaten die Möglichkeit geben, sich mit einem Profil ihrer Wahl zu bewerben, trotzdem empfangen Sie – wie gewohnt – strukturierte Informationen.

HR-Software: Fluch oder Segen?

Die Anforderungen der Personaler, die eine HR-Software erfüllen sollte, sind vielfältig. Das ergab der HR-Software Report 2014, für den das Magazin personal manager in Kooperation mit den Netzwerkportalen HRM.at und HRM.de Personalverantwortliche aus insgesamt 106 Unternehmen aus Österreich und Deutschland befragte.

Doch was sollen die Programme leisten und werden die Erwartungen der Personaler von den Software- Anbietern überhaupt erfüllt? Darüber soll der folgende Artikel berichten und gleichzeitig einen kurzen Einblick darüber geben, welche Softwareprogramme in Zukunft wohl öfter zum Einsatz kommen werden.

Workforce Management von seiner Schokoladenseite

RITTER SPORT steht für beste Schokolade. Unter dem Motto „Quadratisch, praktisch, gut“ wird sie täglich in verschiedenen Sorten produziert. Um die hohe Qualität zu sichern, setzt das traditionsreiche Familienunternehmen auf IT-gestützte Personaleinsatzplanung und flexible Arbeitszeiten. Mit Hilfe der ATOSS Workforce Management Lösung erstellt RITTER SPORT heute bedarfs- und kostenoptimierte Einsatzpläne und berücksichtigt dabei sortenbezogene und saisonale Schwankungen.

Search! – Active Sourcing Release

Textkernel hat eine neue Version der semantischen Suchsoftware Search! veröffentlicht. Neben der semantischen Suche in den eigenen Datenbank(en), erlaubt es Search! zeitgleich in externen Datenbanken, wie XING, LinkedIn oder Monster zu suchen.

Caritas Dortmund: „Wohltuend.menschlich“ – und mit passgenauem Mitarbeitermanagement

„Wohltuend.menschlich“ lautet das Motto der Caritas Dortmund. Damit dies in den mehr als 50 Einrichtungen und Diensten im Stadtgebiet gelebt werden kann, müssen die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle tätig sein – passgenau eben. Mit perbit.insight erlangt die Personalabteilung zudem einen Überblick über die gesamte dezentrale Organisation.

Wearable IT: Die Zukunft beginnt jetzt!

Wearable IT ist im Kommen. Dabei handelt es sich um intelligente Technik, die von ihren Nutzern am Körper getragen wird. Bekannte Beispiele sind Datenbrillen oder Smart Watches, die aktuell im Freizeitbereich Anwendung finden. Aber auch im beruflichen Umfeld werden die anschnall- oder aufsetzbaren Miniaturcomputer bereits eingesetzt. Sie leisten beispielsweise in der Warenkommissionierung gute Dienste. Unter bestimmten Voraussetzungen könnte Wearable IT auch bei der Büroarbeit oder in der Gesundheitsprävention nützlich sein.

Erfolgsfaktoren für HR Solutions und E-Learning oder: Wenn IT und HRM zusammen agieren

Die time4you GmbH bietet ein umfangreiches Leistungs- und Lösungsportfolio im Bereich des Personal-, Trainings- und Informationsmanagements für kleine und mittelständische Unternehmen an. Eines dieser Unternehmen ist die Immobilien Scout GmbH, das mit einer Seminarmanagementsoftware von time4you ab sofort auf ein effizientes IT-gestütztes Veranstaltungsmanagement setzt. Unterstützt von diesem Best-Practice-Fall finden Sie hier erste Grundlagen, was Sie bei der Einführung neuer Softwarelösungen beachten sollten.

Umgang mit Gefühlen und Emotionen bei der Arbeit

Es gibt da eine scheinbare Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben. Bestimmt ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie sich mit Kollegen auf der Sachebene ganz wunderbar verstehen. Da gibt es keinen Ärger oder stundenlange Diskussionen.

Sind wir bereit für Demokratische Mitbestimmung im Unternehmen?

Les Hayman ist Mitgründer und Mitgeschäftsführer der Chief Executive Organization Ltd, einem Unternehmen in Großbritannien, das sich auf Strategien für Geschäftsoptimierung und globale Wettbewerbsfähigkeit fokussiert. Durch einen konkreten Fall in einem Schweizer Unternehmen angeregt, macht er sich Gedanken über Demokratie am Arbeitsplatz und geht der Frage auf den Grund: Sind wir bereit für Demokratische Mitbestimmung am Arbeitsplatz?

„Das Vertrauen in unsere Mitarbeiter steht über allem“

Die Vertrauensarbeitszeit als Modell der Arbeitsorganisation, bei dem die Erledigung vereinbarter Aufgaben und nicht die zeitliche Präsenz des Arbeitnehmers im Vordergrund steht, gibt es schon länger. Der Trend zu zumindest teilweise selbst bestimmten Arbeitszeiten hält nicht nur in deutschen Unternehmen an. Microsoft Deutschland, das die Vertrauensarbeitszeit schon 1998 eingeführt hatte, hat dieses Prinzip Anfang September ergänzt und für seine Mitarbeiter den Vertrauensarbeitsort eingeführt.

Erdöl der Zukunft: Big Data sorgt für eine scheinbar neue Qualität in Personalabteilungen

Unternehmen sehen sich mit einem rapiden Anstieg des Datenvolumens konfrontiert. Durch Big Data und das Internet gewinnt die Automatisierung in Personalabteilungen scheinbar eine neue Qualität: Recruiting, Talentmanagement, Mitarbeiterperformance – die Technik ist zunehmend in der Lage, die Arbeit von Personalern zu verrichten. Doch stehen vor diesem Hintergrund Arbeitsplätze im Human Resource Management auf dem Spiel?

„Teams werden ureigene Personalaufgaben selbst übernehmen“

Mit der New Work Order hat das Hamburger Trendbüro 2012 den Aufbruch in eine neue Arbeitskultur beschrieben. Trendexpertin Birgit Gebhardt, die bis 2012 als Geschäftsführerin für das Hamburger Unternehmen tätig war, beschäftigt sich darauf aufbauend weiter mit der Frage: Welche neuen Unternehmens- und Führungskulturen verlangt die digitale Wertschöpfung? Um eine neue vernetzte Arbeitskultur dreht sich auch ihr Impulsvortrag zu dem neuen, interaktiven und softwaregestützten Diskussionsformat „FutureLAB HR“ auf der Messe Zukunft Personal im Oktober 2014.

Literaturtipp: “Das Scrum-Prinzip” von Boris Gloger und Jürgen Margetich

Traditionelle Managementmethoden stoßen bei umfangreichen, komplexen Vorhaben an ihre Grenzen. Der Planungsaufwand schnellt in die Höhe, die Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Mitarbeiter werden kleiner, die Beweglichkeit des Gesamtsystems nimmt massiv ab. Eine leistungsfähige Organisation ist eine agile Organisation. Eine, die den Anforderungen ihres Marktes gerecht wird.
Das Buch von Gloger und Margetich beantwortet in diesem Zusammenhang die Frage: „Wie führe ich als Manager meine Organisation mit ‚Scrum‘ (ein Instrument im Projektmanagement) zu größerer Leistungsfähigkeit?“

Literaturtipp: “In Deutschland führen die Falschen” von Joachim Sauer und Prof. Dr. Alexander Cisik (Hrsg.)

Wie sich Unternehmen ändern müssen

Auch in Zeiten dramatisch fortschreitender Automatisierung, Digitalisierung und Virtualisierung sind erfolgreiche Unternehmen ohne engagierte und kompetente Mitarbeiter undenkbar. Die Führungskräfte sind dabei Entwickler,
Treiber und Begleiter aller strategischen und operativen Aktivtäten und damit Dreh- und Angelpunkt der Unternehmensentwicklung.

Literaturtipp: “Arbeitsrecht” von Prof. Dr. Klaus Hümmerich †, Dr. Oliver Lücke und Dr. Reinhold Mauer (Hrsg.)

// Vertragsgestaltung/Prozessführung/
Personalarbeit/Betriebsvereinbarungen //

Das Formularbuch Arbeitsrecht ist Bestandteil der Reihe Nomos-Formulare und wurde bis zur 6. Auflage von Klaus Hümmerich herausgegeben. Das Buch bietet standardisierte Texte und Formulare für die Arbeitsrechtspraxis. Es hat sich unter den diesbezüglichen Publikationen seit Langem bestens etabliert.

Literaturtipp: “Arbeitszeitrecht” von Dr. Frank Hahn, VRiLAG Gerhard Pfeiffer, Prof. Dr. Jens Schubert (Hrsg.)

Wer im Personalbereich oder im Arbeitsrecht tätig ist, für den gehören Arbeitszeitfragen zum täglichen Geschäft. Und sie werden immer wichtiger:

– Zum einen wird der demografische Wandel spürbarer – geprägt durch den Fachkräftemangel, das Erfordernis zur Erschließung bisher oft ungenutzter Arbeitsmarktpotenziale (z. B. Frauen, Rentner) und Maßnahmen zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeitauch bis zum verlängerten Renteneintritt. Attraktive, ergonomische Arbeitszeitmodelle, Teilzeitoptionen, Sabbaticals, Lebensarbeitszeitmodelle etc. gewinnen damit größere Bedeutung.

– Zum anderen tritt mit der Generation Y eine Generation in den Arbeitsmarkt, deren Erwartungen die starren Rezepte der 80er (z. B. 35-Stunden-Woche von Montag bis Freitag für alle) nicht (mehr) treffen und die flexibel arbeiten wollen, wann und wo (Homeoffice, § 2 ArbZG, Rdnr. 18) es ihnen beliebt – die neue Technik bietet die Möglichkeiten.

Geringfügige Arbeitszeitverringerung und blockweise Freistellung

§ 8 Abs. 1 und Abs. 4 TzBfG; § 242 BGB

Dem Arbeitnehmer steht nach § 8 Abs. 1 und Abs. 4 Satz 1 TzBfG auch ein Anspruch auf die von ihm gewünschte Verteilung der regelmäßigen Arbeitszeit zu. Die Vorschrift setzt kein Mindestmaß der Verringerung voraus. Der Arbeitnehmer kann grundsätzlich auch eine verhältnismäßig geringfügige Verringerung der Arbeitszeit verlangen, unterliegt jedoch der Grenze des Rechtsmissbrauchs.
Besondere Umstände, die die Annahme eines Rechtsmissbrauchs rechtfertigen, liegen vor, wenn ein Arbeitnehmer mit seinem geringfügigen Verringerungsverlangen die Garantie freier Tage in der Weihnachtszeit verfolgt, ohne dass das Risiko besteht, dass der Arbeitgeber den Urlaubsantrag für diese Zeit wegen entgegenstehender vorrangiger Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer ablehnt.
(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 11. Juni 2013 – 9 AZR 786/11

Anspruch auf Erstattung von Detektivkosten bei vorgetäuschter AU

§§ 241 Abs. 2, 249, 254, 280 Abs. 1, 619a, 626 BGB

1. Ein Arbeitgeber kann vom Mitarbeiter die Erstattung von Observationskosten verlangen, wenn bei Beauftragung der dringende Verdacht des Erschleichens einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestanden hat.

2. Für die Annahme einer Erstattungspflicht ist erforderlich, dass das festgestellte vorsätzliche Verhalten des Mitarbeiters aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung ergibt, dass dieser nicht arbeitsunfähig gewesen ist.

3. Ein lediglich gesundheits- bzw. genesungswidriges Verhalten des Mitarbeiters reicht für eine Erstattungspflicht nicht aus.
(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 26. September 2013 – 8 AZR 1026/12

Komplementäre Führung

Mitarbeiterführung wirksam gestalten.
Das Führen von Arbeitnehmern steht seit jeher im Fokus der Managementwissenschaft und viele Organisationen unternehmen beträchtliche Anstrengungen, um auf dieser Grundlage eigene Führungsmodelle zu entwickeln. Freilich dominieren seit Jahrzehnten die immer gleichen Ansätze, während sich die Qualität organisationaler Führung unter dem Strich nicht wesentlich zu verbessern scheint.

Bühne frei für Ihre Mitarbeiter- oder Kundenveranstaltung

In dieser 56-seitigen Broschüre finden Sie die Dienste von Moderatorin & Trainerin Gabriele Ehlers und Motivator & Jonglator Stephan Ehlers (Business-Jonglage, Jonglier-Events, Vorträge usw.) zusammen mit den Diensten des GOP-Varieté-Theaters München in einer Broschüre vereint. Seien Sie ruhig anspruchsvoll bei der Planung Ihrer Mitarbeiter- oder Kundenveranstaltung. Wir (FQL + GOP) sind es auch. Alle dort aufgeführten Dienste führen wir gerne im GOP Varieté Theater durch, aber auch in jeder anderen Location oder in einem Hotel. Wir senden Ihnen diese Broschüre (DIN A5-Quer-Format) gerne KOSTENFREI zu.
Online zum Blättern: http://www.book2look.de/vBook.aspx?id=ymx7XvyHCp

Leiharbeitnehmer – Haftung, Verjährung, Wartezeit | Aktuelle Rechtsprechung 2014

Ein Entleiher darf Arbeitnehmern keine Tätigkeiten übertragen, bei denen sie wegen fehlender berufsgenossenschaftlich vorgeschriebener Schutzmaßnahmen der Gefahr von Gesundheitsschäden ausgesetzt werden. Verletzt der Entleiher diese Pflicht und kommt es deswegen zu einem Arbeitsunfall, kann der zuständige Sozialversicherungsträger seine unfallbedingt an den Geschädigten geleisteten Aufwendungen vom Entleiher ersetzt verlangen, wenn dieser vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Mehr zum Thema Leiharbeit …

Antidiskriminierungsrichtlinien | Aktuelle Rechtsprechung 2014

Eine Arbeitnehmerin versucht alles, um schwanger zu werden. Aufgrund einer künstlichen Befruchtung hat sie hohe Fehlzeiten. Ihr Arbeitgeber möchte das Arbeitsverhältnis wegen der ständigen Abwesenheit nun nicht verlängern, ist das rechtens? Über dies und weitere Rechtsprechungen, die sich mit der Antidiskriminierungsrichtlinie beschäftigten, informiert dieser Artikel.

Steuerfragen bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland

Deutschland ist ein weltoffenes Land, in dem auch viele Mitbürger ausländischer Herkunft leben und arbeiten. Soweit sie als Arbeitnehmer tätig sind, unterliegen sie denselben steuerlichen Regelungen wir ihre inländischen Kollegen, sollte man meinen. Dass es hier aber zu differenzierten Betrachtungen kommt, damit beschäftigt sich dieser Beitrag.

Recruiting funktioniert heute nach dem Modell Pusteblume

Im Gespräch mit Gerhard Kenk, Geschäftsführer von Crosswater Job Guide. Für das Gütesiegel „Deutschlands beste Jobportale“ haben Profilo und CrossPro von 2008 bis heute rund 26.000 Bewerber und 1.400 Arbeitgeber befragt. Auf der Messe Zukunft Personal werden die diesjährigen Sieger im Wettbewerb prämiert – in den Kategorien beste Jobbörse, beste Suchmaschine und beste Spezialjobbörse. Aus diesem Anlass sprachen wir mit dem Mastermind für die Bewerberumfrage Gerhard Kenk über Trends bei der Jobsuche.

Kugelrunde Gehirn-Wissen-Pakete – Wirksame Fortbildung in einem neuen Format

Bei den „Kugelrunden Gehirn-Wissen-Paketen“, werden aktuelle Erkenntnisse aus der Gehirnforschung an Fach- und Führungskräfte zu Softskill- oder Managementthemen vermittelt. Und dies „kugelrund“, d.h. es werden für mehr Lernmotivation, erhöhte Aufmerksamkeit und besseren Lernerfolg gezielt Jonglierbälle eingesetzt. Anschließend erhalten die Teilnehmer ein professionelles eBook inkl. Video.

Die „Gehirn-Wissen-Pakete“ bestehen also zum einen aus einem Live-Vortrag mit 60-90 Min. Dauer und zum anderen aus einer speziellen eBook-Datei (inkl. Video), die die Teilnehmer für die individuelle Nachbearbeitung jederzeit hinterher auf IPhone, Tablet oder PC nutzen können. Beim Live-Vortrag werden jonglierend (mit Bällen) Inhalte erklärt und auch die Teilnehmer erhalten jeweils einen Ball, um mit versch. Wurf- und Fangübungen das eine oder andere Thema besser verinnerlichen zu können. Derzeit sind mehr als 30 Themen (Gehirn-Wissen-Vorträge + eBooks) verfügbar, jedes Quartal kommt ein weiteres Thema dazu.

Die eBooks, PDF”s, Audio- und Video-Datein sind in deutscher, englischer und spanischer Sprache verfügbar. Weitere Details zu diesem Dienstleistungsangebot findet man bei http://www.gehirn-wissen.de.

Tipps zu Führung & Motivation

Jonglator Stephan Ehlers begleitete Herrn Torsten Seelbach, Leiter der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement (AFNB) im November 2011 beim Herbstsymposium für Unternehmer und Entscheider durch zehn Städte (Dortmund, Hannover, Hamburg, Berlin, Leipzig, Dresden, Nürnberg, München, Stuttgart und Frankfurt). Thema des Symposiums: Führung und Motivation — Wie uns die Gehirnforschung helfen kann, zu führen und zu motivieren. Freuen Sie sich auf unterhaltsame, informative 24 Minuten, u.a. mit originellen Praxis-Tipps für wirksame Motivation und Führung.

Podiumsdiskussion zum Thema „Mindestlohn, Zeitarbeit, Werkverträge – Was bedeuten die Änderungen für die Praxis?“

Auf der diesjährigen Fachmesse „Zukunft Personal 2015“ wird auch „Arbeit und Arbeitsrecht“ als Medienpartner der ersten Stunde wieder vertreten sein: In Halle 3.1 an Stand G 30 erwarten die Besucher viele Informationen zu Arbeitsrecht und personalwirtschaftlichen Themen, der neue AuA-Cartoon-Kalender 2015, die AuA-App, die druckfrische AuA 10/14, AuA 9/14 sowie das brandneue Sonderheft „Work–Life“ und vieles mehr. Mitglieder von hrm.de erhalten für eine Visitenkarte das Sonderheft gratis!

Im Gespräch mit Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau

Der Frauenanteil in Vorstandsposten von DAX-30-Unternehmen schrumpft. Gerade noch zehn Frauen sind derzeit im Amt – bei insgesamt 183 Vorstandsmitgliedern. Zu dieser Entwicklung haben insbesondere die Abtritte von Frauen im Personalvorstand beigetragen – darunter Marion Schick (Deutsche Telekom), Angela Titzrath (Deutsche Post) und Elke Strathmann (Continental). Wir sprachen mit Bascha Mika über männliche „Monokulturen“ im Beruf – und was Unternehmen und die Frauen selbst dagegen tun können.

Im Gespräch mit Roger Willemsen, Publizist und ehem. Fernsehmoderator

Aus Fehlern kann man lernen. Diese Volksweisheit kommt in der Arbeitswelt bislang nur bedingt zum Tragen. Misserfolge und Fehlschläge gelten häufig als Makel oder werden bei der Darstellung der eigenen Karriere schlichtweg unterschlagen. Der Publizist Roger Willemsen geht deshalb in einem Keynote-Vortrag auf der Messe Zukunft Personal 2014 der Bedeutung des Misslingens für eine geglückte Biographie nach. Wir sprachen vorab mit ihm über gängige Vorstellungen von Erfolg und Scheitern im Beruf.

Mit gesunden Mitarbeitern neue Wege gehen

Permanente Erreichbarkeit und zunehmende Komplexität – Beschäftigte sind gestresst, erschöpft oder fühlen sich gar ausgebrannt. Ende 2013 hat der Gesetzgeber reagiert und fordert nun die Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung, um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter zu analysieren und Risikofaktoren zu minimieren. Eine digitale Lösung ermöglicht diese hochkomplexe Aufgabe professionell anzugehen. Der Gesundheitszustand der gesamten Belegschaft kann hier anonym erfasst werden, so dass Ansatzpunkte für zielgerichtete Maßnahmen gewonnen werden können – individuell, ergebnisorientiert und ressourcenschonend.

Freikarten-Aktion zur Messe Zukunft Personal in Köln

HRM.de ist vom 14. bis 16. Oktober 2014 auf der Zukunft Personal in Köln wieder mit seinem Community-Stand vertreten.
Sie möchten uns besuchen, mit anderen Personalern netzwerken oder einfach auf einen Kaffee an unserer Bar in Halle 3.1, am Stand K11 vorbeischauen? Dann stellen wir Ihnen gerne eine kostenfreie Eintrittskarte zur Verfügung.

SERIE | PAUL WATZLAWICK LESEN: Die Suche war der einzige Grund des bisherigen Nichtfindens (5)

Wie oft haben Sie sich für etwas, das Sie unbedingt wollten, ins Zeug gelegt? Als Sie tatsächlich die Zielgerade durchliefen, haben Sie da mal festgestellt: „Das ist gar nicht meine Adresse? Die sichere Ankunft macht mich unsicher.“ Und vielleicht kennen Sie auch das: Sobald Sie Ihren Blick abwenden, übt Ihr Wunsch wieder Anziehungskraft aus. Für Paul Watzlawick ist dieser Weg kein Indiz dafür, dass jemand in die Irre geht, sondern die völlig normale Suche nach dem Sinn, bzw. Sein des Lebens. Lesen Sie, was all das für Ihren Alltag bedeutet.

Team Event als Kick-off für Projektteams

Team Events eignen sich besonders gut als Kick-off für Projektteams, denn sie ermöglichen ein Kennenlernen der Teammitglieder vor dem eigentlichen Projekt. Das Team Event Pythagoras setzt zum Beispiel auf die Gemeinsamkeiten der Teammitglieder.

Arbeitsrecht – einfach erklärt von BEITEN BURKHARDT und exploqii smart videos

Die Aufgabenstellung:

Wie erklärt man den komplexe Themen des Arbeitsrechts Institution in nur 3min, sodass sie jeder versteht?

Im Rahmen einer Videoproduktion für unseren Kunden BEITEN BURKHARDT wurden insgesamt 4 Themen

– Betriebsrat
– Kündigungsschutz
– AGG
– Gestaltung von Arbeitsverträgen

in 3minütigen Erklärvideos erklärt und visualisiert. Mehr Informationen zu Erklärvideos finden Sie hier: http://exploqii.com/

Vergütung nachhaltig und fair

Die Vergütung nachhaltig und fair zu gestalten wird für Internehmen in Zeiten von Web. 2.0 immer wichtiger. Wie die Nachhaltigkeit bei der variablen Vergütung verbessert wird, zeigt ein Beitrag von Unternehmensberaterin Yvonne Wolf.

Der HR Interim Manager. Raus aus dem betrieblichen Fitnessstudio. Wann werden Sie Manager auf Zeit? | Teil 3

Auch Personaler träumen manchmal vom Ausstieg: Sich verändern, eigene Ideen leben, anerkannt werden. Wer sich so selbst findet und Interim Manager wird, trägt nicht nur diesen Titel, sondern ist es auch wirklich in Person. Wir stellen die sieben häufigsten Gründe aus der Praxis für den Sprung in die Selbständigkeit für Personaler vor. Frage an Sie, liebe Leser: Welcher Grund spricht Sie an? Mit welchen der zitierten Gedanken haben Sie schon einmal in Ihrer Phantasie gespielt?

Beweislast für angebliche Benachteiligung liegt beim Arbeitnehmer

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) bestätigt Rechtsprechung: Ein sachgrundlos befristeter Arbeitsvertrag endet grundsätzlich auch dann, wenn der Arbeitnehmer zwischenzeitlich Betriebsrat wird. Dieser Beitrag schildert den Praxisfall, von dem dieser Entscheid ausging.

Hinweis auf gesetzliche Fristen genügt in ordentlicher Kündigung

§§ 622, 133 BGB;
§ 113 InsO; § 102 BetrVG

Den Anforderungen, die an eine Kündigung im Hinblick auf ihre Bestimmtheit zu stellen sind, genügt auch ein Hinweis auf die gesetzlichen Fristenregelungen, wenn der Arbeitnehmer hierdurch unschwer ermitteln kann, zu welchem Termin das Arbeitsverhältnis enden soll.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 20. Juni 2013 –
6 AZR 805/11

Keine Mitbestimmung beim Einsatz von Routenplanern

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Der Einsatz eines Routenplaners (Google Maps) zur Überprüfung von Entfernungsangaben bei Fahrtkostenabrechnungen unterliegt nicht dem Mitbestimmungsrecht aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Die Überprüfung wird hier durch menschliches Handeln und nicht durch eine technische Einrichtung in Gang gesetzt.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 10. Dezember 2013 –
1 ABR 43/12

Rentnerbeschäftigung: Welche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen?

Stehen Mitarbeiter kurz vor dem Renteneintritt, droht Arbeitgebern häufig der kurzfristige Verlust wichtigen Knowhows. Nachdem die Bundesregierung ihr Vorhaben, langjährig Beschäftigten den Renteneintritt ohne Abschläge bereits mit 63 Jahren zu ermöglichen, in die Tat umgesetzt hat, ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes jährlich mit einer Frühverrentung von bis zu 100.000 Personen zu rechnen.

Leonardo Award-History>> Hans Dietrich Genscher ehrte Jacques Delors – Bildung bedeutet mehr als berufliches Rüstzeug

Lebenslanges Lernen, das bedeutet: Lernen zu wissen, lernen zu handeln, lernen zusammen zu leben und lernen das Leben zu gestalten. Dies ist die Zukunftsformel menschlichen Fortschritts, die der europäische Bildungsarchitekt Jacques Delors definierte (auch ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission). Und es war Hans Dietrich Genscher, welcher in 2010 die Laudatio auf die Auszeichnung Jacques Delors´ mit dem Leonardo European Corporate Learning Award hielt. Im Rahmen dessen stufte Hans Dietrich Genscher den Leonardo Award als eine Pioniertat ein. Mit ihm würden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die europaweit und weltoffen Perspektiven aufzeigten, wie lebenslange Weiterbildung gelingt, und die Leuchtturm-Projekte schaffen, welche mit Wissensvermittlung und Bildung die Köpfe und Herzen der Adressaten öffneten. Denn eine menschenwürdige Gesellschaft benötige Herzensbildung. Der Laudator warnte in seiner Rede vor „elitärer Arroganz“, Werte und soziales Gewissen in Bildungsfragen auszuschließen. Bildung ist Genscher zufolge ein Recht des Menschen auf seine Selbstverwirklichung und kein reines Mittel zum ökonomischen Zweck.

SERIE | PAUL WATZLAWICK LESEN: „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt“ | Teil 4

Die Inhalte können noch so klar und einleuchtend sein, wenn irgendetwas zwischenmenschlich nicht passt, bekommt der Gesprächspartner das mit und eine Kommunikation über die Sache wird erschwert bis unmöglich. Glauben Sie nicht? Dann beantworten Sie mal diese vier Fragen: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum manche Ihrer Gespräche quasi wie von selbst laufen und andere sich dagegen völlig in die Länge ziehen, obwohl das Thema dasselbe ist? Können Sie Kritik von einem Menschen eher annehmen, wenn Sie ihn mögen? Wenn Sie von einem, Ihnen unsympathischen Verkäufer und einem für Sie netten Verkäufer ein identisches Produkt angeboten bekommen – bei wem kaufen Sie ein? Oder erinnern Sie sich daran, dass Sie in Ihrer Schulzeit ein Fach bei einem Lehrer super und einleuchtend fanden, dann wechselte der Lehrkörper und nun war das Fach nur noch öde? In allen Fällen sind die Inhalte gleich, aber trotzdem macht irgendetwas für uns den großen Unterschied, und dieser liegt in der Person, mit der wir zu tun haben. Erfahren Sie, was Paul Watzlawick für den Umgang mit der Dualität von Inhalt und Beziehung empfiehlt und wie Friedemann Schulz von Thun das für sein Vier-Seiten-Modell einer Nachricht weiterentwickelte.

REZENSION >> Schluss mit der totalen Berechnung. Lehrkörper und Wissenschaftler sezieren populäres Weltbild von HR: den homo oeconimicus.

Das kaputte Fahrrad. Der offene Schrank. Die unfertige Arbeit. Das alles schreit nach Handlung: Reparieren, schließen und vollenden. So will es die Wahrnehmungspsychologie, so denken die meisten Menschen, wenn sie diese Wortschnipsel hören. Die Implikation folgt dem Begriff auf den Fuß. Was aber ist die verhohlene Botschaft des Titels „Der unberechenbare Faktor Mensch“? Berechnen (!) natürlich. Dieser Slogan macht dem inzwischen gefällig gewordenen Schlagwort „Mensch im Mittelpunkt“ gehörig die Konkurrenz. In widersinniger Weise ist der neueste Beleg dafür ein kleiner wissenschaftlicher Textalmanach; herausgegeben von Jörg Schweigard. Er leitet seit 2006 die Kommunikationsstelle der AKAD Bildungsgesellschaft mbH. Unter dem zitierten Titel zeigen neun Autoren auf 128 Seiten, warum das Modell des „homo oeconomicus“ aus ihrer Sicht krankt und Menschen wirklich nicht berechnet werden können.

Motivation von Führungskräften

Ein gutes Arbeitsumfeld ist wichtiger als eine leistungsorientierte Vergütung: Eine Studie zeigt, dass immaterielle Faktoren bei der Motivation von Führungskräften einen zunehmend hohen Stellenwert einnehmen.

App im Test: “Kreativität41” (Nils Bäumer) | Eine Personalerin berichtet

Wie viel Kreativität braucht ein Personaler im Tagesgeschäft? Und was kann ihm daher eine so genannte „Kreativapp“ nützen? Zusammen mit Nils Bäumer – dem Erfinder der von HRM.de verlosten App – bin ich diesen Fragen auf den Grund gegangen. Um die Antwort auf die erste Frage vorweg zu nehmen: Kreativität brauche und setze ich tatsächlich bewusst und unbewusst in unendlich vielen alltäglichen Situationen ein. Und zwar immer dann, wenn ich das, was ich gerade tue, überdenke und hinterfrage, oder wenn ich etwas konzipiere. Dabei leitet mich immer die Grundsatzfrage: „Produziere ich nur mehr desselben oder gelingt mir vielleicht ein Perspektivwechsel?“; frei nach dem Satz des französischen Malers Francis Picabia: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

Blickpunkt Österreich: HR Performance Check 2014 – so fit ist die österreichische Personalarbeit

Haben Verantwortliche in Österreichs Unternehmen einen Überblick, wie viele Mitarbeiter sie beschäftigen und was diese leisten? Können sie ableiten, welche Mitarbeiter sie künftig benötigen, oder lassen sie „es einfach auf sich zukommen“? Rekrutieren und entwickeln sie nach Plan oder lassen sie sich von Ausbildungskatalogen verführen? Kennen sie die Bedürfnisse ihrer Beschäftigten oder muss das gratis „Apferl“ als Motivation reichen? Planen sie Personalveränderungen proaktiv oder sind sie überrascht, wenn wieder ein Schreibtisch leer ist? Antworten auf diese und andere Fragen gibt der aktuelle HR Performance Quick Check der Beratungsfirma hrdiamonds – zum Teil mit überraschendem Ergebnis, wie der folgende Beitrag zeigt.

Der HR Interim Manager. Zwischen Macht und Machbarkeit. Wie Interim Manager sich Handlungsspielräume sichern … | Teil 2

Es ist ein Roulette zwischen idealen Ansprüchen und Notwendigkeiten, an dem Interim Manager in ihren Mandaten Platz nehmen. Sie sollen Aufgaben in kurzer Zeit so erledigen, dass das beauftragende Unternehmen wieder durchstarten kann. Reine Klempnerei reicht also nicht, großformatige Aufplanung aber auch nicht. Wer als Interim Manager seinen Handlungsspielraum in diesem Gravitationsfeld von Ermächtigung zum Handeln und realen Machbarkeitschancen am Ende eines Geschäftstages gestalten will, muss Ziele, Illusionen und die Menschen bei seinem Auftraggeber begreifen. Dieser Beitrag erklärt, wie Interim Manager in die Rolle von Spielbewegern schlüpfen und doch unabhängig bleiben.

Statistisches Bundesamt informiert: Trend zum Home Office offenbar rückläufig

Ein halbes Jahr ist´s her, aber die Google-Recherche fördert es doch zutage: Im Januar 2014 hatte “Welt am Sonntag” das Ergebnis einer Studie präsentiert, welche die Zeitung beim Statistischen Bundesamt in Auftrag gegeben hatte. Man wollte wissen, ob eigentlich immer mehr Menschen ihr Arbeiten an den heimischen Herd verlagern. Das entgegen allen Trend-Prophezeiungen überraschende Ergebnis: Die Zahlen belegen, dass immer weniger Beschäftigte im Home Office werkeln. Es lohnt, diese Meldung nochmal in Augenschein zu nehmen.

Ein neues Führungstool: Das interne Touchpoint Management

Die Arbeitswelt hat sich unbestreitbar verändert. Sie ist kollaborativer und auch vernetzter geworden. Das Gestalten einer dementsprechenden Unternehmenskultur spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Das interne Touchpoint Management kann dabei helfen.

Ein neues Berufsbild: der interne Touchpoint Manager

Die Arbeitswelt hat sich unbestreitbar verändert. Sie ist kollaborativer und auch vernetzter geworden. Das Gestalten einer dementsprechenden Unternehmenskultur spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Zu diesem Zweck wurde ein neues Berufsbild geschaffen: der interne Touchpoint Manager.

TV-Tipp: „ZDFzoom“-Bericht über fragwürdige SCHUFA-Methoden | Sind Arbeitgeberdarlehen nötig?

Wie viele Mitarbeiter haben einen Kredit laufen? Und wie viele bräuchten einen, aber die Schufa bremst sie unfairerweise aus? Wie ein ZDF-Bericht am Mittwoch, den 23. Juli (23.00 Uhr) zeigt, besteht Anlass zur Annahme, dass viele Bürger im Schussfeld der Finanzabsicherer stehen, die inzwischen zu Methoden greifen, die für das Bundesjustizministerium zweifelhaft geworden sind. Für Personaler stellt sich mit dem ZDF-Bericht die Frage: Könnten kleine Arbeitgeberdarlehen für geschätzte Mitarbeiter diese besser ans Unternehmen binden? Damit sie sich nämlich nicht erst in die Prüferitis der beklagten Institutionen begeben müssen.

Ist das Regelwerk des Elitenschachbretts geeignet zum Systemsprung? DIW Berlin meldet Frauenquoten in DAX-30-Vorständen und -Aufsichtsräten

Wenn zehn Menschen einen statistischen Wert von 100 Prozent bedeuten und einige von ihnen ausfallen, so stürzt die Quote scheinbar in den Keller. Wie sind die Minusprozente dann eigentlich zu werten? Aktuell lässt sich diese Frage am Beispiel der Frauenquote in DAX-30-Vorständen diskutieren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat für die erste Jahreshälfte von 2014 den Frauenanteil auf Vorstandsposten in Aufsichtsräten erhoben. Die Organisation urteilt in ihrer Presseaussendung: „Der Abwärtstrend setzt sich fort.“ Konkret geht es um zwei Vorständinnen weniger. Das DIW Berlin teilte auch mit, dass die Zahl der Damen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen seit 2010 stetig wachse: 24,7 Prozent dieser Organe seien nun weiblich. Aufschlussreich mag dabei sein, dass die Frauenanteile laut Erhebung auf der Arbeitnehmerseite der Kontrollgremien noch immer höher sind als auf der Kapitalseite.

Ein Lehrstück: Personalkonsequenzen beim ZDF nach Ranking-Manipulation bei „Deutschlands Beste!“

Das ZDF muss nun vorexerzieren, was in der Wirtschaft hinter vorgehaltener Hand gepflegte Übung ist: Quoten und Raten manipulieren, damit unter anderem Eliten bleiben, was sie sind und Kundeninteresse gesichert ist. Beim ZDF allerdings flog solcher Schwindel vor Kurzem auf und nun müssen Mitarbeiter den Hut nehmen. In einer aktuellen Presseaussendung legt der Sender eine lückenlose Aufklärung vor: Fehler der Teamleitung, verpasste Absprachen und Anlass der Aufdeckung. HRM.de veröffentlicht die ZDF-Aussendung im Originaltext, weil sie ein Lehrstück für Krisenkommunikation in Personalangelegenheiten ist. Und es ist wohl – wenn auch zufällig – ein Zeitzeichen in einem sich gesellschaftlich und politisch neu organisierenden Europa, dass es im Fall des ZDF-Skandals um das Metathema geht: Wer ist der Beste? Und was gilt die Stimme desjenigen, der nicht zur Top-Liga gehört?

7 Tipps, wie Sie als Arbeitgeber von Verkaufstrainings mehr profitieren

Für manche Unternehmen sind regelmäßige Verkaufstrainings eine Selbstverständlichkeit. Für andere eher die Ausnahme, möglicherweise weil sie glauben, dass solche Maßnahmen eh nichts bringen. Nachfolgend bekommen Sie ein paar Anregungen, damit Sie zukünftig mehr von Investitionen in Ihre Mitarbeiter profitieren.

Mitarbeiterbindung stärken durch gute Führung

Wer die Mitarbeiterbindung stärken will, sollte sich besonders um das Thema Führung kümmern, so Erfolgsautor Gunther Wolf, den Interessenten aus Hamburg im September 2014 direkt dazu befragen können.

Im Überblick: Das neue Gesetz über den Mindestlohn (MiLoG)

Am 11. Juli 2014 hat der Bundesrat und zuvor am 3. Juli 2014 der Bundestag das MiLoG beschlossen. Es tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft. Damit muss dann jede Arbeitsstunde mit mindestens 8,50 EUR brutto vergütet werden. “In letzter Minute” gab es noch Änderungen zum Gesetzesentwurf, den die Bundesregierung zuvor beschlossen hatte. Dieser Beitrag stellt die relevanten Regelungenfür die Unternehmenspraxis zusammenfassend vor.

Innovation für das CV Parsing – die Deep Learning Technologie

Deep Learning ist “the next big thing” in Sprachtechnologie und wird als Zukunft von künstlicher Intelligenz gesehen. Deep Learning besteht aus einer Reihe von Algorithmen, die benutzt werden, um von großen Mengen an Daten automatisch zu lernen, wie Informationen repräsentiert werden können. Zum Beispiel das automatische Erlernen der Bedeutung eines Wortes oder die Erkennung von Formen in Bildern.

LEXIKON: Gender Pay Gap (GPG) | -> Geschlechtsspezifische Entgeltlücke (unbereinigt | bereinigt) | Serie – Teil 1

Die Einkommen von Männern und Frauen liegen pauschal beurteilt, aber auch bei genauer Betrachtung weit auseinander. Was Versicherungswirtschaft, Personalverrechnung und angewandte Betriebswirtschaft als so genannte Lücke beim Entgelt wahrnehmen, bezeichnen Soziologen sowie Gender-Forscher sogar als „Entgeltungleichheit“ und konnotieren damit die Frage der Verteilungsgerechtigkeit, welche diesem Phänomen in der Praxis zugrunde liegt.

Keine Benachteiligung wegen „kommunistischer Weltanschauung“

§§ 1, 7, 15, 16, 22 AGG;
§§ 612a, 823 Abs. 1 BGB

Die Diskriminierung eines Arbeitnehmers wegen seiner Weltanschauung oder seiner vermuteten Weltanschauung kann Entschädigungs- und Schadensersatzansprüche nach dem AGG auslösen. Persönliche Einstellungen, Sympathien oder Haltungen sind jedoch keine Weltanschauungen.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 20. Juni 2013 – 8 AZR 482/12

Verbreitung eines Streikaufrufs im Intranet

Art. 9 Abs. 3, 14 Abs. 1 GG;
§ 1004 Abs. 1 und 2 BGB

Mitglieder des Betriebsrats dürfen andere Arbeitnehmer über einen ausschließlich für dienstliche Zwecke vorbehaltenen E-Mail-Account
des Arbeitgebers nicht zur Teilnahme an einem Arbeitskampf aufrufen.

(Leitsatz der Bearbeiter)
BAG, Beschluss vom 15. Oktober 2013 – 1 ABR 31/12

Ärger im Büro: Mobbing als Rechtsproblem

Konflikte werden nicht immer nach den Regeln eines „Fair Play“ ausgetragen – auch im Arbeitsleben. Seitdem sie mit dem Modewort „Mobbing“ belegt werden, sind sie verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Und sie beschäftigen zunehmend die Gerichte. Man sollte daher bei Auseinandersetzungen zwischen Kollegen oder Mitarbeitern und Vorgesetzten immer auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick haben.

Arbeitsverträge | Kündigungen | Aktuelle Rechtsprechung (2014)

Ein Arbeitnehmer surft während der Arbeitszeit in erheblichem Umfang im Internet, ohne dass es für ihn berufsbedingt erforderlich wäre – das ist Grund genug, um ihn zu kündigen, wenn der Arbeitgeber dies wollte. Weitere Details dazu und andere News erfahren Sie aus diesem Kurzbeitrag.

Betriebsrat | Aktuelle Rechtsprechung (2014)

Missfällt ein Betriebsratsmitglied aufgrund seiner Tätigkeit in der Arbeitnehmervertretung seinem Arbeitgeber und hat er noch dazu ein auslaufendes sachgrundlos befristetes Arbeitsverhältnis mit diesem, kann er doch so leicht nicht auf die Straße gesetzt werden. Dieser Beitrag schildert den Grund, zeigt aber auch, was der betroffene Arbeitnehmer tun müsste, um seinen Job halten zu können.

Gestaltungsraum des Arbeitgebers bei betriebsbedingten Kündigungen im Rahmen von § 1 Abs. 3 S. 2 KSchG im Hinblick auf Minderleister und ältere Arbeitnehmer

Von Christina Baumgartl, Tectum Verlag,
Marburg 2013, 310 Seiten, Preis: 39,95 Euro

Das Personalmanagement ist ein besonders facettenreiches Betätigungsfeld. Darin liegen sein Reiz und seine Attraktivität. Leider muss sich der Praktiker auch mit weniger interessanten Sachverhalten auseinandersetzen. Zum Beispiel, wenn es um die rechtssichere Kündigung von Mitarbeitern geht. Er sieht sich dabei oft in ein Korsett von kündigungsschutzrechtlichen Bestimmungen eingezwängt, die dem Arbeitnehmer alle und dem Arbeitgeber fast keine Freiheiten zu gewähren scheinen. Diese Sichtweise ist nicht ganz richtig. Denn das KSchG räumt durchaus interessante und wichtige Gestaltungsmöglichkeiten ein. Anmerkung der HRM.de-Redaktion: Wir unterstützen im Sinne der deutschen Verfassung und der geltenden Menschenrechte keine Beiträge, die nahe legen, Menschen als unwürdige Subjekte zu behandeln. Dieser Kommentar bezieht sich auf Gestaltungsoptionen im Umgang mit Notwendigkeiten im Trennungsmanagement.

Komplementäre Führung: Ein praxiserprobtes Modell der organisationalen Führung

Von Prof. Dr. Boris Kaehler, Springer Gabler, Wiesbaden 2014,
209 Seiten, Preis: 39,99 Euro (als eBook: 29,99 Euro)

Eine Vielzahl von Theorien und Konzepten beschäftigt sich mit organisationaler Führung. Mittelgroße Organisationen praktizieren hoch entwickelte Verfahren der Führungskräfteentwicklung und haben eigene Modelle. Dass das aber nicht zwangsläufig ein Zeichen für Qualität ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Die Personalführung verbesserte sich über die Jahre hinweg nicht. Grund genug für den Autor, Defizite in Theorie und Praxis zu analysieren und einen kritischen Blick über die möglichen theoretisch-konzeptionellen Ansatzpunkte zu wagen.

German Employment Law: 618 questions frequently asked by Foreigners

Von Dr. Nicole Elert und Prof. Dr. Christopher T. Brooks,
Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston,
2013, 242 Seiten, Preis: 129,95 Euro
(als eBook ebenfalls: 129,95 Euro)

Das englischsprachige Buch gibt anhand von 618 Fragen, die häufig von global agierenden Unternehmen gestellt werden, einen Überblick über das deutsche Arbeits- und Steuerrecht sowie Aspekte des internationalen Steuer- und Sozialversicherungsrechts. In der betrieblichen Praxis fragen laut Angabe des Buchverlages a immer mehr ausländische Firmen, Firmeninhaber, Personal-, Steuer- und Rechtsleiter, Investoren und ausländische Arbeitnehmer danach, wer im deutschen Arbeitsrecht die beteiligten Parteien und damit ihre Ansprechpartner sind.

Neue Überwachungsformen in Call-Centern: Zur Zulässigkeit von Stimmanalyse und „Keyword Spotting”

Die Beschäftigten in Call-Centern sind immer wieder damit konfrontiert, dass ihre Leistung – das Telefonat – systematisch erfasst, beobachtet und kontrolliert wird. Insbesondere die Zwecke der betrieblichen Steuerung und der Qualitätskontrolle werden von den Arbeitgebern und ihren Auftraggebern angeführt, um den Einsatz von ausufernden Kontrolltechniken zu rechtfertigen. Angesichts der vielen Datenschutzskandale in der jüngsten Vergangenheit werden diese „Maßnahmen der Qualitätssicherung“ nicht mehr offen eingesetzt bzw. thematisiert und verbleiben deshalb in einer Grauzone. Kaum Beachtung hat bisher gefunden, dass inzwischen auch die Stimmungen der Mitarbeiter und ihre verwendeten Sätze und Wörter dauerhaft kontrolliert werden sollen. Umso wichtiger ist es zu überprüfen, ob der Einsatz computergestützter und automatisierter Techniken der Stimmungs- und Gesprächsanalyse mit den Persönlichkeitsrechten der Betroffenen vereinbar ist.

Anmerkung der HRM.de-Redaktion: Wir veröffentlichen diesen Beitrag aus der Zeitschrift “Computer und Arbeit” (CuA) mit der freundlichen Genehmigung der CuA-Schriftleitung.

Verwaschung von Standortdaten und andere Hinweise für App-Anbieter

Nachdem die bayerischen Datenschutzbehörden bereits letztes Jahr eine Datenschutz-Überprüfung von Apps durchführten, erfolgte nun die Veröffentlichung der Orientierungshilfe des Düsseldorfer Kreises für einen rechtskonformen Einsatz von Apps. Anmerkung der Redaktion: Der Düsseldorfer Kreis ist ein Zusammenschluss aus obersten Aufsichtsbehörden für nicht-öffentlichen Datenschutz auf Bund- und Länderebene.

BAV: Haftungsrisiken für den Arbeitgeber im Wege der Entgeltumwandlung – Machen Sie keine Experimente – die Schattenseite der bAV

Im Grunde ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) eine feine Sache. Ihre Mitarbeiter können Geld für die Rente zurücklegen und sparen dabei sogar noch Steuern und Sozialabgaben, da die Beiträge vom Bruttogehalt abgehen. Zwar holt sich der Staat einen Teil zurück, sobald die Betriebsrente ausgezahlt wird; dann aber meist zu einem geringeren Steuersatz. Auch Sie als Arbeitgeber profitieren von der bAV, indem Sie Lohnnebenkosten sparen. Zudem kommt das Instrument bei den Beschäftigten in der Regel gut an und beschert Ihnen einen Imagegewinn. So lukrativ die bAV auf den ersten Blick für alle Seiten scheint, hält sie doch auch Risiken für Sie bereit. Ein Versicherungsmakler kann Ihnen viel erzählen – gegenüber Ihren Mitarbeitern haften Sie für eine fehlerhafte Beratung. Umgekehrt können sich auch falsche Angaben Ihrer Beschäftigten auswirken, wenn die Versicherung die Zahlung verweigert. Damit Sie den Überblick behalten, sollten Sie unbedingt einen Wildwuchs an unterschiedlichen Verträgen vermeiden. Dieser Beitrag zeigt auf, wie Sie die Risiken minimieren.

Kommentar: Liebe Nationalmannschaft: Warum habt ihr nicht 10:1 gegen Brasilien gespielt?!

Vielleicht wäre ein 10:1-Sieg für Deutschland gegen Brasilien das Beste gewesen. Mit dem erzielten 7:1 müssen doch noch ein paar Worte gesagt werden, deren Botschaft sich andernfalls von selbst eröffnet hätte. Und die wäre: Wer als gedachter und eben nicht faktischer Repräsentant von 80 Millionen Deutschen, die weltweit in der Kritik stehen, wirtschaftlich den Weltmarkt abzuräumen, im Gastland Spieler komplett ins Aus spielt, die wiederum für 202 Millionen Menschen stehen, deren Alltag von Drogen, Kriminalität und Armut wesentlich beeinträchtigt wird, wie steht der eigentlich vor aller Welt da? Der gnadenlose Abräumer. Dem Gewinner gehört einfach alles. Der Held köpft den Verlierer. Gib dem Schwachen keine Chance. „Wer einen Ruf hat, der sollte ihn pflegen“ – oder was sollte dieser Lauf der deutschen Mannschaft?

Kaffenberger ist neuer Bundesgeschäftsführer des Sozialverbandes VdK Deutschland

Er musste Antwort geben, als die Bildzeitung in 2012 beim Sozialverband VdK Deutschland anfragte, wie gut es in Heimen stationierten Pflegebedürftigen geht. Jens Kaffenberger war damals noch stellvertretender Bundesgeschäftsführer des VdK Deutschland. Er gab damals bekannt, dass jeder fünfte Heimbewohner von Gewaltanwendung durch Pflegende betroffen sei. Nun ist Kaffenberger wieder in der Presse, weil er seinem Boss Josef Müssenich zum 1. Juli als neuer Bundesgeschäftsführer nachgerückt ist. Damit tritt ein langjähriger Mitarbeiter an die Spitze des Verbandes – der Experte gehört ihm seit 2002 an, bei dem er als Referent der Geschäftsführung im Bereich Gesundheits- und Pflegepolitik eingestiegen war. Jüngst äußerte sich Kaffenberger über den Koalitionsentwurf zur Pflegeversicherung, der auch Positionen pflegender Mitarbeiter einschließt. HRM.de verlinkt zu einem Kurzinterview der „Tagesschau“ mit Kaffenberger.

EU geht gegen Sozialdumping vor

Das Europäische Parlament hat mit seiner Zustimmung zur Durchsetzung des Entsendegesetzes die Rechte entsendeter Mitarbeiter gestärkt. Eine Überprüfung der Entsenderichtlinie aus dem Jahr 1996 hatte ergeben, dass die Mitgliedstaaten die Richtlinie in der Praxis nicht immer korrekt anwenden. Daher hat die EU-Kommission Vorschläge für eine bessere Durchsetzung der Richtlinie vorgelegt, um den Schutz der Arbeitnehmerrechte zu stärken und fairen Wettbewerb zu sichern.

Lohn: Auch gekappte Überstunden waren nicht umsonst

Arbeitgeber und Betriebsrat können zwar vereinbaren, dass die über zehn Stunden hinaus geleistete tägliche Arbeitszeit gekappt und nicht dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben wird. Der Beschäftigte hat dennoch Anspruch auf die volle Vergütung der Arbeitszeit. Zu diesem Urteil ist das Bundesarbeitsgericht im Fall eines Luft- und Raumfahrttechnikunternehmens gekommen. Nach dem geltenden Manteltarifvertrag der Bayerischen Elektroindustrie (MTV) beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 35 Stunden. Angeordnete oder gebilligte Mehrarbeit muss vergütet werden.

Vergütung: Entfernungspauschale umfasst auch Reparaturkosten

Mit der Entfernungspauschale sind auch außergewöhnliche Kosten wie die Kosten einer Falschbetankung abgegolten. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden und damit die Klage eines Arbeitnehmers abgewiesen, der auf dem Weg zur Arbeit versehentlich Benzin statt Diesel getankt hatte.

Buchtipp für Expats: „Wenn Tränen trocknen“ – Notfallplan für die Familie im Ernstfall

Ein Familienvater liegt seit neun Jahren im Wachkoma – und seine Frau muss vor jedem Kontozugriff ein Gericht um Genehmigung bitten. Ein Geschäftsführer hat einen Autounfall. Nach drei Wochen wird er aus dem künstlichen Koma aufgeweckt – doch seine Firma ist schon ruiniert. Nach langer Krankheit stirbt die Mutter. Doch auf einmal erbt der ungeliebte Onkel, weil sich kein anderer Angehöriger um das Testament gekümmert hat. Solche Szenarien sind keine Seltenheit, sondern passieren Tag für Tag – in Deutschland und im Ausland. Wir organisieren tagtäglich unser Leben, aber nicht unser Ableben. Einen Unfall oder gar den eigenen Tod hat niemand auf seiner To-do-Liste stehen. Tritt der Notfall ein, regiert das Chaos. Ein Vertriebspartner des Bund der Auslands-Erwerbstätigen wurde daher aktiv und erstellte einen Notfallfahrplan.

Prof. Dr. Dieter Frey: Durch ethikorientierte Führung zum Erfolg

Immanuel Kant, Hans Jonas und Karl Popper stehen für Philosophien, die für den Erfolg von Organisationen relevant sind. Prof. Dr. Dieter Frey führt anhand dieses philosophischen Dreiecks aus, inwiefern Menschenwürde, ethikorientierte Führung und Exzellenz zusammen hängen und mit welcher Philosophie Führungskräfte welchem dieser drei Aspekte Nachdruck verleihen.

Bildungsmanagement à la Carte

Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden- Franken (KIVBF) hat auf eine neue Seminarsoftware der Easysoft GmbH umgestellt. „Wir sind kundenfreundlicher und effektiver geworden“, urteilt Maria Blaeß, die seitens der KIVBF maßgeblich an der Einführung beteiligt war. Bisher wurden bereits 13.000 Teilnehmer mit der neuen Software betreut.

Zielvereinbarungssystem mit System

Zielvereinbarungssysteme sind in vielen Branchen zu effektiven Motivations- und Führungsinstrumenten geworden, die verbunden mit Ihren Unternehmenszielen einen hohen Wirkungsgrad haben. Doch ist es alles andere als einfach, bei der Vielzahl von Vereinbarungen und Zielen ein Beurteilungssystem zu bieten, das sowohl aus Personen als auch aus Organisationssicht funktioniert.

TU Dresden bittet um Studienbeteiligung: Tools, Tools und noch mehr Tools? … Brauchen wir noch mehr Instrumente im Personalmanagement, um den demografischen Wandel zu bewältigen?

Der demografische Wandel ist omnipräsent. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung, Fachkräftemangel, überalterte Belegschaften berichtet wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung betonte im Wissenschaftsjahr 2013 dabei vor allem die Chancen des demografischen Wandels – vorausgesetzt wir stellen uns rechtzeitig darauf ein und gestalten ihn entsprechen (http://www.demografische-chance.de). Kein Unternehmen käme dabei an den Veränderungen vorbei, da die objektiv feststellbare Entwicklung der Geburtenrate unweigerlich zu Personalengpässen und zur Überalterung des Erwerbspersonals führt. Unternehmen der Privatwirtschaft als auch Organisationen aus dem öffentlichen Bereich sind quasi gezwungen, sich mit der Thematik „Demografiemanagement“ auseinanderzusetzen, wenn sie mittel- bis langfristig am Markt bestehen wollen. Auch Instrumente, best practices, Handlungsempfehlungen, Leitfäden, „Goldene Regeln“ und Schulungsmöglichkeiten sind in der „Toolbox Demografiemanagement“ (Deller et al. 2008 ) reichlich vorhanden und stehen häufig unentgeltlich zur Verfügung (z. B. http://demographie-netzwerk.de, www.fachkraefte-toolbox.de). Eigentlich sollten Unternehmen und Organisationen damit doch gut gerüstet sein? Doch wie sieht es in der betrieblichen Praxis wirklich aus? Wie sehen es die Betroffenen selbst? Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel tatsächlich für die Unternehmen? Und wenn er Auswirkungen hat, wie reagieren Personalmanager darauf? Welche Instrumente und Tools sind aus Ihrer Sicht sinnvoll? Brauchen wir neue, andere Instrumente? Diese Fragen untersucht aktuell eine Studie der Professur für BWL, insb. Organisation der TU Dresden. Als Personalmanager sind Sie herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Die Säulen des Selbstwertgefühls: Die Autonomie und Selbstwirksamkeit junger Mitarbeiter stärken

Der US-amerikanische Psychologe und Bestseller-Autor Nathaniel Branden veröffentlichte in 2005 ein Grundsatzwerk über die Säulen des Selbstwertgefühls. Als Anlass dafür nahm er die Tatsache, dass der weltweite Arbeitsmarkt immer weniger Jobs für ungelernte und handwerklich begabte Arbeitskräfte bereitstellt und die, auf Informationsgeschäften basierende Gesellschaft nach einem speziellen Menschenschlag verlangt. Mehr denn je bräuchte der berufstätige Mensch daher ein starkes Selbst. Dieses aufzubauen – daran haben schon ältere Arbeitnehmer zu knabbern, für junge Mitarbeiter ist es aber nahezu unmöglich, wenn sie dafür keine Rolemodels und Unterstützung erleben und erfahren. Doch gerade sie brauchen all das, denn ihre Zukunft wird um einiges radikaler anders sein, als die alterstechnisch fortgeschrittener Generationen. Dieser Beitrag zeigt anhand von Brandens Aussagen und denen der Schweizer Psychologin Verena Kast, welche Entwicklungsschritte junge Menschen gehen müssen, um zu einem starken Selbstwertgefühl zu gelangen. Und er benennt Stichpunkte, an denen sich ein starkes Selbst erkennen lässt.

HR-Report zur Frauenförderung in Unternehmen

Vor allem für Führungskräfte im HR-Bereich ist Frauenförderung in Unternehmen wichtig. Eine Studie zeigt den Status quo von Frauen in Führungspositionen sowie Instrumente zur Frauenförderung auf und zeichnet ein Meinungsbild zur Frauenquote.
Der HR-Report 2013/2014 der Hays AG behandelt in diesem Jahr neben zentralen Fragestellungen in Bezug auf die Unternehmens- und Personalpolitik vor allem die Frauenförderung als Schwerpunktthema. Für die Online-Befragung konnten 550 Entscheider aus Unternehmen gewonnen werden, 60 % davon stammen aus Deutschland, die restlichen überwiegend aus Österreich und der Schweiz.

Von Studium auf Beruf umzusteigen bedeutet Persönlichkeitsveränderung

Der Start in das Berufsleben ist für Studenten oft mit einschneidenden Veränderungen in ihrem Leben verbunden: Ein Wohnortwechsel, die daraus entstehende Einsamkeit und die straffen Hierarchien am neuen Arbeitsplatz sind nur Bruchteile von Herausforderungen, denen sich junge Absolventen stellen müssen. Simon Hahnzog – inzwischen Professor der Wirtschaftspsychologie und Berater – hat in seiner Dissertation, die 2011 im Herbert Utz Verlag erschien, diesen Veränderungsprozess untersucht und Lösungsansätze entwickelt, die künftigen Berufseinsteigern die Übergangsphase erleichtern sollen. HRM.de stellt die Kernsätze der Hahnzogschen Schrift vor, um zu zeigen, was Berufseinsteiger bewegt und welchen Weg sie gehen müssen.

Aufruf: Partner der privaten Cusanus-Hochschule werden und Unterstützung erfahren

Gegenwärtig entsteht in Deutschland eine neue Hochschule für eine traditionsbewusste und zugleich zukunftsgestaltende Lehre und Forschung: die Cusanus Hochschule in Gründung. Erfahren Sie, wie Sie mit dieser neuen Bildungsstätte im Interesse der Personalentwicklung Ihres Unternehmen selbst wachsen und unterstützt werden können.

Mittelstand ist nicht Konzern: Persönlichkeiten für KMUs ausbilden – private Cusanus-Hochschule im Aufbau

Es ist wie eine einfache Dezimalrechnung: Laut Institut für Mittelstandsforschung (IfM) zählen über 99 Prozent aller Unternehmen zum deutschen Mittelstand. Dieser beschäftigt laut letzter IfM-Erhebung in 2011 knapp 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dadurch, dass nun die Belegschaften und die Führung unverhältnismäßig altern, stehen viele Betriebsübergaben an. Die Eigentümer oder Geschäftsführer hoffen, ihr Werk in die Hände von Nachwuchskräften legen zu können. Berater halten den Betroffenen entgegen, dass der Mittelstand sich dringend um die so genannten High Potentials aus akademischen Reihen bemühen müsste und noch nicht verstünde, den großen Kooperativen Personal abzuwerben. Diese Sicht hat einen Haken: Die Arbeit im Mittelstand erfordert andere Persönlichkeiten als Konzernkarrieren. Das ist das Urteil von Mittelständlern, mit denen Prof. Dr. Silja Graupe, Professorin für Ökonomie und Philosophie und Prof. Dr. Harald Spehl, Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Stadt und Regionalökonomie, gesprochen haben. Beide sind Mitglieder des Gründungsteams, das eine neue Bildungsstätte in privater Trägerschaft aufbaut: Die in Gründung befindliche Cusanus-Hochschule in Bernkastel-Kues soll die KMU-Wirtschaft darin unterstützen, Persönlichkeiten für ihre besonderen Bedürfnisse auszubilden. Und zwar unter der Maßgabe von Prinzipien der Nachhaltigkeit, Ethik und ökonomischen Selbstbestimmung. In den vier Startstudiengängen könnten künftig 300 Studierende eingeschrieben sein.

Der HR Interim Manager. Pragmatischer Business Partner mit Beratungsexpertise

Manager und Berater sollen sich verändern: Mehr Verantwortungsbewusstsein, mehr Taten statt Ansprachen. Dieser Aufruf geht dieser Tage durch die Medien. Interim Manager sind davon mittelbar betroffen. Viele von ihnen handeln bereits verantwortungsvoll, indem sie pragmatisch handeln. Diese Eigenschaft ist ihr Steckenpferd. Allerdings heißt pragmatisch bei den schwarzen Schafen der Branche auch: Sie hinterlassen mit ihrem kurzsichtigen Aktionismus verbrannte Erde. Dieser Beitrag zeigt, was sinnvoller Pragmatismus im Interim Management eigentlich bedeutet. Und er belegt, warum Interim Manager Rolemodels für den geforderten Wandel sein könnten.

Sales Compensation

10 Erfolgsfaktioren einer erfolgreichen Vertriebsvergütung.

Die Unterlage beschreibt die wesentlichen Erfolgsfaktoren zur Ausgestaltung einer Vertriebsvergütung auf Basis der immer wieder vorzufindenden Defizite

Change-Projekte führen, wie ein Dirigent sein Orchester

Change-Projekte haben in Unternehmen in der Regel einen extrem hohen Stellenwert und ihr Erfolg ist fast immer von großer Bedeutung. Moderne HCM Software unterstützt den verantwortlichen Manager dabei, sein Team professionell zu dirigieren.
Gerade weil Change-Projekte von so großer Bedeutung sind, spielt die Art und Weise des Projektmanagements, die Umsetzungsqualität der handelnden Personen oder der Einsatz von Controlling-Mechanismen eine extrem hohe Rolle für das Gelingen von Veränderungen. Die Strategien der Unternehmen, die Prioritäten des Tagesgeschäfts und der Leistungsdruck, der diesen Projekten oft innewohnt, machen derartige Vorhaben dabei nicht gerade einfacher.

SERIE | PAUL WATZLAWICK LESEN: Auf Befehl etwas spontan zu tun ist ebenso unmöglich, wie etwas vorsätzlich zu vergessen oder absichtlich tiefer zu schlafen. (3)

Hand auf das Herz, so haben wir alle schon einmal gedacht: Warum sind unsere lieben Mitarbeiter nicht so, wie wir sie uns vorstellen? Spontan sollten sie zum Beispiel sein. Oder sie könnten sich freiwillig und unaufgefordert für eine Sache einsetzen. Was banal und schnell gedacht ist, hat durchaus Tiefgang, wenn wir es kurz bedenken: Sind unsere Forderungen denn überhaupt erfüllbar? Nein, das merken wir vor allem dann, wenn wir unsere Gedanken Frau Müller oder Herrn Meister am Arbeitsplatz direkt vorsetzen. Paul Watzlawick hat die Eckpunkte unserer kommunikativen Einbahnstraße ausgemacht: Weil wir unsere Wünsche paradox – also widersprüchlich – denken und ausdrücken, sind sie für unser Gegenüber unerfüllbar.

Zwischenruf: Lernziel „Unternehmerisch denken und handeln“

Unternehmerisch denkende und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter – das wünschen sich viele Unternehmensführer offiziell. Doch faktisch befürchtet manch Führungskraft: Wenn jeder Mitarbeiter einfach das macht, was er für richtig hält, bricht im Betrieb Chaos aus. Außerdem erwarteten viele Unternehmen von ihren Mitarbeitern jahrzehntelang primär, dass sie gehorsam die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen. Das taten diese denn auch. Wenn unternehmerisches Denken und Handeln in einer Organisation verankert werden sollen, dann müssen zunächst die obersten Führungskräfte umdenken.

Unternehmensentwicklung mit den Mitteln der Kunst

Globalisierung und die Wandlung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sortieren die Hitliste der beruflichen Kernkompetenzen neu: Kreativität, Kooperationsfähigkeit und Selbstorganisation erobern die oberen Ränge. Das erfordert neue Methoden der Personalentwicklung. Was kann die Wirtschaft dabei von der Kunst lernen?

Deutsche Nationale Kontaktstelle (NKS) für OECD-Leitsätze schließt drei Beschwerdeverfahren ab

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat in einer Presseaussendung vom 16.06.2014 bekannt gegeben, dass die Deutsche Nationale Kontaktstelle (NKS) für OECD-Leitsätze drei Beschwerdeverfahren abgeschlossen hat. Dabei konnte in zwei von drei Verfahren eine Einigung zwischen den Parteien erreicht werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel begrüßte dies: “Der Abschluss der drei Fälle zeigt die zunehmende Bedeutung der OECD-Leitsätze für die Sensibilisierung multinationaler Unternehmen für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln.” Mehrere indonesische Gewerkschaften hatten Beschwerde eingereicht erstens gegen den weltweiten Industrieverband IndustriALL sowie zweitens gegen eine indonesische Tochtergesellschaft des Unternehmens HeidelbergCement. Die dritte Beschwerde führte eine pakistanische Gewerkschaft gegen die Metro AG.

Kommentar: Erhebungsmethoden der Competitive Intelligence: Die Rechtsgrundlage des Esomar Codex

Der Esomar Kodex regelt, dass bei jedem Interview der Auftraggeber zu nennen ist. Denn der Befragte muss über den Zweck des Interviews aufgeklärt, darf nicht irregeführt und sein Vertrauen nicht missbraucht werden. Die IHK Industrie- und Handelskammer trägt diesen Kodex mit, für seine Übertragung nach Deutschland wurde damals das Bundesverdienstkreuz an Dr. Klaus Haupt verliehen.

Anmerkung der HRM.de-Redaktion: Wir veröffentlichen diesen Beitrag mit freundlicher Genehmigung von „planung & analyse – Fachzeitschrift für Marktforschung und Unternehmensberatung“, in welcher der Kommentar erstmals erschien. Die Lektüre nützt sowohl Anbietern des HR-Marktes als auch Personalern in ihrer Funktion als Käufer von Dienstleistungen.

Flugreise: Verspätete Koffer bringen nur angemessenen Kleiderersatz

Treffen durch Verschulden der Airline die Koffer von Reisenden erst verspätet am Zielort ein, haben sie Anspruch darauf, von der Fluggesellschaft neu eingekleidet zu werden, jedoch nur in begrenztem Umfang. Das macht ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt deutlich (Az.: 29 C 2518/12).

Unwirksamkeit einer Kündigung trotz Interessenausgleich mit Namensliste

Das LAG Hamm hat mit Urteil vom 10.12.2013 (9 Sa 689/13) die Kündigung eines Arbeitnehmers, der in einem Interessenausgleich mit Namensliste genannt wurde, gleich aus mehreren Gründen für unwirksam erklärt. Diese Entscheidung zeigt besonders deutlich, welche Schwierigkeiten selbst beim Abschluss eines Interessenausgleichs mit Namensliste entstehen können.

Brandaktuelle Rechtsprechungsänderung zu Urlaubsansprüchen von verstorbenen Arbeitnehmern

Was passiert mit Urlaubsansprüchen von verstorbenen Arbeitnehmern? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat hierüber am 12.06.2014 entschieden und eine neue Guideline aufgestellt. Im Ergebnis nun klar: Wenn ein Arbeitnehmer stirbt und noch Urlaubsansprüche hat, die nicht genommen wurden oder verfallen sind, erbt dies der oder die Erben. Der Urlaubsanspruch wird als finanzieller Anspruch in Geld umgerechnet und muss den Erben ausbezahlt werden.

Personaldaten in der Cloud – was ist beim Abschluss der EU-Standardvertragsklauseln mit Cloud-Anbietern außerhalb Europas zu beachten?

Recruiting-Plattformen, Zeiterfassungssysteme oder Reisekostenabrechnungstools – immer mehr Software-Lösungen für den HR-Bereich basieren auf cloudbasierten Lösungen. Die Vorteile für Unternehmen sind klar: Kostenreduktion durch Auslagerung von komplexen IT-Systemen und Schaffung von mehr Flexibilität. Zwar gibt es viele deutsche bzw. europäische Unternehmen, die cloudbasierte Lösungen im Personalbereich anbieten, jedoch sind einige attraktive Angebote auch außerhalb Europas lokalisiert. Die Frage die sich hier für Unternehmen stellt: Wie können cloudbasierte Softwarelösungen im Personal-/Recruiting-Bereich datenschutzkonform genutzt werden? Dieser Beitrag diskutiert unter anderem EU Standardvertragsklauseln zur Auftragsdatenverarbeitung und liefert Arbeitshilfen.

Urlaubsabgeltung nach dem Tod des Arbeitnehmers § 7 Abs. 4 BUrlG; § 1922 Abs.

§ 7 Abs. 4 BUrlG; § 1922 Abs. 1 BGB;
Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG

Endet das Arbeitsverhältnis wegen des Todes des Arbeitnehmers, geht der Urlaubsanspruch unter und kann sich nicht in einen Abgeltungsanspruch i. S. v. § 7 Abs. 4 BUrlG umwandeln. Dies gilt unabhängig davon, ob der Urlaubsanspruch zum Zeitpunkt des Todes rechtshängig war.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 12. März 2013 –
9 AZR 532/11

Darlegungs- und Beweislast bei Überstundenvergütung

§§ 611, 612 BGB

1. Der Arbeitnehmer muss bei der Geltendmachung von Vergütungsansprüchen für geleistete Überstunden darlegen und beweisen, wann er Überstunden geleistet hat und dass diese vom Arbeitgeber angeordnet, gebilligt, geduldet oder notwendig gewesen sind.

2. Allein die Anwesenheit des Arbeitnehmers am Arbeitsort begründet keine Vermutung dafür, dass Überstunden zur Erbringung der Arbeitsleistung notwendig gewesen sind.

3. Die widerspruchslose Entgegennahme durch Mitarbeiter des Arbeitgebers von vom Arbeitnehmer eigenhändig angefertigten Stundenzetteln begründet noch keine Kenntnis des Arbeitgebers von geleisteten Überstunden.

(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 10. April 2013 –
5 AZR 122/12

Rezension: Betrieblicher Datenschutz | Rechtshandbuch

Von Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Prof. Dr. Marcus Helfrich und
Prof. Dr. Jochen Schneider (Hrsg.), Verlag C. H. Beck,
München 2014, 1.035 Seiten, gebunden, Preis: 189 Euro

Datensicherheit ist die juristisch notwendige Kehrseite der Informationsgesellschaft – wer wollte das bestreiten? Auch im unternehmerischen Alltag nehmen die Möglichkeiten der Datenweitergabe und Datenvervielfältigung zu – und damit auch die Gefahren, die Hoheit des jeweils Betroffenen über „seine“ Daten zu verletzen. Es gibt nicht nur theoretische Abhandlungen, sondern inzwischen auch zahlreiche an der Praxis orientierte Arbeitshilfen, um den betrieblichen Umgang mit personenbezogenen Daten rechtssicher zu gestalten. Eine davon liegt jetzt in Form eines neuen Handbuchs vor, für das unter der Leitung von drei herausgebenden Professoren zahlreiche Wissenschaftler und Praktiker aus unterschiedlichen Bereichen verantwortlich zeichnen.

Provisionszahlungen bestimmen Elterngeld mit

Das Bundessozialgericht (BSG) hat klargestellt, dass die Zuordnung von Entgelt zu den sonstigen Bezügen im Lohnsteuerabzugsverfahren kein “K.O.-Kriterium” für die Höhe des Elterngelds darstellt. Eine Lehrgangsmanagerin, eine Vertriebsbeauftragte und eine Personalvermittlerin hatten vor dem BSG geklagt. Alle drei Klägerinnen bezogen ein Grundgehalt von ca. 3.000 Euro brutto, das bei der Elterngeldberechnung berücksichtigt wurde.

Commerzbank musste Betriebsrente in der Krise nicht anpassen

Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, die betriebliche Altersversorgung (bAV) ihrer Mitarbeiter nach oben anzupassen, wenn sie davon ausgehen können, dass sie nicht in der Lage sind, die Erhöhung im fraglichen Zeitraum zu erwirtschaften. Mit dieser Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht die Klage eines ehemaligen Mitarbeiters der Dresdner Bank abgewiesen, der seit 1998 eine Betriebsrente bezog. Das Geldinstitut passte die Rente alle drei Jahre an den Kaufkraftverlust an. Als dann die Commerzbank die Dresdner Bank im Jahr 2009 übernahm, brach sie mit dieser Regel.

Supermarktkette muss illegale Werkverträge ausgleichen

Der Supermarktbetreiber Netto Marken-Discount und die Staatsanwaltschaft Regensburg haben sich auf die Einstellung eines Verfahrens wegen umstrittener Werkverträge geeinigt. Netto muss nun insgesamt rund 7,5 Mio. Euro an Staat und Sozialversicherungen zurückzahlen. 4,4 Mio. Euro hat der Discounter bereits an die Staatskasse überwiesen. Diese Summe hat das Unternehmen nach Meinung der Staatsanwaltschaft durch illegale Werkverträge im Vergleich zu den höheren Tariflöhnen gespart.

Lohn- oder Gehaltspfändung: Was Sie Ihrem Mitarbeiter nehmen dürfen

Gerät Ihr Mitarbeiter in Zahlungsschwierigkeiten, ist das seine Privatsache und geht Sie nichts an. Allerdings können Sie betroffen sein, wenn Lohnansprüche gepfändet werden. Sie sollten wissen, was zum Lohn gehört und welche Bezüge nicht pfändbar sind. Auch mit den Begriffen Netto-und Bruttomethode sollten Sie vertraut sein.

Datenschutzprobleme bei Auslandsentsendungen

Auch im Rahmen der Auslandsentsendung von Mitarbeitern sehen sich Personalverantwortliche mit Graubereichen in punkto Datenschutz konfrontiert. Besonders heikel sind Informationen, welche die Gesundheit der entsandten Mitarbeiter (so genannte Expatriates) betreffen. Während Personaler für gewöhnlich niemals Einblick in die Gesundheitsakte ihrer in Deutschland verbleibenden Mitarbeiter erhalten könnten, wissen sie bei Expats – unfreiwillig – unter Umständen ganz genau, unter welchen Krankheiten und Beschwerden diese leiden. Warum ist das ausgerechnet bei Auslandsentsendungen so?

Die Antwort findet sich im Gesetzestext und im Rahmen einer Regelung, die eigentlich die Fürsorge von Expats im Blick hat: Laut Paragraf 17 des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) erhält der gesetzlich oder freiwillig in der GKV versicherte Arbeitnehmer – sowie dessen mitversicherte Angehörige – die Kosten, die während des Auslandsaufenthalts entstanden sind, durch den Arbeitgeber ersetzt. Letzterer wiederum bekommt das verauslagte Geld von der Krankenkasse des Arbeitnehmers erstattet.

Kündigung (2013 | 2014)

Für den Dienstherrn ist die fristlose Kündigung eines freigestellten Mitarbeiters in Altersteilzeit unter gewissen Umständen umsetzbar. Erfahren Sie auch, warum die Gegenleistung eines Arbeitgebers nicht zur Unwirksamkeit eines vereinbarten Klageverzichts führt.

AGG | BAV (2014)

In welchem Fall müssen Sie als Arbeitgeber einen Differenzbetrag zu Leistungen zahlen, welche von der Pensionskasse gegenüber Ihren Mitarbeitern im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge erbracht wurden? Dieser Newssstream weist Sie auf Stolpersteine hin und informiert über ein weiteres Urteil zur Wahrung von Ausschlussfristen im Sinne des AGGs.

Lohn | Zusatzleistungen | Arbeitsverträge (2013 | 2014)

Der Europäische Gerichtshof hat in den letzten Tagen mehrfach zum großen Tusch geblasen: Nachdem er letzte Woche mit einer Entscheidung zur Urlaubsabgeltung im Todesfall die deutsche Rechtslage kippte, hatte er bereits Ende Mai entschieden, dass Arbeitgeber bei der Berechnung des Urlaubsentgelts auch Provisionsansprüche zu berücksichtigen haben. Details zu diesen Urteilen und vielen weiteren liefert Ihnen dieser Beitrag.

Onlinemarketing mit Unternehmensblogs oder mit Facebook?

Wie Onlinemarketing mit Unternehmensblogs und Onlinemarketing mit Facebook die Bekanntheit des Unternehmens sowie die Kundenbindung unterstützt, schreibt der Wuppertaler Internetmarketing-Experte Gunther Wolf in zwei Beiträgen im twago Magazin.

Rezension: “Die kaputte Elite” | Benedikt Herles – Bekenntnisse eines Business School-Absolventen

Benedikt Herles ist Absolvent der renommierten WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Er ist knapp Mitte zwanzig, als er über seine Erfahrungen in der Elitenwelt der Business Schools und Personalberatungen schreibt. Und noch ein IST-Satz: Benedikt Herles ist Sohn des deutschen Journalisten und Schriftstellers Wolfgang Herles – aktuell führt dieser die ZDF-Literatursendung „Das blaue Sofa“. Doch zurück zu seinem Sohn. Dessen Buch „Die kaputte Elite“ erschien letztes Jahr und verursachte ein kleines mediales Erdbeben. Noch nie hatte jemand aus der erlesenen Riege derart mit dem System abgerechnet – auf eine ganz subjektive, weil erfahrungsbasierte Weise.

Götter am Werk – Netzwerke im Business School-Walhalla

Wenn sich zwei verabreden, tippt der Dritte beim Ratespiel daneben. Das Ratespiel lautet „Zukunft“. Die wird aber eigentlich nie getippt, sondern immer am großen Kartentisch ausgehandelt. Ihren Mitmenschen sagen solche Spieler, dass das Leben dadurch sicherer wird. Weniger spannend erscheint vielen von ihnen, dass bei dieser Methode viele Leute über Bord gehen. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das erzählen die Regenten also nicht. Die Rede ist von Eliten, die sich in Netzwerken von Business Schools zu allen möglichen Themen verabreden: Digitalisierung, Bevölkerungsumschichtungen, Marktbewegungen und Co. Es ist 2014 und Lobby war mal – jetzt gibt´s Netzwerke. HRM.de hat ein paar elitäre Epizentren zusammengestellt. Stellen Sie sich nach der Lektüre doch mal vor, Sie als Personaler wollten – quasi als HR Business Partner – eine Meinung zu einem personaltechnischen Schachzug so einer Kontaktbörse abgeben. Hören Sie das Knirschen? Genau: Darüber reden Leute wie Thomas Sattelberger und werden dabei nicht müde. Aber lesen Sie selbst.

Ideen-Scout: Juni 2014

Wir haben für Sie die erste Nummer der “SPIEGEL JOB” für 2014 gelesen und greifen eine Dissertation auf, welche in einem ihrer Artikel zitiert wurde und der Frage nachgeht, ob und wie der Start ins Berufsleben die Persönlichkeitsstruktur eines Einsteigers verändert. Wir stellen Ihnen die überraschenden Ergebnisse der Forschungsarbeit vor. Und wir präsentieren Ihnen unseren Lektüreindruck des Beitrags über Job-Tandems, von denen wir meinen, dass sie künftig als alternatives Arbeitsmodell die Arbeitswelt revolutionieren könnten. Lesen Sie jetzt rein. HRM.de empfiehlt den Erwerb des Heftes.

Goldfischbecken ganz groß: Politiker führen und lehren in Business Schools und Privatunis

Sie gelten zwar als Privatschulen, doch werden oft genug doch vom Staat und damit vom Steuerzahler gestützt: Viele Business Schools (BS) wären ohne Support aus politischen Reihen weit entfernt vom Elitentum. Andersrum möchte die Politik künftige Wirtschaftslenker an ihren Wiegen kennenlernen, bzw. selbst Leute rekrutieren. Da wundert es nicht, dass viele promovierte Politgrößen als Vortragende, Rektoren und Professoren in den Kaderschmieden antreten. Außerdem erarbeitet so manche Business School für Ministerien Gutachten zu wirtschaftlichen Cases. Für derlei Aufträge ist ein heißer Draht in Regierungskreise vorteilhaft. HRM.de stellt einige Persönlichkeiten mit BS-Funktionen vor. Anmerkung: Selbstverständlich lehren Politiker auch im öffentlichen Hochschulwesen.

Suchen & Gefunden werden

Erfolgreiche mittelständische Unternehmen brauchen regelmäßig neue Fach- und Führungskräfte.
Warum das so ist? Weil sie entweder wachsen und deshalb mehr qualifizierte Mitarbeiter benötigen oder weil sie die ganz normale Fluktuation, also den „natürlichen“ Mitarbeiterverlust durch Kündigung, Erreichen der Altersgrenze etc. ausgleichen müssen.
Das war in der Vergangenheit so, ist heute so und wird sich vermutlich auch nicht so bald ändern. Was sich allerdings bereits dramatisch verändert hat, ist der Arbeitsmarkt.
• Es gibt weniger junge qualifizierte Mitarbieter
(Stichwort: demographischer Wandel)
• Die Anspruchshaltung potenzieller Mitarbeiter hat sich gewandel
(Stichworte: Genereation Y, Work-Life-Balance)
• Die durchschnittliche Verweildauer im Unternehmen nimmt ab
(Stichwort: Flexibilisierung)
Und was sich ebenfalls dramatisch verändert hat sind das Informationsverhalten der Menschen und die Informationsmöglichkeiten über Arbeitgeber und Stellenangebote.

BGM ist Chefsache

Arbeitsbedingte Erkrankungen verursachen jährlich Produktionsausfälle in Milliardenhöhe. Trotzdem orientiert sich in manchen Unternehmen die Gesundheitsvorsorge immer noch rein an gesetzlichen Vorgaben oder Fehlzeiten. Weiterbildungen für Führungskräfte können helfen, das Thema Gesundheit stärker in den Fokus zu rücken.

[Auszug]
Eine repräsentative Befragung von Gesundheitsförderung Schweiz in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen bei den 1200 umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz zeigt: In der Wahrnehmung des Top-Managements spielt das Thema Gesundheitsförderung offenbar keine bedeutende Rolle. Dennoch gibt es ein steigendes Interesse, sich im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) weiterzubilden. Stressmanagement ist dabei das am häufigsten erwähnte Themenfeld. Steigen Personalkosten durch Krankheitsausfälle oder Fluktuationen, haben Unternehmen auch ein wirtschaftliches Interesse, hier vermehrt aktiv zu werden.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2014

SERIE | PAUL WATZLAWICK LESEN: Der Versuch, eine Lücke zu schließen, ist das Problem. (2)

Als Führungskräfte müssen wir uns für die Fragen von Mitarbeitern und Vorgesetzten oder Kunden buchstäblich auf die Suche nach Antworten begeben. Im Ergebnis sollen unsere Lösungen zu den auftretenden Problemen passen, wie ein verlorenes Puzzleteil zum Ganzen eines Puzzles. Diese Suche ist oft genug beschwerlich. Aber warum eigentlich, ist uns das bewusst? Und wie oft passiert es, dass die angestrebten Lösungen zum Problem werden? Paul Watzlawick hätte mit viel Wortwitz geantwortet: Der Versuch, eine Lücke zu schließen, ist das Problem. Diese Versuche regieren – ob Sie es glauben oder nicht – faktisch den Alltag des Suchens.

Arbeitsverhältnis ruht – was passiert mit dem Urlaub? BAG schafft Diskussionsstoff mit neuer Entscheidung

Seit Jahren ist die Frage umstritten, was mit dem Urlaub von Arbeitnehmern passiert, deren Arbeitsverhältnis ruht. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einer neuen Entscheidung vom 6. Mai 2014 – 9 AZR 678/12 hierzu erneut Stellung bezogen. Der Fall betrifft im Konkreten die Frage, ob bei einer Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz der Urlaubsanspruch entsteht, obwohl der Arbeitnehmer nicht arbeitet. Der Volksmund spricht nämlich oft vom “verdienten” Urlaub. Doch muss Urlaub wirklich verdient werden? Die Entscheidung des BAG hat Signalcharakter für andere Arten des Ruhens des Arbeitsverhältnisses, wie zum Beispiel im Fall von Dauerkrankheit, Sabbatical oder Kurzarbeit.

Kongressbericht: Arbeitsrecht 2014

Die Zeitschrift Arbeit und Arbeitsrecht veranstaltete auch in diesem Jahr gemeinsam mit der GDA | Gesellschaft für Marketing und Service der Deutschen Arbeitgeber den „Kongress Arbeitsrecht“. Am 25. und 26. Februar trugen zum neunten Mal namhafte Referenten zu aktuellen Praxisfragen des Arbeitsrechts vor. (Anmerkung der HRM.de-Redaktion: Die Autoren sind Beschäftigte des BDA und erläutern die wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung. | HRM.de dankt Arbeit und Arbeitsrecht für die Publikationserlaubnis).

Unklarheitenregel und Freiwilligkeitsvorbehalt

§ 305c Abs. 2 BGB

1. Wird ein 13. Monatsgehalt im Arbeitsvertrag als „freiwillige Leistung“ bezeichnet, reicht dies für sich allein nicht aus, um einen Zahlungsanspruch des Arbeitnehmers auszuschließen.

2. Die Unklarheitenregel des § 305c Abs. 2 BGB ist mit der Folge eines unbedingten Zahlungsanspruchs anzuwenden, wenn die Auslegung einer formulararbeitsvertraglichen Regelung zumindest zwei Ergebnisse als vertretbar erscheinen lässt und keines der beiden den klaren Vorzug verdient.

3. Eine Vertragsregelung, wonach „die Zahlung eines 13. Gehalts eine freiwillige Leistung der Firma ist, die anteilig als Urlaubs- und Weihnachtsgeld gewährt werden kann“, ist unklar i. S. d. § 305c Abs. 2 BGB.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 17. April 2013 – 10 AZR 281/12

Erhebung einer Kündigungsschutzklage und echte Druckkündigung

§§ 1, 4 KSchG

1. Eine Kündigungsschutzklage ist ordnungsgemäß erhoben, wenn sich aus ihr ergibt, dass der Kläger sich gegen die Kündigung wehren will und für welchen Arbeitgeber er tätig ist.

2. Der Inhalt der Klageschrift ist als Willenserklärung großzügig auszulegen. Dies gilt auch bei anwaltlicher Vertretung.

3. Eine echte Druckkündigung ist Ausdruck eines vom Arbeitgeber verstandenen betrieblichen Erfordernisses.

4. Die Wirksamkeit einer echten Druckkündigung setzt nicht den Wegfall des konkreten Beschäftigungsbedarfs für den gekündigten Arbeitnehmer voraus.

(Leitsätze der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 18. Juli 2013 – 6 AZR 421/12

Handbuch der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Sozialrecht, Prozess- und Kostenrecht,
Verfahrensrecht, Familienrecht,
Ausländerrecht, Verwaltungsrecht
Von Dr. Björn Harich (Hrsg.), Verlag C. H. Beck,
München 2014, 875 Seiten, Preis: 99 Euro

Die in den letzten Jahren erfolgte – und leider immer wieder veränderte – Grundsicherung für Arbeitsuchende geht auch das Personalmanagement von Betrieben an. Denn mit dem Modell der „Aufstocker“, also derjenigen Personen, die über das ihnen gezahlte Arbeitsentgelt ergänzende Sozialleistungen erhalten, entstehen auch für Personalabteilungen Abgrenzungs- und Beratungsfragen.

Sozialgesetzbuch IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

Von Dirk H. Dau, Prof. Franz Josef Düwell und
Prof. Dr. Jacob Joussen (Hrsg.),
Nomos Verlagsgesellschaft, 4. Auflage,
Baden-Baden 2014, 1.362 Seiten,
gebunden, Preis: 98 Euro

Der Kommentar von Dau/Düwell/Joussen zum SGB IX ist in der vierten Auflage erschienen. Die Herausgeber beklagen die Untätigkeit des Gesetzgebers im Teilhaberecht und betonen, dass der Kampf um das Recht jetzt vor den Gerichten stattfindet. Deshalb widmen sie sich vor allem den Rechtsprechungsänderungen in den letzten drei Jahren seit der Vorauflage.

Datenschutzrechtliche Grenzen bei sozialen Netzwerken: Recruitment-Services

Seitdem sich Ende der 50er-Jahre auch in Deutschland die Investition in Personalberatungs-Unternehmen durchgesetzt hat, hat die Recruiting-Branche ständig an Bedeutung gewonnen. Fanden zuvor die allermeisten Arbeitgeber ihr Personal noch in den eigenen Reihen, ist es mittlerweile üblich, Berater oder unternehmensinterne Recruiting-Abteilungen mit der Recherche nach neuen Mitarbeitern zu betrauen.

Arbeitsverträge (2013 / 2014)

Erfahren Sie, durch welche Maßgaben ein nachvertragliches Wettbewerbsverbotes für Arbeitnehmer unverbindlich wird und wie ein faktisches Arbeitsverhältnis trotz Vetos eines Mitarbeiters gegen einen Übergang seines Arbeitsverhältnisses im Rahmen eines Betriebsübergang auf den Erwerber begründet wird.

Urlaub | Rente | Vorstand (2014)

Bei der Kürzung eines Urlaubsanspruches im Falle eines ruhenden Arbeitsverhältnisses haben Sie keinen Spielraum: Die Kürzung ist gesetzlich grundsätzlich nicht vorgesehen. Details dazu sowie weitere Urteile erfahren Sie aus diesem Beitrag.

Recruiting (2014)

Angenommen, ein Bewerber stellt Sie auf die Probe und schickt Ihnen parallel zu seiner Präsentationsmappe eine fiktive Bewerbung einer Person, die jünger ist als er. Sie laden nur diese fiktive Person zum Gespräch. Kann der Bewerber Sie nun auf Entschädigung verklagen? Lesen Sie die Lösung an dieser Stelle nach.

Betriebsrat (2013 / 2014)

Dieser Newsstream informiert Sie über neue Gesetzgebungen zum Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates bei Umbaumaßnahmen, Krankenrückkehrgesprächen sowie Abmahnungen.

Welche Rentenansprüche Deutsche im Ausland haben

Wer für eine gewisse Zeit oder dauerhaft ins Ausland geht, muss nicht zwangsläufig um seine Rentenansprüche fürchten. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin. So sorgen etliche Sozialversicherungsabkommen dafür, dass insbesondere bei einem Job in einem Staat der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR: Norwegen, Island, Liechtenstein) oder in der Schweiz keine Lücken für die Altersvorsorge entstehen. Dasselbe gilt für Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat.

Zulässigkeit eines elektronischen Fahrtenbuches: Die Technik schreitet voran

Zur privaten Nutzung freigegebene Firmenwagen sind bei Beschäftigten äußerst beliebt. Schließlich stellt ihnen der Arbeitgeber meist geräumige Fahrzeuge zur Verfügung, die alle paar Jahre ausgetauscht werden. Der Gedanke an die steuerlichen Konsequenzen steht dabei meist an zweiter Stelle, obwohl es sich um einen geldwerten Vorteil handelt. Für dessen Berechnung hat der Gesetzgeber zwei Varianten zugelassen: Die pauschale 1%-Regelung oder die individuelle Fahrtenbuchmethode. Mit der zunehmenden Technisierung stellt sich die Frage, ob auch die deutlich bequemeren elektronischen Fahrtenbucher den Anforderungen der Finanzverwaltung genügen.

Mindestlohn mit Ausnahmen

Der Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles zum Mindestlohn steht und wurde vom Kabinett bestätigt. Damit gilt der Mindestlohn zwar für alle Branchen, aber nicht für alle Personengruppen. Junge Menschen und Langzeitarbeitslose können von der Regelung ausgenommen werden.

Auch ohne Ehe Geburtsurlaub

Auch wenn ein Mann mit der Kindsmutter nicht verheiratet ist, hat er anlässlich der Geburt Anspruch auf Sonderurlaub, so das Verwaltungsgericht Berlin. Ein Kriminalbeamter beantragte 2011 einen Tag Sonderurlaub, da die Geburt seines Kindes anstand. Mit der Mutter war er nicht verheiratet. Der Antrag wurde abgelehnt.

Gewerkschaften: Verfassungsrichter billigen Flashmob-Aktionen

Gewerkschaften dürfen im Arbeitskampf weiterhin auf sogenannte Flashmob-Aktionen setzen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage eines Arbeitgeberverbandes gegen gewerkschaftlich organisierte, streikbegleitende Flashmobs im Einzelhandel nicht zur Entscheidung angenommen.

Virtual Power Teams – Portfolio

1. Keynote “Virtual Power Teams – wie Sie virtuelle Teams aufbauen und erfolgreich führen?”
Video English : http://www.youtube.com/watch?v=qh0mi15nD9g
Video Deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=u-roQ3ADPpQ
Dauer: 1 Stunde.

2. Executive Coaching
Bei einem zweitägigen Executive Coaching schaffen Sie die Grundlage für ein erfolgreiches Virtual Power Team.

3. Team Coaching
Weiterhin bietet Peter Ivanov ein längerfristiges Coaching an und unterstützt Manager in virtuellen Teams dabei, das besprochene Konzept Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen.

Die Erfahrung der eigenen Kindheit zur Mitarbeiterführung nutzen

Können Sie sich noch daran erinnern, welches Glück Sie als Kind oder junger Erwachsener empfunden haben, wenn Sie eine gute Schulnote in einer Klassenarbeit oder Zeugnis erreicht haben? Die folgende Annerkennung einer nahe stehenden Person durch ein Lob hat Sie in Ihrem Tun und Schaffen bestätigt. Wer heute als Erwachsener Kinder hat bekommt immer wieder dieses Empfinden gespiegelt. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen Lob und Anerkennung zu bekommen, um eigene Kraftressourcen nutzen zu können

Ziele formulieren für Dienstleister

Ziele formulieren ist für Führungskräfte von Dienstleistern nicht so einfach wie in der Produktion. Wie sich dennoch auch im Dienstleistungssektor gut Ziele formulieren lassen, ist Thema eines Trainings für Führungskräfte in Nürnberg.

Interim Manager (IM) – Honorare, Mandatsentwicklungen, Branchen

Dr. Vera Bloemer ist Beraterin und Coach am Interim Managementmarkt und hatte in 2008 ein Grundlagenbuch geschrieben: „Top-Kräfte auf Zeit: Aufgaben – Auswahl – Kosten“. In diesem Werk führte sie 40 Provider, also Dienstleister für Interim Manager (IM) sowie deren Gründungsdaten auf, die in Deutschland inzwischen als Marktführer gelten. Bloemers Aufstellung zeigt, dass die meisten Provider in den 90er Jahren gegründet wurden. Ihre Recherchen belegen, dass die Vereinigung von DDR und BRD dem Interim Management den Weg bereitete. Hunderte Manager auf Zeit gingen nämlich vom Westen in den Osten, um Betriebe auf „West“ umzustellen. In einer zweiten, historischen Phase begleiteten IMs Firmen dabei, in die New Economy einzusteigen. Bloemers Arbeit ist heute noch wegweisend. Aktuelle Fakten liefern die jährlichen Studien der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) und Arbeitskreis Interim Management Provider. HRM.de hat Fakten daraus zusammengetragen. Die überraschende News vorweg: HR ist eine der Funktionen, für welche die meisten Mandate vergeben werden.

Wer haftet im Falle eines schadhaften Projektes für Fehler oder Umsatzverluste: Auftraggeber oder Auftragnehmer (IM)?

Seit Ende der 1980er Jahre ist der befristete Einsatz externer Führungskräfte hierzulande für viele Unternehmen ein probates Mittel geworden, unternehmerische Probleme zu lösen. Unternehmen schätzen an den sogenannten Interim Managern vor allem deren kurzfristige Verfügbarkeit und damit die effiziente und schnelle Besetzung einer meist vakanten Führungsposition, um anstehende Projekte zeitnah umsetzen zu können. Mit der Übernahme eines Mandats als Manager auf Zeit übernimmt der Interim Manager – im Gegensatz zum Unternehmensberater – nicht nur eine wesentlich größere Verantwortung, sondern sieht sich auch einem erheblich höheren Risiko gegenüber. Der entscheidende Unterschied betrifft den haftungsrelevanten Aspekt seiner Arbeit.

Konzept: Mitarbeiter smart führen

In vielen Unternehmen ist das Führen mit Zielen zu einer technokratischen Führungsmethode erstarrt; auch weil viele Führungskräfte nicht wissen, in welchen Punkten Ziele positiv auf die Leistung von Mitarbeitern wirken. Dieser Beitrag liefert zu dieser Thematik ein Konzept.

Und plötzlich haben wir Krise. Wie Interim Manager Familienunternehmer unterstützen

In der Vorbereitung der Firmenübernahme sah alles sehr gut aus. Synergien waren offensichtlich und vereint würden die beiden Unternehmen ihre Marktposition wesentlich verbessern. Zwei Tage nach der Bekanntgabe der Fusion drohte die Blase jedoch zu platzen. Geschäftsführung und Berater hatten die Rechnung ohne die Mitarbeiter gemacht. Ein vorgesehener Standortwechsel führte zu heftigen Protesten und man musste sich umgehend von zwei Managern trennen, die den neuen Kurs nicht mitgehen wollten. Die Handlungsfähigkeit war ausgerechnet in dieser kritischen Phase massiv eingeschränkt. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie es weiterging.

Prüfsteine für Interim Mandate im internationalen Business: Kulturelle Unterschiede meistern – Maßgaben und Prüfpunkte

Ein Realfall: Eine chinesische Tochterfirma soll in ein deutsches Unternehmen integriert und dadurch sollen internationale Teams geführt werden, doch der deutsche Projektleiter verzweifelt beinahe: Chinesische Teammitglieder hinterfragen bereits beschlossene Schritte, setzen keine Vorgaben um und ihre Kollegen im deutschen Headquater verstehen nicht, weshalb. Der Interim Manager führt wiederholt als Projektleiter der Fusion Gespräche mit den Chinesen, um ihr Verhalten zu verstehen. Gelingt ihm keine schnelle Lösung, scheitert seine Mission. Derartige Schwierigkeiten sind im täglichen internationalen Business nahezu normal – Kommunikation, Diskussionen, Absprachen und Umgang mit Planungen sowie Verhalten in Konflikten gelten als die Managementbereiche mit den größten Herausforderungen. Dieser Beitrag schildert aus der Sicht von zwei erfahrenen Interim Managern Hintergründe und gebotene Maßgaben. Diese Stichpunkte sollte ein kompetenter Bewerber für ein Interim Mandat benennen und mit persönlicher Erfahrung belegen können.

Digitalisierung: Toyota will Roboter gegen Menschen austauschen, deutsche Industrie erprobt das Gegenteil

Wussten Sie´s: Das „Wissenschaftsjahr“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Los ging´s vor 14 Jahren im neuen Millenium. Damit die Bevölkerung weiß, was Wissenschaft will und tut, gestalten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft jährlich ein Motto. 2014 nun ist das Kampagnenfenster für die Digitalisierung der Gesellschaft. Und von dieser Koordinate aus gibt es einen Link zur „Industrie 4.0“, einem Projekt der deutschen Bundesregierung. Dieses soll den Produktionsstandort und den Industriemarkt nämlich in die so genannte vierte, also die digitale Revolution begleiten. Erreicht werden soll eine starke Individualisierung von Industrieprodukten unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Großserien-Produktion. Unternehmen und Politik versprechen sich davon, am Puls des Weltmarktes weiterhin zu den Gestaltern gehören zu können. Viele Unternehmen haben diesen Begriff bereits begeistert aufgenommen. So erwägt der Sportartikelhersteller adidas nach einem Bericht des e-commerce-Magazins seine Produktion im fernen Osten zurückzufahren, um in der Nähe des Kunden in Minifabriken zu produzieren. Industrie 4.0 weckt Begehrlichkeiten im Management und setzt HR unter Druck, sich mit der Digitalisierung zu befassen. Denn eines ist klar: 4.0 bedeutet für Produktionsmitarbeiter ebenfalls Revolution. Deutschlands Kaderredaktionen „personalmagazin“ und „Personalwirtschaft“ veranstalten auf der PERSONAL Süd 2014 am 21. Mai Podiumsdiskussionen zu Digitalisierung und Industrie 4.0. HRM.de hat Links zur Vorbereitung zusammengestellt und nennt die Messetermine.

Heimliche Überwachungsmaßnahmen des Arbeitgebers

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte sich in letzter Zeit mehrfach mit der Thematik der Zulässigkeit von Beweisen im Zusammenhang mit heimlich vom Arbeitgeber erlangten Informationen beschäftigt. Diese wurden zur Begründung von Kündigungen vom Arbeitgeber vorgebracht. Die Frage ist hierbei, ob alles, was der Arbeitgeber weiß, auch in einem arbeitsgerichtlichen Prozess berücksichtigt werden darf? Das BAG hat die Grenzen der heimlichen Beweisbeschaffung und -verwertung in 2013 der Praxis deutlich vor Augen geführt. Dieser Beitrag stellt die wesentlichen Grundsätze der aktuellen Rechtsprechung dar.

Datenschutz-Tipp: Wussten Sie schon, warum der Unternehmenssitz eines Cloud-Anbieters relevant für Ihren Datenschutz ist?

Die Cloud. Ein heute allgegenwärtiger Begriff, der sich seinen Weg in alle Lebens- und Geschäftsbereiche gebahnt hat. Leider gibt es noch immer viele, zum Teil auch berechtigte Missverständnisse, wenn es um den Schutz personenbezogener Daten in der Cloud geht. Auch wenn die Akzeptanz, SaaS-Anbietern Daten anzuvertrauen in Unternehmen wie auch im Privaten wächst, liegt ein korrekter und verantwortungsbewusster Umgang mit Daten darin, wie Details gestaltet werden. Ein Beispiel.

Keine Rückzahlung von Fortbildungskosten bei unwirksamer Klausel

§§ 305 Abs. 1, 306 Abs. 2 und 3,
307 Abs. 1 BGB

1. Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die die Rückzahlung von Ausbildungskosten für jeden Fall einer vom Arbeitnehmer ausgesprochenen Kündigung vorsehen, ohne Kündigungen des Arbeitnehmers auszunehmen, die aus Gründen erfolgen, die der Sphäre des Arbeitgebers zuzurechnen sind, benachteiligen den Arbeitnehmer unangemessen und sind nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam.

2. Ist eine Rückzahlungsklausel wegen unangemessener Benachteiligung des Arbeitnehmers nach § 307 BGB unwirksam, kann der Arbeitgeber die Erstattung der aufgewandten Ausbildungskosten regelmäßig nicht nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung nach §§ 812 ff. BGB verlangen. Dem stehen Sinn und Zweck des Rechtsfolgensystems des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen entgegen.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 28. Mai 2013 –
3 AZR 103/12

Kündigung wegen Verweigerung einer ärztlichen Untersuchung

§ 72 Abs. 5 ArbGG;
§ 1 Abs. 2 Satz 1 KSchG;
§ 3 Abs. 4 des Tarifvertrags zur Regelung
der Arbeitsbedingungen bei Nahverkehrsbetrieben
im Land Berlin (TV-N)

1. Der Verstoß gegen eine tarifvertraglich geregelte Pflicht des Arbeitnehmers, bei gegebener Veranlassung auf Wunsch des Arbeitgebers an einer ärztlichen Untersuchung zur Feststellung der Arbeitsfähigkeit mitzuwirken, kann je nach den Umständen geeignet sein, eine Kündigung zu rechtfertigen. Hierbei kann von Bedeutung sein, ob sich der Arbeitnehmer in einem entschuldbaren Rechtsirrtum über seine Mitwirkungspflichten befand.

2. Als Vertrauensarzt i. S. v. § 3 Abs. 4 TV-N kann der Arbeitgeber einen Arzt seines Vertrauens für die Untersuchung bestimmen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn es sich – zumindest in größeren Unternehmen und Behörden – um einen solchen Arzt oder ärztlichen Dienst handelt, der vom Arbeitgeber allgemein für derartige Begutachtungsaufgaben bestellt ist.

3. Der Arbeitgeber hat den nach § 3 Abs. 4 TV-N begutachtenden Arzt nach billigem Ermessen (§ 315 Abs. 1 BGB) auszuwählen. Macht der Arbeitnehmer rechtzeitig vor oder während der Begutachtung begründete Bedenken gegen die Fachkunde oder Unvoreingenommenheit des Arztes geltend, so kann die Achtung billigen Ermessens je nach den Umständen verlangen, dass der Arbeitgeber einen anderen Arzt mit der Begutachtung beauftragt.

BAG, Urteil vom 27. September 2012 –
2 AZR 811/11

Konfliktfeld Homeoffice: Was müssen Arbeitgeber beachten?

Arbeit im Homeoffice gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Bandbreite reicht von komplett ausgestatteten Arbeitsplätzen bis hin zu kleineren Ecken, wo weniger umfangreiche Aufgaben bewältigt werden. Ungeachtet der Ausgestaltung bleibt das Unternehmen für Belange des Daten- und Arbeitsschutzes verantwortlich. Ggf. haben die Beschäftigten einen Anspruch auf Aufwendungsersatz; klare Regelungen vermeiden Konflikte.

Mitarbeitergewinnung im Web 2.0: Was die Generation Y wirklich anspricht

Von Katharina Schlüter, epubli Verlag,
Berlin 2013, 128 Seiten, Preis: 34,95 Euro

Schon wieder eine Studie über Social Media und Employer Branding? Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht über die Chancen von Facebook und Co. für die Rekrutierung von Mitarbeitern und speziell von Anhängern der Generation Y diskutiert wird. Was aber hält diese Generation – die in den 1980er- und 1990er- Jahren Geborenen – davon, wenn Arbeitgeber im Internet auf Nachwuchskräftefang gehen? Web 2.0 und Social Media scheinen der Ausweg aus dem Dilemma zu sein, ist doch das Internet
die zweite Heimat der Vertreter der Generation Y. Ihre Einstellung gegenüber Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung im Web 2.0 ist bislang kaum erforscht.

Ich – Chef. Leitfaden für Existenzgründer

Von Christa Jäger-Schrödl, Ratgeberliteratur
Verlag/Stuber Publishing Group,
New York 2013, 114 Seiten,
Preis: 9,99 Euro

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist attraktiv, aber nicht immer ganz einfach. Christa Jäger-Schrödl hat für Existenzgründer, die diesen mutigen Schritt wagen möchten und auch für die, die sich noch nicht sicher sind, die relevanten Informationen in einem Ratgeber zusammengefasst. Sie wartet mit praxisnahen Tipps und Tricks auf. Betriebswirtschaftliches Wissen ist nicht erforderlich. Aber Begeisterung für neue Ideen sollten die Leser schon mitbringen.

Arbeitsrechtlicher Diskriminierungsschutz: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und andere arbeitsrechtliche Benachteiligungsverbote

Von Prof. Dr. Gregor Thüsing, LL.M. (Harvard),
Verlag C. H. Beck, 2., neu bearb. Auflage,
München 2013, 489 Seiten, Preis: 49 Euro

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz regelt im gesamten Arbeits- und Zivilrecht das Verbot von Diskriminierung aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Mit den Auswirkungen im Arbeitsrecht ist das BAG schon vielfach befasst worden, viele Fragen sind noch offen. Hier gibt das Buch wichtige Hilfestellung.

Handbuch für Führungskräfte: Ein Praxisratgeber in Veränderungsprozessen

Von Christoph Abeln, Springer Gabler,
2. Auflage, Heidelberg 2014,
ca. 230 Seiten, gebunden,
Preis: 39,99 Euro

Führungskräfte befinden sich auf einem stetig wandelnden Veränderungs- und Verdrängungsmarkt. Sie stehen gewaltig unter dem Anpassungsdruck, den die Dynamik des Wirtschaftslebens erzeugt und der sich direkt auf die Arbeitsverhältnisse auswirkt. Wie derartige Veränderungen von der Führungskraft bewältigt werden können, beschreibt die vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage dieses Buches. Zielgruppe sind nicht nur Führungskräfte; auch leitende Angestellte, Manager, Sprecherausschuss-mitglieder und Personalleiter finden aufbereitete Aufgabenstellungen und Lösungsvorschläge.

Transfergesellschaften: Personalabbau mit staatlicher Förderung

Mit der Einrichtung so genannter Transfergesellschaften machten zuletzt die großen Firmeninsolvenzen der Drogeriemarktkette „Schlecker“ und des Baumarktriesen „Praktiker“ Schlagzeilen. Doch nicht nur die Arbeitnehmer prominenter Insolvenzfälle profitieren von diesem staatlich geförderten Instrument, auch mittelständische Unternehmen, die auf Grund betrieblicher Umstrukturierungen Arbeitsplätze abbauen, können dies mithilfe einer Transfergesellschaft lösen. Der folgende Beitrag beleuchtet die Funktionen und das Wesen dieses Instruments und erläutert, inwieweit steuerlich eine Rückstellung für die Kosten einer Transfergesellschaft in der Bilanz des Arbeitgebers passiviert werden können.

Praktikantin hoffte auf Ausbildungsvertrag: 17.000 Euro nachträgliches Gehalt fielen an

Offiziell als Praktikantin beschäftigt, arbeitete eine junge Frau acht Monate lang unentgeltlich in einem Bochumer Rewe-Markt. Ihre Aufgaben entsprachen aber denen einer üblichen Hilfskraft, bestätigte das Arbeitsgericht Bochum nun mit der Folge, dass sie nachträglich Gehalt erhält (Az.: 2 Ca 1482/13). Insgesamt muss der Rewe-Markt für über 1.700 Arbeitsstunden aufkommen.

Waffendeals: Rüstungskonzern verliert Kündigungsverfahren

Der Rüstungskonzern Heckler & Koch hätte zwei Mitarbeiter, die nach Überzeugung ihrer Chefs in einen illegalen Waffendeal verwickelt sein sollen, nicht vor die Tür setzen dürfen. Das entschied das Arbeitsgericht Freiburg (Az.: 12 Ca 154/13, 12 Ca 155/13).

Jetzt ELStAM-Änderungen mit Rückwirkung auf 2013 dringend beachten

Die Finanzverwaltung hat systematische Unregelmäßigkeit in der Abwicklung von Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) festgestellt. Dies berichtet aktuell das Portal zur elektronischen Lohnsteuerkarte „Elsterweb“ und gibt Warnhinweise insbesondere für SAP-Nutzer. Dem Bericht zufolge hatte die Behörde jüngst beobachtet, dass mit den Monatslisten März 2014 auch Änderungen der ELStAM mit einer rückwirkenden Gültigkeit für 2013 bereitgestellt werden. Dies entspreche nicht den lohnsteuerrechtlichen Vorgaben. Nach Abschluss der Lohnkonten für Vorjahre (also 2013) sind diese ELStAM nicht mehr in das Lohnkonto des Jahres 2013 zu übernehmen. Es sei davon auszugehen, so Elsterweb, dass diese Konstellationen noch in künftigen Monatslisten enthalten seien.

Krank im Ausland: Versicherte müssen Versicherer verständigen

Sofern bei einer Erkrankung im Ausland die Notrufzentrale der Versicherung nicht verständigt wird, muss ein Versicherter beweisen, dass und woran er tatsächlich erkrankt ist und dass die medizinische Behandlung notwendig war. Das hat ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 273 C 32/13) ergeben. Im besprochenen Fall musste der Kläger seine Krankenhauskosten in Höhe von mehr als 3.000 Euro selbst zahlen.

Leiharbeit – SV: Nachforderung von Beiträgen: knapp 100.000 Euro

Eine Leiharbeitsfirma muss wegen Unwirksamkeit der Tarifverträge, welche die „Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen“ (CGZP) geschlossen hatte, Gesamtsozialversicherungsbeiträge nachzahlen, soweit die Forderungen noch nicht verjährt sind. So entschied das Sozialgericht (SG) Detmold (Az.: S 6 R 1181/12).

Wahl zum Betriebsrat garantiert keine Verlängerung des befristeten Arbeitsverhältnisses

Ein befristetes Arbeistverhältnis endet auch dann, wenn der Arbeitnehmer zwischenzeitlich zum Betriebsrat gewählt wurde. Dies hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm mit einem Urteil am 05.11.2013 (7 Sa 1007/13) entschieden. Der AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. begrüßt diese Entscheidung, weist aber auch auf Probleme für die Praxis hin.

Boni | Tarifvertrag | Arbeitsverträge | Aktuelle Rechtssprechung (2013)

Bei der Bestimmung der Höhe von Boni müssen Arbeitgeber auch die Praxis etwaig gegebener Vorjahre berücksichtigen. Die, für die Höhe des Bonusanspruchs maßgebliche Leistungsbestimmung wird dann gemäß § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB durch Urteil getroffen. Dieser Beitrag liefert dazu wichtige Details und thematisiert weiterhin unwirksame Befristungsabreden sowie die Folgen einer rückwirkenden Allgemeinverbindlicherklärung eines Tarifvertrages.

Datensicherheit (2013)

Die Daten eines Arbeitnehmers stehen grundsätzlich in der Verfügungsgewalt des Arbeitgebers. Lesen Sie, was passiert, wenn ein Arbeitnehmer Daten seines Benutzer-Accounts in seinem Unternehmen in großem Stil löscht, während er mit seinen Vorgesetzten eine Änderung seines Arbeitsvertrages verhandelt.

Arbeitszeit & -gestaltung | Aktuelle Rechtssprechung (2014)

Auf welcher rechtlichen Grundlage kann ein Arbeitgeber einem Angestellten für dessen mitgebrachten Hund ein Hausverbot erteilen? Und was bedeutet es in letzter Konsequenz, wenn ein Mitarbeiter zwar Nachtschichten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten kann, ihm die geschuldete Arbeitsleistung aber dadurch aus Sicht des Gesetzgebers dennoch nicht unmöglich geworden ist? Lesen Sie die Antworten jetzt nach.

Betriebsrat | Aktuelle Rechtssprechung (2014)

Dem Betriebsrat müssen bei der Organisationsplanung von betrieblichen Arbeitsschutzmaßnahmen weitgehende Mitbestimmungsrechte eingeräumt werden. Dieser Thread informiert über die entsprechenden Details, und er erläutert außerdem eine wichtige Rechtsänderung zur Wirksamkeit von Betriebsratsbeschlüssen.

Demographie | Aktuelle Rechtssprechung (2014)

Zwischen Januar und März 2014 hat der Gesetzgeber zahlreiche Urteile gefällt, die Arbeitgebern und Arbeitnehmern klare Richtlinien zur Bewältigung familien- und altersfokussierter Arbeit sowie Entlohnung bieten. Es geht konkret um betriebliche Altersrenten, Kinderzuschläge und Erholungsurlaub für Eltern.

Gehaltsanpassungsmatrix (Merit Increase Matrix) mit System -Ergebnisse auf Knopfdruck

Das moderne Tool von Baumgartner & Partner unterstützt Sie bei der kompletten Berechnung der gehaltsrunde abhängig von der Lage des Mitarbeiters im Band und der zugrundeliegenden Leistungsbeurteilung.
Alle Variablen können frei vergeben werden.
Die Diskussion über die Verwendung des Gehaltserhöhungsbudgets wird damit schnell umsetzbar mit hoher Akzeptanz der beteiligten Führungskräfte

“Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt nur ein Problem der Verteilung”

Fachkräftemangel: „Zu viele Lehrer, zu wenige Azubis“ – so titelte die “Zeit Online” am Donnerstag, 6. März, und stellte eine Studie vor, die zu einem überraschenden Ergebnis kommt: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sagen, dass vor allem mehr Gymnasiasten eine Ausbildung beginnen müssten – dann würde der Fachkräftemangel in Deutschland womöglich ausbleiben.

Damit allein ist es aber nicht getan, so Lars Wolfram, Mitgründer der 22 Connect AG/Talents Connect aus Köln. Die wirkungsvollste Methode, dem Fachkräftemangel zu begegnen sei – neben der Aktivierung von Frauen und älteren Arbeitnehmern – die richtigen Leute in die passenden Jobs zu holen. Und zwar ab sofort. Damit Unternehmen vor dem Jahr 2030, auf das die genannte Studie sich bezieht, auf qualifiziertes Personal zurückgreifen können. Es gibt nämlich bereits die Technologie, die genau das ermöglichst. Ein wissenschaftlich fundierte Algorithmus soll den Bewerbungsprozess umkehren.

Familienfreundlichkeit durch IT-Tools: So bleiben arbeitende Eltern wirklich am Ball

Mitarbeiter mit Kindern in Elternzeit an virtuelle Arbeitsplätze heranführen – die Vorteile davon wurden schon viel beschworen: Höhere Pro-
duktivität, Arbeitsleistung und Mitarbeiterbindung, mehr Zufriedenheit und Motivation, verkürzte Elternzeit und weniger Reisekosten. Weniger prominent diskutiert wird bislang im technischen Detail: Welche Anwendungen nutzen? Welche miteinander verknüpfen? An dieser Stelle setzte der Vortrag von Sandra Benz und Simone Schuhmacher auf der PERSONAL 2014 Süd in Stuttgart an. Beide arbeiten bei der MFG Innovationsagentur für IT und Medien. HRM.de hat vorab in die Präsentation gesehen und stellt die Lösungen vor, welche die Referentinnen ansprechen werden.

Personalmarketing frisch aufgelegt

In einem Recruiting-Workshop im Mai 2014 in Köln entwickeln HR-Referenten und Recruiter in Zusammenarbeit mit Unternehmensberater Gunther Wolf unternehmensspezifische Lösungen für innovatives Personalmarketing und Recruiting.

Podiumsdiskussion „Low-Performance“: Was wäre, wenn Leistung absichtlich geschuldet würde?

Leisten Arbeitnehmer im Rahmen ihrer Anforderungen weniger gute Arbeit, ist dies oft im laufenden Tagesgeschäft ärgerlich und belastet viele, wenn nicht sogar alle Kollegen. Besonders Kkitisch wird es dann, wenn Low-Performance bedeutet, dass Leistung absichtlich geschuldet wird. Welche Maßnahmen müssen und können Personalmanager also ergreifen, um Mitarbeiter wieder auf Kurs zu bringen? Nützen Gespräche und Leistungsanreize tatsächlich mehr als arbeitsrechtliche Schritte? Klar ist, die zuletzt genannte Option bedeutet in der Praxis, drastisch und abschließend zu reagieren, und sie erfordert eine sorgfältige Dokumentation sowie eine gezielte Herangehensweise. Manchmal ist genau dies aber unausweichlich. Rund um diese Aspekte diskutiert „Arbeit und Arbeitsrecht – Die Zeitschrift für das Personal-Management“ in großer Runde am 20. Mai von 11:20 bis 12:05 auf der PERSONAL Süd in Stuttgart im Praxisforum 5 – Halle 7. HRM.de veröffentlich die Referentenliste.

Flow im Beruf: Zufriedenheit und Produktivität durch Motivation

Haben Sie sich schon einmal gefragt warum Ihnen bestimmte Tätigkeiten Freude und Zufriedenheit bereiten und andere nicht? Warum haben Sie fast immer Lust ein bestimmtes Hobby zu betreiben, aber oft keine Lust zu arbeiten? Wieso macht manchen Menschen Ihre Arbeit oder Sport Spaß und anderen nicht? Und kann ich es selbst beeinflussen, ob mir meine Arbeit und meine Freizeit Freude, Zufriedenheit und Glück bereitet oder Langeweile und Frustration?

All dies sind Fragen der Motivationspsychologie, die durch die Theorie des Flow-Erlebens (Mihaly Csikszentmihalyi, 1975, 1999) beantwortet werden können. Demnach biete Sie eine tolles Instrument für Führungskräfte aber auch für jeden Menschen, um ein stressfreies, zufriedenes und trotzdem produktives arbeiten zu ermöglichen.

Die Forschung zu meiner Promotion gab mir den Anlass die Flow-Theorie für Motivationstrainings zu nutzen. Da diese in der Praxis sich als sehr erfolgreich erwiesen, schreibe ich im folgenden einen Artikel über die wichtigsten Grundlagen der Flow-Theorie und deren Anwendung im beruflichen Kontext. Alle Erläuterungen zur Flow-Theorie sind im Rahmen von wissenschaftlichen experimentellen Studie geprüft und vielfach veröffentlicht (siehe mein Profil). Ich weise deshalb darauf hin, da mir leider in letzter Zeit auffällt, dass sich in der Weiterbildungsliteratur viele angebliche Experten zu diesem Thema äußern und sich leider in deren Kommentaren zeigt, dass ihr wissen wohl eher aus populärwissenschaftlicher Literatur und eigenen Ideen als aus “echter” psychologischer Forschung stammt.

Employer Branding – der Praxisratgeber

Im soeben erschienenen Buch des Erfolgsautors Gunther Wolf geht es um Employer Branding. In 4 Schritten führt den Autor den Leser des Praxisratgebers ans Ziel: zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.

Tankgutschein – der Sachbezug zur Mitarbeitermotivation

Warum sind Tankgutscheine bei Arbeitnehmern als zusätzlicher Bonus zum Gehalt so beliebt? In unserem Artikel haben wir zusammengefasst, was die Gründe für die Popularität sind, welche Vorteile der Einsatz von Tankgutscheinen für Arbeitgeber mit sich bringt und welche Alternativen es zu Tankgutscheinen gibt.

Datenschutz: Nutzung von Google, Piwik & Co ohne Belehrung wettbewerbswidrig

Nach einem Urteil des LG Frankfurt vom 18.02.2014 (Urteil vom 18.02.2014, AZ: 3-10 O 86/12) ist die Nutzung von sogenannten Tracking-Tools, wie zum Beispiel Google, Piwik & Co ohne eine Belehrung über die Nutzung und den Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeiten ein klarer Wettbewerbsverstoß. Derzeit besteht noch eine große Unsicherheit darüber, ob Verstöße gegen das Datenschutzrecht bzw. das Telemediengesetz einen Wettbewerbsverstoß darstellen. Das aktuelle Urteil des LG Frankfurt hat selbstverständlich auch Auswirkung auf Recruiting Plattformen (Bewerber-Portale), die mit sogenannten Tracking-Tools arbeiten. Diese Internetseiten sollten nach dem oben besprochenen Urteil eine Belehrung über die Nutzung von Tracking-Tools und den Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit enthalten. Wenn diese Hinweise fehlen, kann dieser Umstand ebenfalls abgemahnt werden bzw. kann die Konkurrenz einen Wettbewerbsverstoß geltend machen.

Hinweis der Reaktion: Die Autorin dieses Beitrages hält im Rahmen der Vortragsreihe “HR & IT” auf der PERSONAL 2014 Süd ein Referat über Datenschutz in Personalabteilungen (20.05.2014 | 09:30 – 10:00 Uhr | Praxisforum 1 – Halle 5).

Datenschutz und -sicherheit: Wie HR-Softwareanbieter auf die NSA-Affäre reagieren

Cloud Computing und Bring Your Own Device (BYOD) sind aktuell zwei wichtige Trends im Bereich HR-Software. Doch wie steht es dabei um Datenschutz und Datensicherheit? Im Zuge der NSA-Affäre sind diese Themen verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, auch in der breiten Öffentlichkeit. Wir haben HR-Software-Anbieter und Datenschutzexperten gefragt, was die Hauptsorgen der Kunden in Bezug auf ihre Mitarbeiter- oder Unternehmensdaten sind, wie sie darauf reagieren und welche Aspekte Unternehmer in diesem Zusammenhang bedenken sollten.

Bitte kommen Sie bald wieder! – wie Unternehmen Elternzeitler binden

Fachartikel von Silke Mekat in der Zeitschrift Personal im Fokus erschienen im Heft 2/2014

Laut einer aktuellen Untersuchung der Frauenzeitschrift „Brigitte“ wünschen sich 90 % aller Frauen Kinder, gleichzeitig wollen sie aber finanziell unabhängig bleiben und auch für ihr Alter vorsorgen. Unterstützen Sie als Arbeitgeber diesen Wunsch vieler Mütter und Väter und machen Sie Ihren Elternzeitlern gezielt Angebote, damit sie bald wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Denn Leistungsträger zu ersetzen, kostet Sie viel Geld und Zeit. Lesen Sie, wie es Ihnen gelingt, Ihre gut qualifizierten und eingearbeiteten Mitarbeiter wiederzubekommen.

Familienfreundlicher Wiedereinstieg ein Mittel zur Bindung guter Mitarbeiter

Nur einen einzigen Leistungsträger zu ersetzen kostet ein Unternehmen zwischen 9.500 € für eine Position in einer unteren Einkommensklasse bis hin zu ein bis zwei Jahresgehältern für eine Führungskraft. Familienbewusste Personalpolitik gewinnt daher immer mehr an Bedeutung und ist längst zu einem harten Wettbewerbsfaktor um qualifiziertes Personal geworden.

Schon allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht, ist es also nicht vertretbar auch nur eine Mitarbeiterin ungeplant in die Elternzeit zu entlassen.

Neuer Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer stellt auf Arbeitsrechtskongress BDA-Standpunkte vor

Ingo Kramer war seit 2010 Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). In einem ihrer Projekte diskutierte diese in Kooperation mit der Commerzbank-Stiftung mit Berliner Lehrern, wie sich wirtschaftsethische Fragen praxistauglich in den Unterricht integrieren lassen. Die sdw tritt als einer der größten Bildungsförderer in Deutschland auf. Im November 2013 hat ihr Vorsitzender die Nachfolge von Dieter Hundt auf dem Posten des BDA-Präsidenten angetreten. In dieser Funktion läutete Ingo Kramer den 9. Kongress für Arbeitsrecht in 2014 am 25. Februar in Berlin ein. HRM.de verlinkt zur Rede Ingo Kramers. Die Zeitschrift „Arbeit und Arbeitsrecht“ berichtet als Co-Veranstalter des Kongresses in ihrer Aprilausgabe ausführlich.

Zulässigkeit von Gesundheitschecks bei Arbeitnehmern und Bewerbern

So genannte Employment-Screenings und Background-Checks von Bewerbern und Arbeitnehmern sind moderne Schlagworte für ein im Grunde altbekanntes Phänomen. Arbeitgeber möchten grundsätzlich möglichst viel über ihre Arbeitnehmer wissen, insbesondere bevor jemanden eingestellt wird. Der Arbeitnehmer möchte so wenig wie möglich preisgeben müssen. Was darf der Arbeitgeber Arbeitnehmer und Bewerber fragen und welche Gesundheitschecks dürfen durchgeführt und verlangt werden? Dieser Beitrag stellt die wesentlichen Aspekte vor.

Entgelt | Zulagen & Gratifikationen: Aktuelle Rechtssprechung (2013 | 2014)

Keine Sorge: Wenn Sie als Arbeitgeber einen Mitarbeiter nicht davon unterrichtet haben, dass er einen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung nach § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG hätte, so sind Sie deswegen nicht belangbar. Erfahren Sie Details dazu und weitere Urteile aus diesem Beitrag.

Arbeitsverträge | Rente: Aktuelle Rechtssprechung (2013)

Kennen Sie die Anforderungen an die Schriftform der Befristungsabrede bei mehrteiligem Arbeitsvertrag? Dieser Newsticker liefert die wichtigen Stichpunkte und präsentiert weitere aktuelle Rechtsurteile rund um Arbeitsverträge und Rentenregulierungen.

Recruiting-Plattformen in der Cloud

Mit Recruiting-Plattformen in der Cloud können Unternehmen Bewerbungsprozesse schneller, effizienter und kostengünstiger gestalten. Denn das gesamte Bewerbungsverfahren von der Stellenausschreibung bis hin zur Einstellung kann damit verwaltet und gesteuert werden. Personalabteilungen können mit Hilfe von cloud-basierten Plattformen den gesamten Bewerbungsprozess in einem Tool abwickeln, Stellenangebote erstellen und diese via eines Klicks auf Social Media Plattformen sowie auf Jobportalen und der eigenen Website posten. Um die datenschutzrechtliche Zulässigkeit solcher Recruiting-Management-Tools nach dem deutschen Datenschutzrecht zu beurteilen, ist es nicht nur entscheidend, ob der Sitz des jeweiligen Plattformbetreibers innerhalb oder außerhalb der EU liegt, sondern auch die Frage, wie die Nutzung von Recruiting-Plattformen innerhalb eines Konzernverbundes aussieht.

Gesetzliche Urlaubstage: Amerikaner am schlechtesten dran

„Österreicher müsste man sein.“ So lautet der zugespitzte Wunsch in einem unlängst erschienen Beitrag der Washington Post. Anlass dafür sind die zahlreichen bezahlten gesetzlichen freien Tage in der Alpenrepublik. Insgesamt sind es 22 Urlaubstage sowie 13 Feiertage. Das berichtet das Nachrichtenportal www.pressetext.com. Wie aus einer Studie des US-Thinktanks Center for Economic and Policy Research hervorgeht, ist Österreich gemeinsam mit Portugal unter den Industrienationen Spitzenreiter in dieser Kategorie. In den USA sind hingegen weder bezahlte Urlaubs- noch Feiertage gesetzlich verankert.

Übernahme von Fort – und Weiterbildungskosten durch den Arbeitgeber: Bereicherung versus Arbeitgeberinteresse

Anlässlich von Lohnsteueraußenprüfungen des Finanzamtes oder der Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung kommt es zwischen den Kontrollbeamten und den Personal- oder Steuerbüros oftmals zu Diskussionen, ob bestimmte Leistungen, die ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter gewährte oder gewährt, lohnsteuer- oder beitragspflichtiger Arbeitslohn sind. Heute zeigen wir Ihnen, wie vom Arbeitgeber getragene oder übernommene Fort- oder Weiterbildungskosten in der Sozialversicherung beitragsrechtlich behandelt werden müssen.

Verordnung von Fahrtenbuch

Wird einer Ihrer Firmenwagen geblitzt und unterstützen Sie die Behörden bei der Ermittlung des Fahrers nicht ausreichend, kann Ihnen die Führung eines Fahrtenbuchs verordnet werden. Mit diesem Urteil hat das Verwaltungsgericht Neustadt den Eilantrag eines Unternehmens abgewiesen.

Betriebsrat: Nachtzuschlag ohne Nachtarbeit

Betriebsrate, die ohne die Übernahme dieser Tätigkeit in der Nacht arbeiten wurden, erhalten wie ihre nachts tätigen Kollegen Nachtzuschläge. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln im Fall eines Möbelhauses entschieden. Der Kläger gehört der Logistikabteilung an, deren Vollzeitkräfte spätestens um vier Uhr früh mit der Arbeit beginnen.

Google Maps darf ohne Zustimmung des Betriebsrats genutzt werden

Arbeitgeber dürfen für ihre Reisekostenabrechnung einen Routenplaner aus dem Internet einsetzen, ohne dass der Betriebsrat hierrüber mitbestimmen darf. Weil immer ein Mensch die Entfernungsangaben überprüfen muss, fehlt es an der für die Mitbestimmung notwendigen Leistungs- oder Verhaltenskontrolle durch eine technische Einrichtung. Das hat das Bundesarbeitsgericht im Fall eines Logistikunternehmens entschieden (Az.: 1 ABR 43/12). Geklagt hatte der Betriebsrat, der mit der Verwendung von „Google Maps“ zu Abrechnungszwecken nicht einverstanden war.

Sperrzeit beim Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung

§ 159 SGB III

Schließt ein Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber eine Aufhebungsvereinbarung zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung, tritt auch bei Vereinbarung einer Abfindung keine Sperrzeit ein – dies gilt auch bei schwerbehinderten Arbeitnehmern. Dabei ist nicht zu prüfen, ob die drohende Arbeitgeberkündigung rechtmäßig wäre.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BSG, Urteil vom 2. Mai 2012 –
B 11 AL 6/11 R

Altersdiskriminierung durch einen Sozialplan

§ 75 Abs. 1 BetrVG;
§§ 7 Abs. 1, 10 Satz 3 Nr. 6 AGG

1. Rentennahe Arbeitnehmer können von den Leistungen eines Sozialplans ausgeschlossen werden, wenn sie – ggf. nach Bezug von Arbeitslosengeld – rentenberechtigt sind. Das gilt auch, wenn die Rentenberechtigung sich nicht unmittelbar an das Ende des Arbeitslosengeldzeitraums anschließt, sofern mit dem Sozialplan die wirtschaftlichen Nachteile des Übergangszeitraums ausgeglichen werden.

2. Es ist weder nach dem AGG noch nach der Gleichbehandlungsrichtlinie geboten, in einem Sozialplan für rentennahe Arbeitnehmer eine Abfindung vorzusehen, die mindestens die Hälfte der Abfindung rentenferner Arbeitnehmer beträgt.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 26. März 2013 – 1 AZR 813/11

Vergütung von Umkleide- und Wegezeiten: Berufskleidung

Wer bestimmt, welche Art von Berufskleidung ein Arbeitnehmer tragen muss bzw. soll? Hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht? Wie lange dauert es, die Uniform, Schutzkleidung oder den Kittel mit dem Firmenlogo anzulegen? Wird diese Zeit vom Arbeitgeber vergütet? Wie verhält es sich, wenn die Umkleide vom Arbeitsplatz zehn Minuten entfernt ist? Und muss sich der Arbeitnehmer eigentlich auf der Toilette umziehen, wenn es keine Umkleide gibt?

Strategie-Leitfaden

Von Ignaz Furger, WEKA Business
Media AG, Zürich 2013,
360 Seiten, gebunden,
Preis: 79 Euro

Getreu dem Motto „Mitarbeiter sind die besten Strategen“ werden Unternehmensstrategien weitgehend durch das eigene Personal erarbeitet. Das Knowhow und die Erfahrung der Beschäftigten sind für die Unternehmen wichtige Erfolgsfaktoren. Zudem motivieren selbst erarbeitete Strategien zur Umsetzung mit großem Engagement.

Arbeitsrechts-Handbuch

Von Dr. h.c. Günter Schaub † (Hrsg.),
15., neu bearbeitete Auflage, Verlag C. H. Beck,
München 2013, 3.034 Seiten, gebunden,
Preis: 109 Euro

Der Namensgeber, Dr. Günter Schaub, ist am 18.4.2013 im Alter von 80 Jahren verstorben. Sein Wirken und Name bleiben der Nachwelt in jedem Fall weiter erhalten und in bester Erinnerung: Das von ihm 1972 begründete und seit der 14. Aufl . von den BAG-Richtern Prof. Dr. Ulrich Koch, Dr. Rüdiger Linck und Dr. Jürgen Treber sowie LAG-Richter Hinrich Vogelsang fortgeführte Werk ist der bewährte und renommierte Klassiker unter den Arbeitsrechtshandbüchern, wie 15 Auflagen und zahlreiche Zitate belegen. Der Vorteil des Buches liegt auf der Hand: Es stellt das gesamte Arbeitsrecht, das durch zersplitterte Rechtsquellen und beinahe unübersehbares Richterrecht – sowohl national als auch neuerdings durch EU bzw. EuGH – geprägt ist, in einem Band systematisch dar.

Die 10 Gebote zur Vermeidung von Managerhaftung: Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung ungeregelt

Managerhaftung ist vor allem in Krisenzeiten die raue Wirklichkeit. Sie bedeutet angesichts hoher Schadens- und Strafsummen eine reale Gefahr für Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsrat. Auch wenn Manager nicht das unternehmerische Risiko tragen, so stehen sie doch im Verhältnis zur Gesellschaft, zu den Gesellschaftern und unter gewissen Voraussetzungen zu Dritten für schuldhafte Pflichtverletzungen ein.

Selbst wenn der Abschluss einer Directors- and Officers-Versicherung (D&O-Versicherung; auch: Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung) zu einer Risikoverringerung für Gesellschaft und Manager führen soll, drohen zumindest dann finanziell ruinöse Folgen, wenn die Deckungssummen nicht ausreichen. Zudem kann es schnell zu Interessenkonflikten kommen, wenn Aufsichtsräte und Vorstände im Rahmen eines Haftungsprozesses sich wechselseitig die Verantwortung zuweisen.

Sind Mitarbeitergespräche ein Kerninstrument guter Führung?

24 Prozent der Arbeitnehmer haben laut einer aktuellen Gallupp Studie bereits innerlich gekündigt. Ganze 61 Prozent machen “Dienst nach Vorschrift”, ihre Bindung an den Arbeitgeber ist entsprechend gering. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die fehlende Motivation soll sich auf über 100 Milliarden Euro belaufen.
Hier kann das Mitarbeitergespräch helfen Fachkräfte zu binden.

Unsichtbare Faktoren die Einfluss auf die Umsatzzahlen haben

Sitzen Ihre Mitarbeiter am richtigen Platz? Bringen Sie optimale Leistungen?
Das klingt erst mal sehr technisch, doch so ist es nicht gemeint. Wenn sich der Mensch wohl fühlt in seinem Umfeld, dann kann er sehr viele Aufgaben in kurzer Zeit erledigen. Wie ist Ihr Betriebsklima? Welchen Kommunikationsstil pflegen Sie? Jeder Mensch hat Stärken und entsprechend dieser Stärken setzen Sie ihn am besten in Ihrer Firma ein.

Neuausrichtung der HR-Organisation: Das ausreichende Maß finden

Aufgrund sich ständig wandelnder Märkte und Unternehmen wird eine Neupositionierung der HR-Organisation künftig eher die Regel als die Ausnahme sein. Dies betrifft sowohl Konzerne als auch mittelständische und kleinere Unternehmen in gleichem Maße. Dabei geht es nicht um „Insel-Maßnahmen“ zur internen HR-Optimierung ohne Businessbezug. Vielmehr müssen Geschäfts-relevante Gründe vorliegen, um die Personalabteilung mit ihrer Strategie und Organisation sowie ihren Prozessen und Services entlang dieser Businessorientierung neu auszurichten. Aber was genau soll nun in welchen Zustand transformiert werden, und wie?

Kompetenzentwicklung

K o m p e t e n z e n t w i c k l u n g > die Stellschraube zum Erfolg

Kompetenz fördert die Souveränität, Kreativität und Qualität bei der Erzielung von Arbeitsergebnissen.
Die RolWe Consulting Group unterstützt hierbei strukturiert und zielführend Teams, Führungskräfte und Einzelpersonen.
Wir stehen Ihnen mit den unterschiedlichsten und jeweils bedarfsgerechten Tools wie z.B. Seminaren, Workshops, Trainings- und Qualifizierungsprogrammen zur Verfügung.
So bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Ablauf-und Aufbaustrukturen Ihres Unternehmens zu reflektieren und diese professionell zu optimieren.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern auf dem Weg zu mehr Erfolg.

Studie belegt: Höchstleistungen beruhen auf Kooperation, weniger auf Machtausübung

Olympia, heldische Filme wie der Blockbuster „300: Rise of an Empire“ und die Stilisierung von Sportlern zu Übermenschen wurzeln in einem alten, feudalistischen Weltbild: Erst im Kampf kehrt der Mensch seine stärksten Seiten heraus. Ob sich diese Ideologie in neuen digital geprägten Gesellschaften und Unternehmen behaupten wird, hängt davon ab, wie stark der neue Sozialismus – gelebt durch und in Communities – die Realität durchdringen wird; und mit welchem Ziel. In jedem Fall dürfte die martialische Kampfpropaganda Bühnen verlieren. Das lässt eine Studie des Wirtschaftspsychologen Wolfgang Scholl vermuten, die der Experte unter Wissenschaftlern aus der Gen- und Nano-Forschung durchführte. Scholl ist Professor an der Humboldt Universität Berlin; er konnte zeigen, dass Höchstleistungen auf Kooperation und weniger auf Machtausübung zurückzuführen sind. HRM.de stellt die Studie aus dem Jahr 2009 vor.

Human resources of the future: Ray Kurzweils Timeline zur Wandlung des Menschen

Ray Kurzweil – Director of engeneering bei Google – hat eine Timeline aufgestellt, derzufolge Menschen im Jahr 2035 Hybriden aus biologischer und nicht-biologischer Intelligenz sein werden. Über die Schnittstelle von Medizin und Gesundheit will der Googelianer den Menschen an die Informationstechnologie anschließen. Technische Entwicklungen für insbesondere behinderte Menschen sollen dabei helfen, Akzeptanzprobleme in der Gesellschaft auszuräumen. Im weiteren Sinne ist der “alte” Mensch für Ray Kurzweil ein behinderter, weil minderbegabter Mensch, dessen Optimierung die künftige Aufgabe von Wirtschaft und Gesellschaft sein sollte.

Humane Ressourcen digitalisieren: Ray Kurzweil, Director of Engineering bei Google – spricht sich für Schnittstellen zwischen Mensch und Computer aus

Ray Kurzweil ist eine der weltweiten Gallionsfiguren für artifizielle Intelligenz. Er wurde von Bill Clinton mit der “National Medal of Technology” ausgezeichnet und hat aktuell die Position des Director of Engineering bei Google inne. Er spricht sich in seiner Arbeit für den Anschluss des Menschen an die Maschine aus. In Vorträgen und einer philosophischen Videoserie erklärt er seine Visionen zur Erweiterung menschlicher Intelligenz durch neue Schnittstellen zu Computern. Sein erklärtes Ziel ist es, “neue Lernressourcen in Unternehmen” zu erschließen und so Businesses effektiver zu machen. HRM.de hat Kurzweils Beiträge gesichtet, präsentiert seine Kernaussagen und verlinkt zu Videobeiträgen.

Zypries: Digitale Wirtschaft ist Wachstumsbranche – Beschäftigung und Umsätze sind die zentralen Polit-Maßgaben

Die digitale Wirtschaft ist ein weltweiter ökonomischer Wachstumsmarkt, gerät in Deutschland aber an Grenzen, weil Bürger und Unternehmen befürchten, dass mit ihren Daten Missbrauch betrieben wird. Das Bundeswirtschaftsministerium möchte nun Anstrengungen unternehmen, um das zu ändern, denn die ITK-Branche baut ihre Position im Weltmarkt aus, wie ein Bericht ergibt, den die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries Ende Februar gemeinsam mit dem Institut für Markt- und Meinungsforschung TNS Infratest und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim in Berlin vorstellte. Der “Monitoring Report Digitale Wirtschaft 2013“ gilt als ein wichtiger Gradmesser für die Leistungsfähigkeit des IKT-Standorts Deutschland.

Ideen-Scout: Februar 2014

Das Magazin „enorm – Wirtschaft für den Menschen“ verbindet in seiner Berichterstattung Wirtschaft mit Ethik und stellt Unternehmen sowie Persönlichkeiten vor, die neue Wege mit klassisch humanitären Werten anlegen. Die Autoren präsentieren Herangehensweisen und Strategien, die sich vom Mainstream abheben und innovative Möglichkeiten aufzeigen, um positive sowie nachhaltige Veränderungen in der Gesellschaft und der Umwelt herbeizuführen. In diesem Monat geht es unter anderem um eine Agentur, die Mitarbeiter ihre Gehaltsmodalitäten selbst bestimmen lässt und einen Jungunternehmer, der mittels einer Stiftung Talente castet.

Kontroverser Gesprächsbeitrag: Wissensarbeit zwischen Autonomie und Burnout

Höchstleistungen in der Wissensarbeit – wie könnten sie aussehen? Etwa möglichst viel Content pro Tag in ein Redaktionssystem einzustellen? Oder aus mindestens 20 Textbausteinen in drei Stunden fünf Reden zusammenzustellen? Erstens: Wissensarbeit sollte weit mehr sein als solch fabrikhaftes Arbeiten. Zweitens: Wissen funktioniert zu gewissen Zeiten unter gewissen Umständen. Was heute stimmt, kann morgen unzureichend sein. Rom kam, Rom sah, Rom versank. Wie wäre also Höchstleistung für Wissensarbeiter zu definieren? HRM.de hat das Debatten-Magazin “Gegenblende” eingeladen, einen Beitrag zu diesem Thema zu liefern. Hier ist er. Er zeigt, warum es dringend nötig ist, den Diskurs differenziert zu führen.

Gratis E-Book: Ihre Stellenanzeige richtig formulieren

Die Stellenanzeige ist der erste Eindruck, den potenzielle Bewerber von Ihrem Unternehmen bekommen. Daher ist es wichtig, dass Ihre Stellenanzeige präzise, aber kompakt ein attraktives Bild Ihres Unternehmens und der Vakanz darstellt. Bevor Sie eine Stellenanzeige aufgeben, haben wir ein kostenfreies E-Book für Sie:

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HR-Report 2013/2014 von Hays und IBE: Suche nach Fachkräften bleibt regional

Trotz des Fachkräftemangels rekrutiert die breite Mehrheit der Unternehmen nicht international. Vielmehr rekrutieren sie mehr denn je regional (66 Prozent) und landesweit (62 Prozent). Dagegen suchen nur 19 Prozent der befragten Unternehmen EU-weit und weltweit sind es 15 Prozent. Das zeigt der neue HR-Report 2013/2014, den der Personaldienstleister Hays gemeinsam mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) erstellt hat. Für den diesjährigen HR-Report mit dem Schwerpunkt Frauenförderung wurden 550 Manager befragt. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die signifikantesten Ergebnisse und versteht sich als Update eines auf HRM.de veröffentlichten Webinars über den HR-Report 2012/2013, auf welches am Meldungsschluss verlinkt wird.

Rechtliche Einordnung von beruflichen sozialen Netzwerken: Kontakte als Geschäftsgeheimnis?

Das ArbG Hamburg hat entschieden, dass Xing-Kontakte, die in Ausübung der beruflichen Tätigkeit erlangt wurden, Geschäftsgeheimnisse des Arbeitgebers sind und seiner Verfügungsbefugnis unterliegen. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht nur die dienstlich erlangten Kontaktdaten herausgeben, sondern auch die Kontakte auf seinem Social-Media-Account löschen muss.

Zweimalige Verringerung der Arbeitszeit während der Elternzeit

§ 15 Abs. 5, 6, 7 BEEG

Einvernehmlich vereinbarte Elternteilzeitregelungen sind nicht auf den Anspruch des Elternteilzeitlers auf zweimalige Verringerung der Elternzeit anzurechnen.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 19. Februar 2013 – 9 AZR 461/11

Tipps bei nicht beabsichtigten Reisebuchungen

Verbraucher können sich ab sofort kostenfrei zum Thema »Ungewollte Reisebuchungen im Internet« informieren. Die Berliner Kanzlei Hollweck hat entsprechende Informationen auf ihrer Homepage aufbereitet. Dort finden Leser wichtige Fragen rund um die unberechtigte Forderung von Online-Reiseportalen und Reiseveranstaltern im Internet.

Haftungsausschluss bei Arbeitsunfällen

§ 104 Abs. 1 Satz 1 SGB VII

Die Haftung des Unternehmers für Gesundheitsschäden aufgrund eines Arbeitsunfalls oder für eine Berufskrankheit setzt u. a. voraus, dass der Arbeitgeber die Schädigung des Arbeitnehmers mindestens billigend in Kauf genommen hat (bedingter Vorsatz). Die objektive Verletzung von Arbeitnehmerschutzvorschriften allein reicht hierfür nicht aus.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 20. Juni 2013 – 8 AZR 471/12

Sozialversicherung: Studentenjobs im Urlaubssemester. Beurlaubte Hilfe ist teuer

Studenten, die neben dem Studium arbeiten, sind in der Regel nur in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungs- und beitragspflichtig. Gelegentlich kommt es vor, dass sich die Nachwuchsakademiker für ein oder mehrere Semester beurlauben lassen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Studenten dann sozialversicherungsrechtlich richtig beurteilen.

Burnout-Watcher: Die Leistungsfähigkeit erhalten – Das Leben bewusst gestalten

Von Dr. Matthias H. W. Braun,
Walhalla Fachverlag, Regensburg 2011,
200 Seiten, gebunden, 29 Euro

Aufreibender Job, Schlaflosigkeit, keine Zeit mehr für Freunde, ein Leben ohne Pausen: Auf leisen Sohlen schleicht sich das Erschöpfungs-Syndrom ein. Ob Phänomen oder Krankheit – das Handbuch von Braun hilft, Signale frühzeitig zu erkennen, Sofortmaßnahmen dagegen zu ergreifen und „Burnout“ zu vermeiden.