Ideen – Scout: Juni 2013

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Foto von Headway

Sag mir deinen IQ und ich sag dir wer du bist!
Die Intelligenz eines Menschen und der berufliche Erfolg sind laut einer Studie eng miteinander verknüpft. Dennoch scheuen sich Unternehmen den IQ-Test im Bewerbungsverfahren einzusetzen. Aus gutem Grund!? 

Sattelberger: Ein Appell an die Generation Y
Thomas Sattelberger – Ex-Personalvorstand der Telekom – fordert die Generation Y auf, den Arbeitsmarkt zu revolutionieren.

Akademiker und arbeitslos!
Rutschen Akademiker in eine längere Arbeitslosigkeit, ist der Weg zurück in den Arbeitsalltag oft mit vielen Hindernissen gepflastert. Es kommt zu Lücken im Lebenslauf, die sich wiederum negativ auf die weitere Jobsuche auswirken. Ein Teufelskreis beginnt, aus dem es oft kein Entkommen gibt.

1 IQ-Tests für Bewerber:
Eine schlaue Entscheidung?

Viele Bewerber müssen sich einer Reihe von Auswahlverfahren stellen, um sich für ihren gewünschten Beruf zu qualifizieren. Die beliebtesten Verfahren deutscher Unternehmen sind Präsentationen (89 Prozent), Zweiergespräche (71 Prozent), Interviews (66 Prozent) und Gruppendiskussionen (62 Prozent). Der Intelligenztest hingegen wird nur von zehn Prozent der Firmen eingesetzt. Der Artikel „Titel: Gripsgewinnler“ beschäftigt sich mit der Frage, wie aussagekräftig IQ –Tests wirklich sind und ob man ihnen bisher zu wenig Beachtung geschenkt hat. Die Bonner Studie zu “Intelligenz und beruflicher Erfolg” hat im Jahr 2009 ergeben, dass der IQ eines Menschen eng mit seinem beruflichen Erfolg verknüpft ist. Je intelligenter, desto erfolgreicher also. 

„Man muss mit den Kollegen sprechen,
sich klar mitteilen können, Gespräche angemessen führen.
Es hilft nicht, einfach nur klug zu sein – das allein nervt.“

Der Dumme bleibt unten,
der Schlaue kommt nach oben.

Der Zusammenhang zwischen Erfolg und Intelligenz entgeht auch den Personalern nicht, dennoch konzentrieren sie sich im Einstellungsverfahren auf den EQ – den emotionalen Quotienten. Tests, die den EQ eines Bewerbers ermitteln sollen, sind oft zeitintensiver und kostspieliger als ein IQ-Test. Warum sich also weiter mit dem EQ beschäftigen, wenn der IQ –Test doch billiger, schneller und effektiver erscheint? Ganz einfach: Weil ein IQ-Test nicht ausreicht: Die deutsche Bahn zum Beispiel setzt den IQ-Test nur bei Hochschulabsolventen ein. Er dient ausschließlich als Ergänzung zu anderen Testverfahren, wie Interviews und Gruppendiskussionen. Hat ein Bewerber zum Beispiel in seiner Präsentation nicht überzeugen können, wird ein IQ-Test hinzugezogen. Der Personaler kann dann anhand der Testergebnisse besser beurteilen, ob der Kandidat während der Präsentation nur unsicher war oder ob ihm das nötige Wissen für die geforderte Aufgabe fehlt. Fazit: Ein Bewerber muss heutzutage bereit sein, viel von sich preis zu geben, wenn er nicht in die Arbeitslosigkeit verbannt werden möchte. Einen Menschen jedoch nur anhand eines Testergebnisses zu beurteilen, wäre nicht nur elitär, sondern diskriminierend.  

Grundlage der Besprechung:
JOB Einsteigen Aufsteigen Aussteigen: Das Magazin für junge Berufstätige und Studenten
Artikel: „Titel: Gripsgewinnler“
Ausgabe 1/ 2013

Gelesen und verlinkt…

Links:

Bonner Studie Intelligenz und beruflicher Erfolg:

http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/intelligenz-macht-erfolgreich

2 Sattelberger ruft
Arbeitnehmer auf: Junge!
Macht den Mund auf!

In Zeiten von Fachkräftemangel und geburtsschwachen Jahrgängen genießt die Generation Y die besondere Aufmerksamkeit der Unternehmen. Jede Firma möchte noch ein letztes Stück des Generationskuchen abbekommen, bevor nichts mehr davon übrig bleibt oder schlimmer: Ein anderer hat das beste Stück bekommen. Der Artikel „Alles neu“ beschreibt eine Generation, die den Arbeitsmarkt langfristig verändern könnte. Sie wollen die Fäden der Alten nicht einfach nach deren Plan aufnehmne, sondern selbst gestalten. Die Generation Y hat ganz bestimmte Anforderungen an ihren Arbeitsplatz. Diese sind die drei wichtigsten: Erstens, die Arbeit muss „Sinn machen“. Zweitens muss sie flexibel gestaltet werden können, sodass Familie und Beruf sich miteinander vereinbaren lassen. Und drittens sind flache Hierarchien erwünscht, in denen Mitarbeiter jederzeit ihre Meinung einbringen können. Unternehmen müssen sich in Zukunft auf diese Forderungen einstellen und dementsprechend ihre Unternehmenskultur überdenken.

 

„Nur weil es vom Chef kommt, ist es nicht automatisch richtig“

 „Solche Menschen werden irgendwann zu Klonen:
stromlinienförmig und ohne Persönlichkeit“

Fünf Finger kann man brechen, eine Faust nicht“

An eine Veränderung des Arbeitsmarktes glaubt auch Thomas Sattelberger – Ex-Personalvorstand der Telekom – und appelliert an die Generation Y ihre Interessen voranzutreiben. Das könnte dazu führen, dass Personaler und Arbeitnehmer in Zukunft näher zusammenrücken und dies auch müssen. „Macht den Mund auf“, ist seine erste Forderung. Das heißt, sich nicht im Stillen über Entscheidungen der Chefetage zu ärgern, sondern Beschwerden, Informationen oder Meinungen mitzuteilen, um gemeinsam mit den Vorgesetzen Veränderungen einzuleiten. „Riskiert etwas“, ist die Aufforderung, unterschiedliche Wege zu beschreiten und sich nicht an einen Arbeitsplatz zu binden, wenn dieser die persönlichen Erwartungen nicht mehr erfüllt. „Holt euch Feedback“, heißt nicht nur im Jahresgespräch seine Leistungen zu reflektieren, sondern Feedback jederzeit einzufordern. „Bewahrt eure Interessen – außerhalb der Arbeit“ .Es ist wichtig seine Persönlichkeit zu bewahren, indem man sich auch außerhalb des Arbeitsplatzes weiterentwickelt. Freunde, Familie und Hobbies  sind wichtig und sollten nicht vernachlässigt werden. „Tut euch zusammen“, junge Talente werden immer begehrter und die Nachfrage der Unternehmen dadurch immer stärker. Sattelberger fordert in seinem letzten Appell dazu auf, sich Gleichgesinnte zu suchen und ein Team zu bilden. Zusammen haben sie die Macht den Arbeitsmarkt zu verändern. 

Grundlage der Besprechung:
JOB Einsteigen Aufsteigen Aussteigen: Das Magazin für junge Berufstätige und Studenten
Interview: „Macht den Mund auf“
Ausgabe 1/ 2013
 

Gelesen und verlinkt…

Links:

Lebenslauf von Thomas Sattelberger:

http://www.inqa.de/DE/Informieren-Themen/Personalfuehrung/personalfuehrung-thomas-sattelberger-lebenslauf.html

Thomas Sattelberger gibt Unternehmen drei Tipps für die Personalführung der Zukunft: 

http://www.inqa.de/DE/Lernen-Gute-Praxis/Experten-Tipps/personalfuehrung-thomas-sattelberger-faq.html;jsessionid=0CF88877165650C6991CDCB5A22625DC

 

Der arbeitslose Akademiker –
bestätigen Ausnahmen die Regel?

Statistisch gesehen sind nur zwei Prozent der Akademiker ohne Job. Der Artikel „Dr. Tellerwäscher“ stellt genau diese Ausnahmen vor. Das große Problem: Je länger diese Menschen erwerbslos sind, desto aussichtsloser wird es für sie in das Berufsleben zurückzufinden. Akademiker, die aufgrund von Einsparungen ihre Jobs verlieren und nicht sofort eine neue Stelle finden oder sich mit unterschiedlichen Teilzeitbeschäftigungen über Wasser halten müssen, werden oft mit Vorurteilen konfrontiert. Personalabteilungen denken oft, dass es einen Grund für die längere Erwerbslosigkeit geben muss und entscheiden sich lieber gegen den Kanditaten. Jedoch können die Probleme einen festen Arbeitsplatz zu finden, schon nach dem Studium zu einer nervenaufreibenden Tortur werden.

 „Vom Qualitätsingenieur  zum Tellerwäscher.“

Denn wer nach seinem Studium zeitnah einen passenden Arbeitsplatz findet, kann sich glücklich schätzen. Jeder dritte Absolvent beginnt sein Arbeitsleben in einem Bereich, der nicht im Zusammenhang mit seinen Qualifikationen steht. Auch unbefristete Arbeitsverträge werden immer seltener, ganze 45 Prozent der Neuanstellungen sind, laut der Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, befristet. Parallel dazu sind die Minijobs auf 7, 4 Millionen angestiegen. Die Chance, sich nach seinem Studium konstant in dem erlernten Gebiet weiterzuentwickeln, wird damit oft torpediert. Hinzu kommt, dass das Wissen eines Akademikers einer schnelleren Entwertung unterworfen ist, je länger er dem Arbeitsmarkt fern bleibt. Es entstehen Lücken und Abweichungen im Lebenslauf, die man dann wieder einem Personaler erklären muss. Ein Kreislauf, den der Betroffene nur schwer durchbrechen kann. 

Grundlage der Besprechung:
JOB Einsteigen Aufsteigen Aussteigen: Das Magazin für junge Berufstätige und Studenten
Artikel: „Dr. Tellerwäscher“
Ausgabe 1/ 2013

Gelesen und verlinkt…

Links:

Akademiker und arbeitslos:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-der-Abschluss-nichts-bringt-article10429596.html

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