Zwischen Personalabbau und Fachkräftemangel

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Pessimistischer Blick in die Zukunft – ohne Fachkräfte keine Besserung in Sicht

Wenig überraschend: Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen schauen positiv in die Zukunft. 43 Prozent rechnen erst in ein bis zwei Jahren wieder mit einer Verbesserung der gegenwärtigen Lage, ein Viertel gar erst in zwei bis fünf Jahren. Trotzdem sehen die meisten Unternehmen nach wie vor einen akuten, globalen Fachkräftemangel. Denn nur elf Prozent der befragten Unternehmer wollen in den nächsten 12 Monaten aktiv Personal abbauen. Im Gegenteil: Der Fachkräftemangel und der damit einhergehende „War for Talents“ ist aus ihrer Sicht nach wie vor akut. So sagen 46 Prozent der Unternehmen, die Rekrutierung und Bindung von Fachkräften wird zukünftig schwieriger, weitere 28 Prozent, dass die Situation hier unverändert schwer bleibt.

Die Unternehmen verändern ihre Strategien

Viele Unternehmen verändern im Wettbewerb um die besten Köpfe derzeit ihre Strategien. Verbesserte Vergütungspakete bieten nur noch 25 Prozent der Unternehmen (vor einem Jahr 35 Prozent), die Entwicklung von bestehenden Mitarbeitern wird wichtiger (Entwicklung von 40 auf 42 Prozent) und die Einbindung älterer Mitarbeiter erfährt höhere Akzeptanz (Entwicklung von 13 auf 18 Prozent). Weniger wichtig: Outsourcing (von 28 auf 23 Prozent).

Der Wettbewerb um Fachkräfte wird noch härter

Viele Unternehmen sehen in der wirtschaftlichen Situation auch eine Chance. So wollen 27 Prozent, ihren Wettbewerbern gezielt Fachkräfte abwerben. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 21 Prozent. Zudem geben die meisten Befragten an, dass der Fachkräftemangel in den nächsten drei Jahren dadurch, dass Fachkräfte, angetrieben durch immer höhere Erwartungen an ihre Karriere, zukünftig zunehmend wechselbereit sind.

Weiterbildung und Mitarbeitermotivation sind entscheidende Waffen im „War for Talents“

Die meisten Unternehmen sehen vor dem Hintergrund, fallender HR-Budgets, einen wichtigen Ansatzpunkt darin, bestehende Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. So werden vor allem Weiterbildungsmaßnahmen und Mitarbeitermotivation als wichtige Maßnahmen gesehen, um Fach- und Führungskräfte zu halten. 47 Prozent geben an, dass eine Verbesserung der internen Trainingsprogramme entscheidende Bedeutung zukommt, um gute Mitarbeiter zu halten. Weitere 58 Prozent erklären: Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens seien zukünftig entscheidend.

Strategien gegen den Fachkräftemangel – flexible Arbeitsbedingungen, Absolventen und erfahrene Fachkräfte

Auf die Frage, welche Strategien in den kommenden drei Jahren entscheidend sind, um die besten Mitarbeiter einzustellen und zu binden, sagen 58 Prozent der Befragten, dass sie zukünftig auf flexible Arbeitsbedingungen setzen wollen. Außerdem im Fokus der Unternehmen: die verstärkte Einstellung von Absolventen (50 Prozent), Talente auf neuen Positionen einzusetzen (36 Prozent) sowie ältere Fachkräfte verstärkt einzustellen und zu binden (33 Prozent).

Gerne stellen wir hrm.de-Mitgliedern die gesamte Studie als pdf-Datei zur Verfügung. Wenden Sie sich einfach an sascha.theisen@stepstone.de.

Sascha Theisen, Public Relations StepStone Deutschland AG

Telefon (0211) 93493 5702

eMail: sascha.theisen@stepstone.de

 

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