Durch mögliche Missbrauchsfälle bei der staatlichen Förderung von Kurzarbeit könnte der Bundesagentur für Arbeit ein Millionenschaden entstanden sein. Die Behörde geht bundesweit von etwa 116 Fällen aus. Ein Behördensprecher sagte am 12.9.2009 gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass der Anteil der Verstöße gemessen an der großen Zahl der Kurzarbeiter gering sei. Bei „36 000 Betrieben in Kurzarbeit in Deutschland machen die Verdachtsfälle lediglich 0,2 bis 0,3 Prozent  aus", aber "natürlich ist jeder Betrugsfall einer zu viel". 

Über die möglichen Missbrauchsfälle berichtete auch die "Süddeutsche Zeitung". Es gibt wohl zwei Vorgehensweisen, entweder melden Unternehmen Kurzarbeit an, lassen die Mitarbeiter jedoch voll arbeiten und bekommen so einen Teil der Personalkosten durch die Arbeitsagentur erstattet oder die Firmen behalten die Lohnzuschüsse für Beschäftigte ein, die krank oder im Urlaub sind. 

Der vollständige Artikel von T. Öchsner in der Süddeutschen Zeitung ist online nachzulesen unter: 
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/953/487361/text/

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Foto von Damian Patkowski