IFA-Studie: Unterschiedliche körperliche Belastungen berücksichtigen

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Foto von Thomas Lefebvre

Wie das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) berichtet, werden bei Berufsbildern wie z. B. Fliesenlegern, Installateuren und Dachdeckern, bei denen viel im Knien und Hocken gearbeitet wird, die Kniegelenke noch stärker beansprucht als bisher angenommen. Wissenschaftler des IFA untersuchten die Art und Umfang von Kniebelastungen und erhielten Messdaten zu Kniewinkeln, zur Symmetrie der Kniebelastung und zur täglichen Anzahl der Belastungsphasen. Laut Studie sind große bzw. extrem große Kniewinkel von 120 Grad häufig die Regel. Je stärker die Beugung ist, umso so größer ist die Beanspruchung zum Beispiel des Meniskus.

Interessant ist: Die Zeitanteile, in der in kniender oder hockender Tätigkeit verharrt wird, variiert in unterschiedlichen Berufen stark. Eine Variationsbreite von 0 bis unter 80 Prozent während einer Tagesschicht ist festzustellen.  

Die komplette Studie ist auf der Seite des „Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)“ als pdf-Download vorhanden.

Individuelle Maßnahmen arbeitsplatzspezifisch gestalten
Wissenschaftliche Erkenntnisse wie die aktuelle Studie des IFA bieten die Möglichkeit, Führungskräften eines Unternehmens im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) Risiken für die Gesundheit aufzuzeigen und individuelle, arbeitsplatzspezifische Lösungsmöglichkeiten für die betroffenen Mitarbeiter zu entwickeln.

Um Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit im betrieblichen Umfeld langfristig erfolgreich einsetzen zu können, ist multifunktionales Knowhow im Bereich BGM notwendig. Die BSA-Akademie bietet die optimalen, nebenberuflichen Qualifikationsmöglichkeiten, um sich als die Fitness- und Gesundheitsunternehmen mit speziellen BGM-Dienstleistungen positionieren zu können.

Basisqualifikation „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“
Der IHK-Zertifikatslehrgang “Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)” richtet sich sowohl an Trainer und Gesundheitsexperten als auch an Mitarbeiter aus Unternehmen, die bereits im betrieblichen Gesundheitsmanagement bereits tätig sind oder tätig werden wollen.

Der Lehrgang vermittelt die erforderlichen Kompetenzen, um betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich in einem Unternehmen zu etablieren. Die Teilnehmer lernen die gesundheitliche Ausgangssituation im Betrieb zu analysieren, d. h. arbeitsplatzbedingte Belastungen zu identifizieren sowie die sich im direkten Arbeitsumfeld bietenden Gesundheitspotenziale zu erkennen und zielorientierte Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten daraus abzuleiten. Sie erhalten die notwendigen Kompetenzen, geeignete Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu planen, umzusetzen, zu koordinieren und hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Wirkungen zu bewerten sowie den wirtschaftlichen Nutzen aufzuzeigen.

BSA-Praxisworkshop: „Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement“
Ergebnisorientierte und am Bedarf des Unternehmens ausgerichtete Konzepte im betrieblichen Gesundheitsmanagement erfordern eine strukturierte Vorgehensweise, bei der zu Beginn die Ausgangssituation genau analysiert werden muss. Für viele Verantwortliche ist es daher interessant, welche Faktoren z. B. für den Krankenstand und die Produktivität im jeweiligen Betrieb verantwortlich sind. Ferner gilt es, Wünsche und Anforderungen von Beschäftigten an die Ausgestaltung eines BGM zu beachten. Mitarbeiterbefragung und die Arbeitsplatzanalyse mit Beurteilung der Ergonomie sind daher wesentliche Analyseinstrumente in einem BGM-Prozess.

Der dreitägige Praxisworkshop der BSA-Akademie „Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement“ vermittelt vertiefende und praxisorientierte Kompetenzen zur Konzeption, Durchführung und Auswertung einer Mitarbeiterbefragung und einer Arbeitsplatzanalyse mit Beurteilung ergonomischer Aspekte. Darüber hinaus werden konkrete Techniken zur Moderation von Workshops und Besprechungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vermittelt.

Interessante Links:
Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)
Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement
Initiative „Gesundheit im Betrieb selbst gestalten“

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