Im Gegensatz zum traditionellen „Öffentlichen Dienst“ sind bereits oder werden in naher Zukunft moderne Führungspositionen eingeräumt und entsprechend eine persönliche Kompetenz in der Personalentwicklung, in der Personalführung und in den Leistungsbewertungen vorausgesetzt.

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Foto von Annie Spratt

Jedoch keine Freiräume geschaffen, Mitarbeiter nicht auf Ihre Fähigkeiten geprüft oder gar Schulungen zur Personalführung zur Verfügung gestellt.

Hier werden nun von Führungskräften diese Qualifikationen mit Beginn der neuen Aufgaben und Führungsarchitektur abverlangt, oder vorausgesetzt um später die Mitarbeitergespräche und Leistungsdiagramme professionell durchzuführen, zu analysieren und zu bewerten.

Das verunsichert Mitarbeitende und Führungskräfte gleichermaßen.

Nun fragen wir uns einmal ob ein durch Dienstjahre ernannter Amtsleiter
diese Fähigkeiten in seinem Leistungskatalog innehat:

Durchsetzungsvermögen
Getroffene Entscheidungen werden auch gegen Einwendungen unter Berücksichtigung anderer Interessen durchgesetzt.

Entschlusskraft

Treffen und Umsetzen von Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt und Fähigkeit, sich rechtzeitig verbindlich festzulegen.

Kritikfähigkeit
Kritik an Zuständen und Personen gegenüber anderen sachlich zum Ausdruck bringen und mit ihnen konstruktive Lösungen suchen.

Selbstreflexion
Kritik an eigener Person zulassen und daraus konstruktive Lösungen entwickeln. Über eigenes Verhalten nachdenken und sich selbst in Frage stellen.

Gerechtigkeitssinn
Abwägen unterschiedlicher Standpunkte die keine willkürliche Ungleichbehandlung erkennen lassen.

Belastbarkeit
Der Belastung durch Zeitdruck, wechselnde sowie schwierigen Arbeits- und Führungssituationen gewachsen zu sein.

Verantwortungsbereitschaft
Fähigkeit, sich der Tragweite der Verantwortung für Arbeitsabläufe, Entwicklungen von Entscheidungen bewusst zu sein und Bereitschaft, sie innerhalb der übertragenen Zuständigkeit zu übernehmen.

Kreativität/Innovation
Bestehendes wird in Frage gestellt, neue Lösungen werden gesucht, langfristige Trends werden kritisch aufgegriffen und ggf. in Perspektiven oder Ideen umgesetzt; visionäres Planen kann gefordert sein.

Zuverlässigkeit
Aufgaben werden verantwortungsbewusst und nachvollziehbar erledigt, auf die Entscheidung ist Verlass.

Verbalkompetenz
Fähigkeit, verständlich und Adressaten gerecht zu kommunizieren; Gedanken und Sachverhalte werden schriftlich und mündlich Adressaten gerecht und dem Zweck der Äußerungen angemessen formuliert.

Auffassungsgabe
Fähigkeit, den wesentlichen Gehalt eines Sachverhaltes schnell und differenziert zu erfassen.

Geistige Beweglichkeit
Fähigkeit, sich von gewohnten Denk- und Handlungsweisen oder Aufgabenbereichen zu lösen und sich auf andere Anforderungen und Bedingungen einzustellen.

Selbstkompetenz
Fähigkeit, mit unterschiedlicher Unterstützung zu arbeiten, unterschiedlich große Handlungsfreiräume wahrzunehmen und darin eigenverantwortlich zu handeln, Chancen und Gefahren zu erkennen und nach neuen Lösungen zu suchen.

Sozialkompetenz
Verbindungen aufnehmen und erhalten. Durch Zusammenarbeit mit anderen gemeinsame Ergebnisse erzielen. Verständnis für die Standpunkte und Interessen anderer sowie die Bereitschaft zur Berücksichtigung anderer Auffassungen.

Teamfähigkeit
Fördern und Bündeln der Entscheidungs- und Leistungsbereitschaft einzelner im Team.

Kommunikationsfähigkeit
Fähigkeit, verständlich zu sprechen und überzeugend zu argumentieren sowie aktiv zuzuhören.
Zugehen auf andere, mit ihnen reden, auf Personen und Argumente eingehen und ihre Rückmeldungen wahrnehmen. Erkennen und Berücksichtigen von Motiven. Wahrnehmungsfähigkeit für die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen von Frauen und Männern.

Integrationsfähigkeit
Beteiligen aller und Einbinden auf sozialer und fachlicher Ebene.

Informationsbereitschaft
Bereitschaft, Informationen umfassend und gezielt weiterzuleiten.

Einfühlungsvermögen
Erkennen individueller Situationen, sich darauf einstellen können und Rücksicht nehmen. Wahrnehmung sozialer und gesundheitlicher Probleme. Erkennen und Erfassen der individuellen Stärken und Fähigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wertschätzung
Anerkennung guter Leistungen; Herausstellen des Anteiles der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Erfolgen gegenüber Vorgesetzten, Förderung der Leistungsbereitschaft .

Offenheit
Aufgreifen der Belange anderer, sie ernst nehmen und sich ihnen mitteilen.

Kritik- und Konfliktfähigkeit
Erkennen von Konflikten und Lösungen mit anderen gemeinsam suchen. Fähigkeit, mit Kritik umzugehen, Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, konstruktiv anzugehen und partnerschaftlich zu lösen ohne Schwächung der eigenen Arbeitsfähigkeit bzw. des Teams.

Einsatzbereitschaft
Einsetzen für die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sozialkompetenz, Teamfähigkeit/Kooperationsfähigkeit, Fähigkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit in einer Arbeitsgruppe/im Team im Rahmen der gemeinsamen Leistungserbringung.

Gleichstellungsförderndes Verhalten
Fähigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichberechtigt zu behandeln und die Gleichstellung von Frau und Mann im Betrieb nachhaltig zu fördern, diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen sowie ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Toleranz zu schaffen.

Personalentwicklung
Personalwerbung, Auswahlverfahren und Anstellung gleichstellungsgerecht durchführen, Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen; Förderung der Aus-, Fort- und
Weiterbildung von Mitarbeiterinnen, paritätische Besetzung von Stellen, Projekt- und Arbeitsgruppen.

Personaleinsatzplanung
Leitplanken setzen; fordern, anspruchsvolle und realistische Ziele setzen; offene und ehrliche Rückmeldungen; Mitarbeiterinformation; Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden durch Verbesserungen ihres fachlichen und betrieblichen Wissens und Könnens verbessern; Motivation; soziales Verständnis, Unparteilichkeit; Leistungspotenzial der Mitarbeitenden nutzen.

Andererseits verlangt man dann auch von den Mitarbeitenden herausragende Softskills um die Anforderungen der Personalführungskräfte zu unterstützen und ein spannungsfreies Wirken zu ermöglichen.
Eigeninitiative
aktives Handeln (treibt die Dinge vorwärts)
übernimmt Eigenverantwortung
Handlungsräume und Freiräume nutzen
Prioritäten setzen
Mut, die eigenen Ansichten zu vertreten
braucht wenig Anleitung/Unterstützung
Geistige Flexibilität
Fähigkeit, sich rasch auf wechselnde und evtl. neuartige Aufgaben, Situationen, Prioritäten und Personen einzustellen

Offen gegenüber Neuem
Innovationsfähigkeit
Lernfähigkeit und -bereitschaft
Kreativität
Toleranz
Reaktionsvermögen
Aufgeschlossenheit
Engagement
Bereitschaft, kontinuierliche Leistung zu erbringen, und zwar in persönlicher Hinsicht wie auch für das Team und die Abteilung

Entscheidungsfreude
risikogerechtes Entscheiden
Denken in Varianten
verschiedene Interessen berücksichtigen
Entscheidungsgeschwindigkeit
Anspruchsgruppen in den Entscheid einbeziehen

Integrationsfähigkeit
Kooperationsfähigkeit
Hilfsbereitschaft
Kollegialität
Rücksichtnahme
Gerechtigkeitsförderndes Verhalten
Geduld
Offenheit
Verständnis
Toleranz
Ideen anderer aufnehmen und weiterentwickeln
Bereitschaft, getroffene Entscheide mit zu tragen
für eigene Leistungen und Verhaltensweisen geradestehen
Hol- und Bringschuld definieren und einhalten.

Konflikte konstruktiv angehen
partnerschaftlicher Umgang mit Kritik
Kritik als Chance
konstruktive Kritik ist immer erlaubt

Es liest sich alles selbstverständlich und einfach umzusetzen. Doch sind wir nicht alle wichtig? Alle kleine oder große Extrawürste? Alle Individuell? So bleibt nur der Schluss, dass gute Personalführungskräfte – Künstler sind!

In diesem Sinne grüßt fröhlich
Ihre
Karin Frank