# Projekt &#8222;Amtsleiter&#8220; zur Entstaubung freigegeben&#8230;&#8230;&#8230;

*https://www.hrm.de/projekt-amtsleiter-zur-entstaubung-freigegeben/ — 2012-03-16*

*Im Gegensatz zum traditionellen „Öffentlichen Dienst“ sind bereits oder werden in naher Zukunft moderne Führungspositionen eingeräumt und entsprechend eine persönliche Kompetenz in der Personalentwicklung, in der Personalführung und in den Leistungsbewertungen vorausgesetzt.  
   
 Jedoch keine Freiräume geschaffen, Mitarbeiter nicht auf Ihre Fähigkeiten geprüft oder gar Schulungen zur Personalführung zur Verfügung gestellt.  
   
 Hier werden nun von Führungskräften diese Qualifikationen mit Beginn der neuen Aufgaben und Führungsarchitektur abverlangt, oder vorausgesetzt um später die Mitarbeitergespräche und Leistungsdiagramme professionell durchzuführen, zu analysieren und zu bewerten.   
   
 Das verunsichert Mitarbeitende und Führungskräfte gleichermaßen.   
   
 Nun fragen wir uns einmal ob ein durch Dienstjahre ernannter Amtsleiter  
 diese Fähigkeiten in seinem Leistungskatalog innehat:*  
   
 **Durchsetzungsvermögen**  
 Getroffene Entscheidungen werden auch gegen Einwendungen unter Berücksichtigung anderer Interessen durchgesetzt.  
 **Entschlusskraft**  
 Treffen und Umsetzen von Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt und Fähigkeit, sich rechtzeitig verbindlich festzulegen.  
   
 **Kritikfähigkeit**Kritik an Zuständen und Personen gegenüber anderen sachlich zum Ausdruck bringen und mit ihnen konstruktive Lösungen suchen.  
   
 **Selbstreflexion**  
 Kritik an eigener Person zulassen und daraus konstruktive Lösungen entwickeln. Über eigenes Verhalten nachdenken und sich selbst in Frage stellen.  
   
 **Gerechtigkeitssinn**Abwägen unterschiedlicher Standpunkte die keine willkürliche Ungleichbehandlung erkennen lassen.  
   
 **Belastbarkeit**  
 Der Belastung durch Zeitdruck, wechselnde sowie schwierigen Arbeits- und Führungssituationen gewachsen zu sein.  
   
 **Verantwortungsbereitschaft**  
 Fähigkeit, sich der Tragweite der Verantwortung für Arbeitsabläufe, Entwicklungen von Entscheidungen bewusst zu sein und Bereitschaft, sie innerhalb der übertragenen Zuständigkeit zu übernehmen.  
   
 **Kreativität/Innovation**  
 Bestehendes wird in Frage gestellt, neue Lösungen werden gesucht, langfristige Trends werden kritisch aufgegriffen und ggf. in Perspektiven oder Ideen umgesetzt; visionäres Planen kann gefordert sein.  
   
 **Zuverlässigkeit**  
 Aufgaben werden verantwortungsbewusst und nachvollziehbar erledigt, auf die Entscheidung ist Verlass.  
   
 **Verbalkompetenz**Fähigkeit, verständlich und Adressaten gerecht zu kommunizieren; Gedanken und Sachverhalte werden schriftlich und mündlich Adressaten gerecht und dem Zweck der Äußerungen angemessen formuliert.  
   
 **Auffassungsgabe**  
 Fähigkeit, den wesentlichen Gehalt eines Sachverhaltes schnell und differenziert zu erfassen.  
   
 **Geistige Beweglichkeit**  
 Fähigkeit, sich von gewohnten Denk- und Handlungsweisen oder Aufgabenbereichen zu lösen und sich auf andere Anforderungen und Bedingungen einzustellen.  
   
 **Selbstkompetenz**  
 Fähigkeit, mit unterschiedlicher Unterstützung zu arbeiten, unterschiedlich große Handlungsfreiräume wahrzunehmen und darin eigenverantwortlich zu handeln, Chancen und Gefahren zu erkennen und nach neuen Lösungen zu suchen.  
   
 **Sozialkompetenz**  
 Verbindungen aufnehmen und erhalten. Durch Zusammenarbeit mit anderen gemeinsame Ergebnisse erzielen. Verständnis für die Standpunkte und Interessen anderer sowie die Bereitschaft zur Berücksichtigung anderer Auffassungen.  
   
 **Teamfähigkeit**  
 Fördern und Bündeln der Entscheidungs- und Leistungsbereitschaft einzelner im Team.  
   
 **Kommunikationsfähigkeit**  
 Fähigkeit, verständlich zu sprechen und überzeugend zu argumentieren sowie aktiv zuzuhören.  
 Zugehen auf andere, mit ihnen reden, auf Personen und Argumente eingehen und ihre Rückmeldungen wahrnehmen. Erkennen und Berücksichtigen von Motiven. Wahrnehmungsfähigkeit für die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen von Frauen und Männern.   
   
 **Integrationsfähigkeit**  
 Beteiligen aller und Einbinden auf sozialer und fachlicher Ebene.  
   
 **Informationsbereitschaft**Bereitschaft, Informationen umfassend und gezielt weiterzuleiten.  
   
 **Einfühlungsvermögen**Erkennen individueller Situationen, sich darauf einstellen können und Rücksicht nehmen. Wahrnehmung sozialer und gesundheitlicher Probleme. Erkennen und Erfassen der individuellen Stärken und Fähigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.   
   
 **Wertschätzung**Anerkennung guter Leistungen; Herausstellen des Anteiles der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Erfolgen gegenüber Vorgesetzten, Förderung der Leistungsbereitschaft .  
   
 **Offenheit**Aufgreifen der Belange anderer, sie ernst nehmen und sich ihnen mitteilen.  
   
 **Kritik- und Konfliktfähigkeit**  
 Erkennen von Konflikten und Lösungen mit anderen gemeinsam suchen. Fähigkeit, mit Kritik umzugehen, Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, konstruktiv anzugehen und partnerschaftlich zu lösen ohne Schwächung der eigenen Arbeitsfähigkeit bzw. des Teams.  
   
   
 **Einsatzbereitschaft**Einsetzen für die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sozialkompetenz, Teamfähigkeit/Kooperationsfähigkeit, Fähigkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit in einer Arbeitsgruppe/im Team im Rahmen der gemeinsamen Leistungserbringung.  
   
   
 **Gleichstellungsförderndes Verhalten**Fähigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichberechtigt zu behandeln und die Gleichstellung von Frau und Mann im Betrieb nachhaltig zu fördern, diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen sowie ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Toleranz zu schaffen.  
   
 **Personalentwicklung**  
 Personalwerbung, Auswahlverfahren und Anstellung gleichstellungsgerecht durchführen, Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen; Förderung der Aus-, Fort- und  
 Weiterbildung von Mitarbeiterinnen, paritätische Besetzung von Stellen, Projekt- und Arbeitsgruppen.  
   
   
 **Personaleinsatzplanung**  
 Leitplanken setzen; fordern, anspruchsvolle und realistische Ziele setzen; offene und ehrliche Rückmeldungen; Mitarbeiterinformation; Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden durch Verbesserungen ihres fachlichen und betrieblichen Wissens und Könnens verbessern; Motivation; soziales Verständnis, Unparteilichkeit; Leistungspotenzial der Mitarbeitenden nutzen.  
   
   
 *Andererseits verlangt man dann auch von den Mitarbeitenden herausragende Softskills um die Anforderungen der Personalführungskräfte zu unterstützen und ein spannungsfreies Wirken zu ermöglichen*.   
 Eigeninitiative  
 aktives Handeln (treibt die Dinge vorwärts)  
 übernimmt Eigenverantwortung  
 Handlungsräume und Freiräume nutzen  
 Prioritäten setzen  
 Mut, die eigenen Ansichten zu vertreten  
 braucht wenig Anleitung/Unterstützung  
 Geistige Flexibilität  
 Fähigkeit, sich rasch auf wechselnde und evtl. neuartige Aufgaben, Situationen, Prioritäten und Personen einzustellen  
   
 Offen gegenüber Neuem  
 Innovationsfähigkeit  
 Lernfähigkeit und -bereitschaft  
 Kreativität   
 Toleranz   
 Reaktionsvermögen  
 Aufgeschlossenheit   
 Engagement   
 Bereitschaft, kontinuierliche Leistung zu erbringen, und zwar in persönlicher Hinsicht wie auch für das Team und die Abteilung  
   
 Entscheidungsfreude   
 risikogerechtes Entscheiden   
 Denken in Varianten   
 verschiedene Interessen berücksichtigen  
 Entscheidungsgeschwindigkeit   
 Anspruchsgruppen in den Entscheid einbeziehen   
   
 Integrationsfähigkeit  
 Kooperationsfähigkeit  
 Hilfsbereitschaft  
 Kollegialität  
 Rücksichtnahme  
 Gerechtigkeitsförderndes Verhalten  
 Geduld  
 Offenheit  
 Verständnis  
 Toleranz  
 Ideen anderer aufnehmen und weiterentwickeln   
 Bereitschaft, getroffene Entscheide mit zu tragen   
 für eigene Leistungen und Verhaltensweisen geradestehen   
 Hol- und Bringschuld definieren und einhalten.  
   
 Konflikte konstruktiv angehen  
 partnerschaftlicher Umgang mit Kritik  
 Kritik als Chance  
 konstruktive Kritik ist immer erlaubt  
   
 *Es liest sich alles selbstverständlich und einfach umzusetzen. Doch sind wir nicht alle wichtig? Alle kleine oder große Extrawürste? Alle Individuell? So bleibt nur der Schluss, dass gute Personalführungskräfte - Künstler sind!  
   
 In diesem Sinne grüßt fröhlich  
 Ihre  
 Karin Frank*
