person stepping down on brown wooden stairs aerial photography
Foto von Raphael Koh

In Potsdam gibt es einen Ortsteil, der Grube heißt. Viele Leute wohnen nicht dort. Aber die Gruber haben auf sich aufmerksam gemacht, als sie erlebten, dass die Umstellung des Fahrplans ihrer Buslinie 612 im letzten Dezember ihnen nur Ärger brachte. Jeder, der viel länger zur Arbeit anreisen musste, war einer zu viel. Man sammelte also Hunderte Unterschriften gegen den neuen Fahrplan. Lange Reisewege drücken nun mal auf die Lebensqualität und tragen auch nicht zur guten Work-Life-Balance bei. Und die Zeiten, in denen man solch Beschwernis rühmlich auf sich nahm, sind auch vorbei. Arbeitgebern kann es ebenfalls nicht recht sein, wenn auf Bahn und Bus kein Verlass ist. 

Das ZDF hat sich mit seiner Sendung „planet e“ dem Thema Mobilität nun angenommen und hat ergründet, was 30 Millionen Menschen in Deutschland mit Bus und Bahn täglich erleben. Der Sender hat den Trierer Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim begleitet, der sich sein ganzes Berufsleben lang mit der Planung des ÖPNV beschäftigt hat. Gegenwärtig arbeitet er im Leipziger Umland an neuen Verkehrsmodellen, ist aber auch im Ruhrgebiet unterwegs, wo der ÖPNV durch die Finanzschwäche der Kommunen in immer größere Not gerät. Eines der prominenten Beispiele für Engpässe ist die stark frequentierte Stadtbahn zwischen Duisburg und Düsseldorf. Sie droht stillgelegt zu werden, wenn nichts unternommen wird.  

„planet e.“ stellt eine Lösung für den ausgedünnten Nahverkehr auf dem Land vor: Die Einführung von Bürger- oder Kombibussen, die gleichzeitig Personen und Güter in dünn besiedelten Regionen befördern.  


HRM.de empfiehlt den Fernsehbeitrag Recruitern,
Employer Brandern und interessierten Personalern.
Die Sendung jetzt anschauen:
www.zdf.mediathek.de



(sh) |
Fotocredit: 
Manfred Kessler | ZDF