Einstellungssache: Assessment-Center auf dem Prüfstand

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Foto von Mimi Thian

[left][size=medium][left][size=small]Bereits seit 1980 wenden deutsche Unternehmen Assessment-Center (AC) an, um eine Personalauswahl zu treffen oder auch Personalentwicklung voranzutreiben. Studien belegen, dass drei von vier Unternehmen auf AC’s setzen. Vorrangiges Ziel eines AC’s ist, Verhalten und Kompetenzen eines Bewerbers oder auch Mitarbeiters zu ermitteln. Gruppendiskussionen, Fallstudien, Postkorbübungen und Rollenspiele zählen in der Regel zu dem Testszenario. Das Verhalten überprüfen dann so genannte Assessoren, das können Psychologen, Mitarbeiter aus verschiedenen Firmen sein oder auch externe Beratungsfirmen. Erfreuen sich Assessment-Center großer Beliebtheit, birgt das die Gefahr, dass sich zunehmend Nicht-Fachleute im Markt tummeln, die viel “zu wenig von der Diagnostik verstehen”,  fürchtet Professor Heinz Schuler von der Universität Hohenheim. 

Statt die immer gleichen Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Analysefähigkeit zu überprüfen, wäre es ratsamer, zu fragen, wen will ich eigentlich? Den Eloquenten oder den Detailverliebten. Viele Arbeitgeber nehmen sich zu wenig Zeit dafür, diese Frage vorab zu klären. Selbst wenn die Selbstdarstellung oder das Selbstmarketing einen Vorteil für den Kandidaten bergen, sollte das nicht überschätzt werden. Möglicherweise ist der introvertierte Bewerber besser geeignet als der, der es es versteht, sich nach außen hin gut zu verkaufen. Durchschnittlich jede fünfte Stellenbesetzung geht laut einer Studie der Personalberatung DDI daneben und das ist dann teuer. “In professioneller Personalauswahl steckt eine große Chance. Gut ausgebildete Personalverantwortliche und Interviewer erzielen enorme Kostenersparnisse”, empfiehlt Stefan Ingendoh, Senior Consultant von DDI Deutschland.

In guten Centern werden Kandidaten, die sich künstlich verstellen, um zu glänzen, erkannt werden. In schlechten Centern werden sie womöglich durchkommen. Doch ob ihnen das letztendlich im Berufsalltag nutzt, ist fraglich. 

Mehr zur DDI-Studie:
www.ddiworld.de/about/pr_releases_de.asp

Mehr dazu in dem  Artikel von Nicola Holzapfel unter:  
[/left][/size][/left][/size]www.sueddeutsche.de/jobkarriere/799/502038/text/  

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