Neue Wege in der Arbeitnehmerüberlassung

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Foto von Kaleidico

Die FOM Hochschule in München eröffnet heute das neugegründete Institute of Management & Information Systems, kurz „mis“. Der Forschungsschwerpunkt des mis liegt in der IT-Unterstützung von Personalprozessen z.B. durch E-Recruiting. Ein aktuelles Forschungsprojekt mit dem Titel eMarkt Zeitarbeit beschäftigt sich mit dem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand bei der Vermittlung von Arbeitskräften in der Zeitarbeit. Mit beteiligt an der Entwicklung einer IT-Lösung sind auch HR4YOU und andere Praxispartner.

Die technische Umsetzung des Projektes hat HR4YOU zusammen mit Advola ausgearbeitet. Entstanden ist eine Kombination aus Jobbörse mit Stellenanzeigen von Unternehmen und aus einem Bewerberportal mit Kandidatenprofilen. Zeitarbeitnehmer haben auf diese Weise die Möglichkeit sich quasi selbst zu vermitteln und gezielt einen neuen Arbeitsplatz zu suchen anstatt eine Stelle vorgeschlagen zu bekommen. Auftraggeber können anhand der vorhandenen Profile geeignete Kandidaten auswählen.

Im Zeitarbeitsumfeld wird viel über Kosten, Equal Pay und die neuen Branchenzuschläge diskutiert. Einer der HR4YOU-Kunden bietet nun als neues Modell eine Jobbörse für Zeitarbeit an – unter advola.de. Hier können Zeitarbeitnehmer und Unternehmen über den Dienstleister Advola online Zeitarbeit abwickeln. Bei diesem Ansatz entfällt ein Großteil der üblichen organisatorischen Prozesse. Diesen finanziellen Vorteil aus einer geringeren internen Kostenstruktur kann Advola in Form niedriger Faktoren an Kunden und in Form höherer Gehälter an Zeitarbeitnehmer weitergeben – eine klassische Win-Win-Situation also.

Seit Ende 2010 arbeiten Advola und andere Praxispartner wie HR4YOU zusammen mit einem Forschungsteam der FOM Hochschule München unter der Leitung von Prof. Dr. Ricardo Büttner an der Marktplattform für die Vermittlung von Zeitarbeitskräften. Innerhalb der Plattform ist ein Automatismus geplant, der die Verhandlungen zwischen den Parteien über Gehalt und Leistung erleichtert und so den organisatorischen Aufwand minimiert. Ziel ist es, die Vermittlung der Arbeitskräfte auf vorhandene Stellen zeitlich und finanziell zu optimieren. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Aspekt der Förderung von Beschäftigung.

Sebastian Ofer

Chefredakteur bei HRM Research Institute

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