Studie: Von wegen ganz anders – Generation Y tickt wie Babyboomer

|
MacBook Pro, white ceramic mug,and black smartphone on table
Foto von Andrew Neel

2.051 Befragte allen Alters – eine Meinung

Für die Arbeitsmarktstudie beauftragte Orizon das Marktforschungsunternehmen Lünendonk. 2.051 Arbeitnehmer und Jobsuchende zwischen 16 und 65 Jahren beteiligten sich. Gefragt wurde nach ihrer Sicht auf die Arbeitswelt. Dabei kam im Endeffekt nichts Neues, weil Selbstredendes heraus: Die Befragten aller Altersklassen erwarten von Arbeitgebern in erster Linie sichere Jobs,  leistungsgerechte Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, legen auf kurze Anfahrtswege Wert und wollen Abwechslung im Beruf. Das zeichnet für sie Arbeitgeberattraktivität aus. Urlaubsgeld, Weiterbildungsangebote, Unternehmensimage, Fahrtkostenzuschüsse, Betriebssport und viele andere Tools aus dem HR-Methodenkoffer spielen für alle Befragten bei weitem keine so große Rolle. 

Wo war da Wandel?

Und was ist nun mit dem viel beschworenen Wertewandel bei den jüngeren Menschen? Dieter Traub, Geschäftsführer der Orizon GmbH, resümiert: „Der Unterschied zwischen den Generationen besteht darin, dass die Jungen offensiv ihre Präferenzen kommunizieren und Leistungen einfordern“. Kündigen sei für Junge außerdem dann noch eine reale Option bei Jobfrust, selbst wenn es keine Alternative gibt.

Das ist an sich inszwischen über die Generation Y bekannt. Die jugendliche Tendenz zum raschen Jobabbruch untermauern auch die Zahlen der Studie: 34,4 Prozent der Beschäftigten zwischen 20 und 29 Jahren suchten zum Zeitpunkt der Befragung aktiv nach einer neuen Stelle und 64,8 Prozent dieser Altersgruppe schätzen ihre Chance, diese auch zu finden, als „sehr gut“ oder „eher gut“ ein. Zum Vergleich: Von den 50- bis 65-Jährigen mit festem Job sind nur 16,8 Prozent aktiv auf Jobsuche. Sie sehen ihre Chancen pessimistischer, etwas Neues zu finden. 70,1 Prozent der 50plus-Arbeitnehmer bewerten diese mit „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“.  Interessantes Stuiendetail: Dieser Altersgruppe ist es lieber, eine betriebliche Altersvorsorge zu haben als im Job Abwechslung zu genießen.


Vollständige Studie ansehen: www.orizon.de
Fotocredit: Georg Sander | www.pixelio.de

Melde dich jetzt zum HRM Newsletter an