Betriebliche Ausbildung – quo vadis?

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Einladung zur 17. Management Circle Jahreskonferenz
„Zukunftsmotor Betriebliche Ausbildung“  

Was sind die Ausbildungstrends 2013?
Das erfahren Sie bei der Konferenz „Zukunftsmotor Betriebliche Ausbildung“ am 16. und 17. April 2013 in Stuttgart, dem jährlichen Treffpunkt für Ausbilder und Ausbildungsverantwortliche.

Was erwartet Sie an diesen beiden Tagen?
Auf jeden Fall eine spannende Mischung: Praxisberichte aus verschiedenen Branchen, eine exklusive Werksbesichtigung und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen. Sie erhalten wichtige Impulse und erfahren die besten Strategien und Instrumente für Ihre erfolgreiche Ausbildungsarbeit.

Schwerpunkte der Jahrestagung:

  • Effektive Auswahlprozesse und Konzepte zur Nachwuchssicherung
  • Strategien gegen mangelnde Ausbildungsreife
  • Das Prinzip der Kohärenz in der Ausbildung
  • Ausbildung im Verbund als Chance: Von der Ausbildungswerkstatt zum Bildungspartner
  • Der Azubi als Chef: Best Practice-Beispiele und Key Learnings
  • Lernen mit Smartphones & Tablets
  • Auslandspraktika für Azubis: Von der Antragsstellung bis zur Nachbereitung

Das hört sich für Sie interessant an? Mehr Informationen finden Sie unter diesem Link.

Den Fachkräftemangel zu beklagen ist einfach. Mit einer klugen Strategie gute Bewerber für das eigene Unternehmen zu begeistern, ist dagegen eine große Herausforderung – die sich aber auf lange Sicht auszahlt. Um geeignete Azubis für das Unternehmen zu begeistern, muss man sich dem Verhalten und den Wünschen der Jugendlichen ein Stück weit anpassen. So geht für die Generation Y bzw. Generation Online, geboren zwischen 1980 und 2000, auch im Job beispielsweise nichts ohne Facebook, Twitter und iPhone. Sie kommunizieren heute anders, weswegen ein Umdenken im Unternehmen stattfinden muss. Passen herkömmliche Ausbildungskonzepte denn überhaupt noch zur Lebenswelt der Jugendlichen, deren Alltag durch Social Media geprägt ist? Es gilt die Jugendlichen entsprechend ihres Lern- und Kommunikationsverhaltens auszubilden, indem man Social Media und neue Technologien sinnvoll in die betriebliche Ausbildung integriert und deren Vorteile nutzt.

Das Problem: Viele Ausbilder gehören eher zur Generation der Digital Immigrants, d. h. sie sind nicht so selbstverständlich mit dem Web 2.0 aufgewachsen wie die Generation Online, die sich um die Ausbildungsplätze bewirbt. Deshalb liegt es Ausbildern oftmals fern, Social Media, Smartphones und Tablets als sinnvolle Lernhilfe einzusetzen. Doch kann es sich ein Unternehmen überhaupt noch leisten, die Lebenswelt junger Menschen zu ignorieren? Sollten sich vielleicht nicht nur Jugendliche an die Anforderungen der Unternehmen anpassen, sondern im Gegenzug auch die Unternehmen an den zunehmend netzbasierten Alltag der zukünftigen Fach- und Führungskräfte?

Und darüber hinaus: Die aktuellen Azubigenerationen haben nicht nur ein anderes Medienverhalten, sondern auch andere Werte und Vorstellungen als frühere Generationen.

Hat man passende Auszubildende gefunden, kann man sich als Unternehmen natürlich nicht zurücklehnen. Die nächste drängende Frage lautet dann: Wie motiviere ich die Auszubildenden? Wie schaffe ich es, dass sie gerne Neues lernen und sich nicht nur im Unternehmen wohl, sondern auch für ihre Arbeit verantwortlich fühlen?

Den heutigen Azubis ist es wichtig einen Sinn in Ihrer Arbeit zu sehen, wertgeschätzt zu werden und nicht nur Kaffee zu kochen oder zum Kopierer geschickt zu werden. Sie sind umso motivierter, desto anspruchs- und verantwortungsvoller ihre Aufgaben gestaltet sind. Hierzu eignen sich besonders Azubiprojekte bei denen den Jugendlichen für einen gewissen Zeitraum beispielsweise die Leitung einer ganzen Filiale, einer Werkstatt oder eines Bereichs übertragen wird und derjenige mit der besten Leistung als „Nachwuchschef“ ausgezeichnet wird. Den Azubis Vertrauen entgegenzubringen und ihre Leistung zu würdigen, ist der größte Motivator überhaupt. Zusätzlich ergeben sich enorme Entwicklungssprünge und ein besseres wirtschaftliches Verständnis der Azubis. Es lohnt sich also Verantwortung abzugeben und sich positiv überraschen zu lassen.
Manche Unternehmen gehen aber noch viel weiter. Sie versuchen nicht nur, die Rosinen aus dem nicht gerade üppig ausfallenden Bewerberkuchen herauszupicken und diese entsprechend zu fördern. Sondern sie stellen sich auch auf die oftmals geringe Ausgangsqualifikation der Bewerber ein und suchen bei den jungen Menschen nach bislang unentdeckten Talenten. So nutzen sie beispielsweise die staatlich geförderte Einstiegsqualifikation, um vermeintlich nicht-ausbildungsreife Azubis in einem Langzeitpraktikum fit für eine anschließende Ausbildung zu machen. Bei guter Leistung lässt sich diese Zeit sogar auf die Ausbildungsdauer anrechnen. Auch diese Strategie ist ein wichtiger Baustein, um seinen zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken.

Alles in allem liegt die Kunst darin, Veränderungen nicht zu bekämpfen, sondern für sich zu nutzen. Denn wie hat Heraklit schon vor mehr als 2.500 Jahren gesagt: Nichts ist beständiger als der Wandel.

Suchen Sie nach konkreten Instrumenten und Strategien für Ihre erfolgreiche Ausbildungsarbeit? Diese finden Sie bei der jährlichen Wissensplattform für Ausbildungstrends „Zukunftsmotor betriebliche Ausbildung“ von Management Circle AG. Freuen Sie sich auf einen Austausch mit Fachkollegen, zahlreichen Best-Practice-Beispielen und viele neuen Impulsen!

Gute Bewerber zu finden ist allerdings alles andere als einfach. Und selbst wenn man diese gefunden hat, stehen Unternehmen vor weiteren Herausforderungen, z. B. wie man Azubis motiviert, wie sie sich für ihre Arbeit verantwortlich fühlen und wie man nicht-ausbildungsreife Jugendliche integriert und die Kluft zwischen Schulsystem und Praxis überwindet.

 

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