OECD nimmt deutschen Kündigungsschutz in die Mangel

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Foto von Austin Distel


Nun ist die Mai-Prognose der OECD eingetreten. Deutschlands Quote liegt jetzt bei 5,3 Prozent. Im Euro-Raum rangiert der Schnitt der Arbeitslosenquoten indessen bei 12,2 Prozent. Die OECD mutmaßt nun aufgrund ihrer aktuellen Entwicklungsdaten, dass sich das Gefälle zwischen Gewinnern und Verlierern im europäischen Feld weiter verschärfen werde.

Im Rahmen der neuen OECD-Erhebung hatte die Organisation die Kündigungsschutzbestimmungen der Mitgliedsstaaten unter die Lupe genommen. Dabei sei ihr aufgefallen, dass deutsche Unternehmen mit den härtesten Bestimmungen arbeiteten. Einzigartig sei dabei die parallele Anwendung von Sozialauswahl und der Nachweis dessen, dass eine Weiterbeschäftigung eines Arbeitnehmers in einer anderen Funktion unmöglich ist. Anhand dieser gesetzlichen Gegebenheit mutmaßten die Experten, dass deutsche Betriebe künftig Probleme mit einer Anpassung an internationale Marktbewegungen bekommen könnten. Dies wiederum könne ihre Wettbewerbsfähigkeit senken.

Als positive Entwicklung hob die OECD allerdings hervor, dass die Beschäftigungsrate älterer Arbeitnehmer in Deutschland steige. Der Grund dafürliege darin, dass Rentenabschläge auf einen frühzeitigen Renteneinstieg stiegen, die Altersteilzeit fortschreitend abgeschafft werde und Arbeitslosengeldansprüche unverändert gering seien. 


Fotocredit: Pii Mad / www.pixelio.de

 

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