Quer. Gelesen. Zwei Studien. Zwei Realitäten. Firmen entwickeln Mitarbeiter – oder doch nicht?

selective focus photography of people sitting on chairs while writing on notebooks
Foto von The Climate Reality Project

Zurück zur weltweiten Studie von The Conference Board. Ihr zufolge setzen Manager aus Asien, Europa und den Vereinigten Staaten Human Capital, Unternehmensoptimierung, Innovation und Kundenbeziehungsmanagement auf die Agenda ihrer wichtigsten Ziele. Damit hat sich der Fokus stark verschoben. Im Vorjahr lauteten die Ziele „Management von globalen und ökonomischen Risiken“ sowie „staatliche Regulierungen“. Rebecca Ray, Senior Vice President “Human Capital at The Conference Board” und Mitautorin des Reports erklärt die neue Agenda der CEOs damit, dass Human Capital nicht nur eine kritische Business-Funktion sei, sondern grundlegend verbunden ist mit Innovation, operationaler Exzellenz und anderen Herausforderungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wählten Unternehmen einen langfristigen Ansatz zur Fach- und Führungskräftesicherung.


Fotocredit: Gerd Altmann / www.pixelio.de

Dass Mitarbeiter in der Weiterbildung selbst mehr aktiv werden müssen, zeigt auch ein Blick auf die Weiterbildungsbudgets 2013. Laut TNS Infratest-Studie erwarten Personalmanager, dass weniger Geld für Bildung in den Kassen ihrer Unternehmen gebündelt wird: 70 Prozent rechnen mit gleichbleibenden beziehungsweise steigenden Budgets, 23 Prozent mit sinkenden Budgets. Zum Vergleich: Im Vorjahr gingen 74 Prozent von gleichen oder steigenden aus, und 15 Prozent von sinkenden Budgets.

Der Auftraggeber der TNS-Studie, die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD), kommentierte die Ergebnisse: “Arbeitnehmer, die Initiative zeigen, sind bei ihren Chefs gerne gesehen. Denn sie sind zielstrebig, nutzen Freiräume und gelten als verantwortungsbewusst. Sie bringen neue Ideen ins Unternehmen ein und tragen dazu bei, innovativ und wettbewerbsfähig zu sein”, so Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. Die Studie zeige weiterhin, dass viele HR-Manager Mitarbeiter schätzen, die sich per Fernunterricht weiterbilden. Denn diese zeigten sich als besonders zielorientiert und leistungsbereit. Fernunterricht ermögliche zudem eine gute Vereinbarkeit von Weiterbildung, Job und Familie, weil sie zeit- und ortsflexibel sei.

Sebastian Ofer

Chefredakteur bei HRM Research Institute

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