Bewegungsmangel gilt als einer der größten gesundheitlichen Risikofaktoren unserer modernen Arbeitswelt. Fast alles lässt sich heute auf Knopfdruck erledigen, sodass wir unseren Bürostuhl kaum noch verlassen müssen. Mehr als neun Stunden verbringen die meisten Berufstätigen heute im Sitzen; selbst die kleinen Bewegungspausen zwischendurch bleiben bei jedem Zweiten im hektischen Joballtag auf der Strecke. Hinzu kommt, dass nicht einmal mehr die Hälfte der Deutschen regelmäßig Sport treibt. „80 Prozent der Deutschen bewegen sich viel zu wenig und kommen nicht einmal auf die empfohlenen zwei Stunden in der Woche“, schätzt Sportwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Bös vom Karlsruher Institut für Technologie. Dabei geht es nicht nur um den inneren Schweinehund, der davon abhält öfter mal die Sportschuhe zu schnüren, auch Zeitmangel und eine zu starke berufliche Belastung sind für viele Erwerbstätige ein Grund für ihre niedrige Bewegungsbilanz.

Es ist aber nicht wegzudisuktieren: Je weniger Bewegung, desto schlechter ist die Gesundheit. Bewegungsmuffel leiden häufiger unter den bekannten Volkskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder orthopädischen Beschwerden. Die Folgen spüren nicht nur die betroffenen Mitarbeiter selbst, sondern auch die Arbeitgeber - in einer geringeren Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter oder in einer höheren Anzahl an krankheitsbedingten Fehltagen. Dabei wünschen sich, wie eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, rund 90 Prozent der Berufstätigen mehr Bewegungsangebote von ihren Unternehmen - fast jeder Dritte findet jedoch keine vor. Wie digitales BGM hier unterstützen kann? 

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Foto von Drew Beamer



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Prof Bös im Interview 
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