Internationales Recruiting

A group of friends at a coffee shop
Foto von Brooke Cagle

Nicht nur in Deutschland nimmt der Fachkräftemangel zu, auch im Nachbarland Österreich werden die Mitarbeiter in einigen Bereichen rar. Schon seit Monaten verkündet das österreichische Arbeitsamt AMS einen Stellenrekord nach dem nächsten. Jüngstes Beispiel: Im ersten Halbjahr 2008 stieg die Zahl der offenen Positionen im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent. Derzeit scheint der Wind zu drehen. Einige große Unternehmen haben umfangreichere Entlassungen angekündigt, darunter Telekom Austria, Bank Austria, Infineon und Siemens. Das Thema Fachkräftemangel ist dennoch für viele Unternehmen aktuell. Besonders gefragt sind Fachkräfte für den Metallbereich – allen voran Fräser, Schweißer und Dreher, aber auch Schlosser, Maschinenbau-Techniker und Elektroinstallateure. Das AMS startet jetzt eine Schulungsoffensive und will 20.000 Fachkräfte für den Metallbereich ausbilden. Eine sinnvolle Initiative, denn Versuche, entsprechend ausgebildete Mitarbeiter aus den neuen EU-Ländern zu rekrutieren, sind in der Vergangenheit mehr oder weniger kläglich gescheitert. Internationales Recruiting stößt eben schnell an seine Grenzen, wenn die Nachbarn zunehmend mit ähnlichen Besetzungsproblemen zu kämpfen haben.

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