HR-Software: Fluch oder Segen?

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Foto von Clayton Cardinalli

Erwartungen der Personaler
an eine HR-Software 

Ein großer Anteil der befragten Unternehmen (12%) gab an, bereits seit über 20 Jahren mit einer HR-Software zu arbeiten und 60% setzt die bereits vorhandene Software schon seit über 5 Jahren ein. Dieses Ergebnis zeigt eindeutig, dass HR-Software schon lange kein Fremdwort mehr für Unternehmen ist und wichtige HR-Prozesse bereits mit ihrer Hilfe unterstützt werden.
Dabei ist den Personalern besonders wichtig, dass eine reibungslose „Bedienbarkeit“ gegeben ist. 

Weitere wichtige Kriterien sind die „Abdeckung wichtiger HR-Prozesse“, die „Stabilität der Software“ und die „Datensicherheit“.

Dabei kommen am häufigsten Software-Programme für „Arbeitszeitmanagement“ sowie „Zeit- und Zutrittserfassung“ (73%) zum Einsatz. Doch auch das „Bewerbermanagement“ mit 67% und „ Lohn- und Gehaltsabrechnung“ mit 66% stehen ganz oben auf der Liste der am häufigsten genutzten Softwareprogramme. 

Die Zufriedenheit der Personaler mit der im Unternehmen bereits vorhandenen HR-Software ist hierbei erfreulicherweise hoch. Ganze 55 % sind „zufrieden“ und 22 % sind mit den unterschiedlichen Softwareanwendungen sogar „sehr zufrieden“.

Besonders positiv bewerteten die  Personaler folgende Punkte:

● die „Zeitersparnis“ (72% sahen darin einen positiven Aspekt der Software)

● die „Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse“ (70%) sowie

● die „Kostenersparnis“ (44%)

Doch nicht immer wurden die Anforderungen erfüllt. 19% der Befragten gab an mit der Software „unzufrieden“ gewesen zu sein. Die Gründe dafür waren eindeutig: Die Software war nicht leicht zu bedienen, wichtige HR-Prozesse wurden nicht abgedeckt und die Datensicherheit war unzureichend. 

Hinzu kamen weitere Probleme, die zu Beschwerden an den Softwarelösungen führten. Über die Hälfte der Befragten mit 52% waren damit unzufrieden, dass die Schnittstellen zu anderen Softwarelösungen nicht funktionierten. 43% der Befragten beklagten auch den schlechten Service des Anbieters in Bezug auf Erreichbarkeit und Reaktionszeit und 45% dass wichtige Prozesse der HR-Arbeit nicht abgebildet wurden.

Ein Blick in die HR-Zukunft

Fest steht: HR-Software kann in vielen Bereichen eine Unterstützung im HR-Alltag bieten und die Personaler nicht nur in administrativer Hinsicht unter die Arme greifen, sondern auch bei strategischen Fragestellungen hilfreich sein. So wollen 30% der befragten Personaler HR-Software im Bereich des „Kompetenzmanagements“ einführen und 28% denken darüber nach ein softwaregestütztes „Talentmanagement“ einzusetzen. Doch fehlt im Alltagsgeschäft oft die Zeit sich intensiv mit den unterschiedlichen Angeboten auseinanderzusetzen. Hinzu kommt,  dass die Menge an Softwareanwendungen oft unüberschaubar ist und viele Personaler im Angebotsdschungel den Überblick verlieren. Der demografische Wandel und der daraus entstehende Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren noch weiter zuspitzen wird, zwingt die Unternehmen sich weiterhin mit dem Thema HR-Software auseinanderzusetzen, um strategisch auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet zu sein.


Zusätzliche Information zur Studie:
HR-Software-Report 2014


Fotocredit: S. Hofschlaeger | www.pixelio.de

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