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Networking für Freelancer: Keine Einbahnstraße, sondern Geben und Nehmen

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people gathering inside the building
Foto von Evangeline Shaw
Als Inhaber der Statistik-Beratung Novustat wendet er seit Jahren die vorgestellten Networking-Strategien zur Kompetenzerweiterung sowie Kundengewinnung an. Somit konnte Novustat ein leistungsstarkes Kompetenznetzwerk aufbauen, das selbst in komplexen Szenarien statistische Auswertungen auf wissenschaftlichem Niveau durchführen.

Der Aufbau eines Netzwerkes ist keine Einbahnstraße, schließlich wollen alle Networking Partner vom Kontaktknüpfen profitieren. In erste Linie sollten Freelancer und Selbstständige nicht darauf achten, bei Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten des Zusammenkommens möglichst viele Kontakte zu sammeln. Vielmehr geht es um den Gedanken des profitablen Miteinanders. Konkret mündet das bei jeder Begegnung in die Frage:

„Wie kann eine fruchtbare Kooperation für alle entstehen?“

Daher finden Sie im Folgenden 4 Tipps, mit denen Sie ein effektives, leistungsstarkes und interdisziplinäres Netzwerk aufbauen.

1. Veranstaltungen besuchen

Dieser Aspekt mag banal klingen, wird aber von vielen Freelancern und Selbstständigen unterschätzt. Der Besuch von Messen und Fachtagungen ist auch in Zeiten von Social Media & Co. essenziell für den Aufbau eines Netzwerkes. Denn die nachhaltigsten Kontakte entwickeln sich von Angesicht zu Angesicht. Ganz wichtig hierbei: Vorab Ziele setzen und die eigenen Unterlagen entsprechend vorbereiten.

Veranstaltungen bieten die Chance, persönlich miteinander ins Gespräch zu kommen, was für uns Menschen nach wie vor die prägendste und nachhaltigste Art ist, einander kennenzulernen. 

2. In sozialen Netzwerken aktiv sein

Wie effektiv Networking in Social Media ist, zeigt eine statistische Analyse von LinkedIn: So finden sich 85 Prozent aller Jobs via Networking. Businessnetzwerke wie Xing oder LinkedIn ermöglichen es Freelancern und Selbstständigen, mit einem geschärften Fachprofil auf sich aufmerksam zu machen. Darüber hinaus bieten diese Netzwerke Publikationsmöglichkeiten, um eigene Artikel zu verfassen oder Empfehlungen für eigenen Content wie Blogartikel zu teilen.

Weiterhin sollten auch andere Netzwerke wie Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram bespielt werden. Dabei geht es nicht nur darum, potenzielle Kunden zu erreichen, sondern Kontakte mit anderen Unternehmern zu knüpfen. Hierzu ist eine langfristige Strategie mit konstantem Output empfehlenswert, um regelmäßig bei spannenden Personen aufzuleuchten.

Damit man sich nicht mit Aktivitäten in Social Media überfordert, sollte vorab eine Zielgruppenanalyse durchgeführt werden: Wo halten sich meine Kunden und Geschäftspartner tatsächlich auf? 

Übersicht der gängigsten sozialen Netzwerke (mit Vor- und Nachteilen)

Netzwerk

Vorteile

Nachteile

Facebook

Größtes und bekanntestes soziales Netzwerk

Kaum organische Reichweite für Einzelkämpfer, Budget erforderlich

Twitter

Reger Austausch zwischen Branchenkollegen und Journalisten

Extrem schnelllebig, kaum B2C-Kundschaft unterwegs

Instagram

Hohe Interaktionsraten, stark visuell

Entsprechend hoher Aufwand (Bildgestaltung und Qualität)

LinkedIn

Größtes Businessnetzwerk weltweit, daher hohe Reichweite

Kaum Aktivität deutscher Nutzer und Unternehmen, stark eingeschränkter kostenloser Account

Xing

Größtes deutsches Businessnetzwerk, viele deutsche Unternehmen und Freelancer aktiv

Geringerer Funktionsumfang als bei LinkedIn, Reichweite nur im deutschsprachigen Raum

Snapchat

Geringe Distanz zwischen Sender und Empfänger, dadurch sehr persönlicher Beziehungsaufbau mit Fotos und Videos

Direkte Vernetzung eingeschränkt möglich, Follower benötigen Nutzernamen, Link oder Handynummer des Kontaktes, vornehmlich sehr junge Zielgruppe

YouTube

Extrem hohe Reichweite als „zweite Suchmaschine“, Videokonsum wird immer beliebter (mobile Nutzung, SEO-Vorteile)

Keine gute Traffic-Quelle (kaum weiterführende Klicks auf eigene Website), Schwerpunkt liegt nicht auf Networking der Nutzer untereinander

Pinterest

Starkes Wachstum, Millionen User in Deutschland

Rein visuelle Gestaltung, im Kern kein Netzwerk, sondern Pinnwände

 

3. Online-Verzeichnisse und Vermittlungsplattformen nutzen

Einmal inseriert, auf Dauer gespeichert: Selbstständige und Freelancer können von Plattformen profitieren, in denen gezielt nach ihnen und den entsprechenden Qualifikationen gesucht wird. Das zahlt sich auch für die Zukunft aus: Denn oftmals ergeben sich aus einzelnen Aufträgen nach gelungenem Abschluss dauerhafte Kooperationen.

Selbstverständlich können Freelancer zusätzlich auch proaktiv auf diesen Plattformen nach Geschäftskontakten forschen oder anmerken, wonach genau sie derzeit Ausschau halten. Headhunter werden diese Vorarbeit zu schätzen wissen. 

4. In der Hochschulsphäre aktiv sein

Der regelmäßige Besuch von Alumni-Veranstaltungen öffnet ebenfalls Türen: Ehemalige Kommilitonen sind mittlerweile in den verschiedensten Berufen tätig und können völlig neue Potenziale für Selbstständige und Freelancer bereithalten. Gespräche mit anschließendem Visitenkartentausch sind daher anzuraten.

Ein weiterer Tipp: Bieten Sie Gastvorträge bzw. Vorlesungen über Ihr Fachgebiet an den Hochschulen an. Dadurch werden Sie einer breiten wie auch jungen Zuhörerschaft bekannt. Auch dies können wertvolle Kontakte für das Recruiting oder mit Blick auf den Verkauf sein.

  • Projektakquise ist größte Herausforderung für Freelancer
  • Neukundenabschluss: Jede dritte Empfehlung greift
  • Social-Media-Erfolge indirekt messbar (Likes, Shares, Besucherzahlen, Umsatz)

Aus den vorherigen Punkten leiten sich weitere Vorteile beim Netzwerken ab:

Geringere Kosten und besserer Zugriff auf Fachwissen

Exklusives Wissen, beispielsweise in Form einer Beratung durch einen Spezialisten, ist teuer. Wer dagegen einen Experten im eigenen Netzwerk hat, kann sich zumindest kostengünstig oder je nach Freigiebigkeit sogar kostenlos wertvolle Ratschläge und Tipps einholen.

Unterstützung bei hohen Anforderungen/Volumen

Hohe Auslastung mag bei Freelancern und Selbstständigen wie ein Luxusproblem anmuten. Wer jedoch regelmäßig potenzielle Neukunden vertrösten muss, weil er selbst keine Kapazitäten mehr hat, verschenkt Chancen. Weitaus besser ist es, Kundenanfragen an fähige Kollegen im eigenen Netzwerk weiterzuleiten.

Das ist auch dann eine sinnvolle Möglichkeit, wenn die Anforderungen seitens des Kunden die eigenen Qualifikationen übersteigen. Denn eine wertvolle Erkenntnis aus dem Vertrieb lautet: Jede dritte Empfehlung führt zu einem Neukundenabschluss.

Dies schafft eine Win-win-win-Situation: für den Empfehlenden, da er seinen Ruf als guter Kommunikator und Netzwerkpartner stärkt. Für den Kunden selbst, da dieser mit geringem Aufwand eine adäquate Alternative erhält. Und selbstverständlich für den Networking Partner, der einen Auftrag quasi ohne eigenen Aufwand bekommt. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

Erhalt von Aufträgen über Empfehlungen

Laut einer statistischen Analyse von freelancermap.de empfinden 65,92 Prozent der befragten Freelancer die Projektakquise als die mit Abstand größte Herausforderung.

Diese Aufgabe wird jedoch durch Social Media erheblich vereinfacht: Dank der Netzwerke können Unternehmer sich weltumspannend vernetzen. Mit den Vorzügen von Empfehlungen. Sicher, nicht jeder Facebook-Freund ist tatsächlich auch ein Freund im engeren Sinne. Dennoch lassen sich heute schnell und einfach Kontakte knüpfen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort äußerst wertvoll sind.

Genau dann nämlich, wenn es um Empfehlungen geht. In der flexiblen Arbeitswelt haben Unternehmen häufig punktuellen Bedarf: Am besten heute noch muss schnell ein Spezialist her, der das Problem löst. Wie angenehm und effizient ist es da, über das eigene Netzwerk eine Empfehlung zu erhalten. Denn nach wie vor besteht das größte Vertrauen von Werbeformen in der persönlichen Empfehlung.

Dies kommt auch Selbstständigen und Freelancern zugute, da sie auf diese Weise schnell an Kunden gelangen und Referenzen sammeln können. Auf diese Weise entsteht eine Wechselwirkung: Mehr Referenzen sorgen für weitere Empfehlungen und umgekehrt.

Bildung interdisziplinärer Teams

Die Erfolge des Networkings beschränken sich nicht nur auf gegenseitige Empfehlungen. Über Netzwerke ergeben sich Synergieeffekte, die bis hin zur Bildung interdisziplinärer Teams führen. So hat Novustat es auch geschafft: Anfangs mit wenigen Mitarbeitern gestartet, führen wir inzwischen eine große Bandbreite von Projekten, verschiedensten statistischen Analysen und Programmierungen durch. Dies wurde dank unseres über die Zeit aufgebauten interdisziplinären Teams möglich.

Der Aufbau eines Netzwerkes bleibt eine Daueraufgabe für Freelancer und Selbstständige. Doch mittel- und langfristig lassen sich so Erfolge für alle Beteiligten erzielen, die da wären: Zugang zu Fachwissen, Jobs und Referenzen. Entscheidend hierbei ist, Networking als einen Prozess auf Augenhöhe zu betrachten, der eine sinnstiftende Kooperation für jeden Kontakt anstrebt.

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