LEXIKON: Logib-D | Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland | Serie Teil 2

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Foto von NordWood Themes

Das Logib-D Analysetool trägt dazu bei, die Ursachen von Entgeltungleichheit zu ermitteln, da es die Entgeltstrukturen unter Geschlechtergesichtspunkten analysiert. Den Personalverantwortlichen hilft dieses Verfahren, um die eventuell bestehenden Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern im eigenen Unternehmen sichtbar zu machen.

Hierbei ermittelt Logib-D den prozentualen Entgeltunterschied von Frauen und Männern, indem

● die Anzahl der Ausbildungs- bzw. Dienstjahre,

● die Berufserfahrung,

● das Anforderungsniveau und

● die berufliche Stellung

miteinander verglichen werden.

Unternehmen erhalten durch Logib-D die Möglichkeit ihre Entgeltstrukturen zu überarbeiten und faire Gehälter für Frauen und Männer einzuführen.

Vorteile von Entgeltgleichheit

● Verbesserung der Unternehmenskultur

● Existenzsicherung von Familien

● Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

● Positive Wirkung auf die Rekrutierung und Bindung von weiblichen Fachkräften 

Unbereinigte und bereinigte Entgeltlücken in unterschiedlichen Branchen

Baumgartner & Partner ist Beratungspartner des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ). Gemeinsam haben sie die Lohn-und Gehaltsanalyse umgesetzt an der bislang 200 Unternehmen anonym und kostenfrei teilgenommen haben.

Daraus wurden folgende Ergebnisse ermittelt:

Unbereinigte und bereinigte Entgeltlücke nach Unternehmensgrößen

►  Mit der Unternehmensgröße nimmt die unbereinigte Entgeltlücke leicht ab

Bemerkung: Werden in die Logib-D-Analyse die Gehaltsdaten des oberen Managements mit eingebracht, verschlechtert sich die unbereinigte Entgeltlücke deutlich

► Die bereinigte Entgeltlücke verbessert sich mit steigender Unternehmensgröße.

Gründe:
 
1. Die Vielzahl homogener (tariflicher) Stellen
2. Bessere Strukturen im außertariflichen Bereich
3. Kleinere Unternehmen haben mehr unikate Stellen, das lässt die Entgeltlücke steigen

Unbereinigte und bereinigte Entgeltlücke in den einzelnen Sektoren

► Branchen mit hohem Frauenteil (z.B. Handel) verfügen über eine relativ hohe (unbereinigte) Entgeltlücke

► Mit 20,80 und 17,84 liegen Dienstleistung und Industrie im Mittelfeld der unbereinigten Entgeltlücke.
Die bereinigte Entgeltlücke liegt bei 3,88% (Dienstleistung) und 4,57% (Industrie)

► Branchen mit einem hohen Akademikeranteil verfügen über eine relativ geringe Entgeltlücke (16,24% / 5,57)

Auffällig: Über alle Branchen hinweg, lässt sich eine Nähe der bereinigten Entgeltlücke zueinander feststellen.

Bereinigte Entgeltlücke der Branchen

Handel: 6,65%
Dienstleistung: 3,88%
Industrie: 4,57%
IT/Forschung: 5,57

Gesamt: 4,39% 

 

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Weitere Informationen zum Beratungspartner des
Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) im Rahmen von Logib-D:

Baumgartner & Partner ist eine HR-Beratungsgesellschaft.  Sie bündelt alle Beratungsaktivitäten in den vier Beratungsfeldern HR-Strategy, Talent- & Performance-Management, Compensation-Management und Benchmarking.

Seit 2011 ist Baumgartner & Partner der Beratungspartner des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) zur Umsetzung der Lohn- und Gehaltsanalyse mit Logib-D. 200 Unternehmen konnten bislang kostenfrei an der Logib-D-Analyse teilnehmen. Alle Ergebnisse zu den 200 Analysen liegen inzwischen vor. Die Aufgabe von Baumgartner & Partner bestanden im Rahmen der Maßnahme Logib-D in der

  • Entwicklung des Web-Analyse-Tools unter https://logib-d.baumgartner.de/ 
  • Umsetzung der Vor-Ort-Beratungen zu den Analyseergebnissen zu Logib-D sowie 
  • Begleitende Betreuung der Logib-D-Maßnahme im Kontext von Veröffentlichungen, Messeauftritten etc.

 

Interessierte Unternehmen können weiterhin die Logib-D-Analyse unter
https://logib-d.baumgartner.de/ zur Bestimmung der eigenen Entgeltlücke nutzen.

Die webbasierte Logib-D-Analyse ist allerdings nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Entgeltlücke interessant: Sie bietet daneben jedem Unternehmen auf bis zu 100 Seiten eine komplette Vergütungsstruktur.

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