Social Media: Geld für Unternehmensprofile lieber in Mitarbeitervisitenkarten stecken

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Foto von JESHOOTS.COM

+++ Veranstaltungstipp +++


Keynote-Vortrag von Michael Rajiv Shah 
„E=MC² der Quantensprung vom Employer Branding zum Employee Branding“ 
Personal Austria, Mittwoch, 04. November 2015, 12:15 bis 13:00 Uhr 
Messe Wien, Halle C, Forum 3

Kampfansage an Vertrieb und Marketing? 


Der gebürtige Halbinder hat sich mit seinem internationalen Beratungsgeschäft zwischen Indien und Europa rund um Dialog und Social Media einen breiten Bildungshorizont und technisches Knowhow erarbeitet. Unter anderem gehört die Optimierung von Profilen jeglicher Art in den sozialen Medien zu seinem laufenden Business. Und da ist Michael Rajiv Shah zu einer interessanten Erkenntnis gekommen, die eine Kampfansage an Vertrieb und Marketing im ewigen Widerstreit mit HR bedeuten könnte: Eigentlich wirken Mitarbeiterprofile besser als vergleichsweise teure Unternehmensprofile bei Xing oder LinkedIn. Sie entfalteten nämlich eine größere Reichweite. Shah rechnet das folgendermaßen vor: Die Page Views der Xing-Profile von den 500 aktivsten Mitarbeitern der Firma Siemens aufaddiert und hochgerechnet ergeben eine bis zu 55-fache Sichtbarkeit der Mitarbeiter gegenüber der Wirkung teuer bezahlter Firmenwerbung. Der Profi ist daher überzeugt: Landläufig gekaufte Unternehmensprofile sind unzeitgemäße „Werbung 1.0“. 

Für Michael Rajiv Shah ist seine Erkenntnis aber nicht etwa schon die Quintessenz für resultierende Maßgaben im Vertrieb, Marketing und HR, sondern erst der Beginn einer Reise. Angenommen, ein Unternehmen stelle sich tatsächlich auf mehr und uneingeschränkte Kommunikation und Transparenz ein – und die moderne digitale Zeit gebiete das – so stünden insbesondere Personalisten vor einer Herausforderung: Wie kann das Recruiting Bewerber nach ihrer Begeisterungsfähigkeit auswählen? Besonders Mitarbeiter, die für ihren Job brennen, würden andere damit anstecken. Ein weiterer Ansatzpunkt für Personalentwickler seien die Arbeitnehmerprofile: Da sie zehnmal so häufig besucht würden wie ein Unternehmensprofil, empfiehlt Shah, Arbeitnehmer bei ihrem Auftritt im Internet zu unterstützen. So könne ein Personalentwickler, der sich gut mit Social Media Profilen auskennt, Mitarbeitern helfen, ihre Profile so zu gestalten, wie es für sie und ihre Karriere brauchen. Zeigten Mitarbeiter ihre Professionalität im Netz, werfe es ein günstiges Licht auf ihre Firma. 

Auf der Personal Austria will Michael Rajiv Shah viele Fakten liefern, um seine Thesen zu untermauern und seine Zuhörer dafür zu sensibilisieren, was es heißt, wenn Wirtschaft digitaler wird. Dass er in seiner Keynote keine Best Practice-Beispiele benennen will, zeigt, dass er digitale Kultur konsequent lebt. Im Digitalen muss nämlich jeder selbst seinen Verstand einsetzen und Lösungen finden. Copypaste ist auch „1.0“. 

Michael Rajiv Shah hat sich insbesondere in den letzten drei Jahren als Bestseller-Autor populärer Anwenderliteratur rund um die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn einen Namen gemacht. Twitter-Einsteigern erklärte er die ersten Schritte in diesem Nachtrichten-Kanal, im Praxishandbuch „Social Media Recruiting“ gab er sein Anwenderwissen zur Thematik weiter und er verfasste mit anderen Autoren einen Band über autobiografischen Schreiben. Er äußerte sich aber auch über Kommunikationsstrategien zum Zwecke des Stakeholder-Managements. Zehn Bücher gibt es von und mit Shah; veröffentlicht im Laufe von insgesamt sieben Jahren.

                 Gekaufte Unternehmensprofile:
          Ist das nicht „Werbung 1.0“?

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