Der baV-Preis genießt eine breite Unterstützung in der Wirtschaft. Zu den zahlreichen Partnern gehören unternehmensseitig zum Beispiel die DekaBank Deutsche Girozentrale und Fidelity International sowie medienseitig die Fachzeitschriften Personalmagazin und Personalwirtschaft. In der Jury sitzen acht Experten, darunter Sabine Oxenknecht von der SICK AG. Sie verantwortet den Bereich „Compensation & Benefits“ mit den Schwerpunkten bAV, ZeitWertKonto und Vergütungssysteme. Ihr Jurykollege Thorsten Schecke ist als Leiter Versorgung und Soziale Sicherung bei der Deutschen Lufthansa AG tätig. Neben diesen und weiteren Praktikern sitzt Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup als Präsident des Handelsblatt Research Institutes in der Riege und steht für Forschung und Evaluation des Themas betriebliche Altersversorgung.     

Die Preisträger wurden am 16. Februar im Rahmen der Konferenz „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ in Berlin gewürdigt. Insgesamt wurden sieben Projekte prämiert. Aus Sicht von Bert Rürup zeigen die eingereichten Projekte, dass „sich die Mehrzahl der Arbeitgeber ihrer Verantwortung bewusst ist und ihren Beitrag zur Alterssicherung ihrer Beschäftigten leisten will“. 

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Foto von Glenn Carstens-Peters

Carl Zeiss AG: Rentenbausteinsystem mit
sehr dynamischen Berechnungsparametern


Den ersten Preis in der Kategorie „Großunternehmen“ erhielt die Carl Zeiss AG. Sie hat ihre Versorgungsordnung neu gestaltet. Ergebnis ist ein Rentenbausteinsystem mit sehr dynamischen Berechnungsparametern, das nicht zuletzt für die Mitarbeitergewinnung und - bindung eine große Rolle spielt. „Neben der zügigen Anpassung an das geänderte Zinsumfeld stand das Spannungsfeld zwischen langfristiger Risikoreduktion und gleichzeitiger Beibehaltung der Arbeitgeberattraktivität im Fokus“, beschreibt Zeiss die neue „VO 2015“.

Die weiteren Gewinner in der Kategorie „Großunternehmen“

Der zweite Platz ging an die GEA Group Aktiengesellschaft. Diese bietet einen neuen Pensionsplan für Führungskräfte. Dafür wechselte GEA von einem komplexen DB-Modell mit hohen Bilanzrisiken zu einem strukturierten und renditestarken DC-Modell. Komplexität und Administration konnten deutlich reduziert werden.

Auf dem dritten Platz liegt die RAFI GmbH & Co. KG. Sie setzt auf lebensphasenorientiertes Personalmanagement. Prämiert wurde ein dreistufiges bAV-Modell, das sich durch die Umwandlung von Arbeitszeit finanziert.

Die weiteren Gewinner in der Kategorie
„kleine und mittlere Unternehmen“


Mit der Neugestaltung ihrer Entgeltumwandlung und einer Festzinszusage von vier Prozent hat die ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH die Teilnahmequote ihrer bAV deutlich erhöht und landete auf Platz zwei. Platz drei gehört der Sabath Media Designagentur GmbH. Mit ihrer lebensphasenorientierten Personalpolitik, welche eine arbeitgeberfinanzierte bAV für alle Hierarchie- und Altersstufen einschließt, gehört Sabath Media zu den Vorreitern in der Kreativbranche.

Endress+Hauser Unternehmensgruppe Deutschland:
Vorsorge-Programm als breiter Methodenmix


Der erste Preis in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ ging an die Endress+Hauser Unternehmensgruppe Deutschland (E+H). Ihr neues „Vorsorge-Programm“ beinhaltet die arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge, weitere individuelle Vorsorgebausteine sowie die Möglichkeit, sich persönlich und lebensphasenorientiert beraten zu lassen. E+H hat ein einheitliches System für alle Hierarchiestufen geschaffen, was die Personalstrategie der Baden-Württemberger widerspiegelt. Mit dem Projekt konnte das Thema Altersvorsorge optimal im Unternehmen platziert werden. Laut Unternehmen hatten sich schon in den ersten drei Monaten der Projektlaufzeit über 75 Prozent der Mitarbeiter für eine persönliche bAV-Beratung angemeldet. Das Altsystem sei auf eine Durchdringungsquote von 27 Prozent gekommen.  

Sonderauszeichnung für Nestlé Deutschland

Eine Sonderauszeichnung hat die Jury an Nestlé Deutschland vergeben. Der Lebensmittelhersteller wurde für seinen grenzüberschreitenden Pensionsfonds (Nestlé Pensionsfonds AG) ausgezeichnet, der letztes Jahr – als erster deutscher Pensionsfonds überhaupt – die Geschäftstätigkeit im Ausland aufnehmen durfte. „Unsere österreichischen Unternehmen hatten den Wunsch, ihren Mitarbeitern eine bAV-Lösung anzubieten, die sich grundlegend an der Versorgung in Deutschland orientiert, gleichzeitig aber die in- und ausländischen Vorschriften erfüllt, was für einen grenzüberschreitenden Pensionsfonds die wohl größte Herausforderung ist“, so die bAV-Experten von Nestlé.