Jeder Dritte will bei einem Automobilhersteller arbeiten

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Foto von Blake Wisz

Mehr als 34.000 Studierende in Deutschland beantworteten Fragen zu ihrer Wahrnehmung und Attraktivität von Arbeitgebern sowie ihren langfristigen Karrierezielen anhand einer Liste von 40 vorgelegten Kriterien, die nach einer Information des Studienerstellers gegenüber HRM.de auch Arbeitgebern zur Prüfung ihrer Arbeitgeberattraktivität dienen könnte. Der ideale Arbeitgeber 2015 solle demnach ein freundliches Arbeitsumfeld sowie ein attraktives Grundgehalt samt hohem Einkommen in der Zukunft bieten. „Die Autobauer erfüllen die Erwartungen der jungen Talente“, erläutert Stefan Lake – Country Manager Deutschland bei Universum – die Spitzenplatzierungen der Automobilbranche im Ranking der Studierenden. Bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften liegt BMW erstmals an der Spitze; bei angehenden Ingenieuren ist es Audi. 

Einen Aufwärtstrend verzeichnen laut Studie Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer; und dies obwohl ihre Branchen in den letzten Jahren harter Gesellschaftskritik und auch starken Marktrochaden ausgesetzt war. Inwiefern Befragte sich mit diesem Punkt auseinander setzten, eruierte die Umfrage nicht. Den Hauptgrund für die positive Bewertung der Studenten sieht Stefan Lake in spannenden Projekten sowie der Internationalität der Branchen.

Gemischte Ergebnisse kann die Finanzbranche vorweisen: Während nationale Banken wie die Deutsche Bank (im Vergleich zum Vorjahr fünf Positionen schlechter) Plätze im Ranking verlieren, können internationale Investmentbanken an Ansehen gewinnen. Goldmann Sachs steigt sieben, J.P. Morgan sogar zwölf Plätze nach oben.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers beruht laut der Umfrage auf einem attraktiven Grundgehalt, einem freundlichen Arbeitsumfeld sowie einem hohen Einkommen in der Zukunft. Weniger wichtig war den Befragten, ob ein Unternehmen lediglich Top-Talente rekrutiert, ob es Minderheiten akzeptiert oder besonders für Gleichberechtigung eintritt. Wiewohl Arbeitgeber gefordert sind, diese von den Studenten vernachlässigten Punkte zu bearbeiten, so steht für den Berufseinsteiger doch das Materielle im Vordergrund. 44 Prozent der Befragten nannten eine betriebliche Altersvorsorge als wichtige Zusatzleistung eines Unternehmens. Auch Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wünschten sich 41 Prozent der Studierenden; ein Firmenwagen, Beteiligung am Unternehmensgewinn, zusätzliche Urlaubstage und Überstundenausgleich wurden ebenfalls häufig genannt.

Top-Karriereziel der Studierenden bleibt nach wie vor die Work-Life-Balance, also das ausgewogene Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben. Auf den weiteren Plätzen liegt ein gesicherter Arbeitsplatz sowie eine Arbeitsstelle, die intellektuelle Herausforderungen bietet.

Über die Universum Student Survey 2015 in Deutschland

Für die Universum Student Survey 2015 in Deutschland wurden zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 insgesamt 34 607 Studierende an 140 Hochschulen in Deutschland befragt. Die meisten der Befragten waren angehende Wirtschaftswissenschaftler (37 Prozent) und Ingenieure (21 Prozent). Etwa 11 Prozent der Befragten kamen aus den Naturwissenschaften, und sieben Prozent studieren Informatik. Außerdem wurden Studierende der geistes- und rechtswissenschaftlichen Fachbereiche sowie aus den Fachbereichen Gesundheit/Medizin befragt. Die Studierenden wurden nach ihrer Einschätzung von Unternehmen als Arbeitgeber, ihren langfristigen Karrierezielen und zu weiteren Themen rund um Beruf und Karriere gefragt.

Weitere Informationen zur Universum Student Survey 2015:
http://universumglobal.com/de/studentsurvey2015/


(rodach) | Fotocredit:
Wolfgang Lahsnig | www.pixelio.de

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