Nach der Krise: Aufschwung mit Zeitarbeit!?

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Foto von Clayton Cardinalli

Nicht nur im globalen Wettbewerb, auch auf nationalen Märkten ist heute von Unternehmen mehr Flexibilität gefordert als jemals zuvor. Effizienz ist über alle Unternehmensbereiche hinweg gefragt, um Produkt oder Dienstleistung bei entsprechender Qualität zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten zu können. Das Personalmanagement spielt hierbei eine wichtige Rolle: HR-Fachleute müssen Kapazitäten möglichst exakt geplanen und angepassen, um in Phasen mit geringerem Personalbedarf Unkosten zu vermeiden und in Phasen mit hohem Personalbedarf eine entsprechend höhere Arbeitsleistung zu garantieren. Eine Möglichkeit, um die notwendige Flexibilität im Personalbereich zu sichern, ist Zeitarbeit. So wuchs die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland vor allem seit der Neuerungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zum Januar 2004 kontinuierlich an: Nach 327.331 Zeitarbeitnehmern im Jahr 2003 erreichte die Zahl im Sommer 2008 mit 731.152 ihren vorläufigen Höhepunkt.

Anschließend zeigte sich die Rolle der Zeitarbeit als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Bis März 2009 kostete die Wirtschaftskrise rund 300.000 Zeitarbeitsplätze in Deutschland. Doch seit im Frühsommer am verhangenen Konjunkturhimmel wieder erste zaghafte Sonnenstrahlen zu sehen sind, wächst auch die Zahl der in der Zeitarbeit Beschäftigten wieder. Spätestens seit Juni zeigte sich für die Zeitarbeitsbranche ein positiver Trend, der sich im Juli und August deutliche fortsetzte. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) dürfte die Zahl der Zeitarbeitnehmer nun wieder bei mehr als 550.000 liegen.

Und die positive Entwicklung der Branche werde anhalten, so Michael Wieneke, Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirma Trenkwalder: „Die Bedeutung von Flexibilität im Personalbereich hat sich in den vergangenen schwierigen Monaten deutlich gezeigt. Viele Unternehmen werden daher in der kommenden Phase der Stabilisierung und des Aufschwungs Zeitarbeit stärker nutzen als vor der Krise.“

Doch wo liegen die Chancen von Zeitarbeit, wenn es für die Unternehmen wieder aufwärts geht, wo die Risiken? Welche Rolle spielt Zeitarbeit bei Motivation und Zusammenhalt der Mitarbeiter? Und besteht gesetzlicher Handlungsbedarf seitens der Politik? Antworten auf diese Fragen liefert die Podiumsdiskussion “Nach der Krise: Aufschwung mit Zeitarbeit!?”, die trotz kontroverser Auseinandersetzung nicht der oft üblichen Schwarz-Weiß-Malerei folgen soll. Es diskutieren am Mittwoch, 23.09.2009, 16:30-17:30 Uhr, im Forum 4, Halle 5.1:

  • Reinhard Dombre, DGB Bundesvorstand Tarifpolitik
  • Gerhard Schröder, Buchautor „Fleißig, billig, schutzlos
  • Leiharbeiter in Deutschland“ – Ludger Hinsen, Hauptgeschäftsführer Bundesverband Zeitarbeit (BZA)
  • Herbert Tritscher, Geschäftsführer Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit – Michael Wieneke, Geschäftsführer Trenkwalder Personaldienste

Moderation: Sven Astheimer, Wirtschaftsredakteur Frankfurter Allgemeine Zeitung

 Das gesamte Messeprogramm und die Anmeldunginformationen erhalten Interessiert unter www.zukunft-personal.de.

Weitere Informationen zu Trenkwalder unter

www.trenkwalder.com/de.

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