Angst vor Jobverlust

iMac aluminum and iPad
Foto von William Iven

Krankheit schützt vor Arbeit nicht: In nahezu keinem anderen Land hüten Finanz- und HR-Manager im Krankheitsfall so selten das Bett wie in Deutschland und Österreich. So arbeiten 55 Prozent der deutschen und 59 Prozent der österreichischen Fachkräfte auch dann, wenn sie krank sind – hauptsächlich weil sie um ihren Arbeitsplatz fürchten. Etwa die Hälfte der Spezialisten in beiden Ländern, die krank am Schreibtisch sitzen, bleibt aus Angst vor einem möglichen Jobverlust nicht zu Hause. Von den internationalen Kollegen kommen lediglich 44 Prozent der Befragten trotz Erkrankung ins Büro.

Hohes Arbeitspensum

Neben der Angst um den Arbeitsplatz gibt es noch weitere Gründe, warum sich die Fachkräfte nicht krankschreiben lassen: So bleibt gut die Hälfte der deutschen und über ein Drittel der österreichischen Finanz- und HR-Manager wegen eines hohen Arbeitspensums dem Arbeitsplatz auch während einer Krankheit nicht fern. Etwa ein weiteres Drittel der österreichischen und deutschen Experten möchte bei Kollegen und Vorgesetzen dem Verdacht vorbeugen, nicht engagiert und hart genug zu arbeiten, wenn sie krank im Bett blieben.

„Es ist verständlich, dass gerade in wirtschaftlichen Krisen auch Manager um ihren Job fürchten, wenn sie aus eigener Sicht zu häufig krank sind“, kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie. Doch sie sollten Augenmaß wahren und sowohl an ihre eigene als auch an die Gesundheit ihrer Kollegen denken. Darüber hinaus sei es oft besser, nach einigen Genesungstagen zu Hause wieder mit voller Leistungsfähigkeit in den Job zurückzukehren als längere Zeit nur mit halber Kraft zu arbeiten. „Dies sollten auch Unternehmen bedenken und ein Klima schaffen, in dem sich Angestellte unbesorgt krank melden können“, so Henninge.

Die Workplace Survey, die über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen informiert, führt Robert Half jährlich durch.

Quelle: Pressemitteilung vom 20. Januar 2010

Melde dich jetzt zum HRM Newsletter an