So wie Sie sitzen – So arbeiten Sie

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Foto von Thomas Martinsen

Abhilfe schaffen für eine bessere Perspektive und ein „Umdenken“ im Büro

Mit dem Umstellen Ihres Schreibtisches oder der Veränderung Ihrer Sitzposition – können Sie Ihre Perspektive – und die Ihrer Kollegen verändern. Ebenso Ihre Motivation und Ziele. Ein ganz entscheidender Faktor für Ihren beruflichen Erfolg.

Die Weisheit unseres „inneren Kompass“ – wir wissen uns instinktiv „aus- und einzurichten“

Kennen Sie das, wenn Sie in einen Raum treten – oder ein fremdes Haus – und Sie fühlen sich spontan – ohne sofort erklären zu können, weswegen? Das hat häufig damit zu tun, dass diese Räume „er-lebens-freundlich“ gestaltet wurden – und den Bedürfnissen des Menschen/der Bewohner nach Ausblick, Einblick, Inspiration, Harmonie und Sicherheit entgegenkommen.

Gleich, ob man dies mit Ergonomie-Grundsätzen, Feng Shui oder anderen Harmonie-Lehren untermauert wird – Ihr eigenes Körpergefühl und Erleben ist häufig ein guter Signalgeber und Kompass dafür, was Ihnen guttut.

Altes Wissen in immer wieder neuer Verpackung – dennoch hochaktuell, gesund, gewinnbringend und nützlich

Anthropologen, Ärzte (vor allem die Orthopäden und Diätberater), Kinesiologen, Psychologen, Körpertherapeuten und Körpersprache-Experten: Sie alle sind sich einig, dass wir „Bewegungsmenschen“ sind. Das heißt zum einen, dass wir öfters einmal von unseren Sitzen aufstehen sollten – egal wie positiv oder negativ unsere Sitzposition gerade ist – und uns Bewegung verschaffen sollten.

Das heißt zum anderen, dass körperliche Bewegung auch die Bewegung von Gedanken fördert. Nicht umsonst rät Samy Molcho (Körpersprache im Beruf), bei Konflikten gemeinsam spazieren zu gehen. Wer geht – kann niemals auf einem „Standpunkt“ beharren – und lässt stattdessen die Gedanken kreativ – und zwangsläufig lösungsorientiert  –  fließen.

Wer diese Zusammenhänge verinnerlicht hat, versteht nun sicher eher, dass ein „Bewegen“ und Verändern einer Sitzposition – auch eine Veränderung der inneren (Lebens-/Arbeits-) Haltung – und Bewegungsmotivation bewirken kann.

Einzelne Maßnahmen für mehr Sitzkultur ohne Positionskampf

Es besteht ein großer Unterschied – nicht nur in der Wortwahl – wenn man sagt: „Mit dem Rücken zur Wand“ – oder „mit der Wand im Rücken“. Ersteres lässt nur die „Flucht nach vorne“ zu. Die zweite Alternative gibt Sicherheit.

Sorgen Sie daher nach Möglichkeit dafür, dass Sie in den Raum hineinblicken, dass Sie nicht in gerader Linie zwischen Fenster und Tür sitzen und dass Sie Fenster, Tür und Kollegen „im Blick“ haben. Auch förderlich: wenn Sie den Blick inspirierend entspannen können mit Grünpflanzen – angenehmen Farben – Wandschattierungen  – oder einfach auch einer durchdachten Raumgestaltung.

Ein guter Plan ist alles – im HR – und in der räumlichen Gestaltung Ihres Unternehmens

Ein Appell für eine durchdachte Raumgestaltung ist keine Spinnerei – sondern ein Garant für effektives Arbeiten. Zwar werden Möbelhersteller immer kreativer – doch bestechen bis heute viele einigermaßen erschwingliche Büromöbel-Modelle durch eines: vorgegebene Maße, die häufig keine wirklich kreativen, kommunikationsfördernden – und gleichzeitig einigermaßen ästhetischen – und vor allem: effektiven Stellmöglichkeiten erlauben. Stattdessen: quadratisch – praktisch – und leider nicht immer gut.

Daher ist gute Raumplanung alles

Damit verschaffen Sie Ihren Mitarbeitern nicht nur eine gute und gesündere (Sitz-) Position, sondern auch die Möglichkeit, effektiver zu arbeiten: durch kürzere Wege, bessere und zentralere Ablagen sowie durchdachte Anordnungen und zentrale Zugriffe. Gleichzeitig werden „doppelte“ Ablagen und Materialsammlungen entsorgt – und verschlankt. Sie sparen überflüssige Rollschränke – und sperrige Container. Sie gewinnen: offene Wege, offenere Perspektiven, effektiven Stauraum – und zufriedenere Mitarbeiter.

Wo die Performance sitzt: Der Mitarbeiter, das individuelle Arbeitswesen

Die Harvard Business-School und Cornerstone OnDemand haben Oktober 2016 über eine Pressemitteilung (sic.) eine Studie veröffentlicht, die über einen Zeitraum von zwei Jahren in amerikanischen wie auch europäischen Unternehmen, die mehr als 2.000 Angestellte beschäftigen, durchgeführt wurde. Dabei wurde untersucht, inwieweit eine entsprechend strategische “Platzierung von Mitarbeitern in Büros die Arbeitskräftedynamik und das Personalmanagement prägen”.

Das Ergebnis der Studie ergab eine Relation zwischen der “Performance einzelner Mitarbeiter und der strategischen Platzierung bestimmter Mitarbeitertypen. Ein sogenannter “optimierter strategischer Sitzplan” könne zu einer “signifikante Steigerung der Arbeitsleistung in Qualität und Effizienz” und einer entsprechenden Gewinnsteigerung führen. Experten würden “diesen Effekt auf bis zu 900.000 Euro pro Jahr (jedoch ohne Angabe der Relationsgröße) schätzen.”

Setzen Sie Ihre unterschiedlichen “Mitarbeitertypen” strategisch zusammen

Wie genau, diese Einteilung – und von welchen Eigenschaften ausgehend – wurde in der Pressemitteilung  nicht spezifiziert. Doch man hat die Mitarbeiter grob in “Quality Worker”, “Productive Worker” und “Allrounder” eingeteilt:
“Der Quality Worker arbeitet nicht zeiteffizient, jedoch zeugen seine Endergebnisse von hoher Qualität….Der Productive Worker …erbringt schnell Leistung, gleichzeitig vernachlässigt er dabei aber die Qualität. Der dritte Typus “wird auch als „Allrounder“ bezeichnet, da er eine Mischung aus Quality und Productive Worker darstellt.”

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass “die Generalisten unter sich bleiben sollten, um ihre Produktivität konstant zu halten. Quality und Productive Worker sollten im Optimalfall nebeneinander oder sich gegenüber sitzen und sich somit ergänzen und ihre Schwächen ausgleichen.” Dieses Phänomen würde auch als “Spillover-Effekt” bezeichnet.

Waren Sie den Wunsch Ihrer Mitarbeiter nach Mitgestaltung

Sorgen Sie auch dafür, dass Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit haben, zumindest in einem gewissen Rahmen, ihren Arbeitsplatz mitzugestalten. Ein rein-weißes Büro mit einem teuren Design-Element und abgezählten Ordnern sorgt für Bewunderung bei Gästen – aber nicht immer für eine inspirierende oder motivierende Arbeitsatmosphäre. Ein persönlicher Gegenstand – oder auch das Mitspracherecht bei der Bilderwahl – sind sicher ein guter erster Schritt, das Thema Raumgestaltung demokratisch anzugehen – und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Hilfe und Inspiration im Netz: Sie müssen das Rad nicht immer wieder neu erfinden

Es gibt mittlerweile gute Anbieter im Netz, bei denen man turnusmäßig neue Kopien von Kunstwerken mieten – und sich in das Unternehmen kommen lassen – auch das wäre eine Alternative. Übrigens, manche sagen, dass ein Bild mit „einer Berglandschaft“ auch eine Art „Wand vor Augen“ wäre – wir meinen: Das ist in diesem Fall sicher auch „Geschmacks- und Interpretationssache“. Für den begeisterten Bergwanderer ist es Motivation – oder vielleicht sogar Erinnerung an einen Aufstieg, für Erfolg, für Durchhalten und – die Belohnung in Form eines gigantischen Ausblicks am Gipfel

Der Weg zum Erfolg – mit innerer und äußerer Haltung

Wer alte Kontore kennt – oder die Büros der Führungsetage – oder den Empfangsraum des Fürsten in alter Zeit weiß: Einfluss hat einen langen Weg (und Atem)  – von der Tür aus muss man noch ein Stück laufen, bis man an den Schreibtisch kommt  – zur Position der Macht. Sicher, am Fenster sitzen können nicht alle. Es können auch nicht alle eine Wand im Rücken haben – und einen tollen Blick über die Dächer der Stadt – oder grüne Hügel.

Doch mit ein bisschen Planung merken alle Mitarbeiter, dass sie in Ihrer Firma „aufgehoben“ sind – und geschätzt werden. Oder wie nannte man den Tisch, an dem die „Kleinen und Kinder“ bei Festen immer sitzen mussten? Katzentisch? Das Gesinde aß „draußen“. Woanders. In der Küche.

Unternehmenskultur und BGM eng miteinander verbunden

Die Zeiten haben sich lange geändert – und damit auch der Blick auf die vielfältigen Aspekte dessen, was „Unternehmenskultur“ ausmacht: innere wie äußere Haltung sowie die Sitz- und Arbeitsposition sind ein wichtiger Teil davon.

Quellen:

http://www.arbeitssicherheit.de/de/html/lexikon/142/Arbeitsplatzgestaltung—Allgemeines
http://sandra-staub.de/post/77888730761/gastbeitrag-wo-sitzt-der-erfolg-in-ihrem-buero
http://www.haus-des-fengshui.de/
http://faktor-a.arbeitsagentur.de/arbeitswelt-gestalten/betriebliches-gesundheitsmanagement-arbeiten-um-zu-leben/

(Linkübersicht der entsprechenden Kunstseiten – nicht aktiviert)
artforrent.de/
www.littlevangogh.de/
https://www.bilderpool.org/
allyoucanart.de/
https://www.dieartothek.de/
www.artgoespublic.de/‎
www.artbridge.org/‎

https://www.welt.de/regionales/muenchen/article13777567/Fuer-2-60-Euro-kann-man-Gemaelde-leihen.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/kunst-zum-ausleihen-artothek-die-schatzinsel/1644594.html
http://www.licht-und-farbtherapie.ch/
http://www.olbrich-hemer.de/
http://www.rhein-jura-klinik.de/blog/therapie/die-macht-der-farben/
http://www.alzheimerforum.de/3/1/6/21/Farbtherapie.pdf

Pressemitteilung von Cornerstone OnDemand (Düsseldorf, 11.10.2016) – Studie hat den Einfluss des „Strategic Seating“ untersucht und herausgefunden, dass die richtige Sitzordnung im Büro die Performance erhöhen kann.

Ihr Arbeitsplatz im Büro – Das Rechtliche zuerst

Je nachdem, um welche Art und Form eines Arbeitsplatze es sich handelt (Pult, Schreibtisch, Fertigungsanlage, Maurerstelle etc.: Bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes sind jeweils ganz spezifische gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Sie sind in den einzelnen Arbeitsschutzverordnungen oder den Unfallverhütungsvorschriften zu finden. Grundlage und Norm aller solcher konkretisierenden Ausführungen – oder auch bei Fehlen solcher Ausführungen – ist das Arbeitsschutzgesetz, das bei der Ausgestaltung der jeweiligen Arbeitsplätze zu beachten ist.

In allen Richtlinien zur gesetzlichen Unfallversicherung, gibt es auch einen Punkt, der auf die „Anordnung der Arbeitsplätze“ eingeht – und betont, dass u.a. berücksichtigt werden sollte, „dass die Mitarbeiter eine angemessene Privatsphäre wahren können.“ Gleichzeitig gelten ganz klare Anweisungen für Temperatur, Lichteinfall, Abständen etc.

Eine entsprechende Betriebsbegehung und Gefährdungsbeurteilung würde in einer nicht unerheblichen Anzahl von Betrieben und Unternehmen sicherlich die einen oder anderen Verstöße zutage bringen. Wobei die Mehrzahl der Raumnot oder anderen Faktoren geschuldet sein dürften – und nicht einem grundsätzlichen vorsätzlichen Nichtbefolgen der Vorgaben.

Die Arbeitsplatzgestaltung umfasst u.a. folgende Bereiche

1 Die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung erfolgt unter Beachtung von Faktoren wie:

  • der Körpergerechtigkeit des Arbeitsplatzes (anthropometrische Arbeitsplatzgestaltung)
  • der körperlichen Anforderungen des Arbeitsplatzes (physiologische Arbeitsplatzgestaltung)
  • der psychische Belastungen am Arbeitsplatz (psychologische Arbeitsplatzgestaltung)
  • der sicherheits- und gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes (sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung)

2 Die organisatorische Arbeitsplatzgestaltung erfolgt unter Beachtung von Faktoren wie:

  • der Gestaltung und Strukturierung der Arbeitsinhalte
  • der Art der Arbeitsteilung
  • der Art der Arbeitszeitgestaltung
  • der Zusammenstellung der Teams

3 Die technologische Arbeitsplatzgestaltung erfolgt unter Beachtung von Faktoren wie:

  • dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine
  • dem Grad der Mechanisierung der Arbeitsplätze im Hinblick auf eine menschengerechte Arbeitsplatzgestaltung

Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat

  • Sofern vorhanden, ist bei der Gestaltung der Arbeitsplätze der Betriebsrat zu beteiligen und durch den Arbeitgeber über die Gestaltung der Arbeitsplätze, Arbeitsabläufe und der Arbeitsumgebung rechtzeitig unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen unterrichtet werden (§ 90 Abs. 1 BetrVG).
  • Über die geplanten Maßnahmen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Arbeitnehmer muss sich der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat so rechtzeitig beraten, dass dessen Bedenken und (Alternativ) Vorschläge noch berücksichtigt werden können (§ 90 Abs. 2 BetrVG).
  • Wird ein Arbeitnehmer durch eine Änderung der Arbeitsplatzgestaltung in solch besonderer Weise belastet, dass sie den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen offensichtlich widerspricht, kann der Betriebsrat „angemessene Maßnahmen zum Ausgleich der Belastung verlangen und notfalls über die Einigungsstelle erzwingen ((§ 91 BetrVG).

So die nüchterne Rechtslage – doch wie sitzt es sich in unseren Unternehmen von heute? Und wie kann das über Firmenerfolg, Wohlbefinden und Karriere entscheiden?

Mit der Tür im Rücken: „Gefahr“, Unterbrechung und Ablenkung

Einer der stärksten Stressfaktoren besteht in häufigen Unterbrechungen bei der Verrichtung von Arbeiten. Auch wird damit das Entstehen eines möglichen „Flows“, dieses vielbesungenen, erfüllenden, effektiven, fokussierten und „hingegebenden“ Arbeitens verhindert. Das kann durch E-Mail Pop-ups, Messenger, Anrufe, Raumgespräche etc. erfolgen – und auch immer dann, wenn etwas eintritt, das wir seit der Steinzeit zu vermeiden versuchen: der „potenzielle Angriff“ von hinten.

Sitzen wir mit dem Rücken zur Tür, ist das die denkbarst ungünstige Sitzposition. Seltsamerweise tritt sie in Büros sehr häufig auf.

Die Folgen: Ihre Mitarbeiter können u.U. nicht den Kontakt mit anderen Kollegen (besonders, wenn sie alleine in einem solchen Büro sitzen) treten – sie blicken quasi „aus dem Geschehen heraus“ – an eine Wand oder aus einem Fenster. Oder sie blicken „vom Rand aus“ in den Raum hinein. Zwar geht dann kein Weg „an Ihnen vorbei“. Doch das ist mitnichten eine kraftvolle Position.

Denn immer wieder kommen Personen „von hinten“ und signalisieren unserem Neandertaler-Gehirn: “Gefahr, Achtung, Wachsamkeit.” Also Aufmerksamkeit, die unserer Arbeit entzogen wird. Wer so sitzt, macht – ohne Schuld und Absicht – mehr Fehler, ist abgelenkt, unkonzentrierter, nervöser, weniger effektiv und hat definitiv weniger Kontrolle über seine Lage. Damit kommen wir zur nächsten Position, dem Platz „im Durchzug“:

In gerader Linie zwischen Tür und Fenster: Durchgangsverkehr. Durchzug und Energieentzug

Selbst wer relativ unempfindlich gegenüber Durchzug ist und seltener als andere unter einem steifen Nacken oder einem Schnupfen leidet: Niemand sitzt gerne – zumindest dauernd – im Durchzug. Was im Sommer am Anfang noch als leiser Luftzug angenehm sein mag – entpuppt sich bei starken Temperaturwechseln als Bumerang.

Umgebungsfaktoren beeinflussen Biorhythmus, Motivation und Leistungsfähigkeit

Nicht umsonst nutzen Restaurantbesitzer unterschiedliche Raumtemperaturen, Lichtstärken, Lichtfarben und Lautstärken, um Wohlgefühl, den Wunsch „gerne noch länger zu bleiben“, Kommunikation, Aufmerksamkeit, Entspannungsfähigkeit– und sogar unser Hungergefühl – zu beeinflussen. Wer also direkt im Durchzug am besten noch mit „Durchgangsverkehr“ sitzt, ist einer Reihe von durch ihn schwer einsehbaren und veränderbaren, Einflüssen ausgesetzt, die von der eigentlichen Arbeit ablenken können.

Wer will schon Energie verschwenden?

Wer außerdem der chinesischen  Lehre des Feng Shui Gehör schenken mag – erfährt zusätzlich zu diesen Empfindungen, die jeder von uns in dieser Lage erfahren würde – dass, wenn Tür und Fenster in einer Linie liegen – die Energie nicht im Raum bleibt sondern „hindurch- und hinauszieht“.

Sie bleibt nicht im Raum – und nicht bei den Personen, die in diesem „Durchzug“ sitzen – oder, wie es Danijela Saponjic (Haus des Feng Shui) formuliert: „Das in den Raum kommende Qi (die Lebensenergie) fließt direkt auf Sie zu und zieht durch das Fenster gleich wieder nach außen. Wenn Sie längere Zeit in dieser Position gesessen haben, kann es sein, dass Sie Konzentrationsprobleme haben und sich auch „wie durch den Wind“ fühlen.“

Ein Arbeitsplatz “ohne Perspektive” (?): den Blick stets auf die Wand gerichtet

Diese Sitzposition ist ebenfalls eine der häufigsten. Fragen Sie uns nicht wieso. Die einen mögen sagen, „da kann der Blick sich dran festhalten“ – oder „man hat den Blick auf etwas Stabiles gerichtet“ – eine positive Grundeinstellung zum Leben ist immer gut. Jedoch ist diese Sitzposition auf Dauer nicht unbedingt die beste.

Zumindest dann nicht, wenn der Raum sonst keine perspektivischen und strukturellen Alternativen bietet, wie beispielsweise einen Blick zum nebenliegenden Fenster, oder einen größeren oder geschwungenen / schrägen Abstand zur Wand, Grünpflanzen, zusätzliche Raumtiefe etc. Die “Aussicht” auf eine Wand bannt den Blick Ihrer Augen auf sehr unkreative und einfallslose Weise. Tatsächlich blockiert diese Wand („eine Wand im Kopf/ein ‚Brett‘ vor dem Kopf“) auch ein „Weiterkommen“ in Gedanken – sowie möglicherweise Motivation und Ziele. Die Wand kann damit auch „einen Mangel an Perspektive“ verdeutlichen.

Stressverstärkender “Wandschmuck”

Oft hängt an der Wand vor Ihnen auch noch der Arbeitskalender – der Ihnen, zusätzlich zu Ihren aktuellen Aufgabe,  gleich die Möglichkeit zur chronischen Stressentwicklung und zum Kopfkino – was bis wann noch zu erledigen ist – verschafft. Oder Sie blicken tagaus tagein auf das gleiche – nicht immer den eigenen Geschmack treffende – Bild, das aber niemand abhängen darf (Geschenk eines Freundes vom Chef, oder eines Geschäftspartners, oder des Ehepartners eines Kollegen, die Liste ist lang).

Jenseits des persönlichen Geschmacks – haben Farbgestaltung und Farbintensität eines Bildes durchaus Einfluss auf Ihre Betrachter und ihre Umgebung. Schon Goethe hat sich mit der Farbenlehre und pädagogischen Anwendungen befasst – und wir wissen um die unterschiedlichen psychologischen und physiologischen Reaktionen auf unterschiedliche Farben – und Lichtwellen.

Licht und Farbe für Gesundheit, Heilung und Rehabilitation

Warum sonst setzen Rehakliniken u.a. “Lichträume mit ‘Lichtduschen’ ein – um das Erleben von Patienten und Genesenden gezielt positiv zu beeinflussen?

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