Praktikantin hoffte auf Ausbildungsvertrag: 17.000 Euro nachträgliches Gehalt fielen an

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Foto von Tyler Franta

Die Klägerin absolvierte über acht Monate hinweg mehrere aufeinanderfolgende Praktika in dem Lebensmittelladen, die nicht vergütet wurden. Die Frau hatte insgeheim auf einen Ausbildungsplatz gehofft, so das Gericht. Es habe in ihrer täglichen Arbeit, wozu auch das Einräumen von Regalen und die Bedienung der Kasse gehörten, kein Unterschied zu einer bezahlten Angestellten bestanden. Sinn und Zweck eines Praktikums sei das Kennenlernen und Erlernen einer Tätigkeit, im Vordergrund stünde der Ausbildungszweck, der hier durchweg gefehlt habe, argumentierten die Richter. Die junge Frau hatte sämtliche Arbeitsstunden genauestens dokumentiert. Insgesamt habe sie 1.728 Stunden im Rewe-Markt gearbeitet. Das konnte ihr Arbeitgeber nicht widerlegen. Für jede Stunde muss Rewe nun zehn Euro zahlen.

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Quelle: LohnPraxis • Nr. 4 • April 2014
Link:
http://www.lohnpraxis.de
Fotocredit: © Uschi Dreiucker | www.pixelio.de

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