Achtung Recruiter: Funktionstod bei Facebook bringt Rasterfahndung

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Foto von Dane Deaner

Die eigenmächtigen Einstellungsadaptionen bei Facebook kommen nicht von ungefähr. Das Geschäftsmodell des Netzwerkgigantes beruht darauf, die Daten seiner User werberelevant zu strukturieren. Mit der Adaption von Graph Search gelingt das umso besser. Nun lässt sich ermitteln, wer Heavy Metal hört, Fan bestimmter Untergrundgruppen ist oder für Hanflegalisierung stimmt. Sämtliche Mitglieder lassen sich nun rastern.

Darum geht es konkret: Durch die Umstellung lassen sich Posts anhand des Ortes der Veröffentlichung finden, Suchen lassen sich also örtlich (z.B. Posts an Firma XY), aber auch zeitlich (z.B. Posts von meinen Freunden im letzten Monat) einschränken. Mit einer weiteren Suchfunktion werden Kommentare auf Posts gefunden. Graph Search zeigt allerdings stets nur die Posts an, die eine Nutzer mit anderen Netzwerkmitgliedern teilt. Das schließt auch Posts von Facebook-Nutzern ein, mit denen ein User zwar nicht befreundet ist, deren Bekanntschaft er aber für die Öffentlichkeit zur Einsicht freigegeben hat. Mit Graph Search lassen sich Suchbegriffe verketten und praktisch alle auf Facebook hinterlegten Informationen für spezifische Suchen verwenden.

Facebook hat die Einführung der Suchfunktionen damit begründet, dass es wichtiger sei, welche Inhalte wie mit anderen Usern geteilt würden, als wer auf ein Userprofil gelange.  

Und so lässt sich Facebook eine rote Karte erteilen:

Nun ist die Zeit unsinniger Angaben angebrochen: Geben Sie an, dass Sie für den Islam sind, den Papst unterstützen, niemals arbeiten möchten und doch ein Workoholic sind. Sie unterstützen alle Parteien und hören Heavy Metal. Damit ist eine Rasterfahndung im Ergebnis gleich null. Wer soll sich da auskennen? Raster besagt: Fahndung nach Klischees. Und genau die gilt es zu unterlaufen. Je individueller, desto schwieriger die Auswertung für alle Kommerziellen und Ideologen.

Spaß beiseite, das sind unsere Tipps:

Um die Sichtbarkeit der Profilangaben einzuschränken, rufen Sie das Profil auf und klicken in der Leiste unter dem eigenen Namen auf das Feld „Info“. Jeder Eintrag kann entweder einsehbar für „Freunde“, „Nur ich“ oder als „Öffentlich“ definiert werden. Weiterhin lässt sich verstecken, seit wann User mit anderen befreundet sind (Reiter „Freunde“ -> Privatsphäre bearbeiten). Übrigens lassen sich auch die „Likes“ – Anzeige dessen, was der User mag – tunen. Einfach im eigenen Profil auf den Reiter „Mehr“ klicken und dann auf „Gefällt mir-Angaben“. Dort gibt es ebenfalls die Option „Privatsphäre bearbeiten“.


Fotocredit: Stephanie Hofschläger / www.pixelio.de

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