Es freue sie sehr, so die Ministerin in Ihrem Grußwort, "dass das Projekt „Frauen-Karriere-Index“ erfolgreich fortgesetzt wird. Der FKi stellt fest, auf welchen betrieblichen Handlungsfeldern – beispielsweise der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder der Flexibilisierung der Arbeitszeit – sich Unternehmen engagieren, um die gesteckten Ziele für mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen. Unternehmen, die sich den Erhebungen des FKi stellen, legen Wert auf einen nachhaltigen Wandel ihrer Arbeits- und Unternehmenskultur und haben keine Angst vor Transparenz.“

Die Bundesfamilienministerin hob ausdrücklich hervor: "Das gilt für alle Unternehmen, die sich im Rahmen der vierten Erhebungswelle des FKi zertifizieren lassen und heute ihre Urkunden bekommen – vielen Dank für Ihr Engagement.“

FKi-Initiatorin Barbara Lutz legte bei ihren Ausführungen des Weiteren Wert auf die Feststellung, dass es zu differenzieren gelte zwischen dem Anteil an Frauen einerseits und der Frauenfreundlichkeit eines Unternehmens andererseits. „Der reine Frauenanteil an der Belegschaft sagt nicht immer viel aus über die Frauenfreundlichkeit eines Unternehmens. Commitment und Maßnahmen sind hier die wichtigeren Elemente für den Erfolg. Ziele allein, ohne entsprechende Maßnahmen haben hingegen meist sehr wenig Effekt.“ Anhand objektiver Daten weise der Frauen-Karriere-Index genau aus, wann und wo Frauen auf der Karriereleiter abgehängt werden. "Diese Daten können so zu einem zentralen Steuerungstool werden in dem sie Transparenz nach innen und nach außen herstellen."
 

 

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Foto von Andrew Neel
Mit Blick über die Frankfurter Skyline begrüßten Angela Cullen, German Bureau Chief bei Bloomberg, und Barbara Lutz, Gründerin des FKi, die Gäste.  Barbara Lutz hob hierbei besonders die Unternehmen hervor, die sich teilweise bereits zum dritten Mal an der Erhebung beteiligen. Auch übermittelte sie das Grußwort der Frau Bundesministerin Manuela Schwesig mit dem besonderen Schwerpunkt auf der Würdigung der Unternehmen.
 
Der FKi begleitet seit 2012 Unternehmen und unterstützt sie aktiv beim Erreichen der individuellen Zielgrößen. Dazu liefert die Indexierung branchenübergreifende, neutrale und sachliche Ergebnisse sowie überprüfbare und messbare Zahlen. Die Teilnehmer lernen, welche Strategien und Maßnahmen in der Praxis erfolgreich sind und zu einer messbaren Qualitätssteigerung und mehr Effizienz führen. Damit stellt der Frauen-Karriere-Index eine umfassende Wissensdatenbank dar, die zeitliche Vergleiche erlaubt und Trends und Erfahrungen abbildet. Eine valide Benchmark für alle Unternehmen. Von 2012 bis jetzt haben sich insgesamt 133 Unternehmen indexieren lassen. Schon durch die aktive Teilnahme konnten interne Hürden abgebaut, die Chancen fairer verteilt und der Weg zu mehr echter Gleichberechtigung geebnet werden.

Bildrechte: H. Förster (Getty Images)
Text: G. Bauer (HuntingHer)