So verbreitet war Homeoffice in Europa vor der Corona-Krise

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two men in suit sitting on sofa
Foto von Austin Distel

Als besonders prominentes Unternehmjen hat Apple seine Mitarbeiter laut Medienberichten dazu aufgefordert, in dieser Woche besser im Homeoffice zu arbeiten. Twitter hat eine ähnliche Empfehlung bereits am 3. März ausgesprochen. Und auch die in Frankfurt angesiedelte Europäische Zentralbank hat 100 ihrer Mitarbeiter an den heimischen Schreibtisch verlegt.

In Italien liegt der Homeoffice-Anteil sogar nur bei 3,6 Prozent. Dagegen ist die Arbeit in den eigenen vier Wänden in den Niederlanden und in Finnland deutlich verbreiteter.

Der Anteil der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren in der Europäischen Union (EU), die in der Regel von zu Hause aus arbeiten, lag 2017 bei fünf Prozent. Dieser Wert war in den Niederlanden (13,7 Prozent) am höchsten, gefolgt von Luxemburg (12,7 Prozent) und Finnland (12,3 Prozent), und am niedrigsten in Bulgarien (0,3 Prozent) und Rumänien (0,4 Prozent). Die Heimarbeit war in der Eurozone (5,7 Prozent der Erwerbstätigen) etwas häufiger als in der EU insgesamt.

Frauen arbeiteten bislang eher als Männer zu Hause

Insgesamt ist der Anteil der Erwerbstätigen in der EU, die gelegentlich von zu Hause aus arbeiten, laut Eurostat im Laufe der Jahre stetig gestiegen, von 7,7 Prozent im Jahr 2008 auf 9,6 Prozent im Jahr 2017, obwohl der Anteil im Jahr 2017 gegenüber 2016 (9,8 Prozent) leicht gesunken ist. Dabei fällt auf: In der EU arbeiteten in der Regel mehr Selbständige von zu Hause aus (18,1 Prozent) als Angestellte (2,8 Prozent). Dies galt in allen Mitgliedstaaten.

Im Jahr 2017 arbeiteten etwas mehr Frauen (5,3 Prozent) als Männer (4,7 Prozent) in der EU für gewöhnlich von zu Hause aus. In einigen wenigen Mitgliedstaaten war die Situation jedoch umgekehrt, da mehr Männer als Frauen in der Regel von zu Hause aus arbeiteten. Dies war etwa in den Niederlanden der Fall, wo 14,7 Prozent der Männer gegenüber 12,6 Prozent der Frauen im Homeoffice arbeiteten und in Dänemark (9,5 Prozent gegenüber 7,6 Prozent).

Die Häufigkeit von Homeoffice nimmt mit dem Alter zu. Nur 1,6 Prozent der 15- bis 24-Jährigen in der EU arbeiteten 2017 in der Regel von zu Hause aus, bei den 25- bis 49-Jährigen waren es 4,7 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen 6,4 Prozent. Der höchste Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die regelmäßig von zu Hause aus arbeiteten, wurde in Luxemburg (10,4 Prozent) verzeichnet, weit vor dem nächstfolgenden Mitgliedstaat, den Niederlanden (4,2 Prozent).

Bei den anderen Alterskategorien lagen die Niederlande an der Spitze (14,8 Prozent der 25- bis 49-Jährigen und 16,6 Prozent der 50- bis 64-Jährigen), gefolgt von Finnland (13,1 Prozent der 25- bis 49-Jährigen und 13,6 Prozent der 50- bis 64-Jährigen).

 

Mit freundlicher Genehmigung von BDAE: Leben und Arbeiten im Ausland Ausgabe 04/2020.

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