Employer Branding wird wichtiger

A group of friends at a coffee shop
Foto von Brooke Cagle

Welche Mitarbeiter als Talente eingestuft werden, wird in 58% der befragten Unternehmen klar definiert. Im Ländervergleich geben 72% der deutschen Unternehmen an, genau zu wissen, ab wann man ihn ihrem Unternehmen von Talent spricht. In der Schweiz wissen dies 56% der befragten Unternehmen und in Österreich nur 46%.

„Das Herausfinden von Talenten im Unternehmen hat viel mit einem common sense im Management über die gesuchten Eigenschaften dieser Talente zu tun. Fehlt diese Klarheit, bleibt die Talentauswahl der einzelnen Führungskraft überlassen“, meint Katharina Fischer-Ledenice, Leiterin des Hernstein Instituts.

Instrumente zur Talentidentifizierung

Am weitesten verbreitet sind Potenzial-Interviews oder Mitarbeitergespräche. 73% der deutschen Unternehmen geben an, diese zum Identifizieren von Talenten einzusetzen. Den größten Unterschied gibt es im Ländervergleich bei der Nutzung von Potenzial-Assessment-Centers: während in Deutschland 65% der Unternehmen dieses Instrument einsetzen, sind es in der Schweiz nur 30% und in Österreich gar nur 22%. (siehe Grafik)

Den Führungskräften wird bei der Nachwuchsentwicklung rechte hohe Verantwortung übertragen. Mitarbeitergespräche bzw. Zielvereinbarungen werden von den befragten Unternehmen am häufigsten genannt (Deutschland 95%, Österreich 91%, Schweiz 90%).

Werden Talente erkannt, so geben 57% der befragten deutschen Unternehmen an, dass Führungskräfte Aufgaben, Verantwortung sowie Entscheidungskompetenzen zu delegieren haben. Österreichische und Schweizer Unternehmen sehen dies ähnlich. (Schweiz 56%, Österreich 51%)

„Eine wesentliche Eigenschaft von Talenten ist ihr Streben nach herausfordernden Aufgaben. Führungskräfte sind gefordert, hier gegebenenfalls auch über ihren eigenen Schatten zu springen und Aufgaben samt Verantwortung abzugeben, die üblicherweise sie selbst erledigt hätten“, so die Hernstein Institutsleiterin Katharina Fischer-Ledenice.

Bedeutung von Nachwuchsförderung

Einig sind sich die befragten Unternehmen, dass man die besten Mitarbeiter so lange wie möglich im Unternehmen halten soll. Nachwuchstalente sollten eigenverantwortlich denken und handeln, sowie eigene Ideen verfolgen. Allzu querdenkerisch und kreativ muss nach Meinung der befragten Unternehmen ein Nachwuchstalent jedoch nicht sein.

Hernstein Management Report

Der Hernstein Management Report ist eine jährliche durchgeführte Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische Gesellschaft für Marketing, Wien. Befragt wurden insgesamt 300 Führungskräfte von Großbetrieben aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.

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