Mundpropaganda – Wie Unternehmen erkennen, dass Sie Ihre Mitarbeiter höchst effektiv einspannen können!

Am vergangenen Freitag habe ich einen interessanten Artikel im Handelsblatt gelesen, in welcher Form man seine Mitarbeiter einbinden kann, damit sie zufrieden sind und positiv über ihr Unternehmen sprechen.
Laut der aktuellen Gallup-Studie sind drei Viertel aller Mitarbeiter mit emotionaler Unternehmensbindung bereit, die Produkte der Firma weiterzuempfehlen. Für die Bekannten sind sie auf jeden Fall wesentlich glaubwürdiger als ein Werbespot oder eine Anzeige.
Also: Ein zufriedener Mitarbeiter im Unternehmen spricht mit großer Sicherheit im Freundeskreis auch positiv über sein Unternehmen.
Allerdings: 90% schieben Dienst nach Vorschrift, haben innerlich schon gekündigt und denen ist ihr Unternehmen auch relativ egal.

Einige Firmen gibt es, die erkannt haben, den Kanal über den Mitarbeiter besser zu nutzen für die Bewerbung seiner eigenen Produkte, aber auch für die Rekrutierung neuen Personals.
So z. Bsp. der Baumaschinenhersteller Hilti, wo der Vorstand einmal im Monat mit zufällig ausgewählten Mitarbeitern des Unternehmens frühstückt.
Adidas trifft sich einmal im Jahr zur sportlichen Ertüchtigung um den Zusammenhalt zu stärken.
Eon schickt seine Mitarbeiter auf Messen, Parteitage und Konferenzen, damit sie dort erklären warum die Strompreise weiter ansteigen.
Ratiopharm ließ sogar eine interne Kampagne für die eigenen Mitarbeiter entwickeln. Mit dem auffordernden Slogan "Act Orange" spielte der Konzern auf seine Unternehmensfarbe an. Die Beschäftigten sollten verinnerlichen, dass sie für die Marke mit verantwortlich sind und alles dafür tun müssen, dass die Kunden eine hohe Meinung von dem Unternehmen haben.

Wichtig ist es also, den Mitarbeiter aktiv am Fortkommen der Firma zu beteiligen. Dadurch fühle er sich auch für das Unternehmen verantwortlich und eher bereit, positiv über seine Arbeit und die Produkte zu sprechen.
Ein jeder Mitarbeiter, der in seiner Abteilung leidet und frustriert ist, wird zur Gefahr für die eigene Marke.

So bin ich gespant, wieviele Unternehmen diesen Gedanken aufgreifen und welche spannenden Mundpropaganda-Konzepte wir noch erwarten können.


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Foto von CoWomen