Tipp: Geld vom Integrationsamt für Homeoffices von behinderten Mitarbeitern

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Foto von ThisisEngineering RAEng

Nicht jeder behinderte Mensch und insbesondere schwerbehinderte Mensch hat gelernt, Vertrauen in sich und seine Umwelt zu setzen. Persönliche Erfahrungen und die jeweilige Lebenssituation spielen da eine große Rolle. Oftmals schätzen die Betroffenen es, wenn sie sozialen Anschluss finden, um eben nicht zum großen Teil auf sich gestellt zu sein. Und viele von ihnen haben ein Talent in der Selbstorganisation entwickelt.

Durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr Personen, die gehandicapt sind. Dialysepatienten, organtransplantierte Mitarbeiter und Kollegen, Kollegen mit Amputationen oder multiplen Erkrankungen – sie wissen, ein Arbeitsplatz ist Gold wert. Sie halten Kontakt zu ihrem Team und nehmen so am Arbeitsleben teil. Der Arbeitsplatz bietet ihnen Identifikation und Wertschätzung.

Für diejenigen, welche über genügend Selbstvertrauen und Organisationsvermögen verfügen, verknüpft ein Homeoffice-Arbeitsplatz in idealer Weise Lebensweise und Fähigkeiten. Die lästigen Fahrzeiten fallen weg. Ruhepausen und Arbeitsphasen können perfekt aufeinander abgestimmt werden. Im barrierefreien Homeoffice steht und liegt alles so, wie der Mitarbeiter es am besten erreicht. Die Heizkosten entfallen gänzlich. Das Beste: Der Arbeitsplatz wird finanziert von den Integrationsämtern, diese wiederum sind finanziert über die Ausgleichsabgabe der Arbeitgeber

Im Jahr 2014/2015 wurden bundesweit Fördermittel in Höhe von 507 Millionen  Euro ausgegeben [1]. 384 Millionen davon für begleitende Hilfen im Arbeitsleben (§ 102 SGB IX).  Hier ist ungenutztes Potential, das nur darauf wartet, sich entfalten zu können.

 



[1] http://www.integrationsaemter.de/bih

BIH- Jahresbericht 2014/2015, BIH Bundesarbeitsgemeinschaft
der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen

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