Arbeitsrechtsfrage des Monats November 2010

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two white wooden tables near glass window
Foto von Matt Hoffman

Constanze Grosch, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht, BMH Bräutigam & Partner (Berlin) antwortet:

Da Arbeitsverträge nicht dem Schriftformgebot unterliegen, kann durch die mündliche Zusage bereits ein Vertrag oder zumindest ein Vorvertrag entstanden sein, mit dem Sie sich zum Abschluss eines Arbeitsvertrages verpflichtet haben. Entscheidend ist die Verbindlichkeit Ihrer Zusage.

Für eine Verbindlichkeit spricht, wenn die wesentlichen Inhalte des Arbeitsverhältnisses schon klar waren (im Wesentlichen: Arbeitsaufgaben und Entgelt). Wichtig ist dabei: Haben Sie einen unbefristeten Vertrag versprochen? Sonst könnten Sie einen befristeten anbieten. Allerdings: sollte bereits das Praktikum tatsächlich ein Arbeitsverhältnis gewesen sein, was häufig der Fall ist, wäre eine weitere sachgrundlose Befristung nicht möglich. Für eine rechtssichere Antwort Ihres Falles müssten Sie die Details juristisch prüfen lassen.

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