recruiting aktuell 2017 | Das Nachschlagewerk für Ihre Personalsuche

Können Sie sich vorstellen, dass irgendwann einmal eine Software Ihre Arbeit übernimmt?
Nun, zugegeben, die Frage ist durchaus provokativ gemeint und klingt stark nach Science-Fiction. Aber auch Sie müssen zugeben, dass schon heute in den meisten Personalabteilungen ausgeklügelte Software-Tools viele Aufgaben wahrnehmen, die früher ausschließlich Personalisten vorbehalten waren. Und denken Sie dabei bitte nicht nur an die Zeit- und Zutrittserfassung oder die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Richten Sie Ihren Blick doch auch einmal aufs Bewerbermanagement und die Personalauswahl.

HR4YOU Infoveranstaltungen

Auch in diesem Jahr besucht HR4YOU wieder viele große Städte und stellt Ihnen die Softwarelösung vor, mit der Ihr Unternehmen noch effiziente Personalarbeit verrichten kann.

Enterprise 2.0 & Social Networks in der Rekrutierung

Enterprise 2.0 bezeichnet den zukunftsorientierten Einsatz sozialer Technologien sowie dynamischer Managementmethoden. Ziel ist es, das heutige meist statische Intranet »lebendig« zu machen, Kunden, Abteilungen und Mitarbeiter untereinander zu vernetzen und damit das Wissen des Unternehmens zu fördern. Betriebsinterne Netzwerke werden schon heute gern und oft genutzt. Diese kommunikative Verknüpfung ist heute kein Trend mehr. Es ist da. Zahlreiche Unternehmen haben erkannt, dass das »Mehr-Wissen der Firma« einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichert. Die Kurzformel lautet:
Damit alles (Wissen) auffindbar und nutzbar wird, sollte alles, was sich digitalisieren lässt, entsprechend transformiert werden.

HR lässt sich in einem solchen Schlüsselthema (wieder einmal) oft vertreiben, schaut weg oder läuft hinterher. Selten, dass HR hier einen aktiven treibenden Part übernimmt. Zu hart formuliert? Aber wahr. Das zeigen zahlreiche Studien: HR ist in diesem Thema nicht gut aufgestellt. Zwar ist IT der Treiber, aber nicht erfolgreich, weil vergessen wurde, die Mitarbeiter ‒ und HR ‒ auf diese wichtige interne Reise mitzunehmen. Daher der Appell: Liebe HR-ler, bitte positioniert Euch! Jetzt! Ihr habt hier alle Hebel zur Verfügung, Eure Unternehmen im Wandel zu begleiten. Erklärt dem Management bis hin zum Pförtner, warum es wichtig ist, Wissen zu heben und zu verteilen.

Hier geht´s zum Artikel: http://www.rexx-systems.com/news/enterprise-2-0-der-einsatz-sozialer-netzwerke-in-unternehmen.php?cp=tn

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Warum Geschenke auch dem Schenker ein Geschenk sind

Zeit für Geschenke ist das ganze Jahr. Nicht nur zu Weihnachten überlegen wir, was wir wem schenken. Auch zum Geburtstag, anlässlich einer Einladung und bei vielen anderen Anlässen stellt sich die Frage: Welches Geschenk ist das richtige. Innerhalb der Familie haben Sie sich vielleicht darauf geeinigt, sich keine materiellen Dinge mehr zu schenken, sondern nur noch ‚Zeit füreinander’ – was im Endeffekt ja mindestens ein genauso großes, wenn nicht sogar noch viel wertvolleres Geschenk ist.

Digital ‒ so geht HR heute

Autor: Tjalf Nienaber

Bis in die 90er Jahre kam er zweimal im Jahr: der Quelle-Katalog. Doch die Zeit der über 1.500 Seiten starken Kataloge ist vorbei. Versandunternehmen wie OTTO, amazon oder conrad electronic haben ihre Angebote digitalisiert und bieten so ihr Sortiment bequem und für jeden jederzeit erreichbar an. Für den Kauf genügen ein paar Klicks. Das Internet und immer neue technische Entwicklungen der letzten Jahre haben unsere Welt verändert. Auch Magazine und Zeitungen sind davon betroffen. Ihre »Ware« ist Content, also Informationen und Nachrichten, die sie gegen Entgelt verbreiten. Auch das digitale Büro oder e-Government sind Bespiele dafür, wie die Digitalisierung immer mehr analoge Arbeitsweisen und Arbeitsverfahren ablöst. Die Quintessenz: Das digitale Zeitalter erfasst unaufhaltsam alle Bereiche unseres Lebens. Das heißt aber auch: Wer jetzt die Transformation versäumt, wird den Anschluss verpassen und abgehängt ‒ auch im HR Management. Nicht mehr nur HR 2.0, nein, »HR 4.0« lautet das »Buzzwort«, an das Sie sich gewöhnen müssen, gleich ob es Ihnen zusagt oder missfällt. HR 4.0 kommt!

Warnung vor Internet-Trojaner, der es gezielt auf Personalabteilungen abgesehen hat

Originaltext aus dem Artikel “Goldeneye Ransomware greift gezielt Personalabteilungen an Update” von Fabian A. Scherschel, Heise-Security

“Der Verschlüsselungstrojaner Goldeneye sucht sich gezielt Personaler in Firmen als Opfer und die E-Mails mit dem Schadcode im Anhang nehmen dabei Bezug auf tatsächlich offenen Stellenausschreibungen der jeweiligen Firma. Die Mails sind in fehlerfreiem Deutsch verfasst und verwenden eine korrekte Anrede, die zu der Zieladresse passt. Davor warnt auch bereits das CERT-Bund des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).”

Liebe HRM-Mitglieder, Meldungen und Warnungen zum Internet-Trojaner “Goldeneye” sind derzeit aktuell. Da dieser Trojaner gezielt an Personalabteilungen gesandt wird und vielleicht auch direkt auf Stellenausschreibungen zu “reagieren” scheint (es wird u.a. vermutet, dass viell. auf Daten der Arbeitsagentur zurückgegriffen sein könnte), ist er nicht immer sofort erkennbar. Daher Vorsicht vor Mails unbekannter Herkunft, von einem angeblichen “Rolf Drescher”, und Vorsicht vor dem Aktivieren von Links.

Serie „Dienstverhältnisse beenden“ – Teil 1 Kündigungen, Anfechtungen, Zuwendungen

Das Ende eines Dienstverhältnisses birgt arbeitsrechtliche Fallstricke. Doch auch abgabenrechtlich ist ei-niges zu beachten, wenn Arbeitgeber und -nehmer auseinandergehen – sei es durch eine Kündigung, eine Auflösung des Dienstverhältnisses oder eine Entlassung. In einer dreiteiligen Serie beleuchten wir die wichtigsten rechtlichen Facetten dieser Trennungsformen. Teil 1 beschäftigt sich mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkündigungen, Anfechtung und Zuwendungen, die in diesem Zusammenhang anfallen können.

Wie viel Branding braucht ein Arbeitsraum?

Das sichtbare Ergebnis von Branding – das durch ein „branding Iron“ in die Haut des Tieres gebrannte Zeichen – lässt wenige Fragen offen. Das Brandmal ist eindeutig, ermöglicht Wiedererkennung und sorgt für Orientierung. Der gedankliche Ausflug in die Landwirtschaft mag drastisch sein, aber daraus lässt sich ein wesentlicher Punkt ableiten: Jedes Branding soll einen möglichst eindeutigen Bezug herstellen. Auch das Employer Branding soll einerseits den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der Arbeitgebermarke steigern, andererseits Mitarbeitern und Führungskräften Halt und Orientierung geben. Doch was ist es genau, was Menschen zu einem Unternehmen zieht und dort hält?

Pensionszusagen | Steuerliche Anerkennung hängt am Detail

In der Vergangenheit hat die Finanz Pensionszusagen recht großzügig geprüft. In letzter Zeit häufen sich aber Prüfungsfälle, bei denen diesen die steuerliche Anerkennung verweigert wird, teils wegen Formulierungsfehlern, die im Detail liegen.

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Eine reibungslose Entwicklung vom Mitarbeiter zur Führungskraft gelingt in vielen Fällen nicht. Denn um die neuen Aufgaben erfolgreich meistern zu können, benötigen angehende Führungskräfte neben Leader- ship-Skills vor allem die richtige Haltung. Der folgende Beitrag beschreibt, was den Einstieg in die Führungskarriere befördert und welche Rolle HR dabei spielt.

Serie „HR Analysis“ – Teil 1 | Personalkennzahlen entwickeln und abbilden

Die Anzahl der Mitarbeiter feststellen, Strukturen aufzeigen, über Kosten berichten und Leistung messen. Dies alles zählt zum vielfältigen Spektrum der Arbeit mit Personalberichten und -kennzahlen. Die Nachfrage danach ist groß. Denn in Zeiten, in denen die Ressourcen knapp sind, ist es besonders wichtig, diese zu steuern. Der Fachkräftemangel und die vielerorts eng geschnürten Personalkostenbudgets stellen HR-Verantwortliche vor Herausforderungen. Berichte und Kennzahlen lösen die damit verbundenen Probleme nicht, sind aber unverzichtbares Arbeitsmittel für Zielverfolgung, Dokumentation und für den Leistungsnachweis der Arbeit im Personalbereich.

Der Mensch im Fokus | Wie Design Thinking die Personalarbeit zukunftsfähig machen kann

Viele Unternehmen verfolgen HR-Strategien, die Bedürfnisse der Organisation deutlich stärker berücksichtigen als Belange der Mitarbeiter. Die Erkenntnis, dass dies langfristig dem wirtschaftlichen Erfolg schaden kann, ist zwar verbreitet, jedoch mangelt es in vielen Betrieben an Ideen, wie dies zu ändern ist. Um Unternehmen in Zukunft erfolgreich sein zu lassen, ist ein Umdenken in der Personalarbeit erforderlich. Die Gestaltung der Arbeitswelt darf künftig nicht mehr alleine von den Prozessen, sondern muss vom Menschen und seinen Bedürfnissen her gedacht werden. Dieser Ansatz steht im Zentrum des Design Thinking.

Strategien im Winter entwickeln! Unternehmensführung im Rhythmus der Natur

Zuerst fallen die Blätter, dann verhüllt Nebel oder Schnee fast alles Leben in der Natur. Doch der Stillstand täuscht. Die Überwinterungsstrategien im Tier- und Pflanzenreich sind vielfältig: erstarren, schlafen, Farbe wechseln. Der Kälte an der Erdoberfläche wird Paroli geboten. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für neues Wachsen auf Hochtouren. Die Natur steht in den Startlöchern, um volle Kraft voraus loszuspurten, sobald die wärmende und Licht spendende Sonne wieder an Macht gewinnt.

Alle Jahre wieder

…steht die betriebliche Weihnachtsfeier ins Haus. Bei manchen Betriebsfeiern sind Partner oder Begleiter miteingeladen. In anderen Unternehmen bleiben die Mitarbeiter unter sich. Dass dies nicht nur eine Frage der Firmenkultur ist, sondern auch steuerliche Konsequenzen haben kann, wissen die Kollegen aus der Buchhaltung. Was feststeht: Wie Weihnachtsfeiern gestaltet werden können – ist auch abhängig von der Betriebsgröße und dem Budget. Auch in der kleinsten Betriebsküche kann die Stimmung gut sein, vor allem, wenn die Atmosphäre auch vorher schon stimmte. Eine Weihnachtsfeier reißt nicht immer das Ruder herum, wenn es ohnehin in der Firma kriselt. Doch ist jede Möglichkeit, gemeinsam zu feiern auch immer eine wichtige Chance: um sich gegenseitig einmal von einer anderen Seite kennenzulernen und, jenseits von Vertriebszahlen und Erfolgsdruck, neue Eindrücke zu sammeln.

Cultural Fit – Erfolgsfaktor oder Gefahrenpotenzial?!

Es ist einer der Trends im Recruiting: Cultural fit – nicht die fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen sollen bei der Auswahl des richtigen Mitarbeitenden entscheidend sein, sondern die „kulturelle Passung“ ins Unternehmen.

Business Schools: Kann man Entrepreneurship lernen?

Wie wird man ein guter Unternehmer? Kann man innovatives Denken lernen? Was leisten Business Schools dabei? Darüber diskutierten führende Managementprofessoren wie Clayton Christensen und Philip Kotler auf dem 8. Global Drucker Forum in Wien. Das Thema der Konferenz war in diesem Jahr „Die unternehmerische Gesellschaft”.

Führung aus der Mitte, statt von der Spitze

Damit Zukunft gelingen kann, müssen sich Unternehmen auf neue Pfade begeben und dabei an den Grundfesten scheinbar unverrückbarer Prinzipien rütteln. Sicherheitsdenken, Festhalten an Strukturen und heldenhaft voranschreitende Führungskräfte gehören der Vergangenheit an. Das Unternehmen von morgen ist geprägt von Experimentierfreude, Agilität, Vertrauen und einem hohen Maß an Selbstorganisation.

Benefits, Incentives und Betriebsfeiern: So macht Ihnen die Finanz keinen Ärger

Häufig gewähren Arbeitgeber einzelnen Arbeitnehmern Zuwendungen, um diese für besondere Leistungen zu belohnen. Bei diesen Benefits steht der private (Erholungs-)Zweck des Arbeitnehmers im Vordergrund und nicht selten profitiert auch der Partner oder die Partnerin von der Zuwendung. Worauf Sie achten sollten, damit die Lohnabgabenprüfung die Belohnungen nicht drastisch verteuert, zeigt dieser Beitrag.

Änderungen in Kollektivverträgen ermöglichen Gehaltsumwandlungen

Da das staatliche Pensionssystem an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gestoßen ist, gewinnen alternative Vorsorgemöglichkeiten im privaten und betrieblichen Bereich an Bedeutung. Eine Möglichkeit ist die Gehaltsumwandlung, die sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreut, in Österreich aber noch nahezu unbekannt ist. Was steckt hinter diesem Begriff? Worin bestehen die Vorteile des Vorsorgemodells – und worauf sollten Unternehmen achten, wenn sie Gehaltsumwandlungen anbieten möchten?

Wenn der Chef das Problem ist

Jeder hat schon erlebt, welchen Schaden ein Konflikt am Arbeitsplatz anrichten kann. Ist die Zusammenarbeit gestört, so ist ein reibungsloser Arbeitsablauf nicht mehr möglich. Schlechter Informationsfluss, mangelnde Abstimmung, Missverständnisse, Fehler, Doppelarbeiten – jede Menge Reibungsverluste beschränken Effizienz, Erfolg und Arbeitsfreude. Frust, Demotivation und aufgebrachte Hintergrundgespräche sind die Folge. Das alles kostet Zeit, Geld und Energie. Eigentlich ist es Aufgabe der Führungskraft, Störungen in ihrem Verantwortungsbereich zu bereinigen. Doch was ist, wenn die Führungskraft selbst das Problem ist?

Bürokratie oder Hilfe? Wie Unternehmen interne Regelungen leben

Interne Regelungen sind wichtige Steuerungsinstrumente für Unternehmen. Sie schreiben nicht nur vor, was erlaubt ist, sondern ermöglichen erst die produktive Zusammenarbeit vieler Menschen. Dennoch sind sie in vielen Organisationen schlecht auffindbar, veraltet, unnötig, kompliziert und teilweise sogar widersprüchlich. Mit der Studie „Interne Regelungen – Ihr Freund und Helfer?!“ hat der Organisationsentwickler Ancoreage Management Partners gemeinsam mit dem Senat der Wirtschaft, dem Compliance Channel und dem HRM Research Institute, zu dem auch die Zeitschrift personal manager gehört, den Status quo interner Unternehmensregelungen zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum strukturiert erhoben.

Professionelles Konfliktmanagement im Personalwesen, Teil 1: Mit Streitigkeiten umgehen

Konflikte sind wie das Salz im Meer – sie gehören zum Leben dazu. Aber ebenso wie Meerwasser in den Augen brennen kann, sind Konflikte eine unangenehme Begleiterscheinung unseres Alltags. Personalisten sind in Konfliktsituationen doppelt gefordert: Sie müssen nicht nur eigene Streitigkeiten regeln, sondern in einem gewissen Rahmen auch jene innerhalb der Belegschaft moderieren. Daher ist speziell für sie ein professioneller Zugang zu diesem Thema von besonderer Bedeutung.

„Gouverner c’est prévoir“ – Existentielle Fragen sind unbequem… und gerade deshalb für Unternehmen unerlässlich!

Was wäre wenn? Hypothetische Fragen stehen oft am Anfang von Planungen. Absichtserklärungen politischer Formationen beruhen ebenso darauf wie Renditeprognosen für Geldanlagen oder der Traum des Milchmanns Tevje vom Reich-sein. Auch nach Negativereignissen taucht schnell die Frage auf: „Hätte man das verhindern können?“. Zu viele unbekannte Faktoren erschweren exakte Antworten. Sowohl im Nachhinein als auch im Vorfeld. Gerade deshalb sollten sich Führungskräfte in der Wirtschaft mit möglichen Zukunftsszenarien für ihr Unternehmen auseinandersetzen. So lange Zeit dafür ist.

Schlüsselressource Resilienz Was Unternehmen stark macht

Wie erfolgreich ein Unternehmen ist, hängt unter anderem davon ab, wie schnell und flexibel es auf kritische Situationen reagieren und erforderliche Veränderungen umsetzen kann. Entscheidend hierfür ist die Fähigkeit der Resilienz. Die Widerstandskraft von Mitarbeitern, Führungskräften und der Organisation insgesamt zu stärken, ist eine strategische Aufgabe der Organisations- und Personalentwicklung.

Coaching von Führungskräften: Wer ist es, den ich wirklich brauche?

Coaching ist in den Führungsetagen der Unternehmen angekommen. Die Frage, „za wos brauch I des“ stellt sich immer seltener. Doch woran erkenne ich einen wirklich guten Coach? Eines steht fest: Formale Ausbildungen und ISO-Zertifizierungen reichen als Qualitätskriterien nicht aus. Doch wie finden stressgeplagte Führungskräfte den richtigen Sparringspartner?

Chef und Coach zugleich – geht das?

In der modernen Arbeitswelt stehen Mitarbeiter immer häufiger vor neuen Herausforderungen – und benötigen sowohl fachliche als auch mentale Unterstützung, um diese zu bewältigen. Deshalb fordern viele Unternehmen, dass Führungskräfte Mitarbeiter coachen. Dies ist jedoch nur bedingt möglich.

Dr. Knell: Aktuelle Rechtsprechung

► Arbeitgeber überweist zu viel Gehalt –
Arbeitnehmerin muss keine Rückzahlungen leisten

► Nachwirkung von fakulativen
Betriebsvereinbarungen

Internationale Studie zeigt: Coaching wird professioneller und internationaler

Die Abfrage „Coaching“ ergibt im November 2016 in der Suchmaschine Google „293.000.000 Ergebnisse (0,77 Sekunden)“. Eine unüberblickbare Menge an Daten, die keine Transparenz mehr zulässt. Für Kundinnen und Kunden in Österreich ist ein Vergleich über Qualitätskriterien und Transparenz ohnedies nur mehr über die beiden größten Dachverbände (ACC – Austrian Coaching Council, ICF – International Coachfederation) möglich. Um Klarheit zu schaffen, lässt die ICF in regelmäßigen Abständen die internationale Coachingszene analysieren. Die aktuelle Studie spiegelt die zunehmende Verbreitung und Professionalisierung von Coaching, zeigt jedoch auch, dass die Branche nach wie vor um Regulierung bemüht ist.

Buchrezension: “Das Geheimnis der Champions”

Die beiden Autoren Jörg Knoblauch und Benjamin Kuttler stellen in ihrem Buch „Das Geheimnis der Champions – Wie exzellente Unternehmen die besten Mitarbeiter finden und binden“ 30 Erfolgsunternehmen und deren teils unterschiedlichen Umgang mit ihren Mitarbeitern vor. Obwohl die Praxisbeispiele so divers sind, gelingt es den Autoren, gemeinsame Faktoren für den Erfolg herauszuarbeiten. Dabei versäumen Sie es leider, ihre Ausführungen wissenschaftlich zu fundieren.

Nur allzu Menschliches im Spiegel der Urteile

Personal- und Arbeitsrechtsurteile beziehen sich auf Menschen – und damit auch immer auch auf allzu Menschliches. Wie sonst lässt sich erklären, dass Arbeitsgerichte in der Vergangenheit über Streitigkeiten bezüglich der Anzahl an Toilettengängen zu urteilen hatten? Und wie sieht es mit Unfällen „im Dienste“ der Arbeit aus?

Ferialpraktikant

Ein Ferialpraktikum ist eine Form der Ferialbeschäftigung in Österreich. Schüler und Schülerinnen oder Studenten und Studentinnen absolvieren als Ferialpraktikant/In, zur Ergänzung ihrer Ausbildung einen im Lehrplan oder Studentenordnung vorgeschriebenes Pflichtpraktikum in einem Unternehmen.

Caught in Contract: Arbeitnehmerüberlassung oder Werkvertrag?

Bald müssen Personaldienstleister und Kunden sich von Anfang an eindeutig zwischen Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung entscheiden und dies rechtlich absolut korrekt umsetzen, wenn sie nicht den Tatbestand einer Scheinüberlassung – mit allen rechtlichen Konsequenzen – erfüllen wollen. Denn für 2017 wird erwartet, dass durch eine Novellierung des AÜG eine bisherige „planwidrige Regelungslücke“ gestopft wird.

Ein Grundsatzurteil?

Mindestlohn: Der Zweck heiligt die Formulierung

In seinem Urteil vom 25. Mai 2016, Az. 5 AZR 135/16 führte das BAG aus, inwieweit Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge auf den Mindestlohn angerechnet werden dürfen. Die klare Antwort: Es kommt darauf an.

Nicht gearbeitet – trotzdem Anspruch auf bezahlten Urlaub?

Für manchen Arbeitgeber schwer nachvollziehbar, gibt es durchaus Fälle, in denen ein Arbeitnehmer, der ein Jahr lang überhaupt nicht arbeitet, trotzdem Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub hat. In diesem Zusammenhang stellt sich regelmäßig die Frage, wie lange nicht oder nicht vollständig genommener Urlaub vor Beschäftigungsverboten bzw. Elternzeit noch nach Ablauf der Verbote bzw. der Elternzeit genommen werden kann. Dies gilt insbesondere bei anschließender krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit.

Vertretungstätigkeit: Mehr Verantwortung – mehr Geld?

Einem Angestellten des Landes Sachsen-Anhalt wurde für die Zeit der Abwesenheit der Abteilungsleitung die Funktion eines stellvertretenden Leiters übertragen. Nach Eintritt des Abteilungsleiters in den Ruhestand hatte er zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Referatsleiter diese wahrzunehmen. Das Land Sachsen-Anhalt argumentierte, “es müssten auch Beamte” – was der Kläger nicht war – “ohne zusätzliche Besoldung höherwertige Vertretungstätigkeiten übernehmen.” Wie entschied das BAG?

KOMPLEXITÄT – UNGLAUBLICH, WAS WIR VON AMERIKANISCHEN ZIEGEN LERNEN DURFTEN!

Lesen Sie was Sie erwarten kann, wenn Sie mit scheinbar einfachen Führungsaufgaben in einem komplexen System in Berührung kommen.

Wenn Sie nicht erkennen, dass Sie sich in einer komplexen Umgebung befinden und Sie versuchen mit erprobten Vorgehensweisen Probleme zu lösen, kann Ihnen passieren was uns passiert ist.

Wer in komplexen Systemen mit Verfahren agiert, die aus der Erfahrung stammen, kann sein blaues Wunder erleben. Auch wenn dies Erfahrungen sind aus sehr komplizierten Herausforderungen.

Komplexe Systeme unterscheiden sich grundlegend in ihren Gesetzmäßigkeiten von komplizierten. Man könnte sagen, die angesagte Weiterentwicklung für erfahrene Führungskräfte ist:
Vom Experten zum Experimentierer!

Viel Spaß beim Lesen!

Mit dem Gummiboot durch den Canyon?

Ein kleines „Who is Who“ für Therapie und Coaching – Oder wie der harte Kerl aus der Rechtsabteilung doch noch mit einem Beratungsgespräch einverstanden war, als er hörte, dass es sich dabei um ein “Coaching” handele.

Krankenversicherung für digitale Nomaden: Hilfreiche Tipps

Welche Auslandskrankenversicherungen eignen sich für die Gruppe der so genannten digitalen Nomaden? Gibt es besondere Policen für diese spezielle und immer weiter wachsende Gruppe, deren Arbeitsplatz überall auf dem Globus ist? Worauf sollten diese modernen Globetrotter bei der Wahl der richtigen Versicherung achten? Die BDAE Gruppe hat ein paar hilfreiche Tipps in Sachen Auslandskrankenschutz zusammengestellt. Wer ohne eine internationale Krankenversicherung die Welt bereist, handelt äußerst risikoreich. Für viele Länder (beispielsweise Australien oder Vereinigte Arabische Emirate) ist eine Auslandskrankenversicherung sogar Voraussetzung, um einreisen zu dürfen.

Populäre Irrtümer im Arbeitsrecht

Das deutsche Arbeitsrecht ist kompliziert. Nicht immer wissen Arbeitnehmer, welche Rechte und Pflichten sie bzw. welche ihr Arbeitgeber hat. So entstehen Vorurteile. Im Paragrafen-Dschungel von Kündigungsfristen, Abfindungsberechnungen, Arbeits- und Aufhebungsverträgen sowie bei der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte fällt die Auslegung des deutschen Arbeitsrechts mitunter schwer, auch gibt es immer wieder Änderungen. Aber einige Mythen bezüglich der gültigen Arbeitsrechtslage halten sich hartnäckig

Dr. Böhm – News im Arbeitsrecht – Thema: Dauerbrenner Arbeitsunfähigkeit und Befristungen

Muss ein Arbeitnehmer bei Arbeitsunfähigkeit zu einem Personalgespräch erscheinen – und in welch einem Falle besteht ein Vergütungsanspruch auch schon dann, wenn noch gar keine Arbeitsleistung erbracht wurde? Kann außerdem tariflich geregelt werden, dass die Befristung von Arbeitsverträgen dreifach überschritten werden darf? Diesen – und noch vielen anderen brisanten Fragestellungen gehen wir in dieser Zusammenfassung aktueller Urteile im Arbeitsrecht nach:

Konflikte bewältigen – mit gewaltfreier Kommunikation

Wie? Was haben Sie da eben gesagt? Man kann die mögliche Eskalation förmlich spüren. Konflikte kann man nicht ausblenden oder verdrängen. Sie gehören zum Alltag – und sie müssen gelöst werden. Doch die Frage ist, wie?

Innere Ressourcen aktivieren. Schlummert ein Coach in jedem von uns?

Gute Fragen ermöglichen eine gute Unternehmensführung. Sie öffnen Handlungsräume, aktivieren Ressourcen, führen zu Klärungen, schaffen Orientierung. Coachingtechniken sollten zu Ihrer Persönlichkeit, Ihrer Situation, Ihrem Problem, ihrer Branche, Ihrem Unternehmen, Ihren Mitarbeitern passen – so wie der Coach, der diese Fragen stellt. Er steht Ihnen im besten Falle bei Aufbau-, Umbau-, Brandlösch-, Abbruch- und Reparaturarbeiten zur Seite – für eine bestimmte Zeit, für bestimmte Phasen und Themen, lösungs- und zielorientiert. Was aber sind „gute Fragen“?

Die ganz große Abrechnung (Payrollauswahl)

Payrollangebote reichen von der simplen Rechenlösung bis hin zum Komplettportal. Doch nicht jeder braucht alles – wir zeigen, wie Sie Ihr Programm finden.

Personalmanagement-Software hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr sensiblen betriebswirtschaftlichen Instrument entwickelt, von dem viele Informationen abverlangt werden. Insofern muss sie leicht erlernbar und anwendbar, im Funktionsumfang unternehmensspezifisch aufgebaut sein. Das setzt voraus, dass die einzelnen Module auf die gleiche Datenbasis zurückgreifen und sich in Kombination ergänzen, ohne sich zu behindern. Bei diesen Bausteinen handelt es sich neben den klassischen Lösungen zur Gehaltsab-rechnung, ergänzt um Zeitwirtschaft und Reisekostenabrechnung insbesondere um Module zur Stellenplanung, zu Organisationsmanagement, Personalentwicklung, Archivierung und elektronischer Personalakte, Bewer-bermanagement, Seminarplanung und -verwaltung sowie um Personalkostenplanung.

Die besten MBA-Programme für Manager

Digitalisierung, Globalisierung und immer schnellere Veränderungen – Manager stehen heute vor immer größeren Herausforderungen. Eine gute Möglichkeit, sich dafür fit zu machen, bieten berufsbegleitende Executive MBA Programme für erfahrene Führungskräfte.

Online-MBA: Lernen mit Hologrammen

Wie kann man das Lernen in einem Online-Studium verbessern? Wie lässt sich der Kontakt zwischen Professoren und Studenten intensivieren und die virtuelle Zusammenarbeit fördern? Darüber hat sich die spanische IE Business School in Madrid Gedanken gemacht und bietet mit ihrem neuen WOW-Room ein völlig neues Unterrichtserlebnis.

Und plötzlich ist man Chef

HR- und Führungskräfte verdienen angemessene Unterstützung und Coaching

Es ist kein „Luxus-„ oder „Privilegien-Thema“: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass Unternehmen in Zeiten zunehmenden Change-Managements ihre HR-Manager und Führungskräfte analog zu den neuen Aufgaben – und den häufig disproportional gewachsenen Anforderungen – nicht alleine lassen, sondern ihnen die Chance geben, sich weiterzubilden. Die Weiterbildung kann dabei fachlicher Natur sein, sich der Mitarbeiterführung widmen oder zu einer erfolgreichen – und vor allem auch gesunden und gesundheitsfördernden – Selbstführung verhelfen.

Dr. Böhm – News im Arbeitsrecht – Thema: Entlassungen

In welchen Fällen Berufskraftfahrer mit einer fristlosen Kündigung zu rechnen haben, wann eine Druck(änderungs)kündigung wirksam wird oder wie ein betriebsstörender Arbeitnehmer „entfernt“ werden kann und wie es um die vorzeitige Beendigung des Konsultationsverfahrens bei Massenentlassungen steht – erfahren Sie in der folgenden Zusammenstellung aktueller BAG- und LAG-Urteile.

Chef, Freund oder Coach?

Wer bin ich? Wer soll, darf, muss ich sein? Ein Praxisbericht

Alle handeln in bester Absicht. Doch das reicht oft nicht. Rollen-, Kompetenz- wie auch Zuständigkeitsüberschneidungen unterminieren unweigerlich jeden noch so wohlgemeinten Ansatz. Schuster (oder Chef?), bleib bei deinen Leisten? Das wäre zu simpel. Mehr Erfahrung und Schulung in menschlichem Verhalten und Coachingtechniken sind prinzipiell sinnvoll. Wichtig ist es jedoch vor allen Dingen, unterscheiden zu lernen: zwischen professionellem Coaching – und einem Kommunikationsansatz, der gemeinhin als „Coaching“ bezeichnet wird. Ein Praxisbericht

Ein Drittel der angehenden Management-Elite verlässt Österreich nach Studium

Ein Drittel der High Potentials der österreichischen Wirtschaftsstudierenden will nach dem Studienabschluss im Ausland arbeiten. Die High Potentials zieht es doppelt so häufig ins Ausland wie ihre Kommilitonen. Viele gut ausgebildete Kräfte gehen damit dem einheimischen Arbeitsmarkt verloren. Das ist das Ergebnis des trendence Graduate Barometers Austria 2016, der größten Absolventenstudie in Österreich. Darin befragt das trendence Instituts über 7.700 abschlussnahe Studierende in Österreich, darunter 242 High Potentials der Wirtschaftswissenschaften, die sich durch Praxis- und Auslandserfahrung sowie besonders gute Noten auszeichnen

Das Team bricht auseinander – Und was unternimmt ein Coach dagegen?

Ob ein Team in Konflikten versinkt oder ein völlig aufgelöster Mitarbeiter, der bei der Problemschilderung vom Hundertsten ins Tausendste fällt – ein geübter Coach braucht keine Checkliste, um instinktiv zu intervenieren. Wir haben Ihnen jedoch beispielhaft eine Situation und damit zusammenhängende Gesprächsanlässe und Fragetechniken zusammengestellt, mit denen man das „Gespräch retten“ und den Weg hin zu einer für alle umsetzbaren Lösung ebnen könnte.

Der etwas andere „Ratgeber“

16 Tipps für ganz schnell mehr Ruhe am Arbeitsplatz
Es gibt viele Tipps und Listen, um die Zusammenarbeit zu optimieren: Wir gehen den revolutionären Weg: Wir bieten (mit einem Augenzwinkern) eine Liste, wie Sie sich mit absoluter Sicherheit Ruhe und Frieden verschaffen vor lästigen selbstzufriedenen Optimierungsgesprächen, aufgezwungenen Sozialkontakten und störender und zeitraubender Kommunikation. Das geht ganz schnell. Ganz ohne Coach. Wenden Sie folgende Tipps konsequent an, und Sie können bald in Ruhe zu Hause bleiben. Oder haben immer sehr viel Platz beim Essen…oder so.

Innere Haltung beim Coaching: Wie ich Dir begegne, so wirst Du sein

Wie können wir, im HR oder in anderen beruflichen Bezügen mit Coaching-Aufgaben betraut, unseren Gesprächspartnern größtmögliche Unterstützung gewährleisten? Welche Verhaltensweisen und Haltungen sollten im Coaching im Rahmen von Konfliktlösungen eingenommen werden? Denn wir müssen davon ausgehen, dass das Bild von einem anderen oftmals eher ein Bild von einem selbst darstellt: Die jeweiligen subjektiven Wahrnehmungsgewohnheiten, Lebenserfahrungen und Realitätskonstruktionen beeinflussen 1., welche Aspekte wahrgenommen werden und 2., welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Entsprechend werden – jenseits aller Theorien und Lehrgänge zur Mitarbeiterführung und zu passenden Fragetechniken – unsere Gespräche ausfallen…

Wichtig: Gesprächstechniken. Doch hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl!

Egal, ob Personalentwickler auf standardisierte Testverfahren und Fragenkataloge zurückgreifen können oder ob sie über eine Zusatzqualifikation in systemischer Gesprächsführung verfügen: All dieses wichtige Handwerkszeug macht nicht wett, worüber manche Personalverantwortliche und Führungskräfte verfügen: Empathie, Respekt, Zugewandtheit, Offenheit und ein gesunder Funke Humor. Ein spontanes freundliches Wort. Eine mitfühlende Nachfrage. Ein aufmerksamer Blick. Ein Lob und Dankeschön zur rechten Zeit. Wenn dann noch mit der richtigen Fragetechnik der Weg für Lösungen geebnet wird, umso besser.

Gesamtes Arbeitsrecht

In der Reihe „Nomos Kommentare“ ist neu und in erster Auflage dieses von Boecken/Düwell/Diller/ Hanau herausgegebene Werk erschienen, an dem insgesamt 115 Autorinnen und Autoren beteiligt sind. Die drei Bände enthalten alphabetisch geordnet 91 arbeitsrechtlich relevante Gesetze, Richtlinien und Verordnungen. Der Kommentar erschließt sich sehr gut über ein umfangreiches Stichwortverzeichnis. Die Bücher haben die Funktion einer Enzyklopädie. Ein Ziel der Herausgeber: Die Schaffung einer umfassenden, wissenschaftlich vertieften Gesamtkommentierung und eine überschaubare Darstellung des Arbeitsrechts – ebenso wie der Zusammenhänge zu benachbarten Rechtsgebieten wie dem Sozial- oder Steuerrecht.

Betriebsverfassungsgesetz mit Wahlordnung – Handkommentar

Deutschland mit seiner traditionellen betrieblichen Mitbestimmung ist ein Land der Betriebsräte: Nach Zahlen des IAB setzten sich im Jahr 2014 in der Privatwirtschaft Betriebsräte für 41 % aller Arbeitnehmer ein. Ca. die Hälfte der Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und 90 % der Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten haben Betriebsräte, die nach dem BetrVG weit reichende Rechte haben: Sie entscheiden mit bei Einstellungen, Entlassungen, grundlegenden Veränderungen der Betriebsorganisation, aber auch in vielen alltäglichen Fragen, wie Arbeitszeit, Entgeltfragen Parkordnung (§ 87 BetrVG Rdnr. 71) oder Rauchverbot (vgl. § 75 BetrVG Rdnr. 162). Damit ist klar, dass das BetrVG eines der praktisch wichtigsten arbeitsrechtlichen Gesetze ist. Häufig ist Konfliktpotenzial unter den Stakeholdern angelegt.

Vor allem in Start-ups gefragt: Das Mobile Office

„Digitale Nomaden“ ist das Stichwort: Gerade in Start-ups lassen sich Mitarbeiter ungern in ihren Möglichkeiten beschränken und fordern die freie Wahl von Ort und Zeit der Tätigkeit selbstverständlich ein. Morgens Wellen reiten, nachmittags programmieren am Strand – so sieht der berufliche Alltag für Arbeitnehmer in vielen jungen Unternehmen immer häufiger aus.

Magst Du mich? Dann drück auf den Smiley

Auf der diesjährigen Zukunft Personal fand sich eine erstaunliche Anzahl von Herstellern für digitale Tools, mit denen Feedback und Input von Mitarbeitern ermöglicht, erhoben und quantifizierbar gemacht werden sollen. Gute Chancen für gezieltes Strategie-, Personal-, Talent- und Ideenmanagement: je nachdem, ob Daten für die Führungskräfteentwicklung – oder für die Entwicklung der Unternehmenskultur verwendet werden. Neben unterschiedlichen neuartigen und digitalen „Matching-Programmen“ für das Recruiting ist die Messung der „Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitervorschläge“ definitiv einer der neue „Hypes“ im HR.

HR Going Global… “Alles Roger?”

Werden KMU international tätig, werden bald einmal die ersten Mitarbeitenden für einen begrenzten Zeitraum ins Ausland entsandt. Entsendungen sind für Personalverantwortliche oft auch Neuland.
Wie sie dennoch die Übersicht im unbekannten Territorium behalten
können, zeigt dieser Beitrag.

«Ich bin ganz ruhig»

Bewegung, Ernährung und Entspannung sind wichtig, um die Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Zu Bewegung und Ernährung gibt es zahlreiche Publikationen. Das Thema Entspannung jedoch ist weit weniger umfassend dokumentiert – trotz ihrer hohen Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden.

[Auszug]

Im HR trifft man immer wieder auf Menschen, die unter Anspannung, Belastung und negativ erlebtem Stress leiden, aber oft keine tauglichen Mittel zur Hand haben, um sich gezielt zu entlasten. Nur eine Minderheit unternimmt systematisch etwas für eine gezielte Entspannung. Dabei lässt sich hier ebenso systematisch vorgehen wie bei Ernährung oder Bewegung.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Auf der Suche nach dem «Digital Leader»

Leader-Persönlichkeiten statt klassische Manager werden künftig gebraucht, damit Unternehmen erfolgreich agieren können. Die Digitalisierung soll nicht nur Herausforderung sein, sondern es gilt, sie als Chance zu begreifen und zu nutzen. Und zwar auf Führungsebene, sagt Dwight Cribb, Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung mit dem Schwerpunkt auf Digital Leadership. Mit ihm sprach Persorama über die Zukunft der Führung in Unternehmen.

[Auszug]

Persorama: Die digitale Wirtschaft erfordert einen neuen Typus von Führungskräften: Wie soll dieser aussehen?

Dwight Cribb: In der digitalen Wirtschaft gilt das Credo der «customer centricity», also den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Das bedeutet, der Mittelpunkt ist vergeben und Manager müssen sich damit anfreunden können, dass sie dort nicht stehen. Es bedarf also Persönlichkeiten, die den Kunden und das Produkt nach vorn stellen und sich selbst etwas zurücknehmen können. Ausserdem ist die Kultur der digitalen Wirtschaft von Dialog statt direktiver
Kommunikation geprägt.

Persorama: Was kann man sich unter «Karriere» in der digitalen Arbeitswelt vorstellen?

Dwight Cribb: Neben der klassischen Kader-Karriere entwickelt sich eine zusätzliche Ebene, in der Menschen Status und Anerkennung für ihre Fähigkeiten oder ihr Verständnis von komplexen Zusammenhängen bekommen. Das ist im Prinzip nichts Neues. Ein herausragender Verkäufer mit Charisma oder der Star-Trader einer Investment Bank geniessen häufig mehr Anerkennung als ihr Management. In der digitalen Ökonomie scheint sich das aber weiter auszuprägen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Vom Wissen zur Handlungskompetenz

Die Anforderungen an Unternehmen, Mitarbeitende mit fachlichem und methodischem Know-how auf Top-Level zu beschäftigen, sind immens gewachsen, deshalb steigt auch die Bedeutung von CAS, MAS, MBA & Co. als berufliche Zusatzqualifikation. Die Angebote sind vielfältig, doch nicht alle sind automatisch ein Garant dafür, dass das neue Wissen im Arbeitsalltag nützlich ist. Wann und warum Weiterbildung sich lohnt:
Darüber sprach Persorama mit Armin Haas, Präsident von Human Resources Swiss Exams (HRSE) und Vorstandsmitglied von FH Schweiz.

[Auszug]

Die rasante technologische und wirtschaftliche Weiterentwicklung erfordert eine ständige Weiterbildung im Job. Weiterbildung in Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenz ist daher heute Standard in der Berufswelt. Das Thema steht auch bei Personalgesprächen ganz oben auf den Wunschlisten von Bewerbern und Arbeitnehmern.

Die Weiterbildung bildet somit die Basis für eine erfolgreiche Karriere. Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen des Bundesamtes für Statistik (bfs) 2011 absolvieren mehr als drei Viertel der Schweizer Wohnbevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren jährlich eine Weiterbildung. Der Nachwuchs ist sich der Notwendigkeit von Weiterbildungen bewusst: Eine aktuelle Umfrage des Kaufmännischen Verbandes Schweiz 2016 bei 3000 Lehrabgängern zeigt auf, dass 93 Prozent der Lehrabgänger nach ihrer Lehre eine Weiterbildung planen. «Wer also mit 45 Jahren eine Berufslehre oder eine Ausbildung ohne weiterführende Weiterbildung ausweist, löst bei Arbeitgebern mit Sicherheit Stirnrunzeln aus», erklärt Armin Haas.

Gute Sprache wirkt

Stelleninserate gut formulieren: Das sollte für HR eigentlich keine grosse Herausforderung sein. Trotzdem haben viele Recruiter Mühe, die richtigen Worte zu finden. Was kommt bei Kandidaten heute an? Welche Inhalte sind wirklich notwendig und welche nur Floskeln? Wie wird im Inserat die Unternehmenskultur sichtbar? Und was ist speziell für Online-Kanäle zu beachten? Antworten dazu gibt Ivo Hajnal von der Schweizerischen Text Akademie.

[Auszug]

Wer im beruflichen Alltag Stelleninserate textet, macht sich selten bewusst, wie komplex diese Aufgabe ist. Denn es geht nicht nur darum, eine vakante Stelle präzise und ansprechend zu beschreiben, sondern auch die passende Sprache für das richtige Zielpublikum zu treffen und das eigene Unternehmen bzw. das Jobangebot in gutem Licht zu präsentieren.

Darüber hinaus transportieren Stelleninserate nicht nur Informationen, sondern ebenso Werte und Charakteristika einer Arbeitgebermarke. «Sie sind also die Visitenkarte des Unternehmens», sagt Ivo Hajnal, Experte der Schweizerischen Text Akademie. Daher teilt er die Einschätzung vieler HR-Fachleute, dass Inserate schreiben ein «schwieriger Job» ist und nicht unterschätzt werden sollte. Er stellt fest: «Mit den Herausforderung-en in der Personalbeschaffung wächst das Interesse an Sprache.» So ist das Interesse an den Workshops bei JobCloud hoch, die zum Thema «Online-Inserate schreiben» regelmässig angeboten werden. «Wir sind praktisch immer ausgebucht und führen eine Warteliste», sagt Rebekka Hänggi, Content & Online Marketing Manager bei JobCloud.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

«Die Wirkung von Coaching ist begrenzt messbar»

Coaching hat sich in der Schweiz enorm entwickelt. Wie wirkt Coaching und wie kann seine Wirkung verbessert werden? Hierüber sprach Persorama mit der Coaching-Pionierin Dr. Astrid Schreyögg.

[Auszug]

Persorama: Wo stehen Schweizer Unternehmen beim Thema Coaching?

Astrid Schreyögg: Coaching gehört in der Schweiz zur Selbstverständlichkeit, und das hat Gründe. Die Märkte sind überschaubar und es gibt die Mehrsprachigkeit. Qualifiziertes Führungspersonal ist am Markt kaum zu bekommen, Unternehmen können es sich es sich weniger erlauben, wertvolles Wissen durch den Weggang von Führungspersonal abfliessen zu lassen und bieten daher dem Führungskader Coaching an. In Deutschland beobachten wir den Trend zu organisationsinternen Coaches, die die externen Coaches zunehmend ersetzen. Vorteil aus Sicht der Unternehmen: die Qualität der Coaches kann besser kontrolliert werden.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Chancen geben, Potenziale nutzen

Qualifizierte Migrantinnen und Migranten aus Ländern ausserhalb der EU gehen in der Schweiz häufig einer Arbeit nach, die nichts mit ihrem erlernten Beruf zu tun hat. So arbeitet etwa eine Anwältin aus Mexiko als Raumpflegerin und ein Umwelttechniker aus Madagaskar auf dem Bau. Dieses brachliegende Potenzial könnte und sollte besser genutzt werden. Darauf macht HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, mit einer aussergewöhnlichen Sensibilisierungskampagne aufmerksam.

[Auszug]

Elizabeth Howald: In Mexiko Anwältin und Gerichtsschreiberin, in der Schweiz trägt sie Zeitungen aus und reinigt Büros. Mario Ramohavelo: In Madagaskar Umwelttechniker und wissenschaftlicher Assistent im Bereich Forstwirtschaft, in der Schweiz Hilfsmaurer. Solche Berufsbiografien sind keine Seltenheit: Obwohl rund 42 Prozent der Migrantinnen und Migranten aus Drittstaaten einen Hochschulabschluss vorweisen können (bei Schweizern sind es lediglich 31 Prozent), sind sie am stärksten von Erwerbslosigkeit und Überqualifizierung betroffen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Mehr modulare Angebote

Die Arbeitswelt wird globaler, digitaler und wissensintensiver. Dieser Wandel hat auch Auswirkungen auf die Kompetenzentwicklung von Führungskräften. Professor Dr. Stephanie Kaudela-Baum, Dozentin für Leadership und Management an der Hochschule Luzern (HSLU), stellt dazu drei Thesen auf.

[Auszug]

Wer sich für eine Weiterbildung im Bereich Leadership und Management interessiert, setzt sich intensiv mit den Kompetenzen auseinander, die in den jeweiligen Studiengängen im Vordergrund stehen. Stephanie Kaudela-Baum beobachtet
in der Praxis als Studiengangsleiterin und Forscherin, dass die Arbeitswelt je länger je mehr globaler, digitaler und wissensintensiver wird. Dementsprechend sieht sie drei Trends für die Zukunft der Kompetenzentwicklung von Führungskräften: Selbstmanagement, Gemeinschaft und Flexibilität werden nach ihrer Einschätzung in den Fokus rücken.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Fakten versus Bauchgefühl

Mit verbesserten Methoden, relevanten Daten und wachsendem Know-how über Data Analytics etabliert sich ein neuer Ansatz in der betrieblichen Praxis: evidenzbasiertes HR-Management. Bringt es die erhofften Erkenntnisse und Vorteile?

[Auszug]

Seit einigen Jahren sind Unternehmen in der Lage, grosse Mengen an Personalund Unternehmensdaten zu sammeln und zu archivieren; allerdings wird das Potenzial dieser Daten – zum Beispiel, um Geschäftsergebnisse zu verbessern – zu selten genutzt. Dabei könnte dieses Wissen sinnvoll eingesetzt werden. Ein Beispiel: McDonalds weiss jetzt dank Data Analytics, dass die Kundenzufriedenheit deutlich erhöht wird, wenn mindestens ein älterer Mitarbeiter in jeder Schicht arbeitet. Das wirkt sich auch auf die Geschäftsergebnisse positiv aus.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Mitarbeiter coachen ist Kernaufgabe

Der traditionelle Führungsstil à la «Command and Control» hat ausgedient. Mitarbeiter erwarten progressivere, individuell an den Bedürfnissen des Einzelnen ausgerichtete Methoden. Kaum ein Ansatz bietet für diese Erwartungshaltung so vielfältige Möglichkeiten und so individuelle Lösungen wie Coaching. Was läge da näher, als die Führungskräfte mit Coaching-Kompetenzen auszustatten und den Einsatz von Coaching-Methoden konsequent zu fördern?

Weg von der Titelwirtschaft

Jeder Chef weiss, dass er seine Mitarbeitenden durch Geld allein nicht glücklich machen kann. Dennoch: Ein faires, leistungsorientiertes Vergütungssystem kann die Leistungsbereitschaft durchaus beflügeln. Ebenso wie flexiblere Arbeitsmodelle, spannende Aufgaben, Durchlässigkeit im Karriereweg oder mehr Möglichkeiten zur Teilzeitbeschäftigung. Funktionsbewertungssysteme können hierzu den erforderlichen Ordnungsrahmen in einer Matrix-Struktur bilden; sie schaffen es besser als Hierarchieebenen, Mitarbeitende gut einzubeziehen.

[Auszug]

Den Nutzen von Funktionsbewertungssystemen als Strukturelement für die Stellenbewertung auf Basis mathematischanalytischer Modelle hat kürzlich die Unternehmensberatung hkp/// in einer Studie evaluiert. 88 Prozent der 117 Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gaben in der Befragung an, bereits mit Funktionsbewertungssystemen zu arbeiten – ein im Vergleich zum Markt hoher Wert. In der Vergangenheit haben sich solche Systeme vornehmlich in Grossunternehmen etabliert. Die Verbreitung in KMU liegt den Angaben zufolge immer noch weit unterhalb von 50 Prozent.

Domenica Huber hat als Head Compensation & Benefits bei Georg Fischer AG bereits viel Erfahrung mit Funktionsbewertungssystemen. Beim Industriekonzern versucht sie mit ihrem Team, das vorhandene Erfahrungswissen aufzugreifen und konzeptionell in das mit einem mathematischen Modell hinterlegte Stellenbewertung-ssystem einzubeziehen. «HR bespricht mit der Linie, welche Anforderungen es für welche Funktionen braucht, welche Erwartungen es an eine Stelle gibt, wie viele Personen es in welcher Funktionsfamilie mit welchem Profil und Senioritätsgrad braucht. Zudem entwirft man gemeinsam Karrierepfade, wie sich Mitarbeitende von ihrer Stelle aus weiterentwickeln könnten.»

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Stress lass nach!

Psychische Beschwerden nehmen in der Arbeitswelt dramatisch zu und enden nicht selten in einer völligen Erschöpfung – dem Burnout. Krankenstand ist teuer. Daher heisst das Gebot der Stunde: Prävention statt Intervention. Von HR müssen dazu passende Initiativen ausgehen.

[Auszug]

Wettbewerbsfähige Unternehmen wollen gesunde und leistungsfähige Mitarbeitende. Die Praxis sieht leider ein bisschen anders aus, denn jeder fünfte Erwerbstätige in der Schweiz fühlt sich gestresst und ist erschöpft, wie die aktuelle
Studie «Job-Stress-Index 2015» der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz aufzeigt. Gestresste Mitarbeitende arbeiten weniger produktiv und fehlen doppelt so häufig am Arbeitsplatz. Dies kostet die Schweizer Wirtschaft jährlich fünf Milliarden Franken. Was können Firmen und Vorgesetzte unternehmen, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten und sogar zu fördern?

Burnout kann jeden treffen – vom Manager bis hin zur Hausfrau – und ist ein schleichender Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt. Am häufigsten tritt Burnout in Sozial-, Gesundheits- und Lehrberufen sowie in Grosskonzernen auf. Familiäre KMU sind eher weniger betroffen. Zu den Risikofaktoren am Arbeitsplatz gehören schlechtes Betriebsklima, mangelnder Einfluss auf die Arbeitsgestaltung, Überlastung, Zeitdruck, schlechte Infrastruktur am Arbeitsplatz, Wertekonflikte, kein Zusammenhalt und fehlende Wertschätzung.

Gute Diagnostik und Beratung sind wichtig

Schikanen, abschätzige Bemerkungen, unfaire Kritik: Falls Mitarbeitende am Arbeitsplatz diesen Eindruck haben, können die Folgen für sie gravierend sein, ihr Selbstvertrauen schmälern oder gar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Damit der Schaden für die Betroffenen und die Unternehmen minimiert werden kann, ist eine schnelle, unkomplizierte Beratung bei einer Vertrauensperson oder -stelle wichtig.

[Auszug]

Untersuchungen bei Erwerbstätigen in der Schweiz zeigen, dass Verletzungen der persönlichen Integrität bei der Arbeit verbreitet sind. So erleben 15 Prozent unfaire Behandlungen, 10 Prozent Frauen (4 Prozent Männer) beklagen sexuell belästigende Verhaltensweisen, und 8 Prozent erleben Drohungen und erniedrigendes Verhalten.

Die Folgen von persönlichkeitsverletzendem Verhalten sind Beeinträchtigungen des individuellen Befindens und der Gesundheit. Von Mobbing betroffene Personen haben deutlich häufiger gesundheitliche Beschwerden als nicht betroffene. Sie leiden unter Kopfschmerzen, Angespanntheit, Nervosität oder Schlafstörungen. Weiter können Störungen des Gedächtnisses, eine Einbusse des Selbstvertrauens, Rückzugstendenzen und eine gewisse Feindseligkeit sowie Depressionen auftreten.

Die Beschwerden können sich in zunehmenden Fehlzeiten spiegeln und das Arbeitsklima beeinträchtigen. Weitere negative betriebswirtschaftliche Auswirkungen sind Qualitätseinbussen, Minderleistungen und eine erhöhte Fluktuation.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Mitarbeiterfluktuation: Gründe für Kündigungen analysieren

Österreichs Wirtschaft entwickelt sich weiter positiv, die Wirtschaftskammer Österreich erwartet für 2016 ein Wachstum von 1,7 Prozent. Damit bleibt die Nachfrage nach Fachkräften hoch und macht freiwilliges Jobwechseln attraktiver: 43 von 100 befragten Personalmanagern verzeichnen einen häufigeren Mitarbeiterwechsel als noch vor drei Jahren. Zudem befürchtet die überwiegende Mehrheit der befragten HR-Verantwortlichen (88 %), in den nächsten Monaten Mitarbeiter an andere Unternehmen zu verlieren. Dies ergab eine Arbeitsmarktstudie des Personalvermittlers Robert Half.

Narzissten im Selektionsprozess erkennen

Narzissten können mit ihrem selbstsicheren, charmanten Auftreten und ihrem Streben nach Grossem und Aussergewöhnlichem ein Gewinn für eine Organisation sein. Sie können aber auch beträchtlichen Schaden anrichten, wenn sie mit einem «grandiosen Projekt» scheitern oder ihre Mitarbeitenden unangemessen behandeln. Deshalb stellt sich die berechtigte Frage nach den Möglichkeiten, Narzissten im Vorfeld, also im Rahmen der Personalselektion, zu erkennen.

[Auszug]

Überall dort wo Alexander – seines Zeichens Abteilungsleiter – auftritt, steht er im Mittelpunkt und fesselt mit seinen humorvoll vorgetragenen Anekdoten seine Zuhörerschaft. Dass er ab und zu mit einer schlüpfrigen Anspielung die Grenze überschreitet, verzeiht man ihm, da es ihm einen unkonventionellen Touch verleiht. Er ist immer perfekt gekleidet, zeigt sich gerne in Gesellschaft wichtiger Personen und hält sich nicht zurück, von seinen Erfolgen zu berichten. Sein charmantes Auftreten wandelt sich jedoch schlagartig ins Gegenteil, sobald er Konkurrenz wittert oder es jemand wagen sollte, ihn zu kritisieren. Alexander reagiert darauf gekränkt und beginnt sofort seinen Widersacher herabzusetzen, zu diskreditieren, ja sogar ausfällig zu werden und sich feindselig zu verhalten. Auch die Zusammenarbeit mit ihm gestaltet sich schwierig, da er kaum auf die Bedürfnisse und Emotionen anderer eingeht und ab und zu eine Lüge auftischt, um sein Gesicht zu wahren.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Der persönliche Kontakt bleibt matchentscheidend

HR-Abteilungen in Schweizer Unternehmen nutzen zunehmend die eigene Recherche über soziale Netzwerke wie Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter, um Mitarbeitende zu finden. Die neuen Technologien ermöglichen eine scheinbar rasche, kostengünstige Alternative zu der klassischen Direktsuche über einen Personalberater. Trotzdem spielt der Berater auch im Zeitalter des Social Media Recruitment eine zentrale Rolle.

[Auszug]

Seit 2012 wird jährlich die Social-MediaRecruitment-Studie veröffentlicht. Bei den befragten Unternehmen hat laut dieser Studie ab 2015 der Einsatz von externen Personalberatern abgenommen (von 53 Prozent im Vorjahr auf 34 Prozent). Wird etwa durch die neuen Technologien, die von Arbeitgebern relativ einfach selbst zu bedienen sind, der professionelle Personalberater überflüssig?

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2016

Junge Talente, „Millennial Women“ – Wie bleiben sie unseren Unternehmen treu?

Die Studie „WHAT EXECUTIVES NEED TO KNOW ABOUT MILLENNIAL WOMEN” des International Consortium for Executive Development Research (ICEDR) brachte Ergebnisse zutage, die manche Führungskraft erstaunen könnte, darunter: 1. Die wahren Gründe, warum hochqualifizierte Frauen kündigen; und 2. die Erklärung, warum echte Talentförderung heutzutage geschlechter- und altersübergreifend gestaltet werden muss, um besonders Frauen, aber auch Männer in der kritischen „Aufbauphase für eine Karriere mit Führungspotenzial“ in der Altersklasse von 22-35 Jahren, langfristig erfolgreich in den Unternehmen halten zu können.

Talente halten: Bist Du loyal mir gegenüber – bin ich es auch: Studie

Je jünger und besser ausgebildet, desto weniger loyal sind Angestellte
Sie haben Ihre Talente erfolgreich gefunden und rekrutiert? Gratuliere. Doch was ist, wenn Ihre neuen Leistungsträger überraschend schnell wieder die Firma verlassen? Guter Rat ist da tatsächlich teuer. Eine Studie der „Angestellte Schweiz“ (www.angestellt.ch) Ende August brachte es an den Tag: Je jünger und besser ausgebildet Arbeitnehmer in der Schweiz sind, umso leichter gehen sie – und umso mehr muss sich ein Unternehmen um sie bemühen. Ein gutes Gehalt spielt dabei bei weitem nicht mehr die Hauptrolle.

Bieten Sie Ihren Bewerbern “Mobile Recruiting Experience”?

Studien sind “in” – ebenso wie “Online Recruiting” und “Mobile Recruiting”. Was versteht man darunter? Und wo geht die Entwicklung hin?
In einer 2015er Studie von Prospective Media, wurden über 241 Arbeitgeber und 1792 Arbeitnehmer aus der Deutsch- und Westschweiz zum Thema Online Recruitingund nach ihrem Verhalten und ihren Vorlieben rund um die Stellen- und Informationssuche sowie den Bewerbungsprozess befragt. Das Ziel der Studie war es, Trends im Recruitingverhalten von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern in der Schweiz zu erkennen sowie den Markt und die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen besser zu verstehen.

Erhebung zur Auswahl von HR-Kennzahlen

Wollten Sie auch schon immer wissen, wie man es schafft, die relevanten HR-Kennzahlen für Ihr Unternehmen möglichst effizient auszuwählen?

​Um genau das herauszufinden, wird eine deutschlandweite, repräsentative Umfrage zur Auswahl von HR-Kennzahlen in der Praxis durchgeführt.
Dieses Forschungsprojekt steht unter der Leitung der FOM Hochschule für Oekonomie und Management am Standort Münster.

Mediengruppe Oberfranken setzt auf HR4YOU

“Wir haben uns mehrere Anbieter angesehen und uns für HR4YOU entschieden, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis hier sehr gut war.” Maja Gugel, Personalreferentin bei der Mediengruppe Oberfranken.

Recrutainment: Spielerisch zum neuen Job

Karriere-Websites sind elementar für die Personalkommunikation und bilden den Mittelpunkt eines effizienten E-Recruitings. Standardfloskeln und Bildmaterialien aus Datenbanken überzeugen schon lange nicht mehr. Auch technisch darf es gern mehr Finesse sein. Recrutainment heißt ein neues Konzept zur spielerischen Personalgewinnung und Optimierung des Matching-Prozesses, das die Tristesse erfolgreich verbannen soll. Der Vortrag beleuchtet unter anderem die Effektivität der Gamification-Variante als Recruiting-Lösung und veranschaulicht anhand von Benchmarks praktische Realisationsmöglichkeiten. | WESTPRESS – Agentur für Personalmarketing | Referent: Dipl.-Betriebswirt Christian Hagedorn, Geschäftsführer

Buchrezension: “Work Rules!”

Laszlo Bock zeigt in „Work Rules!”, dass hinter dem erfolgreichen Personalmanagement von Google weit mehr steckt als Rutschen, Billardtische und Fahrräder am Arbeitsplatz. In spannender und witziger Art und Weise liefert der Autor Best-Practice-Beispiele für ein breites Spektrum des Personalmanagements: von der Unternehmensphilosophie als Grundlage, dem Recruiting, der Leistungsbeurteilung, der Mitarbeiterentwicklung, den
gebotenen Social Benefits, der Vergütung, dem Talentmanagement, der Weiterbildung bis zu der Mitarbeiterbefragung und der Fehlerkultur.

Strategisches Management in der VUCA-Welt: Löst „authentisch sein“ Vertrauenskrisen?

Eine stark verbreiteter Glaubenssatz lautet: „Bei Führung geht es um Glaubwürdigkeit und Echtheit – nicht darum, mal diese und mal jene Rolle zu spielen.“ Doch ist das wirklich so? Welche Annahme nährt diese Überzeugung? Eine nicht so offensichtliche, aber dafür stark wirksame Quelle ist unsere Sehnsucht nach Identität und Einheit. Es ist die Sehnsucht danach, individuelle Werte mit Funktion, Aufgaben und Verantwortungen für ökonomische und strategische Ziele in Einklang zu bringen. Lässt sich dieser Wunsch einlösen?

„Ja, wir brauchen Personalabteilungen!“

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Personalabteilungen ist berechtigt. Ohne Zweifel existieren Organisationen, die exzellentes Personalmanagement ohne HR-Abteilung betreiben, genauso wie andere bei überschaubarer HR-Qualität sehr große Personalabteilungen unterhalten. Dennoch haben fast alle größeren Unternehmen eine HR-Funktion. Warum ist das so? Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht nicht, ob wir eine Personalabteilung brauchen. Es geht vielmehr darum, wie diese agieren muss, damit sie einen entscheidenden und wertschöpfenden Unterschied liefert.

„Nein, wir brauchen keine Personalabteilungen!“

HR ist dann besonders gut, wenn es sich selbst überflüssig macht. Diese Idee entspricht dem „RH-Way“ (Way of Resourceful Humans) – einem Ansatz zur Organisationsführung als unternehmerisches Netzwerk. Er geht davon aus, dass Unternehmen HR und Führung nicht in Abteilungen und Hierarchieebenen bündeln, sondern als Kompetenzen in autonomen Teams verteilen. Für dieses Konzept gewann Resourceful Humans 2014 den HR Excellence Award der Zeitschrift Human Resources Manager in der Kategorie „HR Innovation of the Year“.

Jetzt anmelden: Dialog eLearning 2016 – Digitale Personalentwicklung in der Praxis (kostenlos)

Im Oktober und November 2016 lädt Skillsoft zum zweiten Mal in diesem Jahr zum „Dialog eLearning“ ein. Seien sie dabei, wenn Top-Referenten wie Prof. Dr. Armin Trost oder Prof. Dr. Volker Römermann auf spannende Themen wie Führungskräfte-Entwicklung und Compliance eingehen. In München und Zürich wird der Dialog außerdem gemeinsam mit Speexx, Anbieter für Online- und mobiles Sprachentraining, präsentiert. Hier geben Anwender Einblicke in ihren eLearning-Alltag.

Mythos “Frauen und Technik” – Die ersten Programmierer waren weiblich

Durch die Digitalisierung sind nicht nur (männlich geprägte) Industriezweige betroffen – Stichwort: Industrie 4.0 –, sondern auch weiblich dominierte Branchen. Gleichzeitig besteht hier für Unternehmen die Chance, ihre Unternehmensstrukturen und –kulturen weiter zu entwickeln, wodurch Geschlechterklischees in der Arbeitswelt aufgebrochen werden könnten. Immerhin waren die ersten Programmierer der Welt Frauen, so z.B. Ann Richardson, Programmiererin bei IBM. In den USA galt Software-Entwicklung früher sogar als Frauenberuf.

Die langen Schatten von Entsendungsvergütungen

Wenn Unternehmen Mitarbeitende ins Ausland schicken, muss ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen der Firma und der betroffenen Mitarbeitenden gefunden werden. Dabei hilft es, die gebräuchlichsten Vergütungsmodelle und Transfer-Typologien zu kennen, denn sie sind massgeblich für die jeweiligen «Packages».

Aber Achtung: Nicht alle Kosten sind bereits in diesen Paketen einberechnet. «Expat Packages» werfen oft lange Schatten. Erst eine sorgfältige Kalkulation der Gesamtkosten ergibt ein vollständiges Bild.

Die Zukunft kann nur allen gehören

Geschlechter(un)gleichheit sollte kein Thema mehr sein müssen – und lenkt von den wirklichen Überlebensaufgaben, vor denen Menschen, Unternehmen und Gesellschaften weltweit stehen, wie beispielsweise Integration, Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Frieden etc., ab.
Schon Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner und andere Arbeitsrechtlerinnen des 19. Und 20. Jahrhunderts forderten Gerechtigkeit für Frauen am Arbeitsmarkt – zum Wohle aller! Von Anfang an war klar, dass es nicht um ein gegeneinander Ausspielen der Interessen gehen kann, sondern darum, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der gesamten Bevölkerung humaner zu gestalten, zu verbessern und die massiven Veränderungen im Zuge der neuen industriellen Entwicklungen zu bewältigen. Nie waren dieser Anspruch – aber auch die Notwendigkeit – so aktuell wie heute. Heute erleben wir die digitale Revolution und eine so noch nie dagewesene weltweite Vernetzung: Das Zeitalter der Wissensökonomie mit Entgrenzung von Arbeitswelten und fluiden Worksystemen hat längst begonnen.

Opting-out or Managed-out – Ausgestiegen oder Rausgewirtschaftet?

Am 4. August 2016 eröffnete Lynn Branigan, Geschäftsführerin von Advertising Women of New York, AWNY, die Feierlichkeiten zum Ad Age Women to Watch Award. MIt ihm werden Frauen, die in der Medienbranche Zeichen gesetzt haben, auszeichnet. AWNY wurde 1912 gegründet, um Frauen den Weg in die Branche zu ebenen. Doch 104 Jahre später scheinen alte Strukturen aus der Zeit der „Mad Men“, den „Manhattan Advertising Men“, um die sich die gleichnamige US-Serie dreht, immer noch zu greifen.

Advertise yourself – Warum Frauen Plätzchen backen und Männer Plätzchenbäcker sind

Egal, ob die Plätzchen groß oder klein, schön oder verbrannt, lasch oder lecker sind: Schon Kinder verfallen in gender-learned Verhaltensweisen: Während Christiane Funkens (Autorin von “SHECONOMY; Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist”) Nichte schüchtern die Schale auf den Tisch stellt „ich habe Plätzchen gebacken“, tönt der kleine Neffe: „Ich bin Plätzchenbäcker“. Er IST – Urheber, Creator seines Produkts. Perfektes ICH-Branding und Marketing. Sie sind längst eine Mitvoraussetzung für berufliches Fortkommen.

Mehr Frauen – Mehr Gewinn

Welche Studie hätten Sie denn gerne, um den „Titel“ zu belegen? Denn es gibt längst mehrere Studien, die zeigen, dass Unternehmen, in denen wichtige Schlüsselpositionen und Führungsfunktionen mit Frauen besetzt sind, langfristig höhere Gewinne abwerfen und stabiler am Markt agieren. Trotzdem halten viele Unternehmen an dem Spruch fest: „think manager – think male“ – letztendlich zum Nachteil aller. Die Diskussion um Geschlechtergleichheit verstellt dabei den Blick:

Hätten Sie’s gewusst? – Ein ABC moderner Arbeitswelten

Was ist der Unterschied zwischen Netzwerken und Networking? Was versteht man im soziologischen Sinne unter Performance? Seit wann dürfen Frauen über ihre Arbeitsverträge entscheiden? Warum wählen manche erfahrene Managerinnen die Opt-out-Alternative? Welche Rolle spielt Homosozialität bei Gruppenbildung und Recruiting? Was ist ein Vertreterkonflikt und was das “Impostor Phenomenon”? Lesen Sie hier das ABC von Women@Work und modernen Arbeitswelten – eine Vielzahl an Quellen, darunter aktuelle Studien, der Fokus, der Spiegel, das Handelsblatt, das Statistische Bundesamt, das Allensbach Institut, das gute alte Geschichtsbuch sowie besonders das aktuelle Buch SHECONOMY von Christiane Funken – Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist”, waren dabei handfeste wie augenzwinkernde Inspiration.

Achtung Stolperstein(e)! Kooperativ kommunizieren im Team

Kooperativ zu kommunizieren fällt erfahrungsgemäß den meisten Menschen erst einmal schwer – wohl auch deshalb weil wir eher als Einzelkämpfer erzogen wurden und werden. Dabei sorgt gerade die Kommunikation mit kooperativem Mindset für ein besseres Teamklima und bessere Ergebnisse. Grund genug also, sich mögliche Stolpersteine einmal genauer anzusehen und dafür zu sorgen, dass diese nicht dazu führen, dass die Kommunikation im Team akut oder auf Dauer ins Straucheln gerät.

herCAREER in München vernetzt Women@Work Vom 13.-14. Oktober im MTC München

Netzwerken ist eine der großen Stärken von Frauen – und eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einander am Arbeitsmarkt und auf dem Berufsweg zu unterstützen. Daher liegt ein ganz besonderer herCAREER darauf, wie Frau sich Netzwerke erschließt.Allein der Name dieser Münchner Messe setzt Zeichen, her! Career: Hier steht SIE im Mittelpunkt; die Absolventin, die Existenzgründerin, die Wiedereinsteigerin, die Frau in Fach- und Führungspositionen. Sie alle kommen zur herCAREER, die 2016, ein Jahr nach ihrer Gründung, schon mächtig zugelegt hat und von Anfang an weitaus mehr ist als eine reine Karrieremesse.

Elternzeit: “Gottseidank, dass ich wieder hinaus kann!”

So das Fazit vieler Männer, die aus der Elternzeit heraus an ihren Arbeitsplatz zurückkehren – allerdings auch das vieler Mütter. Die meisten Männer wollen die Zeit nicht missen, sagen: „Ich weiß jetzt, was meine Frau (auch berufstätig) zu Hause alles leistet, doch länger hätte ich das nicht durchgehalten oder machen wollen.“ Ausnahmen gibt es natürlich immer. Es gibt immer wieder Männer, die gerne längere Elternzeiten für ihre Kinder in Anspruch genommen hätten. Beim Verzicht auf Elterngeld werden von bis zu 60% der Väter zu hohe Einkommenseinbußen angegeben. Frauen landen in der Teilzeitfalle….Große Aufgaben für Paare und viel Nachbesserungsbedarf für Politik, Unternehmen und Gesellschaft:

Junge Talente, „Millennial Women“ – Wie bleiben sie unseren Unternehmen treu?

Die Studie „WHAT EXECUTIVES NEED TO KNOW ABOUT MILLENNIAL WOMEN” des International Consortium for Executive Development Research (ICEDR) brachte Ergebnisse zutage, die manche Führungskraft erstaunen könnte, darunter: 1. Die wahren Gründe, warum hochqualifizierte Frauen kündigen; und 2. die Erklärung, warum echte Talentförderung heutzutage geschlechter- und altersübergreifend gestaltet werden muss, um besonders Frauen, aber auch Männer in der kritischen „Aufbauphase für eine Karriere mit Führungspotenzial“ in der Altersklasse von 22-35 Jahren, langfristig erfolgreich in den Unternehmen halten zu können.

Karriere 4.0: Wie Unternehmen Laufbahnen neu erfinden

In den vergangenen Jahren haben die Gestaltung und das Management von Karrieren in der modernen Arbeitswelt einen grundlegenden Wandel durchlaufen. Unternehmen müssen heute die Entwicklungspfade ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter völlig neu denken. Die disruptiven Entwicklungen, ausgelöst nicht zuletzt durch die Digitalisierung, stellen sie dabei vor völlig neue Herausforderungen.

Leonardo Preisverleihung 2016 – Zukunft geht nur gemeinsam

Die Verleihung des Leonardo – European Corporate Learning Award 2016 stand am 19. September im Kameha Grand Bonn unter dem Motto: Die Zukunft des Lernens in Zeiten der Ignoranz. „Einen Abend voller Erleuchtung, aber auch voller Freude“, versprach Prof. Michael Spencer, der durch die Veranstaltung führte. Der europäische Bildungspreis ging in diesem Jahr an folgende mutige Vordenker und tatkräftige Pragmatiker, die neue Wege in Sachen Bildung und Gesellschaftsentwicklung erforscht haben: an Dr. C. Otto Scharmer in der Kategorie „Thought Leadership“, an Dr. Hans Rosling, Ola Rosling und Anna Rosling Rönnlund in der Kategorie „Crossing Borders“ sowie an die Gründer von Kiron Open Higher Education Vincent Zimmer und Markus Kreßler in der Kategorie „Young Leonardo“.

HR-Management bei Standortverlagerungen

Die neuen Bürogebäude und Produktionsstätten in Osteuropa oder Asien sind angemietet. Erste lokale Kooperationspartner erfolgreich mit ins Boot geholt. Die Personalabteilung bekommt nun den Auftrag, für die neue Niederlassung den Führungsstab, Kaderstellen und Kernverantwortliche für die Prozessmigration und das Projektmanagement im Zielland einzustellen beziehungsweise zu entsenden. Diese sollen wiederum alles vorbereiten, um vor Ort qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Eine große Herausforderung, denn es gibt dabei einige entscheidende Hürden zu überwinden, damit aus der Standortverlagerung nicht ganz schnell wieder ein Backsourcing wird.

digitalswitzerland – Standortvorteil Schweiz ausbauen

Digital Zurich 2025 wurde 2015 als Standortinitiative von Marc Walder, CEO Ringier AG und Initiator des „Öko-Systems“ gegründet, um den Grossraum Zürich als digitalen Hub zu stärken und durch digitale Aus- und Weiterbildung gerade KMUs den Sprung ins digitale Zeitalter zu erleichtern. Mehr als die Hälfte der Schweizer KMUs hat noch grossen „digitalen Nachholbedarf“. Die Initiative ist nunmehr so gut etabliert, dass der nächstgrössere Schritt genommen wird: die nationale Ausrichtung als „digitalswitzerland“.

Wie Outsourcing gelingen kann, ein Beispiel:

Fusion: Die Südtiroler Volksbank
Hier führte die geplante Fusion mit der Banca Popolare di Marostica zu Ängsten und Unruhe in der Stammbelegschaft. Über ein Jahr dauerten die Verhandlungen und Kommunikationsprozesse, Analysen, Risikoprüfungen und Change Management, um die 61 Filialen mit ca. 400 italienischsprachigen Mitarbeitern zu integrieren.

HR und Leadership. Outsourcing nach Indien: 5 kritische Erfolgsfaktoren

Wenn Schweizer Unternehmen beschliessen, mit indischen IT-Dienstleistern zusammenzuarbeiten, sind mögliche Kosteneinsparungen nur einer der Gründe. Immer mehr westliche Firmen beabsichtigen, einen technologischen Sprung nach vorne zu machen, indem sie vom Know-how ihrer Partner in Indien zu profitieren.

Unsere Leonardo European Corporate Learning Award-Preisträger 2016

Von links nach rechts:Vincent Zimmer und Markus Kressler in der Category Young Leonardo mit Kiron Open Education, in der Category Crossing Borders: Anna Rosling Rönnlund (nicht im Bild Mitpreisträger Ola und Prof. Dr. Hans Rosling) mit Gapminder Institutet und Dr. C. Otto Scharmer in der Category Thought Leadership mit Theory U und Presencing Institute

Auslandseinsatz? – Jetzt wird’s ernst. Der Vertragsabschluss und andere Tücken

Ob aus Gründen einer Betriebsauslagerung, -umsiedlung oder –übernahme oder einer wirtschaftlichen Kooperation: Sie werden von der Schweiz ins Ausland ziehen, um dort – zumindest für eine bestimmte Zeit – zu arbeiten. Den Vertrag haben Sie quasi schon „in der Tasche“. Sie machen sich jedoch Gedanken, ob Sie dabei auch alle wichtigen Schritte beachten? Gut! Denn gut informiert fallen dieser mutige Schritt – und alle weiteren Schritte einfach leichter.

Stellenanzeigen unter der Lupe

Das Firmen und Dienstleister so effizient wie möglich offene Stellen besetzen wollen ist klar. Somit ist das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen der geschalteten Stelle von wichtiger Bedeutung.

IT-Outsourcing: Digital total oder Digital fatal?

Wie reagiert man nun richtig? Um sich dem weltweit wachsenden strukturellen Gegenwind wie Investitionsdefizit, Wettbewerbsverlust und Digitalisierungsdruck zukunftsorientiert entgegen zu stellen, reagieren die einen Unternehmen mit Near- , On-Shore, wie auch Off-Shore-Auslagerungen ihrer IT-Abteilungen und dem „Einkauf“ von externem wie ausländischem IT-Know-how. Andere setzen auf das Halten von Human Capital durch berufliche Weiterbildung, wieder andere fangen jetzt erst an, ihre Daten zu sichten und aufzubereiten…

HR-Kompetenzreihe: Recruiting und Talentmanagement

Das Handwerk des Rekrutierens hat sich hin zur Kunst der Mitarbeitergewinnung gewandelt. Das Suchen, Finden und Halten von Mitarbeitern erfordert höchste Professionalität. Der Wettbewerb um die besten Talente findet mit neuen Lösungen, Konzepten und Strategien statt. Eine Vielzahl von Schlagworten wie, Mobile Recruiting, Active Sourcing, Lean Recruiting und Employer Branding vernebeln den Markt.

Die HR Kompetenzreihe Recruiting und Talentmanagment bietet die einmalige Chance sieben Anbieter und deren Lösungen an einem Tag im direkten Vergleich erleben und prüfen zu können.

Dirk-Oliver Lange: Jammerlappen Express. Machen Sie Ihr Bestes sichtbar

Dirk-Oliver Lange ist Mentalcoach, Keynote-Speaker, Werbefachmann und Unternehmer Wie so viele seiner Fachkollegen hat auch er Bücher veröffentlicht; darunter den Titel „Jammerlappen Express“. Was sein Werk vor anderen Lebensratgebern auszeichnet, ist, dass er aus seinem Erfahrungsschatz schöpft, statt allzu bekannte Topoi und Phrasen zu bemühen. Wer dieses Buch liest, lernt Dirk-Oliver Lange wirklich kennen und begegnet echten Lebensgeschichten. Sie haben die besondere Kraft zu verändern, weil sie nahe gehen.

Aktuelle Urteile aus dem österreichischen Arbeitsrecht

► Eine kündigungsgeschützte Elternteilzeit liegt auch dann vor, wenn der Begriff nicht fällt

► Wie müssen sich Mitarbeiter verhalten, wenn sie „höhere Gewalt“ an der Rückkehr an den Arbeitsplatz hindert?

► Darf der Arbeitgeber Zwangsurlaubszeiten verordnen?

Checkliste: Verträge mit Überlassern sinnvoll gestalten

Verträge zwischen Überlasser- und Beschäftigerbetrieben sind komplex. Das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) sieht eine Reihe von Rechten und Pflichten für Beschäftiger und Überlasser vor, die sich nicht zum Nachteil der Leiharbeitskraft abändern lassen. Die folgende Checkliste gibt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Beschäftigerbetrieben Hilfestellungen für Vertragsverhandlungen mit Überlassern.

Arbeitsrecht Handbuch

Von Dr. Ulrich Tschöpe (Hrsg.), 9. Auflage, Otto Schmidt Verlag, Köln 2015, 3.189 Seiten, Preis: 159 Euro

Das in Fachkreisen bestens eingeführte Handbuch ist nun in der 9. Auflage erschienen. Bewährt – und daher beibehalten – ist seine Gliederung in sieben Teile, die sich zunächst an der Chronologie des Arbeitsverhältnisses orientiert und dann das kollektive Arbeitsrecht, das Arbeitsgerichtsverfahren, den Arbeitnehmerschutz, die Arbeitsförderung und das Rentenrecht behandelt.
Das ursprünglich als „Anwalts-Handbuch“ eingeführte Buch wurde schnell auch von Personalverantwortlichen, Verbandsvertretern und Arbeitsrichtern als sinnvolle und gewinnbringende Unterstützung ihrer täglichen Praxis identifiziert und dementsprechend gestaltet.
Diese inhaltliche Ausrichtung vollzieht der neue Titel „Handbuch Arbeitsrecht“ nach. Das Handbuch bietet einen konzentrierten Überblick über das gesamte Arbeitsrecht.

Inanspruchnahme von Elternzeit – Schriftformerfordernis

Im vorliegenden Fall war die Klägerin als Rechtsanwaltsfachangestellte bei dem beklagten Rechtsanwalt beschäftigt. Dieser kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 15. November 2013. Im Kündigungsrechtsstreit machte die Klägerin geltend, sie habe dem Beklagten nach der Geburt ihrer Tochter per Telefax am 10. Juni 2013 mitgeteilt, dass sie Elternzeit für zwei Jahre in Anspruch nehme. Der Beklagte habe deshalb das Arbeitsverhältnis nach § 18 Abs. 1 Satz 1 BEEG nicht kündigen dürfen. Die Vorinstanzen haben der Kündigungsschutzklage stattgegeben. Die Revision des Beklagten hatte vor dem Neunten Senat des Bundearbeitsgerichts jedoch Erfolg.

Abmahnung eines Betriebsratsmitglieds wegen Amtspflichtverstoß

§§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB;
§§ 23 Abs. 1, 78 Satz 1 BetrVG

1. Nur das abgemahnte Betriebsratsmitglied selbst kann die Entfernung der Abmahnung aus seiner Personalakte im Wege des Beschlussverfahrens verlangen. Dem Betriebsratsgremium steht dieses Recht auch nicht aus § 78 BetrVG zu.
2. Die unberechtigte Abmahnung wegen eines Amtspflichtverstoßes ist entsprechend §§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB aus der Personalakte zu entfernen.
3. Die Abmahnung eines Betriebsratsmitglieds wegen eines Amtspflichtverstoßes, die für den Wiederholungsfall die Kündigung androht, ist unberechtigt und zu entfernen, weil sie auf einer unzutreffenden rechtlichen Bewertung beruht.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Beschluss vom 9. September 2015 – 7 ABR 69/13

Buchrezension: Führen mit Hirn – Mitarbeiter begeistern und Unternehmenserfolg steigern

Gleich vorweg: Sebastian Purps-Pardigol hat es wirklich geschafft, mich mit seinem Buch „Führen mit Hirn – Mitarbeiter begeistern und Unternehmenserfolg steigern“ zu entführen. Seit ich sein Buch gelesen habe, geistern allerlei Gedanken und Ideen zur „Gestaltung einer Unternehmens- und Führungskultur, die es schafft die (versteckten) Potentiale der Mitarbeitenden zu fördern“, durch meinen Kopf, und ich überlege bereits, wem ich das Buch zu Weihnachten schenke.

BREXIT: AUSLANDSENTSENDUNGEN NACH GROSSBRITANNIEN WERDEN SICH ÄNDERN

Etwa 2.500 Niederlassungen deutscher Unternehmen gibt es in Großbritannien, in die rund 400.000 Mitarbeiter aus Deutschland entsandt sind. Umgekehrt arbeiten tausende britische Entsandte in den 3.000 UK-Niederlassungen in der Bundesrepublik. Was der Austritt Großbritanniens aus der EU für die Entsendepraxis und die Expats selbst bedeutet, weiß der Auslandsspezialist BDAE Gruppe.

Neueste Rechtsprechung zum AGG

Seit zehn Jahren ist das AGG in Kraft. Eine angemessen zurückhaltende Rechtsprechung zur Höhe von Schmerzensgeldern, die nicht angloamerikanischen Vorbildern nacheifert, und eine von Anfang an voraussehbare Kasuistik haben es zu einem kalkulierbaren Gesetz gemacht. Die jüngste Rechtsprechung hat weitere Sicherheit gebracht.

Studie untersucht Karriereprofile und -wünsche von Personalisten

Welche Eigenschaften bringen Absolventen und Arbeitnehmer aus dem HR-Bereich mit? Das Beratungsunternehmen Universum hat zwischen November 2015 und März 2016 insgesamt 3.678 österreichische Studierende, Young Professionals und Senior Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund befragt. Darunter waren 426 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem HR-Bereich. Die Ergebnisse im Überblick:

Datensicherheit bei Geschäftsreisen

Egal, ob der Business-Trip zwei Tage oder zwei Wochen dauert: Sensible Daten sind auf Reisen noch größeren Risiken ausgesetzt, also sonst im Firmenalltag. Wie kann man auf einfache Art und Weise im Vorfeld eines beruflichen Einsatzes im Ausland für mehr (Daten)Sicherheit im Umgang mit Tablet, Smartphone und PC sorgen? Der europäische Security-Software-Hersteller ESET (siehe PM vom29.06.2016) hat dazu 10 nützliche Tipps zusammengestellt:

Von AGG bis AGB – von Betriebsratsmitgliedern und Normarbeitsverhältnis bis Personalakteneinsicht

In dem folgenden Newsfeed lesen Sie u.a. wie die Arbeit in einem Homeoffice oder in Heimarbeit den Unfallversicherungsschutz oder die Befristung eines Arbeitsvertrags beeinflussen kann – hier kommt die Frage ins Spiel: Was ist ein Normarbeitsverhältnis? Außerdem: Greift das Teilzeit- und Befristungsgesetz auch bei der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen? Interessant sind ebenfalls die neuesten Urteile zum AGG, zu einem Betriebs(teil)übergang oder zur Absetzbarkeit einer Feier zum Dienstjubiläum.

Gesund führen – im Gespräch

Wenn Unternehmen Gesundheitsmanagement einführen, bleiben Organisationskultur und Führungsverhalten oft unangetastet. Nachhaltig wirksam wird Gesundheitsförderung jedoch nur, wenn die Vorgesetzten sie aktiv leben und die Kultur entsprechend ausrichten. „Gesunde Gespräche“ mit den Mitarbeitern leisten einen wertvollen Beitrag dazu.

Checkliste: Regularien-Management

Ohne interne Regelungen würde in Unternehmen nur wenig funktionieren. Dennoch sind sie in der Praxis sehr häufig schlecht auffindbar, veraltet, unnötig, kompliziert und teilweise sogar widersprüchlich.

Smart Cars: Autonom und intelligent – Datenschutzrechtlicher Alptraum für den Arbeitgeber?

Arbeitgeber haben beim Umgang mit betrieblicher IT und personenbezogenen Daten das Kfz bislang selten im Blick. Beschaffungsentscheidungen werden nach CO2-Ausstoß, Verkehrssicherheit, UVV-Tauglichkeit und Preis getroffen, während technische und rechtliche Aspekte des Connected Car allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Das gilt ebenso für gängige Car Policies (Dienstwagen-Richtlinien) und Betriebs-/Dienstvereinbarungen zur betrieblichen IT, obwohl die Kopplung des Smartphones mit der On-Board-Unit längst alltägliche Praxis ist. Was aber gilt, wenn der Dienstwagen bei einer zulässigen Privatfahrt sich automatisch mit dem nicht zur Privatnutzung freigegebenen betrieblichen Smartphone verbindet und genutzt wird, lassen Arbeitgeber und Betriebsräte ungeregelt. Dabei ist eine frühzeitige Befassung mit intelligenten Kfz und Datenschutz unverzichtbar.

Silhouette: Sinneswandel statt Pausen-Apfel

Einen Wandel in den Köpfen der Belegschaft anzustoßen und nicht nur einen „Gratis-Pausenapfel“ anzubieten, war von Anfang an das Ziel des Projekts „Silvital“. Wie der Brillenhersteller Silhouette International dieses Projekt von der Namensgebung bis zur Evaluierung umsetzte – und es schafft, das Thema betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Unternehmen am Leben zu erhalten –, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Krankenhaus Göttlicher Heiland setzt auf Fitness am Arbeitsplatz

Das Krankenhaus Göttlicher Heiland ist ein Akutspital in Wien und verfügt neben der Spezialisierung auf Gefäßmedizin über ein besonderes Know-how in der Diagnostik und Behandlung älterer Menschen. Unser Ziel ist es, Patienten, die oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, auch im Alter so lange wie möglich gesund zu halten. Doch nicht nur ihre Gesundheit steht hier im Vordergrund, sondern auch jene der rund 700 Mitarbeiter.

Umfragebericht: “Die Bedeutung von Frauen in der Arbeitswelt” (kostenlos)

Viele Unternehmen kämpfen nach wie vor mit der Ungleichheit der Geschlechter am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse einer aktuellen weltweiten Skillsoft-Umfrage zeigen, wie weit verbreitet dieses Problem ist:

– Vom Berufseinstieg bis zur Chefetage werden Frauen mit größeren Herausforderungen konfrontiert und steigen langsamer auf als Männer in vergleichbaren Situationen.

– Auch wenn Fördermaßnahmen vorhanden sind, bestehen dadurch nicht unbedingt bessere Chancen für den Aufstieg.

– Frauen sind in leitenden Positionen unterrepräsentiert, was für viele Unternehmen potenzielle Verluste birgt.

Trends im Performance-Management

Das Performance Management muss die Organisation auf Herausforderungen vorbereiten und die Leistungsfähigkeit in der Zukunft sicherstellen. Und weil sich die Anforderungen in der Zukunft ändern, muss sich auch das Performance Management anpassen. Bei der Recherche für einen Artikel habe ich dabei 6 entscheidende Trends eruiert, mit denen sich das Performance Management auseinander setzen muss.

MARKTKompass: HRForecast – Big Data-Analysen für die optimale Personalarbeit

Klingt wie das Wort „Wettervorhersage“ auf Englisch, betitelt jedoch eine Matching-Software, die HR und Mitarbeitern helfen soll, Arbeitsperformance zu analysieren, agil zu steuern und abzubilden. „HRForecast“ aus dem Hause peopleForecast hat als Finalist des HR Start-UP Awards das volle Lob der Jury in 2016 gewonnen. Die Anwendung verwendet Big Data-Technologien und innovative digitale HR Analytics-Funktionen. Wir stellen sie vor.

Freelancer integrieren: So gelingt die Arbeit im Team

Freiberufler sind als Teamkollegen naturgemäß nicht stets willkommen. Viele Beschäftigte sehen in ihnen Konkurrenz oder neiden ihnen vermeintliche Freiheiten. Wird ein Freelancer jedoch nicht gut in Teams angenommen, schmelzen Kostenvorteile dahin und reduzieren sich Projekterfolge möglicherweise. Zwar hat die Praxis noch keine Wundermittel zur Integration gefunden, doch wer einfachste Maßgaben beachtet, befindet sich auf gutem Wege. Hier sind sie.

Atypische Beschäftigung ist auf dem Vormarsch

Die Zahl der Beschäftigten in Österreich steigt, doch das sogenannte Normalarbeitsverhältnis (Vollzeit und unbefristet) ist für immer weniger Arbeitnehmer die Realität. Laut Statistik Austria waren im Jahr 2015 1,21 Millionen Menschen atypisch beschäftigt. Das entspricht 33,5 Prozent, also einem Drittel, aller unselbstständigen Erwerbstätigen. Seit 2008 – dem Jahr, bevor sich die Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt niederschlug – sank die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse um 72.000 (-2,9 %).

Strategisches Management in der VUCA-Welt: Das Dilemma der Komplexität

Wie funktionieren Führung und Management in der “VUCA-Welt”, die durch Volatility (Wechselhaftigkeit), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit) geprägt ist? Wir berichten auf diesem Portal regelmäßig über Leadership in unsicheren Zeiten. Teil 1 unserer Serie beschäftigt sich mit dem Dilemma der Komplexität.

Studie untersucht Umgang mit internen Regelungen

Interne Regelungen sind wichtige Steuerungsinstrumente für Unternehmen. Sie schreiben nicht nur vor, was erlaubt ist, sondern ermöglichen erst die produktive Zusammenarbeit vieler Menschen. Dennoch sind sie in vielen Organisationen schlecht auffindbar, veraltet, unnötig, kompliziert und teilweise sogar widersprüchlich. Mit der Studie „Interne Regelungen – Ihr Freund und Helfer?!“ hat der Organisationsentwickler Ancoreage Management Partners gemeinsam mit dem Senat der Wirtschaft, dem Compliance Channel und dem HRM Research Institute, zu dem auch das Portal HRM.at gehört, den Status quo interner Unternehmensregelungen zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum strukturiert erhoben.

Management by Sinn – Oder woran Führung in der Praxis oft scheitert

Menschen (und dazu gehören auch Unternehmer und Manager) möchten einfache Tools oder Techniken an die Hand bekommen, um ein Problem schnell und effizient zu lösen. Für das „Problem“ der Führung – ob eines Unternehmens oder der beteiligten Mitarbeiter – gibt es deshalb verschiedene „Management by“-Ansätze. Jeder, der schon einmal in einem Management- oder Business-Training saß, kennt sie: Management by Objectives, by Delegation, by Exception, by Motivation und wie sie alle heißen. Führungskräfte dürfen entscheiden, ob sie eher durch Zielvorgaben, Motivation, Freiheiten oder Systeme führen wollen.

Bunte Alltagssprache – Erfolgreiche Kommunikation zwischen Präsenz, Rolle und Milieu

Was verbindet eine Unterhaltung mit Kollegen, Bekannten oder beim Einkaufen und Small Talk? All diese Gespräche werden gemeinhin in der Alltagssprache geführt. Wo immer Menschen zwanglos aufeinander treffen, findet Alltagskommunikation statt. Alltägliche Beziehungen werden zu einem großen Teil über die Sprache geknüpft, gestaltet und gepflegt. Dabei lässt sich der gängige Begriff Alltagskommunikation kaum eindeutig definieren. Denn diese Alltags- oder Umgangssprache wird von vielen Faktoren geprägt. Sie ist lebendig, vielfältig und bunt.

weiterbildung aktuell 2016/2017

Die Zeiten, in denen das “Lernen auf Vorrat” die Weiterbildungspraxis beherrschte, sind längst vorbei. Mitarbeiter bilden sich heute zunehmend direkt an ihren Arbeitsplätzen weiter, indem sie im Internet recherchieren, Experten befragen oder neue Aufgaben lösen. Welche Angebote die Weiterbildungsbranche für das arbeitsplatznahe Lernen schafft und wie gut die Arbeitgeber dieses unterstützen, lesen Sie in unserem E-Paper weiterbildung aktuell.

In diesem besonderen Fall: Anwalt ist gut, Kopie ist besser!

Wie hätten Sie entschieden? Tatsächlich ist das Urteil des Bundesarbeitsgerichts 12.07.2016, Az.: 9 AZR 791/14) nun endgültig, in der Revision nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg. Einem Arbeitgeber wurde die Einsichtnahme in seine Personalakte in Begleitung seiner Anwältin von seinem Arbeitgeber verwehrt. Dies ist nun gerichtlich bestätigt worden. Wie lag der Fall, und wie wurde das Urteil konkret begründet?

Job Sharing: Chance für das „Sommerloch“?

Regelmässig zur Sommerzeit treibt es Teamleitern die Sorgenfalten in die Stirn: das Sommerloch. Das betrifft nicht nur die Auftragslage sondern auch die Einsatzpläne. Viele der Mitarbeiter nehmen Urlaub – die Vakanzen werden überbrückt. Wenn jedoch die Vertretung krankheitsbedingt ausfällt, dann stossen kleine wie grosse Unternehmen schnell an ihre Grenzen. In einem Teamgespräch stand daher plötzlich ein Terminus zur Diskussion, den es schon länger gibt, der aber unter den gegebenen Umständen plötzlich viel interessanter klang als sonst: Job Sharing.

Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht – Arbeits- und Anstellungsverträge

Das Formularbuch von Maschmann/Sieg/Göpfert erleichtert die Gestaltung von Arbeitsverträgen durch eine Vielzahl praktisch bewährter und kommentierter Muster. Es hat nach vier Jahren nun eine Neuauflage erhalten. Viele Praktiker aus Anwaltschaft, Wissenschaft, Rechtsprechung und Politik haben als Autoren daran mitgewirkt, neben den AuA-Beiräten Maschmann und Sieg, Dirk Pollert und Hans Peter Viethen bspw. Auch die AuA-Autoren Michael Eckert, Dr. Reinhard Künzl und Dr. Günter Schmitt-Rolfes.

Eingehende Erläuterungen zur Rechtslage und Hinweise zum Vertragsmanagement bieten dabei eine effektive Hilfestellung. Die Autoren verdeutlichen die Vor- und Nachteile bestimmter Gestaltungsformen auf der Basis der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Die Mitbestimmungsrechte sind ebenso berücksichtigt wie die steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Folgen. Auch bei der Überprüfung bestehender Klauseln leistet das Formularbuch wertvolle Hilfe.

Zittern & Schütteln in der betrieblichen Gesundheitsförderung?

Mit den Trauma and tension releasing exercises können chronische körperliche Stressreaktionen aufgelöst werden und aktivieren so die natürlichen Selbstheilungsmechanismen des Körpers.
Für die betriebliche Gesundheitsförderung scheint die Technik sehr vielversprechend, weil die 7 Übungen schnell und leicht erlernt und praktiziert werden können und kaum Sprachkenntnisse für die Vermittlung erforderlich sind.
Damit können Erwerbstätige erreicht werden, die bisher eher selten an Gesundheitsförderungsmassnahmen teilnehmen wie Führungskräfte und SpezialistInnen, die häufig unterwegs sind, oder Mitarbeitende, die die im Unternehmen gesprochene Sprache nur unzureichend beherrschen.
Darüber hinaus haben Menschen diese Übungen für sich als nützlich entdeckt, die aus Sicht ihrer behandelnden Ärzte oder TherapeutInnen austherapiert waren, oder die vorgeschlagenen Therapien nicht als hilfreich empfunden haben, z.B. langjährige Schmerzmitteleinnahme bei chronischen Schmerzen.

Wake up call Bu-SINN-ess – Ein Interview mit Stefan Dudas, warum Arbeiten nur fürs Geld Unternehmen kaputt und Menschen unglücklich macht

Es ist Freitag. Lena wartet auf den Bus, um wie jeden Morgen zur Arbeit zu fahren. Ihr macht ihr Job eigentlich keinen großen Spaß – aber sie sagt sich, dass sie halt Geld verdienen muss und man sich die Arbeit ja auch nicht immer aussuchen kann… Ihr Arbeitgeber investiert im Moment in seine Mitarbeiter. Er möchte, dass seine Führungscrew mehr Motivation und Engagement entwickelt. Einzelcoaching steht auf dem Plan. Heute darf Lena „zu diesem Coach, der über Sinn spricht“. Die erste Frage, die ihr der Coach stellt, ist, was sie jeden Tag antreibe, zur Arbeit zu gehen. „Natürlich muss ich Geld verdienen“, sagt sie nach längerem Überlegen. Gefolgt von „…aber natürlich mag ich es auch, mit meinen Kollegen zu arbeiten.“ Der Coach beobachtet genau, wie sie das sagt und fragt nach: „Sie mögen also Ihre Arbeit?“. „Ja, so ziemlich“, schmunzelt sie. „Nehmen wir an“, fährt der Coach fort, „Sie gewinnen im Lotto fünf Millionen Euro. Wahrscheinlich gehen sie zuerst auf Reisen, um die schönsten Plätze dieser Erde zu erleben. Irgendwann wird es Ihnen reichen und Sie kommen zurück, kaufen sich eine große Villa und stellen Angestellte für Haus und Garten ein. Eines Tages stehen Sie nach dem Frühstücksbuffet auf der Veranda, schauen auf Ihr Anwesen und trinken noch eine Tasse Tee. Und jetzt die entscheidende Frage: Was tun Sie an diesem und an den weiteren Tagen? Kommen Sie wieder in dieses Unternehmen, um zu arbeiten?“ Stille im Raum. Lena schaut den Coach lange nachdenklich an. „Ich weiß nicht genau, was ich machen würde. Aber ich würde ganz sicher nicht mehr hier arbeiten. Ich würde etwas machen, das mir Spaß macht.“ „Was würde Ihnen denn Spaß machen?“, fragt der Coach nach. „Ich weiß es nicht. Ist das nicht schlimm? Aber ich weiß es wirklich nicht“, antwortet Lena.

bAV einfach, transparent und rechtssicher gestalten

In der betriebliche Altersversorgung (bAV) hat in den letzten Jahren die Komplexität sowie der verwaltungstechnische Aufwand zugenommen. Zeitliche und finanzielle Ressourcen sind begrenzt, so dass im Arbeitsalltag oft weniger Zeit für die eigentliche Personalarbeit bleibt. Zudem werden von vielen Unternehmen die Haftungsrisiken (Straftatbestand) unterschätzt.

Die Auslagerung von Teilbereichen der bAV an einen externen kompetenten Dienstleister kann eine sehr gute und effiziente Alternative sein. Bei der richtigen Umsetzung entstehen freie Kapazitäten im Personalbereich verbunden mit Transparenz und hoher Qualität.

Compliance-Regeln verstehen – wirklich (un)möglich?

Warum einmal jährlich absolvierte Pflichtschulungen alleine nichts bringen und welche Spielregeln in Zeiten digitaler Informationskanäle auch für die Mitarbeiterkommunikation gelten.

Webinar am 30.8.2016 – 11.00h-12.00h

Es erwartet Sie ein praxisnaher Vortrag mit konkreten Beispielen zur Erklärung von Compliance-Regeln, Hinweise auf erfolgskritische Regeln bei der Distribution digitaler Formate innerhalb von Unternehmen und Tipps für den Umgang mit konstant „überbeanspruchten“ Zielgruppen.

Zielgruppen mit der Persona-Methode entwickeln

Sie betreiben Personalmarketing und möchten in Eigenregie Zielgruppen entwickeln, um passgenau Aktivitäten planen zu können? Und Big Data ist dafür keine Option für Sie? Dann könnte die so genannte Persona-Methode Ihre Lösung sein. Lesen Sie, wie Sie diese für Ihr Personalmarketing verwenden.

Wie Big Data das Zielgruppendenken verändert

Die Werbung eines Softwarekonzerns verspricht, Businessdaten in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. In der Landwirtschaft gleichen Traktoren heute schon Hightech-Maschinen, um zum Beispiel optimal Aussaaten oder Erntezeiten zu ermitteln. Auch im Human Resource Management ist Big Data auf dem Vormarsch. Was bedeutet das konkret für die Zielgruppendenke? Wir haben die Antworten für Sie recherchiert. Und wir stellen Ihnen ein beispielgebendes Big Data-Tool für das Targeting im Personalmarketing vor.

Die Arbeitgebermarke in volatilen Zeiten

Das Wort „Marke“ steckt im Begriff „Marketing“; also auch im Ausdruck „Personalmarketing“. Und zwar, weil das Marketing historisch gesehen zum großen Teil in der Markenbildung wurzelt. Somit geht es auch im Personalmarketing darum, Chiffren und Kulturen mit Wiedererkennungswert zu schaffen. In volatilen Zeiten fällt dies schwer, denn alles scheint im Fluss zu sein. Was also kann zur Arbeitgebermarke werden und inwiefern lassen sich mit ihr noch ausgewählte Zielgruppen ansprechen?

Erfolgsgeschichten: Ausländische Studierende halten

Viele ausländische Studierende in Deutschland stammen aus Regionen der Welt, in denen ein Notstand herrscht, der teilweise durch internationale Wirtschaftsbeziehungen erst hervorgerufen wurde. Hierzulande suchen sie ihre Talente zu entfalten, um entweder ihr Land als später Rückkehrende aufzubauen oder ihre Zukunft in Deutschland zu gestalten. So wachsen Fachkräfte heran, die lernen, die Wirtschaftsgeschichte regional und global umzuschreiben. Wie das konkret aussieht, zeigt das Projekt „InRegio“; eine Initiative des Paderborner Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz. Lesen Sie jetzt mehr über die Erfolgsgeschichten des Projektes.

Zielgruppendefinitionen in Praxis und Wissenschaft

Es könnte so einfach sein: Sagen wir doch einfach, wer wir als Arbeitgeber sind, sprechen wir von uns und unsere Botschaft wird die Menschen erreichen, die wir uns als Kollegen und Fachleute wünschen. So einfach ist es aber nicht. Wer sich seiner möglichen Adressaten nicht bewusst ist, der wird weniger Durchblick beim Bewerben seines Unternehmens haben. Zielgruppendenke bedeutet, Unterschiede zwischen Lebenszielen, Charakteren und sozial-ökonomischen Bedingungen wahrzunehmen und mit ihnen umgehen zu können. Wir stellen etablierte und neue Gruppendefinitionen vor.

Active Sourcing: Recruiter und Bewerber laufen aneinander vorbei

Sprechen Unternehmen und Fachkräfte am Arbeitsmarkt dieselbe Sprache, um einander zu finden? Haben sie gemeinsame Vorstellungen vom Recruitingprozess? Mitnichten. Während Arbeitgeber beispielsweise auf Absolventenmessen schwören, winken Bewerber ab. Sie interessieren sich vielmehr für Business-Netzwerke. Das ergibt die aktuelle Monster-Studie „Recruiting Trends 2016“. Lesen Sie, wie schwer die Differenzen wiegen Bewerber und wie andere Arbeitgeber modernes Recruiting aufsetzen.

Dirk-Oliver Lange: Jammerlappen Express. Machen Sie Ihr Bestes sichtbar

Dirk-Oliver Lange ist Mentalcoach, Keynote-Speaker, Werbefachmann und Unternehmer Wie so viele seiner Fachkollegen hat auch er Bücher veröffentlicht; darunter den Titel „Jammerlappen Express“. Was sein Werk vor anderen Lebensratgebern auszeichnet, ist, dass er aus seinem Erfahrungsschatz schöpft, statt allzu bekannte Topoi und Phrasen zu bemühen. Wer dieses Buch liest, lernt Dirk-Oliver Lange wirklich kennen und begegnet echten Lebensgeschichten. Sie haben die besondere Kraft zu verändern, weil sie nahe gehen.

Dirk-Oliver Lange
Jammerlappen Express. Machen Sie Ihr Bestes sichtbar
14 x 21,5 cm, 200 Seiten, Hardcover – 19,80 Euro
ISBN 978-3-95904-000-6
Leben & Mee(h)r, Edition Forsbach, Fehmarn 2016

Whitepaper: “Lernen, Agilität und Unternehmenserfolg” (kostenlos)

Veränderungen stellen die operative Leistungsfähigkeit von Unternehmen täglich auf die Probe. Um maximale Unternehmensergebnisse zu erzielen, ist eine agile Belegschaft daher von wesentlicher Bedeutung. Durch eine kontinuierliche Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter können Sie genau diese Agilität fördern.

Performancemanagement neu ausrichten

Veränderungsdruck von innen und außen sowie neue Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsfeldern lösen derzeit radikale Entwicklungen in Organisationen aus. Was könnten diese Tendenzen für die Funktion des Performancemanagement und die Praxis der Mitarbeitergespräche bedeuten? Eine Bestandsaufnahme.

Insolvenzverfahren – Herausforderungen für Personalverrechner und HR-Manager

Allein im ersten Quartal 2016 waren 6.000 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer in Österreich von Unternehmensinsolvenzen betroffen. 17,5 Prozent der in diesem Zeitraum eröffneten Insolvenzverfahren waren Sanierungsverfahren mit dem Ziel, die betroffenen Unternehmen zu sanieren und fortzuführen. Personalisten und Personalverrechner sind in Insolvenzverfahren sehr gefordert. Ein Überblick über die Herausforderungen.

Lohn- und Sozialdumping: Zweifelsfälle aus der Praxis

Die Bestimmungen zur Bekämpfung des Lohn- und Sozialdumpings sehen hohe Verwaltungsstrafen für Arbeitgeber vor, die in Österreich Arbeitnehmer beschäftigen, ohne diesen zumindest das nach Gesetz, Verordnung oder Kollektivvertrag zustehende Entgelt zu bezahlen. Die Prüfer kontrollieren in regelmäßigen Abständen die Abrechnung sämtlicher Entgeltbestandteile und zeigen Unterschreitungen des Mindestentgelts bei den Bezirksverwaltungsbehörden an. Die komplizierten Regelungen stellen hohe Anforderungen an die Personalabteilung und verunsichern die Dienstgeber. Denn die Lohndumpingbestimmungen sind teilweise unklar formuliert und werfen Fragen auf. Einige Zweifelsfälle beantwortet dieser Beitrag.

Wie Sie Kennzahlensysteme im HR-Management erfolgreich einführen

Im HR-Management galt die faktenbasierte Steuerung der Ressource Personal lange nicht als angemessen, da sie das „Menschliche“ vermeintlich in den Hintergrund treten lässt. Gesteuert wurde vielmehr mit dem sogenannten „Bauchgefühl“. Seit einigen Jahren ist das HR-Management allerdings stärker gefordert, seinen Beitrag zum Unternehmensergebnis nachzuweisen. Damit wächst die Erkenntnis, dass strategisch ausgewählte und gut aufbereitete Personalkennzahlen helfen können, die eigenen Erfolge zu dokumentieren und in einem immer komplexeren Umfeld sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Der folgende Beitrag zeigt, wie Sie ein Kennzahlensystem erfolgreich aufbauen.

Veränderung – Mit Hirn! So lässt sich Neues besser lernen

Wie bekommen wir Sie dazu, sich zu verändern? Wer jetzt spontan gedacht hat: „Gar nicht, wenn ich nicht will!“, kann sich gerne die Zusatzfrage stellen „Und selbst wenn ich mich verändern will – klappt es dann problemlos?“. Wenn wir diese Fragen und unsere eigenen Antworten darauf betrachten, wird deutlich, wie schwer es ist, als Führungskraft ein ganzes Team solcher Individuen zu bewegen. Die Hirnforschung gibt Antworten darauf, wie wir Veränderungen verarbeiten und unter welchen Umständen wir bereit sind, Neues umzusetzen.

Überzeugen statt überrumpeln: Erfolgreiche Change-Kommunikation am Beispiel der Südtiroler Volksbank

Die geplante Erweiterung der Südtiroler Volksbank durch den Zukauf einer italienischen Bank führte zu Unruhe und Ängsten im Unternehmen. Deshalb wurde die Fusion schon in der Verhandlungsphase in einem firmenweiten Dialogprozess thematisiert und vorbereitet. Eine App unterstützte den schnellen und offenen Austausch zwischen dem Management und den 1.000 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten. An diesem Praxisbeispiel zeigt der folgende Beitrag, wie Kommunikation im Change-Prozess erfolgreich funktioniert.

Älter werden in der Caritas Vorarlberg

Die Caritas Vorarlberg will das Know-how ihrer Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen halten. Um Mitarbeitern bis zur Pension gute Arbeitsbedingungen zu bieten, hat die Organisation mit dem Programm „Älter werden in der Caritas“ spezielle Angebote geschaffen.

Kompetenzen für ein zukunftsorientiertes Personalmanagement

Welche Kompetenzen benötigt der HR-Nachwuchs jetzt und in Zukunft? Wie schätzen Personalisten ihre eigenen Fähigkeiten ein – und was erwarten Stakeholdern aus dem Top- und Mittelmanagement von ihnen? Das Institut für Personal & Organisation der FHWien der WKW ist diesen Fragen nachgegangen – und hat die Kompetenzen des Human Resource Managements in Österreich sowie ausgewählten Ländern Mittel- und Osteuropas untersucht.

Chancen und Perspektiven im Personalwesen

HR-Management ist ein Beruf mit Zukunft. Doch bei der Jobsuche ist die Konkurrenz groß. Vor allem Nachwuchskräfte müssen sich gegen viele Mitbewerber behaupten. Was Unternehmen von HR-Mitarbeitern erwarten und welche Fähigkeiten Einstieg und Karriere erleichtern, untersucht der folgende Beitrag.

Wenn Phasen zum Dauerzustand werden – Führen in permanenten Change-Prozessen

„Wandel ist stetig“ – das ist weit mehr als nur eine Phrase. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so sein. Bereits um 300 v. Ch. formulierte der taoistische Philosoph Dschuang Dsi “Auf der Welt gibt es nichts, was sich nicht verändert, nichts bleibt ewig so wie es einst war.” Lange danach sagte der 1952 geborene deutsche Zeithistoriker Michael Richter “Was bleibt, ist die Veränderung; was sich verändert, bleibt“. Über die Jahrhunderte hinweg scheint nur eines Bestand zu haben: Die Veränderung. Mit einem Unterschied: Mussten wir bislang immer wieder einmal eine Chance-Phase bewältigen, ist der von Zeit zu Zeit geforderte Wandel zum gefühlten Dauerzustand mutiert. Und in den Unternehmen reiht sich längst ein Change-Prozess an den anderen.

«work & care» – HR in der Schlüsselrolle

In der Studie «work & care im Kontext der Altersdemographie in der Zentralschweiz» wurden 14 HR-Leitende von grösseren Unternehmen befragt. Die untersuchten Unternehmen beschäftigen insgesamt mehr als 24 000 Mitarbeitende. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar alle Unternehmen über Erfahrungen mit den Vereinbarkeitsherausforderungen verfügen, jedoch allgemein kaum systematisches Wissen vorhanden ist.

[Auszug]
Unternehmen werden zukünftig immer mehr Mitarbeitende beschäftigen, die sich nebst der Erwerbstätigkeit für ihre kranken, behinderten oder hochaltrigen Angehörigen engagieren. Gründe dafür sind der demographische Wandel und vermehrte Behandlungsmöglichkeiten bei Krankheiten und Unfällen in jedem Alter. Gemäss betriebsinternen Umfragen in unterschiedlichen Branchen und Betriebsgrössen engagieren sich mindestens 12 Prozent der momentan Beschäftigten fürihre Angehörigen (van Holten, Sax und Bischofberger 2014: 44; Bischofberger et al 2013: 170f).

Volkswirtschaftlich relevant ist zudem, dass die Pflegekosten für Privathaushalte stetig steigen und deshalb das Erwerbseinkommen ein wichtiger Beitrag für das Haushaltsbudget darstellt. Langfristig beeinträchtigen ein Ausstieg aus der Erwerbsarbeit oder eine erhebliche Reduktion die soziale Absicherung sowohl für das Risiko Alter als auch Unfall.

Vor diesem Hintergrund und um einen Beitrag zum aktuellen Stand von «work & care» in der Zentralschweiz zu leisten, hat die Hochschule Luzern in einem interdisziplinären Forschungsprojekt HR-Verantwortliche von 14 grösseren Zentralschweizer Unternehmen verschiedener Branchen interviewt, welche insgesamt 24 000 Personen beschäftigen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Entlassung im Guten – funktioniert das?

Im Moment des Schocks der Kündigung sieht nur ein Bruchteil der Betroffenen darin etwas Positives. Ist eine Trennung im Guten überhaupt möglich? Wie kann der Arbeitgeber dazu beitragen?

[Auszug]
Die Kündigung kommt für Peter Hauser (Name geändert) völlig unerwartet: Seine Stelle als Regulatory Affairs Manager in einem mittelgrossen Pharmaunternehmen wird gestrichen. Für seinen Arbeitgeber sind solche Situationen Routine. Für Peter Hauser ist es ein grosser Schock: Ein kurzes Gespräch und 20 Jahre engagierte Arbeit, an der nie jemand etwas zu beanstanden hatte, sind Vergangenheit.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Die richtige Skala macht es … nicht aus!

Mitte Jahr ist (hoffentlich) meist auch der Zeitpunkt für eine Auslegeordnung bezüglich Entwicklungs- und Zielerreichung.

Bestimmt kennen Sie das aber auch: Anstatt sich über die eigentlichen Inhalte zu unterhalten, wird über die Auslegung der Beurteilungsskala, Bewertungseinstufung oder des Fortschrittes diskutiert. Während manche auf ungerade Skalierungen setzen, wollen andere eine möglichste grosse Spannweite und wieder andere bevorzugen eine simple Ampelbeurteilung mit Rot-Gelb-Grün.

Und genau deshalb möchte ich den Fokus auch gar nicht auf die „richtige“ Skalierung legen (aber vielleicht gerne ein anderes mal), sondern auf die meiner Meinung nach viel wichtigere Komponente, welche meist die Basis für diese Diskussion sind: Die 15 gängigsten Beurteilungsfehler.

EUROPAs 500: Prof. Dr. Armin Trost

>> Was haben wir in den letzten Dekaden getan? Wir haben der Kompliziertheit Komplexität hinzugefügt. Der bisherige Weg KPIs zu bestimmen, entsprang einem rein hierarchischen Denken. Es war also ein Top-down-Denken. Doch dieses Top-down-Denken ist nicht der beste Weg, um der Komplexität gerecht zu werden. << Dieser Experte gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | MOOCs | Fachbücher ]

Leonardo Transfer Meeting: World Café mit Ashridge Executive Education | 19.09.2016

Das Leonardo Transfer Meeting am 19. September 2016 bringt seine Teilnehmer unter anderem in verschiedenen World Cafés zusammen. Einer der Thementische wird von dem globalen Executive-Weiterbilder Ashridge Executive Education organisiert. Bereiten Sie sich jetzt schon auf das Meeting vor. Megan Reitz und Trudi West – beide Faculty-Mitglieder der Topadresse – geben Ihnen erste Einblicke ins Thema.

Die Bedeutung der HR-Funktion steigt, doch die Vergütung hinkt hinterher

Die Aufgaben in HR-Abteilungen sind genauso unterschiedlich wie die Vergütung in den verschiedenen Funktionen. Mit zunehmender Größe des Unternehmens werden sie immer spezifischer und die Erwartungen an die HR-Mitarbeiter steigen. Doch stimmt die Vergütung mit diesen Anforderungen überein? Welche Themen die HR-Arbeit in diesem Jahr bestimmen und welche Entwicklung bei den Gehältern zu erwarten ist, zeigt der folgende Beitrag.

Die „Zukunft des Lernens“ in Zeiten der Ignoranz

In seinem siebten Jahr steht der Leonardo Award im Zeichen der „Zukunft des Lernens“. Der europäische Bildungspreis prämiert provokative Realisten, mutige Vordenker und tatkräftige Pragmatiker, die neue Wege in Sachen Bildung ergründet haben: Dr. C. Otto Scharmer mit seiner Führungsmethode „Theorie U“, Dr. Hans Rosling, Ola Rosling und Anna Rosling Rönnl mit ihrem weltweiten Kampf gegen Vorurteile sowie Vincent Zimmer und Markus Kreßler mit ihrer Online-Universität für Flüchtlinge. Die feierliche Preisverleihung findet am 19. September 2016 im Kameha Grand Hotel Bonn statt.

Gehälter von Fachkräften trotz Frankenstärke und Deflation auf hohem Niveau

Die Gehälter der Spezialisten und Fachkräfte in der Schweiz bleiben auf hohem Niveau – trotz Deflation und starkem Schweizer Franken: Binnen Jahresfrist haben die Unternehmen die Grundgehälter ihrer Spezialisten um 1,0 Prozent und die ihrer Fachkräfte um 0,9 Prozent erhöht. Damit verdient ein Spezialist im Schnitt über alle Branchen und Unternehmensgrössen hinweg CHF 117‘000 und eine durchschnittliche Fachkraft CHF 87‘000. Das ergibt die aktuelle Vergütungsstudie „Spezialisten und Fachkräfte in der Schweiz 2016“ der Personal- und Managementberatung Kienbaum, die in Kooperation mit der Handelszeitung durchgeführt wurde.

EUROPAs 500: Prof. Dr. Dorothy Leonard

>> In der modernen schnelllebigen Zeit erwarten viele Menschen, dass auch Lernen möglichst einfach gestaltet wird, um es zu beschleunigen. Da werden Ergebnisse in Bulletpoints präsentiert und Lerner ermuntert, Antworten auf Probleme sofort zu prüfen. Am besten lernen sie diese noch auswendig und schon geht es weiter im Job. Unglücklicherweise verläuft reales Lernen nie einfach; zumindest dann nicht, wenn es darauf ankommt, Wissen und Fähigkeiten im Langzeitgedächtnis zu verankern. << Diese Expertin gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was ihre Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Bestseller | Webinar | Award ]

Steilpässe für eine strategische Positionierung

Neue Herausforderungen an Schweizer Unternehmen fordern nicht nur neue Kompetenzen für deren Verwaltungsräte, sondern bieten auch Profilierungsplattformen für das strategische HR. Eine aktuelle Delphi-Studie der Universität
St. Gallen und Somersault Consulting beleuchtet, was Schweizer Verwaltungsräte börsengelisteter Unternehmen künftig erfolgreich macht und welchen Wertbeitrag HR für den künftigen Unternehmenserfolg leisten kann.

[Auszug]
Worin bestehen die künftigen kritischen Herausforderungen für börsengelistete Unternehmen in der Schweiz, welche konkreten Kompetenzen brauchen wir auf Verwaltungsratsebene künftig, um diesen erfolgreich begegnen zu können,
und spielen People-Skills dabei ebenfalls eine Rolle? Diese Fragen stellten wir einem hochrangigen Expertengremium aus den Bereichen Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Forschung, Geschäfts- und Konzernleitungen, Verwaltungsratspräsidien, Executive Search sowie Management Consulting innerhalb eines Delphi-Studiendesigns.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Flexibel bleiben

Der Arbeitsmarkt dreht sich immer schneller, Lehrlinge und Fachspezialisten fehlen in diversen Branchen. Mitarbeitende wechseln häufiger den Job als früher – bei tendenziell sinkender Loyalität zum Arbeitgeber. Diktiert vom Markt und der zunehmenden Digitalisierung verändern sich viele Geschäftsmodelle; auch (Massen-)Entlassungen sind kein Tabu mehr. Und mittendrin steht HR mit einer Multitasking-Querschnittsaufgabe. Wie lässt sich angesichts dieser komplexen Veränderungen angemessen agieren?

[Auszug]
Viel ist in diesen Tagen die Rede von der digitalen Transformation. Prognosen zufolge, wie sie zuletzt das Global Center for Digital Business Transformation (DBT Center) publizierte, hat sie das Potenzial, etablierte Märkte aufzulösen
und neue Märkte und Geschäftsmodelle hervorzubringen – schneller als bisher jede andere Kraft in der Geschichte es vermochte. Das Szenario des DBT Centers, eine Initiative der privaten Wirtschaftshochschule IMD (Lausanne) und des Internet-Dienstleisters Cisco: Innerhalb der kommenden fünf Jahre werden durchschnittlich vier der zehn umsatzstärksten Firmen jeder Branche aufgrund des digitalen Wandels aus den Top Ten verdrängt werden. Zusätzlich wirken sich demografische Veränderungen und die Globalisierung auf die Wirtschaft aus. Wie meistern Unternehmen solche umwälzenden Veränderungen?

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Abschied von alten Denkmustern

Bei bestem Leistungsausweis kann es deutlich länger als sechs Monate dauern, eine neue Position zu finden. Was sind aktuelle Herausforderungen im Stellenwechsel trotz guter Employability?

[Auszug]
Im Arbeitsmarkt 2016 bewegen sich fünf wesentliche Populationen: Sehr gut ausgebildete Arbeitnehmer mit erster erfolgreicher Berufserfahrung der Jahrgänge 1990 und früher – das heisst älter als 25 Jahre und Top-Performer um die 40 Jahre. Dazu kommt eine wachsende Population 50plus mit hohem Leistungsausweis und Erfahrungswissen, eine grosse Zahl von qualifizierten Sachbearbeitern, die mehrheitlich örtlich gebunden sind und zunehmend Mitglieder der sogenannten Generation Y und Digital Kids. Die Personen der ersten vier Gruppen sind häufig mit der Überzeugung in die Berufstätigkeit gestartet, dass ihnen, wenn sie klare Berufsziele verfolgen und eine gute Ausbildung haben, eine nachhaltige Laufbahn Entwicklung gelingt und sie gutes Geld verdienen. Mit regelmässiger Weiterbildung und höchsten Leistungen erwarten sie eine brillante Perspektive. Die aktuelle Realität zeigt, dass diese alte Idealvorstellung nicht mehr gilt. Zu beobachten sind viele Faktoren, die sich zum Teil von Stellenkandidaten nicht beeinflussen lassen, aber grundsätzlich zur Flexibilität aller beteiligten Personen aufrufen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Neuorientierung erleichtern und Auftritt optimieren

Eine Kündigung auszusprechen ist in der Regel kein leichter Schritt. Wer betroffenen Mitarbeitern Lösungsansätze bietet, macht es für beide Seiten einfacher.

[Auszug]
Die wirtschaftlichen Bedingungen – zum Beispiel durch den starken Schweizer Franken – zeigen Resonanz im Arbeitsmarkt: Viele Unternehmen sind angesichts schrumpfender Umsätze oder neuer Geschäftsausrichtung gezwungen, sich von Mitarbeitern zu trennen. Sind die Firmen darauf gut vorbereitet und betrachten sie die Trennung von Mitarbeitern inzwischen als festen Bestandteil ihrer Personal- und Organisationsentwicklung? «Leider nein», meint Walter Burkhalter, für Trennungsmanagement auf Geschäftsleitungs- und Kaderstufe in der Schweiz begleitet Unternehmen bei Wandlungs- und Trennungsprozessen. Nach wie vor herrsche beim Thema Trennung «grosse Hilflosigkeit».

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

«Digitalisch» arbeiten geht anders

Was sind Chancen und Gefahren für eine erfolgreiche Führung im digitalen Zeitalter? Right Management Switzerland AG hat das Thema «Digitale Führung» für HR-Verantwortliche an einem Event in Zürich thematisiert.

[Auszug]
Sonja Robinson, Subject Matter Expert Coaching und Senior Consultant bei Right Management Schweiz, stellte zu Beginn der Veranstaltung die vergangene Industrialisierung dem heutigen Menschenzeitalter «The Human Age» gegenüber. Während früher hauptsächlich technische Lösungen gefragt gewesen seien, stünden heute vor allem menschliche Fähigkeiten im Mittelpunkt. Sie zeigte auf, dass die Automatisierung seit damals laufend weitergeht und dass diese Veränderungen zusätzliches Know-how sowie neue Führungskompetenzen erfordern.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Andere Erfolgstypen sind gefragt

Wohin treiben uns die demografische Welle, der Wertewandel, die technologisch-digitale Revolution und die Globalisierung? Was bedeuten sie konkret für die Beschäftigung und das Karriereverständnis? Immer deutlicher wird, dass lineare Laufbahnmodelle ausgedient haben. Das hat die von-Rundstedt-Studie zum Thema «Karrieren im Wandel» unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump klar hervorgebracht.

[Auszug]
Es gibt sie nicht mehr, die konsistent verlaufenden Musterkarrieren. Die Curriculums der neuen Generation werden vielmehr wie ein Mosaik aussehen, geprägt von Brüchen, Veränderungen und Richtungswechseln. Und das ist gut so, denn lineare Karrieren sind im heutigen wirtschaftlichen Umfeld kaum mehr möglich und auch nicht sinnvoll.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Was ein guter Coach können muss

Die Anzahl der Coaches steigt. Einheitliche Ausbildungsstandards fehlen. Wie arbeiten seriöse Coaches? Und wie lässt sich Qualität im Coaching erreichen und erkennen?

[Auszug]
Wer nichts wird, wird Coach» – so schrieb Spiegel Online am 21. Oktober 2013 über das Berufsziel Coach.
Der Artikel stellt die inflationäre Zunahme von Coaching-Angeboten dar und weist darauf hin, dass es kaum Ausbildungsrichtlinien gibt und dass der Markt «überschwemmt» wird von Menschen mit einer Schnellbleiche statt seriöser Ausbildung, die dann als Coach ihre Dienste anbieten. Wie diese Situation zu Leistungsversprechen ohne Qualitätsbasis führt, konnte ich sieben Jahre als Sachverständigenratsvorsitzender des DBVC mit all seinen schillernden Auswirkungen beobachten. Seriöse Coaches stellen sich der Herausforderung, durch Qualität und Wirkung zu überzeugen. Und es gibt Coaches, die dank ihrer Expertise von ihrer hochwertigen Arbeit gut leben können. Aber wie fällt die Qualität eines Coaches auf? Nur durch im Coaching erzeugte Wirkung. Diese Wirkung wird vom Klienten direkt, aber auch von seinem privaten und beruflichen Umfeld wahrgenommen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

HR am Puls der Zeit

«People und Performance» und «Think Different» lautet das Motto des 7. HR Swiss Congress. Am 6. und 7. September 2016 findet der zentrale Fachkongress für die HR-Branche aus der gesamten Schweiz wieder im Kursaal Bern statt – mit einer innovativen Kongress-Dramaturgie: anwenderorientiert, interaktiv und am Puls der Zeit. Verliehen wird zudem der «Swiss Arbeitgeber Award».

[Auszug]

Wie finde ich geeignetes Personal, binde Mitarbeiter langfristig und halte sie fit für Zukunftsaufgaben? Dies sind zentrale Fragen am HR Swiss Congress 2016. Auf dem Programm stehen spannende Vorträge von hochkarätigen Keynote-Speakern, die zu «Out of the box»-Denken anregen; Power Talks und Foren motivieren zu einem fundierten Austausch über aktuelle Herausforderungen im HR und eine «Study Tour» ermöglicht einen Blick in das «Real Life» eines Schweizer Innovationsführers – wie am Arbeitsplatz die Zukunft nachhaltig gestalten werden kann. Dazwischen ist Raum und Zeit für exklusives Networking in entspannter Atmoshäre.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Weichen stellen für die Zukunft

Wichtige Neuwahlen standen bei der HR Swiss Delegiertenversammlung am 17. März 2016 in Bern an. HR Swiss-Präsident Urs Burgunder zog insgesamt ein positives Fazit zur Verbandsarbeit 2015: Das neue Konzept für den HR Swiss Congress ist auf den Weg gebracht; ebenso werden aktuell die Weichen für die HR-Berufsausbildung neu gestellt. Und die Mitgliederzahlen in allen Regionalgesellschaften weisen nach oben.

[Auszug]
Urs Burgunder dankte in seinem Jahresrückblick allen Vorstandskolleginnen und -kollegen für ihr stetes engagiertes Mitdenken und Mithandeln. Er dankte ebenso allen Aktiven in den Regionalgesellschaften, allen Organisationskomitees und Arbeitsgruppen für ihr Engagement im Rahmen der HR Swiss. Der Dank von Urs Burgunder galt insbesondere Vizepräsidentin Gaby Buchs (HR Fribourg), Ludovic Bruchez (HR Valais) und Martin Zuber (HR Neuchâtel), die wegen den Vorstand wurden André Bovigny (HR Fribourg), Christophe Froidevaux (HR Jura-Bienne), Isabelle Revaz (HR Valais) und Françoise Riem-vis (HR Neuchâtel). Zur neuen Vizepräsidentin der HR Swiss wurde Gisela Bormann (HR Genève) gewählt.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Die Zeichen stehen auf Wachstum

Die Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP) arbeitet konstant an Zukunftsprojekten. Mehr attraktive Veranstaltungen, Stärkung des HR-Netzwerks bis hin zu strategischen Kooperationen: Das sind wichtige Ziele für das laufende Jahr. Zur Mitgliederversammlung tagte die ZGP am 5. April 2016 im Vortragssaal des Kunsthauses Zürich.

[Auszug]
Die ZGP hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich: «Mit mehr als 130 Anlässen waren wir im 2015 gut aufgestellt», sagte ZGP-Präsident Matthias Mölleney in seinem Rückblick. Das Seminarangebot wurde überarbeitet, der Strategieprozess weiter entwickelt und neue Optionen für Kooperationen analysiert.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Eine neue Website zum Jubiläum

Was schenkt sich ein Personalfachverband zum 60. Geburtstag? «Wir dachten, ein neuer moderner Internetauftritt wäre eine gute Idee», sagte BGP-Präsidentin Andrea Wiedemann anlässlich der Generalversammlung am 21. April auf dem Novartis Werksgelände St. Johann, Basel. Die HR-Community hatte bei einer Führung die Gelegenheit, den attraktiven und viel beachteten Arbeitsort genauer kennenzulernen.

[Auszug]
Freundlich – übersichtlich – modern – kompakt: «Die neue BGP-Website ist ein schönes Geschenk», freute sich BGP-Präsidentin Andrea Wiedemann und gab noch während der Generalversammlung das «Go» für den neuen Internetauftritt der Organisation. Die neue BGP-Website – weiterhin www. bgp-basel.ch – ist von der Grundstruktur an diejenige des Arbeitgeberverbandes Basel angelehnt. Dieser hat ebenfalls erst vor einiger Zeit seine Website neu lanciert, konnte in diesem Zuge die BGP in den technischen Prozess miteinbeziehen, was zu deutlichen Kosteneinsparungen führte. Ganz zeitgemäss ist der neue BGP-Internetauftritt auf eine mobile Nutzung zugeschnitten. Der interne Mitgliederbereich mit detaillierten Informationen ist wie bisher über ein «Login» zu erreichen. «Es gelten auch die gleichen Passwörter wie bisher», informierte Andrea Wiedemann.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Top-Managerlöhne so hoch wie nie

Die seit 2014 geltende Verordnung für übermässige Vergütung (VegüV) führte auch im 2015 nicht zu geringeren Salären im TopManagement. Spitzenreiter ist derzeit der CEO der UBS mit einem Jahresgehalt von 14 Mio. CHF. Seit vier Jahren hat sich sein Jahreslohn sogar verdoppelt.

[Auszug]
Experten prognostizierten vor der Einführung der Minder-Initiative, dass die neue Verordnung nicht die Höhe der Vergütung mindern würde. Die Auguren sollen Recht behalten: Die Löhne bei Top-Managern in den grössten Unternehmen
der Schweiz sind im 2015 um elf Prozent gestiegen. Die VegüV fordert von Firmen Transparenz, Klarheit und ein Abstimmungsrecht der Aktionäre bezüglich Vergütungspraxis bei Verwaltungsräten, Beiräten und der Geschäftsleitung. Diese Verordnung haben ein Grossteil der börsenkotierten Unternehmen seit 2014 in ihren Unternehmen implementiert, berichtet die unabhängige Unternehmensberatung hkp. Sie sind derzeit die Anbieter von Vergütungsvergleichen und Benchmarks.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

HR und Marketing – noch keine Freunde

Neue Technik erleichtert die Arbeit. Und doch wird dadurch das Leben nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil: Oft gewinnt der Beobachter den Eindruck, dass die Regelungsdichte stark zunimmt und an sich einfache Dinge unnötig verkompliziert werden. Das trifft zuweilen auch auf das Ressortdenken in Unternehmen zu. Beispiel Employer Branding: Hier treffen sich HR und Marketing, könnten eigentlich ein perfektes Paar sein – und vielleicht sogar auch organisatorisch liiert sein.

[Auszug]
Wie gehen Unternehmen mit der zunehmenden Komplexität um? Die Versuchung scheint gross, die Komplexität – etwa in Bezug auf die Flut an Daten oder die schier unendlichen Möglichkeiten der digitalen (Kommunikations-)Welt – mit einem perfideren Netz an Regeln, Verboten und standardisierten Prozessen zu bändigen. Wo früher Pragmatismus, Vertrauen und gesunder Menschenverstand vorherrschten, werden heute hochkomplexe Überwachungssysteme mit unverfänglichen Titeln wie IKS oder Qualitätsmanagement hochgezüchtet.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Lernen vom Pferd

Leadership üben, Reaktionen erleben, Selbstwertgefühl stärken und Selbstbewusstsein aufbauen: Wer sich als Führungskraft ausprobieren will und seine Kompetenzen stärken möchte, erhält im Training mit Pferden – Horse Assisted Coaching – nonverbal ein unmittelbares und ehrliches Feedback. Der Lerneffekt ist garantiert!

[Auszug]
Vorsichtig nähert sich Beat Huber (Name geändert) dem Andalusier-Wallach SonTres, der sein Gegenüber deutlich überragt und allein mit seiner Körpergrösse imponiert. Doch SonTres steht nur ruhig da, schnuppert und dreht zwischen-durch den Kopf zu den Stuten auf der benachbarten Weide. Was denkt er, wie fühlt er, was will er? «Wer ein Pferd besser kennt, kann kleinste Reaktionen seines Verhaltens ‹lesen›», sagt Corinne Strigl, die seit fünf Jahren Coaching mit Pferden – Horse Assisted Coaching – anbietet. Meist sind es Führungskräfte, die ein solches Training buchen. Zum Beispiel, um zu testen, wie sie als Führungskraft wirken – weil sie sich unsicher sind in dieser Rolle oder um diese soziale Kompetenz weiter zu entwickeln. Oder es kommen Menschen mit gezielten Fragen zu Beruf, einer aktuellen Arbeitssituation und auch mit privaten Anliegen.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Leadership mit Herz?!

Steigende Absenzzahlen in Unternehmen sind ein brisantes Thema. Synaps Care, Spezialist für Absenzenmanagement, und die Gesundheitsorganisation Swica stellten dies zur Diskussion.

[Auszug]
Chefs sehen das Personal als grösste Herausforderung; das HR gilt dennoch nur als acht- oder neuntwichtigste Funktion im Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von McKinsey und der Organisation «The Conference Board». Für Chris Holzach, CEO von Synaps Care, ist es unverständlich, dass Human Resources meist nur nachrangige Bedeutung hat – gerade mit Blick auf die steigende Burnout-Rate und sinkende Loyalität. Er weist auch auf Studien der OECD hin, welche ein Auseinanderdriften von Führung und Mitarbeitenden aufzeigen.

Resultat: Es ist eine wachsende Resignation und Trägheit im Handeln festzustellen. Ziel der Diskussion: Wege aufzeigen, wie Absenzzahlen in den Unternehmen gesenkt werden können und die Mitarbeiterbindung wieder gestärkt wird. Die Zahlen geben zu denken, wie Dr. med. Dieter Kissling, Leiter des ifa Institut für Arbeitsmedizin Baden, erläuterte: «Statistiken aus Deutschland belegen, dass psychische Erkrankungen 2015 um 260 Prozent im Jahresvergleich zugenommen haben. Diese Situation ist schwierig zu handhaben.»

Ernst Wyrsch, Dozent an der St. Gallen Business School für Leadership, meinte aber: «Vorgesetzte sind nicht überfordert, sie setzen nicht den richtigen Fokus. Es geht um Effektivität und nicht um Effizienz, man kann sehr effizient das Falsche tun.»

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

Sprachenkenntnisse öffnen neue Türen

Gute Sprachenkenntnisse beeinflussen nicht nur soziale Interaktionen zwischen Menschen, sondern auch die Ergebnisse eines Unternehmens. Das Beherrschen einer gemeinsamen Sprache ist für den internationalen Vertrieb, für die Innovation und das Kommunizieren zwischen Teams rund um den Globus ausschlaggebend. Die Sprache fördert zudem ein erfolgreiches Exportgeschäft.

[Auszug]
Die Sprachfähigkeit ist ein Faktor im Wirtschaftsleben, der zunehmend als wichtig erkannt wird. Diverse Studien zeigen: Unternehmen und Länder, die die gleiche Sprache sprechen, verhandeln eher miteinander. Indien zum Beispiel hat seine Englischkenntnisse verwendet, um ein Multimilliarden-Exportgeschäft aufzubauen. Die Europäische Union hat die Wichtigkeit einer gemeinsamen Sprache erkannt, um länderübergreifendes E-Commerce zu erweitern.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 2, Sommer 2016

«Cultural Fit» zählt vor Fachwissen

Für immer mehr Unternehmen ist es wichtig, dass Mitarbeitende und Organisation kulturell zueinander passen. Doch welchen Mehrwert bringt dieser «Cultural Fit»? Und wie können Unternehmen die Werte und Einstellungen von Bewerbern im Rekrutierungsprozess erfassen?

Es ist einer der aktuellen Rekrutierungstrends: Die Persönlichkeit von Kandidaten wird nebst den fachlichen Qualifikationen immer wichtiger. Das belegt die Studie «Recruiting Trends 2015» der Universität Bamberg. Eng damit verbunden ist die Frage nach der kulturellen Passung, d. h. der Übereinstimmung der Werte und Ziele einer Person mit der Kultur einer Organisation.

EUROPAs 500: Prof. Dr. Michael Kerres

ZITAT >> E-Learning umfasst alle Formen der Nutzung digitaler Medien für das Lehren und Lernen und ist heute zunehmend ein selbstverständlicher Bestandteil der Bildungsarbeit. Doch die Digitalisierung der Bildung geht weiter: Sie umfasst alle Teilprozesse der Bildungsarbeit (Akquisition und Beratung, Planung und Organisation, Durchführung und Evaluation etc.) und wird das Lernen, jenseits traditioneller – auf Unterricht basierender – Formate, künftig maßgeblich unterstützen. << Dieser Experte (*1960) gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Video | Materialien ]

EUROPAs 500: Markku Markkula

ZITAT >> Jeder Mensch in Europa muss an jedem Ort mithelfen, Europa zu einem besseren Standort zu machen, an dem es sich zu leben lohnt. Das aber bedeutet zwingend einen grundlegenden Change unserer Geisteshaltung. << (Keynote | @Webit.Festival | 2016) Dieser Experte (*1950) gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Website ]

EUROPAs 500: André Jünger

ZITAT >> Für Themen, die eine sehr hohe Interaktivität und also auch das Gefühl des Lesens voraussetzen, wird das Buch bestehen bleiben. Allerdings wird es eine intelligente Verknüpfung mit Onlineinhalten geben. Die Verzahnung des Buches mit digitalen Produkten ist wichtig. << (Interview | GABAL | 2009) Dieser Experte (*1960) gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Website ]

Zielgruppen: HR-Manager, Bewerber, Talente – noch zeitgerecht?

Den Begriff „Zielgruppe“ kennen die Meisten. Doch kennen Sie den Begriff „Bedarfsgruppe“? Diesen Begriff gibt es ebenso lange, doch wird er eher als „Geheimtipp“ gehandelt. Vor allem für HR-Professionals. Was Bedarfsgruppen ausserdem mit Candidate Journey und Candidate Experience zu tun haben – lesen Sie hier.

EUROPAs 500: Prof. Jutta Rump

ZITAT >> Der Umgang mit Vielfalt, auch als Diversity Management bezeichnet, ist eher eine Philosophie als ein definiertes Konzept. Im Kern geht es um die Überzeugung, dass die Wertschätzung der Vielfalt einen Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen darstellen kann, wenn sie richtig gemanagt wird. << (Interview | INQA) Diese Expertin gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was ihre Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Videobeiträge | Fachbuch ]

EUROPAs 500: Dr. Gundl Kutschera

ZITAT >> Das letzte Jahrhundert war ein Jahrhundert des Wissens. Das kommende Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Bewusst-Werdens. Es wird bewusst gemacht, was in uns da ist. Dadurch wird es neue Wege geben. << Diese Expertin (*1941) gehört zu den Wegbereitern der Weiterbildung in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was ihre Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Videobeitrag | Website | Buch ]

Wirtschaftsfaktor Gesundheit: Wie Ihr Unternehmen durch Corporate Health gesünder und leistungsfähiger wird

Das Sammelwerk ist ein wertvoller Leitfaden für alle, die Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der Praxis verantwortlich umsetzen. Es begleitet Verantwortliche bei allen Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit BGM stellen. Dicht an der Unternehmenspraxis zeigt es, wie man BGM und BGF zielführend und ergebnisorientiert umsetzen kann.

Von Oliver Foitzik (Hrsg.),
Fomaco Verlag, Gersthofen
2015, 496 Seiten, gebunden,
Preis 39,90 Euro (E-Book: 27,90 Euro)

Gestaltung betrieblicher Arbeitszeitsysteme. Ein Überblick für die Praxis

Ohne flexible Arbeitszeit kommt heute kaum noch ein Betrieb aus – weil die Anforderungen von Kunden und Mitarbeitern i. d. R. anders nicht oder jedenfalls nicht wirtschaftlich erfüllt werden können. Flexible betriebliche Arbeitszeitsysteme sind Regelungsbündel, in deren Rahmen und mit deren Hilfe sich der Einsatz der Arbeitszeiten bedarfsgerecht steuern lässt.

Von Dr. Andreas Hoff, Springer Gabler, Wiesbaden 2015,
64 Seiten, Preis: 9,99 Euro (E-Book: 4,99 Euro)

Fünfeinhalb Jahre Praktikum kostet 50.000 Euro Nachzahlung

Wie Legal Tribune Online berichtet, hat das Landesarbeitsgericht (LAG) München zugunsten einer Praktikantin entschieden, dass ein zu Ausbildungszwecken geschlossener Praktikumsvertrag als Anstellungsvertrag anzusehen ist, wenn das Praktikum langjährig ist und die Ausbildung nur gelegentlich stattfindet. Der beklagte Finanzdienstleister muss nun 50.000 Euro an Vergütung, Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen.

Sozialplan: Kinderzuschlag nicht an Lohnsteuerkarte orientieren

Sieht ein Arbeitgeber in einem Sozialplan Zuschläge für jedes Kind eines Arbeitnehmers vor, so darf er sich dabei nicht auf Eintragungen in dessen Lohnsteuerkarte beziehen. Dies hat zum Grund, dass entsprechende Angaben bei verheirateten Frauen steuerrechtlich nicht möglich sind. Deswegen sprach sich das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg zugunsten von Arbeitnehmern aus.

Arbeitskleidung | Kleidervorschrift | Lohn | Aktuelle Rechtsprechung 2016

Die zuständige Generalanwältin des EuGH hat sich in ihrem Schlussantrag zum Tragen religiös-symbolischer Kleidung am Arbeitsplatz geäußert. Generell untersagen will sie es nicht. Jedoch entspricht sie mit ihren Ausführungen Unternehmenskulturen, die gezielt zum unparteiischen Verhalten im Betrieb durch ausdrückliche Anweisungen anhalten. Lesen Sie mehr dazu sowie zu weiteren Urteilen in diesem Newsticker.

Sozialplan | Kur | Betriebsrat | Aktuelle Rechtsprechung 2016

Die Kur ist eine der ältesten Heilungsmaßnahmen, hat sich im Sprachgebrauch bis heute erhalten und wird seit über 20 Jahren von Versicherungsträgern als Rehabilitationsmaßnahme bezeichnet. Das Bundesarbeitsgericht hat sich Ende Mai mit Entgeltfortzahlungsansprüchen bei so genannten ambulanten Kuren befasst. Lesen Sie im Detail an dieser Stelle nach. Zwei weitere Urteile behandeln die Themen Sozialplan und Betriebsrat.

Datenschutz in HR und Entgeltabrechnung: Die Outsourcer im Visier

Im Dezember 2015 haben sich die europäische Kommission, das europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union auf eine neue Regelung des europäischen Datenschutzrechts in Form einer sogenannten Grundverordnung geeinigt. Mit der Veröffentlichung dieser „Verordnung des europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (Datenschutz-Grundverordnung)“ (DS-GVO) und ihrem Inkrafttreten wird Ende des zweiten Quartals 2016 gerechnet. Anschließend haben die betroffenen Unternehmen zwei Jahre Zeit, ihre Organisation, Prozesse und Verarbeitungen an die neuen Regelungen anzupassen. Dabei ergibt sich insbesondere für Dienstleister eine neue Rechtssituation, die insbesondere durch neue Pflichten, aber auch durch neue Haftungs- und Bußgeldregelungen geprägt ist. Dabei bemisst sich der Bußgeldrahmen auf mindestens bis zu 10 Mio. Euro.

Tückische Fallen bei Teilzeit: Formulierung des Vertrags, Ablehnung von Anträgen

Teilzeitarbeit ist seit vielen Jahren in den meisten deutschen Unternehmen weit verbreitet. Trotzdem stellen sowohl die Umsetzung einer einvernehmlichen Teilzeit in einem „Vertrag über Teilzeitarbeit“ als auch die strengen Formalia zur Ablehnung eines einseitigen Teilzeitantrags des Arbeitnehmers den Arbeitgeber vor Schwierigkeiten und Risiken.

Sachgrund bei Vertretungsbefristung: „Gedankliche Zuordnung“

§ 14 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 Nr. 3 TzBfG

1. Wird ein arbeitsunfähiger Arbeitnehmer durch eine Vertretungskraft befristet vertreten, muss der Arbeitgeber regelmäßig davon ausgehen, dass die Stammkraft nach Gesundung ihre Arbeit wieder aufnimmt. Etwas anderes gilt nur dann, wenn sie bereits vor Abschluss des befristeten Arbeitsvertrags verbindlich erklärt hat, die Arbeit nicht wieder anzutreten.

2. Der erforderliche Vertretungszusammenhang besteht auch, wenn der befristet Beschäftigte Aufgaben übertragen bekommt, die der Vertretene nie ausgeübt hat. Dies nicht nur, wenn eine mittelbare Vertretung erfolgt, sondern auch dann, wenn der Arbeitgeber rechtlich und tatsächlich in der Lage wäre, dem vorübergehend abwesenden Arbeitnehmer im Falle seiner Anwesenheit die dem Vertreter zugewiesenen Aufgaben zu übertragen.

3. Bei der sog. gedanklichen Zuordnung ist eine Dokumentation nach außen ebenso erforderlich wie die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit, dem vorübergehend abwesenden Arbeitnehmer im Falle seiner Anwesenheit die dem Vertreter zugewiesenen Aufgaben zu übertragen.

4. Durch die gedankliche Zuordnung bei Vertragsschluss legt sich der Arbeitgeber dahingehend fest, dass er den Ausfall der Stammkraft nicht mehr zur Begründung einer unmittelbaren oder mittelbaren Vertretung durch einen anderen Mitarbeiter heranziehen kann.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 11. Februar 2015 – 7 AZR 113/13

Auch eine E-Mail kann ein Teilzeitverlangen enthalten

§ 8 TzBfG; §§ 133, 157 BGB

Will der Arbeitgeber einen Teilzeitantrag unter Berufung auf betriebliche Gründe ablehnen, muss er dies dem Arbeitnehmer hinsichtlich der Verringerung und der Verteilung der reduzierten Arbeitszeit spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn schriftlich mitteilen.

(Leitsatz der Bearbeiterin)
BAG, Urteil vom 20. Januar 2015 – 9 AZR 860/13

Änderungen bei Mitarbeiterentsendung nach Frankreich

Bei einer Mitarbeiterentsendung nach Frankreich haben Unternehmer mit Sitz in Deutschland arbeits-, sozialversicherungsrechtliche und steuerrechtliche Formalitäten sowie Meldepflichten zu beachten. Eine Arbeitnehmerentsendung liegt grundsätzlich dann vor, wenn ein Arbeitnehmer auf Weisung des deutschen Arbeitgebers (entsendendes Unternehmen) vorübergehend eine Beschäftigung in Frankreich ausübt. Dabei muss die Dauer der Beschäftigung in Frankreich von vornherein bestimmt sein.

Berufsberatung.ch: Relaunch bringt mehr Funktionalitäten

Das offizielle Schweizer Informationsportal für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung wurde relauncht. Die Startseite dient nun dem Direkteinstieg in Suchläufe. Außerdem präsentiert sie die wichtigsten Rubriken und Kennzahlen, wie zum Beispiel die jeweils aktuelle Anzahl von offenen Lehrstellen in der Schweiz. Jeder Benutzergruppe wird ein Spezialeinstieg für gefilterte Informationen geboten.

EXPERTENIMPULS: Umsatz kommt von “umsetzen”, nämlich von guten Ideen und deren Umsetzung

Als ich 1989 die ersten Trainings mit der ersten patentierten Haptischen Verkaufshilfen gemacht habe, kamen die Teilnehmer hochmotiviert, zumeist mit dem Gedanken “Wenn ich heute nur eine Idee bekomme, die ich umsetzen kann, dann hat der Tag sich für mich schon gelohnt.” Wo bekam man damals gute Idee zum Verkaufen? Es gab fast nur ein Buch für Verkäufer “Lebe begeistert und gewinne” von Frank Bettger und das war von 1947. Sonst gab es keine guten Quellen. Verkäufer war noch kein Beruf, Marketing war in den Kinderschuhen. Die erfahrenen und erfolgreichen Kaufleute behielten ihre Erfolgsgeheimnisse für sich, es gab kein Internet. Kein Google, kein YouTube, kaum Seminare, keine Webinare, keine eBooks, man kam einfach nicht an gute Ideen heran. Es gab also kaum gute Ideen. Das war der Engpass von damals.

Und das war auch der Engpass der Evolution. Deshalb sind wir Menschen auch darauf geeicht, alles was wir gut oder schön finden, unbedingt machen oder haben zu wollen.

Ein juristisches Minenfeld? Generation Z

Die Generation Z ist betriebliche Realität und schafft völlig andere juristische Herausforderungen, als sie für die Generation Y gelten. Diese fundamentalen Unterschiede gilt es zu verstehen und daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, denn sonst kann sich die Generation Z zu einer explosiven Mischung aus Anspruchsdenken und Durchsetzungsmacht entwickeln.

Das Prinzip der Welle als Erfolgskonzept für das HR-Management im Mittelstand

Ein Erfahrungsbericht von Julia von Groote,
Director Human Resources bei Matrix42

Matrix42 ist ein globaler Anbieter von Software für das Arbeitsplatzmanagement. Das ursprünglich kleine, überschaubare Unternehmen hat sich über die Jahre zu einem erfolgreichen Mittelständler mit starker internationaler Ausrichtung entwickelt. 2014, als ich bei Matrix42 die Verantwortung für die HR-Agenden übernahm, präsentierte sich mir ein sehr dynamisches, heterogenes Unternehmen, das aufgrund seines raschen Wachstums mit seiner bisherigen HR-Struktur und -Ausrichtung an Grenzen gestoßen war. Ich übernahm die Aufgabe, den Personalbereich strategisch und prozessual weiter zu entwickeln sowie die operativen HR-Prozesse zu verbessern und an die neuen Anforderungen anzupassen.

Handeln lernen, um verantworten zu können

Verantwortung ist abgesehen von ihrer rechtlichen Dimension zwingend mit Handlungsvermögen verbunden. Jungen Menschen wird es leichter fallen, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie zuerst zum Handeln angeleitet werden. Führungskräfte sollten dabei im Blick haben, dass ihre Mitarbeiter an etwas gewöhnt werden müssen, dem sie selbst gegenüberstehen: Dem Handeln in unsicher erscheinenden Situationen. Wir sagen, was Handlungskompetenz bedeutet und wie Betriebe sie konkret fördern können.

Anleitung zur Verantwortung: Wie sag ich es meinem Auszubildenden?

Es gibt Themen, die spricht man nicht offen an. Gehört die Verantwortung dazu? Sicherlich. Wer würde einem Auszubildenden oder jungen Kollegen schon sagen, dass er den Eindruck macht, sich lieber einseitig ins Schlepptau von anderen zu hängen, als später selbst einmal zum Ruder zu greifen? Und wie wollte man das ansprechen oder gar Verantwortungsbewusstsein fördern? HRM.de hat Ansätze und gute Gründe zusammengetragen.

Erst Probleme verstehen, dann Verantwortungsbewusstsein einfordern

Junge Menschen, deren Leben von sozialer Benachteiligung geprägt ist, stehen dann mit der Übernahme von Verantwortung auf Kriegsfuß, wenn sie von Problemen schwerwiegend belastet werden oder den Glauben an eine gute Zukunft aufgegeben haben. Wer sie in der Ausbildung und als junge Kollegen führt und begleitet, sollte typische systemische Zusammenhänge dieser Nöte kennen. Anleitung dazu gibt unter anderem die Sozialwissenschaft.

Kolumne: Verantwortungsvolle Arbeitswelt?

Sind Sie auf Facebook? Oder bei Twitter? Wem „followen“ Sie dort und wer Ihnen? Das Folgen ist zu einer modernen sozialen Technik geworden. Fleißig setzen wir Links und Buttons, damit soziale Straßen entstehen. Ideen werden spontan in die Welt gesetzt und auch aufgegriffen. Wie umsichtig und verantwortungsbewusst handeln wir da? Sind wir im Internet und übrigens aber auch im Unternehmen ein gutes Beispiel für Verantwortungsbewusstsein gegenüber Auszubildenden und jungen Kollegen? Hier sind die größten Stolpersteine.

REZENSION | “Wer wir sind und was wir wirklich wollen”

Philipp Riederle. Wunderkind Deutschlands. Nicht der Musik, sondern der digitalisierten Welt. Geboren 1994 und Internetstar seit 2008. Inzwischen berät der Digital Native Konzerne und die Medienbranche bei ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung auf die Zukunft. In 2013 veröffentlichte Riederle ein fundiertes Buch über seine Generation. Wer sich mit dieser beschäftigt, kommt nicht umhin, diesen klugen, faktenreichen und leidenschaftlich geschriebenen Bestseller zu lesen. Er heißt: „Wer wir sind und was wir wollen“.

EUROPAs 500: Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis

ZITAT >> So lange Sie Bildung für die Struktur reservieren, werden Sie nicht weiterkommen. Das Bildungssystem muss gesprengt werden. << (Interview mit Wolfgang Helmeth | 24.10.2012) Dieser Experte (*1937) gehört zu den Wegbereitern der Weiterbildung in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Videobeitrag | Website ]

Die 5 Entscheidungen. Prinzipien für außergewöhnliche Produktivität

Und nochmal: Simplify your life. Erfüllung durch bewusstes Handeln in einer komplexen Welt – diesen Weg zeigen einmal mehr drei Autoren der Managementberatung FranklinCovey mit ihrem Buch „Die 5 Entscheidungen“, das nun in deutscher Sprache vorliegt. Selbst jene Leser, die in dieser Art von Literatur bewandert sind, wird das Buch erstaunen. Es legt nicht dar, es erzählt. Darum erscheint uns neu, was wir schon kennen. Eben weil es erzählt. Deswegen bewegt es auch. Wetten, Sie legen das Werk weg und handeln sofort anders, in welcher Situation auch immer? Die Wette gilt.

Von Kory Kogon,
Adam Merrill, Leena Rinne
Gabal Verlag, 2016
248 Seiten, gebunden, 29,90 €
ISBN 978-3-86936-695-1

Für Sie gelesen: Erfolgsfaktor Candidate Experience | Der Perspektivwechsel im Recruiting Von Maïté Ullah und Robindro Ullah

Der Ruf nach mehr Kundenorientierung im Recruiting wird in Zeiten des immer stärker bemerkbaren „War for Talents“ lauter und lauter – und doch gelingt die Umsetzung in die Praxis nur schleppend. Dass man damit nicht allein ist, zeigt Erfolgsfaktor Candidate Experience von Ullah & Ullah. Autor und Autorin liefern anhand von zehn Szenarien Beispiele, wie man’s nicht macht. Aus Fehlern (anderer) lernt man doch am besten …

Die Touchpoint Manager kommen

1. Für das Management: Ausbildung zum zertifizierten internen
Touchpoint Manager vom 19. bis 21. August 2016 in München

2. Für das Marketing: Ausbildung zum zertifizierten Customer
Touchpoint Manager vom 26. bis 28. August 2016 in München

Das müssen Sie bei der Anstellung von Flüchtlingen beachten

Wer als Unternehmen Flüchtlinge anstellen will, hat große Klippen zu umschiffen: Der Gesetzgeber hat strenge Regeln erlassen und die Anstellung von Flüchtlingen stark beschränkt. Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zeigte sich im September für eine Lockerung der Regeln zwar „offen“, im Oktober sah er dann allerdings „keinen Änderungsbedarf“. Dennoch könnte es in Kürze Bewegung geben, denn Anfang Dezember verkündete die Regierung, dass sie im Jänner über den Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge sprechen möchte. Das ist vielleicht auch dringend notwendig, denn es ist fraglich, ob die Regelung mit EU-Recht konform ist. Bis dahin bleiben Unternehmen oft nur die Anstellung von Flüchtlingen als Saisonarbeitskräfte.

MARKTKompass Startup: team|echo – der Klang der Teamstimmung

Würden Sie privat Freunden oder Ihrem Partner kritische Fragen stellen, wenn gerade dicke Luft herrscht? Oder würden Sie flockig selbst entscheiden, wie und wann Sie Einladungskarten Ihrer Familie versenden, wenn in dieser zum Anlass noch Uneinigkeit herrscht? Ihre Antwort lautet „Nein“? Dann ist anzunehmen, dass Sie auch im Umgang mit Ihrem Team dasselbe Fingerspitzengefühl besitzen. Das Stimmungsbarometer-Tool des Linzer Startups TeamEcho GmbH will Ihnen helfen, digital gestützt ein offenes Ohr für Befindlichkeiten in Ihrem Team zu haben.

Integration bedeutet: Als Mensch und Person zu wachsen

Sie haben jahrelang Prüfungen abgelegt. Sie haben sich Wissen angeeignet und erprobt, das vielen anderen Menschen fehlt. Natürlich möchten sie mit ihrer Spezialqualifikation Aufgaben lösen, für die es genau sie braucht. Viele Fachkräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland oder Österreich kommen, wollen am liebsten gleich den Stift in die Hand nehmen und anfangen. Doch zuvor müssen sie noch einiges lernen. Was und wie, haben wir das BEN Europe-Institute gefragt. Es unterstützt zugewanderte Fachkräfte aus Informatik und Ingenieurwesen sowie Unternehmen auf dem Weg ihrer Zusammenarbeit.

Die neun Abrechnungsgrundsätze der neuen Mitarbeiterrabattregeln

Mit der Steuerreform führte der Gesetzgeber ab 1. Jänner 2016 für sämtliche Berufsgruppen einen Freibetrag beziehungsweise eine Freigrenze für Mitarbeiterrabatte ein. Damit Sie die neuen Mitarbeiterregeln fehlerfrei in Ihrem Unternehmen umsetzen, sind die in diesem Beitrag beschriebenen neun Abrechnungsgrundsätze zu beachten. Urteilen Sie am Ende dieses Artikels selbst, ob die Neuregelung die erhoffte Rechtssicherheit bringt, wie Mitarbeiterrabatte abgabenrechtlich korrekt abzurechnen sind.

Was Betriebsräte dürfen

Ein Betriebsrat bringt nicht nur Vorteile für Arbeitnehmer. Auch Arbeitgeber können von einer guten Interessenvertretung der Mitarbeiter profitieren. Denn der Betriebsrat kann Klima und Kommunikation im Unternehmen verbessern. Außerdem spielt er eine wichtige Rolle bei Veränderungsprozessen. Dafür müssen Arbeitgeber auch bestimmte Kosten der Betriebsratsarbeit übernehmen und den Mitgliedern Sonderrechte gewähren. Was es rechtlich für Arbeitgeber zu beachten gilt, zeigt der folgende Beitrag.

Die 13 häufigsten Irrtümer rund um Leistungsprämien

Meist geschieht Folgendes im ersten Kalenderhalbjahr: Die Personalabteilung informiert die Leistungsträger eines Unternehmens darüber, wie hoch ihre Zielerreichungsprämie, Gewinntantieme, ihr Jahresbonus oder ihr Bilanzgeld für das Vorjahr ist. Leider passieren dabei immer wieder Fehler – und zwar sowohl bei der Berechnung des Bruttoausmaßes der Prämie als auch bei der Abrechnung dieser Bezüge. Damit Sie fehlerfrei durch den Abrechnungsdschungel kommen, informiere ich in diesem Beitrag über die 13 häufigsten Irrtümer rund um Leistungsprämien.

Kompetenzentwicklung im Arbeitsprozess und im Netz

Die überwiegende Mehrheit der Entwicklungsprogramme in Unternehmen basiert nach wie vor auf Seminaren, die viel Wissen darbieten und in Fallstudien, Rollenspielen oder anderen Übungen festigen sollen. Eines der größten Probleme dieser seminaristischen Trainings ist, dass sie zwar viele Informationen bereitstellen, aber kaum Kompetenzen entwickeln. Social Workplace Learning hingegen dient diesem selbstorganisierten Kompetenzerwerb, den Arbeitgeber gezielt unterstützen können.

Kreative Befruchtung braucht räumliche Nähe

Inspiration entsteht durch unkomplizierte Austauschmöglichkeiten. Und gegenseitige Befruchtung braucht räumliche Nähe. Jeder Gedanke wird schärfer und jeder Arbeitsschritt klüger, wenn man dies mit inspirierenden Menschen teilt.

Professionelle Auswertung einer Mitarbeiterbefragung durch die Treiberanalyse

Dass Motivation und Produktivität der Mitarbeiter unmittelbar miteinander zu-sammenhängen, gehört seit langem zu den Allgemeinplätzen der Wirtschaftspsy-chologie. Wie aber ergründet man die wahren Einflussfaktoren für Arbeitszufrie-denheit und Commitment am besten? Als bewährtes strategisches Führungs-instrument gilt die Mitarbeiterumfrage, welche – professionell angelegt – wertvol-le Aufschlüsse über maßgebliche Antriebsfaktoren der Belegschaft vermittelt.

Generation Z: Brechen die Kinder der Realität Brücken ab?

Wenn Sie oder einer Ihrer Beschäftigten dieses Jahr ein Kind zur Welt bringt, so gehört es nicht zur Generation Golf oder vielleicht Y. Es gehört zur Generation „Z“. Der Buchstabe ist – glaubt man den Arbeiten verschiedener Forscher und Nomen est Omen – offenbar Programm unter den jungen Menschen, die seit Mitte der 1990er Jahre in die Welt kamen. Viele von ihnen konzentrieren sich auf ihre eigene Welt angesichts nicht abreißender Krisen. HR-Experten wie der saarländische Prof. Dr. Christian Scholz warnen daher vor einem sozialen und wirtschaftspolitischen Schaden.

Konflikte zwischen Mitarbeitern moderieren

Soll ich in den Konflikt eingreifen? Das fragen sich Führungskräfte oft, wenn sie erkennen: Zwischen zwei Mitarbeitern ist dicke Luft. Und oft sind sie unsicher, wie sie vorgehen sollen. Vera Petersen und Reiner Voss geben hier einige Tipps für den Führungsalltag weiter.

Arbeitssicherheit: Damit der Wissensarbeiter sich nicht den Kopf zerbricht

Arbeitssicherheit. Das hat zuerst einmal etwas mit Unfallschutz, Risikoerwägung und Gesundheitsprävention zu tun. Durch das Fortschreiten der Wissensarbeit und ihre Herausforderung durch die Digitalisierung geht es heute vor allem darum, den Kopf zu schützen – das mentale Zentrum des Menschen. Dieses wiederum wurzelt in der Psyche. HRM.ch zeigt, warum das Thema weiter an Fahrt aufnimmt und verlinkt zu wirkungsvollen Schutzkonzepten.

Gut informiert mit “HR Performance” – kostenlose Leseprobe

Kürzlich tagte das Internationale Komitee zur Entwicklung von ISO-Normen für das Personalmanagement. Künftig soll es Richtlinien zu zentralen Arbeitsfeldern der Human Resource-Arbeit geben. In Kooperation mit dem Fachinformationsdienstleister DATAKONTEXT stellen wir Ihnen anlässlich der laufenden Entwicklungen eine digitale Ausgabe des deutschen Magazins „HR Performance“ zur Verfügung, die Ihnen einen Überblick über aktuelle HR-Software-Themen bietet. Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre.

Arbeitsschutz: So bauen Sie sich eine Kampagne für Ihren Betrieb

Wenn betriebliche Arbeitsschutzmassnahmen ihre Adressaten nicht erreichen, ist viel Mühe, Zeit und Geld verschenkt. Kommunikation und entsprechend grosse oder auch kleine Kampagnen platzieren die Aktionen bei den Beschäftigten. Und manches Mal bewirken sie sogar mehr als langwierige Schulungsmassnahmen oder Gespräche; wenn es sich zum Beispiel um sensible oder einfach umzusetzende Themen handelt. Wie Sie eine Kampagne für Ihren Betrieb bauen können, zeigt Ihnen die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA). Wir stellen Ihnen den Guide vor.

MARKTKompass | rexx systems GmbH – Flaggschiff im agilen HR-Software-Markt

Die rexx systems GmbH ist einer der international am besten etablierten HR-Software-Lösungsanbieter im HR-Software-Markt. Norbert Rautenberg gründete das mittelständische Unternehmen zur Jahrtausendwende und konnte laut Eigenangabe in den letzten 16 Jahren seines inhabergeführten Geschäfts Kunden in über 20 Ländern aufbauen. Wir stellen das Unternehmen im Kooperation mit dem Veranstalter der Schweizer HR-Fachmesse Personal Swiss vor.

Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutzfilme. Eine Auswahl für Ihre Praxis

Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutzfilme gibt es seit über 25 Jahren. Doch welche kennen Sie – lieber Leser – persönlich für Ihre Berufsgruppe, Ihre Tätigkeit, beziehungsweise Ihre Beschäftigten? In unserer für Sie zusammengestellten Auflistung finden Sie reichlich kostenloses Videomaterial. Dieses können Sie zur Sensibilisierung, Schulung oder Nachbereitung von Schutzmassnahmen in Ihrem Betrieb oder Unternehmen verwenden. Der Vorteil am Filmformat gegenüber schriftlichen Unterlagen: Gefahren und richtiges Verhalten werden unmittelbar nachvollziehbar.

Arbeitsschutz: Checklisten, Arbeitshilfen und Formulare

Die Adressen derer, die Fachwissen zu Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit zur Verfügung stellen, sind einschlägig und vielen HR-Profis bekannt. SUVA, EKAS und andere bieten zuverlässige Informationen in Deutsch, Französisch und Italienisch. Vielen Verantwortlichen fehlt jedoch die Zeit zur Lektüre. Wir haben für Sie aus dem weitläufigen und verzweigten SUVA-Angebot Materialien zu allgemeingültigen Themen zusammengestellt. Egal, ob im Office, am Bau, im Verkehrswesen oder in der Produktion – die Tipps und Massgaben sind für alle Beschäftigten wichtig.

Die Redaktion empfiehlt. Programmtipps zur ArbeitsSicherheitSchweiz 2016

Drei Vortrags- und Diskussionsbühnen, Keynotes, Live Show, Sicherheitsparcours, MeetingPoint, ein Ausstellungsbereich für Corporate Fashion – wir haben die zahlreichen Aktionen der dreitägigen Leitmesse ArbeitsSicherheitSchweiz 2016 (22. | 23. | 24. Juni) für Sie gesichtet und stellen Ihnen unsere Auswahl speziell für Human Resource-Manager und Gesundheitsbeauftragte vor.

Fitness-Check mit Hilfe von aussen

KMU müssen ihre Personal- und Organisationsentwicklung mit oft bescheidenen Ressourcen bewältigen. HR- wie auch Linienverantwortliche sind hier neben dem operativen Tagesgeschäft oft bis an ihre Leistungsgrenzen gefordert. Hier kann für absehbare Zeit die Expertise eines erfahrenen Ad-Interim-Managers Entlastung und konkreten Nutzen bringen.

Internationale Führung. Das GLOBE-Brevier in der Praxis

Das GLOBE-Projekt (Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit interkultureller Führungs- und Organisationsforschung. Die Herausgeber dieses Buches haben nun die Ergebnisse aus über zwanzig Jahren auf das Wesentliche zusammengefasst und für den Einsatz in der Praxis globaler Führung und Organisation aufbereitet.

Von Prof. Dr. Felix C. Brodbeck, Univ.-Prof. Dr. Erich Kirchler
und Dr. Ralph Woschée (Hrsg.), Springer-Verlag,
Berlin Heidelberg 2016, 271 Seiten, Preis: 24,99 Euro

Praxiswissen Arbeitsrecht

Welche Fragen dürfen im Vorstellungsgespräch gestellt werden und welche nicht? Wie umgehen mit Diskrimierungsvorwürfen abgelehnter Bewerber? Und was genau ist beim Mindestlohn zu beachten? RA Thomas Muschiol präsentiert in diesem Nachschlagewerk alle wichtigen arbeitsrechtlichen Themen und Fakten von der Stellenanzeige über das „Tagesgeschäft“ bis zur Kündigung.

Von Thomas Muschiol, 2. Auflage, Haufe Gruppe,
Freiburg München 2015, 684 Seiten, Preis: 49,95 Euro

HR-Software-Report 2016 | Recruiting und Talent Management im Blickfeld

In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Recruiting und Talent Management ganz oben auf der To-do-Liste vieler Personaler. Über die Hälfte der Personalexperten, die sich am HR-Software-Report 2016 beteiligten, setzen bereits Software für Recruiting und Personalauswahl ein, über ein Drittel verwendet dafür mobile Applikationen. Und nahezu alle nutzen in diesem Bereich Social Media. Dieses Ergebnis liefert die Studie „HR-Software-Report 2016“, für die das Magazin personal manager gemeinsam mit den Netzwerkportalen HRM.de, HRM.at und HRM.ch 94 Personalverantwortliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragte.

Gesundheit | Betriebsrat | Arbeitszeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Manche Jobs bringen es mit sich, dass Mitarbeiter mit Zigarettenrauch konfrontiert werden. Weil man es dem Kunden nicht verwehren möchte, muss auch der Beschäftigte, ob er möchte oder nicht, mitziehen. Das Bundesarbeitsgericht hat dem mit einem Urteil nun Rechnung getragen. Lesen Sie wie und Weiteres in dieser Zusammenstellung.

Immer mehr Studierende machen mit Erasmus+ ein Auslandspraktikum

Neben den Auslandsstudienaufenthalten fördert Erasmus+ auch Auslandspraktika. Fast 7.500 deutsche Studierende machten von dieser Möglichkeit Gebrauch – rund 18 Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2013/2014. Das berichtet der Deutsche Akademischen Austausch Dienst (DAAD).

Betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat mit Urteil vom 29.10.2015 (4 Sa 951/14 – Revision wurde zugelassen) über die betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit entschieden. Der Arbeitnehmer war als Sicherheitsingenieur/-techniker für den Bereich Arbeitssicherheit seit 2008 bei einem Industrieunternehmen beschäftigt. Nachdem die Unternehmerentscheidung getroffen worden war, neben weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen auch den Bereich Arbeitssicherheit zu schließen und die Dienstleistungen auf einen externen überbetrieblichen Dienst zu übertragen, war dem Kläger betriebsbedingt gekündigt worden.

Behinderung: Kein Abschlag auf Sozialplanabfindung wegen Rentennähe

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte zu entscheiden, inwiefern ein schwerbehinderter Mitarbeiter, welcher kurz vor der Rente steht, bei einer Sozialplanabfindung einen Abschlag hinzunehmen hat. Wäre dies eine Benachteiligung? Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitgeber eine Betriebsabteilung stillgelegt und im Zuge dessen das Arbeitsverhältnis mit einem schwerbehinderten Mitarbeiter bei gleichzeitiger Zahlung einer verminderten Abfindung beendet.

Betriebsrat steht generell kein separater Telefon- oder Internetanschluss zu

Ihr Betriebsrat ist generell in Sorge, dass er bei Telefongesprächen oder beim Surfen im Internet von Ihnen abgehört und überwacht werden könnte? Und zwar weil seine Anschlüsse über Ihren Server, beziehungsweise Ihre Telefonanlage laufen? Sie müssen keineswegs aktiv werden, wie nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) im April 2016 entschied.

Duale Studenten können um Berufsausbildungsbeihilfe ansuchen

Auszubildende, die ein duales Studium absolvieren, können Berufsausbildungsbeihilfe in Anspruch nehmen. Zumindest dann, wenn der Hauptteil der Ausbildung vor dem Studium stattfindet. Selbstredend müssen die üblichen Voraussetzungen für eine derartige Förderung vorliegen. Diese für alle Betroffenen positive Entscheidung hat jüngst das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz gegenüber der Bundesagentur für Arbeit getroffen.

Stark verdreckte Arbeitskleidung bitte ausziehen

Immer wieder wird in der Praxis darüber gestritten, ob und wie Umkleidezeiten für Mitarbeiter zu vergüten sind. Ein neues Urteil deckt nun auch solche Fälle ab, in denen ein Beschäftigter genötigt wäre, mit sehr auffälliger Arbeitskleidung den Weg zum Job anzutreten oder sogar in stark verschmutzter Kleidung Wege auf sich zu nehmen. Das Landesarbeitsgericht Hessen sah nur eine Lösung: Ausziehen. Der Arbeitgeber hat zu zahlen.

Demographie Netzwerk: Flexi-Rente – Berufsausstieg fühlt sich weniger wie Fallbeil an

Deutschland geht seit dem 10. Mai eine von zahlreichen heiligen Kühen in seinem Sozialsystem an, die auf allzu glattem Eis stehen. Gemeint ist das Renteneinstiegsmodell. Laut Medienberichten legte die Große Koalition ein Reformpaket vor, demzufolge Beschäftigte mit einem Alter von 63 Jahren in naher Zukunft neben einer Teilzeitrente so in Teilzeit arbeiten können, dass ihnen mehr Geld bleibt. Ziel der sogenannten „Flexi-Rente“: Altersarmut mildern, beziehungsweise verhindern, Knowhow in Unternehmen halten und das Sozialsystem entlasten. Das Demographie Netzwerk (ddn) begrüßt die politische Initiative.

Tipp: Geld vom Integrationsamt für Homeoffices von behinderten Mitarbeitern

Wer im Homeoffice arbeitet, muss über genügend Selbstdisziplin verfügen, um sich selbst zu organisieren. Viele behinderte Menschen haben darin ein Talent entwickelt. Für sie kann ein Arbeitsplatz daheim optimal sein, weil er ihnen den Alltag erleichtert. Die Integrationsämter sind bei der Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen gerne behilflich. Lesen Sie dazu mehr im Sozialrechtstipp von Rechtsanwältin Cornelia Oster.

Elternzeit | Arbeitsvertrag | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Dieser Newsfeed stellt Ihnen unter anderem zwei Urteile des obersten deutschen Arbeitsgerichtes vor, die Sie beachten müssen, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, die in Elternzeit gehen. Eine weitere Entscheidung des Arbeitsgerichtes Bonn dürfte für die Unternehmen interessant sein, die Arbeitnehmer kündigen wollen, obwohl diese auf einem anderen Arbeitsplatz zu wesentlich geringerem Entgelt weiterbeschäftigt werden könnten.

Safe-Harbor-Abkommen zwischen EU und USA ungültig

Art. 7, 8, 47 Charta der Grundrechte der
Europäischen Union; Art. 25, 28 Richtlinie 95/46/EG

In den USA ist kein hinreichendes Datenschutzniveau i. S. d. EU-Datenschutzrichtlinie gewährleistet. Eine Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA auf Grundlage der sog. Safe-Harbour-Entscheidung der EU-Kommission ist daher künftig nicht mehr möglich.

(Leitsatz des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 6. Oktober 2015 –
C-362/14 (Schrems)

Betriebliche Übung bei unterschiedlichen Sonderzahlungen

§§ 133, 157, 145, 151, 307 BGB

1. Ein verbindliches Angebot des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer wiederholt eine Sonderzahlung zu gewähren, liegt vor, wenn der Arbeitgeber eine als solche bezeichnete Leistung vorbehaltslos dreimal hintereinander jeweils zum gleichen Zeitpunkt ausgezahlt hat.

2. Dies gilt auch, wenn die Auszahlungen in unterschiedlicher Höhe erfolgt sind. An der gegenteiligen früheren Rechtsprechung wird nicht festgehalten.

3. Die synallagmatische Verbindung zwischen Arbeitsleistung und Sonderzahlung wird durch deren Anknüpfen an das erreichte Betriebsergebnis nicht infrage gestellt, so dass eine solche Vergütung nicht vom Bestand des Arbeitsverhältnisses am 31.12. abhängig gemacht werden kann. Bei vorzeitigem Ausscheiden ist sie anteilig zu gewähren.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 13. Mai 2015 –
10 AZR 266/14

Österreich Werbung setzt auf Eigenverantwortung – vom Lernkonsum zum TUN

Unbeständige Marktumgebungen, hohe Internationalisierung, sich stetig verändernde Erwartungen an Führungskräfte und eine zunehmende Virtualisierung der Arbeitswelt – die nationale Tourismusorganisation Österreich Werbung ist wie viele weltweit agierende Organisationen mit Rahmenbedingungen konfrontiert, die exemplarisch für unsere Zeit sind. Für die Entwicklung der Führungskräfte, die an verschiedenen Standorten tätig sind und über ganz unterschiedliche Führungserfahrung verfügen, sind klassische Trainingsformate kaum geeignet. In Kooperation mit dem Beratungsunternehmen hrdiamonds hat sich die Österreich Werbung deshalb für ein Lernkonzept entschieden, das auf selbstorganisiertes, praxisnahes Lernen setzt und aktuelle Ansätze wie Design Thinking und moderne Hirnforschung integriert.

Über die Anforderungen an Führungskräfte heute und in der Zukunft – Christof Kerscher im Gespräch mit dem HR Interim-Manager Peter Hoyer

In Bezug auf HR Interim-Management treffen beim Thema „Führung“ immer mindestens zwei Punkte zusammen: Die von uns vermittelten Personalmanager übernehmen meist in den Einsätzen Führungspositionen (sofern nicht für fachliche Spezialprojekte eingesetzt). Gleichzeitig müssen sie kraft ihres Amtes als Personalleiter für die Führungskräfte des Einsatzunternehmens da sein: Sie müssen sie rekrutieren, weiterentwickeln, beraten. HR Interim-Manager sind also wahre Führungskraft-Experten, fachlich mit einem guten Werkzeugkoffer ausgestattet und jeder Menge eigener Führungserfahrung.

Darüber und über die Anforderungen an Führungskräfte heute und in der Zukunft spreche ich mit dem langjährigen HR Interim-Personalleiter Peter Hoyer.

Interim-Manager oder Berater? Alles zu seiner Zeit! Ein Gespräch mit einem Auftraggeber.

Dr. Tobias Berblinger war einst selbst Unternehmensberater und verantwortete im Laufe seiner Karriere Aufgaben und Funktionen auch interimistisch. Heute greift er als Auftraggeber immer wieder auf Externe zurück – ein idealer Ansprechpartner also, wenn es darum geht, die Motivation sowohl eines extern Eingesetzten, als auch die des Kunden zu beleuchten.

Spezial – bAV: Eine für alle? Einführung einer „Deutschland-Rente“ brächte keine Vorteile

Die hessischen Staatsminister Al-Wazir (DIE GRÜNEN), Grüttner (CDU) und Dr. Schäfer (CDU) haben am 22. Dezember 2015 ein Konzept mit dem Titel „Die Deutschland-Rente – Staat soll zentralen Rentenfonds organisieren“ zur Diskussion gestellt. Der Vorschlag hat zum Ziel, die kapitalgedeckte zusätzliche Altersvorsorge zu stärken. Er sieht vor, dass der Staat künftig ein „einfaches, kostengünstiges Standardprodukt für jedermann“ anbieten soll. Hierfür soll ein zentraler Rentenfonds aufgebaut werden, in den alle Arbeitnehmer verpflichtend Teile ihres Netto-Gehalts einzuzahlen haben.

Spezialist für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz – höhere Berufsbildung geplant

Bis Ende Mai können Organisationen, Verbände und Institutionen beim Verein höhere Berufsbildung ASGS an einer Vernehmlassung zur Berufsprüfung „Spezialist / Spezialistin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) mit eidgenössischem Fachausweis“ teilnehmen. Die Organisation möchte damit für dieses Berufsbild eine höhere Berufsbildung vorbereiten.

Monitoring für Überlassungsdauer als Antwort auf Referentenentwurf

Am vergangenen Mittwochabend hat sich der Koalitionsausschuss im Bundeskanzleramt darauf geeinigt, dass der im Februar vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegte Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes in Kürze vom Bundeskabinett beschlossen werden soll

HR4YOU-RPO und HGBD ein Vorsprung an Know-How

“Wir haben mit der Einführung von HR4YOU einen Workflow erhalten, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nicht nur in der Personalabteilung – von vorteilhaftem Nutzen ist.” Ingrid Maßwig, Geschäftsführerin der Charité CFM Facility Management GmbH.

Es ist eine weitere Erfolgsgeschichte aus dem Hause HR4YOU. Diesesmal in Zusammenarbeit mit der Hanseatischen Gesellschaft für Bewerberdatenschutz. HR4YOU stellt die Software bereit damit die HGBD das Recruiting für die CFM GmbH erfolgreich vorantreiben kann. Aber lesen Sie die Erfolgsgeschichte am besten selbst.

Update Urlaubsrecht | Stand der Rechtsprechung

In Sachen Urlaubsbearbeitung sind immer die groben Linien das BAG zu beachten. Dies gilt namentlich vor dem Hintergrund, dass bereits vor dem Berichtszeitraum die Klassifizierung des Urlaubs- und des Urlaubsabgeltungsanspruchs erheblich in Bewegung geraten ist. Der Beitrag knüpft an den Aufsatz von Bartz/Stratmann in der Zeitschrift Arbeit & Arbeitsrecht Nr. 6/13, S. 348 ff. an.

WORK LIFE _016 LAGEBILD ZUR VEREINBARKEIT IN ÖSTERREICH

Die Studie wurde bereits zum vierten Mal erstellt und gibt Aufschluss über die Entwicklung der Vereinbarkeitsthemen seit 2007.

Erstmals verdrängt Work-Life-Balance die attraktive Bezahlung von Platz 1! Online wurden 1.039 Arbeitnehmerinnen und Führungskräfte befragt, um ein klares Bild bezüglich der Bedürfnisse und Wünsche rund um dieses Themenfeld zu generieren.

Ein Tag im Home-Office – das Beispiel mit gratis eBook

Jeder zweite Deutsche würde gerne von zu Hause oder einem anderen Ort als seiner Firma aus arbeiten, wenn der Arbeitgeber dies erlauben würde.

Das ergab eine aktuelle Ipsos-Studie. Und tatsächlich haben viele Chefs heute nichts mehr dagegen, dass ihre Beschäftigten teilweise im Home-Office tätig sind. Eine Rufumleitung ist schnell installiert, übers Internet kann der Mitarbeiter jederzeit auf den Firmenserver zugreifen.

Education Hacking: Trend schreibt Bildungslandkarte um

Education Hacking ist eine Bewegung aus dem englischsprachigen Raum. Ausbildungen und Studien kosten dort zum Teil ein Vermögen. Und wie auch in der EU stehen Institutionen unter hohem Sparzwang, müssen aber gleichzeitig internationale Standards gewährleisten. Das ruft bei Schülern und Studenten Unmut hervor; zumal ein guter Bildungsabschluss noch lange keinen gut bezahlten Job oder eine Karriere garantiert. Kein Wunder also, dass so mancher Bildungswillige nach Auswegen sucht, um Kosten und Zeit zu sparen. Tatsächlich gibt es eine Alternative, und die ist auch für Arbeitgeber spannend.

Open Educational Resources: Materialien für die Weiterbildung in Eigenregie

Laut einer Erhebung der Wikimedia Deutschland e.V. werden sogenannte Open Educational Resources (OER) – zu Deutsch „Offene Bildungsressourcen“ – außerhalb des Bildungssektors bislang wenig verwendet. Dass in ihnen jedoch großes Potential steckt, davon ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung überzeugt; weswegen es diverse Forschungsprojekte mit mehreren Millionen Euro fördert. Wir stellen das Thema vor und zeigen, was Sie im Umgang mit OER für Ihre eigene Verwendung oder in der Personalentwicklung beachten sollten.

Open Educational Resources: Links, Adressen und Provider

Wer Open Educational Resources (OER) für sein Selbststudium oder in der beruflichen Weiterbildung nutzen möchte, steht noch vor einem Wust an Adressen und Angeboten. Laufend entstehen neue freie Bildungsressourcen, tauschen sich seine User aus, überarbeiten Provider ihre Datenbanken. Noch ist es für Laien und Einsteiger nicht einfach, in diesem wenig kartographierten Feld gute Materialien zu finden. Wir haben speziell für Human Resources spannende OER zusammengestellt.

Mehr als nur abgefilmte Vorlesung: Massive Open Online Courses

Akademische Bildung ist heute kein reines Elitengeschäft mehr. Hochschulen haben sich Berufstätigen in den letzten Jahren zunehmend geöffnet, die keinen entsprechenden Bildungsabschluss besitzen. Den größten Meilenstein legte der Sektor jedoch mit Massive Open Online Courses. Diese zumeist kostenfreien Online-Kurse und Vorlesungen ermöglichen es buchstäblich jedem Interessenten, sich fortzubilden. Für die Personalentwicklung eröffnet sich damit eine günstige Bildungsschiene.

EUROPAs 500: Thomas Sattelberger

ZITAT >> Beim Thema Diversity, also der Vielseitigkeit der Mitarbeiter, und bei der Debattenkultur sehe ich 90 Prozent Programme und zehn Prozent gelebte Kultur. Es geht ja nicht nur darum, gleiche Chancen für Frauen und Männer, internationale Mitarbeiter, oder Beschäftige unterschiedlicher Altersgruppen zu schaffen. Es geht doch am Ende darum, dass das Unternehmen von einer Vielfalt von Blickwinkeln und Einschätzungen profitiert und neue Ideen fördert – übrigens jenseits von Stechuhren und starren Regeln. Kreativität tickt ja auch anders als viele Gewerkschaften. (Sattelberger | 20.02.2016 | Interview | Generalanzeiger Bonn) << Dieser Experte (*1949) gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Videobeitrag | Bestseller ]

Spezialisten führen

Wissen von Spezialisten hat schon etlichen Firmen entscheidende Erfolgsvorteile gebracht. Den in der Regel exzellent qualifizierten Mitarbeitern ist dies durchaus bewusst, weswegen sie gegenüber Führungskräften oft betont selbstbewusst auftreten. Doch auch wenn Manager inhaltlich nicht auf Augenhöhe mit Spezialisten sein sollten, so gibt es doch viele Maßgaben, unter denen eine einvernehmliche Führung möglich wird.

Kolumne: Lernende Organisationen gibt es nicht

Lernende Organisationen gibt es nicht!? Sagen einige. Lernen könnten nur Individuen. Falsch ist das nicht. Doch sagen das gerne die, die lieber Strukturen ändern oder Prozesse anlegen ohne ernsthaft darüber nachzudenken, wie sich Menschen darin zurechtfinden. Von denen, die einfach nur Zahlenziele vorgeben, ohne das Geschäft bis in die Umsetzung hinein zu verstehen, wollen wir hier gar nicht reden.

Webinarreihe: Das müssen Sie wissen, wenn Sie OER selbst erstellen

Das EU-Projekt OERup! fördert die Verbreitung von Open Educational Resources (OER) in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Geleitet wird es von der MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft. Zusammen mit Partnern wie der Offenen Universität Katalonien UOC in Barcelona sowie dem Weiterbildungsinstitut von England und Wales NIACE in Leicester betreibt die MFG unter anderem ein Wissensportal. Dieses bietet eine aufgezeichnete Webinarreihe über die Erstellung von OER kostenlos an. Trainer, Dozenten und Personalentwickler erfahren, was sie dabei beachten müssen.

Rechtliche Fallstricke bei der Verrichtung von Home Office-Arbeit

Home Office-Arbeit erfreut sich nicht nur bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer grösserer Beliebtheit. Gleichermassen sehen Arbeitgeber in dieser Form der Arbeitsverrichtung ein enormes Potential, um die zu leistende Arbeit örtlich flexibel zu gestalten und auf diese Weise die Produktivität zu steigern und damit auch die Lebensqualität ihrer Mitarbeitenden zu erhöhen. Vielfach geht dabei allerdings vergessen, dass die Arbeit im Home Office eine Reihe rechtlicher Risiken birgt. Dieser Artikel bietet eine Übersicht über die wichtigsten Problemfelder bei Home Office-Arbeit und zeigt auf, wie diese geregelt werden können.

Autogenes Training & Lernen: Die persönliche kleine Auszeit

Lebenslanges Lernen heisst, aus dem Hamsterrad des Informationsflusses nicht rauszukommen. Ständig Neues zu verarbeiten, Infos zu verknüpfen und Ergebnisse einzuordnen ist eine indiskutable Notwendigkeit unserer Zeit. Kein Wunder, wenn es sich manchmal anfühlt, als würde sich der Kopf knäueln. Wir haben mit Verena Bürkler über eine wirksame Methode für die innere Balance gesprochen. Sie ist Trainerin für Autogenes Training. Im Interview stellt sie Grundsätze vor und verrät, was sie selbst an den Übungen begeistert.

Gefährdungsbeurteilung psychsiche Belastung – neben gesetzlicher Pflicht DIE Chance zur Steigerung der Mitarbeiterbindung & Arbeitgeberattraktivität

Trotz diverser Handlungshilfen (GDA-Broschüre zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen, IAG-Report 32 (Paridon, 2014), Positionspapier (Wiegl et.al., 2015), haben nur 16 % aller deutschen Betriebe eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung, die körperliche als auch psychische Arbeitsbelastungen umfasst, durchgeführt (Ahlers, 2015). Unternehmen sehen sich mit dieser Aufgabe angesichts der Vielzahl von Verfahren und Umsetzungsmöglichkeiten häufig überfordert – dabei steckt in der Analyse der erlebten Belastungs- und Ressourcensituation der Mitarbeiter großes Potential zur Stärkung der Mitarbeiterbindung, Erhöhung der Arbeitsgeberattraktivität und damit die Schaffung von leistungsfähigen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg.

hr-software aktuell 2016 | Das Nachschlagewerk für IT im Personalwesen

In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Recruiting und Talentmanagement ganz weit oben auf der Todo- Liste vieler Personalisten. Über die Hälfte der Personalexperten, die sich am HR-Software-Report 2016 beteiligten, setzen bereits Software für Recruiting und Personalauswahl ein, über ein Drittel verwendet dafür mobile Applikationen. Und nahezu alle nutzen in diesem Bereich Social Media …

Dieses Ergebnis liefert die Studie „HR-Software- Report 2016“, für die das Magazin personal manager gemeinsam mit den Netzwerkportalen HRM.at, HRM.de und HRM.ch 94 Personalverantwortliche aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragte.

MARKTKompass HR-Start-up: repeat mobile

Sie setzen noch wenig auf E-Learning und mehr auf Präsenztrainings oder -schulungen? Digitale Formate spielen in Ihrem Unternehmen beim learning on the job noch keine große Rolle? Aber Sie und Ihre Beschäftigten nutzen fleißig Smartphones? Dann ist „repeat mobile“ eine App, mit der Sie Ihre Weiterbildungsprozesse einfach fördern können. Personalentwickler, Trainer und Coaches unterstützen mit dem Tool Lernende darin, Stoff regelmäßig zu wiederholen und ihren Wissensstand zu testen.

Verspätungen bei Geschäftsreisen: Arbeitgeber erhält Schadensersatz

Arbeitgeber bekommen Schadensersatz bei Verspätung, dies wurde jetzt in einem Urteil entschieden. Kommt es bei Geschäftsreisen zu Verspätungen, können dem Arbeitgeber zusätzliche Ausgaben entstehen. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH C-429/14) hat jetzt in einem Urteil entschieden, dass der Arbeitgeber diesen Schaden von der Fluggesellschaft zurückfordern kann.

Bundesrat bewilligt mehr Geld für Meister-BAföG

Der Bundesrat hat einer Gesetzesnovelle (AFBG) für das Meister-BAföG zugestimmt. Damit werden all jene noch besser finanziell unterstützt, die sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Betriebswirt oder staatlich geprüften Erzieher fortbilden. Als Grund für die bewilligten höheren Fördersätze gibt der Bundesrat an, die Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Fortbildung verbessern zu wollen. Die Änderungen gelten ab 01. August 2016.

Arbeitszeit- oder Zeitwertkonten: Keine verdeckte Gewinnausschüttung

Der Bundesfinanzhof hat mit einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden, dass sich das Aufgabenbild eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH nicht mit einer Vereinbarung verträgt, die es dem Betreffenden ermöglicht, im Rahmen seiner Tätigkeit Stunden zu Gunsten einer späteren, vergüteten Freizeit zu sammeln. Dabei ist es irrelevant, ob die Gutschrift während der Ansparphase in Zeiteinheiten erfolgt oder in Form eines Wertguthabens.

Bundesgerichtshof trifft Grundsatzentscheidung zu Parkplatzunfällen

Ein Mitarbeiter besucht einen Kunden mit dem Geschäftswagen seines Arbeitgebers. Er stellt ihn auf einem privaten, aber öffentlich zugänglichen Parkplatz ab. Nach dem Geschäftstermin steigt er in den Wagen und parkt zeitgleich mit einem anderen Autofahrer aus. Es kommt zur Kollision. Derlei ärgerliche Szenen beschwören im Alltag Streit herauf, der nicht einfach zu klären ist: Wer hat wem Schaden zu zahlen? Eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) bietet neue juristische Leitplanken.

Gewerkschaftsaustritte lassen sich nicht incentivieren

Wäre eine Reinigungsfirma mit ihrer Mitarbeiterprämie für einen Gewerkschaftsaustritt vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen erfolgreich gewesen, dann hätte sie sicherlich viele Nachahmer gefunden. So aber wurde das Unternehmen offiziell ausgebremst. Das Gericht entschied im März 2016 per Eilverfahren: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten, die Mitglied bei Gewerkschaften sind, kein Geld zahlen, damit diese austreten.

Arbeitskontrolle: Allgemeine Äußerung fällt unter Meinungsfreiheit

Wie das Justizministerium Nordrhein-Westfalen auf seinem Onlineportal „Justiz-Online“ mitteilt, ist eine allgemeine Äußerung eines Mitarbeiters darüber, dass sich die Überwachungsverhältnisse in seinem Betrieb so bedenklich gestalten wie in einem totalitären System, kein Grund für eine außerordentliche Kündigung. Es gilt die Meinungsfreiheit. Dies hatte Anfang März 2016 das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden.

Zahl der ausländischen Studierenden steigt weiter

Im Studienjahr 2015 waren 321.569 junge Menschen aus dem Ausland in Deutschland immatrikuliert. Das ist eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Ein Großteil (73,3 Prozent) davon waren sogenannte Bildungsausländer. Das sind Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben.

Personalkennzahlen und Reporting: Nutze die Zahlen! | SPEZIAL

Die Bedeutung von Personalkennzahlen im Lichte des Unternehmenserfolgs

Wer in einem Unternehmen wichtige Entscheidungen trifft, ist auf eine verlässliche Datenbasis und auf aussagekräftige Analysen angewiesen. Die notwendigen Daten stammen – je nach fachlichem Hintergrund des Themas – aus den verschiedensten IT-Systemen, die im Unternehmen eingesetzt werden. Bei allen strategisch wichtigen Entscheidungen werden auch Informationen über das verfügbare oder benötigte Personal gebraucht. Ob es um die Produktionsplanung für das nächste Jahr geht, um die Planung von Büroflächen, um das Controlling der Kosten oder um den Personalbedarf der Zukunft: Ohne detaillierte Informationen über die Mitarbeiter können die hierfür erforderlichen Entscheidungen nicht fundiert getroffen werden.

Herausforderung für Arbeitsrecht und Datenschutz: Smartphones im Betrieb

Im Jahr 2015 gab es in Deutschland rund 113,5 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Ein Smartphone dürfte also fast jeder und dieses fast immer und überall dabei haben. Wenn es klingelt oder vibriert, wird regelmäßig reagiert – auch im Betrieb und während der Arbeitszeit. Mit den Geräten kann nicht nur telefoniert, fotografiert und gefilmt, sondern auch navigiert, gegoogelt, getwittert, gebloggt und gemailt werden.

Gehaltsspiegel: IT-Fachkräfte nach wie vor im Aufwind

Dass IT-Fachkräften als digitalen Transformationsarchitekten der Wirtschaft die Zukunft gehört, zeichnet sich nicht zuletzt an ihren Gehaltsabrechnungen ab. Das ergibt sich aus einer aktuellen Gehaltsübersicht des Personalvermittlers Robert Half. Begünstigend wirkt auch, dass sich die Arbeitslosenzahlen nach wie vor auf niedrigem Stand bewegen. Arbeitgeber müssen also mehr Geld in die Hand nehmen, um Professionals zu halten oder anzuwerben.

Diskriminierung eines Behinderten: Ausschluss vom Sozialplan

Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG; §§ 1, 3 Abs. 1 AGG;
§ 75 Abs. 1 BetrVG; § 43 Abs. 1 Satz 2 SGB VI

1. Die Betriebsparteien haben bei der Ausgestaltung betrieblicher Vereinbarungen auch dann einen weiten Beurteilungsspielraum, wenn es um die Verteilung begrenzter Mittel für Abfindungen bei Betriebsschließungen geht.

2. Behinderte Menschen können durch den Ausschluss von einem Sozialplan in unzulässiger Weise i. S. d. Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG benachteiligt werden, wenn dies nicht durch eine spezifische Förderungsmaßnahme hinlänglich kompensiert wird, was aufgrund einer Gesamtwürdigung im Einzelfall zu entscheiden ist.

3. Die Entscheidung der Betriebsparteien, denjenigen Mitarbeitern keine Abfindung zu zahlen, die nach dreijähriger arbeitsunfähig bedingter Abwesenheit eine befristete Erwerbsminderungsrente erhalten, überschreitet nicht die Grenze des zulässigen Beurteilungsspielraums.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom
25. März 2015 – 1 BvR 2803/11

Urlaubsdauer bei kurzfristiger Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses

§§ 2, 4, 5, 7 BurlG

1. Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses entsteht nach § 7 Abs. 4 BUrlG ein Anspruch auf Abgeltung des wegen der Beendigung nicht erfüllten Urlaubsanspruchs.

2. Wird danach ein neues Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber begründet, ist dies i. d. R. urlaubsrechtlich eigenständig zu behandeln.

3. Der volle Urlaubsanspruch wird erst nach (erneuter) Erfüllung der Wartezeit des § 4 BUrlG erworben.

4. Der Teilurlaub berechnet sich grundsätzlich eigenständig für jedes Arbeitsverhältnis.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 20. Oktober 2015 –
9 AZR 224/14

Trennung | Erwerbsunfähigkeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Kennen Sie das Windhundprinzip? Im Alltag begegnen Sie ihm auf Schritt und Tritt. Es lautet: Wer zuerst kommt, der malt zuerst. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat jüngst entschieden, dass diese Regel auch auf Abfindungsprogramme angewendet werden darf. Details dazu sowie weitere Urteile lesen Sie in diesem Newsticker.

Tarifliche Ausschlussfrist | Betriebsrat | Leiharbeit | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Die Debatte darüber, wie Leiharbeitnehmer gegenüber Stammbeschäftigten zu entlohnen sind, reißt nicht ab. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes befasst sich mit dem so genannten Equal Pay-Grundsatz. Demnach muss sich die Entlohnung von Zeitarbeitern an den Bedingungen beim Entleiher orientieren. Wir stellen Ihnen die Entscheidung vor. Drei weitere Urteile informieren Sie zu anderen aktuellen Entscheidungen aus dem Vormonat.

Praxisbeispiel Mitarbeiterbindung

Das soeben neu erschienen Buch Mitarbeiterbindung von Gunther Wolf – vor drei Jahren als Managementbuch des Jahres ausgezeichnet – wurde u.a. um ein Praxisbeispiel Mitarbeiterbindung erweitert.

Betriebsverfassungsgesetz

Der von Prof. Dr. Reinhard Richardi herausgegebene Standardkommentar erscheint – seit 1952 – in der nunmehr 15. Auflage. Die Bearbeiter sind anerkannte Experten aus Wissenschaft (Richardi, Thüsing, Maschmann) und Anwaltschaft (Annuß, Forst), wobei für die 15. Auflage Maschmann und Forst neu hinzugekommen sind. Das Werk ist ebenso etabliert wie renommiert, wie zahlreiche Zitierungen belegen.

Von Prof. Dr. Reinhard Richardi (Hrsg.),
15., neu bearbeitete Auflage,
Verlag C. H. Beck, München 2016,
2.487 Seiten, in Leinen, Preis: 169 Euro

Die Zukunft gehört der Kooperation! … und was wir dabei von Frauen und Männern lernen können

Gerd Langer hat vor einer Woche den Job des Logistikleiters übernommen. Er weiß gerade nicht, wo ihm der Kopf steht. Eine Flut von Aufgaben überschwemmt ihn. Ganz besonders stresst ihn die Erkenntnis, dass das Logistiklager zu klein ist, um den Ansprüchen der Geschäftsleitung gerecht zu werden. Eine Erweiterung ist aber nicht möglich und der Neubau ein Projekt, das nicht auf großen Zuspruch stoßen wird. Jetzt teilt ihm seine Assistentin mit, dass in der darauf folgenden Woche die Einweisung der Studenten stattfinden soll. „Praktikanten“ fragt er? „Nein, es geht um die Kooperation mit der Universität, die ihr Vorgänger in die Wege geleitet hat.“ Einer der Professoren hatte wohl die Idee, dass seine Logistik-Studenten ihre Arbeiten besser auf reale Probleme ausrichten denn auf Studienaufgaben, die sich der Professor ausdenkt. Der bisherige Logistikleiter war bereit, das zu unterstützen und bewegte die Geschäftsleitung, einen entsprechenden Kooperationsvertrag zu unterschreiben. Für Langer gibt es also keinen Ausweg, er muss diese halbtägige Veranstaltung durchführen und die Studenten mit Fragestellungen aus der Logistik versorgen. Für ihn ist das Verschwendung seiner Zeit und er verspricht sich davon gar nichts. „Wie sollen Studenten ohne Praxiserfahrung innerhalb so kurzer Zeit die spezielle Situation des Unternehmens erfassen. Und wenn sie dann mit ihren Theorien ankommen, sind diese doch eh nicht umsetzbar“, regt er sich auf. Am liebsten würde er einen seiner Mitarbeiter darauf ansetzen. Da das Thema aber so hoch aufgehängt ist, traut er sich das nicht. Zum Glück hat sein Vorgänger wenigstens schon ein paar Themen skizziert. Darunter auch der Raumengpass. „Lachhaft, wer ein bisschen Ahnung hat, weiß, dass da nur ein Neubau in Frage kommt. Und den bekomme ich nicht durch.“

Typisch Mann, werden jetzt einige Frauen denken. Meinen, immer, dass sie alles besser wissen. Tatsächlich überschätzen Männer tendenziell ihre eigenen Fähigkeiten und unterschätzen gleichzeitig die Fähigkeiten anderer Menschen. Deshalb übersehen sie Kooperationschancen. Frauen hingegen haben häufig weniger Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten als in die ihrer Umwelt. Deshalb sind sie offen für Zusammenarbeit, verpassen dabei aber oft, ihre Ideen auch überzeugend auszudrücken und durchzusetzen.

Steuerliche Abzugsmöglichkeiten von Kinderbetreuungskosten (update)

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Unternehmen genauso ein Anliegen wie für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die Möglichkeit beider Elternteile eine Berufstätigkeit auszuüben, spielt die optimale Kinderbetreuung während der Arbeitszeit eine wichtige Rolle. Im Nachfolgenden finden Sie eine Übersicht, erstellt durch die IHK Stuttgart, welche Unterstützung das Steuerrecht für die Berücksichtigung der hierbei entstehenden Kosten bietet. Dabei werden die Möglichkeiten der Abzugsfähigkeit der entsprechenden Kosten von der „privaten“ Steuer der Eltern ebenso dargestellt wie die steuerliche Behandlung von Arbeitgeberzuschüssen. Mit Blick darauf, dass sich die gesetzliche Lage ab dem Veranlagungsjahr 2012 geändert hat, wird hierbei nach alter Rechtslage (bis einschließlich Veranlagungsjahr 2011) und neuer Rechtslage (ab dem Veranlagungsjahr 2012) unterschieden.

Personalkosten stehen im Fokus

Es gibt eine neue Herausforderung für Schweizer Unternehmen mit Spezialisten und Expatriates aus dem Ausland: Die neue ExpatriatesVerordnung (ExpaV).

[Auszug]
Schweizer Unternehmen sind gut beraten, wenn sie sich in bestimmten Bereichen auf Gesetzes- und Verordnungsänderungen mit Wirksamkeit ab 2016 vorbereiten. Eine davon ist die neue Fassung der Expatriates-Verordnung (ExpaV), publiziert Anfang 2015 mit Gültigkeit ab Januar 2016. Begleitend dazu wurde im August dieses Jahres eine neue Fassung der Wegleitung zum Lohnausweis veröffentlicht, die verschiedene Änderungen für 2016 vorsieht und auch einzelne Bestimmungen aus der ExpaV 2016 umsetzt.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 4, Winter 2015

Der mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatz

Der mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatz ist ein Thema, dem wir uns im Arbeitgeber- und Mitarbeitermagazin schon oft und von allen Seiten genähert haben. Während sich Wissensarbeiter über volle Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit, freuen, genießen Bandarbeiter vielleicht eher ein bisschen grün in ihrer Pause in der Kantine. Im Kern geht es beim mitarbeiterfreundlichen Arbeitsplatz vor allem um die Arbeitszeit, den (optimalen) Arbeitsort sowie die (perfekte) Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Warum es wichtig ist, sich um die Mitarbeiter zu kümmern

Mitarbeiter sind unterschiedliche Wesen: Die einen suchen nach Herausforderungen, die anderen verstehen sich als emsige Arbeitsbienen. Wie diese Charaktere zu motivieren sind, zeigt Mitarbeiterbindungsexperte Gunther Wolf in seinem Seminar.

Chef bleibt Chef! Wie es trotzdem gelingt und warum es sich lohnt, ihn „von unten“ zu führen und zu managen

„Es war einmal ein Prinz, der gerne ein König sein und über viele Untertanen herrschen wollte. Doch als Zweitgeborener musste er dieses Vorrecht seinem Bruder überlassen. Da ergab sich, dass in einem benachbarten Königreich eine Prinzessin als einziges Kind den Thron ihres greisen Vaters erbte. Er freite um sie und sie erhörte ihn. Sein Traum ging in Erfüllung. Er wurde König. Schon bald zeigte sich, dass er sein Reich vorbildlich regierte. Unter seiner Herrschaft blühte das Land auf und es war eine Freude zu sehen, wie gut alles funktionierte – am Königshof genauso wie bei den Untergebenen. Die einfachen Leute arbeiteten fleißig und erwirtschafteten genug, dass des Königs Zehntscheunen immer bis unters Dach gefüllt waren und auch die eigenen Familien gut leben konnten. Da der König das Herrschen nicht gelernt hatte, merkte er gar nicht, dass nicht er, sondern seine Minister und Ratgeber das Land so mustergültig führten. Sie waren die Spezialisten. Der eine war für den Bergbau zuständig, der andere für den Weinbau, einer kümmerte sich um die Pferdezucht und ein anderer um die Handelsbeziehungen. Der König vertraute ihnen und hörte auf ihre Ratschläge. Seine weisen königlichen Erlasse und Befehle beruhten in Wirklichkeit auf ihrem Wissen. Er ließ sich von ihnen lenken und führen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann machen sie es heute noch so.“

Wasserspender + Unternehmen = Work-Life-Balance?

In einer perfekten Arbeitswelt sind die Werkhallen, Fließbänder, Büros und Läden das zweite zu Hause für die Mitarbeiter. Jeder Angestellte ist mit viel Herz und Grips während seiner Arbeitszeit präsent. Aufgaben werden nicht vom Chef gebracht sondern vom Mitarbeiter geholt. Alle arbeiten im höchsten Maße selbstständig und Schnittstellen zwischen Vorgesetzten, Abteilung und Team sind echte Knotenpunkte. Alle Beschäftigten haben nur eins im Sinn: Mit ihrer Hände Arbeit das Unternehmen voranzubringen!

Reisekosten: Taxigewerbe klagt erfolgreich Rabattaktionen

Auf ausgedehnte Rabattaktionen können Arbeitgeber zwecks Vergünstigung von Reisekosten vorerst nicht mehr hoffen. Zwar mischen Startups medienwirksam mit kostengünstigen Preismodellen das Taxigewerbe auf. Doch in vielen Fällen sehen sich die Parteien vor Gericht wieder. So hat jüngst das Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen MyTaxi bestätigt. Die Taxi-App der Daimler-Tochter hatte Kunden bei Rabattaktionen zum Teil die Hälfte des Fahrpreises erstattet.

Dem Betriebsrat sind zu Zielvereinbarungen Namen zu nennen

Fordert ein Betriebsrat die Bekanntgabe der Namen jener Mitarbeiter an, mit denen der Arbeitgeber Zielvereinbarungen abschließt, um pflichtgemäß die Durchführung einer Gesamtbetriebsvereinbarung zu überwachen, so handelt er datenschutztechnisch unbedenklich. Im vorliegenden Fall hatte das Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main über einen Streit innerhalb eines Konzerns entschieden.

Personalisten in der Bedrängnis? Social Media Recruiting, Active Sourcing und Co. fordern HR heraus

Unser Schwesterportal HRM.ch präsentiert auf der Personal Swiss 2016 in Zürich die Podiumsdiskussion „Personalisten in der Bedrängnis? Social Media Recruiting, Active Sourcing und Co. fordern HR heraus“. Benjamin Geierhaas wird als Projektleiter von digitalrecruiter.pro (HRM Research Institute) die Runde moderieren. Auf dem prominent besetzten Podium sitzt auch Olivier Diserens. Er ist Country Manager Switzerland der Monster Worldwide AG und hat sich vorab mit Benjamin Geierhaas über Active Sourcing unterhalten.

Eine digitale Agenda für das HRM

Im Folgenden beschreiben wir eine digitale Agenda für das HRM, basierend auf den Erfahrungen der Continental AG. Wir hoffen, dass die Liste an Vorschlägen Ihnen einige Denkanstöße und Impulse für Ihr Arbeitsumfeld liefert.

Leitfaden zum Konfliktmanagement

Keine Zauberformel, aber ein Leitfaden: Mit Gunter Wolfs Ausführungen zum Thema Konfliktmanagement gewinnen Verantwortliche die Oberhand – auch und gerade bei komplizierten Gemengelagen.

Europäischer Bildungsverband präsentiert sich der Corporate Learning-Community

Die European Corporate Learning Association (E-CLA) macht sich für berufliche Bildung in Europa stark. Als erste und einzige Organisation vernetzt sie dazu europäische Unternehmen mit Bildungsanbietern sowie Vertretern der Wissenschaft. Die Themenagenda der E-CLA reicht von der Aus- und Weiterbildung bis hin zu informellem Wissenserwerb, mit spezieller Berücksichtigung von Innovations- und strategischen Transformationsprozessen. Interessenten können E-CLA 2016 bei diversen Events kennenlernen. Bettina Wallbrecht sprach mit E-CLA-Präsident Guy Kempfert.

MARKTKompass Startup: NeuKurs.com – Knackige Wirtschaftsbildung im Filmformat

Das Wiener Startup NeuKurs.com mischt im Weiterbildungsmarkt seit seinem Launch in 2014 mit spritzigen und prägnanten Onlineformaten mit. Zahlreiche, auch prominente Speaker vermitteln Wirtschaftswissen für KMUs. Als Testimonials konnten die Macher unter anderem den Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, den CEO der UNIQA Versicherungen AG Andreas Brandstetter sowie Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes von der Stiftung Familienunternehmen gewinnen.

Mitarbeiterfreundlichkeit darf etwas kosten

Seit 2006 machen wir uns bei der familienfreund KG Gedanken über besseres Arbeiten sowie Leben.

In den Medien wird viel über Familienfreundlichkeit geredet und Politiker aller Ebenen und Farben appellieren an die Arbeitgeber der Wirtschaft noch familienfreundlicher zu sein. Neben dem Buzzword Work-Life-Balance, welches falsch verstanden bzw. übersetzt wird, sind es diese erhobenen Zeigefinger, die die Verantwortlichen davon abhalten, etwas für die Belegschaft und ihre Angehörigen zu tun.

Prof. Dr. Detlef Zühlke: Industrie 4.0-Pionier feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Am 1. April 2016 begeht der Professor für Produktionsautomatisierung an der Technischen Universität Kaiserslautern Prof. Dr. Detlef Zühlke sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Er gehört zu den Wissenschaftlern, die Grundsteine für die smarte Fabrikation legten. Er forschte maßgeblich an der Frage, wie das Internet die Fabrikproduktion und die Zusammenarbeit der Menschen verändert. Seit 2009 ist er Wissenschaftlicher Direktor im Bereich Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Kontinuierliche Erosion der Gewerkschaften

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) hat seine aktuellen Mitgliederzahlen jüngst veröffentlicht. Demnach sind seit der letzten Aufstellung aus 2013 wiederum viele Genossen ausgestiegen. Der absolute Mitgliederstand vom 31.12.2015 beträgt 1.196.538 Personen; das sind 1.533 weniger als zuvor. Seinen Höchststand hatte der ÖGB in 1980 mit über 1,6 Millionen Mitgliedern erreicht. Die neuen Zahlen belegen die kontinuierliche Erosion der Gewerkschaften.

Kostenlos geflüchtete Fachkräfte beschäftigen

Qualifizierte Geflüchtete ohne Entgelt für drei Monate beschäftigen – diese Perspektive bietet das Startup Refugeeswork.at als Sozialunternehmen seit der letzten Märzwoche 2016. Laut Gründer Dominik Beron registrierten sich bereits über 100 Arbeitgeber und mehrere hundert Flüchtlinge auf der Onlinevermittlungsplattform. Unternehmen, NGOs und öffentliche Einrichtungen schreiben Volontariate aus, die Adressaten können zu Ausbildungszwecken Erfahrungen sammeln.

Talent allein genügt nicht

Das Talentmanagement erzielt in der Praxis häufig nicht die gewünschte Wirkung. Was könnte man besser machen?

In der Sonderausgabe «Talentmanagement» der personalSCHWEIZ von März 2016 ist ein Beitrag von mir erschienen: «Stolpersteine im Talentmanagement – Talent allein genügt nicht» Ein Artikel über ewige Talente, Ersatzspieler und falsche Erwartungen.

Ich wünsche viel Spass beim Lesen und bin natürlich auch gespannt auf Rückmeldungen, eigene Erfahrungen und Tipps und Tricks aus der Praxis.

Mit besten Grüssen
Andreas Mollet

Inspirationen: Kreative Workplaces aus aller Welt

Das Berliner Label FvF – Freunde von Freunden – ist ein Hybrid aus Onlinemagazin und Network. Die Publikationsplattform stellt Menschen und Stories aus dem urbanen Leben, der Kreativindustrie sowie aus Großstädten vor. So will sie das zeitgenössische Leben abbilden. Das Thema Workplaces hat sogar ein eigenes Chapter bei FvF. Wir haben es gesichtet und stellen die interessantesten Eindrücke rund um Arbeitsplatzgestaltung von Kreativen vor.

Wunscharbeitgeber werden

18 Unternehmen aus Baden-Württemberg wurden kürzlich als Great Place to Work ihrer Mitarbeiter ausgezeichnet. Wie Unternehmen auch für Bewerber zum Wunscharbeitgeber werden, ist Thema des Seminars Employer Branding in Stuttgart.

13. Monatsgehalt: Kein Ausgleichsanspruch für tariflich bezahlte Mitarbeiter

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hat mit Urteil vom 30.11.2015 (2 Sa 644/14) zur Differenzierungsmöglichkeit beim 13. Monatsgehalt entschieden. Danach haben tariflich bezahlte Mitarbeiter grundsätzlich keinen Anspruch auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt beziehen. Das LAG stellt klar, dass ein außertariflicher und sich damit nicht dynamisch entwickelnder Vertrag mit einem tariflichen Arbeitsvertrag nicht vergleichbar ist. Arbeitgeber sollten dennoch die jeweiligen Verträge kategorisch unterschiedlich gestalten.

Kündigung | Arbeitskontrolle | Diebstahl | Aktuelle Rechtsprechung (2016/15)

Diebstähle an Arbeitsplätzen kommen immer wieder vor. Der Gesetzgeber hat sich im Februar erneut mit Fällen befasst. Lesen Sie, unter welchen Bedingungen Arbeitgeber haften und welche Besonderheiten bei Leiharbeitnehmern gelten. Weitere Urteile informieren Sie über Maßgaben für Ihr Trennungsmanagement sowie zur Arbeitskontrolle.

Altersarmut: Rentenansprüche von Mini- und Midijobbern erhöhen

Der Verein zur Förderung des Handels, Handwerks und der Industrie e.V. (VFHI) hat ein Konzept für die betriebliche Altersversorgung (baV) entwickelt, das sich an Mini- und Midijobber wendet. Damit wollen die Initiatoren dieser Zielgruppe eine Alternative zum möglichen Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bieten. Dazu muss der betreffende geringfügig Beschäftigte seine Arbeitszeit stundenweise erhöhen, die Vergütung dieser Zeit fließt vollständig in seine baV. Unternehmen wie Mitarbeiter entstehen keine Zusatzkosten oder Abzüge.

Workspace-Management gehört die Zukunft

In der modernen Arbeitswelt verschmelzen zunehmend die Grenzen zwischen Hard- und Software sowie von privaten und geschäftlichen Inhalten. Die Steuerung und Kontrolle von IT-Arbeitsplätzen werden deshalb für die Unternehmen zu einer immer größeren Herausforderung, zumal die Anwender mobiler werden und ein agiles Arbeitsumfeld einfordern. Wer diese individuelle Multi-Geräte-Arbeitsumgebung inklusive der dazugehörigen Daten technisch, prozessual und kostenseitig im Griff behalten möchte, benötigt ein innovatives Workspace-Management.

Gallup-Engagement Index 2015: Kaum Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern

Das Beratungsunternehmen Gallup erstellt jährlich einen Engagement Index für Deutschland anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und -umfeld. Für die jüngste Untersuchung wurden insgesamt 1.429 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer ab 18 Jahren telefonisch interviewt. Wieder einmal zeigt sich an den Ergebnissen, dass Führungskräfte und Mitarbeiter zu wenig miteinander sprechen. Lediglich 45 Prozent der Befragten gaben an, im letzten halben Jahr mit einem Vorgesetzten über die eigene Arbeitsleistung im Dialog gewesen zu sein.

EU-Kommission evaluiert Nachweisrichtlinie 91/533/EWG

Die Arbeitswelten in der Europäischen Union wandeln sich durch internationale Arbeitnehmermobilität, Digitalisierung und Marktinnovationen zunehmend. Deswegen evaluiert die EU-Kommission mit einer Studie, inwiefern die Richtlinie 91/533/EWG noch zeitgemäß ist. In Deutschland wird diese „Written Statement Directive“ durch das Nachweisgesetz umgesetzt. Sie hat den Anspruch der Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern zum Inhalt, über Hauptpunkte ihres Arbeitsverhältnisses schriftlich informiert zu werden. Wir verlinken zur Umfrage.

Betriebsratsvorsitzender nimmt eigenmächtig Urlaub und bekommt Recht

Ein Betriebsratsvorsitzender hatte trotz ausdrücklicher Untersagung seitens seiner Arbeitgeberin eigenmächtig zwei Tage Urlaub genommen. Die hatte er genutzt, um an gewerkschaftlichen Schulungen teilzunehmen. Daraufhin war sein Beschäftiger vor das Arbeitsgericht Düsseldorf gezogen. Dieses aber wies seine eingereichten Anträge zurück (Urteil vom 10.03.2016, 10 BV 253/15).

Tarifrecht: Begünstigung arbeitgebertreuer Beschäftigter

Sind Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber treu, so können sie im deutschen Tarifrecht bei der Eingruppierung begünstigt werden. Dies entschied nun das Landesarbeitsgericht Stuttgart. Damit unterstrich es, dass eine Differenzierung nicht gegen europäisches Recht verstößt. Der Begünstigte ist im vorliegenden Fall ein Diplom-Psychologe, der mehr als elf Jahre bei verschiedenen privaten Trägern von Behinderteneinrichtungen tätig war (Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg vom 18. Januar 2016 | AZ: 1 Sa 17/15).

Keine Sperre beim Arbeitslosengeld nach befristeter Beschäftigung

Löst ein Arbeitnehmer ein unbefristetes Arbeitsverhältnis auf, um mit berechtigtem Interesse in ein befristetes zu wechseln, so kann ihm das Arbeitslosengeld nach Ablauf des Arbeitsvertrages nicht gesperrt werden. So lautet das Urteil des Sozialgerichtes Speyer, welches über den Fall eines Maurers zu entscheiden hatte (SG Speyer Nr. 1/2016 v. 19.02.2016).

Praxisleitfaden Arbeitsrecht Schweden

Keine Betriebsräte, kaum Kündigungsschutzklagen und nur ein einziges Arbeitsgericht – in Sachen Arbeitsrecht unterscheidet sich Schweden erheblich von Deutschland. Um im Land tätigen Arbeitgebern und Personalverantwortlichen Missverständnisse oder gar arbeitsgerichtliche Streitigkeiten zu ersparen, hat die Deutsch-Schwedische Handelskammer nun den Praxisleitfaden „Arbeitsrecht in Schweden“ veröffentlicht.

Dr. Eva Häußling: Arbeitsrecht in Schweden
Praxisleitfaden für Arbeitgeber und Personalverantwortliche
in der nordeuropäischen Konsenskultur
Springer Fachmedien Wiesbaden | 2016 | 34,99 Euro

Kulturbildung in Zeiten der Digitalisierung | Kruse-Serie | Teil 3

Kultur ist das, was Menschen als überpersonaler Verständigungsraum verbindet. In einer Gesellschaft gibt es viele verschiedene kulturelle Räume; von Prof. Dr. Peter Kruse auch als „kulturelle Layer“ bezeichnet. In Zeiten der Digitalisierung und der globalen Kommunikation ist der Umgang mit ihnen allerdings erschwert, weil durch das Internet viele Informationen verloren gehen. Dieser Beitrag stellt Aspekte und Maßgaben zur Kulturbildung zusammen, die Prof. Dr. Peter Kruse zur Diskussion stellte.

Motivation und Vertrauenskultur durch Zeitwirtschaft

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Neue Technologien machen es möglich, schnell und einfach miteinander zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Neue Arbeitsformen und Personalstrukturen entstehen. So setzen sich Teams immer häufiger aus Festangestellten, Freiberuflern und so genannten Cloudworkern zusammen; also digitalen Nomaden, die Aufträge über Freelancer-Portale suchen und diese oft im Home-Office erledigen. Der Beitrag zeigt, wie Teambuilding in diesen gemischten Gruppen funktioniert und was Zeitwirtschaft dabei leisten kann.

Integration von Geflüchteten: So stehen deutsche Arbeitgeber dazu

Laut einer aktuellen Umfrage des Personaldienstleisters Hays in Kooperation mit dem IBE, Institut für Beschäftigung und Employability aus dem Februar 2016 wertet die große Mehrheit der Unternehmen Flüchtlinge als Chance und nicht als Risiko für den deutschen Arbeitsmarkt. Befragt wurden Entscheider aus 354 Unternehmen. Das Studienergebnis zeigt aber auch, dass nur ein kleiner Teil der Geflüchteten mit anspruchsvollen Aufgaben betraut wird. Die größte Hürde bei der Integration sind nach wie vor fehlende Sprachkenntnisse.

Fahrzeit als Arbeitszeit

Richtlinie 2003/88/EG

Bei Arbeitnehmern, die keinen festen oder gewöhnlichen Arbeitsort haben, ist Arbeitszeit i. S. d. Art. 2 Nr. 1 der Richtlinie 2003/88/EG auch die Fahrzeit, die sie für die täglichen Fahrten zwischen ihrem Wohnort und dem Standort des ersten und des letzten von ihrem Arbeitgeber bestimmten Kunden aufwenden. Dies folgt aus dem unionsrechtlichen Ziel des Schutzes der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmer.

(Leitsatz des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 10. September 2015 – C-266/14

Altersabhängige Spätehenklauseln sind unwirksam

§ 10 Satz 3 Nr. 4 AGG

Regelungen, die eine Hinterbliebenenversorgung nur dann zusagen, wenn die Ehe vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Arbeitnehmers geschlossen wurde (sog. Spätehenklausel), stellen eine unzulässige Altersdiskriminierung dar und sind daher unwirksam.

(Leitsatz der Bearbeiterinnen)
BAG, Urteil vom 4. August 2015 –
3 AZR 137/13

DAX-Vorstandsvergütungen stiegen 2015 mäßig

Die alljährliche Willis Towers Watson-Studie „Vorstandsvergütung im DAX“ zeigt für das vergangene Jahr, dass die Vergütungen von DAX-Vorstandsvorsitzenden mäßig gestiegen sind. Der Unternehmensberatung liegen Daten von Geschäftsberichten aus 21 DAX-Konzernen vor. Im Durchschnitt betrug eine Vergütung 4,9 Millionen, was einen Anstieg um ein Prozent gegenüber 2014 bedeutet.

Geschäftsreise: Was kann man von der Steuer absetzen?

Wer eine Reise aus beruflichen oder betrieblichen Gründen antreten muss, kann die dafür benötigen Aufwendungen wie etwa die Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten als Betriebsausgaben beim Finanzamt steuerlich absetzen. Doch was ist, wenn man die Geschäftsreise mit seinem privaten Urlaub verbinden möchte?

Arbeitszeiten tracken: Moderne Apps und Lösungen | Übersicht

Neben klassischen Zeiterfassungssystemen gibt es inzwischen eine ganze Reihe an Cloudlösungen und Apps auf dem Markt. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Rechnernutzungsseiten tracken oder weltweit verstreute Teammitglieder gemäß ihrer Geodaten managen. Wir stellen einige der modernen Tools vor und verlinken zu den Angebotsseiten.

Fachkonferenz „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ erstmals in Bremen

Das Jahrbuch „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ gehört zu den Standardwerken der HR-Fachwelt. HRM.de hat bereits einige Beiträge daraus veröffentlicht. Die alljährliche begleitende Fachkonferenz „PERSONALENTWICKLUNG 2016“ findet erstmals in Bremen statt. Anlass ist die 25. Ausgabe des Fachbuches. Am 7. April werden Experten aus Praxis und Forschung im Plenum und am Podium sowie in Workshops über Talent Management und Demografie diskutieren. Sie stammen aus dem Kreis der Buchautoren.

MARKTKompass HR-Start-up: Talentshaper.de – Vom Lernen zum Handeln

Das Startup Talentshaper.de wurde von Rahul Narayan und Fransisco Otto in 2015 gegründet. Zuvor hatten sich die beiden bei einer Challenge auf dem Startup Weekend Rhein-Main kennengelernt. Für den Wettkampf entwickelten sie eine Personalentwicklungsidee, die sie für ihr Startup ausbauten. Mit zehnwöchigen Online-Leadership-Kursen wollen sie Nachhaltigkeit in die Personalentwicklung bringen. Ihr Anspruch lautet: Lernzentriert, bedarfsorientiert, individuell und zeitgemäß.

Studie: Im Osten auf Wanderschaft | Teil 2

In unserem ersten Serienteil haben wir darüber berichtet, wohin Bildungs- und Berufswanderer aus Ostdeutschland ziehen, beziehungsweise inwiefern Westdeutsche für Bildung oder Beruf inzwischen auch gern in den östlichen Teil der Bundesrepublik gehen. Nun beleuchten wir die Situation der Familien- und so genannten Empty-Nest-Wanderer. Wie schon bei den letzten zwei thematisierten Zielgruppen zeigt sich auch bei diesen Wanderern ein insgesamt heterogenes Gesamtbild.

Steuerbonus für Kinderbetreuung bei beruflich bedingtem Notfall

Das politische Berlin hatte zum 1. Januar 2015 für Arbeitgeber und ihre Beschäftigten gute Nachrichten. Kurz vor Jahresende wurde eine weitere Möglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen. Es handelt sich um die Einführung eines Steuerbonus für Kinderbetreuung bei „kurzfristig aus zwingenden beruflich veranlassten Gründen“.

Freelancer finden und engagieren: Portaladressen und Angebote

Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt weiten sich auch atypische Beschäftigungsformen aus. Mehr Projekte, mehr Kurzfristigkeit, mehr Flexibilität in der personellen Besetzung – das bringt uns Arbeiten 4.0. Zahlreiche Portale im Internet, die Freiberufler mit Unternehmen oder andere Selbständige zusammenbringen zeigen, dass heute schon sehr viel mit Freelancern gearbeitet wird. Tendenz steigend. HRM.de hat Adressen für Ihren Überblick zusammengestellt.

Tipps für die Teamintegration von Freelancern

Freiberufler sind als Teamkollegen naturgemäß nicht stets willkommen. Viele Beschäftigte sehen in ihnen Konkurrenz oder neiden ihnen vermeintliche Freiheiten. Wird ein Freelancer jedoch nicht gut in Teams angenommen, schmelzen Kostenvorteile dahin und reduzieren sich Projekterfolge möglicherweise. Zwar hat die Praxis noch keine Wundermittel zur Integration gefunden, doch wer einfachste Maßgaben beachtet, befindet sich auf gutem Wege. Hier sind sie.

Das Personalhandbuch für die betriebliche Praxis

Dieses Handbuch widmet sich der Personalarbeit in der betrieblichen Praxis. Es gibt in komprimierter Form einen umfassenden und realistischen Überblick über die wesentlichen Aufgabenstellungen des Personalwesens im betrieblichen Arbeitsalltag, von der Einstellung bis zur Entlassung.

Aufgabenstellungen und Arbeitsabläufe im Personalbereich
Von Gunter Prollius, expert Verlag, Renningen 2015, 326 Seiten,
Preis: 48,50 Euro

Was wollt ihr eigentlich? Die schöne neue Welt der Generation Y

Über die Generation Y ist schon viel geschrieben, spekuliert und auch polemisiert worden. Doch die Schlüsselfrage blieb bislang unbeantwortet: Stammen die Eigenheiten dieser „Digital Natives“ aus deren Jugendzeit und werden sich verflüchtigen, weil sie das Phänomen einer Alterskohorte sind? Findet ein nachhaltiger Wertewandel statt, den wir als Bruch erleben? Zu diesen Fragen stellt Haller die Forschungsergebnisse einer groß angelegten Studie zum Thema vor, in Kooperation mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Trend Research und der Businessplattform Xing.

Von Michael Haller, Murmann Publishers,
Hamburg 2015, 304 Seiten, Preis: 20 Euro

Durch diese 6 Maßnahmen steigt die Mitarbeiterzufriedenheit

Arbeitgeber suchen nach innovativen und kostengünstigen Lösungen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu stärken. Obwohl das Gehalt in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten ist, bleibt die Frage, wie mehr Netto vom Brutto erreicht werden kann, aktuell.

Viele Steuerberater und Beratungsgesellschaften haben sich auf die Nutzung gesetzlicher Möglichkeiten spezialisiert und auch die familienfreund KG bietet in Kooperation mit unterschiedlichsten Partnern Lösungen im Rahmen des Familiengutscheines an.

In diesem Beitrag wollen wir explizit auf die clevere Gehaltserhöhung mit 6 Maßnahmen eingehen, die die Lohntüte füllen und zu einer gestiegenen Mitarbeiterzufriedenheit beitragen können.

Projektmanagement-Probleme

Ich kenne heute praktisch niemanden mehr, der zumindest in einem größeren Unternehmen oder einer größeren Organisation unbehelligt von Projekten arbeitet. Daran wäre grundsätzlich nichts Schlimmes, wenn wir damit erfolgreich wären. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wir merken gegenwärtig, dass wir uns mitten in einer Strukturkrise befinden, die nicht mit weiteren Rettungsschirmen und Geldpumpen zu beseitigen ist.

Datenschutz: Sicherheitsrisiken im Großraumbüro vermeiden

Der weltweit tätige Personaldienstleister Robert Half hat anlässlich einer Studie unter anderem zur IT-Sicherheit in Großraumbüros eine Checkliste (Stand: 08.03.2016) herausgegeben, die zeigt, wie Unternehmen Beschäftigte zur mehr Datenschutzsicherheit anleiten können. Die Liste behandelt Schutz vor Einsichtnahme Dritter in Informationen und Daten am Arbeitsplatz sowie Schutz vor Geräte- und Dokumentendiebstahl.

Streit um Neuregelungen zur Scheinselbständigkeit

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will dem Missbrauch von Werkverträgen einen Riegel vorschieben. Sie hat angekündigt, neue Regelungen zur Scheinselbständigkeit aufstellen zu wollen. Diese würden ab Januar 2017 gelten. Interessenverbände laufen dagegen Sturm. Darunter auch der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e.V. (VGSD). Er hat jüngst ein Positionspapier veröffentlicht. Darin macht er konkrete Vorschläge unter anderem zum Statusfeststellungsverfahren.

Gestaltung variabler Vergütungssysteme: Bonussysteme im Unternehmen

Die Harmonisierung von variablen Vergütungssystemen stellt regelmäßig eine große Herausforderung dar. Historisch bedingt existiert häufig eine Vielzahl von Regelungen mit unterschiedlichen Ausgestaltungen, die von den Mitarbeitern als Besitzstand entsprechend hartnäckig „verteidigt“ werden. Zudem sind die Restriktionen, die die Rechtsprechung in den vergangenen Jahren gezogen hat, mit einzubeziehen.

Finanzielle Anreize richtig setzen

Finanzielle Anreize steigern die Motivation kompetenter Mitarbeiter. Tipps für ein variables Vergütungssystem in der Fitnessbranche.

So autonom und flexibel arbeiten Beschäftigte

Beschäftigte arbeiten heute schon zum Großteil zeitlich autonom, entscheiden selbst, wie sie ihre Arbeit verrichten und können sogar wählen, wo sie arbeiten. Das geht aus einer Studie hervor, die das Fraunhofer Institut im Rahmen seiner Studienreihe zur künftigen Gestaltung der Arbeits- und Bürowelt vorgenommen hat. Rund 1.165 Beschäftigte gaben Einblick in ihre Arbeit. 82 Prozent davon arbeiteten Vollzeit.

„Personalentwicklung 2016“: Bildungscontrolling für mittelständische Unternehmen (SERIE | Teil 5)

Zu Unrecht wird Bildungscontrolling vorwiegend großen Unternehmen zugeschrieben. Die zugrunde liegende Problemstellung, Bildungs- und Lernziele mit wirtschaftlichen Zweckbestimmungen zu vereinbaren, besteht genauso auch in mittelständischen Unternehmen. Allerdings muss man zugestehen, dass in der Praxis bislang noch keine nennenswerten Durchbrüche in Richtung auf ein wirkliches Controlling von Weiterbildung stattgefunden haben: Eine Steuerung von Weiterbildungsprozessen nach ökonomischen Effektivitäts- und Effizienzkriterien, deren Einsatz seinerseits wirtschaftlichen Kriterien genügte.

Doppelverdiener: Frauen im Vollzeitjob leisten deutlich mehr Hausarbeit als Männer

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern im Haushalt beleuchtet. Das Ergebnis: Die tradierte Aufgabenteilung besteht fort. DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst empfiehlt Unternehmen, mehr Partnerschaftlichkeit durch Familienarbeitszeit und Kita-Ausbau zu unterstützen.

Eifer, Sensibilisierung und Symbolik allein gewährleisten kein BGM

Dr. Joachim Stork ist seit 1984 Facharzt für Arbeitsmedizin und seit 23 Jahren in Leitungsfunktionen mit dem Aufbau und der Entwicklung des BGM befasst, seit 2001 als Leiter des Gesundheitswesens beim Automobilhersteller Audi AG. An der Personal Swiss 2016 hält er eine Keynote Speaker über Ziele, Massnahmen und Wirksamkeit eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement mit Blick auf Audi.

EUROPAs 500: Prof. Dr. Heinz Schuler

ZITAT >> Kompetenzmodelle sind oft geprägt von Begriffen, die unwissenschaftlich sind und sich nicht gut messen lassen. (Schuler | 2008 | Interview | HR-Today) << Dieser Experte (*1945) gehört zu den Wegbereitern des Personalmanagements in Europa und hat bereits Geschichte geschrieben. Lesen Sie, was seine Arbeiten für das Human Resource Management bedeuten. [ Kurzportrait | Literaturangaben ]

MARKTKompass | Abraxas übernimmt Spezialisten für öffentliche Verwaltung

Die Abraxas Informatik AG hatte vor einem Jahr die Refline AG übernommen. Nun war das Unternehmen neuerlich auf Einkaufstour. Per 01. Januar wuchs es um die Softwarehersteller Infover AG und Epsilon Software Assistance SA, welche zu 100 Prozent integriert wurden. Damit können die St. Galler Experten auch die öffentlichen Verwaltungsbereiche Polizei, Strassenverkehr, Rechtspflege sowie Steuerwesen in erweitertem Umfang abdecken.

Zulässigkeit von Kommunikationsbeauftragten des Betriebsrats

§ 40 Abs. 2 BetrVG

1. Zusätzliche betriebsverfassungsrechtliche Vertretungen der Arbeitnehmer i. S. v. § 3 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG erfordern eine Organstruktur. Arbeitnehmer, die lediglich Hilfsfunktionen für den Betriebsrat wahrnehmen und nicht in einer Organstruktur zusammengefasst sind, sind keine zusätzlichen Arbeitnehmervertretungen i. S. v. § 3 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG.

2. Die Hinzuziehung von Hilfspersonen durch den Betriebsrat, die ihn bei der Kommunikation mit der Belegschaft unterstützen sollen (sog. Kommunikationsbeauftragte), ist nicht generell unzulässig. Allerdings muss der Einsatz dieser Hilfspersonen auf die Hilfstätigkeit der Informationsvermittlung zwischen Betriebsrat und Belegschaft beschränkt sein und darf eine direkte Kommunikation zwischen Betriebsrat und Belegschaft nicht verhindern.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 29. April 2015 –
7 ABR 102/12

Abenteuer Führung. Der Survival Guide für den ersten Führungsjob

Die ersten Monate in der Führungsverantwortung sind hart und gefährlich. Viele junge Vorgesetzte unterschätzen die Fallstricke, die überall drohen, und sind nicht richtig vorbereitet auf die vielfältigen Aufgaben und die Risiken, die der erste große Führungsjob mit sich bringt. Aus diesem Grund hat sich der Autor (Trainer für Projektleiter und Führungskräfte aus dem unteren und mittleren Management) der Thematik angenommen.

Von Mario Neumann, campus Verlag,
Frankfurt am Main 2015, gebunden,
376 Seiten, Preis: 34,99 Euro

Die wichtigsten Musterklauseln | Aufhebungsverträge

Aufhebungsverträge sind aus Sicht des Personalers das mit Abstand beliebteste Instrument zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Was aber sind die wichtigsten gestalterischen Vorgaben, klassische Formulierungen sowie wichtige Formalia und die Folgen von Aufhebungsverträgen?

Keine bezahlte Raucherpause aus betrieblicher Übung

§§ 611, 151, 242 BGB

Hat der Arbeitgeber während so genannte Raucherpausen, für die die Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz jederzeit verlassen durften, das Entgelt weitergezahlt, ohne die genaue Häufigkeit und Dauer der jeweiligen Pausen zu kennen, können die Arbeitnehmer nicht darauf vertrauen, dass der Arbeitgeber diese Praxis weiterführt. Ein Anspruch aus betrieblicher Übung entsteht nicht.

(Leitsätze des Bearbeiters)
LAG Nürnberg, Urteil vom 5. August 2015
– 2 Sa 132/15 (rk.)

Deutscher bAV-Preis 2016 verliehen: Sieben Projekte ausgezeichnet

Die Carl Zeiss AG und die Endress+Hauser Unternehmensgruppe Deutschland haben den Deutschen bAV-Preis 2016 als jeweilige Topsieger in den Kategorien „Großunternehmen“ sowie „kleine und mittlere Unternehmen“ gewonnen. Eine Sonderauszeichnung ging an Nestlé Deutschland. Der Preis wurde 2013 von MCC und Towers Watson initiiert, um die betriebliche Altersvorsorge als wesentliches Standbein der Alterssicherung für Beschäftigte zu fördern. Ausgezeichnet werden innovative Projekte.

Bundesagentur für Arbeit: Neue Serviceseite zur Beschäftigung von Geflüchteten

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Anfang Februar auf ihrer Website eine Serviceseite zur rechtssicheren Beschäftigung geflüchteter Menschen bereitgestellt. Arbeitgeber finden dort unter anderem eine Liste häufig gestellter Fragen inklusive Antworten, Infos zur Gestaltung von Praktika sowie Angaben zur finanziellen Unterstützung für beschäftigende Unternehmen. Wir stellen Ihnen wesentliche Fakten anhand einer Beispielfirma vor.

Gehaltsreport 2016 für Fach- und Führungskräfte: Topverdiener kommen aus Banken und Pharmaindustrie

Die Online-Jobbörse StepStone hat im Herbst 2015 nach eigenen Angaben 50.000 Fach- und Führungskräfte mit Vollzeitbeschäftigung zu ihren Gehältern online interviewt. Davon waren etwa 70 Prozent Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 30 Prozent Führungskräfte. Das Bruttodurchschnittsgehalt einer Fach- und Führungskraft liegt der Endauswertung zufolge bei 52.000 Euro. Am besten zahlen Banken, um fast die Hälfte weniger verdienen Beschäftigte im Handwerk.

HR-Kompetenzreihe: Jahresprogramm 2016 | Themen & Termine

Mit unserer neuen HR-Kompetenzreihe bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit Dienstleistern, aber auch HR-Kollegen in einem exklusiven Rahmen über HR-Lösungen und Produkte ins Gespräch zu kommen. Für die Reihe kooperieren wir mit dem Fachinformationsdienstleister DATAKONTEXT.

Social Learning lässt sich nicht implementieren

Jane Hart ist eine international geschätzte Referentin und Autorin zum Lernen am Arbeitsplatz. Seit mehr als 20 Jahren hilft sie Unternehmen dabei, ihr Workplace Learning laufend zu modernisieren. Als Gründerin des Centre for Learning & Performance Technologies (C4LPT), stellt Jane Hart jedes Jahr aus den Stimmen von weltweiten Lernexperten die vielbeachtete Liste der Top 100 der Lern-Tools zusammen. An der Swiss eLearning Conference 2016, welche parallel zur Personal Swiss stattfindet, hält sie die Eröffnungskeynote. Im Interview gibt sie erste Einblicke ins Thema.

Computerkenntnisse: Gut ausgestattet, aber unterqualifiziert

Die international anerkannte Initiative für Zertifizierung von Computeranwendern European Computer Driving Licence (ECDL) erhebt mit Jahresstudien den Status Quo der Computerkompetenzen innerhalb von Ländern. Die aktuelle repräsentative Studie für die Schweiz zeigt, dass über drei Viertel der Bürger ihre Kenntnisse überschätzen. Auf der Personal Swiss präsentiert Julia van Wijnkoop als Co-Geschäftsführerin der ECDL Switzerland AG die Detailergebnisse. HRM.ch gibt erste Einblicke.

Social Learning: Ergebnisbericht aus dem MOOC „Corporate Learning 2.0“

Wenn Bildungsbetrieb nicht mehr primär bedeutet, Expertenwissen zu vermitteln, dann werden Lernende dadurch zu Experten, dass sie selbst interaktiv für ihre Kontexte lernen. Dies ergibt sich aus den Beiträgen von Dr. Jochen Robes. Er ist Senior Consultant bei HQ Interaktive Mediensysteme GmbH. Er betreibt einen prämierten Bildungsblog und trägt als Mitglied der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) laufend zur Bildungsdebatte bei. Auf der Personal Swiss zeigt er am Beispiel des Corporate Learning 2.0 Massive Open Online Course (MOOC) optimale Lernprozessgestaltung. Wir stellen den MOOC vor.

Erfolgsgeschichten erzählen: Die Heldenreise

Ein Konzept, das in eine Geschichte verpackt ist, gelingt besser, als wenn es bloss aus einzelnen Begriffen besteht. Susanne Prosser ist ehemalige Journalistin und heute selbstständige Chefin der PR-Agentur GeschichtenWerk. Sie berichtet von der Herausforderung, gute Geschichten zu erzählen – und wie wir unsere eigene Erfolgsgeschichte schreiben können.

Personal Swiss begrüsst Prof. Dr. Peter A. Bruck am Podium

Prof. Dr. Peter A. Bruck forscht zu interaktiven Medien, ihrem Design, ihren Inhalten und ihrer Nutzung. Die über 40jährige Laufbahn des studierten Juristen, Kommunikations-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler zeugt von einem intensiven themenpolitischen Engagement. Jüngst eröffnete Peter A. Bruck mit dem Präsidenten Sri Lankas Mahinda Rajapaksa den World Summit Award. Für die Verwaltungsreform in Mazedonien entwickelte er eine Micro-Learning-Technologie. Auf der Personal Swiss wird der Österreicher über diese Art, in kurzen Sequenzen zu lernen, am 13. April 2016 vortragen. Wir stellen ihn vor.

Schaub: Arbeitsrechts-Handbuch

Ein Klassiker der Arbeitsrechtshandbücher geht in die nächste Runde. Die systematische Darstellung des gesamten deutschen Arbeitsrechts – mit europarechtlichen Bezügen – macht das Buch so wertvoll für die Praxis.

Von Dr. h.c. Günter Schaub †,
Prof. Dr. Ulrich Koch, Dr. Rüdiger Linck,
Dr. Jürgen Treber und Dr. Hinrich Vogelsang,
16., neu bearbeitete Auflage, Verlag C.H. Beck,
München 2015, 3030 Seiten, gebunden,
Preis: 125 Euro

Gestaltung von Arbeitsverträgen …

… und Dienstverträgen für Geschäftsführer und Vorstände – Kommentierte Klauseln und Musterverträge.

Der „Hümmerich/Reufels“ bietet größtmögliche Sicherheit bei der Gestaltung und Überprüfung von Arbeits- und Dienstverträgen. Über 780 sorgfältig ausdifferenzierte Klauseln decken die gesamte Vertragsgestaltung ab – ob Arbeitsverträge mit Arbeitnehmern, Anstellungsverträge mit GmbH-Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern und – neu in dieser Auflage – mit freien Mitarbeitern. Ebenfalls neu aufgenommen wurden Vertragsklauseln zu aktuellen Themen in der Arbeitswelt, z. B. Social-Media-Klauseln oder Klauseln zur Work-Life-Balance.

Von Prof. Dr. Klaus Hümmerich† und
Prof. Dr. Martin Reufels (Hrsg.), 3. Auflage,
Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
2015, 2052 Seiten, gebunden, Preis: 148 Euro

BAG-Jahresbericht: Revisionsverfahren ziehen sich in die Länge

Der Jahresbericht des Bundesarbeitsgerichts (BAG) verzeichnet für das Geschäftsjahr 2015 2.184 unerledigte Revisionen. Das sind 391 Revisionen weniger als im Vorjahr. In 1.003 Fällen konnten Revisionen erledigt werden. In 535 Fällen wurde die Revision durch ein streitiges Urteil erledigt, in 289 Fällen durch eine Rücknahme und in 116 Fällen Durch einen Vergleich. Der Jahresbericht des BAG zeigt auch, dass die Revisionsverfahren jedoch nach wie vor lange dauern.

Kein Überstundenausgleich nach bezahlter Freistellung

Das jüngst veröffentlichte Urteil des Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz vom 19. November 2015 zeigt, dass ein Arbeitgeber Freizeitausgleich für Überstunden anordnen darf. Widersetzt sich der Beschäftigte, unterläuft er damit das Direktionsrecht des Arbeitgebers. Und wird der Beschäftigte in der gewährten und bezahlten Freizeit krank, kann er nicht nachträglich Ausgleich fordern.

Tarifliche Ausbildungsvergütungen: 832 brutto im Westen, 769 brutto im Osten

Im Januar 2016 gab das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) seine Auswertung tariflicher Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2015 heraus. Demnach wurden die Vergütungen im Vergleich zu den Vorjahren erneut deutlich angehoben. Das BIBB sieht den Grund dafür in der guten wirtschaftlichen Lage Deutschlands, aber auch in der Not vieler Unternehmen, Ausbildungsstellen nicht besetzen zu können; dies in Folge sinkender Schulabgängerzahlen und steigender Akademikerquoten.

CXO-Day: 1 Ticket – 5 Messen

Am 13. April profitieren Führungskräfte von einem Kombiticket, mit dem sie Eintritt zu fünf Messen begleiten inklusive der Personal Swiss erhalten. Die Besucher sparen sich nicht nur Kosten, sondern auch die mehrfache Registrierung an den verschiedenen Eventcountern. Ein kleines Zusatzprogramm wertet das Ticket auf.

Homeoffice-Arbeit als besondere Erscheinungsform im Einzelarbeitsverhältnis

Von Dr. iur. Pascal Domenig, 338 Seiten,
Stämpfli Verlag; Auflage: 1 (23. Februar 2016), 88,00 CHF
www.staempflishop.com

Eine neue Handreichung für den rechtlich sicheren Umgang mit Homeoffice-Arbeit ist jüngst im Stämpfli Verlag erschienen. Mit dem 338seitige Band hat Autor Pascal Domenig seine Dissertation in den Rechtswissenschaften an der Universität St. Gallen erfolgreich abgeschlossen. Er will vor allen Dingen aufzeigen, warum eine vertragliche Regelung der Verrichtung von Homeoffice-Arbeit ratsam ist. Dazu spielt er einzelne Fälle durch und unterbreitet Vorschläge.

Wenn das Team wie ein Gehirn tickt | Kruse-Serie | Teil 2

Kreativität entwickelt sich und lässt sich daher nicht wie Licht an- oder abschalten. Einzig die Rahmenbedingungen lassen sich managen. Wer sich dabei an der Arbeitsweise des Gehirns orientiert, indem er dessen Funktionen organisationstechnisch nachbaut, der kann Prof. Dr. Peter Kruse zufolge die kollektive Intelligenz in Unternehmen zu Innovationen anleiten. Konkret gilt es, Teams nach drei Menschentypen aufzustellen.

Radikaler Wandel verlangt radikales Nachdenken

Bleibt in der Arbeitswelt in den nächsten Jahren kein Stein auf dem anderen? Werden Chefs und HR-Abteilungen abgeschafft? Oder reagieren Unternehmen mit höherer Regelungsdichte und mehr Kontrollen auf die wachsende Komplexität? Eine Tagung in Zürich bot Gelegenheit zur vertieften Auseinandersetzung mit solchen Fragen.

[Auszug]

Die Arbeitswelt ist unberechenbar und dadurch für viele bedrohlich geworden. Digitalisierung und Globalisierung raffen Traditionsunternehmen und ganze Branchen innert kürzester Zeit dahin, Unternehmen streichen von heute auf morgen Stellen, verschieben Arbeitsplätze in andere Länder, delegieren Tätigkeiten an Computer. Jene Angestellten, die ihre Arbeit behalten, stehen unter erhöhtem Leistungsdruck und wissen nicht, wo und wie lange ihr Mitwirken noch gefragt ist. Die Lebensstelle gibt es längst nicht mehr, Karriereplanung ist zur Glückssache geworden.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 3, Herbst 2015

D21-Digital-Index: Männlich, gute Bildung, gutes Einkommen – das sind die digital gut Erreichbaren

Der aktuelle D21-Digital-Index 2015 weist aus, wie deutsche Bundesbürger mit Internet und digitalen Endgeräten ausgestattet sind und wie sie digitale Services nutzen. Dazu hat der gemeinnützige Verein Initiative D21 e.V. in seiner Rolle als Vernetzungsplattform von Politik und Wirtschaft für die digitale Gesellschaft 30.015 Struktur-Interviews sowie 1.902 vertiefende Befragungen durchgeführt. Demnach sind deutsche Haushalte zwar gut ans Netz angebunden, ihre Skepsis gegenüber dem Digitalen aber überwiegt nachhaltig. Wir stellen die Nutzertypen für Recruiter vor.

Onepager im Recruiting: Bewerber gradlinig adressieren

Keine Textwüsten, kein Navigationsdschungel, keine Websitekaskaden – die so genannten Onepager präsentieren Informationen in schlanker Form. Die aus einer einzigen HTML-Seite bestehenden Websites führen den Betrachter von oben nach unten durch klar strukturierte und kurz gehaltene Informationen. Großformatige Bildelemente fungieren als Eye-Catcher und versinnbildlichen die jeweiligen Hauptbotschaften der Website. Wir stellen Maßgaben für die Onepager-Erstellung sowie Beispiele vor.

Candidate Personas: Wissen, wen Sie suchen!

Madeline Christina Gremme ist Country und Marketing Manager Germany bei der Agentur VONQ, einem Dienstleister für Online Recruitment Marketing. In ihrem Insider-Beitrag befasst sich die Düsseldorferin damit, wie Recruiter so genannte „Personas“ für die Zielgruppenansprache entwickeln und einsetzen; also Charaktere, die es ermöglichen, Bewerber fokussiert anzusprechen. Außerdem liefert der Beitrag eine Umsetzungs-Roadmap mit sieben praktischen Tipps.

„Personalentwicklung 2016“: Personalentwicklung ungelernter Beschäftigter (SERIE | Teil 4)

Rund zwei Drittel aller Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung gehen einer sogenannten Anlerntätigkeit nach. Ein geringer Anteil hat keinen Schul- oder Berufsabschluss und gilt als ungelernt. Die bewusste Gewinnung und Entwicklung von ungelernten Nachwuchskräften über soziale Projekte in Anlerntätigkeiten ist ein erster Schritt eines Personalentwicklungskonzepts von unten nach oben. Die strukturierte Qualifizierung/Fortbildung dieser Beschäftigten in vermeintlich anspruchsvollere Tätigkeiten, z. B. als Straßen- und Grünflächenreiniger oder als Kraftfahrer, ist ein Ziel.

Gemeldete Arbeitsstellen: Positive Entwicklung gegenüber Vorjahr

Die Bundesagentur für Arbeit listet monatlich die gemeldeten Arbeitsstellen nach Berufen, Regionen und nach Wirtschaftsabschnitten. Für Januar 2016 liegen aktuelle Zahlen vor. Demnach ist die Quote der sozialversicherungspflichtigen Stellen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Geringfügige Jobs sind rückläufig.

Beste Arbeitgeber im Mittelstand mit „Top Job-Siegel“ geehrt

Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement zeichnete am 12. Februar in Berlin 93 mittelständische Unternehmen für ihre vorbildlichen Arbeitgeberqualitäten mit dem „Top Job-Siegel“ aus. Die vom Zentrum für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, vergebene Auszeichnung erhalten Unternehmen, die sich auf bemerkenswerte Art und Weise für eine gesunde und gleichzeitig leistungsstarke Arbeitsplatzkultur stark machen. Sämtliche ausgezeichnete Arbeitgeber werden auf www.top-arbeitgeber.de vorgestellt.

Digital Society Institute: Fachkräfte für Digitalisierung noch rar

Am 8. Februar 2016 wurde in Berlin das Digital Society Institute (DSI) an der ESMT European School of Management und Technology eröffnet. Es will künftig interdisziplinär zur Digitalisierung forschen und entwickeln. Zur feierlichen Auftaktveranstaltung erschienen Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik. Zwei Paneldiskussionen und drei Impulsvorträge gaben einen Ausblick auf Stand und Zukunft des Digitalen in Deutschland. Für HRM.de war Heiko Miedlich vor Ort. Er fasst die Ergebnisse mit Blick auf die Bildung zusammen.

Kein Drängen zu Versicherungen durch Reisevermittler

Ein Reisevermittler darf Kunden nicht mit irreführenden Warnhinweisen zum Abschluss von Versicherungen drängen. Kunden, die auf der Internetseite fluege.de einen Flug buchen wollten, wurden gefragt, ob sie zusätzlich einen Umbuchungsservice und einen Reiseversicherungsschutz haben wollen. Klickten sie auf “nein“, erschien jeweils eine rot unterlegte Sprechblase mit der Warnung “Achtung – nicht empfehlenswert“. Zum Umbuchungsservice enthielt die Warnung den Hinweis, eine Stornierung sei mit erheblichen Kosten bis zu 100 Prozent des Flugpreises verbunden.

Studie: Im Osten auf Wanderschaft | Teil 1

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat erforscht, inwiefern inzwischen mehr Menschen nach Ostdeutschland ziehen als daraus fortziehen. Das Team um Demografieforscher Reiner Klingholz betrachtete dazu Daten aus den Jahren 2008 bis 2013. Im Ergebnis ist die Trendwende endlich geschafft, wenn auch nicht flächendeckend. Welche Städte und Gemeinden welche demografischen Gruppen anziehen können, stellen wir in einer zweiteiligen Serie vor. Im ersten Teil behandeln wir Bildungs- und Berufswanderer.

Schwächen beheben oder Stärken stärken?

Sollen wir jetzt auf die Stärken fokussieren oder müssen wir die Schwächen angehen? Wenn auch keine philosophische Frage, so wird die Debatte darüber aber fast schon so geführt. Ganze Firmen und Dienstleister die sich eine diesbezügliche Aussage auf die Fahne schreiben, Visionen und Leitbilder die auf Stärken konzentrieren, Kernkompetenzen als reelle USPs und Schwächen als vernachlässigbare Gegenpole.

Führen von Mitarbeitern bzw. Teams in Vereinen – Gleich oder doch anders als in der Wirtschaft?

Der folgende Beitrag zeigt die Besonderheiten beim Führen von Mitarbeitern und Teams in Vereinen im Vergleich zu Profit-Unternehmen auf. Auf den ersten Blick erscheint Vieles anders, doch bei näherer Betrachtung merkt man, dass die Unterschiede viel geringer sind, als manche wahrscheinlich vermutet hätten. Ein zentraler Unterschied liegt in der meist sehr hohen Werteorientierung bei den Mitarbeitern und Funktionären. Weitere Besonderheiten und Unterschiede zu Profit-Organisationen finden sich im folgenden Fachbeitrag.

Update: Neue Regeln zur Arbeitszeiterfassung

Seit dem 1. Januar 2016 gelten neue Regeln zur Arbeitszeiterfassung, die es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unter bestimmten Voraussetzungen erlauben, ihre Arbeitszeit nicht mehr oder bloss noch in vereinfachter Form zu erfassen. Dieser Artikel bietet eine Übersicht über die wesentlichen Änderungen und zeigt auf, inwiefern für Schweizer Arbeitgeber Handlungsbedarf besteht.

MARKTKompass | Zeiterfassung wird digital: Die umogo AG stellt Spezial-App vor

Zeiterfassung in Unternehmen ist durch die jüngsten Gesetzesänderungen (siehe auch Beitrag KMPG in dieser Ausgabe) wieder ein Thema für viele Personalmanager. Bei der Gelegenheit hat HRM.ch beim Organisator des Schweizer HR-Gipfels „Personal Swiss 2016“ nach Trends gefragt. Antwort: Zeiterfassung wird jetzt digital und streift sein staubiges Image ab. Als Beispiel stellen wir die App „uTerminal“ von der umogo AG vor.

Globaler Expat-Report: Wohin Entsendete wollen und wo sie sich willkommen fühlen

Welche Lebensqualität wünschen sich Expats, in welches Land zieht es die meisten von ihnen und welchen Herausforderungen müssen sie mehrheitlich begegnen? Auskunft darüber gibt der „Expat Insider“; eine der weltweit grössten Expat-Studien. Erstellt wird der Report von InterNations, einem Online-Netzwerk und Informationsportal für alle, die im Ausland leben und arbeiten. 14.000 Expats aus 195 Ländern gaben Auskunft.

So nutzen Sie das EDA-Angebot für Ihre Arbeit mit Expats

Welches Informationsangebot des Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist für Ihre Arbeit mit Expats relevant? Welche amtlichen Hinweise können Ihren Expats zweckdienlich sein? In welchen Fällen müssen Sie oder Ihre Entsendeten sich sogar an die EDA wenden? HRM.ch stellt die wichtigsten Fakten zusammen.

Spannende Expat-Gruppen auf Xing und LinkedIn

Expats, die als einzig Entsendete im Zielland auf sich gestellt sind, schätzen es oft, Gleichgesinnte kennenzulernen. Es erleichtert ihr Ankommen. Auf der Businessplattform Xing haben sich insgesamt 53 Gruppen formiert, in denen sich Expats aus aller Welt austauschen. LinkedIn besticht durch mitgliederstarke Netzwerke. HRM.ch stellt einige Foren vor und verlinkt zu denselben.

Tim Riedel: Wir müssen offener werden für andere Wahrheiten, die von unseren eigenen abweichen

Tim Riedel ist Diplom-Sozialwissenschaftler, Jurist und Coach. Als Geschäftsführer der Interpool Personal GmbH leitet er ein Beratungsunternehmen, das sich auf internationales Recruiting spezialisiert hat. Im Interview berichtet er, wie wir die Richtigen erkennen, auch wenn sie anders sind als wir. Seine Erfahrungswerte nützen auch jenen, die Personen für eine Auslandsentsendung aussuchen müssen.

ExpaV 2016: Geänderte Expatriates-Verordnung gilt seit 01.01.2016

Die Expatriates-Verordnung (ExpaV) vom 3. Oktober 2000 wurde vom Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) geändert und gilt nun seit dem 1. Januar 2016. Anlass der Revision ist ein parlamentarischer Vorstoss aus dem Jahr 2009, der dazu führte, dass das Bundesamt für Justiz empfahl, die Bestimmungen über die Abzüge für Privatschulen und Umzugskosten zu präzisieren. In der Folge wurde das EFD vom Bundesrat beauftragt, Bedingungen für einzelne Abzüge zu prüfen. Die ExpaV 2016 wird in Beraterkreisen kritisiert: Es fehle ihr an Präzision.

Beispiele für das Vereinbaren qualitativer Ziele

Bei quantitativen Zielen ist die Lage klar: Das Ziel wird vorgegeben und sein Erreichen kann leicht gemessen werden. Ganz anders hingegen die Situation beim Festlegen qualitativer Ziele. Hier sind Übersicht und Fingerspitzengefühl gefragt.

Talente entwickeln im Ausland?

Die strategische Ausrichtung des Entsendungsmanagements gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dies vor allem vor dem Hintergrund der mit Entsendungen verbundenen Kosten und Risiken sowie auch der Mitarbeiterbindung nach Ende einer Entsendung. Es entstehen bei Entsendungen teilweise Kosten, die das zwei- bis vierfache eines lokalen Mitarbeiters erreichen können. Dies stellt eine Investition in die Mitarbeiter dar, die beschützt werden muss.

„Frauenförderung ist ein Marathon und kein kurzer Sprint”

Frankfurt/Main. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) für den Event zeichnete der Frauen-Karriere-Index am 26. Januar 2016 die erfolgreichen Teilnehmer-Unternehmen aus. Zu der Veranstaltung in dem Räumlichkeiten vom Bloomberg in der Mainmetropole waren knapp 100 hochkarätige Unternehmensvertreter aus Vorständen, Geschäftsführung, Personalmanagement und Kommunikation erschienen.

Neueste Rechtsprechung im Kündigungsrecht

In jüngster Vergangenheit sind zahlreiche höchstrichterliche Entscheidungen in wesentlichen Bereichen des Kündigungsrechts ergangen, deren genaue Kenntnis für die Vorbereitung einer arbeitgeberseitigen Kündigung und die erfolgreiche Durchführung eines ggf. sodann folgenden Kündigungsrechtstreits unbedingt erforderlich ist.

Big Data hält Einzug ins Talent Management

Täglich hinterlassen Menschen digitale Spuren. Das dadurch verursachte Massendatenaufkommen gilt unter Ökonomen inzwischen als der Rohstoff, der weltweit angeschlagene Volkswirtschaften wieder auf Kurs bringen könnte. Softwarefirmen bieten inzwischen Auswertungstools an, damit aus den Daten Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden können. Fachleute bezeichnen diese Technologien als „Big Data“. Auch für die Gewinnung und Beurteilung von Talenten gibt es inzwischen zahlreiche Instrumente. Ein Kurzüberblick.

Recruiting-Report 2016: Social Media Recruiting ist im Kommen

“Xing und Co. mischen die Personalabteilungen auf“ … zugegeben, ganz so weit ist es noch nicht. Aber die Personalexperten setzen bei ihren Rekrutierungsbemühungen durchaus verstärkt auf die sozialen Netzwerke. Das ist ein Ergebnis des Recruiting-Reports 2016, für den das Magazin personal manager gemeinsam mit den Netzwerkportalen HRM.at, HRM.de sowie HRM.ch im September und Oktober 2015 Personalexperten aus österreichischen, deutschen und Schweizer Unternehmen befragte.

EY-Mittelstandsbarometer: Sorgen um heimische Wirtschaft, dennoch viele Neueinstellungen geplant

Die Prüfungs- und Beratungsorganisation Ernst & Young Österreich hatte im Dezember 2015 bundesweit 900 Mittelständler telefonisch über ihre Konjunkturaussichten und ihre eigene Wirtschaftslage befragt. Die aktuell schwache Volksökonomie erscheint 47 Prozent der Befragten als Gefahr für ihren Betrieb. Noch ist die Lage aber offenbar ruhig, 86 Prozent sind nämlich mit ihrer Geschäftslage zufrieden, ein Drittel rechnet sogar mit Verbesserungen in den nächsten sechs Monaten. Knapp ein Viertel der Befragten will zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Ihr Name ist nicht „Vogel“. Kommunizieren Sie, aber zwitschern Sie nicht. Fünf Dialog-Tipps

Die digitalen Kommunikationsmedien haben unser Dialogverhalten verändert. Oft lassen wir uns von den Tools zur Beiläufigkeit verleiten, was unseren Kontakten und Beziehungen erheblich schaden kann. Trumpf ist und bleibt im Zwischenmenschlichen – digital hin oder her – bewusst zu kommunizieren. Barbara Liebermeister hat uns als Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) fünf lesenswerte Tipps zusammengestellt.

Digitale Zeiten, andere Talente. Welche wir jetzt wirklich brauchen

Talente zu entwickeln, setzten Personalberatungen erstmals in den 1990er Jahren auf die Agenden der Unternehmen. Die Konzepte drehten sich um die Stars der Belegschaft; später entdeckte die HR-Szene die Notwendigkeit, alle Mitarbeiter zu entwickeln, um ihre Employability zu gewährleisten. Aktuell wird die Talente-Diskussion durch den digitalen Arbeitsmarktwandel angeheizt. Da ist von digitalen Kompetenzen, von Toolwissen und Ähnlichem die Rede. Wir fragen grundsätzlich: Welche Begabungen fordert die vernetzte Wirtschaft vom Einzelnen heute?

Gut vorbereitet sein auf die Zielvereinbarungen

Führungskräfte wollen gut vorbereitet sein auf Zielvereinbarungen. Dies kostet regelmäßig viel Zeit. Eine gute Investition in eine zeitsparende effizientere Vorbereitung auf die Zielvereinbarungsgespräche ist ein Trainingstag in Leipzig.

Mehrheit der Generation Z ist offen für Berufsausbildung: Was ist ihnen wichtig?

Die nächste Generation von Arbeitnehmern steht in den Startlöchern: Die „Generation Z“ umfasst die zwischen 1996 und 2000 Geborenen. Die Auswertung der Daten von Universum zeigt, dass in Deutschland ein großes Potenzial für Angebote zur Berufsausbildung durch Unternehmen besteht. Was beschäftigt potenzielle Adressaten solcher Angebote? Was gilt es für Unternehmen zu beachten?

Die Generation Y begeistern und binden

Zur Generation Y zählen immer mehr Mitarbeiter. Sie dauerhaft im Unternehmen zu halten erfordert, sich auf sie einzulassen und zu wissen, was diesen ersten Digital Natives wichtig ist. Worauf es ankommt, fasst dieser Beitrag zusammen.

Konzeptentwicklung für das Employer Branding

Zur Konzeptentwicklung für das Employer Branding ist keine andere Stadt besser geeignet, als die nach klarem Konzept erbaute Stadt Mannheim. Hier findet im März bereits zum zweiten Mal ein HR-Workshop Employer Branding mit Gunther Wolf statt.

Übersicht über das Arbeitsrecht & Arbeitsschutzrecht 2015/16

Dieses Buch informiert aktuell, kompakt und praxisnah über das gesamte deutsche Arbeitsrecht. Autoren sind u. a. AuA-Beirat Ministerialdirektor Hans Peter Viethen und Prof. Dr. Reinhard Richardi sowie viele hohe Beamte des BMAS und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dresden sowie eine Arbeitsrichterin. Sie berücksichtigen selbstverständlich die Reformen in der Gesetzgebung sowie die jüngsten Entwicklungen in der Rechtsprechung des EuGH und der Arbeitsgerichte.

Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH
(Hrsg.), 9. Auflage, Nürnberg, 2015,
950 Seiten + CD-ROM, Preis: 36 Euro

Internationale Personalauswahl: Wie wir die Richtigen erkennen, auch wenn sie anders sind als wir

Um es vorwegzunehmen: Das Buch ist auch für den im internationalen Personalbereich beratenden Juristen eine äußerst gewinnbringende und erkenntnisreiche Lektüre! Der Autor – ein Sozialwissenschaftler, systemischer Coach, Trainer und Berater – legt ein strukturiert und fundiert geschriebenes Werk vor, das auch für einen langjährig tätigen Berater erstaunliche Erkenntnisse bereithält.

Von Tim Riedel, Vandenhoeck & Ruprecht,
Göttingen 2015, 265 Seiten, mit einem
Geleitwort von Werner Sarges, Preis: 39,99 Euro

Auslandsentsendung: Wo Expats leben wollen

New York ist nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern auch die Traumstadt für Expats, dicht gefolgt von London, Barcelona, Sydney und San Francisco. Paris, Singapur, Dubai, Amsterdam und Rom sind ebenfalls in den Top 10 vertreten. Dies ergab eine Befragung von mehr als 14.000 Expats aus aller Welt von InterNations, einem Netzwerk und Informationsportal für alle, die im Ausland leben und arbeiten. Tatsächlich schafft es keine einzige deutsche Stadt auf die Liste der zehn Traumziele für Expats.

Neue Beitragsbemessungsgrenzen für 2016: Was bedeutet dies für Auslandsentsendungen?

Die Bundesregierung hat kürzlich die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) – das ist der Betrag des Entgelts eines Arbeitnehmers, bis zu dem die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung herangezogen werden – für das Jahr 2016 beschlossen. Konkret erhöhen sich ab dem 1. Januar 2016 die BBG in der Kranken- und Rentenversicherung. Dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeit von Personalverantwortlichen, die Auslandsentsendungen betreuen.

Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 98 BetrVG: Betriebliche Bildungsmaßnahmen

Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats sind im Zusammenhang mit internen Bildungsmaßnahmen unterschiedlich ausgestaltet und nicht immer leicht zu identifizieren. Die Beteiligten brauchen konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen, damit sie im Idealfall kostspieligen gerichtlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen können.

Vergaberecht: Mindestlohnvorgaben für Subunternehmen unzulässig

Art. 56 AEUV; Art. 3 Abs. 1 RL 96/71/EG;§ 4 Abs. 3 TVgG NRW

1. Das Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen verstößt insoweit gegen die Dienstleistungsfreiheit, als es auch für solche Leistungen einen bestimmten Mindeststundenlohn vorschreibt, die von ausländischen Subunternehmen in anderen EU-Mitgliedstaaten erbracht werden (hier: Polen).

2. Eine solche Regelung berücksichtigt nicht, dass die Lebenshaltungskosten in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich hoch sind und nimmt Unternehmen die Möglichkeit, die aus niedrigen Lebenshaltungskosten in ihrem Land resultierenden Wettbewerbsvorteile zu ziehen.

(Leitsätze des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 18. September 2014 – C-549/13

Anrechnung vorfällig gezahlter Einmalzahlungen auf Mindestlohn

Art. 3 RL 96/71/EG

Einmalzahlungen können Arbeitgeber nur dann auf den Mindestlohn anrechnen, wenn mit ihnen die vertraglich vereinbarte Normalleistung des Arbeitnehmers vergütet wird. Eine Anrechnung ist nicht von vornherein ausgeschlossen, wenn die Einmalzahlung außerhalb des Zeitraums erfolgt, für den sie die Leistung der betreffenden Mitarbeiter entgelten soll.

(Leitsätze des Bearbeiters)
EuGH, Urteil vom 17. November 2013 – C-522/12

Kündigungsschutzklage lässt Zahlungsansprüche nicht verjähren

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 24.06.2015 (5 AZR 509/13) die Vergütungsklage eines Arbeitnehmers auf Annahmeverzugsansprüche durch Verjährung abgewiesen. Im Ergebnis gilt für Beschäftigte nun als zumutbar, mindestens drei Jahre nach Ablauf des Fälligkeitszeitraumes eine bezifferte Leistungsklage einzureichen. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass Beschäftigte auf diese Weise eine faire Chance erhalten, Vergütungsansprüche einzuklagen.

Rückenwind für Gewerkschaften in der Tarifrunde 2016

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben die Tarifrunde 2016 eingeläutet. Den Anfang machte bereits die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie. Ihr folgen im ersten Quartal 2016 Ende Januar die Deutsche Telekom AG, Ende Februar Bund und Gemeinden und Ende März die Metall- und Elektroindustrie. Tarifexperten des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung bescheinigen den Gewerkschaften aufgrund positiver Konjunkturprognosen famose Erfolgsaussichten. Werden die Tarife erneut und damit seit 2012 in Folge oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate zulegen?

Mediation: Mitbestimmung bei unwirksamer Arbeitgeberweisung

§§ 87 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BetrVG; § 1 Abs. 1 MediationsG

1. Die Weisung des Arbeitgebers an Mitarbeiter, an einem Abschlussgespräch zu einem Mediationsverfahren teilzunehmen, betrifft die Lage der Arbeitszeit und unterliegt daher dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG.

2. Das Mitbestimmungsrecht ist nicht deshalb ausgeschlossen, weil die Weisung des Arbeitgebers gegen § 1 Abs. 2 MediationsG, wonach die Teilnahme an einem Mediationsverfahren nur freiwillig erfolgen kann, verstößt und deshalb unwirksam ist.

(Leitsätze des Bearbeiters)
BAG, Beschluss vom 30. Juni 2015 –
1 ABR 71/13

Entgeltfortzahlung: AU bei langjähriger Alkoholabhängigkeit

§ 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG; § 276 BGB

Eine Arbeitsunfähigkeit ist nur dann verschuldet gem. § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG, wenn ein Arbeitnehmer in erheblichem Maße gegen das von einem verständigen Menschen in seinem eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstößt. Nur dann verliert er seinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Bei einem alkoholabhängigen Beschäftigten fehlt es suchtbedingt auch im Fall eines Rückfalls nach einer Therapie regelmäßig an einem solchen Verschulden.

(Leitsatz des Bearbeiters)
BAG, Urteil vom 18. März 2015 –
10 AZR 99/14

„Goodbye McK… & Co.“ Welche Berater wir zukünftig brauchen. Und welche nicht

Starke Veränderungen im Markt konfrontieren Berater und die Consulting-Majors mit immer neuen Herausforderungen. Die Kunden wollen heute mehr und Anderes als klassische Beratung mit Powerpoints, Excel-Analysen und Big Data. Nicht mehr der Allrounder ist gefragt, sondern ein Mensch mit Expertise, Fokussierung, Unverwechselbarkeit und vor allem Nahbarkeit.

Von Edgar K. Geffroy und Benjamin Schulz,
Gabal Verlag, Offenbach 2015, 222 Seiten, gebunden,
Preis: 29,90 Euro

Epilepsie am Arbeitsplatz: Haftungsfragen und Beurteilungsmaßgaben

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat einen Leitfaden zur beruflichen Beurteilung bei Epilepsie und nach einem ersten epileptischen Anfall veröffentlicht. Zahlen zur Quote der tatsächlich betroffenen Personen in der Arbeitswelt oder Bevölkerung liegen dem Spitzenverband nicht vor. Laut Angaben der WHO und des Bundesstatistikamt geht es um eine Zahl im sechsstelligen Bereich. Wir stellen Ihnen arbeitsplatzrelevante Haftungsfragen, Beurteilungsgrundsätze sowie Infoadressen für dieses literaturarme Sachfeld zusammen.

Talentmanagement-Software und Fachkräftemonitor strategisch einsetzen

Erstmals seit drei Jahren ist der Fachkräftemangel in Österreich rückläufig. Das zumindest ergibt die jüngste Talent Shortage Survey der ManpowerGroup, die Ende Juni erschienen ist. Dennoch haben 39 Prozent der österreichischen Arbeitgeber noch immer Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um drei Prozentpunkte gefallen und entspricht dem globalen Durchschnitt von 38 Prozent. Was lässt sich dagegen unternehmen? Technische Lösungen wie Talentmanagement-Software oder der Fachkräftemonitor können helfen.

Praktikanten gehören wertgeschätzt

„Der Praktikant soll mal eben Kaffee holen und danach die Ordner hier aufräumen“. Kennen Sie das? Wenn solche Sätze im Betrieb fallen, kann ich versichern, dass es Betrieben misslingen wird, einen neuen Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Zumindest nicht durch ein herausragendes Praktikantenangebot. Denn Praktikanten wollen ein interessantes und spannendes Praktikum, in dem sie sich weiterentwickeln und Erfahrungen sammeln können, die sich auch in ihrem Lebenslauf wiederfinden. Sie wollen nicht den Kaffee für den Chef holen oder andere Arbeiten tätigen, die sonst keiner machen will.

Keynote Personalbeschaffung

Die Keynote Personalbeschaffung auf dem Unternehmerforum der Sparkasse Tauberfranken war ein voller Erfolg: Redner Gunther Wolf begeisterte mit geballtem Wissen über Mitarbeiterbindung, Personalgewinnung und Arbeitgeberimage.

Kollektive Intelligenz untergräbt Vorbildtheorie in der Führung | Kruse-Serie | Teil 1

An dieser Stelle erscheinen künftig Peter Kruse-Texte. Geschrieben über Prof. Dr. Peter Kruse und sein fundiertes Forschungswerk. Der Professor, Psychologe, Hirnforscher und Wirtschaftsberater verstarb letztes Jahr und hinterlässt aufschlussreiche Erkenntnisse über Partizipationsprozesse, denen er sich zuletzt besonders stark widmete. Er war Ideengeber für Organisationen wie die Global-Marshall-Plan-Initiative, das Ökosoziale Forum oder die Bertelsmann-Stiftung. Wir beginnen die neue Serie mit einem Beitrag über Führung im Zeichen kollektiver Intelligenz.

Personalführung: Die Belegschaft ist tot, es lebe die Community!

Wo die Wirtschaft einer netzwerkartigen, projektbasierten Landschaft gleicht und Beschäftigte als Mitunternehmer agieren, werden aus klassischen Belegschaften Gemeinschaften. Neu ist das nicht. Firmen wie Bosch arbeiten bereits im Corporate Learning, Personalmanagement oder der Produktentwicklung mit dem Community-Ansatz. Wir sagen, warum Sie auf den fahrenden Zug springen sollten und wohin die Reise führt.

Tschüss Wettbewerb! Der stille Triumph eines neuen Menschenbildes in der Personalarbeit

Das Konzept des Wettbewerbs in der Marktwirtschaft erodiert. Die digital vernetzte Arbeits- und Wirtschaftswelt versetzen ihm empfindliche Stöße. Weltweit gehen Organisationen längst zu anderen Tagesordnungen über. Ein starker Impuls dazu geht vom Menschenbild zunehmend agil gestalteter und auf Innovation getrimmter Unternehmen aus; diesem fehlen die wölfischen Reißzähne, die Wettbewerbsverfechtern heilig sind. Im Spiegel der Wirtschaftspraxis verkommt das alte Kampfgerassel zum Luftkonzert. Zeit, Abschied von Glaubenssätzen zu nehmen.

Rezension: Der Ökonom als Menschenfeind?

Unsere Zeit ruft nach Innovation. Technik und Naturwissenschaft liefern längst. Darum kann jetzt schon gefragt werden: Was folgt dem digitalen und biologischen Automatisierungs- und Forschungshype? Antwort: Soziale Innovationen; mit einem Epizentrum in der Arbeitswelt; der alte Menschheitstraum von einem Leben ohne Existenzbedrohung ist unerreicht. Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Sebastian Thieme gehört zu jenen, die ihm Grundlage schaffen. Sein Buch zeigt, dass Fortschritte eine humane Haltung erfordern. Pflichtlektüre für Personalverantwortliche!

Über die misanthropischen Grundmuster der Ökonomik
Autor: Dr. Sebastian Thieme, Verlag Barbara Budrich
(Mitglied der UTB für Wissenschaft – Uni-Taschenbücher GmbH, Stuttgart)
9/2013, 103 Seiten, 12,90 €

Mythos „Last man standing“: Gestresste Beschäftigte verharren lieber in Problemen

Viele Arbeitnehmer ächzen unter hohem Arbeitspensum und leiden an Konflikten mit Kollegen und Vorgesetzten, doch sie halten die Probleme aus und in ihrer Freizeit schaffen sie wenig Ausgleich. Dabei fühlen sie sich in ihren Rollen und Jobs durchaus wohl. Die im Dezember letzten Jahres publizierte Orizon Arbeitsmarktstudie 2015 sollte Gesundheitsbeauftragte und Personaler alarmieren: Hilfe anzubieten, genügt nicht. Der Gestresste braucht Ansprache.

Jetzt teilnehmen: HR-Software-Report 2016

Welche Erfahrungen hat Ihr Unternehmen mit HR-Software gesammelt? Wie setzen Sie Ihre IT-Lösungen ein und welchen Bedarf sehen Sie für die Zukunft? Diesen Fragen geht das HRM Research Institute gemeinsam mit dem Magazin personal manager – Zeitschrift für Human Resources in einer Studie nach.

MARKTKompass HR-Start up: AWARITY – die menschliche Firewall

Unser Marktkompass hat Ihnen in 2015 bunte Nachrichten zu Produktneuerscheinungen geliefert. Dieses Jahr stellen wir Ihnen jeweils ein Start up-Unternehmen vor, dessen Innovation uns bemerkenswert erscheint. Wir beginnen mit einem jungen Anbieter aus Österreich. Mit ihrem Produkt „Awarity – die menschliche Firewall“ haben sie ein E-Learning System für Sicherheitsschulungen entwickelt, dessen Basis Fehlerkultur in alle Richtungen ist. Da müssen auch jene lernen, welche die Inhalte erstellen. Spannend!

Fahrplan für die Digitalisierung von Personalakten

Im November 2015 berichteten wir Ihnen von unserer ersten erfolgreichen Veranstaltung innerhalb unserer neuen HR-Kompetenzreihe; Thema war die Umstellung von Personalpapierakten auf digitale Akten. Die Anbieter präsentierten nicht nur ihre Lösungen, sondern gaben auch Tipps, wie Personaler diese Umstellung strategisch angehen sollten. Die Anregungen haben wir zu einer Arbeitshilfe zu Ihrer Verwendung zusammengestellt. Hier ist sie.

Möglichkeiten, Veränderungen und arbeitsrechtliche Grenzen durch das AGG: Moderne Personalbeschaffung

In Deutschland werden qualifizierte Fachkräfte mehr denn je gesucht. Im dritten Quartal 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) auf 43,2 Millionen und Arbeitgeber erklären, Stellen nur sehr schwer und einige gar nicht besetzen zu können. Was sind die Gründe und welche rechtlichen Herausforderungen müssen Unternehmen bei einem modernen Recruiting-Konzept beachten?

Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Michael Weber, Partner bei Rellermeyer Brandts Partner, Düsseldorf.

Buchtipp für Recruiter: Neuromodales Recruiting

Das Einstellungsinterview ist heute immer noch das am häufigsten eingesetzte Verfahren der Personalauswahl. Erstaunlicherweise ist dabei jedoch die Fehlerrate bei Neueinstellungen sehr hoch. Das liegt zum einen an der fehlenden Strukturierung des Interviews und zum anderen an der geringen Erfahrung vieler Interviewer.

Erfolgreich wird ein Einstellungsinterview immer dann, wenn es dem Interviewer gelingt, möglichst viele Informationen über die Denk- und Handlungspräferenzen eines Bewerbers zu gewinnen.

Das Buch vermittelt, wie Sie mit einfachen neuromodalen Techniken weit mehr Informationen gewinnen, als es in einem herkömmlichen Interview möglich wäre. Die systematische Vorgehens-weise ermöglicht eine hohe Validität und verschafft Ihnen einen tieferen Blick hinter die Präsentationskulisse der Bewerber.

Optimieren Sie Ihre Einstellungsinterviews: Mehr Informationen – keine Fehlerraten

ISBN 9 783 739 230 702

Die neue Flexi-Rente kommt!

Lange hatte die Berliner Koalition über die sog. “Flexi-Rente” beraten. Zwischendurch sah es so aus, als wäre das im Koalitionsvertrag definierte Vorhaben ganz gestorben. Nun hat man sich doch überraschender Weise recht schnell innerhalb der Koaliton auf die Eckpunkte in einem Koalitionsbeschluss vom 11.11.2015 geeinigt.

Bekanntlich können Arbeitnehmer bereits mit 63 Jahren in die vorgezogene mit Abschlägen versehene Altersrente gehen (Altersrente für langjährig Versicherte bei Vorliegen von 35 Wartezeitjahren). Viele Menschen würden gerne noch länger arbeiten, aber eben nicht unbedingt in Vollzeit. Viele hören dann früher gleich ganz auf. Stattdessen soll es die so genannte Flexi-Rente geben. Wer in Teilrente geht, und gleichzeitig in Teilzeit weiterarbeitet, der soll künftig mehr von seinem Zuverdienst behalten können.

Zielformulierung Schritt für Schritt

Eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften ist das Finden von Zielen, die Zielformulierung und das Überprüfen der Zielumsetzung. Wie es geht, beschreibt Gunther Wolf in seiner Short Method.

Bitte kein Trockentraining im Talent Management

Talent Management ist aus Relationaler Sicht keine HR- sondern vielmehr eine Führungsverantwortung – und sie kann nicht im Trockentraining (jemand wird als Talent identifiziert und dann „auf seine Aufgabe vorbereitet“), sondern nur „on the job“ praktiziert werden (d.h. das Talent „tut“ das Neue und wird als Talent dabei begleitet). Dieser klare Prozess bringt das Management in die Verantwortung, die Talente zu sichern, während die Business Partner/HR die passenden Prozesse dazu schaffen. Das Ganze kann sehr kostengünstig und effizient für das Unternehmen ablaufen.

«Wir fördern weltoffene Talente»

Fachwissen allein genügt für die Arbeitswelt der Zukunft nicht mehr. Gefragt sind Anwendungskompetenz und interkulturelle Erfahrungen. Beim Ostschweizer Technologiekonzern Bühler werden bereits Lehrlinge noch während ihrer Ausbildung ins Ausland geschickt, um Schlüsselqualifikationen für die globale Wirtschaft zu erwerben. Im Gespräch mit Persorama zeigt Christof Oswald, Head of Human Resources, die Vorteile der internationalen Ausrichtung in der Lehrlingsausbildung auf.

[Auszug]
Persorama: Was hat Bühler veranlasst, sich für eine internationale Lehrlingsausbildung stark zu machen?

Christof Oswald: Wir haben bereits 2008 damit begonnen, erste Lernende ins Ausland zu schicken – mit dem Ziel, die Lehrlingsausbildung internationaler und attraktiver zu machen. Denn uns war angesichts rückläufiger Lehrlingszahlen und mit Blick auf die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte klar: Wir müssen die besten jungen Leute gewinnen, wenn wir international erfolgreich sein wollen. Und die Aussicht, einige Monate während der Ausbildung ins Ausland zu gehen, ist besonders für junge Leute attraktiv.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 1, Frühling 2016

«Das ist wie Zehnkampf»

Auslandsentsendungen verändern sich – zum Beispiel durch geopolitische Ereignisse, neue Mitarbeiterinteressen und strikteres Kostenmanagement in Unternehmen. Zunehmend erfordern auch Sicherheitsthemen komplexe Management-Massnahmen. Wie HR mit solchen Anforderungen zielführend umgehen kann, diskutierten Teilnehmende des Persorama-Roundtables zum Thema Global Mobility.

[Auszug]
Persorama: Wo stehen Schweizer Unternehmen beim Thema Global Mobility?

Giovanni De Carlo: Die Zeiten, in denen internationale Personaleinsätze «vergoldet» wurden, sind vorbei. Es wird heute meist nach kostenverträglichen Lösungen gesucht. Die Art und Weise der Entsendung hängt auch stark von der Branche ab – ob Industrie- oder Finanzsektor ist ein Riesenunterschied. Während etwa ein Bauzulieferer, der Rohstoffe im Ausland abbaut, auf Leute vor Ort angewiesen ist, lässt sich im Bankenbereich vieles virtuell erledigen. Auch die Ströme, welche Arbeitskräfte in welche Länder gehen, haben sich verändert – mitbedingt durch neue Wachstumsmärkte in Asien, Afrika und Lateinamerika.

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Quelle: persorama – Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Human Resources Management | Nr. 1, Frühling 2016