Die Studie der ECDL wurde vom Marktforschungsinstitut meinungsraum.at erstellt. In 2‘050 Online-Interviews und 492 praktischen Tests gaben deutsch- und französischsprachige Personen im Alter von 15 bis 64 Jahre ihre Selbsteinschätzung ab, beziehungsweise stellten ihr Können auf die Probe. Der Test umfasste 12 praktische Aufgaben aus den Bereichen Dateiverwaltung, Internet und E-Mail, Word sowie Excel.

Das augenfälligste Ergebnis der Erhebung ist die Selbstüberschätzung der Bevölkerung. Dies betrifft ganze 78 Prozent der Befragten. 16 Prozent unterschätzen sich. Personen mit schlechten Testergebnissen stuften sich sogar als zu gut ein. Naturgemäss schätzten sich jene Befragten realistischer ein, welche bereits ein Zertifikat für ihre Fertigkeiten besitzen. Sie haben auch bessere Testergebnisse. In dieser Studiengruppe stellten insbesondere die 15- bis 25-Jährigen solide Kenntnisse unter Beweis. Aber auch administrativ Tätige und Personen mit einem ICT-Zertifikat konnten gute Ergebnisse erzielen. Leider kann dies für die Mehrheit der Testteilnehmer nicht behauptet werden. Im Endergebnis erreichten die Teilnehmenden durchschnittlich nicht einmal die Hälfte (46%) der möglichen  Punkte.

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Foto von Bram Naus

SERVICE:Selbsttest

Sie können den Test selbst durchlaufen. Eine Onlineversion steht unter www.ecdl.ch zur Verfügung. 


Veranstaltungstipp

Vortrag Personal Swiss:

ECDL-Studie: Schweizer Bevölkerung überschätzt
eigene Computer-Kenntnisse. Was können Firmen tun?


Julia van Wijinkoop, Co-Geschäftsführerin 
ECDL Switzerland AG
Dienstag, 12. April 2016, 09:20 – 09:50 Uhr
Praxisforum 6 | Halle 4

Datenverwaltung und Emailen auf Top eins

Die ECDL-Studie zeigt auch, in welcher Weise die 2‘050 Befragten Computer und Internet grundsätzlich nutzen. Gefragt wurde nach privater und beruflicher Nutzung. Auf Top eins unter allen PC-Tätigkeiten liegt die Verwaltung von Dateien. 47 Prozent tun dies täglich und 29 Prozent mehrmals pro Woche. Unter den Webnutzungen liegt die Verwendung von E-Mail-Programmen auf Platz eins. 80 Prozent der Befragten betätigen die Anwendungen täglich, 13 Prozent mehrmals pro Woche.

Sehr wenig arbeiten die Schweizer hingegen vergleichsweise mit Bildern oder Präsentationen am Computer. Und im Internet beschäftigen sie sich am wenigsten mit Onlinebanking und -shopping.

Ausstattungstechnisch sieht es in der Schweizer Bevölkerung gut aus. Die ECDL-Studie erhob, wie Arbeitgeber ihre Beschäftigten technisch einrichten. Der klassische Desktop-Computer mit Windows-Betriebssystem herrscht mit 59 Prozent vor, gefolgt vom Windows-Laptop mit 23 Prozent. Apple hat an den Arbeitsplätzen weniger Gewicht. Die Desktops dieser Marke kommen auf vier Prozent und die Laptops auf ebenfalls vier Prozent. Smartphones und Tablets machen zusammen 25 Prozent der Geräte aus.