Die „Zukunft des Lernens“ in Zeiten der Ignoranz

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Foto von Luca Bravo

Kontakt für die Anmeldung
zur Preisverleihung:

Sandra Schall
HRM Research Institute GmbH
Rheinkaistrasse 2
D – 68159 Mannheim
Tel: +49 621 40 166-335
E-Mail: s.schall@leonardo-award.eu
www.leonardo-award.eu

Der Preis in der Kategorie Thought Leadership geht an Dr. C. Otto Scharmer. Der MIT-Professor und Gründer des Presencing Instituts in Cambridge wird für seine „Theorie U“ prämiert. Mit dieser „sozialen Technik der Freiheit“ beschreibt er, wie mithilfe von Anwesenheit (presence) und Wahrnehmung (sensing) von der Zukunft her geführt werden kann. So brachte er bereits Leistungsträger beim Führungskräfte-Programm des Weltwirtschaftsforums in Davos oder der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erfolgreich zusammen.

In der Kategorie Crossing Borders wird der Preis Dr. Hans Rosling, Professor für internationale Gesundheit am Karolinska Institutet in Stockholm, seinem Sohn Ola Rosling und seiner Schwiegertocher  Anna Rosling Rönnl verliehen. Gemeinsam sind sie Gründer des Gapminder Institutet in Schweden. Mit seinen provokativen Statistiken und visuell aufbereiteten Vergleichen sorgt es für ein eindrucksvolles Plädoyer gegen Vorurteile in aller Welt. Die drei Schweden zeigen eindrucksvoll, wie mit wissenschaftlichem Vorgehen blinde Ignoranz bekämpft werden kann. Sie sind damit ein Leuchtturm in einer Zivilgesellschaft, die über ihr Bildungsniveau eine beispielhafte  Willkommenskultur erreicht hat.

Zum zweiten Mal in Folge wird der Nachwuchspreis Young Leonardo Award vergeben. Preisträger sind die Gründer der Kiron Universität: Vincent Zimmer und Markus Kreßler. Kiron ist mittlerweile die wohl grösste Online-Universität, die Flüchtlingen global ein weiterführendes Bildungsangebot durch on- und offline Kurse anbietet. Mit Partneruniversitäten wie Stanford, dem Hasso-Plattner-Institut oder der RWTH Aachen können die Flüchtlinge einen anerkannten Abschluss erwerben – sie erhalten damit sowohl  bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, als auch vor allem eine positive Lebensperspektive.

Eine Erfolgsgeschichte:
Von Jacques Delors bis zu Jimmy Wales

Der Leonardo Award prämiert seit 2010 Persönlichkeiten, die sich des lebenslangen Lernens im 21. Jahrhundert verschrieben haben. Sie füllen damit den europäischen Geist mit Leben, den Professor Jaques Delors, der Architekt Europas, in seinem UNESCO-Säulen-Modell festgehalten hat: Lernen zu lernen. Lernen, Wissen zu erwerben. Lernen, zusammen zu leben. Lernen zu handeln. Lernen zu sein.

Zum ersten Leonardo-Preisträger, Professor Jacques Delors, hielt der kürzlich verstorbene Hans Dietrich Genscher eine ebenso fulminante wie zeitlose Laudatio: „Delors Bildungsreport als Pflichtlektüre für alle Verantwortlichen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – das wäre doch eigentlich eine schöne Gemeinsamkeit und eine schöne gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Für weitere Höhepunkte sorgten unter anderem Jimmy Wales (Wikipedia) mit der neuen Sicht auf Autorenschaft im Wissen oder die Brüder Kurt Stoll und Wilfried Stoll (FESTO) mit den bahnbrechenden Transformationen, die beim Lernen in Unternehmen stattgefunden haben.

Zusammenkunft der Wissens- und Bildungsexperten

Die feierliche Preisverleihung und das zeitlich davor stattfindende Leonardo Transfer Meeting, dem Think Tank für Corporate Learning, finden am 19. September 2016 in Bonn im Kameha Grand Hotel statt. Hier haben die Preisträger ausreichend Gelegenheit, ihre Projekte nicht nur vorzustellen, sondern gemeinsam aktiv mit Stakeholdern aus dem Bildungsbereich, der Wirtschaft und der Gesellschaft an den Gestaltungsmöglichkeiten für eine sinnvolle „Zukunft des Lernens“ mitzuwirken: Bildung ist von der Schule über die Wirtschaft bis zur Gesellschaft grundlegend für eine nachhaltige Welt, die allen Nationalitäten und Nationen offen steht.

Weitere Informationen zum Leonardo-Award, seinen bisherigen Preisträgern sowie den Mitgliedern des Beirates sind unter www.leonardo-award.eu verfügbar. Zusätzlich folgen im Vorfeld der Veranstaltung weitere Pressemitteilungen zu den einzelnen Preisträgern.

Kooperation mit UNESCO – Bildung als
Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit

Erstmals kooperiert der Leonardo Award mit der für berufliches und technisches Lernen verantwortlichen UN Institution, der UNESCO UNEVOC, vertreten durch deren Direktor, Dr. Shyamal Majumdar. Wie der Leonardo sieht auch UNEVOC die Notwendigkeit, berufliches und gesellschaftliches Lernen eng mit den Herausforderungen von Jugendarbeitslosigkeit, internationalem Zusammenhalt und „Green Economy Learning“ zu verknüpfen.

Die Preisträger haben erkannt, dass dies nur über eine Transformation der gesamten Gesellschaft geht: weg von den giftigen und zerstörerischen Maximen „immer schneller, immer höher, immer weiter“, weg von einem erhöhten Konsum; mit mehr Kooperation statt Konkurrenz; hin zu einem verantwortlichen, nachhaltigen Handeln – so wie es alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im September 2015 in ihren „Global Goals“, den Zielen zur weltweiten ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung, beschlossen haben.

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