WORK LIFE _016 LAGEBILD ZUR VEREINBARKEIT IN ÖSTERREICH

people doing office works
Foto von Alex Kotliarskyi

Das Hauptergebnis 2016 zeigt einen jahrelangen an Bedeutung gewonnenen Trend. Die über die Jahre hinweg für die Befragten immer wichtiger werdende eigene Work-Life-Balance verdrängt erstmals den Jobfaktor attraktive Bezahlung von Platz eins, und dies überraschenderweise über alle Alterskohorten hinweg. Dicht darauf gefolgt findet sich ebenso zum ersten Mal der Faktor geringe Stressbelastung so weit vorne, wodurch die psychischen Auswirkungen der anhaltenden Wirtschaftskrise ersichtlich werden.

Treiber dieser Veränderungen wird in der rasanten Entwicklung der individuellen Arbeitswelt gesehen, welche von Unsicherheit geprägt ist. 68 % der Befragten kommen aber zu dem Ergebnis, dass sich die Arbeitswelt, obwohl sie sich bereits sehr verändert hat, in den kommenden fünf Jahren noch weiter und in massiveren Ausmaßen wandeln wird. Daher ist auch anzunehmen, dass die steigende Bedeutung des Themas Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter zunehmen wird. Eine gute Work-Life-Balance ist den TeilnehmerInnen der Studie wichtig. Im Gegenzug dazu gibt aber eine Mehrheit von 62 % an, dass sie mit ihrer aktuellen gelebten Lage unzufrieden bis sehr unzufrieden sind. Durch den Jahresvergleich lässt sich erkennen, dass auch bei ältern MitarbeiterInnen eine entsprechende themenspezifische Bewusstseinsbildung in Gang gesetzt wurde und die Ansprüche an eine Balance zwischen Arbeits- und Privatleben auch hier weiter steigen werden. Dies erfordert unternehmensintern passgenaue Lösungen und Angebote für die Beschäftigten.

Auswertungen im Feld Entscheidungsträger ergeben, dass für die Unternehmen selbst dieses Thema an Bedeutung gewinnt und der Stellenwert der Vereinbarkeitsfragen beigemessen wird, zunimmt. 79 % der ManagerInnen erkennen eine geglückte Work-Life-Balance ihrer MitarbeiterInnen als wichtigen bis sehr wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg an. Lauf Angaben der Befragten ist der Wunsch nach mehr Flexibilität, zunehmender Zeitsouveränität und einer neuen Auszeitenkultur groß und fordert somit die heimischen Unternehmen zu Handeln auf.

international central european institute
Leiter Florian Schwillinsky

KiBiS Work-Life Management GmbH
Geschäftsführerin Edith Peter

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