EUROPAs 500: Prof. Dr. Dorothy Leonard

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Foto von Gabrielle Henderson

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Bestseller | “Deep Smarts: How to Cultivate
and Transfer Enduring Business Wisdom” &
andere Werke

Auf der Website der Leonard-Barton Group LLC findet sich eine Galerie aller Werke der Autorin; jeweils mit einer Kurzusammenfassung.

leonardbartongroup.com

Prof. Dr. Dorothy Leonard ist eine Bewahrerin des Wissens um das, was Lernen und Kreativität wirklich ausmachen. Und sie ist eine Promotorin jener Erkenntnisse, die Wirtschaft und Gesellschaft helfen, sich kreativ zu wandeln. Ihre Stimme wird in Konzernen, mittelständischen Unternehmen und in der Hochschulwelt weltweit gehört, sie hat Gewicht entwickelt.

Als Plattform für ihr Wirken dienten Prof. Dr. Dorothy Leonard akademische Institutionen. Zwischen 1980 und 1983 hatte sie an der Sloan School of Management, einer Einrichtung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) Studenten unterrichtet. Danach war sie nach Harvard gewechselt, wo sie mit innovativen und global federführenden Managern, Teams und Unternehmen arbeiten konnte; darunter Hewlett-Packard, der Telekommunikationskonzern AT&T sowie der Multi-Technologie-Konzern 3M.

Prof. Dr. Dorothy Leonard forschte und unterrichtete schwerpunktmäßig auf den Schnittstellen zwischen Produktentwicklung, Wissensmanagement, Technologietransfer und betriebliche Lernkulturen. Als Forschungsleiterin an der Harvard Business School and Director of Research and Knowledge Programs an der HBS Interactive – einer Non Profit Organisation der Harvard Business School – konnte sie ihre Erkenntnisse in der Praxis verankern.

Breiten Fachkreisen wurde die inzwischen emeritierte Professorin allerdings durch einen Begriff bekannt, den sie zusammen mit akademischen Kollegen wie unter anderem Walter Swarp einführte. Mit „Deep Smarts“ rief sie Learning und Corporate Learning Professionals das Wesen von profunder Expertise ins Bewusstsein; in einer Zeit, da Geschäftsprozesse allzu flüchtig und allzu sehr beschleunigt werden, und dies Unternehmen zur unzweckmäßigen Bildungsbeschleunigung verführt.

Das zweite Motiv für die Forschung über Deep Smarts war für Prof. Dr. Dorothy Leonard der weltweite demographische Wandel. Für die USA wies sie in 2014 daraufhin, dass durch den Abgang der Babyboomers 31 Millionen Jobs frei würden. Dies ziehe einen Tsunami des Knowhow-Verlustes nach sich. Zwar könnten Daten und Informationen inzwischen gespeichert und verarbeitet werden. Doch erst das jahrzehntelange Lösen von Problemen und ein frischer Blick für Situationen machten einen echten Experten aus.

Die Professorin untersuchte erstens, wie diese Experten andere Menschen einlernen können und zweitens, wie sich Deep Smarts überhaupt finden lassen. Im Ergebnis streicht sie stets hervor, dass sich Experten am besten dadurch ausbilden lassen, dass sie ihrer Leidenschaft für Hintergründiges nachgehen dürfen und an echten Fällen lernen können, bei denen sich keine sofort offensichtlich richtige Antwort ergibt.

Erkenntlich würden Deep Smarts an ihrem strategischen Systemdenken, an ihrer Weise analyseunabhängigen Urteilens und an ihrer Fähigkeit in komplexen Situationen rasch handeln zu können. Deep smart zu sein, entsteht laut Prof. Dr. Dorothy Leonard durch den persönlichen Lebensweg, die Erziehung und Bildung. Dazu kommen Rahmenbedingungen und mögliche Wegbegleiter. Wichtig sei außerdem auch, dass die Person selbstbestimmt durch eigene Erfahrungen lerne.  

Als kritischen Punkt im Umgang mit Expertenwissen erachtete Prof. Dr. Dorothy Leonard die Tatsache, dass Wissen einerseits neue Horizonte eröffnen, diese aber auch verstellen kann. Dazu unterstrich sie, dass Erfahrungswissen stets nur ein Wissen erster Hand sein dürfe. Die Person müsse etwas selbst erlebt haben. Daher vergleicht sie echte Experten oft mit jenen Menschen, die sich erstmals auf eine Materie einlassen und ihr unvoreingenommen begegnen. Auf dem Weg zur Meisterschaft verlören viele Menschen diese Fähigkeit allerdings.

Ein weiterer Kernpunkt im Werk der Professorin ist der Aspekt der Gruppendynamik. Sie begegnet der klassischen einseitigen Kreativitätsvorstellung von Einzelgenies mit dem Befund, dass die für Unternehmen so wichtige Kreativität im Dialog zwischen Menschen entstünde. Dazu mahnt sie allerdings auch an, bei Mitarbeitern und Studenten keine Kompetenzblasen durch allzu vereinfachenden Unterricht entstehen zu lassen. Wisse müsse oft auf beschwerlichen und langen wegen erarbeitet werden, damit es im Zusammenspiel mit anderem Wissen Wert hat.  

Prof. Dr. Dorothy Leonard ist Co-Autorin mehrerer Forschungsbücher, darunter dem Beststeller „Deep Smarts: How to Cultivate and Transfer Enduring Business Wisdom“. In 2013 erhielt sie für ihr Werk den Leonardo European Corporate Learning Award in der Kategorie „Thought Leadership“. Die Jury würdigte sie dafür, dass sie durch persönliche Vorbildfunktion und persönliche Ansprache erfolgreich weltweit Topmanager für neue Lernprozesse gewinnen konnte und Unternehmen zu einem einheitlichen und realistischen Verständnis für das Lernen anleitet. Weil es ihr gelang, Leitfiguren des Business bewusst zu machen, dass sie Verantwortung tragen, bewirkte sie, dass die Wirtschaft in Arbeitnehmer investiert.

Prof. Dr. Dorothy Leonard ist heute Mitglied der Beratungsgesellschaft Leonard-Barton Group LLC und unterstützt Wirtschaft und Gesellschaft durch Vorträge, Consultings und Workshops.

Forschungsvita | Darstellung des Forschungs-
werkes von der Harvard Business School

www.hbs.edu

Würdigung der Leonardo-Jury  

Die Jury des Leonardo European Corporate Learning Awards hat ihre Würdigung für Prof. Dr. Dorothy Leonard auf der offiziellen Award-Website veröffentlicht.

www.leonardo-award.eu

Harvard-Webinar | „Tools for Managing
your Company´s Deep Smarts”

Begleitend zu ihrem Buch unter dem Titel “Tools for Managing your Company´s Deep Smarts” hat Prof. Dr. Dorothy Leonard zusammen mit dem Harvard Business Publisher in 2014 ein Webinar gehalten. Dieses ist in voller Länge kostenfrei zugänglich.

leonardbartongroup.com

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