Hacks zum Thema “Recruiting is not HR?” (HRMHacks Podcast Episode #60)

An dieser Stelle die wichtigsten Punkte von Marcel Poelker noch mal zusammengefasst:

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Foto von Glenn Carstens-Peters

HR von Recruiting trennen: Personalabteilungen sind meist mit Verwaltungsaufgaben ausgelastet und können nur wenig Zeit aufwenden, sich dem Anwerben von Mitarbeitern zuzuwenden. Zumal für das Recruiting ein anderes Skill Set nötig ist, ein aktives Suchen im Markt.

Recruiting ist eine Investition in die Zukunft: Die Gewinnung von Talenten sollte nicht als reine Kostenstelle angesehen werden. Mitarbeiter sind die wichtigsten Treiber für den Unternehmenserfolg.

Inhouse vs. Dienstleistung: Wenn ein Unternehmen konstanten Bedarf in einem Bereich hat, ist es sinnvoll, die Mitarbeitersuche inbound zu organisieren. Aber: Ein Recruiter kann aber nur in seltenen Fällen für verschiedene Berufsbereich erfolgreich suchen. In solchen Fällen sollte auf einen externen Dienstleister zurückgegriffen werden.

In den Outreach gehen: Gegenwärtig werden mehr Active Sourcer als Entwickler gesucht, d. h. die Kandidatenlage ist derart angespannt, dass Unternehmen gezwungen sind, aktiv am Markt um Mitarbeiter zu werben.

Neue Wege beim Posten beschreiten: Die üblichen Kanäle wie Xing, LinkedIn & Co. sollten natürlich weiter genutzt werden. Aber auch Nischen-Plattformen wie Reddit können überraschend gute Ergebnisse liefern. 

Der Bewerbungsprozess ist Werbung für das Unternehmen: Im Recruiting sollte das Unternehmen durch einen schlanken Prozess und offene Kommunikation einen guten Eindruck auf den Kandidaten hinterlassen. 

Auf Anschreiben der Kandidaten verzichten: Über die Motivationsgründe kann auch in den persönlichen Interviews gesprochen werden. Viele Kandidaten schreckt der Wunsch nach einem Anschreiben ab.

Mit transparenter Kommunikation punkten: Beim Recruiting geht es um Menschen, und dies sollte der Kandidat zu spüren bekommen. Er will wissen, wo er im Prozess gerade steht. Auch bei der Gehaltsfrage sollte von Beginn an mit offenen Karten gespielt werden.

Ausländische Fachkräfte nicht ausschließen: Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen manchmal, Mitarbeiter aus dem Ausland zu rekrutieren. Das kann im besten Fall zu mehr Diversity und höherer Performance im Team führen.

Aus Bootcamps Mitarbeiter anwerben: Diese sind in der Regel nicht mit der Erfahrung oder dem Wissen einer studierten und langjährigen Fachkraft ausgestattet, können aber über interne Fortbildung zu wertvollen Mitarbeitern reifen.