5 Hacks für mehr Wirkung im Recruiting

Der Recruiting-Bereich steht unter Druck: Es gibt ein geringeres Budget, einen höheren Effizienzdruck und gleichzeitig die Erwartung, dass es strategisch zum Unternehmenserfolg beiträgt. Um in dieser komplexen Situation als HR- oder Talent-Acquisition-Team zu überzeugen, sind nicht nur gute Argumente erforderlich, sondern auch die passenden Zahlen, Daten und Fakten.
Dennis Böcker, der Vice President EMEA bei SmartRecruiters und erfahrene HR-Tech-Insider ist, bietet im HRM Hacks Podcast praxisnahe Ratschläge zur effektiven internen Kommunikation des Return on Investment (ROI) im Recruiting an.

Hier sind seine fünf wichtigsten Hacks für eine bessere ROI-Argumentation und dafür, im Management mehr Gehör zu finden.

1. Technologie allein führt nicht zu Kosteneinsparungen – sie muss effizient machen

Oft richtet sich der erste Blick auf die Lizenzkosten. Aber: Die wirklichen Kostenfresser im Recruiting sind nicht die Tools, sondern ineffiziente Prozesse, manuelle Aufgaben und eine schlechte Datenbasis.

🔧 Hack: Berücksichtige bei deiner Analyse nicht nur die Kosten deiner Lösung, sondern auch die Einsparungen: Zeit, Verwaltungsaufwand, Agenturkosten, Time-to-Hire usw. Nur so kann ihr tatsächlicher ROI ermittelt werden.


2. Kalkuliere mit tatsächlichen Verlusten – wie hoch sind die Kosten für eine vakante Position?

In Bereichen wie Vertrieb, Produktion oder Pflege bedeutet jede unbesetzte Stelle einen Verlust an Produktivität, Umsatz oder Servicequalität.

🔧 Hack: Stelle konkrete Berechnungen dar, wie etwa „Kosten pro unbesetztem Tag x durchschnittliche Time-to-Hire = Produktivitätsverlust in Euro“. Das lässt den Einfluss konkret erfassen.

3. Verwandle KPIs in deine stärksten Argumente Recruiting erfolgt häufig intuitiv, aber Argumente benötigen Zahlen.

Glaubwürdige Argumentation setzt das Wissen um die eigenen Werte für Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Source-of-Hire, Fill Rate und Hire Velocity voraus.

🔧 Hack: Setze ein übersichtliches KPI-Set auf (z. B. mit Dashboards) und führe einen Vergleich zwischen Alt- und Neu-Prozessen. Besonders überzeugend ist die Entwicklung der Zahlen nach der Einführung neuer Tools oder Maßnahmen.


4. Betrachte Recruiting als Wertschöpfung und nicht als Kostenstelle


Recruiting verursacht nicht nur Kosten, sondern generiert auch Wert – durch effektive Besetzungen, zügige Onboardings und eine geringere Fluktuation. Wer das demonstrieren kann, wird als Business Enabler angesehen.

🔧 Hack: Arbeite zusammen mit der Finanzabteilung an einer simplen ROI-Formel (z. B. „Produktivitätsgewinn – Recruitingkosten“) und zeige auf, welchen Einfluss das Recruiting auf die Gesamtstrategie hat.

5. Zeige auf, wie moderne Tools neue Chancen bieten

Eine flexible, integrierbare Recruitinglösung bietet mehr als nur Effizienz – sie eröffnet Innovationen wie Talentpools, Referrals, KI-gestütztes Screening, Performance-Marketing und interne Mobilität.

🔧 Hack: Betone nicht nur die Einsparung, sondern auch neue Chancen und deren spezifische Auswirkungen auf das Geschäft. „Was können wir mit der neuen Lösung tun, das vorher nicht möglich war?“

Fazit:

Wer mit dem CFO redet, benötigt mehr als nur ein Bauchgefühl. Das Recruiting muss sichtbarer werden – und das kann nur durch eine fundierte interne Kommunikation erreicht werden. Wer den Nutzen von HR-Tech und zeitgemäßen Abläufen verständlich machen kann, wird wahrgenommen – selbst bei Reduzierungen des Budgets.

Oder, wie Dennis Böcker es formuliert: „Treibe die Themen mit Daten – bevor du von Zahlen getrieben wirst.“

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