Gleitzeit – Das Wichtigste im Überblick

Die Gleitarbeitszeit beschreibt ein flexibles Arbeitszeitmodell, das es dem Personal ermöglicht, den täglichen Arbeitsbeginn und das Arbeitsende frei zu koordinieren. Häufig enthält der Gleitzeitrahmen eine Kernarbeitszeit. In diesem Zeitraum ist jeder Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz. Sehr oft wird die Gleitarbeitszeit mit einem elektronischen Zeiterfassungssystem verknüpft.

Der Kerngedanke dieses Arbeitszeitmodells ist die flexible Festlegung von Arbeitsbeginn und -ende. Die Arbeitnehmer sind nicht gezwungen stets gemeinsam ihre Arbeit aufzunehmen und zu beenden. Das kommt vor allem Beschäftigten und Pendlern in den Ballungsgebieten, die mit dem ÖPNV fahren oder ein Familienmitglied betreuen, zugute, denn sie müssen nicht minutengenau ihren Arbeitsplatz betreten.

Meist setzt sich die Gleitzeit aus der Kernarbeitszeit, in welcher Anwesenheitspflicht fĂĽr alle besteht sowie vor- und nachgelagerten Gleitzonen.

Beispiel:

Kernarbeitszeit: 09:00 – 14:00 Uhr
Gleitzeit: 07:00 – 09:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Das klassische Gleitzeitmodell legt die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit fest. Sie legt die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeitszeit zugrunde.

Gleitarbeitszeit kommt häufig im Bürowesen zum Einsatz, in der Produktion nicht sehr oft.

In Handelsbetrieben oder in Call-Centern ist kaum Gleitzeitarbeit möglich, da diese Einrichtungen ihren Kunden innerhalb der vorgegebenen Öffnungszeiten ihre Erreichbarkeit zusichern.

Weitere Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeitregelung

Neben dem sogenannten klassischen Gleitzeitmodell gibt es inzwischen weitere Modelle, von denen wir hier drei weitere kurz skizzieren.

Gleitarbeitszeit mit Verzicht auf eine Kernarbeitszeit

Hierbei handelt es sich um ein weiterentwickeltes Gleitzeitmodell. Es eignet sich vor allem für Arbeitsplätze, an denen Mitarbeiter recht eigenständig agieren können sowie kaum Abstimmungen unter Kollegen oder mit Kunden notwendig sind. Eine Kernarbeitszeit entfällt und der Arbeitgeber legt nur Betriebszeiten fest, an denen die Mitarbeiter ihre Arbeit verrichten können. Sie legen den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende also weitgehend selbst fest.

Überwiegend sind auch hier alle Mitarbeiter in Vollzeitbeschäftigung automatisch von 10:00 bis 14:00 Uhr am Arbeitsplatz. Teilzeitkräfte haben die Möglichkeit, im Gegensatz zur Teilzeitarbeit mit einer Kernarbeitszeit, auch frühmorgens oder spätabends zu arbeiten.

Gleitarbeitszeit und Funktionszeit

Dies ist eine Kombination aus Gleitzeit und Funktionszeit. Eine Kernarbeitszeit entfällt. Dieses Arbeitszeitmodell ist für Bereiche geeignet, in welchen ein Arbeitnehmer einen anderen vertreten kann. Die Funktionszeit wird so festgelegt, dass die entsprechenden Unternehmensbereiche zu bestimmten Zeiten erreichbar und funktionsfähig sind. Alle Mitarbeiter bestimmen ihre bevorzugten Arbeitszeiten innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens und in Abstimmung mit den Kollegen selbst. Sie können vor Beginn sowie nach Ende dieser Funktionszeit für eine gewisse Gleitspanne nutzen. Nicht alle Mitarbeiter müssen während des Funktionszeitraumes anwesend sein, wie es bei der Gleitzeitregelung mit einer Kernarbeitszeit der Fall ist. Wichtig ist, dass der betroffene Unternehmensbereich funktionsfähig ist.

Gleitarbeitszeit und Jahresarbeitszeit

Diese Variante sieht keine feste Tages- oder Wochenarbeitszeit vor. Hier spielt der Faktor Jahresarbeitszeit eine Rolle. Innerhalb dieses Rahmens können alle Mitarbeiter ihre tägliche Arbeitszeit gemäß ihrem jeweiligen Arbeitsaufwand festlegen. Über-sowie Minusstunden werden mithilfe eines Arbeitszeitkontos aufgezeichnet. Im jährlichen Durchschnitt sollten die Arbeitnehmer ihre im Arbeitsvertrag festgelegte Wochenarbeitszeit erreichen.

Wie lässt sich ein Gleitzeitmodell gut verwalten?

Mithilfe einer Zeiterfassungssoftware können Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Gleitzeitmodell verwalten. Hierbei werden die Gleitarbeitszeit und die mögliche Kernarbeitszeit in dieses Programm hinterlegt. Die Buchungen der Zeiten werfen gespeichert und mit ihnen entsteht ein Plus- oder Minussaldo auf dem Arbeitszeitkonto. Beide Seiten haben eine Übersicht über Über- sowie Minusstunden, sodass sichergestellt ist, dass die Beschäftigten ihre arbeitsvertraglichen Arbeitsleistung erfüllen. Wenn einige Plusstunden zusammenkommen, können die Mitarbeiter nachweisen, dass ihnen ein Zeitausgleich zusteht.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Gleitzeitmodell fĂĽr Arbeitgeber*innen?

Die höhere Flexibilität kann zu mehr Koordinationsaufwand führen. Weshalb kann es sich trotzdem für Arbeitgeber*innen lohnen, Gleitzeitmodelle einzuführen?

Vorteile

Nachteile

Welche Vor- und Nachteile hat ein Gleitzeitmodell fĂĽr Arbeitnehmer*innen?

Auch fĂĽr Arbeitnehmer*innen bringen die Gleitzeitmodelle sowohl Vor- als auch Nachteile mit.

Vorteile

Nachteile

Mehr zum Thema lesen Sie auch hier.

Quellen:

https://www.arbeitszeit-klug-gestalten.de/alles-zu-arbeitszeitgestaltung/arbeitszeitmodelle-im-ueberblick/gleitzeit

https://www.clockodo.com/de/lexikon/gleitzeit/

https://www.timetac.com/de/zeiterfassungslexikon/gleitzeit/