Was Du als Unternehmen im Bewerbungsprozess falsch machen musst, damit sich keiner bei Dir bewirbt (HRMHacks Podcast Episode #69)

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Foto von Glenn Carstens-Peters

Du willst wissen, was Du alles machen musst, damit sich KEINER bei Dir bewirbt? Hier findest Du alle Hacks von Ellen Maier für einen fulminanten Bewerbungsprozess-Crash.

○ Erstelle eine Stellenanzeige mit Deinen Kontaktdaten, lade sie in Job-Portalen hoch und fahre sofort in den Urlaub. Wenn sich die BewerberInnen auf die Stellenanzeige per Telefon oder E-Mail bei Dir melden, stelle sicher, dass Du eine Abwesenheitsnotiz eingestellt hast und keine Vertretung die Fragen in Deiner Abwesenheit beantworten kann.

○ Wenn BewerberInnen Dich doch telefonisch oder per E-Mail erwischen, sofort abweisen. Du hast keine Zeit für Fragen, denn die BewerberInnen bewerben sich bei Dir und Du gibst die Richtung vor.

○ Von oben nach unten denken. Du sollst Dich auf gar keinen Fall menschlich, werteorientiert oder zuvorkommend verhalten. Bloß keinen roten Teppich für den Bewerber ausrollen. Die ArbeitnehmerInnen bewerben sich bei den ArbeitgeberInnen und nicht umgekehrt.

○ Nicht zu schnell zurückmelden. Wenn Du eine Bewerbung erhältst, solltest Du die BewerberInnen einige Wochen lang schmoren lassen und auch nicht mit automatischen Nachrichten updaten.

○ Besser als gar keine Meldung ist eine Auto-Responder-Meldung. Den BewerberInnen sollte das Gefühl vermittelt werden, dass sie eine/einer von vielen sind und dass Du Wichtigeres zu tun hast, als Dich zurückzumelden. Auch Absagen lassen sich so am besten verschicken.

○ Beliebt bei den BewerberInnen sind auch Mini-Idiotentests. Beispielsweise die Tierchen, die dafür da sind, um zu überprüfen, ob man Roboter oder Mensch ist.

○ Verlange immer nach der eierlegenden Wollmilchsau! Die BewerberInnen sollen eloquent, kommunikativ, verantwortungsbewusst, eigenständig und vieles mehr sein.

○ Die endgültige Auswahl anhand von Bild und Jahrgang treffen. Die allerwichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für oder gegen die KandidatInnen sind Schönheit und Jugend.

○ Im Vorstellungsgespräch die richtigen Fragen stellen. „Sagen Sie mal was zu Ihren Stärken und Ihren Schwächen.“, „Wo wollen Sie in fünf Jahren sein?“, und vor allem: „Hm, Sie sind ja wirklich eine sehr attraktive junge Frau, Kinder und so auch schon in Planung?“.

○ Der krönende Abschluss: „Wir melden uns dann bei Ihnen.“ Das Gespräch so unverbindlich wie möglich beenden und auf gar keinen Fall die Fahrtkosten erstatten. Die BewerberInnen sollen nicht denken, dass das Unternehmen sie braucht.

Ellen Maier

MAIERs Soul Food

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