Great Place To Work®

Von Sarah Nolte, Great Place To Work®

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Magneten, der genau die Art von Talenten anzieht, die Sie
für Ihr Unternehmen benötigen. Wie kraftvoll wäre das? Nun, das ist keine Fantasie – es ist der
Kern des modernen Recruitings. Mit den richtigen Strategien und Techniken können Sie Ihre
Stellenanzeigen so gestalten, dass sie die Aufmerksamkeit der besten Talente auf sich ziehen,
fast wie Magie. Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Anforderungen und Erwartungen der
Bewerber*innen ändern sich und die Methoden zur Gewinnung der besten Talente entwickeln sich weiter. Die Recruiting Strategien, die gestern funktioniert haben, sind möglicherweise heute nicht mehr wirksam. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie auf dem neuesten Stand bleiben und die neuesten Trends und Techniken einsetzen.

Warum Recruiting Trends wichtig sind 

Es ist unabdingbar, sich an den aktuellen Recruiting Trends zu orientieren, da der Arbeitsmarkt dynamisch ist und sich ständig weiterentwickelt. Die Erwartungen und Anforderungen der Bewerber*innen ändern sich. Um die besten Talente zu gewinnen und zu halten, müssen Arbeitgeber diese Trends verstehen und darauf reagieren. Außerdem ermöglichen es Ihnen aktuelle Recruiting Trends, Ihren Einstellungsprozess zu optimieren, effizienter zu werden und sich von der Konkurrenz abzuheben.


Die Kunst des Storytellings im Recruiting

In unserer vernetzten und informationsüberladenen Welt hat Storytelling einen besonderen Stellenwert eingenommen. Wir sind umgeben von Geschichten – in Büchern, Filmen, in den sozialen Medien und in der Werbung. Geschichten haben die Macht, uns zu bewegen, uns zu inspirieren und uns zu überzeugen. Warum also nicht diese Macht auch im Recruiting nutzen?

Wenn Sie anfangen, Ihre Organisation und Ihre offenen Positionen als Geschichten zu betrachten, ändert sich die Art und Weise, wie Sie über Ihr Recruiting denken. Es geht nicht mehr nur darum, einen Job zu füllen. Es geht darum, eine überzeugende Geschichte zu erzählen, die zeigt, warum Ihr Unternehmen ein großartiger Ort zum Arbeiten ist und warum die potenziellen Kandidat*innen ein Teil dieser Geschichte sein sollten.

Beginnen Sie mit der Geschichte Ihres Unternehmens. Was sind die Werte und die Mission Ihres Unternehmens? Wie hat es angefangen? Was sind die Schlüsselmomente in seiner Geschichte? All diese Elemente können Teil Ihrer Geschichte sein. Sie können dazu beitragen, das Bild eines einzigartigen, spannenden und engagierten Arbeitsplatzes zu malen.

Aber vergessen Sie nicht, auch die Geschichte jeder offenen Position zu erzählen. Was würde diese Position bedeuten für das Unternehmen? Was wäre die Rolle der Person in der größeren Geschichte des Unternehmens? Wie könnte ihre Arbeit dazu beitragen, das Unternehmen voranzubringen und seine Mission zu erfüllen?

Die Kunst des Storytellings im Recruiting liegt in der Fähigkeit, diese Elemente zu einer kohärenten und ansprechenden Geschichte zu verknüpfen. Eine Geschichte, die die Kandidat*innen dazu inspiriert, sich vorzustellen, wie es wäre, ein Teil Ihres Unternehmens zu sein. Eine Geschichte, die zeigt, dass Sie nicht nur einen Job anbieten, sondern eine Gelegenheit, einen Unterschied zu machen und Teil von etwas Größerem zu sein.

Es geht darum, eine Verbindung auf emotionaler Ebene herzustellen, und es gibt kein mächtigeres Werkzeug dafür als das Storytelling.

 
Einfluss von KI und Technologie auf die Recruiting Trends

Künstliche Intelligenz (KI) und neue Technologien haben die Art und Weise, wie wir heute rekrutieren, revolutioniert. Mit fortschreitender Technologie entwickeln sich auch die Recruiting Trends ständig weiter, und KI spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Eine der bedeutendsten Auswirkungen der KI auf das Recruiting ist die Automatisierung von Prozessen. KI ermöglicht es, sich wiederholende und zeitaufwändige Aufgaben wie das Durchsuchen von Lebensläufen, das Senden von E-Mails und das Planen von Interviews zu automatisieren. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis und ermöglicht es Recruiter*innen, sich auf strategischere Aspekte des Recruitings zu konzentrieren.

Ferner verbessert KI die Qualität der Kandidat*innenauswahl. Mithilfe von Algorithmen können die Fähigkeiten und Erfahrungen der Kandidat*innen mit den Anforderungen der offenen Stellen abgeglichen werden. Das Ergebnis ist eine effizientere und zielgerichtetere Auswahl von Kandidatinnen, was letztlich zu besseren Einstellungsentscheidungen führt.

Ein weiterer Trend, der durch KI vorangetrieben wird, ist Predictive Analytics. Mit Predictive Analytics können Recruiter*innen zukünftige Einstellungsbedürfnisse vorhersagen, die Fluktuation von Mitarbeitenden reduzieren und die allgemeine Leistung des Einstellungsprozesses verbessern.

Darüber hinaus kann KI das Kandidat*innenerlebnis verbessern. Mit Chatbots und KI-gesteuerten Interaktionen können Bewerber*innen jederzeit Fragen stellen und erhalten sofortige Antworten. Dies erhöht die Zufriedenheit der Bewerber*innen und verbessert das Image des Unternehmens.

Flexible Arbeitsmodelle: Eine magische Anziehungskraft

Eines der bemerkenswertesten Merkmale der modernen Arbeitswelt ist der Aufstieg flexibler Arbeitsmodelle. Ob es sich um flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit oder Remote-Arbeit handelt, immer mehr Unternehmen erkennen den Wert, den diese Modelle für die Mitarbeitende bieten. Und diese Erkenntnis spiegelt sich in den aktuellen Recruiting Trends wieder.

Flexible Arbeitsmodelle bieten eine Reihe von Vorteilen für Mitarbeitenden. Sie bieten eine bessere Work-Life-Balance, reduzieren den Stress und erhöhen die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Sie ermöglichen es den Menschen, ihre Arbeit an ihre persönlichen Bedürfnisse und Umstände anzupassen, statt umgekehrt.

Aber was hat das mit dem Recruiting zu tun? Nun, es stellt sich heraus, dass diese Vorteile nicht nur dazu beitragen, die bestehenden Mitarbeitenden glücklich zu machen – sie sind auch ein mächtiges Werkzeug, um neue Talente anzulocken.

Das bedeutet, dass Unternehmen, die flexible Arbeitsmodelle anbieten, einen deutlichen Vorteil im Wettbewerb um Talente haben. Indem Sie zeigen, dass Sie die Bedürfnisse und den Wunsch der Menschen nach Flexibilität erkennen und respektieren, positionieren Sie sich als moderner, fortschrittlicher Arbeitgeber. Sie senden die Botschaft, dass Sie sich um das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden kümmern und bereit sind, Veränderungen zu akzeptieren und zu adaptieren.

Ebenso eröffnen flexible Arbeitsmodelle Ihnen auch den Zugang zu einem größeren Talentpool. Indem Sie Remote-Arbeit anbieten, können Sie Talente aus der ganzen Welt anziehen, nicht nur aus Ihrer unmittelbaren Umgebung.

Flexible Arbeitsmodelle sind daher ein Schlüsseltrend im modernen Recruiting. Sie sind ein mächtiges Werkzeug, um talentierte Bewerber*innen magisch anzuziehen und ihnen die Flexibilität und Freiheit zu bieten, die sie in der heutigen Arbeitswelt suchen. Indem Sie diese Modelle in Ihre Recruiting-Strategie integrieren, können Sie sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren und die besten Talente für Ihr Unternehmen gewinnen.

Förderung der Vielfalt und Inklusion

Vielfalt und Inklusion sind nicht nur soziale Imperative, sie haben auch einen realen Einfluss auf die Geschäftsleistung. Untersuchungen zeigen, dass vielfältige und inklusive Unternehmen produktiver sind, innovativer denken und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit aufweisen. Daher ist die Förderung von Vielfalt und Inklusion ein entscheidender Aspekt in den modernen Recruiting-Strategien.

Zur Förderung der Vielfalt geht es darum, eine breite Palette von Talenten anzuziehen, die Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Alter, Religion, Behinderung und andere Dimensionen der Vielfalt widerspiegeln. Es geht darum, einen Recruiting Prozess zu schaffen, der frei von Vorurteilen und Diskriminierung ist und allen Kandidatinnen gleiche Chancen bietet.

Inklusion geht jedoch über die reine Rekrutierung von Vielfalt hinaus. Es geht darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der alle Mitarbeitenden geschätzt, respektiert und unterstützt werden, unabhängig ihrer Unterschiede. Es geht darum, sicherzustellen, dass jeder das Gefühl hat, dazuzugehören und einen wertvollen Beitrag leisten zu können.

Förderung der Vielfalt und Inklusion kann viele Formen annehmen. Es kann bedeuten, dass Sie Ihre Stellenanzeigen und Jobbeschreibungen überdenken, um sicherzustellen, dass sie inklusiv und frei von geschlechtsspezifischen Formulierungen sind. Es kann auch bedeuten, dass Sie Ihre Auswahlprozesse überprüfen, um unbeabsichtigte Vorurteile zu eliminieren.  

Employer Branding: Ein entscheidender Faktor

Employer Branding, oder die Darstellung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber, ist in der heutigen wettbewerbsintensiven Arbeitsmarktlandschaft von entscheidender Bedeutung. Es geht darum, eine starke und positive Arbeitgebermarke zu schaffen, die qualifizierte und talentierte Bewerber*innen anzieht.

Eine starke Employer Brand kann einen erheblichen Einfluss auf Ihr Recruiting haben. Sie kann die Anzahl und Qualität der Bewerbungen, die Sie erhalten, erhöhen, die Kosten pro Einstellung senken und die Mitarbeiterbindung verbessern.

Aber wie baut man eine starke Employer Brand auf? Es geht nicht nur darum, ein glänzendes Bild von Ihrem Unternehmen zu malen. Es geht darum, eine authentische und einzigartige Geschichte zu erzählen, die Ihre Unternehmenskultur, Ihre Werte, Ihre Mission und das, was Sie als Arbeitgeber einzigartig macht, repräsentiert.

Das kann viele Formen annehmen. Vielleicht teilen Sie Geschichten und Erfahrungen Ihrer Mitarbeitenden auf Ihrer Karriereseite oder in den sozialen Medien. Vielleicht bieten Sie Einblicke in Ihren Arbeitsalltag durch Videos oder virtuelle Touren. Oder vielleicht nutzen Sie Mitarbeiterbewertungen und -empfehlungen, um das Wort über Ihre Arbeitgebermarke zu verbreiten.
 

Soziale Medien: Ein wichtiges Recruiting-Tool

Trotz ihres Potenzials bleiben soziale Medien jedoch oft ein ungenutztes Werkzeug im Recruiting. Viele Unternehmen nutzen sie nur in begrenztem Umfang oder gar nicht für ihre Recruiting-Aktivitäten. Dies ist eine verpasste Chance, denn soziale Medien bieten eine Fülle von Möglichkeiten, um Talente zu erreichen und anzusprechen.

Zunächst einmal bietet Social Media Zugang zu einem riesigen Pool von potenziellen Kandidat*innen. Mit Milliarden von Nutzer*innen weltweit können Sie auf sozialen Medien Menschen erreichen, die Sie auf traditionellen Recruiting-Kanälen vielleicht nicht erreichen würden.

Weiterhin ermöglichen soziale Medien eine gezielte Ansprache. Mit den umfangreichen Targeting- Optionen, die Plattformen wie Facebook oder LinkedIn bieten, können Sie Ihre Stellenanzeigen genau auf die Menschen ausrichten, die am besten zu Ihrem Anforderungsprofil passen.
 
Bedeutung von Data-Driven Recruiting

Data-Driven Recruiting ist ein Ansatz, bei dem die datengesteuerte Entscheidungsfindung in den Mittelpunkt des Recruiting Prozesses gestellt wird. Anstatt sich nur auf Intuition oder subjektive Meinungen zu verlassen, nutzen Recruiter*innen bei diesem Ansatz Daten und Analysewerkzeuge, um Erkenntnisse zu gewinnen, Trends zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Die Bedeutung dieses Ansatzes kann kaum überschätzt werden. Es ermöglicht eine objektivere, genauere und effizientere Auswahl von Kandidatinnen. Mithilfe von Daten können Recruiter*innen die Fähigkeiten und Erfahrungen der Kandidatinnen besser einschätzen und die Wahrscheinlichkeit ihres Erfolgs in einer bestimmten Rolle vorhersagen.

Überdies bietet data-driven Recruiting wichtige Einblicke in den gesamten Recruiting Prozess. Es kann helfen zu erkennen, welche Strategien funktionieren und welche nicht, welche Kanäle die qualifiziertesten Kandidat*innen liefern und wie der Prozess verbessert werden kann. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, den Recruiting Prozess ständig zu optimieren und die Qualität der Einstellungen zu verbessern.

Schließlich kann Data-Driven Recruiting dazu beitragen, die Diversität und Inklusion zu fördern. Durch die Nutzung von Daten können Unternehmen mögliche Vorurteile und Diskriminierungen in ihrem Recruiting Prozess erkennen und Maßnahmen ergreifen, um sie zu bekämpfen.