Jörg Knoblauch: Die Personalfalle (Rezension von Beat Meier)

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Foto von Perry Grone

Folgende sind diese Hauptprioritäten:

– Personalrekrutierung und Stellenbesetzung;
– Personalentwicklung/Talentmanagement;
– Förderung der Führungsfähigkeiten;
– Aus- und Weiterbildung;
– Mitarbeitermotivation.

Das Buch nimmt vor allem Bezug auf die Personalsituation in Deutschland. Die Situation in der Schweiz ist meines Erachtens noch nicht so dramatisch, es können aber absolut Parallelen gezogen werden, vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltungen. In vielen Unternehmungen sind die HR-Aufgaben nicht strategisch ausgerichtet, das Bewusstsein, dass HR-Aktivitäten wertschöpfungsrelevant sein müssen, fehlt (Miteinbezug von Steuerungsrelevanten Personalkennzahlen).

Bei der Personalselektion (Anforderungsprofil) braucht es eine Art von Differenzierung, es gibt geeignete und weniger geeignete Mitarbeitende – Zitat aus dem Buch ” Jeder Mensch ist wertvoll…Aber die Leistung, die ein Mensch an seinem Arbeitsplatz bringt, die passt eben in einigen Fällen nicht zu dem, was von ihm gefordert wird und was dem Unternehmen nützt.“

Im Weiteren wird sehr gut aufgezeigt, wie wichtig die Probezeit ist, eine aktive Gestaltung mit vereinbarten Meilensteinen die messbar sind.

In den vielen Jahren die ich im Personalbereich arbeite, kommt immer wieder die folgende Formel zum tragen, die meines Erachtens alle Anstrengungen im HR-Bereich auf einen Nenner bringt: Die Leistung einer Unternehmung ist abhängig von den drei folgenden Faktoren:

– Fähigkeiten/Kompetenzen
– Motivation
– Organisation der Zusammenarbeit

…der Mitarbeitenden.

Die von Prof. Dr. Jörg Knoblauch beschriebenen Themen widerspiegeln diese Tatsache. Damit die Personalfalle nicht zuschnappt, kann ich Ihnen dieses Buch nur empfehlen. Es liefert viele wertvolle Impulse für ein erfolgreiches Personalmanagement, denn Fehlbestzungen verursachen immense Kosten und es gibt wahrlich schönere Aufgaben, als Personalrekurse zu formulieren.

Nutzen oder Überdenken wir also unsere bestehenden Instrumente, Konzepte und Prozesse rechtzeitig und betreiben die Personalarbeit nicht als Selbstzweck.

Praktischer Nutzwert * * * * *
Lesbarkeit/Schreibstil * * * * *
Verständlichkeit * * * * *
Gliederung/Übersichtlichkeit * * * * *
Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche * * * * *

Sebastian Ofer

Chefredakteur bei HRM Research Institute

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