Die bislang erzielten Integrationen erfolgten zu rund 81 Prozent in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, mehr als 57 Prozent davon in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse. Die regionalen Beschäftigungspakte haben rund 1.200 Existenzgründungsvorhaben begleitet und unterstützt. In 2.639 Fällen haben ältere Langzeitarbeitslose eine geringfügige Beschäftigung aufgenommen.

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Foto von Drew Beamer

Das Bundesprogramm ist Bestandteil der "Initiative 50plus" zur Förderung der Beschäftigungschancen Älterer. Die 62 Beschäftigungspakte, an denen 77 Arbeitsgemeinschaften und 16 zugelassene kommunale Träger beteiligt sind, wurden im Sommer 2005 in einem Ideenwettbewerb von einer unabhängigen Jury ausgewählt und werden seit Oktober 2005 bei der Umsetzung ihrer regionalen Konzepte fachlich begleitet und mit insgesamt 250 Millionen Euro unterstützt.

Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz, der es den Beschäftigungspakten erlaubt, bei der Wahl der Integrationsstrategie gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. In vielen Regionen konnten die Akteure der regionalen Arbeitmarktpolitik in Netzwerke eingebunden werden und wurden so aktiv an der Umsetzung der Projekte beteiligt.

In der zweijährigen Umsetzungszeit wurde den Beschäftigungspakten ein großer Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung ihrer Ansätze einräumt und der überregionale Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Beteiligten gefördert. Im Laufe der Umsetzung hat sich unter anderem herausgestellt, dass insbesondere eine intensive und individuelle Aktivierung und Betreuung der älteren Langzeitarbeitslosen der Schlüssel zur Integration ist.

Die programmbegleitende Evaluation kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Erfolg der Beschäftigungspakte auf vielen kleinen Innovationen aufbaut. Hierzu gehört beispielsweise die Modifikation und Kombination bekannter Arbeitsmarktinstrumente, die durch die flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten des Bundesprogramms begünstigt werden.

Um die Erfolge und die Arbeit der Beschäftigungspakte zu verstetigen und deren Wirkung regional auszuweiten, schließt sich in den Jahren 2008 bis 2010 eine zweite Programmphase an. Mit der Fortführung des Bundesprogramms sollen die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen weiter verbessert werden und damit ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung der Sockelarbeitslosigkeit geliefert werden. Die zweite Programmphase fördert der Bund mit weiteren 240 Millionen Euro. Das BMAS erwartet, dass mit Hilfe des Bundesprogramms in den kommenden zwei Jahren 50.000 ältere Langzeitarbeitslose in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden können.