BGM: Den natürlichen Plan des Körpers wieder aufnehmen

MacBook Pro, white ceramic mug,and black smartphone on table
Foto von Andrew Neel

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Veranstaltungshinweis:

Keynote an der Corporate Health Convention
(8.-9. April in der Messe Zürich):

„Gesundheit, ein schlanker Körper und Lebensfreude ist ein
Naturgesetz! Leben Sie – aber richtig!“

Kerstin Hardt, Ernährungs- und Fitnessexpertin
Mittwoch, 9. April 2014 – 15:15 bis 16:00 Uhr, Praxisforum 2

Präsentiert von: Speakers Excellence

In Ihrer Vortragsbeschreibung sprechen Sie das Phänomen an, dass auf der einen Seite das Angebot und Programm zum Thema Gesundheit und Heilung nie grösser war. So gibt es z. B. viele Programme und Therapien zum Thema Fettabbau, Burnout und Stressprävention. Auf der anderen Seite, werden die Menschen immer dicker, die Zahl von Erkrankungen, physischer als auch psychischer Natur, nehmen zu. Warum ist das so?

Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist zum Beispiel, dass mittlerweile auch die Schulmedizin anerkennt, dass unser Lebenswandel zu 98 Prozent dafür verantwortlich ist, dass die Menschen immer kränker werden. Die Menschen haben sich zum Beispiel noch nie so katastrophal ernährt wie heute; es gab noch nie so viel denaturierte Nahrung. Die Menschen sind ganz weit weg von den natürlichen Gesetzmässigkeiten, also von Naturgesetzten. Die Ablenkung ist unglaublich gross, von iPhone, Medien und Co. Wir entfernen uns immer mehr von den natürlichen Dingen. Dadurch entsteht ein riesen Wust von Krankheiten und körperlicher Disbalance.

Das ist nicht nur eine Sache, die ich festgestellt habe, das weiss sogar jetzt die Schulmedizin und das weiss auch die Pharmaindustrie. Nur damit können die natürlich kein Geld verdienen. Da baut man lieber eine Pille, anstatt wirklich darüber aufzuklären, wie ich mein Leben verändern und die Verantwortung dafür übernehmen kann, dass ich wieder gesünder, fitter und vitaler werde.

Also ist diese Zunahme des Angebots und der vermeintlichen Mittel in vielen Fällen nur eine „Geldmacherei“, weil sie nicht in die Tiefe gehen?

Genau. Die Menschen haben grösstenteils keine Lust, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Wenn es schlecht geht, dann gehen sie zum Arzt. Der bekämpft dann mit einer Pille oder mit einer Spritze die Symptome, aber keine Ursachen. Die sind immer noch da. Das ist gut vergleichbar mit einer Wunde, die nicht richtig heilt, weil noch Dreck oder ein Splitter drin ist. Wir müssen an die Ursache ran, an die tiefliegenden Hintergründe einer Erkrankung.

Da spielt das Mentale eine ganz grosse Rolle, aber ganz klar auch die Lebensweise: Wir entfernen uns heutzutage immer mehr von den Naturgesetzen und gehen gerne „Abkürzungen“. Damit meine ich natürlich die schnell verfügbaren Methoden: Diäten, Vitaminpillen, …Langfristig funktioniert das aber nicht. Und deswegen gibt es auch immer mehr Methoden auf dem Markt. Aber meines Erachtens bringen diese langfristig so gut wie gar nichts.

Die Besucher Ihres Vortrags, was erwartet die, was nehmen sie mit nach Hause bzw. mit zurück in ihr Unternehmen?

Also was die Besucher der Corporate Health Convention sicherlich erwartet, sind neue Erkenntnisse über die unglaubliche Kraft, die wir in unserem Körper haben. Viele Menschen sind sich dessen gar nicht bewusst, was sie für ein unfassbares Potenzial und was für eine unfassbare Kraft ihr Körper überhaupt hat. Jeder, der aus diesem Vortrag raus geht, wird sehr überrascht sein, welche Möglichkeiten er tatsächlich hat, dass er ein selbstbestimmtes, freies und glückliches Leben führen kann, wenn er gewisse Dinge in seinem Leben umsetzt. Und dazu gehören Naturgesetzte. Diesen sogenannten „Zufall“ gibt es für mich nicht: Krankheit und Ungleichgewicht sind Signale, die ich bewusst annehmen kann, und wenn ich sie annehme, gehe ich gestärkt daraus heraus. Ich werde in meinem Vortrag aufzeigen, dass wir das schaffen können, wieder ein wirklich gesundes, vitales und glückliches Leben aufzubauen.

Sie haben gesagt, „Die meisten Menschen wollen keine
Verantwortung für sich übernehmen“. Womit hat das zu tun?

Viele haben überhaupt keine Lust, aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Ich gebe mal ein Beispiel: Wenn man heutzutage das falsche Benzin tankt oder sein Auto schlecht behandelt, dann kommt jeder auf die Idee, dass man da was falsch gemacht hat, dass er vielleicht seinen Fahrstil ändern oder vielleicht was anderes tanken sollte. Aber die Menschen sind so fern abgekommen von diesen natürlichen Dingen, dass sie nicht reflektieren, dass wenn sie sich schlecht ernähren, sich nicht bewegen, zu viel Stress haben, dass das eine grosse Auswirkung auf ihren Körper hat. Sie gehen zum Arzt, lassen sich eine Pille verschreiben und glauben, dass alles dann wieder funktioniert.

Warum? In der eigenen Komfortzone ist es ja so gemütlich. Die meisten Menschen haben einfach gar keine Lust, sich zu verändern. Veränderung bedeutet ja immer auch erstmal Unwohlsein und Ungemütlichkeit. Man sieht immer erst einmal den Weg des geringeren Widerstandes und bleiben verharrt in seiner Wohlfühlzone.

Sie werden an der Corporate Health Convention in Zürich, einer Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung, als Keynote auftreten. Welche Rolle könnte denn bzw. sollte denn das Unternehmen spielen?

Führungskräfte müssen sich folgendes bewusst werden: In dem Moment, in dem der Mitarbeiter versteht, dass er zu mehr Lebensfreude, zu mehr Gesundheit, zu mehr Kraft und Energie gelangt, wenn er die Verantwortung für sein Leben übernimmt und wenn er vor allem wieder ein paar nützliche Instrumente an die Hand bekommt und diese eigenständig in sein Leben integriert, gehen natürlich die Krankheitstage zurück und die Eigenmotivation steigt. Das hat positive Auswirkungen auf die Firma: Das Unternehmen wird erfolgreicher sein, weil der Mitarbeiter aus Eigenmotivation Lust hat, besser zu sein, mit viel Kraft und viel Energie. Natürlich hat die Führungskraft auch einen Vorbildcharakter und strahlt Motivation aus.

Und wie erreichen wir jetzt dieses Wohlbefinden und diese Gesundheit?

Erstmal sollte sich jeder bewusst sein, dass er das eigenständig in der Hand hat und ihm das niemand abnehmen kann. Also ich muss die Verantwortung für mein Leben komplett übernehmen. Dann muss ich anfangen, in Naturgesetzten zu leben. Und dazu gehört als erster Punkt das mentale Training, also meine Einstellung. Der zweite Punkt ist, dass ich natürlich die Ernährung beachten muss. Wir verfügen über 50 bis 90 Billionen Zellen. Alles, was wir essen, wird als Baumaterial für neue Zellen verwendet. Ein weiterer Faktor ist natürlich die Bewegung. Wenn ich keine Lust habe mich zu bewegen, dann geht mein Stoffwechsel komplett nach unten. Aber unsere 656 Muskeln wollen bewegt werden; die haben wir ja nicht zum Spass bekommen. Und natürlich ein weiterer ganz wichtiger Faktor ist das Thema Entspannung und Stress. Heute weiss man, dass 95 Prozent aller Erkrankungen auf Stress zurückzuführen sind. Stress ist ja der tatsächliche Auslöser dafür, wenn dann eine Krankheit ausbricht. Das nennt man dann auch „inneren Zellstress“. Wenn ich mich dann vorher nochmal so richtig schlecht ernährt und natürlich auch nicht bewegt habe, dann bricht das Glied immer an der schwächsten Stelle. Diese vier Bausteine in meinen Alltag zu integrieren ist extrem wichtig. Wenn ich das schaffe, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich eigenständig wirklich etwas für meine Gesundheit und für mein Wohlbefinden tun kann.

Wie motivieren Sie solche Leute?

Die erste und beste Motivation ist natürlich die, die vom Körper selbst kommt. Es gibt doch so etwas wie ein Gefühl, so ein somatisches Gefühl (automatisches Gefühl). Also so ein Gefühlt von innen heraus, das viele Menschen jetzt mehr und mehr wieder bekommen, und dadurch merken sie: Irgendetwas läuft da in mir falsch. Das ist der erste Schritt zu sagen: „Ich such mir jemanden, der mir da helfen kann!“ Und dann  fängt wirklich Veränderung an. Also Menschen zu motivieren funktioniert immer erst dann, wenn in ihnen etwas ist, das nach Heilung und vor allem auch nach einem bewussteren Leben sucht.

Was meinen Sie mit diesen Naturgesetzen?

Naturgesetze sind Gesetze, die für alle Menschen gleich sind, auch für Tiere und für Pflanzen. Im Unterschied dazu gibt es die menschlichen Gesetze, die kann ich hintergehen. Wenn ich zum Beispiel bei Rot über die Ampel fahre. Habe ich Glück, werde ich nicht erwischt. Aber Naturgesetze kann ich nicht hintergehen.

Ein Naturgesetz ist jetzt zum Beispiel, dass ich mich mineralstoffreich und gesund ernähre, was mir die Natur dazu bietet und nicht, was sich der Mensch künstlich erstellt hat. Eine andere Form des Naturgesetzes wäre zum Beispiel, bekannt aus der Physik, das Gesetz von Ursache und Wirkung: Alles was ich als Wirkung erkenne im Aussen, also auch meine Krankheit, meine Disbalance oder mein Unwohlsein, muss immer auch eine Ursache haben. Und diese Ursachen liegen im Geist. Ich muss schon reflektieren, was hat mein Geist dafür getan, dass es mir jetzt so geht, wie es mir geht.

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