Swiss eLearning Conference 2011: Viele Beispiele aus der Praxis

Als Kommunikations- und Lernmedium spielt das Internet mittlerweile eine entscheidende Rolle: Lernen, Arbeiten und individuelle Web 2.0-Anwendungen wachsen zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die von Jane Hart, der Vorsitzenden des „Centre for Learning & Performance Technologies“, für 2010 ermittelten Top-E-Learning-Tools wie Twitter, YouTube oder Slideshare sowohl in ihrer Freizeit als auch in Lernsituationen bei der Arbeit. „Vom Workplace Learning versprechen sich die Weiterbildungsverantwortlichen kürzere Lerninhalte mit höherer Relevanz und pragmatischer Lösungsorientierung bei gleichzeitiger Leistungskontrolle“, erklärt Prof. Dr. Andreas König, Leiter des Zentrums für Neues Lernen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie Leiter des Fachbeirats der SeLC. Aber die Vorteile seien nicht einfach und nicht ohne Schwierigkeiten umzusetzen: Es brauche neue Rollen, neue Lernkulturen und Regelungen, damit der Arbeitsplatz erfolgreiches Lernen überhaupt ermögliche.

Austausch und Transfer zum eigenen Unternehmen

Hier setzt die Swiss E-Learning Conference 2011 an: Während vier Keynote-Speaker die Konferenzteilnehmer in Grundlagen und Modelle einführen, geben zahlreiche Branchenbeispiele Gelegenheit, den Transfer auf das eigene Unternehmen zu schlagen und sich mit den Referenten auszutauschen. „Das erprobte und gelungene Modell des Vorjahres haben wir weiter entwickelt, um Vernetzung und Dialog mehr Raum zu geben“, berichtet Dr. Daniel Stoller-Schai, Head E-Learning Services bei der UBS AG und ebenfalls Leiter des Fachbeirates der Swiss eLearning Conference. Innovative und interaktive Formate wie ein World Café mit neun Praxisbeispielen zu Workplace Learning in verschiedenen Branchen, Open Space Diskussionen und Guided Tours zu den E-Learning-Ausstellern an der Swiss Professional Learning ergänzen bei der SeLC klassische Vorträge und Workshops.

Praxisbeispiele an parallelen Thementischen im World Café

Im Format des World Café teilen jeweils vier bis fünf Personen an einem Tisch ihre Fragestellungen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Am Ende werden die gemeinsamen Ergebnisse im Plenum zusammengefasst. Jeder Tisch ist bei der SeLC einem Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von Workplace Learning gewidmet und wird von einem erfahrenen Tischgastgeber betreut. Um einen möglichst hohen Transfer auf das eigene Unternehmen zu erreichen, kommen die Tischgastgeber aus unterschiedlichen Branchen, darunter Logistik(Schweizerische Post), Automobil (AUDI AG) und Industrie (Endress + Hauser), Handel (Manor AG), Banken (Credit Suisse AG), Medizin (Universitätsspital Basel) und Chemie (Syngenta International AG).

Verbindung zwischen Online-Konferenz und realer Konferenz

Wer nicht vor Ort teilnehmen kann, kann bei der Schweizer E-Learning-Konferenz für das Business zu einem günstigen Tarif live über das Internet dabei sein. Die Plenarteile der Konferenz werden ins Internet gestreamt. So können die virtuell teilnehmenden Konferenzbesucher die Vorträge in Echtzeit in Ihrem Browserfenster verfolgen und über einen Chat Fragen stellen. Zudem wird auch Keynote-Speaker Stephen Downes, Senior Research Officer in E-Learning beim National Research Council Canada für seinen Vortrag virtuell zugeschaltet werden.

Weitere Informationen sowie das Programm der Konferenz, die wieder parallel zur Personal Swiss stattfindet, sind unter www.selc.ch zu finden.

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Foto von Campaign Creators