Lorenz Klöti: Personalrisiken. Rezension von Harald Schörg

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Personalrisiken. Qualitative und quantitative Ansätze für das Management von Personalrisiken
Von Lorenz Klöti
Bank- und finanzwirtschaftliche Forschungen Nr. 384
Haupt Verlag 2008
248 Seiten
32 Euro
ISBN: 978-3-258-07319-4

Im Mittelpunkt des Buches stehen die Personalrisiken von Schweizer Banken. Anhand von deren Prozessstruktur erörtert der Autor die verschiedenen Arten der Risikoformen mit einem Fokus auf Personalrisiken. Der dreiteilige Aufbau des Buches führt den Leser von theoretischem Wissen bis hin zu qualitativen und quantitativen Beispielen. Indem er Tools wie Selfassessment und Verlustdatenbanken beschreibt, versucht Klöti, das relativ komplexe Thema informativ und sehr detailliert zu vermitteln.

Dabei geht er insbesondere der Frage nach, welche Anforderungen der Aufbau einer Verlustdatenbank von Personalrisiken an ein Unternehmen stellt und welche Auswertungsmöglichkeiten eine solche Datenbank bietet. Ergänzt werden diese Beschreibungen durch grafische Abbildungen und Tabellen, die für das Gesamtverständnis sehr hilfreich sind. Als besonders wesentlich bezeichnet Lorenz Klöti den direkten Einfluss der Unternehmensstrategie auf das Personalrisiko und die damit verbundenen unmittelbaren Auswirkungen auf ein integriertes Gesamtrisikomanagement.

Im anschließenden Ausblick betont der Autor noch einmal die Brisanz dieses Zukunftsthemas. Aus Sicht des Autors wird das richtige „Managen“ der Personalrisiken eine rasante Entwicklung erleben. Es ist zu erwarten, dass sich in den nächsten Jahren Best Practices herausbilden und die Verbreitung sowie Akzeptanz einzelner Methoden sukzessive zunimmt. „Added value wird durch einen ganzheitlichen Ansatz erreicht, der die Personalrisiken abzuschätzen und zu steuern erlaubt. Hier wird sich die wahre Qualität der Personalarbeit zeigen.“ Dieser Einschätzung von Herrn Klöti kann ich nur beipflichten.

Fazit: Lorenz Klöti hat sich in diesem Buch mit einem Thema des Personalmanagements auseinandergesetzt, das auf Seiten der Personalverantwortlichen die Sensorik für die Kostenthematik neuerlich wachrütteln muss. Teilweise sehr wissenschaftlich – und am Beispiel einer konkreten Branche beschrieben – bietet dieses Werk dem Leser durchaus interessante Methoden und Beispiele, die dazu einladen, die eigenen Prozesse zu reflektieren.

Bewertung (maximal 5 Sterne):

Praktischer Nutzwert * * * * *
Lesbarkeit/Schreibstil * * * * *
Verständlichkeit * * * * *
Gliederung/Übersichtlichkeit * * * * *
Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche * * * * *
Quelle: personal manager – 5/2008
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