3 Strategien für die neue Normalität im HR

3 Strategien für die neue Normalität im HR

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Key Takeaways

  • Flexibles Arbeiten und digitale HR-Prozesse prägen die neue Normalität.
  • Unternehmenskultur, Mitarbeiterwohl und Entwicklung neuer Fähigkeiten sind zentrale Themen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Digitalisierung sind essenziell für resilienten Unternehmenserfolg.

Wege in eine neue Normalität

Unternehmen erleben aktuell tiefgreifende Veränderungen: Geschäftsmodelle werden neu gedacht und Human Resources transformiert sich vom klassischen Personalverwalter zum entscheidenden Sparringspartner auf Augenhöhe.
Die verstärkte Nutzung von Homeoffice und digitale Zusammenarbeit kennzeichnen diese neue Ära. HR-Fachkräfte übernehmen dabei vielfach Rollen als Problemlöser, Motivationsgeber und verbindende Instanz zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern.
Im Mittelpunkt steht die Anpassungsfähigkeit, um die Belegschaft sicher in unbekanntes Terrain zu führen und strategisch relevante Bereiche wie Gesundheit, Unternehmenskultur und Talentmanagement zu etablieren.

Die 7 Grundpfeiler der neuen Normalität

  • Remote Work: Flexibles und standortunabhängiges Arbeiten wird zum festen Bestandteil der Unternehmenskultur. HR ist gefordert, Strukturen für eine gelingende virtuelle Zusammenarbeit zu schaffen, Prozesse digital zu gestalten und digitales Recruiting sowie eine nahtlose Einarbeitung neuer Kollegen auch aus der Ferne zu ermöglichen.
  • Employee Experience: Die individuelle Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft stehen mehr denn je im Fokus. Eine wertschätzende, gesunde Arbeitsumgebung entsteht nur, wenn die Bedürfnisse der Angestellten berücksichtigt werden.
  • Unternehmenskultur: Besonders in herausfordernden Zeiten ist ein klarer Wertekompass unverzichtbar. Eine starke, verbindende Kultur sorgt für Orientierung und fördert den Zusammenhalt – gerade bei dezentralen Teams.
  • Employer Branding: Der Umgang mit der Belegschaft während einer Krise prägt langfristig das Arbeitgeberimage. Wertschätzendes Handeln und eine authentisch gelebte Unternehmenskultur werden wichtiger denn je.
  • Entwicklung neuer Fähigkeiten: Kompetenzen wie Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und effektive Teamarbeit rücken verstärkt in den Fokus. Unternehmen sollten aktiv darauf hinarbeiten, diese Skills zu fördern.
  • Körperliches und mentales Wohl: Mit der Zunahme an digitalen Arbeitsformen werden Themen wie Gesundheitsförderung und Vermeidung von Bildschirmmüdigkeit zu dauerhaften Aufgaben für das HR-Management.
  • Vielfältigkeit und Inklusion: Die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten, eröffnet Unternehmen ein neues Potenzial an kultureller Vielfalt. Teams werden vielfältiger, und HR ist gefragt, ein harmonisches Miteinander zu gestalten.

Im Zentrum dieser Transformation stehen engagierte Mitarbeiter und der Ausbau digitaler Prozesse, die Routineaufgaben erleichtern und Raum für strategische Personalarbeit schaffen.

Wege zurück ins Büro

Mit der allmählichen Rückkehr ins Büro ändern sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Angepasste Hygienekonzepte, neue Verhaltensregeln und überarbeitete Raumaufteilungen werden die Zusammenarbeit prägen.
Der Prozess gliedert sich üblicherweise in drei Phasen:

  • 1. Vorbereitungsphase: Organisationale und hygienische Maßnahmen wie die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, Masken und Reinigungsplänen sind essenziell. Ebenso sollten Konzepte zur Regulierung der Präsenz im Büro und zur Nutzung gemeinschaftlicher Bereiche entwickelt werden. Rotationsmodelle ermöglichen eine kontrollierte Rückkehr der Belegschaft.
  • 2. Kommunikationsphase: Der Exit-Plan aus dem Homeoffice sollte transparent mitgeteilt werden. Fragen wie die Reihenfolge der Rückkehr, Ausnahmen für gefährdete Gruppen und geltende Abstands- und Hygieneregeln müssen eindeutig beantwortet werden.
  • 3. Rückkehrphase: Die Rückkehr in mehreren Etappen minimiert Risiken. Ein schrittweises Hochfahren der Büropräsenz – etwa beginnend mit einer kleineren Gruppe und anschließendem stufenweisen Ausbau – ist ratsam, um flexibel auf neue Entwicklungen reagieren zu können.

Wege aus der Krise

Langfristige Strategien sind gefragt, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Die entscheidende Rolle spielt dabei die Digitalisierung:

Digitalisierung als Chance

Die jüngsten Herausforderungen unterstreichen die Notwendigkeit, digitale Technologien in sämtliche Bereiche zu integrieren. Unternehmen nutzen diese Zeit, um Prozesse und Geschäftsmodelle neu zu denken, ihren Service zu optimieren und die Beziehung zu Kunden nachhaltig zu stärken. Gerade die Arbeit von HR wird durch eine moderne, digitale Infrastruktur erleichtert, sodass veränderte Themen wie Mitarbeiterbindung, Bewerberauswahl oder Personalplanung effektiv umgesetzt werden können.

Erfolgsfaktor: Digitale HR-Prozesse

Durch die Automatisierung und Verschlankung von Prozessen schafft HR Raum für strategische und wertschöpfende Aufgaben. Die neue Normalität verlangt nach digitalen Abläufen, die sowohl Flexibilität als auch Effizienz gewährleisten und so die Basis erfolgreicher Personalarbeit bilden.

Arbeitsrechtliche Überlegungen in der Krise

Auch rechtliche Fragen zum Umgang mit Kosten, Kurzarbeit oder flexiblen Arbeitszeitmodellen rücken in den Vordergrund. Unternehmen sind gefordert, kreative Lösungen zu finden – von rotierenden Kurzarbeitsregelungen über Anpassungen bei Urlaubsansprüchen bis hin zu individuellen Gehaltsvereinbarungen.

Fazit

Die neue Normalität im HR-Bereich ist geprägt von Digitalisierung, Flexibilität und Fokus auf die Mitarbeiter. Wer Veränderungen aktiv gestaltet, digitale Prozesse vorantreibt und die Bedürfnisse der Belegschaft in den Mittelpunkt stellt, schafft die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

FAQ

Was sind die wichtigsten Elemente der neuen Normalität im HR?

Im Vordergrund stehen digitale Prozesse, flexible Arbeitsmodelle, eine starke Unternehmenskultur und gezielte Förderung der Employee Experience.

Wie sollte die Rückkehr ins Büro organisiert werden?

Durch strukturierte Phasen wie Vorbereitung, transparente Kommunikation und eine stufenweise Rückkehr kann flexibel und sicher auf neue Entwicklungen reagiert werden.

Warum ist Digitalisierung im HR so wichtig?

Digitale Lösungen schaffen Effizienz, erleichtern Routinearbeiten und bieten Raum für strategische Personalarbeit sowie nachhaltige Mitarbeiterbindung.

Wie können Unternehmen auch rechtlich auf die neue Situation reagieren?

Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Anpassungen bei Kurzarbeit sowie individuellen Regelungen zu Gehalt und Urlaub können Unternehmen schnell und rechtssicher agieren.

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