Wie „hungry“ sind Ihre Mitarbeiter? Und wie „foolish“ ist Ihr Unternehmen? von Sonja Radatz

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Foto von John Schnobrich

Und wie sieht das in Ihrem Team, in Ihrem Unternehmen aus? Überall Energie, Interesse, Engagement? Oder leider das Gegenteil davon: Mitarbeiter, die „dankend ablehnen“, weil sie „leider bis über beide Ohren voll sind“, oder andere, die es weniger schmeichelhaft ausdrücken: „Ich bin einfach nur noch angefressen“?


1. Eine kurze ehrliche Einschätzung

Lassen Sie uns die Themenstellung des Intros nochmals aufgreifen: Ja, wie „hungry“ ist Ihr Unternehmen? Oder ist das Unternehmen, sind seine Mitarbeiter nur noch „angefressen“? Sind Sie noch beweglich, agil, Neuem aufgeschlossen?

Und wie sieht es aus mit dem Grad an Foolishness in Ihrem Unternehmen? Hat überhaupt irgendetwas von dem, was Sie tun, mit „Verrücktheit“ zu tun, mit einem bewussten „Wir sind grundlegend anders als die anderen, aber nicht nur das: Wir überraschen unsere Kunden jeden Tag – im Positiven“? Oder sind Sie immer noch im Benchmarkland zu Hause, dort, wo es schlicht darum geht, möglichst nahe an die „Standards“ des „Marktes“ bzw. anderer Unternehmen heranzukommen – wo Dummheit und Sinnlosigkeit einander im Punkt der nachhaltig zukunftswirksamen Erfolglosigkeit treffen?

 

 

2. Der Tod der Innoation: Regeln, Normen und festgeschriebene Prozesse

Allzu lange haben wir uns zu Tode geregelt, haben genormt, was das Zeug hält, haben versucht, möglichst abschätzbar zu sein – in allen Facetten. Leider kauft uns dies der Kunde heute nur noch in der Produktion ab – und selbst dort nur noch in jenen Bereichen, für die es Sicherheitsvorschriften gibt. Überall woanders wären Ideen angesagt – und ein Weg, der sich deutlich vom Mainstream abhebt; der so verrückt ist, dass er die Welt ein kleines Stückchen aus den Angeln zu heben vermag; und der vor allem eines sichert: Nachgefragte Einzigartigkeit.

 

 

3. Ja, leider: Einzigartigkeit braucht Freiraum

Wenn Ihre Kunden Sie mögen, weil Sie etwas Besonderes sind, dann haben Sie meines Erachtens schon Vieles richtig gemacht; aber das gilt  natürlich immer nur für den Augenblick. Und wenn Sie diesen Punkt (noch) nicht erreicht haben, dann bitte ich Sie inständig, KEINE Arbeitsgruppe dazu ins Leben zu rufen – sondern vielmehr (wieder) zu beginnen, die Mitarbeiter machen zu lassen. Freiraum zu geben! Das ist ziemlich simpel. Aber nicht einfach…

 

>> Jetzt mehr lesen: in LO 81 “Stay hungry – stay foolish”.

 

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Marco Ripanti

Geschäftsführer bei 42medien

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