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Tag 3: Das Corona-Virus führt zu einem Werte- und Kulturwandel

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Foto von Christina @ wocintechchat.com

Tag 3: Das Corona-Virus führt zu einem Werte- und Kulturwandel

Corona ist ein Weckruf zum Aufwachen. Corona verlangt ein völlig neues Denken, Handeln, Fühlen und Sein in der Welt. Ein Umdenken, das teilweise mühsam versucht wurde, in die Köpfe von Menschen zu hämmern, ist jetzt ganz leicht durch einen Virus möglich geworden. Ein neues Welt- und Menschbild und Bewusstsein entstehen gerade und wir sind alle ein Teil davon. Viele Dinge sind nun möglich, über die wir uns nur wundern. Dieses neue Welt- und Menschenbild wird alle Lebensbereiche und alle gesellschaftlichen Systeme beeinflussen und die Welt verändern! Nach der Krise werden wir nicht mehr in die alte Welt zurückkehren.

Vielerorts spricht man von einem Paradigmenwechsel (Thomas Samuel Kuhn), von der Großen Transformation 21 (Fredmund Malik), vom Postkapitalismus (Paul Mason), vom postmodernen, pluralistischen Paradigma (Frederic Laloux), von einem neuen Zeitalter oder von einer Zeitenwende Jetzt sind wir alle mittendrin und voll dabei und wir bekommen einen Geschmack, wie es auch anders sein könnte.  

Gleichzeitig ist jede Krise ein Symptom dafür, dass das System krank ist. In der modernen Welt haben wir mittlerweile die Beziehung zur Natur verloren. Wir haben uns von uns selbst entfremdet und laufen nur noch im Hamsterrad und glauben, dass es nicht anders geht. Die Vorstellung, immer mehr vom selben, immer größerer Konsum sei der Weg zu Glück und Erfüllung liegt im Sterben. 

Jede Zeit hat ihre eigenen Werte.

Im Industriezeitalter (19. Jahrhundert) waren Werte wie Kraft, Ausdauer, Sicherheit, Arbeitsplatz und Männlichkeit wichtig. „Handarbeiter“ waren gebraucht.

Im Informationszeitalter (20. Jahrhundert) waren Werte wie Wissenserwerb, Streben nach Status, Macht, Position, Rationalität, Pflichterfüllung und Karriere, die sich an rein äußerlichen Erfolg ausrichtet, wichtig. „Kopf- und Wissensarbeiter“ waren gebraucht.

Im Inspirations- und Dienstleistungszeitalter (seit 2010) sind Werte wie Selbstverantwortung, Empathie, Menschlichkeit, Verbundenheit, Entwicklung, Fairness, Gleichheit, emotionale Intelligenz, Gemeinschaft, Kooperation, Weiblichkeit und die Suche nach dem übergeordneten Sinn wichtig. „Kreativarbeiter“ werden gebraucht.

Ich lade Sie ein, sich mit mir anzuschauen, welche Werte nun durch Corona wichtiger geworden sind.

Solidarität (statt Unsolidarität)

Diese unglaubliche Hilfsbereitschaft und Solidarität, die allerorts spürbar ist, ist ein Zeichen für das bedingungslose Zusammenhalten in der Krise – zum Wohle aller. Zum „Team Österreich“ gehört jeder Einzelne und jeder Einzelne ist wichtig und kann einen wertvollen Beitrag leisten. Es ist jetzt die Zeit, in der ältere und immungeschwächte Personen aus unserer Liebe heraus Respekt, Wertschätzung und Anerkennung erfahren, die möglicherweise im Alltag zu kurz gekommen ist, indem wir Abstand halten und zu Hause bleiben. Nur gemeinsam schaffen wir die Krise. Und das Bewusstsein, dass wir alle einem größeren Ganzen dienen, einem größeren Ziel, ist vorhanden.

Kooperation und Zusammenarbeit (statt Wettbewerb)
Ein Zeichen unserer Leistungsgesellschaft ist es, dass jeder Mensch nur auf sich schaut und dass man nur mit Ellenbogentechnik weiterkommt – auch auf Kosten anderer. Diese Zeit zeigt uns jedoch, dass es auch anders geht. Und vor allem erkennen wir, dass wir uns sinnerfüllter, zufriedener, lebendiger und glücklicher fühlen, wenn wir anderen Menschen helfen können.

Selbstverantwortung
Da jeder von uns nun auf sich selbst geworfen wird, wird uns auch bewusst, dass wir für unser Leben und auch für unser Denken, Fühlen und Handeln selbst verantwortlich sind. Es ist niemand mehr da, dem wir die Schuld für etwas geben können.

Die Aufforderung, nur in Notfällen das Krankenhaus oder den Arzt aufzusuchen, veranlasst uns dazu, die Verantwortung für unsere eigene Gesundheit selbst zu tragen. Vielleicht lässt sich so manches Krankheitssymptom selbst behandeln, weswegen wir zuvor noch zum Arzt gegangen sind.
Wer sich jetzt Zeit nimmt, sich mit seiner Gesundheit zu beschäftigen, braucht später weniger Zeit, um sich mit seiner Krankheit zu beschäftigen. Wir haben jetzt Zeit zur Vorsorge und können lernen, das Immunsystem zu stärken, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Gesundheit als ganzheitlich zu erkennen.

Verbundenheit
Dass es keine Grenzen gibt, zeigt uns Corona sehr deutlich. Wir sitzen alle in einem Boot und sind alle miteinander verbunden. Der Flügelschlag eines Schmetterlings in China kann eine Pandemie auslösen.

Naturverbundenheit
Ein Aufenthalt in der Natur ist für unser gesamtes System von Körper, Geist und Seele nicht nur wohltuend und entspannend, sondern auch sehr heilsam, das hat mittlerweile auch die Wissenschaft bestätigt. Waldbaden ist wie auch die Meditation zu einem Trend geworden. Wie erleichtert, stressfrei, ganzheitlich verbunden und erfrischt und mit welch kraft- und lichtvoller Energie wir nach einem Waldspaziergang aufgetankt sind, kann jeder Einzelne jetzt selbst erfahren.

Entschleunigung
Raus aus dem Hamsterrad. Das vorrangige Ziel in unserer Leistungsgesellschaft ist es, immer schneller, immer weiter, immer größer um jeden Preis zu wachsen, um das BIP zufriedenzustellen. Wir haben keine Zeit und das Bewusstsein für ein natürliches Wachstum verloren. Die Natur macht es uns zwar vor, dass, wenn man an einem Grashalm zieht, dass es auch nicht schneller wächst. Aber der egozentrierte Mensch möchte die Natur beherrschen und ist sich dabei nicht bewusst, dass er sich als Teil der Natur dadurch auch selbst zerstört.
Die Wirtschaft muss immer schneller wachsen und die Industrie muss immer mehr Ertrag erwirtschaften, um zu überleben. Der Mensch beutet die Ressourcen aus und macht sich die Erde untertan. Die Fehlentwicklungen in Form von Umwelt- und Luftverschmutzung, Überfischung unserer Meere, Verseuchung unserer Böden, Leid von Tier und Pflanzen fallen letztendlich wir selbst zum Opfer in Form von immer mehr psychisch und physisch kranken Menschen. Dass wir uns selbst damit die Lebensgrundlage zerstören, können wir nur in aller Ruhe und Stille und aus der Distanz heraus erkennen. Vielleicht dient Corona nun zu einem Aufwachen und Umdenken.

Impuls für Tag 3: Machen Sie eine Inventur und werden Sie sich bewusst, welche Werte Ihnen wichtig sind

Ich wünsche Ihnen einen schönen und wertvollen Tag.

Mit herzlichen Grüßen
Irene Galler

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